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140 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant!
Die dritte Staffel von Sherlock ist wohl speziell für die Fans der Serie gemacht! Die Drehbücher sind wie immer TOP: Brilliante Plots, perfekte Dialoge, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in Höchstform, Situationskomik vom Feinsten, alles trotzdem very British. Die erste Folge dreht sich vor allem um den "Tod" Sherlocks im Reichenbach-Fall. Ein...
Vor 3 Monaten von Sybylla veröffentlicht

versus
57 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die dritte Staffel - mehr Schein als Sein
Ich bin seit "A Study in Pink" ein absoluter Fan der Serie und ganz besonders von Benedict Cumberbatch. Nachdem die zweite Staffel die erste noch einmal übertroffen hatte, konnte ich die dritte kaum erwarten. Jetzt habe ich sie gesehen und bin, quasi gegen meinen eigenen Willen, enttäuscht.

Sicher, "Sherlock" ist immer noch eine gute, in manchen...
Vor 3 Monaten von Judith Schmidt veröffentlicht


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140 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant!, 14. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die dritte Staffel von Sherlock ist wohl speziell für die Fans der Serie gemacht! Die Drehbücher sind wie immer TOP: Brilliante Plots, perfekte Dialoge, Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in Höchstform, Situationskomik vom Feinsten, alles trotzdem very British. Die erste Folge dreht sich vor allem um den "Tod" Sherlocks im Reichenbach-Fall. Ein absoluter Geniestreich, wie der "Fall" aufgelöst wurde! Die zweite Folge steht im Zeichen der Hochzeit von John Watson. Ich hab Tränen glacht! Die Folge gleitet aber trotzdem nicht ins Lächerliche ab. Das Drehbuch ist fantastisch: Wenn man es genau nimmt zeigt der Film den Ablauf des Hochzeitstages von John und Mary von morgens bis abends allerdings mit vielen Flashbacks. Ich bin eigentlich kein Freund von Flashbacks, aber hier sind sie so brilliant eingesetzt, dass sich diese Folge wie ein Mosaik zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt: Es wird geheiratet, ein Fall wird gelöst, eine Trauzeugenrede wird gehalten (in kompletter Sherlock-Manier: Desaster und Brillianz treffen aufeinander. Die Rede ist legendär!). Und alle drei Dinge geschehen auch noch gleichzeitig!
Über die dritte Folge will ich nichts verraten (Spoiler!), aber es sei Folgendes gesagt: Der Bösewicht stellt meines Erachtens alle bisher dagewesenen Sherlock-Baddies in den Schatten, absolut atemberaubend gespielt. Was die Handlung betrifft, nur eines noch: Sauerstoffzelt bereitstellen! Es wird eine emotionale Achterbahnfahrt.

Es gibt einige Kritiker, die beanstanden, dass in dieser Staffel die Kriminalfälle zu kurz kommen und zu wenig Mord- und Totschlag herrscht. Diesen sei gesagt: Sherlock ist keine Detektivserie, sondern eine Serie ÜBER EINEN DETEKTIV! All denen, die lieber einen Mordfall nach dem anderen gelöst haben möchten, rate ich eher zu Tatort.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leicht formschwache Rückkehr, 20. Juni 2014
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray] (Blu-ray)
Helden wie Sherlock Holmes sterben nicht. Es muss nur der Begriff „Reichenbachfall“ genannt werden, um zu wissen dass nichts ist wonach es zunächst scheint. Sherlock ist im Finale der zweiten Staffel gezwungenermaßen in den Tod gesprungen, um das Leben jener zu retten, die ihm am meisten bedeuten. Aber eben nur scheinbar, das haben ja die letzten Sekunden vor den Credits gezeigt.
Und nun, nach zwei Jahren, in welchen es ihm gelang Moriartys kriminelle Organisation Stück für Stück im Ausland zu zerstören, taucht das Empathie-unfähige Ermittler-Genie mir nichts, dir nix wieder auf, nachdem „Bruderherz“ Mycroft ihn zurück nach England bestellt, weil Königin und Vaterland einer terroristischen Bedrohung gegenübersteht.
Also: Zurück ins Leben, zurück nach London, zurück zu den Freunden – die seinen gefakten Tod bis zu seiner Rückkehr nicht überwunden haben. Im Besonderen ist es John Watson, dem der gedachte Verlust seines Partners und besten Freundes am meisten zu schaffen gemacht und deutliche Spuren hinterlassen hat. Die unerwartete Wiedervereinigung des Duos gerät somit ausgesprochen emotional, allerdings ohne überglücklichen Empfang mit offenen Armen, wie man vielleicht erwarten würde.

Ich komme direkt auf die Stärke dieser dritten Season von „Sherlock“, die aber gleichzeitig einen direkt damit verbundenen Schwachpunkt in sich trägt.
Zwischen Sherlock und John wird so stark gemenschelt wie nie zuvor. Das ist schön. Das ist gut. Das verursacht zahlreiche berührende wie urkomische Momente, was mit dem von Sherlock frech eingeleitetem Wiedersehen seinen Anfang hat und einen Großteil der Handlungszeit dieser Staffel einnimmt. Vor allem ist es John, bei dem sich alle durch die Trauer aufgestauten Gefühle unkontrolliert entladen. Erst sprachlos und perplex, schmeisst er sich dann ruckartig auf Sherlock. Darauf folgt statt einer vor Freude überschäumenden Umarmung der Zwang, den Totgeglaubten eigenhändig zu erwürgen. Und was macht Holmes? Tut so, als sei sein langzeitiges Verschwinden eine einfache Lappalie, wofür er gleich die nächste Quittung in Form einer blutigen Nase kassiert.
Oh my dear, ich hab bei „Der leere Sarg“ Tränen gelacht, bis ich beinah auf dem Boden lag. *ggg*

Doch bei allem Humor, die ersten Töne werden ebenso vortrefflich übertragen.
Nie ausgesprochene, aber stets in der Luft liegende Worte fallen hier endgültig, und so bekommt Watson die Chance sich die Seele aus dem Leib zu sprechen, seine Gedanken- und Gefühlswelt zu offenbaren, zu zeigen, wie viel ihm Sherlock tatsächlich bedeutet… Die Wut und das Unverständnis, dass Sherlock ihm in den zwei Jahren nicht ein einziges, kleines Lebenszeichen zukommen ließ, ist so greifbar wie nix anderes.
Andersherum zeigt auch das Superhirn eine ganz neue Seite von sich. Obwohl weiterhin ein sozialer Trampel, bekundet er so offen wie nie die Selbstaufopferungsbereitschaft für seinen besten Freund, dessen anstehende Ehegattin Mary Morstan und alle anderen, die ihm lieb und teuer sind. Das gipfelt in einer Verzweiflungstat, die gleichermaßen überrascht wie schockiert.

Das Privatleben des detektivischen Duos bekommt demnach hier sehr viel mehr Raum als in den Staffeln zuvor. Jedoch auch mehr als die zu ermittelnden Fälle, die hier – mit Ausnahme der finalen Episode - fast schon zu einem nebensächlichen Element dieser Serie degradiert werden. Obwohl ich es jederzeit begrüße wenn sich Charaktere wie hier in „Sherlock“ ausgiebig entfalten dürfen, meine ich doch dass die Serienmacher hier ein klein wenig über das gewünschte Ziel hinausgeschossen sind. Die Auftaktfolge hätte vollkommen ausgereicht, die menschlichen Seiten der Charaktere intensiv auszuleuchten und die Wiederkehr Sherlocks in allen Zügen auszukosten. Leider zieht sich das Ganze noch weit in die mittlere Folge hinein, so dass „Der Leere Sarg“ und „Im Zeichen der Drei“ nur einen Bruchteil an Zeit für die Fall-Ermittlung zulassen. Gut, die Hochzeit der Watsons ist natürlich auch ein Anlass für ein entsprechendes Maß an Zwischenmenschlichem, doch so weit wie hier hat man sich vom alten „Sherlock“-Rezept noch nie entfernt. Einzig „Sein letzter Schwur“ besitzt das gewohnte wie gut funktionierende Gleichgewicht, so wie ich es seit Serienstart kennengelernt hab und seitdem bevorzuge. Ich kann nur hoffen, dass man sich bei der kommenden vierten Staffel wieder an die ersten Beiden orientiert, sonst verliert sich die Serie in mäßig spannenden Geschichten, in denen Sherlock und John kaum detektivische Arbeit zu leisten haben und Drama nebst Comedy die Oberhand gewinnen.

Und nun wieder die Episoden mit persönlicher Notenvergabe:

„Der leere Sarg“ – Ein urkomischer Beginn voller Situationskomik und Unmengen an Dialogwitz. Allein die Reaktionen von Lestrade, Mrs. Hudson und eben John Watson auf Sherlocks plötzliche Rückkehr – zum Niederknien. Dass der eigentliche Fall hier erst in der letzten halben Stunde richtig ins Rollen kommt, sei wegen der gewollten Fokussierung auf die Dramaturgie und den begleitenden Humor noch verziehen. Wie Sherlock seinen Tod nun wirklich vortäuschen konnte, darüber schweigen die Autoren. Vielleicht wussten sie ja selbst keine Antwort darauf. 4-5/5

„Im Zeichen der Drei“ – Ein sehr wildes Durcheinander aus banalen Späßen, sprunghaften Wechseln aus Anekdoten und „Mini-Fällen“, die von Trauzeuge Holmes während der Hochzeit von John und Mary vorgetragen werden, zu dem in den letzten 20 Minuten noch so eben der Blitzgedanke aufkommt:“Ach ja, es gibt ja noch einen Fall zu lösen“. Eine Episode, die bewusst aus dem Rahmen fallen will. Weiss nicht was ich von ihr halten soll, mir persönlich schmeckte ihre übermächtige Divergenz nicht besonders. 3/5

„Sein letzter Schwur“ – Wieder ein Finale, bei dem nahezu alles passt und in welchem Sherlock es mit einem Gegner zu tun bekommt, der selbst für ihn nicht zu knacken sein scheint. John hingegen wird mit einer Wahrheit konfrontiert, die sein frisches Eheglück bedroht. Herausragendes und überraschungsreiches Staffel-Ende, allerdings mit einem streitbaren, im Abspann eingeschobenen „Staffel 4“-Spoiler. 5/5

Fazit:
Amüsant, menschlich, dramatisch, verschroben – all das ist Staffel 3, ohne Frage. Nur bei Spannung und Kriminal-Fällen wurde hart auf die Bremse getreten, bedauerlicherweise. „Back to the roots, please“, das ist meine Bitte für die kommende Season.
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111 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfektes Fernsehen, 15. Januar 2014
Ich habe alle drei Folgen der 3. Staffel in den letzten Wochen auf BBC gesehen und es hat mich umgehauen. Das war so ziemlich das Beste was ich seit langer Zeit in TV oder Kino gesehen habe. Fantastische Schauspieler (bis in die kleinste Nebenrolle), großartige Story ( ich saß teilweise mit offenem Mund vor dem Bildschirm), mitreißende Dialoge und innovative Umsetzung, die man so im deutschen Fernsehen nicht findet. Daher kann ich es kaum erwarten die drei Folgen auf DVD immer wieder sehen zu können. Die ersten 2 Staffeln habe ich natürlich schon.
Ach ja, und Benedict Cumberbatch ist einfach eine Offenbarung :-)
Kann man auch 6 Sterne geben????
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 2 Jahren Wartezeit...., 9. Juni 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Der leere Sarg - Zwei Jahre sind vergangen nach dem furiosen Finish der zweiten Staffel.
Sherlock ist Tod.....so denkt es zumindest jeder...oder besser gesagt fast jeder.
Dann werden seine Dienste aber wieder benötigt und so reaktiviert Mycroft seinen Bruder in der Zeit Moriarty's Netzwerk lahmgelegt hat.
Nun steht ein Terroranschlag an und Sherlock kontaktiert Watson der vor Trauer immer noch gezeichnet ist.
Dieser verkraftet Sherlock's auftauchen dann auch nicht sonderlich gut, wie Sherlock an eigenem Leib erfahren muss.
Mary, Watson's Verlobte, hingegen schliesst den kauzigen Soziopathen ins Herz und vermittelt zwischen den Freunden.
Das Spiel hat erneut begonnen.

Im Zeichen der 3 - Sherlock's schwerster Fall: Er muss eine Rede für Watson und Mary zu deren Hochzeit schreiben und vortragen.
Erstaunlicherweise gelingt dies ganz gut und er erzählt u.a. einige Anekdoten über spannende Fälle.
Dabei muss Sherlock feststellen das er etwas übersehen hat und die Lösung näher liegen könnte als gedacht.

Sein letzer Schwur - Charles Augustus Magnussen ist ein mächtiger Erpresser und Zeitungsverleger der im Hintergrund die Fäden zieht.
Sherlock ist ihm auf der Spur aber fatalerweise ist C.A.M nicht das einzige Problem das er im Auge behalten muss.
Jemand aus unmittelbarer Nähe treibt ein doppeltes und lebensgefährliches Spiel.

Fazit:

Tja....was soll man da noch großartig schreiben?
Auch diese dritte Staffel ist nahezu perfekt inszeniert und lässt keine Wünsche offen.
Überraschungen, Wendungen und die Aufklärung des Cliffhangers aus Staffel 2 sind hier nur einige Punkte die diese Staffel zu einem echten Highlight machen.
Dialoge, Atmosphäre, Darsteller, Settings, Musik und Dramaturgie....alles passt.
Da eine vierte Staffel schon bestätigt wurde hoffe ich das es nicht wieder 2 Jahre dauert bis selbige erscheint.....obwohl: Hoffnung habe ich keine da gerade Cumberbatch und Freeman Hollywood-technisch stark eingespannt sind...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sherlock Staffel 3: Blu-ray Review, 7. Juni 2014
Von 
Century - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zur Serie und speziell zur dritten Staffel muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Fans von Sherlock wissen um die Genialität dieser Serie, und Staffel 3 stellt für mich persönlich (vor allem Episode 2) ohne Frage den bisherigen Höhepunkt dar! Ich möchte in meiner Rezension allerdings nicht auf den Inhalt dieser Staffel eingehen (das haben Andere bereits zuhauf getan), sondern lediglich ein/zwei Zeilen zur Blu-ray-Umsetzung schreiben.

Kurz ein Wort zur Aufmachung: Optisch präsentiert sich Staffel 3 im selben Stil wie die beiden Vorgänger. Den Start macht wieder ein Pappschuber, welcher leider mit einem festen FSK-Siegel versehen ist. Im Innern befindet sich dann das Amaray-Case (ohne Wendecover), welches die beiden Disks bereit hält. Auf den Disks selbst befinden sich schließlich die Episoden (ca. 261 Minuten) samt Bonusmaterial. Auf Disk 1 sind die Episoden 1 & 2, und auf der zweiten Disk befindet sich die dritte Episode samt Bonuszusatz.

Nun zur Bildqualität: Wer die Vorgänger-Staffeln (oder andere BBC-Produktionen) bereits in seiner Sammlung auf Blu-ray beherbergt, weiß um die brillante Qualität der HD-Ausgaben. Und auch bei dieser Veröffentlichung lassen sich die Macher nicht lumpen! Staffel 3 erstrahlt auf dem TV-Bildschirm im 1.78:1 Format und ist Bildtechnisch schlicht und ergreifend PERFEKT! Die Bildschärfe beispielsweise ist einfach nur awesome, denn sie weist keinerlei Mängel auf! Das Bild ist in allen drei Episoden glasklar - keinerlei Körnchenbildung! Die Detailvielfalt begeistert zudem zu jeder Sekunde, da jede Pore gezählt und jedes Detail erkannt werden kann. Und auch die Farbgebung ist satt, kräftig und dennoch nie überzeichnet. Die Blu-ray`s überzeugen zudem durch einen erstklassigen Schwarz- und Kontrastwert. Alles in allem lässt sich also sagen, das es ein echter Genuss ist, Sherlock in seiner dritten Staffel auf Blu-ray zu verfolgen. 5 Sterne!

Und zum Ton: Der Sound tut es dem Bild gleich und überzeugt in sämtlichen Bereichen. Geboten wird dem deutschen Zuschauer eine 5.1 DTS-HD Master Audio-Tonspur, die ein hervorragendes, räumliches Klangbild erzeugt, stets verständliche Dialoge bietet und kein akustisches Detail verschluckt! 5 Sterne!

Kurz und schmerzlos also: Die BBC liefert hier wieder einmal eine Blu-ray ab, wie sie besser nicht hätte ausfallen können. Bild und Sound bewegen sich konstant auf Referenz-Niveau und es ist somit ein Genuss, Staffel 3 der Erfolgsserie Sherlock in HD zu schauen! 5 Sterne
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als Staffeln 1+2, dennoch großartig! - Achtung ein paar Spoiler, geht nicht anders!, 12. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Mit der hier vorliegenden dritten Staffel von SH haben sich die Macher von den vorher beschrittenen Wegen entfernt. Diese Staffel ist mehr dem zwischenmenschlichen Verhältnis von Sherlock und John sowie dessen Beziehung zu Mary aber auch zu seinem Bruder Mycroft gewidmet. Wer also klassische "Deduktionen" eines SH wie aus Staffel eins und zwei erwartet - der liegt hier falsch!
Sherlock gerät in dieser Staffel auf die "menschliche" Seite seiner Existenz: wir sehen ihn weinen, leiden, küssen (schmacht! :-) ), um seinen Freund kämpfend, lachend - alle Bandbreiten der Existenz auslebend. Und ja, wir sehen ihn - gescheitert. (wenn man das Erschießen eines widerwärtigen Erpressers als Scheitern bezeichnen kann!) Einige kritisieren diese Staffel dafür, vor allem für das Ende des in den Medien aufgebauten neuen Gegners - ich kann das schwer nachvollziehen. Mir erscheint es sehr stringent, dass Sherlock einen Gegner in den Kopf schießt, genau dahin, wo nach seiner Logik dessen Bedrohungspotential existiert!
Aber von Beginn an: die erste Folge "Der leere Sarg" handelt vom Wiederauftauchen Sherlocks. Wir erfahren, was er die beiden Jahre gemacht hat, in denen alle Welt glaubte, er sei tot. Wir erfahren, wie sehr John in Sherlock einen Freund sah, wie er um ihn trauerte. Wir erfahren auch etwas über die Bruder/Bruder-Beziehung zwischen Sherlock und Mycroft - ehrlich: ich bin froh, dass mein Bruder so nicht drauf ist.... Im Endeffekt lernen wir in dieser Staffel auch, dass Mycroft nicht der "Dümmere" der beiden Brüder ist, sondern eigentlich der "Schlauere", und wie sehr Sherlock in seiner Kindheit auch unter seinem älteren Bruder leiden musste; der ihn aber auch immer wieder angetrieben und zu Höchstleistungen geführt hat (und noch führt!)
Eingeführt wird auch Mary, die neue Freundin von John (gespielt von Amanda Abbington, auch im "wahren" Leben die Partnerin von Martin Freeman). Dass diese Beziehung ernst ist, wird spätestens im 2. Fall klar ("Im Zeichen der Drei"), als sich diese Folge um die Hochzeit von John und Mary dreht.
Dennoch muss Sherlock in der 1. Folge erst einmal seinen Freund versöhnen, was ihm nicht so leicht fällt. Wie sehr er John getroffen hat mit seinem gefakten Tod, wird Sherlock ziemlich deutlich gemacht. Wer jedoch meint, es würde zweifelsfrei geklärt werden, wie Sherlock seinen Sprung vom Dach überleben konnte, der sei auch hier getäuscht. Die Autoren spielen ziemlich genial mit diversen Möglichkeiten und - wo ich mich hätte schlapp lachen können - mit dem Fan-Hype, der um diese Staffel zwei entstanden ist. Es endet in dieser Folge wie es enden muss: John gerät in Gefahr, Sherlock rettet ihn - und das Eis ist gebrochen (und der neue Gegner eingeführt!). Diese Folge ist übrigens die einzige in dieser Staffel, mit einem wirklichen Kriminalfall - aber das nur am Rande.
Die Folge 2 handelt, wie bereits gesagt, von John und Mary's Hochzeit. Falls er es nach seinem gefakten Tod noch nicht endgültig gemerkt hat, nun bekommt er es deutlich mitgeteilt: Sherlock ist John's bester Freund und er macht ihn zu seinem "Best Man", also seinem Trauzeugen. Aber Hilfe: zum Amt des Trauzeugen gehört nicht nur die Vorbereitung auf diesen wichtigen Tag (Mary's alter Freund, der kleine Junge - schmunzel!) sondern auch die Rede auf das Brautpaar. Diese gerät, wie nicht anders zu erwarten, ein wenig ausgefallener, als man das so kennt. Aber wir erfahren sehr viel über Sherlocks Gefühlswelt, die durchaus da ist, auch wenn man das manchmal nicht so meint! Während seiner Rede lässt Sherlock noch einige Fälle Revue passieren, löst so nebenbei noch zwei ungeklärte Fälle und, das hat mich wirklich tief bewegt, versichert John und Mary seiner unverbrüchlichen Zuneigung, und dem Versprechen, immer für sie da zu sein.
Was vermeintlich "rührend aber nebensächlich" zu sein scheint, entpuppt sich in Folge 3 (die sinnigerweise "Sein letzter Schwur" heißt!) als schwere Hypothek. Wir haben ja in den ersten beiden Staffeln schon so manches Bedrohungsszenario von Sherlock und John erlebt, aber was in dieser Folge passiert, ist einfach hammer! Ich will nicht alles verraten, aber die Szene, in der Sherlock angeschossen wird und im Grunde in den Tod geht - dies wird geschildert quasi aus dem Kopf von Sherlock hinaus. Ich saß vorm TV, mir blieb der Mund offen stehen - wie das gespielt wurde von Benedict Cumberbatch.. grandios! Diese Folge hat mich extrem berührt, mich fassungslos vorm TV kleben lassen, mich tagelang nicht losgelassen. Warum? Ansehen! Sie enthält ein paar erwartet unerwartete Wendungen und die oben bereits erwähnte Lösung ist - nun ja, für SH-Puristen wohl schwer erträglich, aber durch die Entwicklung der Charaktere in dieser Staffel wohl die einzig mögliche für Sherlock um seinen Schwur zu halten.
Der bereits so oft erwähnte Cliffhanger: ich weiß nicht, ob Moffat/Gatiss wirklich gehofft haben, einen neuerlichen Hype um ein Staffelfinale auszulösen oder nicht. Ob "Er" zurückkehrt, bleibt ebenso offen, wie der genaue Ablauf von Sherlocks vorgetäuschtem Todessprung - da können wir noch einiges erwarten. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann höchstens, dass ich die Figur des Gegenspielers Magnusson nicht wirklich ausgereizt fand. Ja, der Typ war widerlich, fast schon pervers und es hat mich alle Mühe gekostet, zu verstehen, wie Sherlock bei Johns Demütigung so ruhig bleiben konnte. Aber dennoch: es war fast ein wenig enttäuschend, wie schnell es vorbei war, und wie sehr dieser Gegenspieler so gehypt wurde.
Erwähnt werden sollte, wie wahrscheinlich so oft, die glänzende Chemie der beiden Hauptdarsteller, die sicherlich auch ein Teil des großen Erfolges ausmacht. Bleibt mir nur noch, inständig die Macher anzuflehen, uns nicht wieder 2 Jahre auf die nächste Staffel warten zu lassen - angesichts des Erfolgs der beiden Protagonisten wohl ein frommer Wunsch!
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74 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Good news for breathing - bad news for brainwork, 13. Januar 2014
Though breathing is not boring – not at all, obgleich Sherlock dies einst behauptete. Die Autoren und Regisseure haben sich bemüht, nach zweijähriger Wartezeit den treuen Fans eine saftige dritte Staffel zu bieten, und dazu eifrig neu experimentiert, mit Schnitt, Musik, Beziehungen, Emotionen, Wortspielen, Verwicklungen, Anspielungen, Dramatik, Witzen … doch leider gehen dabei die verzwickten Kriminalfälle ein wenig unter!

Zwei Jahre sind vergangen seit dem Reichenbach Fall, Moriartys eurasienweites Netzwerk ist endlich zerschlagen und just zur rechten Zeit kehrt Sherlock zu seinem Goldfisch John nach London zurück, um die Stadt zu retten und den 5. November ein weiteres Mal zu einem denkwürdigen Tag zu machen. Remember, remember!
Leider stellt sich heraus, dass jener Goldfisch mehr als bloß ein Drei-Sekunden-Gedächtnis besitzt, wenn es darum geht die jahrelange Täuschung durch Sherlock übel zu nehmen. Außerdem ist Sherlock offenbar nicht mehr der Einzige in Johns Leben, die Krankenschwester Mary scheint zugleich ernsthafte Konkurrentin und wirkungsvolle Komplizin um die Gunst Johns zu sein…

It is time to go on being Sherlock Holmes again. Doch wer ist Sherlock Holmes?
Mehr als je zuvor geht es in dieser Staffel um Beziehungen, und um die Vermenschlichung des soziopathischen Genies. Sherlock hat sich im Exil verändert; er zeigt sich offener gegenüber Menschen, und zugleich noch rücksichtsloser und manipulativer als gewohnt, außerdem hat der Zuschauer die Möglichkeit ihn schwächer und verletzlicher zu erleben als je zuvor.

Die Serie bietet in dieser Staffel (Vorsicht Spoiler) Sherlock schmutzig und zugewuchert, Sherlock zusammengeschlagen, Sherlock scherzend, ermutigend, tröstend, bangend, zitternd, schreiend, blutend, Sherlock mit seinem Hund, Sherlock in Zweifeln, Sherlock als Freund, Sherlock als Trauzeuge, Sherlock als Junkie, Sherlock als kleiner Bruder, Sherlock als Idiot, Sherlock als Sohn, Sherlock betrunken, Sherlock high, Sherlock in Krankenhaushemd, in einem Restaurant sitzend, essend, Sherlock als Mörder.
Wurde in Staffel 2 sich noch bemüht, das Bild des unantastbaren Übermenschen Sherlock Holmes langsam zu entschärfen, so wird es in Staffel 3 vollkommen neu gezeichnet. Die harte Nuss Sherlock wird geknackt, und das verletzliche Kind wird hervorgeholt. Dies geschieht zwar nicht auf ungeschickte, doch auf leicht gröbere Art und Weise als bisher gewohnt, die Autoren lassen ein wenig von der Subtilität und dem feinen Fingerspitzengefühl vermissen, mit dem sie zuvor so zu begeistern wussten.
Zwar bleibt der größte aller Detektive seiner Philosophie treu „Sentiment is a chemical defect found on the losing side“ – „you should never let it rule your head“, jedoch indem er ihrer Wahrheit immer öfter zu Opfer fällt und sich von der Liebe und dem Respekt für bestimmte Personen täuschen lässt.
Zugleich lässt sich erahnen, dass er tatsächlich seine Emotionen und seine Abhängigkeit von Anderen erkennt und akzeptiert, weist er während der Staffel doch des Öfteren auf die Abwegigkeit seines eigenen Lebensstils und die Unersetzlichkeit seiner Freunde hin. „I am ridiculous man, redeemed only by the warmth and constancy of your friendship“
Mit dem Verlust des Übermenschen Sherlock wird ein neuer Heldenstatus eingeläutet, der am Ende der Zweiten Staffel bereits vorgestellt wurde; Sherlock der Märtyrer, dem kein Opfer zu groß ist, um Leben, Sicherheit und Glück jener wenigen Menschen zu schützen, die ihm tatsächlich wichtig sind.(Spoiler Ende)

Sherlock Staffel 3 zielt auf Emotionen ab, und nicht auf das Gehirn. Es geht um die Beziehungen in Sherlocks Leben, um seine Freundschaft zu John und Mary, in dem immer wieder mit dem Bild der Eltern mit ihrem Kind gespielt wird, um die Hassliebe zwischen ihm und seinem Bruder, das Vertrauen zwischen ihm und Molly…

Zugleich ermöglichen die Autoren es dem Zuschauer, tiefer in die Welt einzudringen, in der die beiden leicht autistischen Brüder leben. Insbesondere durch intelligente und spektakuläre Mind-Palace Szenen, die häufiger und mit mehr Leichtigkeit in den Handlungsfluss mit eingeflochten werden und viel über Charaktere Sherlock und Mycroft aussagen.

Die drei Episoden sind großartig gemacht, rasant, schnell, witzig, geistreich, kreativ; der Handlungsfluss wird unterbrochen, vor und zurückgesprungen, die Ereignisse treten bruchstückweise auf und fügen sich wie Teile eines Puzzles ineinander. Gegensätzige und parallele Szenen werden auf geschickte und dynamische Weise miteinander verknüpft. Insbesondere hervorzuheben ist die Musik, die mit der Reanimation von Altem und der Entdeckung von neuen, überraschend anderen Melodien, getragenen, klassischen Klängen und schnellen, rockigen Passagen nicht nur die Thematik der Staffel wiederspiegelt, sondern auch bedeutend zu der ambivalenten Atmosphäre beiträgt, die sich zwischen leichter Komik und knisternder Anspannung hin und her bewegt.

Auch die Komik kommt nicht zu kurz. An allen Ecken und Kanten finden sich die gewohnten augenzwinkernden Verweise auf Conan Doyle, teils auch auf Doctor Who, und selbstverständlich die wohl bekannten Schlagabtausche zwischen Sherlock und John, und anderen von Zeit zu Zeit unerschrockenen Mitmenschen. Beinahe will man sagen, dass die Autoren über die Stränge schlagen, als sie in Episode 1 mit den eigenen Fans spielen, ihnen ihre wildesten, unmöglichen Fantasien vorgaukeln, um sie dann als eben das zu entlarven was sie sind; Schäume. Die Thematisierung mit sich selbst, der gewisse Grad an Selbstparodie und Eigenironie, die in „The Empty Hears“ verkörpert werden, mögen gerade im Falle dieser ersten Episode passend gewählte Mittel sein, ein Entgegenkommen an die empörten Fans, so wie damals von Arthur Conan Doyle praktiziert, zu imitieren, dennoch hegt man bloß den Wunsch, die Autoren hätten vielleicht etwas mehr Zeit in ihrem eigenen Mind-Palace verbracht, statt auf Tumblr, denn leider schafft es trotz guter Geschichten um außergewöhnliche Charaktere keine der Episoden den Zuschauer so zu fesseln wie noch in den vorhergegangenen beiden Staffeln.

Sind die Fälle auch kreativ, ausgearbeitet und mit einigen überraschenden Wendungen und faszinierenden Deduction-oder Mind-Palace-Szenen versehen, so bringt doch keiner von ihnen die grauen Zellen so zum glühen wie ein „Scandal in Belgravia“ oder ein „Reichenbach Fall“ es noch vermochten. Obgleich alle drei Folgen gut unterhalten, lassen sie den Zuschauer doch ein wenig hungrig zurück, wie Honig ohne Brot. Süß, doch nicht die vollständige Mahlzeit.

Die erste Episode, „The Empty Hearse“,(Vorsicht Spoiler) dient vor allem der Wiedereinführung der Charaktere und ähnelt in ihrer Struktur ein wenig der allerersten Folge “A Study in Pink”. Sie erfüllt ihre Funktion als Einleitung, beleuchtet die Leben der Charaktere, wirft Schatten auf spätere Folgen voraus und nimmt einen Fall á la Guy Fawkes von nationaler Wichtigkeit und relativer Einfachheit mit.(Spoiler Ende)

Die zweite Episode, „The Sign of Three“, hingegen hat eine entzückende Erzählweise, gibt viel über den Menschen Sherlock Preis, und ist alles in allem die perfekte „Hochzeit“ zwischen einer heiteren Geschichte und einem Mordfall, erinnert an das Durchblättern eines Sherlock-Holmes-Sammelbandes, mit Ausblicken auf viele verschiedene Geschichten und Momente, die die Freundschaft zwischen Holmes und Watson bestimmen, und weiß scheinbar triviale, alberne Moment zu einem Netz zu verbinden, mit dem man nach einem Mörder fischt.

Die dritte Episode, „His Last Vow“, (Vorsicht Spoiler)schlägt dunklere Töne an und lässt Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern werden. Hier darf nun der zuvor bereits angedeutete Schurke Magnussen endlich aufspielen und seine Fühler nach 221B Baker Street ausstrecken. (Spoiler Ende) Die Folge besitzt eine Intensität und eine Dramatik, einen Ernst, der fesselt und sie von den anderen beiden stark unterscheidet, mündet jedoch in ein eher fragwürdiges Ende...

Alles in allem haben Steven Moffat und Mark Gatiss einmal wieder eine hochkarätige, charmante, brillante Serie erschaffen, die viele großartige Elemente aufweise, den unsterblichen Charakter Sherlock Holmes feiert, und den Zuschauer oft in Atem hält, ob durch Komik, Dramatik oder Spannung. Leider fehlt der letzte, so wichtige, süchtig machende Schliff der großartigen, intellektuellen Raffinesse, die, entgegen den vorgegangenen Staffeln (insbesondere der großartigen Staffel 2) leider etwas verloren geht…

An Moffat und Gatiss : „This is your heart and you should never let it rule your head!"
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74 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spoiler- Sherlock Holmes lebt noch!- Spoiler Ende, 28. Januar 2014
Seit frühester Jugend ein Leser der Geschichten von Arthur Conan Doyle, ein Fan der alten Basil Rathbonefilme mutierte ich mit den Jahren zu einem Sammler mit der Idee so ziemlich alles zu besitzen was mit Mr. Holmes zu tun hat. Das geht natürlich nicht; zu viele Filme und Serien gibt es mit dem Meisterdetektiv aber dennoch für einen Kontinentaleuropäer ist meine Kollektion dank Amazon und ebay recht beachtlich.

Darum war ich auch vor einigen Jahren überrascht und skeptisch; eine Serie mit Holmes und Watson in der Gegenwart. Noch dazu mit dem kleinen Kerl den ich bis jetzt nur aus Komödien wie dem Ali G. film kannte .Holmes mit Mobiltelefon und Computer im Zeitalter von YouTube. Skeptisch aber dennoch gekauft.Und war überrascht; „Sherlock“ ist brilliant. Die Macher spielen gekonnt mit Zitaten aus den Geschichten, Sherlock Holmes wird modern und bleibt dem Original doch treu.

Hinzu kommt, dass die beiden Hauptdarsteller ihre Sache großartig machen. Martin Freeman ist ein sympathischer Dr. Watson, der so einiges mitmachen muss, der aber Holmes einfach mag, mit ihm arbeitet und sein Freund wird. Sein einziger Freund, denn da Holmes sich selbst gerne als ein „high functioning sociopath“ bezeichnet ist er ein sehr schwieriger Mensch und man benötigt wohl Engelsgeduld um mit ihm auszukommen. Benedict Cumberbatch geht in der Rolle völlig auf; ist schon dank seines Aussehens und der Stimme ein idealer Holmes und wird durch hohe vom Theater geschulte Schauspielkunst zu einem überragenden Sherlock. (Hat der junge Mann es doch tatsächlich geschafft Basil Rathbone auf meiner persönlichen „Wer ist der beste Holmes Darsteller“ auf den DRITTEN Platz zu schieben. Platz 1 immer noch unangefochten Jeremy Brett. Daran wird sich bis zum Ende der Welt nicht mehr ändern; Jeremy Brett IST Sherlock Holmes. Quasi ein Naturgesetz.)

Die Serie lebt auch in erster Linie von der Beziehung dieser beiden Männer. Eine ungewöhnliche, stellenweise berührende Freundschaft zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, und nebenbei auch mal nette Kriminalfälle lösen.

Als Fan der ersten Stunde hab ich mir auch die dritte Staffel gleich von amazon.uk vorbestellt, denn so lange bis die DVD bei uns rauskommt kann ich nun wirklich nicht warten.

Prompte Lieferung, sofort angesehen; und hat sich das Warten gelohnt? Ja, hat sich.

Die Staffel besteht wie auch zuvor leider nur aus drei, immerhin abendfüllenden Filmen.

„THE EMPTY HEARSE“ schildert die Rückkehr unseres Helden, der zwei ganze Jahre für tot angesehen wurde, damit er einen Terroranschlag auf London verhindern kann. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk der Geschichte dankenswerterweise wieder auf Watson und Holmes.
Denn anders als in der Originalerzählung „The empty house“ in der Holmes wieder auftaucht, Watson kurz in Ohnmacht fällt und sie kurz darauf wieder fröhlich auf Verbrecherjagd gehen, vergeht hier viel Zeit bis Watson davon absieht seinen Freund ins Gesicht zu schlagen oder zu würgen.

Hier geht es um zwei Charaktere; Holmes, der ein Genie ist , jedoch menschliche Gefühle nicht richtig zeigen oder deuten kann, der aber versteht, dass er Watson braucht; mehr als Freund denn als Partner, um nicht völlig zu vereinsamen und Watson, der verletzt und gekränkt ist, Holmes immer noch respektiert und bewundert und letztendlich wie immer nachgibt, da er versteht, dass Holmes eben ist wie er ist.
Ein netter Fall über einen Bombenanschlag aber in erster Linie eine menschliche Geschichte über Freundschaft.

In der zweiten Geschichte „THE SIGN OF THREE“ werden wir Zeuge wie Holmes „mind Palace“ funktioniert. Visuell beeindruckend und witzig zugleich. Und Watson heiratet, wobei Holmes in der Rolle des Trauzeugen wirklich überzeugen kann. Die Drehbuchschreiber werfen wieder freudig mit einigen Originalzitaten und Hinweise aus den Doylegeschichten um sich, aber vom Roman „THE SIGN OF THE FOUR“ bleibt bis auf die Namen zweier Charaktere wenig über. Dennoch eine der besten Folgen der ganzen Serie.

Bei „HIS LAST VOW“ bin ich mir nicht sicher ob es nicht DIE beste Sherlockfolge ist. (Ich tendiere allerdings immer noch zur allerersten „A STUDY IN PINK“) WAS für ein Antagonist für ein Staffelende. Die Autoren nehmen den ohnehin schon faszinierenden Charles Augustus Milverton aus der Kurzgeschichte „THE MASTER BLACKMAILER“ versetzen ihn in die Gegenwart und machen aus ihn, auch dank des großartigen dänischen Schauspieler Lars Mikkelsen einen der besten Bösewichte, den würdigsten Gegner für Sherlock Holmes.

Spitzenfolge, Watson und Holmes in Bestform, einige leider vorhersehbare aber doch nette Handlungstwists und nochmals mit Herrn Mikkelsen als erpresserischen Zeitungsmogul Charles Augustus Magnussen DEN besten Gegenspieler von Holmes ALLER Zeiten (Und ich kenn doch einige, muss aber zugeben, dass ich nie wirklich mit der Omnipräsenz von Moriaty in den Filmen einverstanden war)

Da ich nur die englische DVD habe kann ich auch nur dieses Produkt beschreiben. Es gibt hier also nur eine Tonspur, die ist Englisch, und es gibt Untertitel; englische.

Die BBC presst uns noch drei Extras rein; „Fan, Villains &Speculations“, „Shooting Sherlock“ und „The Fall“; das übliche Making off also mit Interviews von Machern, Schauspielern und Produzenten; kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

Die Staffel selbst ist grandios, beste Unterhaltung, mit drei Filmen wieder viel zu kurz, aber der obligate Cliffhanger am Schluss lässt hoffen, dass vielleicht noch eine vierte Staffel entstehen könnte. Das liegt allerdings in erster Linie bei den beiden Hauptdarstellern und ob die beiden auch in Zukunft Zeit finden neben ihren kleinen Kinoprojekten ala „The Hobbit“, „Star Trek“ und „Star Wars“ noch beste Fernsehunterhaltung zu drehen.

Denn genau das ist „Sherlock“; beste Fernsehunterhaltung.
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57 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die dritte Staffel - mehr Schein als Sein, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin seit "A Study in Pink" ein absoluter Fan der Serie und ganz besonders von Benedict Cumberbatch. Nachdem die zweite Staffel die erste noch einmal übertroffen hatte, konnte ich die dritte kaum erwarten. Jetzt habe ich sie gesehen und bin, quasi gegen meinen eigenen Willen, enttäuscht.

Sicher, "Sherlock" ist immer noch eine gute, in manchen Momenten auch großartige Serie, vor allem im Vergleich mit der Krimiserien-Massenware made in USA. Aber diese neueste Staffel ist eindeutig schwächer als die ersten beiden. Das liegt vor allem daran, dass Moffat und Gatiss die Haupt- zur Nebensache gemacht haben. In Staffel 1 und 2 stand nämlich jeweils der Kriminalfall in Mittelpunkt, die kongeniale Übertragung der Ideen von Conan Doyle ins London des 21. Jahrhunderts - spannend, überraschend und mit (selbst-)ironischem Humor (nicht nur) für Sherlock-Holmes-Kenner. Der Fall ermöglichte Sherlock, sein Genie und seine Macken zu zeigen, sowie seine Beziehung mit John weiterzuentwickeln.

In dieser Staffel ist es umgekehrt. Der jeweilige Fall ist nur noch dazu da, Sherlock deduktive "Kunststückchen" vorführen zu lassen, während John mehr oder weniger staunend daneben steht. Dementsprechend wirken die neuen Fälle wie Showeinlagen, bei denen es knallt, blitzt und die Zuschauer ohne viel zu denken ständig Oh! und Ah! rufen sollen. Die zu diesem Zweck großzügig eingestreuten "plötzlichen Wendungen" und "unglaublichen Enthüllungen" sind dabei so übertrieben, dass man sich nur noch über die Dreistigkeit wundert, mit der sie einem vorgesetzt werden. Ich möchte nicht spoilern und werde mich daher nicht weiter über "His Last Vow" auslassen, aber was kommt als Nächstes? Lestrade als Geheimagent des CIA? Mrs Hudson als Al-Kaida-Terroristin? Anderson als Sherlocks verschollener Bruder?

Unangenehm aufgefallen ist mir auch, wie penetrant in dieser Staffel das Loblied auf Freundschaft und Familie gesungen wird. Sherlock hält eine endlose Hochzeitsrede für John, feiert daheim im Kreise seiner Lieben Weihnachten und hängt mit Mycroft Erinnerungen über ihre Kindheit nach. Offenbar wollen uns die Drehbuchautoren damit zeigen, dass Sherlock letztlich auch nur ein Mensch mit Gefühlen ist. Schön, aber muss es deswegen gleich so kuschelig-betulich werden? Wo ist nur der "I don`t have friends!"-Soziopath Sherlock geblieben?

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich mich auf die nächste Staffel noch freuen, oder mich eher davor fürchten soll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Show must go on, 13. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Nach dem lesen der Rezensionen der neuen Staffel war ich etwas skeptisch, jedoch stehen die neuen Folgen den Vorgängern in nichts nach. Vielleicht sind die Fälle nicht ganz so spannend aber der Charme der handelnden Personen ist weiterhin ungebrochen. Witzig und souverän dirigieren die Protagonisten durch das London der heutigen Zeit.Die 1.Begegnung im Restaurant nach 2 Jahren ist sensationell komisch.Trotzdem überrascht Sherlock durch Vielschichtigkeit und einer bis dahin nicht gekannten Emotionalität.( Tragische U-Bahn Bombe, Hochzeitsrede).Als Neuling spielt sich Watsons Frau Mary perfekt in dieses Team und steht den Ermittlern in nichts nach.Locker,frech und herzlich zeigt Mary Ihre schauspielerischen Qualitäten zwischen diesen beiden "Schwergewichten der Serie".Aber auch Sie scheint Ihre eigenen Beweggründe zu haben und so gipfelt die letzte Folge wiederum im einem grandiosen Finale.

Mich überzeugt die 3. Staffel vollends und ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.
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Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs]
Sherlock - Staffel 3 [2 DVDs] von Nick Hurran (DVD - 2014)
EUR 18,99
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