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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Polit-Film! Sehr gute Besetzung!
George Clooney's "The Ides of March" handelt von dem aufstrebenden Polit-Berater Steven (Ryan Gosling), der den Wahlkampf eines demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten planen darf, und dabei immer mehr in die Falle gerät, sich zwischen Erfolg und den bisherigen eigenen Überzeugungen entscheiden zu müssen. Das Werk basiert auf einem...
Veröffentlicht am 25. August 2012 von Jonah S.

versus
23 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BluRay ist eine Unverachämtheit!
Meine Kritik bezieht sich ausschließlich auf die hier angebotene BluRay. Die Überspielung ist eine einzige Frechheit. Der Film wurde mit einem 35mm Film aufgenommen, der eine sehr hohe Empfindlichkeit (ISO) aufweist und daher extremes Filmkorn erzeugt. Das ist kein Fehler, sondern ein Stilmittel des Regisseurs. Die Produzenten der BluRay haben das wohl nicht...
Veröffentlicht am 18. Mai 2012 von Michael Pilipp


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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Polit-Film! Sehr gute Besetzung!, 25. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
George Clooney's "The Ides of March" handelt von dem aufstrebenden Polit-Berater Steven (Ryan Gosling), der den Wahlkampf eines demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten planen darf, und dabei immer mehr in die Falle gerät, sich zwischen Erfolg und den bisherigen eigenen Überzeugungen entscheiden zu müssen. Das Werk basiert auf einem Theaterstück, dessen Verfilmungsrechte sich Leonardo di Caprio gesichert hat, der die Hauptrolle zunächst selbst spielen wollte.

Der Film stellt die Welt der Politik, insbesondere in den USA mit ihren Interessenskonflikten, Selbstdarstellungen, Affären und Personalbeziehungen meiner Meinung nach perfekt dar. Es wird aufgezeigt, wie schnell die Politik eigentlich absolut gut-Gesinnte zu machthungrigen Charakteren macht, die sich immer weniger an ihre eigenen Werte und moralischen Überzeugungen halten, aber auch, dass die Übernahme dieser Strukturen für inhaltliche, politische Veränderungen scheinbar notwendig ist.

Ryan Gosling ist als Hauptdarsteller ideal besetzt, auch die anderen Rollen können überzeugen. Clooney zeigt, dass er hinter wie vor der Kamera (er führt Regie und spielt gleichzeitig den Präsidentschaftsbewerber) große Klasse ist.
Auch die Filmmusik ist gut gewählt.

Insgesamt ist "The Ides of March" einer der besten Polit-Filme unserer Zeit geworden. Besonders gut gelungen ist meines Erachtens die Schlussszene.
Für Politik-Desinteressierte wird der Film aber eine Enttäuschung sein.

Bild- und Tonqualität der Bluray sind gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Integrität, Loyalität und Professionalität, 21. August 2014
Von 
Estragon - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March - Tage des Verrats (DVD)
Der Film macht es sich nicht leicht. Leicht wäre es gewesen, die Republikanische Partei mit moralischer Korruption in Verbindung zu bringen. Stattdessen geht es um den Vorwahlkampf der Demokraten. Der Vorteil für die Story liegt auf der Hand: Die Fallhöhe ist größer, und der potenzielle Fall beeindruckender.

George Clooney inszeniert im klassischen Hollywoodstil, ohne jeglichen Firlefanz. Professionell, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen (in dieser Hinsicht könnte Clooney vielleicht eines Tages das Staffelholz von Clint Eastwood übernehmen). Der Akzent liegt klar auf den schauspielerischen Leistungen. Und was das angeht, hat der Film viel zu bieten: Neben George Clooney, dessen Rolle vergleichsweise klein ausfällt, sind Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti zu sehen. Hoffman und Giamatti sind gewohnt gut. Gosling agiert weitgehend mit stoischem Ausdruck, was man ihm aber nicht als Mangel auslegen sollte, – bei Robert Mitchum hat das schließlich auch niemand getan.

In einigen entscheidenden Momenten der Geschichte lässt sich nicht ausmachen, was Goslings Figur, den Berater Stephen Meyers, wirklich bewegt. Meyers selbst dürften seine eigenen Beweggründe nicht klar sein. Er entscheidet sich einfach, so und nicht anders zu handeln. Das eine Mal tappt er dadurch in eine Falle, das andere Mal gewinnt er durch Intriganz. Jenseits dieses Geschehens fragt sich zum einen, was das für Meyers Integrität und politische Glaubwürdigkeit bedeutet, und zum anderen, inwieweit moralische Integrität im politischen System überhaupt Bestand haben kann. Ist nicht Meyers’ nihilistischer Konkurrent der demokratischen Gegenseite, der Berater Duffy (Giamatti), derjenige, der die Professionalität eines Beraters am besten verkörpert?

Was Clooney erzählen möchte, ist nicht wirklich neu. Politfilme der sechziger und siebziger Jahre haben dieses Feld bereits gründlich beackert (allerdings: Wer kennt die heute noch?). Doch mit der Figur des Stephen Meyers wird immerhin ein neuer Aspekt beleuchtet. Hier ist es nicht die Macht, die korrumpiert, sondern die Mechanismen eines sozialen Systems, in das die Beteiligten auf Gedeih und Verderb verstrickt zu sein scheinen.
Damit sind wir bei einem Problem des Films: Worauf will Clooney eigentlich hinaus? Lautet die fatalistische Botschaft: So läuft es nun einmal im wirklichen Leben. Oder will der Film Punkte markieren, an denen man widerstehen sollte und notfalls aus dem Spiel aussteigen müsste? Doch weder bei Meyers noch bei dem Kandidaten Mike Morris lässt sich ein solcher Punkt klar benennen, – jedenfalls dann, wenn man nach einem allgemeingültigen Kriterium sucht. Morris bekennt an einer Stelle seiner Frau gegenüber, er sei schon fast zu viele schlechte Kompromisse eingegangen, und er bekräftigt einen Punkt, hinter den er nicht zurückweichen wolle, – was er dann am Ende aber doch tut. Die Frage, wie viele integritätsschädliche Kompromisse man eingehen darf, um wenigstens etwas von dem ins Ziel zu bringen, um dessentwillen man ursprünglich angetreten ist, bleibt im Film unbeantwortet und sogar unthematisiert.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politthriller der Extraklasse, 8. Mai 2014
Endlich mal eine Hollywoodproduktion, die ohne stupide Aktion auskommt. Ein film der nicht nur unterhält, sondern auch die Machenschaften der Politik aufdeckt und dabei spielt es keine Rolle ob es sich um den amerikanischen Wahlkampf handelt oder sonst wo. Intrigen und dreckige Spielchen beherrschen alle gut.

In Diesem Film können alle Darsteller mehr als überzeugen. Die Figuren ziehen den Zuschauer in ihren Bann! Das ganze wurde dann noch mit den passenden Bildern und einer spannenden Musik unterstrichen.

Durch und durch ein sehr gelungener Film
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trau, schau, wem., 18. Mai 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March - Tage des Verrats (DVD)
Wahlkampf in den USA. Zwei demokratische Kandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da die Republikaner schwächeln, hat der Gewinner gute Chance Präsident zu werden. In Ohio kommt es zur Vorentscheidung. Die beiden Wahlkampfmanager Paul Zara und Tom Duffy wissen worum es geht und spinnen im Hintergrund ihre Fäden. Zara's rechte Hand ist Stephen Myers und dieser wird für Duffy zum Ziel einer Intrige. Der aufstrebende Myers ist korrekt und loyal. Dennoch verstrickt er sich zunehmens in einem banalen Ereignis, dass auch für seine Arbeitgeber zu Verhängnis wird.

Der Politthriller wird spannend erzählt. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen bauen die wirkenden Charakteren langsam auf und lassen sie sympathisch erscheinen. Überraschende Wendungen leiten die Katastrophe ein. Gut ausstaffierte Szenarien verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein ordentlicher Genrefilm gelungen.
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5.0 von 5 Sternen Political and Personal Complexities, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March [DVD] [UK Import] (DVD)
I purchased the Ides of March on Wednesday September 3, 2014 after seeing it on a list of recommended movies (for a career that I am gathering more research/details on). Less than seven days later, I was fortunate in receiving an invite and being able to attend an event in George Washington that indirectly tied into certain themes prevalent in the Ides of March movie. Ryan Gosling plays the role of a popular and talented campaign manager named Stephen Myers. Stephen Myers is spearheading an election campaign for Mike Morris (played by George Clooney), a Democratic candidate for the presidency. The character of Stephen Myers in the film is doing the job equivalent of what campaign managers Stephanie Cutter and Matt Rhoades did for the 2012 presidential elections (Cutter was connected with President Obama’s 2012 re-election bid and Rhoades was with Romney). Stephen Morris’s character is shown being proud and strongly believing in Mike Morris’s chances for election success. What adds further elements of surprise to the film is that the character of Myers receives temptation to join the other campaign. He is also tempted again when a gorgeous intern by the name of Molly Stearns (played by Evan Rachel Wood) comes on to him in a strong manner. I want to share more about the film. However, I’m intuitively guided to avoid sharing further details for those who still want to see the film. However, I must admit that I wish that the ending of the film would have went into further detail on what became of the candidates. Yes, I know that the Ides of March is a more serious movie, but doing what became of the candidates down the road even if the outcomes were fictional (such as in the more light-hearted Legally Blonde) would have added a more personal and humanistic touch. However, doing the outcomes to five years down the road or more would be ideal. This is because I feel that in life, not just in the movie (such as how college graduates are doing) many people are looking too soon at outcomes at how a man or woman is faring when a person’s life can greatly change even more 3-5 years down the road. Ides of March also features Paul Giamatti, Philip Seymour Hoffman, and Marisa Tomei.
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36 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tod einer Präsidentschaftslegende, 13. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March - Tage des Verrats (DVD)
Nachdem mich George Clooneys bisherige Regie-Arbeiten nicht gerade in Verzückung versetzt haben - vor allem das Polit-Geschwafel in dem viel gepriesenen Good Night, and Good Luck fand ich viel zu öde und spröde - muss ich dem für sein politisches Engagement berüchtigten Schauspieler, Produzenten und Regisseur diesmal den viel beschworenen großen Wurf bescheinigen.

Vor allem beeindruckt Clooneys Gespür für Rhythmus: Gerade als man im dialoglastigen Wahlkampfgerangel zwischen den beiden Präsidentschaftsbewerbern und ihren Helfern den Überblick zu verlieren droht und mal wieder die Hoffnung verliert, hier noch etwas zu sehen zu bekommen, was man nicht oft genug gesehen hat (in Der Kandidat oder Bill McKay - Der Kandidat etwa oder der satirischeren Spielart Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt), nimmt der Film eine kolossale Wendung und wandelt sich zum furiosen zwischenmenschlichen Drama, dem kaum eine der Hauptfiguren unbeschadet entrinnt: weder der ehrgeizige Wahlkampfmanager Stephen Meyers (Ryan Gosling) noch sein Vorgesetzter Paul (Philip Seymor Hoffman), noch der Präsidentschaftskandidat und Gouverneur Mike Morris (Clooney), für dessen Kampagne beide tätig sind, und schon gar nicht die Praktikantin Molly, die gleichsam eine hochexplosive Wahlkampfbombe mit sich herumträgt. (Bei Praktikantinnen ist seit Bill Clinton im Umfeld der Demokraten bekanntlich immer Vorsicht geboten.)

Als Stephen sich mit Duffy (Paul Giamatti), dem Kampagnenleiter von Morris' großem Rivalen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, trifft und der ihm ein unmoralisches Angebot unterbreitet, gerät Stephens Karriere ins Straucheln. Denn die heimliche Unterredung fliegt auf. Sein Chef Paul feuert Stephen - mit Zustimmung von Gouverneur Morris. Für Stephen bricht eine Welt zusammen. Inzwischen ist er jedoch, da er mit ihr eine Affäre hat, Mollys Geheimnis auf die Spur gekommen und setzt dieses, nachdem er so unbarmherzig vor die Tür gesetzt wurde, ebenso gnadenlos für seine Zwecke ein. Am Ende wird Stephen restlos desillusioniert sein und die Legende vom besseren Präsidenten, den er lange Zeit in Morris sah, in Trümmern liegen.

Clooney spart aber auch sonst nicht mit Seitenhieben gegen den Politikbetrieb. Nicht nur die offensichtliche Anspielung auf Monica Lewinsky ist überdeutlich; auch nicht eingelöste Versprechungen aus Präsident Obamas Wahlkampf finden sich unversehens auf der Goldwaage wieder, wenn man Morris' öffentliche Auftritte aufmerksam verfolgt. Man muss es Clooney hoch anrechnen, dass er, der selbst mit den Demokraten sympathisiert, in diesem Film nicht die Republikaner zur Zielscheibe seiner bissigen Kritik am eiskalt geführten Kampf um die Kandidatenkür gemacht hat. Man soll ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Entscheidender Schwachpunkt ist die Figur der Molly, die von Rachel Evan-Wood dargestellte Praktikantin, der das Drehbuch einfach zu viel abverlangt: Zuerst erscheint die attraktive Blondine als selbstbewusstes, durchtriebenes Luder, das sich im Polit-Zirkus "hochschläft", dann auf einmal als zerbrechliche Mimose. Um das überzeugend zu vermitteln, hätte Clooney dieser Figur mehr Raum geben müssen. Immerhin kommt Molly ebenfalls aus einer Politiker-Familie und zwanzig Minuten, in denen man über deren Geschichte mehr erfährt, hätte der Film mühelos verkraftet, zumal Mollys Vater einen kurzen, aber gewichtigen Auftritt hat, der so ebenfalls ziemlich unvermittelt wirkt. Der Vorteil von Clooneys Konzentration auf Stephen und seine psychologische Entwicklung liegt in der Handlungsstringenz, die dazu führt, dass der Film eine verblüffende Dynamik entfaltet, nachdem das Drama um Molly seinen Lauf genommen hat.

Fazit: Bei Good Night, and Good Luck hat es für einen Oscar nicht gereicht; diesmal ist mehr drin! Der Film wurde für das beste Drehbuch nominiert.

Für Freunde von Der Kandidat und Absolute Power.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das dreckige Spiel der Politik, 6. Mai 2014
Den Film sollte man sich bis zum Ende anschauen, sonst verpasst man hier eine sehr Spannende Story.
Klar ein Aktionfilm ist es nicht und soll es auch nicht sein, es geht hier einfach um das dreckige Spiel der Politik.

Deshalb 5 Sterne!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Recht spannend und realistisch, 28. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March - Tage des Verrats (DVD)
Zu empfehlen für politisch und an den USA interessierte Menschen.
Anfangs etwas spontan, hat wenige Längen, andererseits humorvoll und unterhaltsam erzählt
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen überdurchschnittlich guter Politthriller mit George Clooney, 28. Dezember 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Ides of March - Tage des Verrats (DVD)
Vorweg: Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Inhalt der DVD "The Ides of March" und enthält Spoiler.

Die Kunst am Politthriller und auch der Grund, warum es nur wenige gute gibt, ist es, möglichst realistisch und doch gleichzeitig packend eine Geschichte zu erzählen. In den meisten Fällen kommt dabei ziemlich abgedrehter Quatsch zustande, der entweder Politiker zeigt, die es in der Realität niemals geben würde (z.B. Pierce Brosnan in Ghostwriter) oder einfach eine völlig bescheuerte Rahmenhandlung bietet.

George Clooney gelingt es in "The ides of March" auch dank herausragender Schauspieler einen relativ stringenten, logischen und realistischen Thriller zu kreieren. Die Rahmenhandlung stellt dabei das Duell zweier Demokratischer Präsidentschaftskandidaten dar (einer davon Clooney), die sich im Vorwahlkampf im Bundesstaat Ohio befinden. Überschattet wird dieser Wahlkampf von dem Duell um die Stimmen eines anderen Senators und seiner knapp 350 Deligierten, die den Vorwahlkampf praktisch entscheiden würden.
HIer tritt die erste große Stärke des Films auf. Clooney spinnt sehr geschickt ein Netz aus Machtkämpfen, absurden Abhängigkeiten (der Senator verlangt als Gegenleistung das Amt des Außenministers bzw. Vize-Präsidenten) und unmoralischen Tricksereien.
Philipp Seymor Hoffman (sensationell!) und Ryan Gosling (erstaunlich gut) nehmen dabei die Rollen der Wahlkampfberater von Clooney ein und geraten ziemlich schnell selbst in einen Machtkampf hinein, in dem verraten, betrogen, intrigiert und erpresst wird.

Der Film macht sehr eindrucksvoll deutlich wie perfide und machtbesessen einige Leute in diesen Politikkreisen drauf sind. Natürlich wird hier bewusst überzeichnet (Clooney und Gosling im Streitgespräch in einer Restaurantküche), aber unterm Strich erscheint die Handlung in keiner Phase inkonsequent oder unlogisch. Die Aussage ist sehr deutlich: In der Politik ist letztlich jeder nur sein eigener Freund. Beklemmend zum Schluss, dass genau dieses Prinzip zum Erfolg führt für Gosling (der durch Erpressung im Amt bleibt und seinen "Kontrahenten/Kollegen" Hoffman aussticht) und Clooney (der durch sein Einknicken und die Aufgabe seiner Ideale zum fast sicheren Wahlsieger wird). Die Sympathieverteilung entwickelt sich im Laufe des Films quasi entgegengesetzt. Ist zunächst das Duo Clooney/Gosling sehr sympathisch und zur Identifikation geeignet, wird schlussendlich fast Hoffman zu Identifikationsfigur, die den Intrigen der beiden anderen zum Opfer fällt.

Bis hier hin: starker Film, 5 Sterne!

Leider hat Clooney in seinen Film auch noch eine Praktikantin untergebracht. Und hier wird es dann zum Teil zu viel des Guten. Diese Praktikantin (20 Jahre alt!!!) schläft zunächst mit Gosling (Zitate wie "ich wollte schon immer mit dir schlafen" hätte es nicht zwingend bedurft), bis schließlich rauskommt, dass sie (offenbar freiwillig??? bleibt etwas unklar...) auch mit Clooney im Bett war, von ihm schwanger ist, abtreiben muss und sich schließlich und endlich aus Panik selbst umbringt.
Zwar verstärkt diese Geschichte noch einmal dieses Perfide im Machtkampf der Protagonisten (auf Einzelschicksale wird gepfiffen), allerdings wird hier zu sehr der Pfad des Plausiblen verlassen. Die Praktikantin wirkt schon eher wie eine 15-jährige, die es mit dem Denken nicht so wirklich zu haben scheint. Überhaupt passt sie mit ihrer treudoofen, naiven Art so gar nicht in die illustre Runde von abgewichsten Tricksern. Bis zum Schluss bleibt für mich auch unklar, was genau sie in diesem Inner circle zu suchen hat.

Dennoch, als Fazit kann man auf jedenfall festhalten: Ziemlich spannend, zwar am Anfang etwas verworren mit vielen Handlungssträngen, nimmt jedoch nach einer halben Stunde extrem Fahrt auf!
Sehenswert!
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23 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BluRay ist eine Unverachämtheit!, 18. Mai 2012
Meine Kritik bezieht sich ausschließlich auf die hier angebotene BluRay. Die Überspielung ist eine einzige Frechheit. Der Film wurde mit einem 35mm Film aufgenommen, der eine sehr hohe Empfindlichkeit (ISO) aufweist und daher extremes Filmkorn erzeugt. Das ist kein Fehler, sondern ein Stilmittel des Regisseurs. Die Produzenten der BluRay haben das wohl nicht kapiert und das vermeintliche Rauschen versucht zu eliminieren. Resultat ist ein Bild, dass ehr an VHS als an DVD, geschweige denn an BluRay erinnert! Schade um den eigentlich guten Film.
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