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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gerald Bostock lässt nicht locker...
...wieder hat er für die Lyriks gesorgt. Allerdings hat er diese diesmal nicht selbst geschrieben sondern ein längst verstorbener britischer Hobbyhistoriker namens Parrit, der in einem Buch, teils im Malariawahn, die britische Geschichte aus Sicht eines Weltenwanderers erzählt. So die Geschichte hinter dieser Produktion, die uns der Meister selbst...
Vor 5 Monaten von Sarandanon veröffentlicht

versus
16 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig Tull - viel Anderson.
Vorab: Ich bin auch alter Tull Fan und möchte mich Dieter Loesl in allen Punkten anschließen. Wie immer wenn die neue VÖ eines "großen Alten" der Rockwelt negativ kritisiert wird, kriechen Sie wieder unter Ihren Steinen hervor: die Scheuklappenträger und Rosarot-Seher und kommen mit den altbekannten "Argumenten". Heult man mit...
Vor 4 Monaten von Steve Harris veröffentlicht


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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gerald Bostock lässt nicht locker..., 11. April 2014
Von 
Sarandanon (Schortens, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
...wieder hat er für die Lyriks gesorgt. Allerdings hat er diese diesmal nicht selbst geschrieben sondern ein längst verstorbener britischer Hobbyhistoriker namens Parrit, der in einem Buch, teils im Malariawahn, die britische Geschichte aus Sicht eines Weltenwanderers erzählt. So die Geschichte hinter dieser Produktion, die uns der Meister selbst präsentiert. Textlich also wieder sehr interessant.

Musikalisch hat mich das Wirken Ian Andersons in den letzten 10 Jahren wahrlich nicht immer begeistert. Jahrelange Best-Of-Tourneen, bei der er seine Stimme und sein Publikum sehr auf die Probe stellte. Mit dem Vorgänger TAAB2 hat er JT nun hinter sich gelassen, wahrscheinlich endgültig. War er ja auch selbst der kreative Kopf und Boss der Band, in der von der 70er Crew zuletzt nur noch Martin Barre übrig war. TAAB2 hat bei mir nicht sofort gezündet - es dauerte vielmehr Monate. Mittlerweile finde ich das Album aber fantastisch. Und ich empfinde den neuen Weg des Ian Anderson als "Solokünstler mit Band" nunmehr als den richtigen.

Es scheint mir auch, dass er seine Kreativität und den Spaß an neuem Material wieder gefunden hat. Nun liegt also knapp 2 Jahre nach TAAB2 das neue Werk vor. Und ich muss sagen, es rockt - so wie IA eben rocken kann - ganz schön. Die Songs flutschen wesentlich besser als auf dem letzten Album. Sie sind komplex, klingen nach alten Zeiten aber nicht verstaubt. Diese Scheibe klingt nicht nur wie, für mich ist es Jehtro Tull (heißt bloß nicht mehr so).

Es gibt reichlich Rock (Doggerland, Cold Dead Reckoning, The Engineer), jazzige Momente (New Blood, Old Veins), einen Hauch Sakralsound (Meliora Sequamur), eine ordentliche Portion Prog (Enter The Uninvited, Puer Ferox Adventus [absolut fantastisch], Tripudium Ad Bellum) und seine klassischen Kurzeinspieler (Heavy Metals, In For A Pund). Die Hammond kommt hier ebenfalls wieder deutlich zum tragen, was mir persönlich sehr gefällt. Dank an John O'Hara. David Goodier spielt einen fantastischen Bass, kommt mMn sehr viel besser hervor als auf dem letzten Longplayer. Florian Ophale hat nun mehr Freiraum, um harte Riffs anzubringen und das eine oder andere Solo, Hut ab. Auch der Drummer kommt vielseitiger zur Geltung.

Ians Stimme wird natürlich nie wieder so wie früher, das muss man einfach akzeptieren. Seine Songs werden folglich nie wieder so klingen wie in den 70ern. Somit hat es mir schon fast persönlich weh getan, wenn er bei Liveauftritten der letzten Jahre sich teilweise bei seinen alten Songs sehr quälen musste. Auf diesem Album ist sie allerdings gut in Szene gesetzt. Die Gesangslinien sind dabei um einiges vielseitiger und wohlklingender als auf TAAB2. Darunter gibt es aber auch die Songs, die er live vermutlich nicht singen kann (The Enginieer, Cold Dead Reckoning, zB).

Alles in allem handelt es sich hierbei um ein tolles Album, dass meine Erwartungen als langjähriger Jethro Tull/Anderson Anhänger sogar übererfüllt hat. Es läuft bei mir rauf und runter. Allerdings hätte ich mir eine etwas kräftigere und sattere Produktion gewünscht. Es klingt alles etwas zurückhaltend. Das schmälert aber nicht die Qualität der Songs. Diese Edition wartet mit einer zusätzlichen DVD mit zwei Soundvarianten des Albums und mit einer kleinen filmischen Dokumentation sowie einem ausführlichen Booklet auf. In Letzterem kann man die "Story behind" nocheinmal nachvollziehen. Wie ich finde, lohnt sich der Kauf.

Nun hat nach Deep Purple, Black Sabbath und Magnum mit Ian Anderson auch der letzte meiner persönlichen alten Rockhelden ein neues Album auf den Markt gebracht. Und ich hoffe wie schon bei den anderen Protagonisten, dass es sich bei diesem Spätwerk nicht um das letzte handelt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "A piece of Cake", 29. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Audio CD)
Als Ian Anfang der 80er anfing, ab und an mal ein Soloalbum zu veröffentlichen, geschah dies aus dem Kalkül heraus, was anderes zu veröffentlichen als Jethro Tull. Zumindestens bis Rupi's Dance war das so. Mit der Veröffentlichung von TAAB 2 wich er von dieser Linie ab, für mich war das ein neues Jethro Tull Album und es wurde so langsam klar, dass er sich zunehmend von Jethro Tull verabschieden wollte. Welche Gründe das auch immer hatte. In manchen Interviews war zu hören, dass er es offensichtlich als suboptimal empfand, dass er seine Mitmusiker aus Amerika einfliegen müsste. Vordergründig meinte er Doane Perry und in zweiter Linie Martin Barre, der sich ebenfalls weitgehend aus England zurückgezogen hatte. Irgendwie war er mit beiden nicht mehr zufrieden. Die übrigen Mitglieder Tulls John O'Hara und David Goodier sind ja heute Bestandteil seiner aktuellen Band. Trotzdem war TAAB 2 für mich eine Sensation, quasi das Tullalbum, auf das ich mehr als 13 Jahre gewartet hatte. Vom Sound her so eindeutig Jethro Tull, dass allenfalls Kenner Martin Barre vermissten.

Das neue Album Homo Erraticus setzt diese Tradition konsequent fort. Hier verzichtet Ian auch auf die verschrobene Wortschöpfung Jethro Tull's Ian Anderson. Vom Sound her ist das Album weiterhin konsequent weiterentwickelt und könnte in der fortlaufenden Reihe von Tullalben stehen. Ian Anderson zementiert damit weiter das Begräbnis des Namens Jethro Tull für aktuelle Veröffentlichungen und Auftritte, obwohl er ihn sonst, ganz Geschäftsmann, natürlich behutsam pflegt.

Bei Homo Erraticus vermisse ich aber die Verspieltheit und den Abwechslungsreichtum von TAAB 2. Ich werde mit dem neuen Werk bei weitem nicht so warm, auch wenn ich mir viel Zeit gelassen habe. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass dieses Mal Steven Wilson nicht an den Reglern saß. Die Aufnahme ist grds. in Ordnung und hebt sich wohltuend von der Unsitte des Loudness Wars ab. Es gibt sicher ein paar Highlights auf der neuen Scheibe, die mich begeistern. Insgesamt aber haut mich der neue Output nicht so wirklich um. Der Opener Doggerland ist klasse. In der Mitte mit einem Jon Lord Gedächtnissolo, schöne eingängige Melodie - ein wirklich gelungener Auftakt. Aber leider geht es auf diesem Niveau nicht weiter - Enter the Uninvited ist ein wenig eintönig geraten. Dazwischen gibt es einen durchaus schönen und kurzen Akustikleckerbissen, den man aber irgendwie von TAAB 2 zu kennen scheint. Auch hier greift Ian Anderson zu dem Stilmittel, dass er das Thema aus Heavy Metals ein weiteres Mal bei dem 30sekünder In for a Pound verwendet. Außerdem zeigt sich an diesem Beispiel eine weitere Schwäche des Albums. Man kennt diese Akustiksequenz. Bei A Browning for a Green wird es noch deutlicher. Melodielinie und Rythmus sind von Kismet in Suburbia in das neue Album transportiert. Auf Taab 2 fand ich den Song wirklich klasse. Aber noch mal neu aufgewärmt finde ich es ein wenig fad, vor allen Dingen, weil es nicht nur bei Browning of the Green, sondern auch im Turnpike Inn so íst.

Trotz dieser Kritik, komponieren kann Ian Anderson immer noch. Puer Ferox Adventus, After these Wars (Höhepunkt), Trupidum ad Bellum, und Cold Dead Reckoning sind eigentlich wieder außergewöhnlich gut und lohnen des Kauf des Albums. Fans von Ian Anderson und Jethro Tull müssen es ohnehin haben. Aber als Gesamtwerk ist es nicht meisterlich geworden, allenfalls die paar einzelnen Songs. Mir gefällt auch, dass er die Flöte nicht so dominieren lässt und dass er im Studio seinen Gesang noch recht passabel hinbekommt. Unter diesen Umständen bleiben glücklicherweise die Einsätze des Gastsängers Ryan O'Donnell ziemlich sparsam.

Ich habe mir sein Album in der Deluxe Edition direkt auf der Insel bestellt und eine der ersten Versionen mit Autogrammkarte von Ian Anderson ergattern können. Das Artwork dieser Version ist schon sehr edel geraten. Insgesamt daher wohlmeinende aber doch schwache 4 Sterne.
Obwohl ich nicht damit rechne, aber ein abschließendes Tullalbum mit Martin Barre würde mich noch mal richtig umhauen, quasi ein letztes "A Piece of Cake."
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Odd chap, life, 25. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
Ian Anderson präsentiert uns hier, wenn man so will, den dritten Teil von "Thick As A Brick"

Ich fand es schon anhand des zweiten Teils müßig, die Alben musikalisch miteinander vergleichen zu wollen. Ian Anderson ist inzwischen rund 40 Jahre älter geworden. So wie ich und alle die, die auch schon Mitte der Siebziger Tull gehört haben.

Die große Leistung von "TAAB2" war für mich, dass es musikalisch an damals anknüpfte, mich aber auch die Zeit spüren ließ, die seitdem vergangen war. Anderson war Anfang 20, als er "Thick As A Brick" schrieb. Völlig normal also, dass ein Nachfolger heute eine andere, vielleicht gesetztere Ausstrahlung hat. Die Instrumentierung ist übersichtlicher und geordneter, die Texte direkter, nicht mehr so reich an Metaphern. Aber so wie bei "TAAB2", die aus meiner Sicht genau richtig gesetzten Selbstzitate noch angenehme Erinnerungen weckten, beginnt Anderson hier doch das Thema musikalisch etwas überzustrapazieren. Er schöpft aus dem Fundus seines Lebens, schließlich fehlt dann aber ein neuer Aspekt. Er verliert sich immer wieder in Ähnlichem, wenn nicht Gleichem.

Ich denke aber auch, etwas anderes wäre ein bisschen viel verlangt. Anderson hat über die Jahre einige Wandlungen durchgemacht und in der Zeit auch seine Stimme gelassen. Viele verweisen hier auf die 80er, für mich waren die Highlights dagegen eher in den 70ern, dann erst später wieder "Rock Island" und "Catfish Rising". (Der einzige wirkliche "Ausfall" war aus meiner Sicht "Under Wraps")
So wird jeder seine Erinnerungen und Erwartungen hegen. Aber losgelöst von all dem, für sich genommen, wenn es gelingt, sich von Erinnerungen, Erwartungen und Sentimentalitäten zu befreien, kann "Homo Erraticus" durchaus beeindrucken. Wenn letztendlich auch kein ausgenommener Leckerbissen, bleibt es doch ein musikalisch sehr wohlschmeckendes Erlebnis. Deshalb trotzdem die vier Sterne. Entgegen dem leider im Augenblick immer mehr verbreiteten "Loudness" Wahn, ist dieses Album außerdem noch hervorragend abgemischt.

Mir scheint, Ian Anderson sucht über die weitere Auseinandersetzung mit Gerald Bostock nach dem i-Tüpfelchen auf seinem Lebenswerk. Allerdings, ein Meisterwerk wie "Thick As A Brick" zu toppen, setzt Höchstform voraus. Dazu müsste man den Kreis vielleicht eher wieder verlassen wollen, als zu versuchen ihn zu schließen. Das kann er nicht mehr leisten, das sollte man ihm (und er sich selbst) zugestehen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Album, 23. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
Nach nunmehr über 20 Hördurchgängen kann ich sagen. das ich, obwohl ich sehr skeptisch an die Sache heran gegangen bin, schon seit dem ersten Hören sehr begeistert bin. Musikalisch wie textlich hat Ian genau meinen Nerv getroffen. Der Gesang, für mich eines der größten Probleme seit Mitte der 90er ist hier deutlich besser als noch bei TAAB2.
Die Produktion und der Mix ist auch gut gelungen. Egal ob auf kleinen PC Lautsprechen, dem iPod oder auf der Anlage in laut oder leise, es klingt über all satt und gut.
Ob da jetzt Ian Anderson oder Jethro Tull drauf steht ist mir egal. Der Inhalt muss stimmen, und das tut er hier.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So kann's weiter gehen, Mr. Anderson!, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dem doch eher unerwarteten Erfolg von "Thick as a Brick 2" war ich ziemlich gespannt, wie lange es bis zu einem neuen Album von Ian Anderson dauern würde. Umso angenehmer, dass der Meister mit "Homo Erraticus" bereits zwei Jahre nach dem Vorgänger ein neues Werk vorlegt. Und um es vorweg zu nehmen – es ist ein Meisterwerk geworden!

Dass Anderson nach vierzig Jahren, in denen er ständig "Mr. Tull" oder "Jethro" genannt wurde, die Nase voll hat und in der Spätphase seines Schaffens nun lieber unter eigenem Namen werkelt – wer will es ihm verdenken? Schade um die jahrelange gute Zusammenarbeit mit Gitarrist Martin Barre und Drummer Doane Perry, aber das Leben geht - auch nach dem Dahinscheiden von Jethro Tull - weiter. Und wenn es so weiter geht wie mit der neuen Platte "Homo Erraticus" bin ich gerne bereit, auf den Markennamen Jethro Tull zu verzichten. Denn Mr. Anderson legt mit seinem neuen Konzept-Album, der Saga vom umherirrenden Menschen im Laufe der Geschichte, ein Werk vor, das sich hinter kaum einer der klassischen Tull-Aufnahmen verstecken muss. Zwar sollte niemand erwarten, dass Ian Anderson 2014 klingt wie vor 40 Jahren mit Jethro Tull, aber "Homo Erraticus" ist ein reifes Werk eines genialen Musikers und einer hervorragenden Band.

Dass Anderson ein feines Händchen bei der Auswahl seiner jeweiligen Mit-Musiker hat, hat er in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Und auch diesmal liefert die inzwischen eingespielte Truppe eine makellose Leistung ab. Die Rhythmusgruppe mit Scott Hammond an den Trommeln und David Goodier am Bass versorgt die Songs von der ersten bis zur letzten Minute mit dem nötigen Drive. Ryan O'Donnell bekommt als zweiter Sänger mehr Einsatzzeit (und wird live sicher noch größere Anteile haben), während Tastenmann John O'Hara mit Soli an Klavier, Keyboard und Akkordeon glänzen kann. Und Gitarrist Florian Opahle, bei "TAAB2" noch eher im Hintergrund, bekommt deutlich mehr Freiraum als auf dem Vorgänger, wodurch ein rockigerer Gesamteindruck entsteht. Kurz und gut - Ian Anderson und seine Mannen sind in Hochform.

Zu den Tracks: Den Anfang macht mit "Doggerland" ein Song, der die Tradition des rockigen Auftakts, den man von Tull-Alben wie "Rock Island" oder "Roots to Branches" kannte, wieder aufleben lässt. Das Album startet ohne Schnickschnack von 0 auf 100. Opahle gibt den Gitarrengott; O'Haras Solo auf der "Schweineorgel" klingt aber gewöhnungsbedürftig. (4/5)

Es folgt mit "Heavy Metals" ein - ungeachtet des Titels - kurzer, akustischer Song. Wie bei den meisten Songs auf diesem Album lohnt sich auch hier ein Blick ins Textheft. Schließlich handelt es sich bei "Homo Erraticus" um ein "Konzept-Album"! Leider zu schnell vorbei. (4/5)

Mit "Enter the Uninvited" schließt sich ein Titel an, der in früheren Jahren möglicherweise als Single ausgekoppelt worden wäre. Stampfender Rhythmus, eingängige Soli und teilweise im Sprechgesang vorgetragen – hat eine gewisse Ähnlichkeit mit "Bends like a Willow" von "Dot Com", kommt live sicher gut. Schlägt inhaltlich den Bogen von der Invasion der Römer in Britannien zum Einfluss der Big-Mac- und Trash-TV-Kultur auf das heutige Leben. (4/5)

Für den obligatorischen Long Track "Puer Ferox Adventus" (Wild Child Coming) braucht man etwas Zeit. "Homo Erraticus" ist schließlich Progressive Rock, und Anderson ist 2013 zum "Prog God" gekürt worden , deshalb verlangt er einem beim Anhören wegen der vielen Rhythmuswechsel und des durchaus nachdenkenswerten Textes einiges ab. Tolle Flöten-Passagen. Hätte gut auf "Stormwatch" gepasst. (4/5)

"Meliora Sequamur" (Let us follow better things) fängt mit leisen Orgeltönen und kirchlich angehauchtem Gesang an. Der zunächst mittelalterlich klingende Song entwickelt sich zu einem Midtempo-Rocksong und - nicht zuletzt durch den Wechselgesang zwischen Anderson und O'Donnell - zu einem regelrechten Ohrwurm. (4/5)

Auch bei "The Turnpike Inn" wechseln sich die beiden Vokalisten ab und erzählen, begleitet von einer Band in Hochform, die Geschichte von unsicheren Straßen und Wegelagerei im mittelalterlichen England. Ein Song, der auf jedem Jethro Tull-Album seinen Platz gefunden hätte. (5/5)

Für meinen persönlichen Geschmack spielt das Akkordeon ("The Instrument from Hell"), auf das ich im Zusammenhang mit Rockmusik gut verzichten könnte, bei "The Engineer" eine etwas zu prominente Rolle. Aber das ist Geschmackssache. Ansonsten ein guter, rockiger Song mit einigen Rhythmuswechseln und interessanten Solo-Einsprengseln, aber für mich nicht das Highlight des Albums. (3/5)

"The Pax Britannica" - sicher nicht der originellste Song, den Anderson in seiner Karriere geschrieben hat, aber das Zusammenspiel von Flöte, Piano und Gitarre ist in sich absolut stimmig und sehr eingängig. Klingt stellenweise nach einem Tanzlied der Renaissance. (4/5)

In nicht einmal drei Minuten versucht Ian Anderson dann, in "Tripudium ad Bellum", dem einzigen Instrumental, die Geschichte der beiden Weltkriege musikalisch umzusetzen. Natürlich sehr ehrgeizig und – natürlich - zum Scheitern verurteilt. Aber trotzdem bis hin zum kakofonischen Ende eines der besten Instrumentalstücke aus der Feder des Meisters und ein Höhepunkt des Albums. (5/5)

"After these Wars" – mein persönliches Lieblingsstück auf der Platte. Geht mit seinem entspannten Rhythmus und Gesang sofort ins Ohr und Florian Opahle setzt mit einem gelungenen Solo ein Highlight. Auch ein Kandidat für eine Single-Auskoppelung. (5/5)

Mit "New Blood, Old Veins" macht Anderson für den Song, in dem das englische Inselvölkchen nach zwei Weltkriegen beginnt, die Welt aus Urlauberaugen zu sehen, einen kleinen Abstecher ins Jazzige. Ein angejazzter Beginn geht in einen rockigeren zweiten Teil über, bevor der Song wieder mit dem relaxten Urlaubs-Jazz endet. Für mich einer der schwächeren Titel. (3/5)

Demgegenüber ist "In for a Pound" mit nur 0:36 Spielzeit eine kleine, nur von der akustischen Gitarre begleitete Perle. Das hätte ruhig deutlich länger ausfallen dürfen! (4/5)

Nachdem Anderson bis hierher einen Rückblick in die britische Geschichte geliefert hat, ist er mit "The Browning of the Green" in der Jetztzeit (2014) angekommen. Für einen Song, der von der explodierenden Überbevölkerung und deren Auswirkungen auf die Erde handelt, kommt der Titel geradezu unverschämt eingängig daher. Ein weiterer Ohrwurm, der auch einen Platz auf "Roots to Branches" gefunden hätte. (4/5)

"Per Errationes ad Astra": In einem überwiegend gesprochenen Text liefert Ian Anderson einen nicht allzu optimistischen Ausblick ins Jahr 2024. Auf gesprochene Teile kann ich bei einem Rock-Album allerdings verzichten. (3/5)

Mit dem Schlusstrack "Cold Dead Reckoning" ist die Geschichte vom umherirrenden Menschen in der Zukunft des Jahres 2044 angelangt. Auf einen leisen und nachdenklichen Flöten-Auftakt folgt ein stampfendes Zusammenspiel von Opahle und O'Hara, das den Hintergrund für einen von Anderson sehr eindringlich vorgetragenen Ausblick in die Zukunft bildet. Mit dem überraschenden Schluss bleibt dann vielleicht doch noch etwas Hoffnung für die Menschheit – allerdings wohl erst beim Neustart nach der großen Katastrophe. Ein würdiger Ausklang für die Platte und die darauf erzählte Geschichte. Ich freue mich schon darauf, diesen Song im Herbst live zu hören! (5/5)

Fazit: Ein hervorragendes Album! Meiner Meinung nach müsste es jedem Tull-Fan und Freund außergewöhnlicher Rockmusik gefallen und sollte sich in einer gerechten Welt auch einen oberen Chartplatz erobern können. Einiges klingt zwar schon mal gehört, aber nicht einmal von Ian Anderson kann man erwarten, dass er ständig das musikalische Rad neu erfindet. Was für mich zählt, ist das Gefühl, in die Welt eines neuen Anderson-Werkes einzutauchen und es immer wieder durchhören zu können, ohne dass es langweilig wird – wie bei Jethro Tull früher.

Im Schnitt der Einzelsongs etwas über 4 Sterne, aber wegen des Gesamteindrucks, der guten Produktion, der skurrilen Geschichte und des endlich mal wieder überzeugenden Covers auf jeden Fall die vollen 5 Sterne!

Meine persönlichen Favoriten: "After these Wars", "Cold Dead Reckoning", "The Turnpike Inn"
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rock & Roll Will Never Die, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
Nach dem absolut gelungenen Jethro Tull TAAB 2 Album beglückt uns Ian Anderson mit einem neuem Album unter eigenem Namen.
Auch "Homo Erraticus" bietet wieder ein Quell ganz hoher Rock Kunst. Wer hätte bis vor der Veröffentlichung von TAAB 2 noch gedacht, dass Anderson in Sachen Kreativität noch einmal derartig die Keule rausholt ? Wohl die Wenigsten ! Waren doch seine letzten Werke, egal unter welchem Banner, sehr von Licht und Schatten durchzogen.
Natürlich ist Ian Anderson's Gesang nicht gleich zu setzen mit den Glanzleistungen aus den 70er Jahren. Dafür überzeugt das Gesamtpaket um so mehr.
"Homo Erraticus" klingt noch freier und frischer als TAAB 2 ! Die "neue" Mannschaft um Anderson bekommt hier genug Spielraum für eigene Ideen und folgt nicht einfach nur den Vorgaben vom Boss, wie es bei so manch anderen Legenden des klassischen Rock der Fall ist. Dadurch klingt nichts angestaubt oder aus den Glanzzeiten kopiert.
Und doch ist das neue Album fest verankert in den großen Momenten des Tull Sounds der 70er.
Angefangen bei Riffbetonten Rockern, wie "Doggerland, Cold Dead Reckoning, The Engineer":Über anspruchsvolle Prog Rock/Folk Stücke wie " Enter The Uninvited, Puer Ferox Adventus" . Bis hin zu fast jazzigen Momenten wie "New Blood, Old Veins".
Und immer wieder lockert eine fette Hammond den Sound auf.
Ganz großes Kino !
Ich vermisse Martin Barre absolut nicht ! Florian Opahle hat schon auf TAAB 2 seine Klasse angedeutet. Und legt auf "Homo Erraticus" noch ne Schippe mehr drauf. Manchmal braucht es eben frisches Blut, um alt bewährtem einen neuen Schwung zu geben.

Bei aller Freude, dass es die großen Jungs trotz hohem Rock Alter (Jethro Tull/Anderson,Black Sabbath, Deep Purple;KISS) immer wieder schaffen herausragendes zu leisten. Es kommt einfach noch immer viel zu wenig nach an jungen Künstlern, die dem klassischen Rock frisches Leben einhauchen. Abgesehen von Jack White muss man schon tief graben, um neue große Talente zu entdecken. Das mag auch daran liegen, dass sich viele Musiker heute zu sehr auf die Technik hinter ihnen konzentrieren. Und zu wenig auf die eigene Kreativität und Mut neues aus zu probieren.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jethro Tull-Musik 2014, 24. April 2014
Von 
D. Goldmann (Mühlhausen, Thüringen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Special Edition) (Audio CD)
Ian Anderson hat mit "Homo Erraticus" wieder ein sehr solides Album veröffentlicht. Sicher kommen alle musikalischen Elemente und Songs irgendwie bekannt vor, bleibt I.A. doch bei seiner bewährten Linie, letztendlich wieder durch seine Querflöte und durch seinem Gesang untersetzt. Die Frage ist doch, was erwartet man? Wer das Experimentieren von I.A. hinsichtlich völlig neuer oder weiterer musikalischer Ideen bei diesem Album analog seines Wirkens in den 70-zigern erwartet, der wird enttäuscht sein. Aber "Alterswerk" oder "Abgesang" ist für diese, nach wie vor, qualitative hochwertige Musik eine Einschätzung eher enttäuschter Fans.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hör zu, 23. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Audio CD)
Was gefiel an TAAB 2: Es war ein überraschend gelungenes Album. Durch deutliche Jethro - Tull - Zutaten und typische musikalisch vertrackte Fragmente aus Prog - Rock und Folk war es ein interessantes Album. Gut hörbar und wohltuend. Okay... Die Geschichte von Gerald Bostock wurde uns schon oft erklärt, und daher möchte ich den literarischen Hintergrund mir ersparen. Mir geht's hier mehr um die Musik. Kurz: Wir erleben nur zwei Jahre nach TAAB2 nun mit "Homo Erraticus" Teil 3 der Story...

Ein Blick auf das Booklet der CD lässt erkennen, dass sich Ian Anderson mit den Musikern einlässt, die auch bereits auf TAAB2 für die musikalische Ideenumsetzung verantwortlich zeichneten. Diese scheinen sehr vielseitig zu sein. Was man alles neben Gitarren, Drums und Bass so raushört ist schon interessant: Flöten (sowieso...), Bouzouki, Mandoline, Harmonica, Akkordeon.

Es gab in den 1970ern sehr oft musikalisch angeblich höherwertigere LP-Aufnahmen, die gerne unter dem Markennamen "Hör zu" vermarktet wurden. Doppelsinnig... Diese Platten animierten aber sehr oft zum "Zuhören". Heute scheint diese Eigenschaft leider abhanden gekommen zu sein. Es war auch damals angesagt und schick, sich nur Platten zu kaufen, die man erst nach mehrmaligem Hören gut fand. Das war bei "Prog" oft der Fall. Diese Musik erschließt sich nicht gleich dem Hörer. Dies sind genau die Merkmale von "Homo Erraticus", das all die Meriten aufweist, die Musik von Jethro Tull einst ausgemacht hat. Von rockigeren Nummern wie z. B. "Locomotive Breath" oder "Living In The Past" mal abgesehen, waren die meisten Longplayer früher kaum anders.

Ian Anderson und (neue...) Band brillieren mit Auffälligkeiten wie fein ziselierten Songs, die akustisch geprägt sind. Teilweise mit deutlich hervorstechender progressiver dominierender Hammond. Dies muss man zwar mögen, weil es ansonsten dem einen oder anderen dann etwas krass daher kommen mag. Aber das sind genau die musikalischen I-Tüpfelchen, die den Prog-Rock der frühen 70er ausgemacht haben. Da auch auf "Homo Erraticus" schön aufgebaute Songs mit vielen Elementen der alten Jethro Tull zu finden sind, lädt auch diese CD sehr zum Lauschen ein...

"Homo Erraticus" macht fast noch einen etwas stimmigeren Eindruck als TAAB2. Denn gegenüber dort einigen eher soften und poppigen Songs klingt es auf "Homo Erraticus" ernster und ausgereifter. Die einzelnen Songs sind wesentlich verschachtelter mit vielen Versatzstücken. Der mitunter stellenweise sehr progressive Songaufbau erinnert eher an "Art"- anstatt an "Hart"-Rock... Aber so war es teilweise früher in den 70ern ja auch. Im Gegensatz zu TAAB2 finden sich auch neben Folk deutliche jazzige Anteile auf "Homo Erraticus".

All das trifft auf fast alle Songs zu. Erwähnen möchte ich aber "After These Wars" und "New Blood, Old Veins", die besonders gefällig gemachte Rocksongs sind. Auch mit den folgenden Tracks "In For A Pound" und "The Browning Of The Green" lädt Ian Anderson zu einer veritablen "Jethro Tull - Exkursion" ein. Sozusagen am Schluss dreht er noch mal auf. Sehr gefällig das Ganze. Etwas gedämpfter Rock zwar gegenüber den alten Zeiten, aber nicht minder anspruchsvoll und ausgesprochen gut gemacht. Am Schluss schließt sich der eigentlich musikalisch logische Aufbau des Albums. Der Songreigen endet mit "Cold Dead Reckoning" betont progressiv. Der Song ist eher ruhig aufgebaut und durchsetzt mit schrägen Folk-Elementen, komplizierter Struktur, Riffs und Klavier. Außergewöhnlich schönes Ende.

Ich komme im Ergebnis nach mehrmaligen Durchläufen zu der althergebrachten Empfehlung:

Hör zu !
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Rattenfänger hat wieder erfolgreich zugeschlagen!, 30. April 2014
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Audio CD)
Nun läuft auch Ian Andersons „Homo Erraticus“ in meinem CD Player. Ich glaube, er hat sich genauso gefreut, wie ich mich über dieses neue Lebenszeichen des alten Rattenfängers gefreut habe. Meine Frau kam hinzu und meinte abfällig: „Na hast Du Dir wieder so eine komische Progressiv Mucke angeschafft. Ein größeres Kompliment konnte sie gar nicht machen. Ja, „Homo Erraticus“ ist meinem Erachten nach wieder ein klassisches Progressiv Rock Album geworden. Ian Anderson und seine Mitstreiter haben die Geschichte des Gerald Bostock musikalisch wieder wunderbar umgesetzt. Als Fan von Jethro Tull habe ich mich sofort wieder Zuhause gefühlt. Wahrlich, Ian Anderson versteht es seiner Musik immer wieder neue Impulse zu geben, ohne seine Wurzeln zu verlassen. Die Musiker an seiner Seite verstehen ihr Handwerk.
Meine Lieblingssongs und zugleich meine Anspieltips sind: das fetzige und progige „Doggerland“. Hier dominieren die E-Gitarre und die Orgel. „Puer Ferox Adventus“ ist mit 7:13 Minuten der kleine Longtrack. Auch das klassisch anmutende „Meliora Sequamur“ ist für mich ein Highlight. „Tripudium Ad Bellum“ ist ein Intrumentstück, in welchem Ian Anderson seine Flöte so richtig aufleben lässt. Klasse! Mein absolutes Lieblingsstück auf dem Album ist aber das ruhige und besinnliche „After These Wars“.
Gelungen ist aber auch die stimmliche Unterstützung von Ryan O‘ Donnell. Besonders gut zu hören bei dem Song „New Blood, Old Veins“.
Ich kann jedem, der die Musik von Ian Anderson bzw. Jethro Tull mag, das Album „Homo Erraticus“ nur wärmstens empfehlen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein starkes Album, welches sich zu entdecken lohnt!, 23. April 2014
Von 
Mathias Pack (Nuembrecht) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Audio CD)
Ganz egal ob "Homo Erraticus" nun als ein Ian Anderson Album angepriesen und vermarktet wird, oder ob es unter dem Band- und Markennamen Jethro Tull veröffentlicht worden wäre, es klingt jedenfalls exakt so, wie man es von ihm und seiner Band erwartet.

Mit seiner ausdrucksstarken, urtypischen Stimme bildet Mastermind Ian Anderson so oder so das Erkennungszeichen seiner selbst, bzw. seiner Band Jethro Tull.
Lediglich ein Blick auf die Liste der an diesem Projekt beteiligten Musiker offenbart das es sich eben nicht um ein klassisches Jethro Tull Album der alten "Stammbesetzung" handelt.

Musikalisch bekommt der Fan genau das geliefert was er gerne hören möchte, nämlich ausgefeilte Melodien mit interessanten Texten, die mal sehr eingängig, dann wieder etwas komplexer daherkommen und zwischen den Genres des Folk- und Prog-Rock hin und her springen.

Ein magischer Mix: Einerseits der typische, klassische Anderson/Tull-Sound, andererseits doch alles irgendwie ganz frisch und unverbraucht.

Ein starkes Album, welches sich zu entdecken lohnt und ein 67-jähriger Ian Anderson der es schafft seiner "Marke", seiner Musik und seinem unverwechselbaren Querflötenspiel treu zu bleiben, ohne dabei ins Belanglose, ewig Gestrige abzugleiten.
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Homo Erraticus
Homo Erraticus von Ian Anderson
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