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5.0 von 5 Sternen Sklavin wider Willen
Wir schreiben das Jahr 1066. In der Handelsstadt Haithabu macht der Wikinger und Schmied Askell einen Zwischenhalt, um sich eine Sklavin zu besorgen. Bei der Hure Svana wird er fündig: Sie hat erst kürzlich die Fränkin Sophia bekommen. So begleitet Sophia ab sofort Askell auf seiner Heimreise in den hohen Norden. Die Reise ist sehr beschwerlich, es ist...
Vor 17 Monaten von Smilla507 (S. Degenhardt) veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebesschnulze
Das Buch hat eigentlich ganz gut angefangen, wurde aber mit der Zeit sehr vorhersehbar und eine richtige Liebesschnulze. Schade, aus dem Stoff könnte man(n) doch wirklich mehr machen. Ansonsten mliest es sich aber ganz flockig.
Vor 14 Monaten von Andreas Schiendorfer veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sklavin wider Willen, 3. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Wir schreiben das Jahr 1066. In der Handelsstadt Haithabu macht der Wikinger und Schmied Askell einen Zwischenhalt, um sich eine Sklavin zu besorgen. Bei der Hure Svana wird er fündig: Sie hat erst kürzlich die Fränkin Sophia bekommen. So begleitet Sophia ab sofort Askell auf seiner Heimreise in den hohen Norden. Die Reise ist sehr beschwerlich, es ist kalt, nass und Sophia knabbert an ihrem Schicksal; sie wünscht sich sehnlichst die Freiheit. Dennoch ist Askell ihr ein guter und erstaunlich fürsorglicher Herr, der sich um sie sorgt. Unterwegs kommt auch noch der Mönch Aidan hinzu, den Askell ebenfalls als Sklaven ersteht. Die Drei geben ein sonderbares Gespann ab, das mit der Zeit zum eingeschworenen Team wird. Denn jemand trachtet Askell nach dem Leben und Kämpfe stehen bevor.

Es ist schon länger her, dass ich den letzten Wikingerroman gelesen habe. Und ich muss sagen: Ich bin froh, auf dieses Buch gestoßen zu sein! Sabine Wassermann – vielen wohl eher als Isabel Beto bekannt – hat sehr flüssig und spannend geschrieben. Ich konnte das Buch von der ersten Seite an kaum aus der Hand legen, weil ich jedes Mal total in die Geschichte um Sophia und den raubeinigen Askell vertieft war. Beide sind geheimnisvolle Gestalten, deren Vergangenheit nur langsam Preis gegeben wird, was die Spannung nur noch anstachelt. Anschläge auf Askells Leben, sowie Sophias Störrigkeit und anfängliche Schweigsamkeit tun ihr Übriges, um das Geheimnisvolle und Spannende zu schüren. Neben den beiden Hauptprotagonisten hat mir übrigens auch Aidan, der Mönch, sehr gut gefallen. Obwohl Norwegen zu dem damaligen Zeitpunkt schon als christianisiert galt, glaubten doch viele Menschen der norwegischen Bevölkerung beiden Glaubensrichtungen. Askell dagegen glaubt ausschließlich an die nordischen Mythen, Götter und Legenden. Aidan sieht seine Aufgabe und Verantwortung darin, nicht nur Askell vom christlichen Glauben zu überzeugen, sondern auch die anderen Menschen, und das sogar unter Einsatz seines Lebens!
Historische Hintergründe lässt die Autorin in die Handlung einfließen, was ich als sehr angenehm empfand und beschreibt äußerst anschaulich das Leben zur damaligen Zeit im hohen Norden. Auch dass die Geschichte niemals trivial oder kitschig wird, gefiel mir sehr gut. Das Ende und die Auflösung einiger Geheimnisse kamen für mich leider etwas zu plötzlich, da hätte ich ausnahmsweise gerne mal etwas mehr gelesen. Im Anschluss gibt es ein Glossar mit den nordischen Begriffen und Persönlichkeiten, die erklärt werden. Leider fehlte dem Buch eine Karte. Ich war anfangs von dem Begriff der „Fränkin“ etwas verwirrt, was nichts mehr mit dem Franken von heute zu tun hatte. Aber dafür gibt’s ja Google. ;)
Fazit: Ein wirklich schöner, faszinierender und fesselnder Roman! Für Fans von historischen Romanen ohne Kitsch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haithabu, 1066., 23. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Haithabu, 1066. Die junge Sophia hat Schlimmes hinter sich als sie in der Hafenstadt von Askell, einem Wikinger und Schmied, gekauft wird. Anschließend muss sie sich mit ihm, seiner Schiffsmannschaft und einem spontan gefangen genommenen englischen Mönch, Aidan, auf die Reise gen Norden begeben. Aidan wird schnell zu Sophias Anker, denn sie kommt ihrer Situation nicht zurecht. Sie ist die Tochter eines Kürschners und hat - entgegen der damaligen Rollenverständnisse - viel von ihrem Vater gelernt und weiß sich eigentlich im Leben zu behaupten. Und so beherrscht die Trauer um den Verlust ihres bisherigen Lebens und ihrer Freiheit, aber auch die ersten Gedanken an eine Flucht, die Tage auf dem Schiff… Darüber übersieht Sophia auch, dass Askell sich ihr gegenüber fair verhält, sie in Ruhe lässt, ja, sogar versucht, ihr einiges recht zu machen. Und sie übersieht, dass der stolze Wikinger ähnlich einsam ist wie sie selbst…
Doch Askell ist auch ein Anhänger der alten Religion seines Volkes und dieses Thema nimmt auch große Teile des Buches ein: die Auseinandersetzung zwischen dem alten und dem neuen Glauben ist streckenweise sehr gewalttätig und stößt auf beiden Seiten auf großes Unverständnis. Askell und Aidan werden im Laufe des Romans eine sehr eigentümliche Schicksalsgemeinschaft, die dann aber doch zeigt, dass ein Zusammenleben möglich sein kann und muss. So ist für mich nicht nur die spannende Handlung vor den religiösen Veränderungen dieser Zeit nicht nur entscheidend, sondern auch die sehr glaubhafte Entwicklung der Personen, die für mich nicht von Anbeginn sofort allesamt liebenswert sind, sondern bei denen auch bei mir ein Prozess eingesetzt hat, der meine Sympathie stetig hat wachsen lassen. Das ist übrigens etwas, das die Autorin Sabine Wassermann bei mir bislang bei jeden Buch, das ich von ihr gelesen habe, geschafft hat: dass sich meine Gefühle zu den Figuren während des Lesens immer weiter entwickelt und gefestigt haben. Und so sind mir auch bei "Die Wikingersklavin" die Hauptpersonen allesamt ans Herz gewachsen. Hinzu kommt, dass mich mal wieder einige völlig unerwartete Wendungen überrascht haben, was für mich auch einen wirklich guten Roman ausmacht, denn unerwartete Veränderungen - die glaubhaft sind - machen für mich ein Buch definitiv lesenswerter.

Kurzum: Gelungene Unterhaltung, die in einer für mich ungewöhnlichen Zeitspanne spielt und mich noch einiges über die Wikinger und deren Christianisierung gelehrt hat. Die Geschichte Sophias ist vor diesem Hintergrund sehr gut erzählt - ohne jeden Kitsch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zeit der Wikinger., 1. April 2014
Von 
M. W. Broscheit "porthos" (nahe Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Kindle Edition)
Nordeuropa zu Beginn des zweiten Jahrtausends, der Halleysche Komet steht deutlich sichtbar am Himmel und in der Nähe von Bremen wurde eine Siedlung von friesischen Banditen überfallen. Dabei wurde eine junge Frau, fast noch ein Mädchen (Sophia) entführt und in dem Handelszentrum Haithabu (an der Schlei) an einen norwegischen Händler (kein typischer Wikinger) verkauft.
Erzählt wird die Geschichte dieses verschleppten Mädchens (Sklavin) überwiegend aus ihrer Sicht, dabei gelingt es der Autorin den Leser mit auf eine bildhafte Reise in diese Ecke der mittelalterlichen Welt zu nehmen. Obwohl die Perspektive damit kaum irgendwelche geopolitischen Ausblicke erlaubt, erfährt die Erzählerin und damit der Leser auf glaubwürdige Weise dennoch etwas über die Geschehnisse außerhalb ihres logischerweise beschränkten Gesichtskreises.

1066 war das Jahr in dem Wilhelm der Eroberer von der Normandie aus England eroberte, zuvor war der norwegische König Harald Hardrade (der Harte) vom englischen König Harald II (Harald muss damals ein sehr beliebter Name gewesen sein) in der Schlacht von Stamford Bridge vernichtend geschlagen worden. Diese Nachricht, ebenso wie die vom anschließenden Sieg Wilhelms über Harald II, erreicht das kleine norwegische Dorf, indem Sophia inzwischen lebt, über die wenigen Überlebenden aus Hardrade's Heer und reisende Händler und hat großen Einfluss auf die Menschen der Siedlung.

Zur eigentlichen Handlung des Romans möchte ich nicht mehr verraten, da die Handlung von einigen abrupten Überraschungen und Wendungen lebt.

Sabine Wassermann gelingt es auch in diesem Roman wieder lebendige und glaubwürdige Charaktere in fremden Umgebungen zum Leben zu erwecken. Landschaften und Nebenfiguren entstehen vor dem inneren Auge der Leser, genau wie die Hauptfigur. Ihre Frauenfiguren sind angenehmerweise keine Amazonen, die sich wie Männer durch die Abenteuer schlagen, sondern der jeweiligen Zeit angepasst und zeigen dennoch Zähigkeit und Überlebenswillen, eine relativ ungewöhnliche, interessante Perspektive. Das Ganze am Ende der Epoche, die gemeinhin als Wikingerzeit angesehen wird und die gegen Ende des 8. Jahrhunderts begonnen hat. Sie endete mit der zunehmenden Verbreitung des Christentums und einer Erstarkung der zentralen, politischen Kräfte.

Fazit: Interessanter, gut erzählter, historischer Roman mit glaubwürdigen Charakteren und auch einer kleinen Portion Romantik.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Geschichte in einer außergewöhnlichen Zeit, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Da Sabine Wassermann zu meinen bevorzugten Autorinnen gehört, war ihr neuestes Werk natürlich ein Muss für mich. Zudem widmet sie sich darin einer Zeit, die ich äußerst interessant finde. Sie hat das 11. Jahrhundert in Norwegen als Handlungsort gewählt und vor dem Hintergrund der Christianisierung der Wikinger eine spannende Geschichte um eine Sklavin erdacht.

Die Fränkin Sophia wird bei einem Überfall geraubt und in einem Hurenhaus in Haithabu an den Wikinger Askell verkauft. Gemeinsam mit ihm und dem Mönch Aidan, der ebenfalls Askells Sklave ist, begibt sie sich auf die Reise nach Norwegen. Sie kann sich nicht mit ihrem Dasein als Sklavin abfinden, ihr neuer Herr ist ihr zuwider, obwohl Askell ihr keine Gewalt antut. Erst als er Opfer eines Anschlags wird, kommen sich die beiden langsam näher. Doch nach wie vor will sie zurück in ihre alte Heimat. Bei einem erneuten Fluchtversuch löst sie Ereignisse aus, die sie nicht mehr ungeschehen machen kann, obwohl sie endlich erkennt, dass sie mit Askell etwas verbindet.

Sabine Wassermann versteht es immer wieder auf großartige Art und Weise, mich in fremde Welten und Zeiten zu versetzen. Die Beschreibungen der norwegischen Landschaften und der Wikinger sind so realistisch, dass ich mich neben Sophia wähnte. Mit Askell hat sie eine überaus interessante Figur geschaffen, die zwischen dem alten Glauben und seiner Familie hin- und hergerissen ist. Auch der Mönch Aidan hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil er ein hilfsbereiter und sehr gläubiger Mensch ist. Sophia ist zunächst verbittert und verängstigt, was ich durchaus nachvollziehbar fand. Erst im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Frau.

In die spannende Geschichte um Sophias Schicksal hat die Autorin Ereignisse aus der Zeit der Christianisierung Norwegens eingeflochten. So wird z. B von der Eroberung Englands durch die Normannen und die Beteiligung Norwegens an dieser berichtet. Sehr interessant fand ich auch die alten Sitten und Riten der Wikinger, die immer wieder Erwähnung finden. Das ausführliche Glossar am Ende des Buches ist sehr hilfreich.

Fazit:
„Die Wikingersklavin“ konnte mich durch die spannende Handlung und die außergewöhnliche Zeit, in der die Geschichte spielt, voll und ganz begeistern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergebe deinen Feinden, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Bevor Askell die Rückreise antrat, wollte er eine Sklavin erwerben. Trotz ihres zerlumpten und desinteressierten Aussehens hat der Wikinger die junge Fränkin Sophia gekauft. Mit ihr und einem Mönch begab sich Askell auf ein Handelsschiff, dass ihn und einige Männer nach Hause brachte. Sophia hoffte, dass es auf der Reise eine Möglichkeit zur Flucht ergab. Die ergab sich schneller als erwartet, denn Askell wurde niedergestochen und über Bord geworfen. Der Mönch und Sophia nutzten die Gelegenheit und gingen auch über Bord. Anstatt jedoch ihre Möglichkeit zur Flucht zu nutzen, kümmerten sie sich um den verletzten Askell. Eine mühselige Reise durch die derbe Natur des Nordens begann. Der Kampf gegen das Sklavendasein trübte Sophias Blick und verwehrte ihr somit ein Recht auf Glück.

Es ist eine tolle Geschichte, die nicht nur den Kampf gegen Sklaverei, sondern auch den Kampf gegen die Vorherrschaft des Christentums beschreibt. Der Kampf ums Überleben treibt jeden an, sodass aus Feinden Freunde werden, aus Hass wird Liebe aus Freunde Feinde. Der Wille zum Leben ist stärker – egal wie, wann und wofür. Der Glaube des Christentums gegen die alten Götter – ein Kampf zwischen Ritualen, Traditionen und Umbruch. Dazu die Landschaft Skandinaviens und eine Zeitepoche, die aus Gewalt und Kriegen besteht. Wikinger hatten einen sehr kämpferischen und furchtlosen Ruf. Genau das hat die Autorin in ihrer Geschichte gut beschrieben. Düster, Hart und gewalttätig kommt die Geschichte rüber und dennoch mit ein paar Lichtblicken. Auch die Figuren in dieser Geschichte versuchen sich erst teilnahmslos der Situation anzupassen, aber dann sich aufzulehnen. Die Autorin hat auch gut die Veränderung beschrieben, die die Propagandisten durchleben.

Ein wirklich spannender historischer Roman, der die damalige Zeit gut beschreibt.
Das Cover finde ich sehr schön und richtig passend für die Geschichte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packende Geschichte, die im heutigen Norwegen spielt, 10. Dezember 2013
Von 
Ulla L. "Ulla" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung:
Ich habe ja schon sehr viele historische Bücher gelesen, aber dies war mal etwas ganz anderes. Über das Leben der Wikinger habe ich persönlich bisher wenig gelesen. Um so mehr hat mich dieses Buch interessiert. Viele Orte, die genannt wurden, sind mir gar nicht bekannt und ich habe erst einmal geforscht, wie die Orte heute heißen und ob es sie überhaupt noch gibt. Es war sozusagen eine große Geschichtsstunde.
Sicher weiß ich einiges aus der Geschichte der Nordländer, denn während meiner Urlaube vor Jahrzehnten habe ich mich natürlich überall umgesehen und auch einiges aus der Vergangenheit erfahren.
Wie erwähnt, hat mich dieses Buch interessiert und dann hat es mich auch gefesselt. Sophia eine junge Christin aus einem Dorf in der Nähe von Bremen kommt auf verschlungenen Wegen nach Haithabu, was damals ein großes Handelszentrum für Dänen war. Anfangs kam mir das Mädchen etwas sehr naiv vor und sie machte viele Fehler. Dann habe ich aber auch ihr Alter erfahren und gedacht, dass heutzutage die Mädels mit 17 auch nicht gerade sehr erwachsen und vernünftig sind.
Askell, der Schmied, der sie als Sklavin mitgenommen hat, war mir sympatisch. Er war eben ein Mann aus der Zeit und doch sehr verständnisvoll Sophia gegenüber. Den jungen Mönch Aidan mochte ich ebenfalls, ich fand seine Entscheidungen und wie er sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat, sehr gut.
Alle drei wurden während des Lesens meine Freunde und ich habe mit ihnen gezittert und war gespannt, was sie erleben und ob sie überleben, denn sie waren vielen Gefahren ausgesetzt.
Ich gehe jetzt mal davon, dass die Autorin alles gut recherchiert hat und deshalb konnte ich nebenbei vieles aus dem Leben der Menschen erfahren. Es war eine schwere Zeit, sie sollten sich alle taufen lassen, huldigten aber ihren anderen Göttern weiterhin.
Ich weiß nicht, ob es mir gefallen hätte, in dieser Zeit zu leben. Obwohl, wenn es friedlich gewesen wäre, hätten alle ein angenehmes Leben gehabt. Aber es war die Zeit der Überfälle und Kämpfe um Königsthron.
Oft sind die Nordmänner in England eingefallen und die Dänen in Norwegen und das gegenseitige Bekämpfen nahm einfach kein Ende. All dies spielt auch im Leben der Protagonisten eine große Rolle. Immer war etwas anderes.
Zum Buchcover möchte ich doch etwas kritisches loswerden. Wenn ich es mir genau ansehe, kommen mir große Zweifel, ob vor 1000 Jahren die Frauen wirklich solche figurbetonten Kleider getragen haben. Aber ich lasse mich natürlich auch hier gerne belehren.

Fazit:
Spannend wurde über das Leben während der Christianisierung in Skandinavien geschrieben. In diesem Buch finden sich neben der Spannung aber auch Liebe und Drama wieder. Es packt einen und ich kann es wirklich empfehlen. Ich gehe sogar so weit und meine, dass ich mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen könnte. Mit Sicherheit würde ich dieses Buch dann auch lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 20. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Haithabu, Hafenstadt in Dänemark, im Jahr 1066. Hierhin, in ein Hurenhaus, hat es die junge Sophia verschlagen. Friesen überfielen ihr Dorf bei Bremen, erschlugen ihren Vater und verschleppten sie. Der Wikinger Askell kauft sie der Hurenwirtin ab. Als seine Sklavin soll Sophia sein Bett wärmen. Durch einen Zufall gerät auch der Mönch Aidan in Askells Besitz.
In Norwegen jedoch läuft nicht alles nach Askells Plan, und bis er mit seinen Sklaven Unterschlupf im Dorf Grimkjelldorf findet, müssen sie um ihr Überleben kämpfen.
Sophia will sich nicht mit dem Verlust ihrer Heimat und ihres sicheren Lebens abfinden. In Askell sieht sie nur einen Feind, in seinem rauen Heimatland ebenso. Es irritiert sie, wie Aidan statt zu klagen jede Erniedrigung, jede Widrigkeit strahlend auf sich nimmt und sich freut, wie Gott der Herr ihn prüft.

In Grimkjelldorf lernt Sophia das Leben einer Wikinger-Dorfgemeinschaft kennen, seine Machtgefüge, die Hierarchien - von der untersten Stufe aus. Stumm erträgt sie die Annäherungsversuche Askells, kann und will sich nicht öffnen. Erst als das Schicksal erneut zuschlägt und ihr das Wenige, das sie hat, wegnimmt, wird sie sich bewusst, was sie verloren hat. Sklavin aber bleibt sie und wieder verfügen andere über sie.
Zurück in Bisund, Askells Heimat, glaubt sie, nur noch Dunkelheit und Kälte in ihrem Leben zu haben. Sie kann nicht ahnen, dass Aidan mit seinem unerschütterlichen Glauben Recht hat und dass Licht und Wärme nicht fern sind.

Sabine Wassermann hat sich mit ihrem grandios erzählten Roman von den ausgetretenen, oft benutzen Pfaden des Genres in raue, wenig bekannte Gefilde begeben, das Norwegen zur Zeit der alles erobernden Wikinger. Mit Sophias Augen lernen wir dieses unwirtliche, kalt und abweisend wirkende Land kennen. Aus ihrem behüteten Dasein gerissen und so tief gestoßen, dass sie tiefer nicht mehr fallen kann, muss sie sich entscheiden - aufgeben oder kämpfen, ihr Schicksal annehmen und das Beste daraus machen.
Der Leser folgt ihr auf diesem Weg und lernt Land, Zeit und Gepflogenheiten kennen, als wäre er selbst dort gewesen. Fast meint man, den kalten Wind, die Seeluft zu riechen und zu spüren, so anschaulich beschreibt die Autorin die Schauplätze. Sie liefert interessante Einblicke in das damalige Leben, ohne den Text mit Details zu überfrachten, eine profunde Recherche und Kenntnis der Materie sorgen für Authentizität.

Rau und uneben wie die Landschaft verläuft auch die Liebesgeschichte und es ist ein langer steiniger Weg, bis aus Misstrauen und Hass schließlich Nähe und Vertrautheit entstehen können. Zuvor müssen Sünden der Vergangenheit gesühnt und Missverständnisse ausgeräumt werden.
Ein herrlicher Roman für lange Winterabende.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sabine Wassermann überzeugt mit ihrem Wikingerroman, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Inhalt

1066 Haithabu (eine Wikingerstadt). Die Hurenwirting Svana verkauft die junge Fränkin Sophia an den Schmied Askell. Eine Seereise führt sie zusammen mit dem ebenfalls versklavten Benediktinermönch Aidan zu den Wäldern des Nordens. Aber Askell hat Feinde, die ihm nach dem Leben trachten. Sophia muss erfahren, dass man sich nicht nur gegen den Sklavenhalter wehren kann, sondern dass Helfen einen manchmal weiterbringt. Und eigentlich sieht er auch gar nicht so schlecht aus mit seinem rabenschwarzem Haar…
Welche Gefahren lauern noch auf die Reisenden und wird Sophia jemals wieder in Freiheit leben können?

Meine Meinung

Bislang haben mich die Wikinger mit am wenigstens interessiert und trotzdem hat mich der Klappentext dieses Buches sehr angesprochen. Wieso auch nicht mal eine neue Epoche ausprobieren, schließlich bietet das historische Genre sehr viel Abwechselung.
Man kann sehr viel lernen. Nicht nur neue Begriffe, die man in anderen Büchern bisher noch nicht gelesen hat, sondern auch neue Städte, die weniger bekannt sind. Mir viel es teilweise gar nicht so leicht mit den ganzen neuen Begriffen klar zu kommen, auch weil sich einiges ähnlich anhört und man dann schnell durcheinander kommen kann. Das legt sich natürlich mit der Zeit, aber ich hatte meine Probleme deswegen in die Geschichte eintauchen zu können.
Was mich allerdings sehr interessiert hat, war der alte Götterglaube um Thor, Odin usw. Die Handlung zeigt den Konflikt zwischen den “Heiden” und denen, die die “neue” Religion – den Katholizismus – verbreiten wollen. Zu diesem Zeitpunkt, sind die die an die alten Götter glauben in der Unterzahl und werden häufig verachtet bzw. sogar als Sklaven gehalten.
Die 17jährige Sophia ist recht schüchtern, schweigsam, versucht allerdings ihren Willen durchzusetzten so gut es damals eben ging. Der größte Teil der Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, was auch notwendig ist, da sie so gut wie nichts sagt. Bei ihr kann man deutlich eine Entwicklung feststellen, auf die ich natürlich nicht näher eingehen möchte, sonst würde ich zu viel verraten.
Im Gegensatz dazu gibt es den geschwätigen Mönch Aidan, welcher direkt für zwei spricht. Er versucht, obwohl er Askells Sklave ist, die Heiden zu seinem Glauben zu bekehren und selbst bei Askell versucht er immer wieder sein Glück. Er kommt recht schwächlich rüber, aber wenn es um seinen Glauben geht, dann zeigt er Mut und große Tapferkeit.
Der Schmied Askell hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er Sklaven hat. Dies war damals allerdings häufig üblich und er geht mit Sophia und Aidan sehr gut um. Er kann sich zwar in einen Krieger verwandeln, aber ihnen gegenüber versucht er keine Gewalt anzuwenden. Mit der Zeit kümmert er sich immer mehr um Sophie und versucht nach und nach ihr Herz zu erobern.
Ich habe schon viele historische Romane gelesen und bei einigen hatte ich mir gewünscht, selber für einige Zeit in diese Epoche reisen zu können. Ich möchte jedoch nicht 1066 im Norden Europas leben. Das war anscheinend eine sehr düstere Zeit, mit vielen Kriegen und einem Religionsumbruch. Es sind auch ein paar Szenen dabei, die recht blutig sind und nicht jedem gefallen werden.
Die Handlung ist logisch aufgebaut und sie gewinnt immer mal wieder an Spannung. Da das Buch nicht allzu dick ist (zumindest für dieses Genre) hatte man es schnell gelesen. Die Kapitel sind nicht zu lang und teilweise war ich so vertieft, dass ich alles um mich herum vergessen habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich öfters Probleme mit den neuen Begriffen und Namen hatte.
Ein großes Lob an den Bookspot Verlag für dieses schöne Cover! Nicht nur der Klappentext, sondern auch das Cover, konnten mich davon überzeugen, diesem Buch eine Chance zu geben und darüber bin ich sehr froh. Ob damals wirklich solche farbenfrohen Kleider hergestellt werden konnte, das weiß ich nicht. Aber es passt nun mal so gut zur stürmischen See.

Fazit

Sabine Wassermann hat sich einer Epoche gewidment, die bislang noch nicht allzu viel Beachtung bekommen hat. Ein gelungener historischer Roman, der zwar recht düster ist (auf Grund der Zeit), mich aber wirklich überzeugen konnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung garantiert!, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Autorin Sabine Wassermann schafft es, mit ihren Worten eine ideale Kulisse zu erschaffen und die Begebenheiten der damaligen Zeit lebendig werden zu lassen.

Im Vordergrund der Geschichte steht die Sklavin Sophia, die nach dem Verlust ihres Vaters zu einem Leben in Gefangenschaft verdammt worden ist. Menschlichkeit scheint den Männern fremd zu sein. Sophia ist christlich erzogen worden und hält an ihrem Glauben fest. Sie betet zu Gott und erhofft sich Hilfe von ihm. Auch Bruder Aiden ist Christ und predigt voller Überzeugung, sehr zum Missfallen Askells, der an seinen Götter festhält. Das christliche England kämpft gegen die Dänen und die Norweger, Glaubenskriege sind an der Tagesordnung.
Askell hingegen ist ein interessanter Charakter, der nicht so einfach zu durchschauen ist. Trotz seines Sklaven-Ankaufs ist er kein schlechter Mensch. Er hat sich den Gegebenheiten angepasst und versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Für Sophia hat er eine Schwäche, wenn es ihr auch erst sehr spät bewusst wird. Eigentlich erst, als es zu spät scheint.

Die Handlung ist nachvollziehbar und realistisch beschrieben. Teilweise sehr brutal und blutig erlebt die junge Frau ihre Gefangenschaft und muss mit ansehen, wie Menschen verprügelt und Kinder dem Tod überlassen werden. Viele Neugeborene überleben das erste Lebensjahr nicht und Trauer und Hoffnungslosigkeit sind ein ständiger Begleiter. Die Geschichte ist wohl durchdacht und baut sich langsam auf. Es fällt leicht, sich auf die Geschehnisse einzulassen und die Protagonisten lebendig kennenzulernen. Dennoch bleibt das Gefühl, alles ein wenig oberflächlich mitzuerleben. Die tiefen Emotionen bleiben ein wenig auf der Strecke.
Das Cover ist ein wunderbarer Blickfang, der bereits einen herrlichen ersten Eindruck von dem Werk liefert. Auch das Buch wirkt im Hardcover mit Schutzumschlag hochwertig.

Fazit: "Die Wikingersklavin" ist ein mitreißendes und lebendiges Werk, das zum Weiterlesen animiert. Mit einer tollen Hauptprotagonistin und einer dramatischen Entwicklung ist Sabine Wassermann ein wunderbarer roter Faden gelungen, der sich durch die gesamte Handlung zieht. Jedoch schafft sie es nicht, den Charakteren große Gefühle zu entlocken. An manchen Stellen wünscht sich der Leser, dass Sophia und Askell einfach ihre Ängste und Sorgen herausschreien und sich nicht immer in jede Situation fügen. Trotzdem ist es ein großartiger Roman, der überzeugt und den Leser für eine Weile in eine andere Welt entführt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe und Hass im hohen Norden, 21. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Wikingersklavin (Gebundene Ausgabe)
Den Titel fand ich zunächst etwas reißerisch und dachte ich hätte eine kitschige Liebesgeschichte vor mir, da ich die Autorin noch nicht kannte. Doch weit gefehlt! Sicher geht es auch um Liebe und wie vielfältig dieses Gefühl ist. Das Gefühl der Liebe zu seiner Heimat mit seinen Traditionen, die Liebe eines Bruders zu seiner geistigen Schwester, die Liebe einer Mutter und natürlich die Liebe zwischen Mann und Frau. Das alles vor dem Hintergrund der rauen Landschaft Norwegens, in das der Wikinger-Schmied Askell seine fränkische Sklavin Sophia bringt, die er in Haithabu gekauft hat, weil ihm eine Frau im Haus fehlt. Als ihm auch noch
der entlaufene Sklave Aidan, dereinst Mönch in East-Anglia, praktisch vor die Füße läuft nimmt er diesen ebenfalls mit. Doch Askell ist in seinem Dorf nicht willkommen und Sophia plant ihre Flucht...
PS: Nebenbei hat die Autorin auch gekonnt Elemente aus der nordischen Mythologie und der englischen Geschichte (William, der Eroberer) eingewoben - sehr empfehlenswert und 5 Sterne!
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Die Wikingersklavin
Die Wikingersklavin von Sabine Wassermann
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