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4.0 von 5 Sternen Die Geschichte der "Casa Wulff" in einem packenden Mix aus nachgestellten Spielszenen und originalen TV-Beiträgen dieser Tage, 17. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Der Rücktritt [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Rücktritt

Auch wenn am 27. Februar 2014 das Urteil in der als "Casa Wulff" in den Medien breit gewalzten Affäre um den ehemals die höchste Position im Staate innehabenden Christian Wulff gesprochen wurde, sieht es noch nicht so aus, als würde damit Ruhe in dieser Angelegenheit einkehren. Als Außenstehendem ist es einem kaum möglich, sich in der zu Beginn um Bestechlichkeit und im weiteren Verlauf der Ermittlungen und des Verfahrens dann vorgeworfenen Vorteilsnahme bzw. Vorteilsgewährung noch zurechtzufinden.

Ich muss sagen, dass es mich dann doch schon überraschte, dass man sich ausgerechnet beim Sender "SAT1", der dann doch eher für die etwas leichtere Art der Fernsehunterhaltung steht, dieses recht brisanten Themas annahm. Und auch wenn die Einschaltquoten mit gerade einmal um die 2,78 Millionen bei der TV-Premiere des zuvor groß beworbenen Doku-Dramas wohl weit unter den Erwartungen des Senders blieben, verdient das, was da am 25. Februar zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr gezeigt wurde, Respekt. Gänzlich ohne Häme oder bissig bösen Sarkasmus versucht Thomas Schadt als Regisseur und zugleich auch Drehbuchautor, sich in sachlicher Aufarbeitung des komplexen Themas anzunehmen. Unterstützt wurde er beim Schreiben des Drehbuchs dabei durch den vom "Spiegel" her bekannten Journalisten Jan Fleischhauer.

Nun also gibt es den im Ergebnis dieser Bemühungen durch die "UFA Fiction" entstandenen Film, der mich vor allem mit seiner Objektivität und Ausgewogenheit in seiner Darstellung für sich gewinnen konnte, verlegt vom Label "Spiritmedia" und im Vertrieb von "Koch Media", sowohl auf DVD als auch Blu ray zu haben.

Der Film rekonstruiert in einer schon beinahe als chronologisch zu benennenden Darstellung die Geschehnisse und Ereignisse im Leben Christian Wulffs in dessen letzten 68 Amtstagen als Bundespräsident. Unweigerlich damit verbunden, zeigt er natürlich auch, wie sich in dieser Zeit das Verhältnis zu seiner damaligen Frau Bettina gestaltete. Als sozusagen Countdown der achtundsechzig Tage im Film steht die erste Anfrage von Bild-Redakteur Martin Heidemann vom 20. November 2011 nach Wulffs Hausfinanzierung. Über die dann einsetzende Lawine medialen Interesses bis hin zum Rücktritt des Bundespräsidenten am 17. Februar 2012 berichtet der Film in einem absolut packenden Mix aus nachgestellten Spielszenen und verwendeten originalen Nachrichten- und Fernsehaufzeichnungen dieser Tage.

Der Film, der dabei natürlich trotz der spürbaren und gut gemachten Recherche auch rein fiktionale Elemente enthält, ermöglicht einem als Unbeteiligten einen realistisch wirkenden und nachvollziehbaren Blick hinter die Kulissen der Politik als auch der Medienwelt. Ohne hier eine Wertung der Geschehnisse aussprechen zu wollen, finde ich es, nun, nachdem ich den Film gesehen habe, erschreckend, wie manipulativ und beeinfluss- und steuerbar wir doch inzwischen schon von den Medien geworden sind.

Sowohl die DVD als auch Blu ray lagern in einem einfachen Standard-Case des jeweiligen Mediums mit auf der Front fest aufgedrucktem FSK-Hinweis. Die reine Filmlaufzeit beträgt um die neunzig Minuten. Das Bild kommt dabei im Format 16:9 (1,78:1) zur Ansicht.

Die hervorragende Bildqualität der reinen Spielszenen offenbart sich beim unmittelbaren Vergleich zu den im Film eingefügten Beiträgen der damaligen originalen Berichterstattung in den Medien. Das unmittelbare Gegenüberstehen von Realität und Film bringt zudem auch ganz klar zum Ausdruck, wie gut die Darsteller in der Verfilmung sind. Das meine ich jetzt weniger in Bezug auf das Aussehen zu den Originalen, sondern vielmehr beurteilt zur erbrachten schauspielerischen Leistung.

Als Ehepaar "Wulff" liefern Kai Wiesinger und Anja Kling eine rundum überzeugende Leistung ab. Sie schaffen es dabei, den von ihnen dargestellten Figuren auch eine persönlich und menschliche Note zu geben, was dem Film zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht. Weitere Namen von Darstellern wären die von Valerie Niehaus, Thorsten Merten, Holger Kunkel und Ingo Hülsmann neben noch vielen anderen.

Die Gestaltung der Menüs ist übersichtlich und gut bedienbar. Neben der Möglichkeit mit der Wiedergabe über "Film Starten" zu beginnen, können zwölf in kleinen Fenstern dargestellte "Kapitel" aufgerufen und gewählt werden. Schön ist, dass es neben dem "Trailer" zum Film auch ein gut 17 Minuten laufendes interessantes "Making of" als Extra gibt.

Tonbewertung:

Wie schon beim Bild kann auch der deutsche Ton, sowohl von DVD als auch Blu ray, überzeugen. Durchaus nicht üblich für TV-Produktionen, wird er von der DVD als 5.1- Mix und von der Blu ray sogar als DTS HD-Master Audio 5.1 angeboten. Alle in dem Film zu erlebenden Darsteller sind in deren Wort stets gut verständlich. Florian de Gelmini war für die im Film zu Gehör kommende Musik verantwortlich. Optionale Untertitel für Gehörlose oder Hörgeschädigte werden leider nicht angeboten.

Gesamteindruck:

Mich hat der hier vom Label "Spiritmedia" im Vertrieb von "Koch Media" sowohl auf DVD als auch Blu ray veröffentlichte Film überzeugt. Er ist gut recherchiert und realistisch inszeniert. Fiktionale Elemente wurden nicht sensationslüstern oder übertrieben eingefügt sondern nur, um die Filmhandlung und die reale Geschichte zu einen.
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4.0 von 5 Sternen Der Rücktritt, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Rücktritt (DVD)
Wenn man die Tageszeitung aufschlägt, findet man immer wieder neue Berichte über unsere Politiker. Sie werden für ihre Leistungen gelobt oder verteufelt oder man sieht sie händeschüttelnd mit anderen Größen der Politik. Manchmal kommt es aber auch zu einer richtig dicken Schlagzeile, zum Beispiel wenn ein Politiker von seinem Amt zurück tritt.

Von Anfang Dezember 2011an waren die Zeitungen täglich voll mit Berichten über Christian Wulff. Denn dieser trat am 17. Februar vom Amt des Bundespräsidenten zurück. Als Grund gab er das geschwundene Vertrauen an, wobei die Staatsanwaltschaft in Hannover nur einen Tag vorher die Aufhebung seiner Immunität wegen Verdacht der Vorteilsnahme beantragt hatte, damit die Ermittlungen beginnen konnten. Im Mittelpunkt standen unter anderem die „Kreditaffäre“ und die „Medienaffäre“. Knapp einem Monat nach dem Rücktritt – genauer gesagt am 8. März 2013 – wurde Wulff mit einem „Großen Zapfenstreich“ der Bundeswehr verabschiedet. Was im Übrigen nicht überall auf Gegenliebe stieß.

Wer wissen möchte, was in der letzten Tage vor dem Rücktritt von Wulff alles passierte, kann sich mit der DVD Der Rücktritt aus dem Hause Spirit Media einen kleinen Überblick verschaffen. Kai Wiesinger und Anja Kling übernahmen hier die Rolle des Ehepaares Wulff, die Beide hervorragend spielen. Dem Zuschauer werden hier die letzten 68 Tage vor dem Rücktritt gezeigt, der – wie schon erwähnt – am 17. Februar stattfand. Nicht nur die politische Seite ist hier zu sehen, sondern auch, dass sein Privatleben komplett von der Presse auseinander genommen wird. Wer sich für die Affäre interessiert, kann mit dieser DVD keinen Fehler machen – ich persönlich fand den Film sehr interessant.
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4.0 von 5 Sternen super spannend, 7. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Rücktritt [Blu-ray] (Blu-ray)
In vielen Filmen bekommt man ja mittlerweile alles als wahre Begebenheit verkauft. In diesem Falle ist das aber auch so, denn dieses Drama erzählt die Geschichte unseres ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und legt dabei natürlich besonderen Wert auf seine diversen Verfehlungen.

Zwischendurch gibt es immer wieder Einspielungen des Originals, die mich seltsamerweise in diesem Streifen gar nicht gestört haben, obwohl mir das Subgenre Doku-Drama eigentlich weniger zusagt.

Zudem gelingt es den Machern, einen Film bei dem man eigentlich alle Details kennt, so zu gestalten, das er spannender ist als die meisten Thriller, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Mit Kai Wiesinger und Anja Kling in den Haupt- und bis in die kleinste Nebenrolle vorzüglich besetzt, entstand dieser Film in Zusammenarbeit mit Jan Fleischhauer, Redakteur des SPIEGELS, so dass man davon ausgehen kann, dass dies hier alles ausgezeichnet recherchiert wurde.

So ist dieser Streifen sowohl für Menschen interessant, die die Geschichte in den Medien verfolgt haben, als auch für die, denen diese Affäre bislang am Allerwertesten vorbeiging.

Auf der anderen Seite zeigt er aber auch auf, wegen welchen Nichtigkeiten Wulff gehen musste und wie seine Privatsphäre von der Presse komplett ignoriert wurde. Ich bin politisch nun wahrlich nicht auf der rechten Seite angesiedelt, doch was man da mit dem Mann veranstaltet hat, war wirklich unter aller Sau. Aber dazu hat sicher jeder eine andere Meinung – insbesondere nach diesem äußerst gelungenen Streifen. (videotie.de)
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film mit Kinopremiere! So könnte es gewesen sein...., 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Rücktritt (DVD)
Ich war am Montag in der Kinopremiere in Berlin und bin total begeistert (wie auch das gesamte Publikum). Hier passt alles und die Besetzung mit den Schauspielern ist auch mehr als gut gelungen. Neben den Ähnlichkeiten und der angenommenen Körpersprachen der nachgespielten Personen sind auch die schaupielerischen Leistungen der Darsteller insgesamt mit Spitze zu bewerten. Auch das Drehbuchuch unter journalistischer Mithilfe von Jan Fleischhauer (DER SPIEGEL) umzusetzen merkt man dem Film inhaltlich an und es gibt dabei fesselnde Einblicke der letzten Tage Christian Wulffs bis zum Rücktritt. Dokumentarische Elemente zur Untermauerung mit einzuseten verstärken dies und sind ein billianter Mix aus Wirklichkeit und Fiction, die einen von der ersten bis zur letzten Minute des Films fesseln.
Mehr zur DVD- oder Blu-ray-Qualität nach dem 20. März (mal sehen was ich kaufe).
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intensiv, eindringlich, 26. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Rücktritt (DVD)
Intensiv, eindringlich inszeniert, in Edel-Optik gefilmt, sehr spannend, nur momentweise zu melodramatisch. Tolle Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material - dass die Schauspieler den Originalen nicht perfekt ähneln, stört nicht (Anja Kling hat allerdings deutlich mehr Format als die Vorlage, Bettina Wulff).

Anders als die auf ihre Art auch unterhaltsame Guttenberg-Verfilmung desselben Senders kommt das Wulff-Drama ohne drastische Satire, ohne triefende Schadenfreude aus. Ich kann den Realitätsgehalt nicht beurteilen; seltsam wirkte, dass sich der gespielte Bundespräsident mit den immergleichen drei Beratern umgab; deren Einflüsterungen ist er ganz und gar hörig, er trifft kaum eigene Entscheidungen, und wenn, dann sind sie falsch. Gejagt und geführt von Mitarbeitern, Anwälten, Journalisten, junger Ehefrau - ein Wulff im Schafspelz, wie es auch im Film einmal heißt? Stimmt das so?
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Der Rücktritt
Der Rücktritt von Thomas Schadt (DVD - 2014)
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