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am 16. Juli 2014
Deutsche Independent Autoren haben es wahrhaftig nicht leicht. Viel zu oft wird man von sofort abgeschrieben oder überhaupt nicht wahrgenommen, nur weil man eben keinen großen Verlag hinter sich hat und sich zudem einige handwerkliche Fehler einschleichen können. Es ist schade, denn immer wieder entdeckt man Autoren, die eine Kreativität aufweisen, welche bei den großen Verlagen schmerzlich vermisst wird. Sollte man solchen Leuten nicht eher kleine Patzer verzeihen, wäre es nicht angebracht sie dabei unterstützen und sie dafür zu respektieren, dass sie ihren Weg gehen und sich dabei nicht aufhalten lassen? Fred Ink ist ein eben solcher Autor, der inzwischen schon einige Werke veröffentlicht hat und mit „Fünf Tode“ steht nun sein neuster Streich bereit gelesen zu werden. Können er und sein neuster Roman überzeugen, oder ist er geplagt von Fehlern, die man ihm nicht verzeihen kann?

„Als Tim Reiter zum ersten Mal starb, grillte er dabei seinen Hamster.“

Wenn das erste, was man auf der Rückseite eines Buches liest, solch ein Satz ist, dann weiß man sofort, dass man einiges erwarten darf und auch kann. Die Geschichte rund um Tim Reiter und seine Fünf Tode ist ein herrlich abgedrehtes Kunstwerk geworden, welches es perfekt schafft, die Fantasie der Kindheit mit dem Ernst des Lebens zu paaren. Eine Welt die aus der Feder eines Clive Barkers oder eines Lovecrafts stammen könnte, offenbart sich vor dem geistigen Auge. Doch zurück zum Anfang.

Direkt zu Beginn lernt der Leser Tim kennen und merkt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. In seiner kindlichen Fantasie sieht er Wesen, Zarge wie er sie selber nennt, die von niemandem sonst wahrgenommen werden können. Zusammen mit seinem Hamster jagt er die Wesen, was dazu führt, dass er im Kampf etwas zu weit geht und dabei sein Leben für einigen Minuten aushaucht. Doch wer jetzt denkt, dass die Geschichte damit ein Ende findet, der täuscht sich. Denn in den wenigen Minuten, in denen Tim dem Tode nahe ist, erblickt er die Welt jenseits des Lebens und was er dort sieht verschlägt nicht nur ihm die Sprache. Fred Ink zeichnet hier eine Welt, die das Grauen, welches man ohnehin schon vor dem Tode hat, noch weiter verstärkt.

Immer wieder wird man mit kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive konfrontiert, welche Morde auf perverse Art und Weise erzählen. Mit der Zeit erkennt man den Zusammenhang und das große Ganze wird immer klarer. Interessant ist an dieser Stelle auch die Thematik der Geisteskrankheit, welche hinter dem Handeln von Tim vermutet wird. Lediglich der Leser und Tim selbst wissen allerdings, dass es sich dabei nicht um Hirngespinste oder sonstiges handelt. Dies verleiht dem Werk eine ungemeine Dynamik, denn gerade zu Beginn zweifelt man immer wieder, ob es nicht eben doch eine solche Krankheit ist, die Tim dazu bringt, solche Wesen zu sehen. Und auch Tim selbst wird immer wieder von Selbstzweifeln geplagt.

Das Ende gestaltet sich dann wirklich fulminant und schafft es gekonnt, Kritik an der Gesellschaft, sowie an der Religion zu üben, ohne dabei aufdringlich oder gar geschmacklos zu werden. Man fiebert mit und ist erlöst, wenn der Vorhang dann buchstäblich fällt. Das Grauen hat ein Ende und die erneute Symbolik, welche am Schluss angesprochen wird, hat bei mir zu Gänsehaut geführt. Die Charaktere sind allesamt außergewöhnlich und einmalig gezeichnet worden. Genügend Ernsthaftigkeit, um diese glaubwürdig wirken zu lassen, aber dennoch mit einem gewissen Charme, der fast comichaft wirkt und somit zu etwas ganz besonderem wird.

Zudem fällt bei dem Buch auf, dass sich hier sehr viel Mühe gegeben wurde, eben nicht die üblichen Fehler zu machen, welche sich gerne in ein Independentwerk einschleichen. Weder Rechtschreibfehler, noch inhaltliche Fauxpas lassen sich hier erkennen und zudem schafft es Fred Ink, die Handlung spannend zu halten und dabei den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit: Fünf Tode ist ein Buch, das man so schnell nicht mehr vergisst. Eine tolle, fantasievolle Story, gepaart mit blutigen Ideen und grotesken Gebilden, die Horrorfans zum Träumen einladen. Das Werk verliert dennoch nie den roten Faden und am Ende will man nur eins: Mehr! Ich bin schon sehr gespannt, was von diesem jungen Ausnahmeschreiber als nächstes auf uns zukommt. Absolute Empfehlung!
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am 16. Juni 2016
Schon als kleiner Junge sieht Tim die seltsamen Rauchwesen, die er Zarge tauft, doch niemand glaubt ihm.
Das erste Mal stirbt er beim Versuch, seine kleine Schwester vor den Wesen zu schützen, er hat beobachtet, was sie nicht mögen und vertreibt sie mithilfe einer Steckdose und zweier Stricknadeln.
Dummerweise grillt er dabei auch seinen Hamster, den er in der Tasche hat und ist selbst kurze Zeit tot, wird zurückgeholt, allerdings nicht ohne körperliche Ausfallerscheinungen.
Beim zweiten Mal ist er ein Teenager und gerade dabei, seine Lehrerin flachzulegen...
Nach seinem Tod landet er jedes Mal in einer Art organischen Tunnel, in dem die Zarge ihn jagen und immer dauert sein Aufenthalt dort etwas länger, so dass er mehr mitbekommt, die Wesen scheinen etwas zu planen...
Mit Mitte 20 lebt Tim im betreuten Wohnen, ist medikamentös eingestellt und verdrängt die Gedanken an die für andere unsichtbaren Viecher, bis merkwürdige Männer ihn im wahrsten Sinne des Wortes von zu Hause kidnappen.
Wie sich herausstellt, befinden sie sich auf einem Kreuzzug gegen die Zarge, die sie Raucher nennen und Tim soll dabei eine ganz besondere Rolle einnehmen...

Fred Inks "Fünf Tode" hat mal wieder einen sehr merkwürdigen Hauptprotagonisten, das einzig sympatische an Tim war für mich die Sorge um seine kleine Schwester, die sich durch das gesamte Buch zieht, von mir gibts dafür 4 von 5 Sternen...
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am 16. April 2016
Dies ist der erste Roman von Fred Ink, den ich bislang gelesen habe. Nachdem ich eine absolut umwerfend gute Kurzgeschichte von ihm gelesen hatte ("Frau Adonay" in der Anthologie "Mängelexemplare: Haunted"), wollte ich unbedingt etwas Umfangreicheres vom Autor kennenlernen, und da fiel meine Wahl auf die "Fünf Tode".

In diesem Horrorroman folgt der Leser dem Leben von Tim Reiter. Als er ein Kind ist, sieht er sie zum ersten Mal - seltsame rauchartige Wesen, die er "Zarge" nennt. Von diesem Tag an begleiten sie ihn, und sie tauchen überall dort auf, wo jemand zu Tode kommt. Nur dumm, dass seine Umwelt ihm kein Wort glauben will. Die Zarge werden zunehmend zur Bedrohung, und Tim muss zusehen, wie er die Menschen in seiner Umgebung vor ihnen schützen kann. Dabei gerät er in äußerst fragwürdige Kreise.

Das Buch hat ohne Frage einige Stärken, konnte mich aber einfach nicht wirklich fesseln. Vielleicht liegt es am Protagonisten Tim, mit dem ich mich an keiner Stelle richtig identifizieren und mit dem ich daher auch nicht sonderlich mitleiden konnte, vielleicht daran, dass das Buch stilistisch zum Großteil relativ schlicht gehalten ist (abhängig von Tims Entwicklungsstand - vom Autor zweifellos absolut gewollt, aber für den Leser etwas mühselig). Das Buch springt von Tod zu Tod, macht also große Zeitsprünge. Absolut nicht überzeugen konnte mich das Ende, das dem Buch dann auch in meinen Augen den wackeligen vierten Stern gekostet hat.

Ich sage nun nicht, dass es ein schlechtes Buch ist - ganz und gar nicht! Es liest sich durchaus kurzweilig, hat einen klar erkennbaren roten Faden bzw. ein klares Konzept und enthält einige grandiose Ideen. Einige Lebensabschnitte von Tim gefielen mir deutlich besser als andere und wären durchaus fünf Sterne wert. Alles in allem hätte man aber noch etwas mehr aus dem Stoff rausholen können.
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Tim sieht rauchartige Wesen. Kein anderer scheint diese zu sehen. Somit ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Tim sich selbst einweisen lässt.
Tim war aber auch schon auf der anderen Seite - zumindest wurde er vom Tod zurückgeholt. Kann das der Grund sein? Ist er verrückt? Oder steckt doch mehr dahinter, als es Anfangs zu sein scheint.
Fred Ink landete mit seinen weiteren Werken auf meiner virtuellen Leseliste, da er mich mit seinem Roman Crossover bereits uneingeschränkt unterhalten konnte.
Stellt sich natürlich nun die Frage, ob er dies auch mit einer doch etwas verrückt klingenden Geschichte weiterhin kann.
Es stellte sich dabei aber erfreulicherweise recht schnell heraus, das dem Autor abermals ein Pageturner gelungen ist.
Die Geschichte ist wahrlich nichts für den Durchschnittsleser - hat man aber Freude an spannenden Twists und einer vordergründig krude klingenden Story, dann ist man bei diesem Autor wohl an der richtigen Stelle.
Sein Schreibstil ist absolut eingängig und somit sorgt Fred Ink dafür, dass der Leser den Buchstaben treu bleibt und versessen auf die weiteren Begebenheiten hin zu liest.
Fünf Tode - der Titel ist Programm - ist spannend erzählt, teils ein wenig plakativ (zumindest in Bezug auf Sekten), aber dennoch nur ganz selten vorhersehbar. Fred Ink baut genügend Wendungen ein, um für ausreichend Abwechslung zu sorgen. Gleichzeitig bleibt er sich treu und lässt auch kein Blatt vor dem Mund, wenn es etwas härter zur Sache geht. Dies allein sorgt meinerseits schon für ausreichend Freude und erneut bleibt mir nichts übrig, als auch vorliegendes Werk des Autors empfehlen zu können.
So wie es scheint, bleibt mir nichts anderes übrig, als auch die noch übrigen Romane dieses ideenreichen Autors auf den Stapel zu legen.
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am 25. Juni 2014
Die Bücher von Fred Ink sprechen sogar mich als Grusel-Angsthase an - also habe ich mit Freude in sein neustes Buch gelesen :-)

Das Titelbild möchte man einfach nur knuddeln - es ist samtig und fühlt sich gut an :-) Auch das Motiv ist gelungen: Auf schwarzem Hintergrund liest man, flammenhinterlegt, Titel und Autor. Dazwischen rauchende Köpfe. Ich finde das sehr hübsch, hatte aber immer Angst, dass ich Asche draufgekippt habe (klar, in einem Nichtraucher-Haushalt... ) oder Ähnliches :-)

Auf der Rückseite sieht man ein Rauchzeichen und den Klappentext. Dieser ist leider in einer serifenlosen Schrift gedruckt, was nicht ganz passt.

Der Leser begleitet Tim vom Kleinkindalter bis Anfang 20, was der Autor besonders sprachlich umsetzt: In der Jetzt-Zeit spricht Tim sehr umgangssprachlich, fast gossen-mäßig. Er ist ein typischer Held, der seine Familie beschützen und herausfinden will, was ihn quält. Dabei wirkt er manchmal hilflos, aber auch rebellisch. Er ist ein Einzelgänger, der seinen Weg verfolgt, auch wenn ihm an einigen Stellen ein Kollektiv beisteht. Neben den Zargen als eigentliche Antagonisten gibt es noch die Anhänger einer mysteriösen Sekte, bei denen weder Tim noch der Leser weiß, auf wessen Seite sie stehen. Obwohl die Mitglieder optisch kreativ gezeichnet waren, wirkte die Sekte eher klischeemäßig. Interessant ist Tims Schwester: Sie ist durch die Zarge krank geworden und steht als Beispiel dafür, dass die Zarge "Keime pflanzen", die lange wachsen und auch später noch Folgen haben. Sie stellt Tims Antrieb dar. Gleichzeitig übt der Autor an ihr Gesellschaftskritik, was mir zuviel war. Eine tragende Rolle spielt Tims Mitbewohner: Er ist philosphisch gebildet und hat etwas Ruhiges. Er tritt nur kurz auf, hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck.

Der Anfang hat mich mitgerissen, was besonders am kleinen Tim liegt - Kinder, die sich verletzen, sind nie schön :-( Außerdem die wolkigen Wesen. Danach tauchten bekannte Elemente auf: Schleimige Tunnel, eine mysteriöse, dunkle Welt und ein Geheimnis. Obwohl ich mir alles gut vorstellen konnte, waren mir die Zarge ein bisschen zu lasch. Ich glaube, Wurmstichig war prägnanter, weil man die Bewohner reden hören konnte. Solche akustischen Eindrücke finden sich weniger.

Ansonsten ist das Buch spannend, die Handlung schreitet schnell voran und passt gut auf die 198 Seiten.

Wie nicht anders zu erwarten ist die Wortwahl auch hier sehr gut, ich habe selten Wortwiederholungen gefunden. Die Sätze haben eine angenehme Länge, das Buch lässt sich gut lesen. Tims Sprache wirkt etwas distanziert, aber das ist ok. Problematisch ist die Umgangssprache - mir war es teilweise zu klischeehaft. Obwohl es eine Abwechslung war.

Das Cover ist geil. Sehr, sehr toll. Und auch die Einteilung gefällt mir. Die Grundidee und die Wesen sind toll, aber mir war es stellenweise zu klischeehaft und nicht eklig genug :-) Dennoch: Schreiben kann der Mann.
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am 3. Mai 2014
Fred Ink ist einer der fleißigsten Indie-Autoren, die ich kenne. Bei ihm muss man nicht ewig lange auf neuen Stoff warten. Und obwohl er regelmäßig neue Werke veröffentlicht, büßen diese rein gar nichts an Qualität ein. Im Gegenteil. Der Mann wird von Buch zu Buch immer besser, was nicht heißen soll, dass seine vorherigen Werke auch nur im Ansatz als schlecht zu bezeichnen wären.

Das Repertoire von Fred Ink ist ziemlich breit gefächert. Allerdings habe ich bisher noch nicht alles von ihm gelesen, weil ich mich eben doch mehr zum Horror hingezogen fühle.

Seine Werke „Das Grauen in den Bergen“ und „Wurmstichig“ sind mir dabei noch am besten in Erinnerung. Mit den Jahren habe ich mich immer mehr für seine „Lovecraftsche Ader“ begeistert. Sein Stil, die mitunter etwas altbackene Schreibweise in diesen beiden Werken und die gute Qualität seiner Texte (in Zeiten der Selfpublisher leider keine Selbstverständlichkeit mehr), haben mich zu einem Stammleser werden lassen.

Umso erfreuter war ich dann, als ich endlich „Fünf Tode“ in den Händen hielt. Ich war nicht nur erfreut, sondern auch angenehm überrascht, denn dieses Werk fährt eine komplett andere Schiene, als ich es von Fred Ink bisher gewohnt war.

Hier lernte ich nun endlich die andere, moderne Seite des Autors kennen, die wohl auch in „Uppercut“ bereits zum Vorschein kam. Dieses Werk kenne ich allerdings noch nicht.

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine moderne, umgangssprachliche Schreibe bevorzuge. Diese Vorliebe wird hier vom Allerfeinsten bedient.

Es geht zügig und fetzig zur Sache. An keiner Stelle kommt Langeweile auf. Genau so brauche ich das.

Der Autor verzichtet auf Belanglosigkeiten und ausschweifendes Gefasel (Gott sei Dank!) – in meinen Augen der Spannungskiller Nummer eins in vielen Horrorschmökern.

Und wenn wir schon bei der Spannung sind, kann ich gleich dazu sagen, dass diese hier keineswegs zu kurz kommt. Der Plot überzeugt mehr als einmal durch überraschende Wendungen. Hier und da ist man gezwungen, einzelne Begebenheiten im Kopf erneut durchzuspielen, um dann irgendwann zu verstehen. Diese „Aha-Effekte“ mag ich, denn es zeigt mir, dass ich als Leser nicht jeden einzelnen Happen mit dem Goldlöffel gefüttert bekomme. Ich muss mir die eine oder andere Erkenntnis erarbeiten, indem ich über die Geschichte nachdenke.

Trotzdem hatte ich nicht zu jeder Zeit die richtige Peilung. Ab und zu bin ich auf falsche Fährten reingefallen. Und genau so muss es sein. Ich WILL reingelegt werden. Nur so macht eine Story mir auch Spaß. Operation gelungen – Leser verar...t! YES!

Übrigens kommen auch die Gewaltfreunde nicht zu kurz. Hier fliegen die Fetzen.

Der Protagonist Tim ist – nun ja – ein unsympathischer Sack. Trotzdem macht der Kerl irgendwie Spaß. Ich denke, es ist eine große Kunst, den Leser an so einen Charakter zu binden. Fernab aller 08/15-Klischees haben wir uns gefälligst mit diesem Unsympathen zu arrangieren. Dank der äußerst gelungenen Darstellung, der rasanten, spannenden und intelligenten Handlung und dem unterhaltsamen Schreibstil, fällt dem Leser das auch nicht schwer. Ehe man sich versieht, ist man auch schon durch. Wenn man nicht aufpasst, liest man das Ding versehentlich in einem Rutsch durch, so dass man schließlich feststellt, dass man nur noch 3 Stunden schlafen kann, bevor der Wecker klingelt. Mit anderen Worten: „Fünf Tode“ ist ein Pageturner. Geiles Teil!

Fazit:

„Fünf Tode“ von Fred Ink könnte man auch den Titel „Atemlos in einem Rutsch“ verpassen. Tempo, Spannung, Originalität und Können zeichnen diesen Roman aus. Ich wünschte, nur die Hälfte aller Indie-Autoren würden Werke in dieser Qualität abliefern.

Von mir gibt es dafür eine ganz klare Leseempfehlung. Fred Ink? Jederzeit gerne wieder!
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am 4. April 2014
Wer sich noch an "Twelve" Monkeys" erinnert und den Film mochte, der wird „Fünf Tode“ lieben! Die Handlung ist verwirrend und mitreißend gleichermaßen; scheint sich das Ganze gegen Ende aufzudröseln, dann muss man entdecken, dass die Lösung doch nicht so offensichtlich auf der Hand liegt, wie man es vielleicht gerne hätte. Man sieht sich also genötigt, die ganze Geschichte erneut im Geiste durchzuspielen.
Und genau das hebt "Fünf Tode" von vielen anderen Romanen ab - man kann diesen hier nicht einfach ad acta legen; er reizt einen, mögliche Sequenzen, die man beim ersten Lesen nicht kapiert hat, so lange durchzukauen, bis die Erkenntnis einrastet.

Der Protagonist Tim und auch die anderen "Helden" sind wirklich alles andere als klassische Sympathieträger - man weiß gar nicht, wenn man am wenigsten mögen soll. Aber dennoch lässt der Junge den Leser nicht kalt und irgendwie mag man ihn doch. Vielleicht gerade, weil er so offensichtlich nicht ganz dicht ist, ein Freak, der einen Großteil seines Lebens im Krankenhaus bzw. der Psychatrie verbrachte und der die Tendenz hat, unter extrem peinlichen Umständen den Quasi-Tod zu sterben.
Auch dürfte er einer von wenigen Underdogs sein, die nach mehr oder weniger erfolgreichem Kampf auf die Leiche ihres Gegners kotzen.
Aber - und ich gestehe es gerne - im Laufe der (immer rasanter werdenden) Handlung wurde ich Tims Fan. Er ist ein seltsamer Kerl, ein wenig wie Johnny aus Stephen King's "Dead Zone", aber viel cooler. Und er weiß, trotz aller Macken, was zu tun ist und worauf es ankommt.
Und was hat es eigentlich mit seinen drei Gefährten auf sich? Der verklemmte Intellektuelle und Hightech-Tüftler Hans, der charismatische aber undurchschaubare Josef und der Rüpel par excellence, Jackie, ein Ex-Drogenfreak und Spezialist in Sachen sterben-und-wiederbelebt-werden … Gemeinsam mit Tim wollen sie die Welt vor der Zerstörung durch, im wahrsten Sinne des Wortes, unfassbare Kreaturen bewahren, doch irgendwann kapiert auch Tim, dass nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint.

Überhaupt ist "Fünf Tode" nicht nur wegen seines eigenwilligen Protagonisten ein absolut ungewöhnlicher Roman, denn sobald der Leser meint, er hätte den Durchblick, passiert etwas völlig Unvorhergesehenes und man ist wieder völlig im Eimer.
Gibt es eigentlich DEN Bösewicht? Die Rauchwesen, die immer dort zu finden sind, wo Tod und Verderben drohen, scheinen einen Plan zu verfolgen, aber sie sind bei Weitem nicht die einzigen, die Dreck am Stecken haben.
Und was ist mit den mehr als grausamen Morden, die Tim intensiver miterlebt, als ihm lieb ist? Er selbst steckt offensichtlich bis zum Hals in Schwierigkeiten, aber für wie viel davon trägt er die Verantwortung?

Will man "Fünf Tode" beschreiben, so könnte man sagen: "Twelve Monkeys" meets "Terminator" meets Stephen King meets Steampunk meets ... FRED INK!

Diejenigen Leser, die es gerne beschaulich haben und Geschichten mit einer schlichten, linearen Handlung vorziehen, sollten tunlichst die Finger von "Fünf Tode" lassen.
Wer aber auf völlig abgefahrene Charaktere steht und bereit ist einer Handlung zu folgen, die sich alle paar Seiten um 180 Grad dreht, ohne jedoch dabei jemals unlogisch zu werden, der ist hier bestens bedient.

Um es mit Jackies Worten zu sagen: "Geile Scheiße."
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am 8. Juli 2014
ein wenig bizarr ist das ganze schon, aber irgendwie auch spannend. Der Herr Ink schafft es eine eigenständige Idee zu entwickeln un die dann mit Leben zu füllen.
Der Protagonist sieht seit seiner Kindheit sonderbare übernatürliche Wesen, die außer ihm anscheinend niemand sieht. Einies Tages trifft er dann aber doch auf eine Gruppe Menschen, die die "Zarge" auch sehen können. Was hinter diesen Wesen steckt, woher sie kommen und was sie wollen - das gilt es herauszufinden. Dass der Protagonist in der Geschichte fünf mal klinisch tot sein wird, kann man beim lesen des Titels eventuell erwarten. Und merke: nicht alles, was Freund zu sein scheint, ist auch Freund...

Die Charaktere sind teilweise etwas trashig - ich persönlich mag das überhaupt nicht wenn es gewollt ist, wobei das hier nicht mal klar ist - und die Story findet auch nicht auf jede der Fragen eine Antwort, aber sie ist doch spannend und erfrischend neuartig. Ein wenig verrückt ist Ink offensichtlich; auf jeden Fall aber weitaus besser als das, was einige etablierte Horrorautoren in den letzten Jahren so geschaffen haben. An Stephen King, Peter Straub etc. kommt Ink nicht ran, aber das muss er auch nicht. Spannender, verrückter als Dean Koontz ist er allemal.
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am 22. April 2015
Wirklich gute Idee gelungen umgesetzt, spannend, gute Wendungen, witzig, düster. Also, was man sich wünscht. Bin absolut begeistert. Wird auch nicht mein letztes Buch von Fred Ink sein.
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am 24. Mai 2014
Fred Ink lässt diesmal seinen Protagonisten Tim nicht nur einmal sterben - gleich fünfmal schickt er ihn über den Jordan. Und wie er ihn nach drüben schickt (dazu schreibe ich nichts, das dürft ihr selber lesen). Natürlich kommt Tim ziemlich lädiert wieder zurück.

Diese Story ist ziemlich böse, ziemlich abgedreht, ziemlich brutal, mit ziemlich unsympathischen Charakteren und das Ende lässt Freds schwarzen Humor durchscheinen. Der reinste Horror eben, den uns Fred Ink hier präsentiert. Der Autor hat diesmal seinen Lovecraftschen Schreibstil beiseite gelassen. Ich finde es schade, denn ich mag den Lovecraft in Fred Ink.

Dennoch kann man über diese Horrorgeschichte mit vielen Wendungen nicht meckern. Ich würde sie "eine moderne Horrorgeschichte" nennen. 4/5 Sterne gibt es von mir, Horrorfans dürften begeistert sein, denn der Autor lässt das Kopfkino ganz schön laufen.
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