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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Oktober 2014
Helge Lien bewegt sich mit seinem Trio nun schon seit einigen Alben in der Oberliga der Jazzpianisten. Beweisen braucht er sich da nicht mehr, und doch erwartet man von einem Album mit seinem Namen einiges.
Aus der langjährigen Besetzung seines Trios hat Knut Aalefjær den Platz am Schlagzeug geräumt, den nun Per Oddvar Johansen (der selbst schon mit der Creme der norwegischen Jazzszene wie Trygve Seim oder Solveig Slettahjell gearbeitet hat) einnimmt.
Macht sich das bemerkbar? Ja und nein. Auf's erste Hören nicht.
Helge Lien war bisher kein Relovutionierer an den Tasten; elektronische Spielereien bleiben ihm eben so gestohlen wie wilde Free Jazz Orgien. Das ändert sich auch mit leicht erneuter Besetzung nicht. Da gibt es weiterhin solide Jazznummern wie das fein perlende Mor, Joe oder Folkmost die mit scheinbar traditionellen Melodien den Hörer luftig umschmeicheln. Auch einige von der Plattenfirma vollmundig mit "reflexiv" und "experimentell" beworbene Stücke finden sich. Für die ein oder andere Nummer benötigt es mehrere Durchläufe, bis sich ein Zugang findet. Dann jedoch können sie durchaus ihren Reiz entfalten. (The New Black oder Early Bird) Es bleiben jedoch einige Stücke, bei denen der Funke nicht recht überspringen will. Und da merkt man vielleicht doch den Wechsel in der Besetzung. Einige Kompositionen sind einfach nicht sehr stark, so dass sie einen mit griffigen Melodiebögen mitreißen können, aber dann auch wieder nicht so frei, dass sie durch ihren Mut oder wildes Ausufern beeindrucken. Dafür wäre dann vielleicht doch ein vertrauteresTeam nötig gewesen, um solchen Stücken ein paar reizvolle Kannten zu feilen. Möglicherweise ist der Wechsel an den Drums, der richtige Impuls, diese Richtung weiter auszuloten, und Per Oddvar Johansen ist mit Sicherheit ein Schlagzeuger, dem da einiges zuzutrauen ist, im Moment ist da noch Luft nach oben. Das erste Hören ließ mich mit einer leichten Enttäuschung zurück. Nach diversen Rotationen kann ich dem Album aber so einiges abgewinnen, zumal Jan Erik Kongshaug an den Reglern in den Rainbow Studios für einen gewohnt makelosen Klang gesorgt hat.
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am 2. August 2014
aus der Tradition des Klaviertrios kommend entwickelt sich das Trio weiter zu neuen Klanggestaltungen
Verspricht einen neuen vielversprechenden Weg im Jazz
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