Kundenrezensionen


11 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fantasievolles Ausnahmewerk. Absolute Empfehlung
Deutsche Independent Autoren haben es wahrhaftig nicht leicht. Viel zu oft wird man von sofort abgeschrieben oder überhaupt nicht wahrgenommen, nur weil man eben keinen großen Verlag hinter sich hat und sich zudem einige handwerkliche Fehler einschleichen können. Es ist schade, denn immer wieder entdeckt man Autoren, die eine Kreativität aufweisen,...
Vor 2 Monaten von logge1002 veröffentlicht

versus
0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht aber auch nicht herausragend
Das Buch war spannend zu lesen und konnte stets mit twists & turns die Spannung aufrecht erhalten. Auch die explizite Gewaltdarstellung diente der Story und war nicht reiner Schockeffekt. Einzig und alleine der Schluss des Buches war eine herbe Enttäuschung für mich. Der Schluss entsprach einfach nicht meinem Geschmack und hinterliess ein unbefriedigendes...
Vor 5 Monaten von TonkatsuRamen veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fantasievolles Ausnahmewerk. Absolute Empfehlung, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
Deutsche Independent Autoren haben es wahrhaftig nicht leicht. Viel zu oft wird man von sofort abgeschrieben oder überhaupt nicht wahrgenommen, nur weil man eben keinen großen Verlag hinter sich hat und sich zudem einige handwerkliche Fehler einschleichen können. Es ist schade, denn immer wieder entdeckt man Autoren, die eine Kreativität aufweisen, welche bei den großen Verlagen schmerzlich vermisst wird. Sollte man solchen Leuten nicht eher kleine Patzer verzeihen, wäre es nicht angebracht sie dabei unterstützen und sie dafür zu respektieren, dass sie ihren Weg gehen und sich dabei nicht aufhalten lassen? Fred Ink ist ein eben solcher Autor, der inzwischen schon einige Werke veröffentlicht hat und mit „Fünf Tode“ steht nun sein neuster Streich bereit gelesen zu werden. Können er und sein neuster Roman überzeugen, oder ist er geplagt von Fehlern, die man ihm nicht verzeihen kann?

„Als Tim Reiter zum ersten Mal starb, grillte er dabei seinen Hamster.“

Wenn das erste, was man auf der Rückseite eines Buches liest, solch ein Satz ist, dann weiß man sofort, dass man einiges erwarten darf und auch kann. Die Geschichte rund um Tim Reiter und seine Fünf Tode ist ein herrlich abgedrehtes Kunstwerk geworden, welches es perfekt schafft, die Fantasie der Kindheit mit dem Ernst des Lebens zu paaren. Eine Welt die aus der Feder eines Clive Barkers oder eines Lovecrafts stammen könnte, offenbart sich vor dem geistigen Auge. Doch zurück zum Anfang.

Direkt zu Beginn lernt der Leser Tim kennen und merkt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. In seiner kindlichen Fantasie sieht er Wesen, Zarge wie er sie selber nennt, die von niemandem sonst wahrgenommen werden können. Zusammen mit seinem Hamster jagt er die Wesen, was dazu führt, dass er im Kampf etwas zu weit geht und dabei sein Leben für einigen Minuten aushaucht. Doch wer jetzt denkt, dass die Geschichte damit ein Ende findet, der täuscht sich. Denn in den wenigen Minuten, in denen Tim dem Tode nahe ist, erblickt er die Welt jenseits des Lebens und was er dort sieht verschlägt nicht nur ihm die Sprache. Fred Ink zeichnet hier eine Welt, die das Grauen, welches man ohnehin schon vor dem Tode hat, noch weiter verstärkt.

Immer wieder wird man mit kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive konfrontiert, welche Morde auf perverse Art und Weise erzählen. Mit der Zeit erkennt man den Zusammenhang und das große Ganze wird immer klarer. Interessant ist an dieser Stelle auch die Thematik der Geisteskrankheit, welche hinter dem Handeln von Tim vermutet wird. Lediglich der Leser und Tim selbst wissen allerdings, dass es sich dabei nicht um Hirngespinste oder sonstiges handelt. Dies verleiht dem Werk eine ungemeine Dynamik, denn gerade zu Beginn zweifelt man immer wieder, ob es nicht eben doch eine solche Krankheit ist, die Tim dazu bringt, solche Wesen zu sehen. Und auch Tim selbst wird immer wieder von Selbstzweifeln geplagt.

Das Ende gestaltet sich dann wirklich fulminant und schafft es gekonnt, Kritik an der Gesellschaft, sowie an der Religion zu üben, ohne dabei aufdringlich oder gar geschmacklos zu werden. Man fiebert mit und ist erlöst, wenn der Vorhang dann buchstäblich fällt. Das Grauen hat ein Ende und die erneute Symbolik, welche am Schluss angesprochen wird, hat bei mir zu Gänsehaut geführt. Die Charaktere sind allesamt außergewöhnlich und einmalig gezeichnet worden. Genügend Ernsthaftigkeit, um diese glaubwürdig wirken zu lassen, aber dennoch mit einem gewissen Charme, der fast comichaft wirkt und somit zu etwas ganz besonderem wird.

Zudem fällt bei dem Buch auf, dass sich hier sehr viel Mühe gegeben wurde, eben nicht die üblichen Fehler zu machen, welche sich gerne in ein Independentwerk einschleichen. Weder Rechtschreibfehler, noch inhaltliche Fauxpas lassen sich hier erkennen und zudem schafft es Fred Ink, die Handlung spannend zu halten und dabei den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit: Fünf Tode ist ein Buch, das man so schnell nicht mehr vergisst. Eine tolle, fantasievolle Story, gepaart mit blutigen Ideen und grotesken Gebilden, die Horrorfans zum Träumen einladen. Das Werk verliert dennoch nie den roten Faden und am Ende will man nur eins: Mehr! Ich bin schon sehr gespannt, was von diesem jungen Ausnahmeschreiber als nächstes auf uns zukommt. Absolute Empfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Pageturner, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
Fred Ink ist einer der fleißigsten Indie-Autoren, die ich kenne. Bei ihm muss man nicht ewig lange auf neuen Stoff warten. Und obwohl er regelmäßig neue Werke veröffentlicht, büßen diese rein gar nichts an Qualität ein. Im Gegenteil. Der Mann wird von Buch zu Buch immer besser, was nicht heißen soll, dass seine vorherigen Werke auch nur im Ansatz als schlecht zu bezeichnen wären.

Das Repertoire von Fred Ink ist ziemlich breit gefächert. Allerdings habe ich bisher noch nicht alles von ihm gelesen, weil ich mich eben doch mehr zum Horror hingezogen fühle.

Seine Werke „Das Grauen in den Bergen“ und „Wurmstichig“ sind mir dabei noch am besten in Erinnerung. Mit den Jahren habe ich mich immer mehr für seine „Lovecraftsche Ader“ begeistert. Sein Stil, die mitunter etwas altbackene Schreibweise in diesen beiden Werken und die gute Qualität seiner Texte (in Zeiten der Selfpublisher leider keine Selbstverständlichkeit mehr), haben mich zu einem Stammleser werden lassen.

Umso erfreuter war ich dann, als ich endlich „Fünf Tode“ in den Händen hielt. Ich war nicht nur erfreut, sondern auch angenehm überrascht, denn dieses Werk fährt eine komplett andere Schiene, als ich es von Fred Ink bisher gewohnt war.

Hier lernte ich nun endlich die andere, moderne Seite des Autors kennen, die wohl auch in „Uppercut“ bereits zum Vorschein kam. Dieses Werk kenne ich allerdings noch nicht.

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine moderne, umgangssprachliche Schreibe bevorzuge. Diese Vorliebe wird hier vom Allerfeinsten bedient.

Es geht zügig und fetzig zur Sache. An keiner Stelle kommt Langeweile auf. Genau so brauche ich das.

Der Autor verzichtet auf Belanglosigkeiten und ausschweifendes Gefasel (Gott sei Dank!) – in meinen Augen der Spannungskiller Nummer eins in vielen Horrorschmökern.

Und wenn wir schon bei der Spannung sind, kann ich gleich dazu sagen, dass diese hier keineswegs zu kurz kommt. Der Plot überzeugt mehr als einmal durch überraschende Wendungen. Hier und da ist man gezwungen, einzelne Begebenheiten im Kopf erneut durchzuspielen, um dann irgendwann zu verstehen. Diese „Aha-Effekte“ mag ich, denn es zeigt mir, dass ich als Leser nicht jeden einzelnen Happen mit dem Goldlöffel gefüttert bekomme. Ich muss mir die eine oder andere Erkenntnis erarbeiten, indem ich über die Geschichte nachdenke.

Trotzdem hatte ich nicht zu jeder Zeit die richtige Peilung. Ab und zu bin ich auf falsche Fährten reingefallen. Und genau so muss es sein. Ich WILL reingelegt werden. Nur so macht eine Story mir auch Spaß. Operation gelungen – Leser verar...t! YES!

Übrigens kommen auch die Gewaltfreunde nicht zu kurz. Hier fliegen die Fetzen.

Der Protagonist Tim ist – nun ja – ein unsympathischer Sack. Trotzdem macht der Kerl irgendwie Spaß. Ich denke, es ist eine große Kunst, den Leser an so einen Charakter zu binden. Fernab aller 08/15-Klischees haben wir uns gefälligst mit diesem Unsympathen zu arrangieren. Dank der äußerst gelungenen Darstellung, der rasanten, spannenden und intelligenten Handlung und dem unterhaltsamen Schreibstil, fällt dem Leser das auch nicht schwer. Ehe man sich versieht, ist man auch schon durch. Wenn man nicht aufpasst, liest man das Ding versehentlich in einem Rutsch durch, so dass man schließlich feststellt, dass man nur noch 3 Stunden schlafen kann, bevor der Wecker klingelt. Mit anderen Worten: „Fünf Tode“ ist ein Pageturner. Geiles Teil!

Fazit:

„Fünf Tode“ von Fred Ink könnte man auch den Titel „Atemlos in einem Rutsch“ verpassen. Tempo, Spannung, Originalität und Können zeichnen diesen Roman aus. Ich wünschte, nur die Hälfte aller Indie-Autoren würden Werke in dieser Qualität abliefern.

Von mir gibt es dafür eine ganz klare Leseempfehlung. Fred Ink? Jederzeit gerne wieder!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geiler Trip, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
Wer sich noch an "Twelve" Monkeys" erinnert und den Film mochte, der wird „Fünf Tode“ lieben! Die Handlung ist verwirrend und mitreißend gleichermaßen; scheint sich das Ganze gegen Ende aufzudröseln, dann muss man entdecken, dass die Lösung doch nicht so offensichtlich auf der Hand liegt, wie man es vielleicht gerne hätte. Man sieht sich also genötigt, die ganze Geschichte erneut im Geiste durchzuspielen.
Und genau das hebt "Fünf Tode" von vielen anderen Romanen ab - man kann diesen hier nicht einfach ad acta legen; er reizt einen, mögliche Sequenzen, die man beim ersten Lesen nicht kapiert hat, so lange durchzukauen, bis die Erkenntnis einrastet.

Der Protagonist Tim und auch die anderen "Helden" sind wirklich alles andere als klassische Sympathieträger - man weiß gar nicht, wenn man am wenigsten mögen soll. Aber dennoch lässt der Junge den Leser nicht kalt und irgendwie mag man ihn doch. Vielleicht gerade, weil er so offensichtlich nicht ganz dicht ist, ein Freak, der einen Großteil seines Lebens im Krankenhaus bzw. der Psychatrie verbrachte und der die Tendenz hat, unter extrem peinlichen Umständen den Quasi-Tod zu sterben.
Auch dürfte er einer von wenigen Underdogs sein, die nach mehr oder weniger erfolgreichem Kampf auf die Leiche ihres Gegners kotzen.
Aber - und ich gestehe es gerne - im Laufe der (immer rasanter werdenden) Handlung wurde ich Tims Fan. Er ist ein seltsamer Kerl, ein wenig wie Johnny aus Stephen King's "Dead Zone", aber viel cooler. Und er weiß, trotz aller Macken, was zu tun ist und worauf es ankommt.
Und was hat es eigentlich mit seinen drei Gefährten auf sich? Der verklemmte Intellektuelle und Hightech-Tüftler Hans, der charismatische aber undurchschaubare Josef und der Rüpel par excellence, Jackie, ein Ex-Drogenfreak und Spezialist in Sachen sterben-und-wiederbelebt-werden … Gemeinsam mit Tim wollen sie die Welt vor der Zerstörung durch, im wahrsten Sinne des Wortes, unfassbare Kreaturen bewahren, doch irgendwann kapiert auch Tim, dass nicht immer alles so ist, wie es zu sein scheint.

Überhaupt ist "Fünf Tode" nicht nur wegen seines eigenwilligen Protagonisten ein absolut ungewöhnlicher Roman, denn sobald der Leser meint, er hätte den Durchblick, passiert etwas völlig Unvorhergesehenes und man ist wieder völlig im Eimer.
Gibt es eigentlich DEN Bösewicht? Die Rauchwesen, die immer dort zu finden sind, wo Tod und Verderben drohen, scheinen einen Plan zu verfolgen, aber sie sind bei Weitem nicht die einzigen, die Dreck am Stecken haben.
Und was ist mit den mehr als grausamen Morden, die Tim intensiver miterlebt, als ihm lieb ist? Er selbst steckt offensichtlich bis zum Hals in Schwierigkeiten, aber für wie viel davon trägt er die Verantwortung?

Will man "Fünf Tode" beschreiben, so könnte man sagen: "Twelve Monkeys" meets "Terminator" meets Stephen King meets Steampunk meets ... FRED INK!

Diejenigen Leser, die es gerne beschaulich haben und Geschichten mit einer schlichten, linearen Handlung vorziehen, sollten tunlichst die Finger von "Fünf Tode" lassen.
Wer aber auf völlig abgefahrene Charaktere steht und bereit ist einer Handlung zu folgen, die sich alle paar Seiten um 180 Grad dreht, ohne jedoch dabei jemals unlogisch zu werden, der ist hier bestens bedient.

Um es mit Jackies Worten zu sagen: "Geile Scheiße."
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr böse, gemein und brutal. Horror vom Feinsten!, 9. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Kindle Edition)
Mit "Fünf Tode" kann der Indie-Autor Fred Ink ganz locker auch den letzten Skeptiker von Self-Publishern überzeugen. Dies gilt sowohl für die ausgefeilte, intelligente Story als auch für den Schreibstil. Zugegeben, der Protagonist Tim ist alles andere als ein Sympathieträger, aber das ist auch gar nicht nötig. Vielleicht ist es auch gerade das, was den Leser magisch anzieht und ihn Seite um Seite umblättern lässt. Dieses Buch ist ein echter Pageturner und verspricht jede Menge Horror, ohne in billigen Splatter abzurutschen. Ich kam nicht darum herum, den Autor hinsichtlich seiner Kreativität zu bewundern. Stichwort: Todesarten. Chapeau!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen etwas verrückt aber ziemlich spannend., 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
ein wenig bizarr ist das ganze schon, aber irgendwie auch spannend. Der Herr Ink schafft es eine eigenständige Idee zu entwickeln un die dann mit Leben zu füllen.
Der Protagonist sieht seit seiner Kindheit sonderbare übernatürliche Wesen, die außer ihm anscheinend niemand sieht. Einies Tages trifft er dann aber doch auf eine Gruppe Menschen, die die "Zarge" auch sehen können. Was hinter diesen Wesen steckt, woher sie kommen und was sie wollen - das gilt es herauszufinden. Dass der Protagonist in der Geschichte fünf mal klinisch tot sein wird, kann man beim lesen des Titels eventuell erwarten. Und merke: nicht alles, was Freund zu sein scheint, ist auch Freund...

Die Charaktere sind teilweise etwas trashig - ich persönlich mag das überhaupt nicht wenn es gewollt ist, wobei das hier nicht mal klar ist - und die Story findet auch nicht auf jede der Fragen eine Antwort, aber sie ist doch spannend und erfrischend neuartig. Ein wenig verrückt ist Ink offensichtlich; auf jeden Fall aber weitaus besser als das, was einige etablierte Horrorautoren in den letzten Jahren so geschaffen haben. An Stephen King, Peter Straub etc. kommt Ink nicht ran, aber das muss er auch nicht. Spannender, verrückter als Dean Koontz ist er allemal.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Eine tolle Geschichte, ein bisschen übertrieben!, 7. Juli 2014
Von 
k. und k. priviligierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
Mein Ausflug in die Horrorbuch-Szene war kurz und auch nur zu 50:50 erfolgreich. Leider musste ich Katzendämmerung abbrechen, mir war das Buch zu abstrus. Fünf Tode von Fred Ink hatte zwar auch seine Momente, blieb aber ständig im Kopf und erzeugte ein Kopfkino, dass seines gleichen suchte.

Ink ist ein Indie-Autor und das ich mit der Szene nicht kann, ist hinlänglich bekannt. Ich finde, dass es zu viele schwarze Schafe gibt und viel zu viel schlechte und fehlerhafte Bücher. Das es auch ganz anders geht, beweist Ink in perfektionistischer Manier. Fehlerfrei, gute Schreibart und eine Story, die sich schon im extremen Horrorbereich befindet, runden das Bild hier wirklich ab.

Die Protagonisten, allen voran Tim, sind gut erzählt, charakterisiert und vorstellbar. Die Lebenssuche von Tim beginnt als Kind und endet als alter Mann, dazwischen erlebt er unvorstellbare Dinge.
Diese Hölle ist teilweise nicht ganz keimfrei. Ink hat eine ausgeprägte, bösartige, extreme und feinsinnige Phantasie. An manchen Stellen war es aber ein bisschen zu extrem; vor allem einige der Tode könnte der normale Mensch gar nicht überleben; hier wurde ein bisschen zu viel in die Trickkiste gegriffen, das ist leider der Stern den ich abziehen musste. Im jugendlichen Alter nennt mir Ink auch das Wort “krass” zu oft; das ist aber ansonsten Jammern auf hohem Niveau; denn die Schreibweise ist mehr als nur gut.

Fazit: Ink hat ein Buch abgeliefert, dass eine Explosion im Kopf des Lesers ausarten lassen wird. Seine Phantasie ist kaum zu halten und wenig vergleichbar mit irgendwas anderem. Es gibt Indies die ihr Handwerk verstehen – vom Cover, bis zur letzten Seite ist das Buch ein Werk, das man aus der ganzen Szene herausheben muss. Die Protagonisten sind gut erzählt und vorstellbar; wenn auch manche Tode ein bisschen zu dick aufgetragen wurden, was 1 Stern-Abzug ist. Es ist Horror vom Feinsten und ich danke, dass ich als Gegenwartsliteratin, an der Wanderbuch-Aktion teilnehmen durfte.
Viel Spaß!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Tolles Cover, gute Idee, 25. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Taschenbuch)
Die Bücher von Fred Ink sprechen sogar mich als Grusel-Angsthase an - also habe ich mit Freude in sein neustes Buch gelesen :-)

Das Titelbild möchte man einfach nur knuddeln - es ist samtig und fühlt sich gut an :-) Auch das Motiv ist gelungen: Auf schwarzem Hintergrund liest man, flammenhinterlegt, Titel und Autor. Dazwischen rauchende Köpfe. Ich finde das sehr hübsch, hatte aber immer Angst, dass ich Asche draufgekippt habe (klar, in einem Nichtraucher-Haushalt... ) oder Ähnliches :-)

Auf der Rückseite sieht man ein Rauchzeichen und den Klappentext. Dieser ist leider in einer serifenlosen Schrift gedruckt, was nicht ganz passt.

Der Leser begleitet Tim vom Kleinkindalter bis Anfang 20, was der Autor besonders sprachlich umsetzt: In der Jetzt-Zeit spricht Tim sehr umgangssprachlich, fast gossen-mäßig. Er ist ein typischer Held, der seine Familie beschützen und herausfinden will, was ihn quält. Dabei wirkt er manchmal hilflos, aber auch rebellisch. Er ist ein Einzelgänger, der seinen Weg verfolgt, auch wenn ihm an einigen Stellen ein Kollektiv beisteht. Neben den Zargen als eigentliche Antagonisten gibt es noch die Anhänger einer mysteriösen Sekte, bei denen weder Tim noch der Leser weiß, auf wessen Seite sie stehen. Obwohl die Mitglieder optisch kreativ gezeichnet waren, wirkte die Sekte eher klischeemäßig. Interessant ist Tims Schwester: Sie ist durch die Zarge krank geworden und steht als Beispiel dafür, dass die Zarge "Keime pflanzen", die lange wachsen und auch später noch Folgen haben. Sie stellt Tims Antrieb dar. Gleichzeitig übt der Autor an ihr Gesellschaftskritik, was mir zuviel war. Eine tragende Rolle spielt Tims Mitbewohner: Er ist philosphisch gebildet und hat etwas Ruhiges. Er tritt nur kurz auf, hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck.

Der Anfang hat mich mitgerissen, was besonders am kleinen Tim liegt - Kinder, die sich verletzen, sind nie schön :-( Außerdem die wolkigen Wesen. Danach tauchten bekannte Elemente auf: Schleimige Tunnel, eine mysteriöse, dunkle Welt und ein Geheimnis. Obwohl ich mir alles gut vorstellen konnte, waren mir die Zarge ein bisschen zu lasch. Ich glaube, Wurmstichig war prägnanter, weil man die Bewohner reden hören konnte. Solche akustischen Eindrücke finden sich weniger.

Ansonsten ist das Buch spannend, die Handlung schreitet schnell voran und passt gut auf die 198 Seiten.

Wie nicht anders zu erwarten ist die Wortwahl auch hier sehr gut, ich habe selten Wortwiederholungen gefunden. Die Sätze haben eine angenehme Länge, das Buch lässt sich gut lesen. Tims Sprache wirkt etwas distanziert, aber das ist ok. Problematisch ist die Umgangssprache - mir war es teilweise zu klischeehaft. Obwohl es eine Abwechslung war.

Das Cover ist geil. Sehr, sehr toll. Und auch die Einteilung gefällt mir. Die Grundidee und die Wesen sind toll, aber mir war es stellenweise zu klischeehaft und nicht eklig genug :-) Dennoch: Schreiben kann der Mann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Richtig guter, moderner Horror, 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Kindle Edition)
Fred Ink lässt diesmal seinen Protagonisten Tim nicht nur einmal sterben - gleich fünfmal schickt er ihn über den Jordan. Und wie er ihn nach drüben schickt (dazu schreibe ich nichts, das dürft ihr selber lesen). Natürlich kommt Tim ziemlich lädiert wieder zurück.

Diese Story ist ziemlich böse, ziemlich abgedreht, ziemlich brutal, mit ziemlich unsympathischen Charakteren und das Ende lässt Freds schwarzen Humor durchscheinen. Der reinste Horror eben, den uns Fred Ink hier präsentiert. Der Autor hat diesmal seinen Lovecraftschen Schreibstil beiseite gelassen. Ich finde es schade, denn ich mag den Lovecraft in Fred Ink.

Dennoch kann man über diese Horrorgeschichte mit vielen Wendungen nicht meckern. Ich würde sie "eine moderne Horrorgeschichte" nennen. 4/5 Sterne gibt es von mir, Horrorfans dürften begeistert sein, denn der Autor lässt das Kopfkino ganz schön laufen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gibt's eine Fortsetzung? Schreit nach mehr, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Kindle Edition)
Tim Reiter hat Angst vor seltsamen Rauchwesen, die aber nur er sehen kann. Zumindest tun die Eltern des Jungen seine Erzählungen über die Zarge als pure Fantasie ab. Als Tim das erste Mal stirbt, sieht er einen seltsamen Gang, Zarge und weiß, dass da noch viel mehr dahintersteckt. Er wird zurückgeholt ins Leben und weiß, dass eine Aufgabe auf ihn wartet. Er muss die Zarge bekämpfen, bevor sie alles vernichten…

Fred Ink liebt fantastische Literatur, schreibt sich gerne und macht das auch recht gut. Sein neuer Protagonist Tim Reiter ist etwas gehandicapt durch verschiedene Unfälle und mehrfachen Tod – nur dass er eben immer wieder zurückgeholt wurde. Er sieht Rauchwesen und lässt sich schließlich selbst in eine Klinik einweisen, weil er weder die Wesen noch länger sehen möchte, noch die seltsamen Träume ertragen kann, die eigentlich gar keine sind. Grausame Szenen von bestialischen Morden sieht er dann, erlebt sie mit, fühlt und denkt wie der Mörder, der besessen ist und sich bald schon an nichts mehr erinnern können wird.

Es ist schon seltsam, dass man seine Hauptfigur mehrfach sterben lässt, so scheint es zumindest, vielleicht muss man sich auch hin und wieder fragen, wie realistisch es ist, immer und immer wieder ins Leben zurück geholt zu werden. Doch das soll den Leser einen Augenblick lang nicht interessieren, es geht schließlich um die Rauchwesen, die etwas im Schilde führen. Tim ist jedoch nicht der einzige Mensch, der sie sehen kann, das soll er jedoch erst einige Jahre später erfahren, als er sich mitten im Kampf gegen die Zarge befindet und gar nicht mehr so sicher sein kann, dass er und seine neuen Weggefährten das Richtige tun. Zugegeben, manches erscheint dann doch etwas zu seltsam und zu weit hergeholt, manchmal fragt man nach der in sich stimmigen Logik, aber darüber muss man wohl hinwegsehen. Beispielsweise wird leider nie geklärt, warum der kleine Junge Tim bereits die Zarge wahrnehmen kann, während andere dafür erst sterben müssen. Gab es Probleme bei der Geburt? Man weiß es nicht, kommt der möglichen Lösung vielleicht aber mit den letzten Zeilen der Geschichte auf die Spur, denn Tim hat eine ganz besondere Mission, wie es scheint.

Die Geschichte reißt mit und zieht einen schnell in ihren Bann, man möchte mehr erfahren über Tim, die Rauchwesen, was sie vorhaben und wer sie sind. Ohne zu viel zu verraten, möchte ich doch anmerken, dass gegen Ende hin eine gewisse apokalyptische Theorie noch ein bisschen weiter ausgebaut hätte werden können. Aber sonst? Sonst hat man hier einen weiteren spannenden Roman mit allem, was man braucht: Thrill, Crime, ein bisschen Sex und viel Spannung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Origineller & abgefahrener Indie-Horror!, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Fuenf Tode (Kindle Edition)
Das zentrale Thema des Horrorgenres allgemein ist wohl der Tod; das Wissen, dass man einmal sterben wird, das sich mit seiner Unerlebbarkeit und seinem Mysterium unserem Begreifen entzieht und uns damit ängstigt.
Darum geht es auch in Fred Inks Horrorroman "Fünf Tode", und zwar in origineller und abgefahrener Weise.
Als kleiner Junge sieht Tim Renner zum ersten Mal die seltsamen Rauchwesen, die er Zarge nennt. Als diese sich bedrohlich seiner Schwester nähern (die sie nicht wahrnimmt), versucht er, sie zu retten und stirbt dabei. Um im Krankenhaus wieder aufzuwachen. Es ist der erste von fünf Toden, die ich durch folgende Zitate anreißen will:
"Als Tim zum zweiten Mal starb, hätte er beinahe Sex gehabt."
"Als Tim zum dritten Mal starb, wurde er entführt."
"Als Tim zum vierten Mal starb, beging er Selbstmord."
Man begleitet als Leser Tim also beim Älterwerden, was z.B. bei seiner von - theoretischem - Sex geprägten Pubertät sowie seiner sich verändernden, derben Ausdrucksweise viel Spaß macht.
Das Ding ist nun, dass Tim sich während seiner Tode in einer Art Zwischenreich wiederfindet: Einem Tunnel mit Licht am Ende, der allerdings im Verfall inbegriffen ist und durch dessen Löcher Tim auf eine düstere Landschaft mit einer gotisch anmutenden Stadt blicken kann. Und auf Zarge. Irgendetwas ist dort im Gange, und es wird schlimmer.
Durch seine Zarg-Sichtungen hat Tim es nicht leicht; er wird von Psychiater zu Psychiater weitergereicht, nimmt verschiedenste Medikamente und sieht sich selbst ironisch als Freak.
Als er als Student in einer betreuten WG mit einigen anderen skurrilen Personen zusammenlebt, wird er jedoch entführt (s. Zitat 2), und damit verändert sich einiges, denn seine Entführer wissen von den Zargen. Ihr Anführer ist der fette und eloquente Josef, seines Zeichens Graf von Himmelszinnen, der sich sehr mit der Tod-und-Zarge-Thematik beschäftigt. Jackie ist ein kaputter, asozialer Typ mit nur noch halbem Kopf, der noch öfter als Tim gestorben ist und ebenfalls den Tunnel, die Stadt und die Zarge gesehen hat. Aufgrund seiner vielen Tode hängt er nicht mehr sehr am Leben, sodass er äußerst ungepflegt und abstoßend ist. Außerdem bedient er sich derbster Sprache (und hat in meinen Augen Kultcharakter!). Zu guter Letzt ist da noch Hans, der alle möglichen Apparate baut. Diese drei wollen die Zarge bei was auch immer sie vorhaben aufhalten, und dabei soll Tim helfen; zuerst einmal ist da ein Zarg, der es ganz in die reale Welt geschafft hat, Besitz von Menschen ergreift und sie dann schreckliche Dinge tun lässt.
Soviel zum Inhalt. Ich denke, die Originalität und Abgefahrenheit des Plots und der Charaktere ist deutlich geworden - Ink hat die einzelnen Abschnitte und Charaktere seines Werks jeweils mit viel Liebe zum Detail inszeniert, seien es Tims Kindheit, Pubertät, oder die grausamen Taten des "realen" Zargs, die aus der Ich-Perspektive erzählt werden, und wahrlich nichts für schwache Nerven sind.
Auch wenn ich nicht näher darauf eingehen will, möchte ich dennoch das Finale hervorheben, das derart perfide und spektakulär ist, dass es mich wirklich umgehauen hat. Es wird dabei eine Dimension mit Anspruch aufgespannt, die einen beeindruckt und nachdenklich zurücklässt. Mehr sei an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

"Fünf Tode" ist ein unterhaltsamer, spannender und interessanter Indie-Horrorroman, der durch seine Abgefahrenheit und Unverbrauchtheit sowie seine Liebe zur Inszenierung besticht. Ein rundum gelungenes, originelles Werk, von dem sich so mancher "große" Autor was abschneiden kann. Volle Punktzahl!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Fuenf Tode
Fuenf Tode von Fred Ink
EUR 2,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen