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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Tribunal des Todes
Mehr als zwanzig Drehbücher zu Fernsehfilmen wie Bella Block oder dem Tatort stammen aus seiner Feder – und nun hat André Georgi mit „Tribunal“ seinen ersten Roman vorgelegt.
Wenn man den Roman so liest, glaubt man kaum, dass Georgi bisher eher konventionelle Krimikost abgeliefert hat. „Tribunal“ ist unglaublich hart, schnell...
Vor 13 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zuviel Blut, zuwenig Geschichte
Ich muss mich den mauen Kritiken anschliessen, mir hat "Tribunal" so gar nicht gefallen.
Um die angesprochenen Bewertungen aufzugreifen: auch mir ist viel zu viel Blut im Spiel. Das Buch jagt von Beginn an von fürchterlicher Szene zu fürchterlicher Szene. Alles erinnert an ein Drehbuch, aber nicht an eine Geschichte. Grausamkeiten eines Ereignisses leben in...
Vor 11 Monaten von Winterkind veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kriegsverbrecher vorm Tribunal, 16. Juli 2014
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dem Massenmörder Kovać wird vor dem Haager Tribunal der Prozess gemacht. Er soll im Bosnienkrieg mit seiner Truppe von “Wölfen” für Massaker und Massenvergewaltigungen verantwortlich gewesen sein. Doch Beweise und Zeugenaussagen sind Mangelware - bis Ermittlerin Jasna Brandič einen wichtigen Kronzeugen aufspüren kann. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen kommt jener Zeuge aber bei einem Attentat ums Leben.
Als in diesem Moment der Hinweis eines Informanten kommt, dass ein ehemaliger “Wolf” bereit ist, gegen Kovać auszusagen, ist Jasna nicht zu halten - sie muss den Mann lebend nach Den Haag bringen…

Hier wurde mehrmals festgestellt, manchmal auch kritisiert, dass dieses Buch sehr brutal sei, möglicherweise zu grausam. Ich kann nicht abstreiten, dass in dieser Geschichte einige brutale Schilderungen zu finden sind. Meiner Meinung nach übertreibt der Autor die erträgliche Grenze dabei nicht. Wie soll man die Gräuel des Krieges, ethnische Säuberungen, Mord, Folter und Vergewaltigung sonst glaubhaft schildern? Die Disney-Version funktioniert bei solchen Themen wohl kaum. Von Splatter ist dieses Buch aber auf jeden Fall meilenweit entfernt!

Anfangs kam ich recht schwer in die fiktive Geschichte vor realem Hintergrund. Der Schreibstil war mir zu abgehackt, die Charaktere zu stereotyp. Nichtsdestotrotz fand ich nach und nach gut in die Story, die im Verlauf deutlich an Fahrt aufnimmt. Das Buch ist spannend, wenn auch zum Teil vorhersehbar - knappe vier Sterne für das ungewöhnliche Thema.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, aber überzeugend, 6. April 2014
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Jasna Brandic ermittelt für das Tribunal in Den Haag gegen Kriegsverbrecher im ehemaligen Jugoslawien. Als ihr Kronzeuge ermordet wird, ist sie am Boden zerstört. In diesem Moment bietet sich ein weiterer Kronzeuge an und Jasna möchte die sich ihr bietende Chance ergreifen.

Ich hatte bereits die Leseprobe von diesem Roman gelesen und muss sagen, dass mich diese nicht überzeugt hat, dafür fand ich den Anfang zu hektisch mit den viel zu kurzen Kapiteln und Sprüngen. Nach den ersten Seiten hatte man sich allerdings daran gewöhnt.

Schon das Cover ist bezeichnend, eine der weiße Taube mit ausgebreiteten Flügeln und dem roten Schriftzug „Tribunal“ Titel darüber.

Die Handlung ist gradlinig mit vielen Überraschungen und Wendungen ohne unrealistisch oder unglaubwürdig zu sein. So wird die Spannung immer mehr bis zum Ende des Buches hin gesteigert.

Der Autor André Georgi zeigt sich verantwortlich für mehr als zwanzig Drehbücher fürs Fernsehen (Tatort und Bella Block). Sein Schreibstil ist kurz und prägnant, er schreibt nicht viel um die Themen herum, sondern spricht sie direkt an. So entstand ein realistischer und manchmal auch ein brutaler Thriller, mit einer düsteren Stimmung, aber ganz dem Thema entsprechend.

Fazit: Gelungener Thriller mit unglaublicher Geschwindigkeit und dazu gutem Schreibstil. Ein durchweg rundes Werk, das mich sehr positiv überrascht hat und vollkommen überzeugen konnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alles andere als Einheitsbrei, 13. Juni 2014
Von 
Big Daddy (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
...aber auch nichts für zart besaitete Menschen. Denn hier kann man sich nicht ausschließlich damit beruhigen, dass es nur der Fantasie eines Autoren entsprungen ist. Autoren, die ihren Opfern immer neue Gräuel zuteil werden lassen.
Abgeschnittene Gliedmaßen, aiufetackerte Augen usw usw.
Tribunal erinnert an die schrecklichen Geschehnisse im Zuge des Balkan-Konflikts in den frühen 90ern und ruft uns ins Gedächtnis, was damals eigentlich so richtig schief gelaufen ist. Wie die internationale Gemeinschaft darauf reagierte.
Das ist der politische Aspekt.
Für die Thrillerkomponente strickte der Autor einen sehr gut ausgearbeiteten Plot um das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Es stockte einem ob der Brutalität schon manchmal den Atem. Dabei bin ich durchaus einiges gewöhnt.
Die Gräuel werden schonungslos und treffend beschrieben. So ist das ganze Buch in einem sehr angenehmen, an den entsprechenden Stellen eben auch schonungslosen Stil verfasst worden. Jedoch hat man dabei zu keiner Zeit das Gefühl, das hier Effekthascherei betrieben wurde.
Ich habe das Buch für den Urlaub geordert, jedoch gestern und heute Nacht zuende gelesen.
Schade. Jetzt muss ich im Urlaub auf zweite Wahl zurück greifen, denn Tribunal ist definitiv das beste Buch, welches ich in 2014 lesen durfte.
5 Sterne
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tatort Balkan, 25. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Der Klappentext verspricht einen spannenden und intelligenten Politthriller, vor dem Hintergrund wahrer Begebenheiten. Es geht um Kriegsverbrechen auf dem Balkan 1992: Vergewaltigung und Anstiftung zur Vergewaltigung von Mädchen und Frauen im Alter zwischen 12 und 72. Der Tatort: Višegrad an der Drina, an der Grenze zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina.

Kovać, ehemaliger Kommandant einer Elitetruppe der serbischen Armee, ist in Den Haag wegen Massenmordes angeklagt. Jasna Brandic, Topermittlerin einer internationalen Spezialeinheit, hat nach langen Ermittlungen den Kronzeugen Oreskovič in die Niederlande gebracht, damit er vor dem Tribunal gegen Kovać aussagen kann.

Nach dessen Ermordung ergreift sie ihre letzte Chance und reist erneut nach Serbien, um Kovać‘ ehemaligen Weggefährten aufzuspüren und nach Den Haag zu bringen. Dort gerät sie in einen Strudel aus Intrigen und Gewalt. Ein sehr persönlicher Einsatz, den sie fast mit ihrem Leben bezahlt…

André Georgi erzählt seine Geschichte in klaren, staccato-mäßigen Sätzen, unglaublich spannend und realitätsnah, manchmal kaum auszuhalten. Insgesamt ein Buch, das den Verstand und die Seele berührt. Ein Buch mit Herzblut, das einen nicht mehr los lässt.

Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Düstere Einblicke, 2. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Dem Den Haager Kriegsverbrechertribunal fällt es schwer den Massenmörder Kovac festzunageln, Zeugen sterben, oder ziehen ihrer Aussagen zurück. Eine Ermittlerin des Tribunals, Jasna Brandic, begibt sich nach Serbien um weitere, mögliche Zeugen ausfindig zu machen .Eine ebenso schwierige wie gefährliche Aufgabe.
Mit seinem Nachkriegsroman gibt der Autor düstere Einblicke in die Vergangenheit und teilweise such in die Zukunft von Ex-Jugoslawien. Sowohl die Gräueltaten der Jugoslawienkriege, als auch die verbleibende Grausamkeit derer, für die der Krieg nie endete werden sehr detailliert geschildert. Flüssig und detailgetreu reiht Georgi eine Brutalität an die andere, nichts für zarte Seelen .Seine beiden Hauptprotagonisten bleiben erstaunlich seelenlos, sowohl Jasna als auch Peneguy wirken zu abgebrüht, wohingegen Branko sich deutlich abhebt, von ihm bekommt man ein klares Bild. Toll wäre auch eine Erklärung für die Motive der Wölfe ( die Jugoslawienkriege ) gewesen, eine Ursache für soviel Zerstörung hätte sicher den einen oder anderen Charakter verständlicher gemacht. Alles in allem sehr spannend, sehr brutal, sehr düster.
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3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 27. Juni 2014
Von 
Luzifer Hörfreund (Schwabingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Auf der einen Seite hochbrisantes, politisches Thema, auf der anderen Seite ellenlange Folterszenen in etlichen Variationen an Frauen und Kindern. Klar, so ist die Realität, aber muss man das beschreiben, um die Grausamkeit darzustellen? Oder soll hier bewusst ein Tabu gebrochen werden? Ich fand es übertrieben und nicht sehr gut gelöst. Andeutungen sind oftmals grausamer und wirken auch lange nach - da muss man nicht in jedes Detail gehen. Der Stil ist bewusst ein wenig hart und die Sätze knapp gehalten. Dadurch gewinnt die Story an Unmittelbarkeit, verliert aber an Tiefe und Sympathie. Mir fiel es schwer, mich in die Figuren hineinzuversetzen.
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4.0 von 5 Sternen Interessant, aber auch grausam, 22. Juli 2014
Von 
Sileah "Private Hundetrainerin" (Berlin-Umland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dieser Politthriller ist gewiss nichts für zart beseitete Leser. Er ist brutal bis ins Detail. Schlimmer noch, oft fragte ich mich, was ist Fiktion, was war damals wirklich so, oder so ähnlich.

Was geschah damals in Višegrad?

Bei aller Brutalität der Geschicht, traf mich diese Frage noch mehr. Krieg ist wohl immer brutal, aber besonders widerlich sind die Rädelsführer, die keinerlei Reue oder auch nur ansatzsweise einen Hauch Mitgefühl mit Menschen haben - auch nicht längerer Zeit nach der offiziellen Beendigung des Krieges. Stattdessen haben sie eine unterwürfige und anbiederde Loyalität zu Ihresgleichen, jedenfalls so lange derjenige die gleiche Einstellung teilt.

Nun ist André Georgis Buch eine Fiktion, wie weit Georgi real recherchierten Szenen involviert, kann ich nicht sagen. Dennoch lässt mich das Buch nachdenklich zurück.

Zum Plot: Jasna und ihre Kollegen sind auf der Suche nach Zeugen und Beweismaterial gegen den führenden Kopf der "Wölfe" Kovác. Es gab tatsächlich die Sivi Vukovi (graue Wölfe- eine serbische Spezialeinheit). Kovác wähnt sich trotz Haft in Sicherheit, er hat auch jetzt noch die Fäden in der Hand und der Kronzeuge fällt einem Attentat zum Opfer. Das Tribunal braucht aber einen Zeugen, Beweise.

Jasna und der Ankläger Peneguys bekommen einen anonymen Hinweis für eine neue Spur. Sie fahren nach Belgrad und die Suche nach dem nächsten Zeugen beginnt. Besonders Jasna gerät in vielerlei Hinsicht tief in die Geschichte.

Der Schreibstils Georgis ist teilweise mehr als gewöhnungsbedürftig. Er rutsch manchmal in eine sehr vulgäre Gossensprache ab. Das Wort "Scheiße" ist noch recht harmlos und taucht nicht selten auf.

Stilkritik ist an einigen Stellen angebracht.

Hier sind einige Beispiele:
"[... ] die ewig feuchten, dunkelroten Lippen, obszön wie eine ins Gesicht gemalte Vagina." (S. 140)

"[..] der graue Himmel hat vergessen, dass es hier je einen Sommer gegeben hat" (S.183)

"Noch nie hat jemand einen Kampfhund um sein Leben winseln gehört. Danach hat der Wolf eine Schäferhündin bestiegen, das Blut des Kampfhundes an den Zähnen" (S.89)

"[...] die nach Dispokediten und Pfändungsbefehlen stanken." (S. 109)

Das erschwerte mir das Lesen und führt zu Punkteabzug.

Unterm Strich
_____________________

Sehr detaillierter, bruataler Politthriller über den Balkankrieg, der aber auch nachdenklich macht. Georgie zeigt anhand von Einzelbeispielen die Grausamkeit der Kriegsverbrechen.
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3.0 von 5 Sternen "Warum lebe ich noch?", 18. Juli 2014
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
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Jasna Brandic ist Topermittlerin und arbeitet für das Tribunal in Den Haag. Ihr Job ist es Kriegsverbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu bringen, damit sie verurteilt werden können. Im Fall Kovac, einem Massenmörder, hat Jasna einen Kronzeugen aufgespürt, den zu der entscheidenden Gerichtsverhandlung bringen soll. Doch es gibt einen Anschlag und alle sterben dabei bis auf Jasna. Sie wird zwar schwer verletzt, überlebt aber.

Jasna will Kovac verurteilt sehen und versucht weitere Zeugen zu finden. Da meldet sich jemand bei ihr, der bereit ist, gegen Kovac auszusagen. Aber Jasna soll ihn abholen und bis zur Verhandlung beschützen.

Die Geschichte ist sehr interessant und man erfährt auch viel zur Historie und den Menschen zur damaligen Zeit. Als Leser erhält man viele Einblicke in den Bürgerkrieg im Ex-Jugoslawien, sowohl politischer wie auch menschlicher Natur. Dies lockte mich zu Beginn und mich hat der Informationsgehalt auch nicht enttäuscht.

Was mir das Buch aber etwas schwer gemacht hat, war der Schreibstil. Mit kurzen, teil abgehackten Sätzen kommt zwar Tempo in die Geschichte, jedoch machte der Autor es für mich schwierig, das Buch flüssig lesen zu können. Es gibt viele Verfolgungsjagden, die der Autor sehr spannend beschrieben hat. Doch dazwischen gibt es immer wieder Längen, bei denen man die Spannung vermisste.

Bei der Brutalität scheiden sich sicherlich die Geister. Einige Szenen hat er sehr genau beschrieben und regelrecht ausgeschlachtet, jedoch habe ich schon anderes gelesen, so dass ich es zwar als brutal, aber nicht als übermäßig fand. Im Rahmen des Buches war es meines Erachtens sogar angebracht, denn die Zeit brachte diese Szenen einfach mit sich und der Autor wollte damit sicherlich ein Bild der Zeit wiedergeben.

Was mich allerdings, neben dem Schreibstil, noch gestört hatte, war die Vorhersehbar mancher Szenen oder Aktionen. Man konnte fast schon erahnen, wie es weiter ging oder was passieren würde und hatte damit wenige Überraschungsmomente, die auch zu Lasten der Spannung gingen.

Das Cover finde ich gelungen, eine weißte Taube auf schwarzem Grund, über die sich quer in blutroter Schrift das Wort Tribunal zieht. Alleine wegen des Covers hätte ich das Buch im Handel schon einen zweiten Blick gewürdigt.

Fazit:
Der Schreibstil war definitiv nicht meiner, die teilweise vorhersehbaren Passagen schmälerten noch zusätzlich den Spannungsbogen, jedoch machten mich die Beschreibungen des menschlichen Umfeldes nachdenklich, sodass das Buch noch einen gewissen Nachhall in mir hat.
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4.0 von 5 Sternen Keine Lektüre für zarte Gemüter, 15. Juli 2014
Von 
Lupo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Jasna Brandic, Topermittlerin des Tribunals in Den Haag, überlebt als Einzige ein brutales Attentat auf ihren Kronzeugen. Ohne diesen droht das Verfahren gegen den Massenmörder Kovac endgültig zu scheitern. Da erreicht Jasna die Nachricht, dass ein international gesuchter Kriegsverbrecher bereit ist, gegen Kovac auszusagen – vorausgesetzt, sie schafft es, ihn vor seinen eigenen Leuten zu schützen und lebend nach Den Haag zu bringen. Jasna setzt auf eigene Faust alles daran, den Mann zu finden. Sie ahnt nicht, dass sie Teil eines perfiden Spiels ist. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt.

"Tribunal" von André Georgi hat ein sehr gelungenes Cover, das sofort neugierig auf den Buchinhalt macht. Die Taube auf schwarzem Hintergrund und als Akzent der rote Titel - hätte ich den Roman in einer Buchhandlung entdeckt, hätte ich ihn mir vermutlich sofort gekauft.

"Thriller" steht außerdem auf dem Cover und als einen solchen würde ich das Buch auch bezeichnen. Bei Thrillern ist mir die Spannung mit einem überraschenden Ende immer sehr wichtig und die Spannung kommt hier definitiv nicht zur kurz. Allerdings muss ich anmerken, dass der Roman viele brutale und schonungslose Szenen enthält, die nichts für zarte Gemüter sind. Wer wie ich ein sehr bildhaftes Vorstellungsvermögen besitzt und noch dazu zart besaitet ist, wird bei der Lektüre auf eine harte Probe gestellt. Wer in dieser Hinsicht aber eher unempfindlich ist, wird beim Lesen keine Probleme haben. Für meinen Geschmack war "Tribunal" zu brutal, aber das liegt an mir persönlich und vermutlich hätte ich Sensibelchen einfach nicht zu einem solchen Werk greifen dürfen, deshalb lasse ich diesen Aspekt auch bei der Bewertung außen vor.

Sprachlich wiederum konnte mich der Roman überzeugen. Man merkt, dass André Georgi kein Newcomer mehr ist, sondern schon diverse Werke (u.a. für den "Tatort"!) geschrieben hat. Es hat mich beim Lesen bloß gestört, dass die Satzzeichen der wörtlichen Rede weggelassen wurden. Vermutlich ist das ein Stilmittel, allerdings hat es meinen Lesefluss unterbrochen, weil ich immer unbewusst darüber gestolpert bin. Sonst verfliegen die Seiten aber im Nu und ehe man es merkt, ist man schon am Ende des Romans angekommen.

Wer sich für den Krieg in Jugoslawien interessiert, sollte bei "Tribunal" auf jeden Fall zugreifen. Außerdem empfehle ich den Roman auch allen anderen Freunden von rasanten Thrillern, die kein Problem mit brutaleren Szenen haben.
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4.0 von 5 Sternen Rasanter Thriller, bei dem ich gern mehr Tiefgang gehabt hätte, 10. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Tribunal (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Jasna Brandic ist Ermittlerin für das Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag. Kurz vor der Aussage des einzigen Kronzeugen gegen Kovac, einen Kriegsverbrecher im Jugoslawien-Krieg, wird ein Attentat verübt und Jasna überlebt als einzige. Um Kovac dranzukriegen, muss sie zurück nach Serbien und einen neuen Zeugen ausfindig machen und wichtiger noch, ihn lebend nach Den Haag bringen. Doch längst ist Jasna selbst ins Visier geraten und begibt sich in größte Gefahr.

Ich fand diesen Thriller wirklich rasant.Dieser Effekt entstand nicht zuletzt aufgrund der wirklich kurzen Kapitel, die dabei auch oft den Handlungsort wechselten. Gerade beim Attentat waren die Szenen wirklich filmreif und spielten sich vor meinem inneren Auge auch als solche ab. Dadurch war ich von Beginn an von der Handlung gefesselt. Auch die Protagonistin Jasna war mir von Beginn an sympathisch sowie eigentlich alle Figuren, zumindest in Den Haag, überzeugend und realitätsnah waren.

Wie nicht zu vermeiden bei einem Thriller mit Kriegsverbrecherthematik sind einige Szenen wirklich brutal und nichts für schwache Nerven. Andererseits fand ich die Erzählungen der Kriegsverbrechen nicht unnötig voyeuristisch und detailliert. Insgesamt habe ich in anderen Büchern schon wesentlich unappetitlichere und abstoßendere Szenen gelesen als hier. Die Grausamkeit stammt eher daher, dass man sich vorstellen kann, dass Menschen tatsächlich so handeln in einem rechtsfreien Raum oder wenn sie es gerechtfertigt glauben.

Auch das Ende hat mich überzeugt, da der Autor seiner knallharten Art treu geblieben ist und das Ende nicht plötzlich in eine verkitschte Richtung abdriftet.

Mein Kritikpunkt an diesem Buch, und somit ein Stern Abzug, bezieht sich auf die Kulisse. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang und Hintergrund gewünscht, um den Konflikt besser zu verstehen. Denn wenn man wenig Ahnung von den Jugoslawien-Kriegen hat, lässt sich alles relativ schlecht einordnen und die Kriegsverbrechen lassen sich schlechter verstehen. Hier dient die Situation tatsächlich leider eher als Kulisse.

Insgesamt schnellte mein Puls jedoch regelmäßig hoch beim Lesen und das Buch ist einer der besten Thriller, die ich seit Längerem gelesen habe.
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Tribunal: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
EUR 9,99
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