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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine besonders vergnügliche Weltgeschichtsreise
„Erkenne dich selbst“, „Wissen ist Macht“, „Die Achse des Bösen“: Es ist eine tolle Idee, den Lauf der Weltgeschichte anhand der Hintergründe berühmter Zitate zu erzählen, die wir fast alle kennen, oft sogar im Alltag benutzen. Weil Helge Hesse das in spannenden Kapiteln, als kleine Geschichten der Geschichte mit...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2006 von Mike Enskat

versus
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich..., aber....
Eigentlich hat Helge Hesse ein sehr vergnüglich zu lesendes und informatives Buch geschrieben. Man erfährt schnell das wichtigste zu den Zitaten und lernt nebenbei auch noch etwas über Weltgeschichte. Allerdings ist es tatsächlich nur für Laien zu empfehlen.
Bei vielen Kapiteln merkt man dem Autor an, dass er die jeweilige Thematik nur...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2008 von Danny Knnicke


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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine besonders vergnügliche Weltgeschichtsreise, 5. Oktober 2006
„Erkenne dich selbst“, „Wissen ist Macht“, „Die Achse des Bösen“: Es ist eine tolle Idee, den Lauf der Weltgeschichte anhand der Hintergründe berühmter Zitate zu erzählen, die wir fast alle kennen, oft sogar im Alltag benutzen. Weil Helge Hesse das in spannenden Kapiteln, als kleine Geschichten der Geschichte mit zahlreichen Hintergrundinformationen angereichert erzählt, die Zitate und ihre Geschichte zudem chronologisch geordnet hat, kann man dieses Buch wie eine – wie auch im Vorwort angekündigt – Reise durch die Weltgeschichte lesen. Auf diese Weise kann man sogar die Entwicklung des Denkens und der Gesellschaft nachvollziehen. Spannend, amüsant und viele Überraschungen. Im Übrigen irrt der Rezensent der Amazon-Redaktion in Bezug auf Hesses Kapitel zu dem vermeintlichen Zitat Marie Antoinettes „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen.“ Vielleicht, weil er nur auf die Überschrift und nicht ins Kapitel geguckt hat. Hesse - dessen Buch sehr toll recherchiert ist – geht hier keineswegs einem Geschichtsirrtum „auf den Leim“, denn Hesse erzählt im betreffenden Kapitel, dass das Zitat tatsächlich nicht von Marie Antoinette stammt, ihr aber von Gegnern in den Mund gelegt wurde.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich..., aber...., 20. Dezember 2008
Eigentlich hat Helge Hesse ein sehr vergnüglich zu lesendes und informatives Buch geschrieben. Man erfährt schnell das wichtigste zu den Zitaten und lernt nebenbei auch noch etwas über Weltgeschichte. Allerdings ist es tatsächlich nur für Laien zu empfehlen.
Bei vielen Kapiteln merkt man dem Autor an, dass er die jeweilige Thematik nur oberflächlich durchdrungen hat. Ein Blick auf die Literaturliste bestätigt diesen Eindruck, enthält sie doch einige Nachschlagewerke, Übersichten und bei einigen Themen auch veraltete Literatur.
So kommt es, dass Hesse bei manchen der zitierten Personen und beschriebenen Ereignisse kleine Fehler unterlaufen oder dass er nur vage und unklar bleibt. Beispielsweise verlegt er das Musikfestival von Woodstage ins Jahr 1968 (es war ein Jahr später). Gravierender ist, dass Hesse den Reichstagsbrand 1933 als von den Nationalsozialisten fingiert darstellt. Das behauptet seit wenigstens zwanzig Jahren kein ernstzunehmender Historiker mehr. Auch das Kapitel über Cecil Rhodes erfasst weder die britische Kolonialpolitik der Zeit, noch deren Auswirkungen auf die anderen Großmächte vollständig. Es gab nicht nur einen Wettlauf durch Afrika von Nord nach Süd sondern auch einen von West nach Ost, der ein durchgehendes britisches Kolonialreich verhindern sollte. Kein Wort findet sich davon bei Hesse.
Dazu kommt eine teilweise tendenziöse Darstellung der Zitierten. Bei Helmut Kohl wird dessen unrühmliche Rolle in der Spendenaffäre extra erwähnt, obwohl sie mit seinem Zitat nichts zu tun hat. Bei anderen Personen findet man etwas derartiges nicht, warum also bei Kohl?
Auch Hesses Kenntnisse der Wende 1989 sind ungenau und seine Beschreibung der Situation in den neuen Ländern 2004 zeugt eher von Populismus als von einer realistischen Einschätzung.
Überhaupt sind gerade die letzten Kapitel geprägt von Populismus. Es geht gegen Kohl, gegen Blüm und (man möchte ausrufen: natürlich) gegen George Bush. Wie man mit den Zitaten von Clinton ("I did not have sex realtion with that woman, Miss Lewinsky") oder Blüm ("Die Renten sind sicher") die Weltgeschichte versteht, scheint zumindest mir rätselhaft. Auch die Auswahl anderer Zitate bleibt unklar und zumindest mir fehlen doch einige wichtigere Sätze, was aber Ansichtssache sein mag. Es werden zwar Politiker, Herrscher, Philosophen und Dichter zitiert, aber keine religiöse Schrift wird erwähnt. Wo sind Zitate von Buddha, vom Dalai Lama, von Ghandi, Fidel Castro oder Mao. Alles wichtigere Personen der Weltgeschichte, die ebenso bedeutsame Sätze geprägt haben dürften.
Aber wie gesagt: Das ist Ansichtssache.
Auch am Sprachstil und grammatikalischen Feinheiten könnte man Kritik üben. Gravierende Mängel weist Hesses Buch da aber nciht auf.
Fazit: Ein interessantes Buch vor allem für Leser, die sich (noch) nicht mit Geschichte auskennen. Es nimmt diese mit auf eine durchaus vergnügliche Reise durch die Zeitenläufte. Bei genauerem Hinsehen offenbart der Autor aber mitunter Schwächen und Ungenauigkeiten.
Da ich mich eben nciht als Laie sehe, vergebe ich auch nur 3 Sterne, sorry.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte reloaded, 2. Mai 2007
Von 
Harro Hallmann (Hadersleben, Dänemark) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Idee ist gut: zentrale Sätze/Zitate der Geschichte sind die Wegweiser auf dieser Weltrundreise.

Die Auswahl der 80 Sätze ist überzeugend und die Umsetzung sehr gut.

Hier wird mit viel Wissen und sprachlicher Sicherheit aber ohne Arroganz einem auf unterhaltsame Weise sehr viel geschichtliches Wissen beigebracht.

Mehr kann man von einen Buch doch nicht verlangen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte kurz und klar, 20. März 2010
Die Geschichte der Welt erscheint uns in vielen Themenbereichen als eher ermüdend, weil doch zuviele Informationen oftmals versucht werden in einem Buch dem Leser rüber zu bringen, bei denen die meisten wegen der Informationsflut abgeschreckt werden.
In diesem Art Geschichtslexikons/Werk werden die wichtigsten Ereignisse der Welt in knappen Sätzen erklärt und anhand von Beschreibungen die Hintergründe verdeutlicht.
Man muss diesen Roman nicht in einem Stück durchlesen, um ja "mitreden" zu können. Das schöne hierbei ist, dass man sich die Geschichten, die einen interessieren herauspicken kann und in Kurzform z.B. während der Bahnfahrt auf dem Arbeitsweg lesen kann.
Es ist klar und verständlich geschrieben und bietet genau die Portion an Wissen an, die für uns "Otto normal Verbraucher" am wichtigsten ist!!!
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4.0 von 5 Sternen Kompakt, unterhaltend und auch für Gelegenheitsleser, 6. August 2014
Verschiedenste geschichtliche Ereignisse werden kurz beleuchtet. Jeder beschriebene Satz, häufig sind es Zitate, wird in durchschnittlich 5 Seiten beschrieben. Die Sortierung ist chronologisch, man beginnt 650 v.Chr. und endet 2002.
Es geht nicht nur um den jeweiligen Satz, sondern auch um das „Drumherum“ teilweise sogar recht weitläufig. Das klingt jetzt eventuell negativ nach weit abschweifenden Aufzählung langweiliger Geschichtsdaten, aber das ist es eben nicht. Hesse zeigt den geschichtlichen Kontext und stellt die spannenden Teile der Geschichte heraus. Z.B. welche weitreichenden Folgen eine Äußerung hatte, oder welchen bedeutenden Wendepunkt er darstellt. Einige Male überrascht er mit der Erkenntnis, dass der Sinn heute völlig umgedeutet wurde oder der Satz wohl so nie gefallen ist.

Speziell für Gelegenheitsleser gut geeignet, was nicht nur an den kompakten Kapiteln liegt. Man kann es zwar schön von hinten nach vorne durchlesen, es macht aber nichts, wenn man sich an das letzte Kapitel nicht mehr erinnern kann. Außerdem ist es möglich sich einzelne Sätze herauszupicken.

Besonders gut haben mir die Erklärungen aus der Römerzeit gefallen. Der geschichtliche Überblick ist darin äußerst gut gelungen. Eine Durststrecke waren für mich die spätmittelalterlichen Kapitel. Die Kapitel der zu den neuzeitlichen Ereignissen sind wiederum spannend.

Die Befürchtung, dass man viele Zitate kennt, und allzu Bekanntes erneut durchgekaut wird, hat sich nicht bestätigt. Hesse schafft es immer wieder neue Erkenntnisse und Sichtweisen spannend zu vermitteln und auch Bekanntes in einem neuen Licht erscheinen zu lassen. Bei manchen Sätzen kann man bemängeln, dass es relevantere für die Weltgeschichte gibt. Bis auf die Durststrecke in der Mitte des Buches, die vielleicht den angestrebten 80 Sätzen geschuldet ist, ein unterhaltsames und lehrreiches Bild.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wörter, die die Welt veränderten...., 12. November 2010
Von 
Für jeden, der mal Klugscheißern will...

Inhalt:

Mit Jules Verne gelangt man lesend In 80 Tagen um die Welt, mit Helge Hesse reist man -- nicht weniger spannend -- In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte. Vom antiken Griechenland ("Erkenne dich selbst", "Alles fließt", "Ich weiß, dass ich nichts weiß") bis hin zu Politikersprüchen unserer Tage ("Blühende Landschaften", "Die Renten sind sicher!", "Die Achse des Bösen"), bei denen man sich nicht ganz sicher ist, ob sie verdientermaßen in die Geschichte eingehen. Aber was überdauern wird und was nicht, entscheidet ohnehin erst die Zeit. Darum geht es Helge Hesse auch gar nicht, er benutzt diese bekannten bis berühmten Sätze vielmehr als günstige Ausgangspunkte für kurzweilige und erhellende, aber nie trockene Exkurse in die Geschichte, aber auch in die Ideen- und Geistesgeschichte, da neben Herrschern, Königen und Politikern auch Philosophen und Wissenschaftler zu Wort kommen. Und ! es ist keine geringe! Leistung, etwa die Gedankenwelt eines Sartre ("Die Hölle, das sind die anderen") oder Wittgenstein ("Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen") auf wenigen Seiten verständlich zusammenzufassen.

Beim titelgebenden Hier stehe ich und kann nicht anders Martin Luthers zum Beispiel beginnt der sechsseitige Beitrag sehr plastisch mit Luthers Auftritt vor dem Reichstag in Worms im April 1521, aber man erfährt dann auch, wie Luthers Auflehnung gegen die römisch-katholische Kirche begann, wie der Konflikt zur Kirchenspaltung führte und welche politischen Hintergründe dieser hatte. Ob Julius Caesar bei der legendären Überquerung des Rubikon 49 vor Christus wirklich "Die Würfel sind gefallen" gesagt hat? Die Geschichtsschreiber versichern es uns. Aber natürlich hat bei geschichtlichen Ereignissen und O-Tönen auch immer die Legendenbildung ihre Hand im Spiel. So behandelt ein Beitrag auch Marie Antoinettes "Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen". Aber aus dem ebenfalls sehr lesenswerten Lexikon der Geschichtsirrtümer wissen wir, dass ihr dieses Bonmot in den Mund gel! egt wurde, weil es die Arroganz der Herrschenden am Vorabend der Französischen Revolution so anschaulich illustriert. Der so provokante Satz über das hungernde Volk stammt in Wahrheit aus Jean-Jacques Rousseaus Bekenntnissen.

Eigene Meinung:

Ich finde es zwar teilweise ganz interessant, aber dauernd Nachzuschlagen wer, was, wann, wie gesagt hat, brauche ich nicht. Wie geschrieben manches ist wirklich Interessant, aber eher für Liebhaber und/oder Geschichtslehrer geeignet.

Viel Spaß
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Famoser Einblick in die Geschichte und Entwicklung menschlichen Denkens, 5. Februar 2009
Dieses Buch schafft es in 80 kurzen Kapiteln einige wichtige Meilensteine der menschlichen Selbstwahrnehmung zu präsentieren. Nebenbei erlebt man eine Zeitreise von den antiken Philosophen über das christlich geprägte, europäische Weltbild des Mittelalters bis hin zur Gegenwart. Schlüssig und kurzweilig schildert Helge Hesse die Schicksale von Menschen als Individuen, die in ihre Zeit eingebettet lebten oder eben ihrer Zeit voraus waren. Diese Personen prägten auf die eine oder andere Weise mit ihrem Ausspruch (teils nur überliefert oder übernommen)eine gewisse Haltung, Einstellung, Tendenz oder Meinung, sie machten sie greifbar, verständlich, sie brachten etwas auf den Punkt, das teilweise über Jahrhunderte (wenn auch manchmal verfälscht) Bestand hatte oder noch heute Gültigkeit hat. Nicht so dramatisch wie Zweigs "Sternstunden der Menschheit", aber umfassender, strukturierter und einem roten Faden folgend liefert dieses Buch einen behutsamen Reiseführer für die abenteurliche Reise der Menschheit durch die Tiefen der Geschichte. Es legt dar wie sich Werte und Moral zu dem momentanen Zwischenstand entwickelt haben und, dass sie sich noch oft und eventuell unter "Blut, Schweiß und Tränen" (in einem anderen Zusammenhang nach einem Zitat von Winston Churchill - siehe dazu in diesem Buch) weiterentwickeln werden.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut!, 31. August 2007
Anfangs war ich zwar etwas zögerlich und skeptisch - als ich aber anfing zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand lassen... Kurz und gut, das Buch ist spannend, informativ und amüsant.
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3.0 von 5 Sternen kundig, aber ohne Nachwirkungen, 20. Mai 2014
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hier stehe ich, ich kann nicht anders: In 80 Sätzen durch die Weltgeschichte (Kindle Edition)
Helge Hesse legt mit diesem Buch einen Schnelldurchlauf durch 2500 Jahre Philosophie-, Kultur- und Politikgeschichte vor. Daneben werden auch die Naturwissenschaften nicht vernachlässigt. Als Aufhänger dienen ihm weithin bekannte Zitate bedeutender Persönlichkeiten, welche mehr oder weniger verbürgt sind.
Die einzelnen Abschnitte sind mehr oder weniger kurz, mehr oder weniger unterhaltsam, meist aber am Ende nicht sonderlich eindringlich und ohne tiefgreifenden Einfluss. Es bleibt ein kundiger und meist unterhaltsamer, gelegentlich erhellender Versuch, welcher aber beim Leser vermutlich keine großen Nachwirkungen hinterlassen wird.
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5.0 von 5 Sternen Geschichte zum "anfassen" und begreifen ..., 6. Mai 2014
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Martin Luther sagte „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ – und dieser Ausspruch – so hatte Luther sicher nicht gedacht – ziert nun den Titel eines Buches, welches sich 80 Sätzen aus der Weltgeschichte beschäftigt.

Inhalt und Gliederung:
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Geflügelte Worte, Sätze, die Geschichte schrieben …. Worte, die man einfach so hinsagt, die über von Menschen stammen, die mit ihrem Tun, die Weltgeschichte beeinflussten und die Sätze mit ihnen …

Diese Sätze – 80 an der Zahl – sind in einem Buch zusammen gefasst, welches mich immer wieder fesselt – einmal, weil es einfach spannend und interessant ist, überhaupt zu wissen, wer den ein oder anderen allseits bekannten Ausspruch einstmals formuliert hatte – und zum anderen, um nachzulesen und zu verstehen, in welchem Zusammenhang dies steht.

Begonnen bei der Antike mit Thales von Milet, der um 625 bis um 547 v. Chr. lebte und „Erkenne dich selbst!“ sagte – bis hin zu „Die Achse des Bösen“, was George W. Bush (geb. 1946) sagte.

Wann entstanden diese Sätze, welche Schicksale und welche Geschichten stecken dahinter? Das kann man sich fragen und bekommt im Buch die Antworten. Dieses Buch ist in gewissem Sinne auch eine Reise in die Vergangenheit – aber auch unbedingt ein Kennenlernen historisch bedeutsamer Momente und der dazu gehörigen Persönlichkeiten. Episoden, die sehr spannend sind stecken hinter den Zitaten – einige kennt man, andere vielleicht auch nicht …

Julius Caesar beispielsweise sagte einstmals „Die Würfel sind gefallen.“ – in welchem Zusammenhang aber, das weiß man wohl nicht. Die Rubikon-Überquerung im Jahr 49 v. Chr. War eine weit reichende Entscheidung. Unvermeidlich würde ein römischer Bürgerkrieg sein, wenn er römisches Staatsgebiet betreten würde. Als Caesar seine Entscheidung endgültig traf – soll er den historischen Satz gesagt haben „Hochgeworfen sei der Würfel“ Plutarch übersetze aus dem Lateinischen und machte „Geworfen ist der Würfel“ daraus. Die nicht ganz wortgetreue Übersetzung, die uns heute geläufig ist, stammt vom römischen Schriftsteller Sueton. Die Würfel sind gefallen ist ein Ausspruch – seit dieser Zeit – die bezeichnet, wenn etwas nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Wie es aber ausgeht, steht sozusagen in den Sternen.

Ich finde die Art und Weise, wie Helge Hesse die ausgesuchten 80 Aussprüche aus der Weltgeschichte erklärt, erläutert und thematisiert, sehr ansprechend, sehr informativ und vor allem verständlich und historisch gut einzuordnen.

Sehr interessant: Die historischen Hintergründe, die man erfährt, die mitunter am Rande mit dem Ausspruch zu tun haben, aber eben damit zu tun haben – und so ist es gut und richtig, dass so ausschweifend berichtet und informiert wird.

Die Auswahl über die Weltgeschichte hinweg begonnen mit der Antike über die Renaissance, die Franz. Revolution, bis hin zum Zweiten Weltkrieg bekommt man einmal einen unterhaltsamen und zum anderen einen rundum informativen Einblick in 2600 Jahre Historie der Welt.

Der Autor schafft es, dieses doch eigentlich als Sachbuch zu bezeichnende Werk flüssig zu schreiben und es dem Leser leicht zu machen, sich durch dieses hindurch zu lesen, ohne trockenen Stoff lesen zu müssen – im Gegenteil – plastischen und lebendigen Geschichtsunterricht an Hand der Sätze zu vermitteln.

Für Leser, die sich in irgendeiner Weise für Geschichte interessieren: Prädikat WERTVOLL !!!
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