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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Lebensgeschichte aus den 20er Jahren.............!
Der Autor Martin Bühler hat vor kurzem diesen Roman veröffentlicht. Da ich bereits seine anderen Bücher gelesen habe, war ich zuerst doch etwas überrascht, über den Inhalt dieses Romans.........

Martin Bühler hatte im Jahre 2001 Aufzeichnungen von seinem verstorbenen Vater gefunden, in denen dieser seine eigene Lebensgeschichte aus...
Vor 14 Monaten von Elke veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant
Zeigt das anstrengende Leben in den 20 er Jahren. Gibt auch Einblick, in die Arbeit einer Gärtnernei und wie sich der Nationalsoziallismus entwickelt hat.
Vor 12 Monaten von Frank veröffentlicht


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Lebensgeschichte aus den 20er Jahren.............!, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Der Autor Martin Bühler hat vor kurzem diesen Roman veröffentlicht. Da ich bereits seine anderen Bücher gelesen habe, war ich zuerst doch etwas überrascht, über den Inhalt dieses Romans.........

Martin Bühler hatte im Jahre 2001 Aufzeichnungen von seinem verstorbenen Vater gefunden, in denen dieser seine eigene Lebensgeschichte aus den 20er Jahren niedergeschrieben hatte. Daraus entstand nun der Roman "Schattenlicht"......

Der Roman wurde von dem Autor in der "Ich-Form" geschrieben, und wenn man nicht daran denkt, dass es die Lebensgeschichte seines Vaters ist, dann könnte man wirklich glauben, dieser "Ich" ist der Autor Martin Bühler selbst. Das kann natürlich nicht sein, denn er wurde ja erst 1973 geboren.......
Auch wenn man eventuell bei dem Namen "Martin Bühler" automatisch an seine "Kinderwunschbücher" denkt, dann sollte man dieses spätestens beim lesen des Romans "abstellen".

Ich muß zugeben, manchmal ist das Buch etwas schwierig zu verstehen, und man muß einfach sehr genau lesen. Martins Vater hat in der schwäbischen-bayerischen Hochebene gelebt, und da kommen Worte vor, die habe ich mein Leben lang noch nie gehört. Jede Gegend hat allerdings ihre eigene "Sprache" (bei uns z.B. Plattdeutsch), und so wird die dortige "Sprache" eben auch in den "Gesprächen" ganz deutlich. Aber es liest sich unheimlich schön, und auch wenn man die Sprache nicht kennt, den Inhalt versteht man trotzdem.

Martin Bühlers Vater erzählt Erlebnisse aus seiner Kindheit. Er lebte mit seinen Eltern und Geschwistern auf einem Bauernhof, und es wird ganz deutlich, wie groß der Respekt gerade gegenüber seiner Mutter war. "Widerworte" gab es nicht, und falls man nicht gehorchte, bekam man Prügel. Aber welches Kind hat keinen "Unsinn" im Kopf, und so kam auch Martins Vater mal mit nasser oder zerrissener Kleidung nach Hause. Allerdings kann man an vielen Stellen, durch seine "kindliche Sichtweise" der Situationen, einfach nur noch schmunzeln. Diese ehrliche, offene Art eines Kindes......einfach super schön erzählt.........

Aber diese meist glückliche Kindheit endete, als er eine Lehre in einer Gärtnerei in Kempten anfing. Man wurde damals für seine Arbeit nicht groß "bezahlt", sondern viel eher wie ein "Sklave" behandelt. Kost und Unterkunft waren frei, der Lohn gering, und "Freizeit" schon fast ein Fremdwort...........Er war schon immer sehr mit der Natur verbunden gewesen, und er erweiterte sein Wissen nach und nach durch das Lesen von "Fachbüchern". Sein angeeignetes Wissen konnte man jedoch in der Gärtnerei sehr gut gebrauchen, und er erhielt dadurch einige "Vergünstigungen".........

Später lernte er das NS-System kennen..........Viele Menschen, die sonst zu Gott gebetet hatten, nahmen den "gekreuzigten Jesus" von der Wand, und "tauschten" ihn gegen das Bild von Hitler ein.......was bedeutete ihnen noch ihre strenge Religion.........Es herrschte teilweise Angst und Schrecken in der Bevölkerung, und was passierte, wenn man nicht die "allgemeine politische Meinung" hatte.........."Volksverräter" wurde man genannt, und in behördlichen Gewahrsam genommen.........

Worüber habe ich nachgedacht.............Was gibt man eigentlich alles von Generation zu Generation weiter............U.a. teilweise diese "Sprüche", die in diesem Roman geschrieben/erzählt wurden, wie z.B "Lehrjahre sind keine Herrenjahre"...........wie bekannt kommen mir doch diese Worte vor. Ich höre sehr gerne zu, wenn mir meine Eltern, Verwandte oder Bekannte Geschichten aus ihrer Kindheit/Jugend erzählen, obwohl es natürlich auch manchmal sehr traurige Erlebnisse/Erinnerungen sind. Aber ich kann diesen Roman "Schattenlicht" zu 100% damit vergleichen...........

Ich finde es unheimlich schön, dass der Autor Martin Bühler die Aufzeichnungen seines Vaters zu solch einem interessanten, einfühlsamen Roman "verarbeitet" hat. Es sind Geschichten, die auch unsere Verwandten aus der damaligen Zeit erlebt haben...........
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Generationenbrücke, 30. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Schattenlicht- alleine die Idee von den zwei Elementen- Licht und Schatten gibt den Leser zu verstehen, dass die Szenen im Buch aus zwei Perspektiven dargestellt werden. Da ich einige Bücher von Martin Bühler kenne, habe ich mich über das Buch gefreut. Über die vielseitige Betrachtung der deutschen Geschichte in einer Familie in Bayern.

Das Buch ist in "Ich-Form" geschrieben, so dass wir das Gefühl haben, der Autor beschreibt seine eigene Lebensgeschichte und nicht die seines Vaters. Die menschliche Werte in einer Zeit zu sehen, in der man schwer zu leben war, das Zusammenhalt der Familie und die Eltern, die für die zukünftige Generation die Verantwortung tragen- alles das findet man im Buch.
Hier findet man die Lebensabschnitte eines Menschen, Leser wachsen und reifen mit der Hauptfigur in einer Zeit, wo sich die Schattenseite in der deutschen Geschichte zeigte, sich formte und ein Gesicht nahm.

So ein herrlicher Dialekt habe ich im Buch gefunden- ich habe viel gelacht und die Tatsache, dass ich nicht immer verstand, störte mich nicht. Die Situationskomik der besonderer Art habe ich gerne genossen und viel darüber nachgedacht: Wie geht es weiter? Wie schafft eine Familie die Generationsbrücke aufzubauen, so dass die nachkommende Generationen stolz und würdig über die eigene Geschichte sprechen, schreiben, nachdenken.
Martin Bühler ist es wieder gelungen mit seinem Buch Leser zu überzeugen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein biographischer Roman, der einen schönen Blick in die 20er Jahre hinterlässt und berührt., 26. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Im Jahr 2001 entrümpelte ich nach vielen Jahren den Dachboden im Haus meines verstorbenen Vaters. In einer gut verschlossenen Holzkiste fand ich seine von ihm niedergeschriebene Lebensgeschichte. Ich setzte mich hin und begann zu lesen. Die Geschichten über die nostalgischen 20er Jahre, über die ich mir eigentlich nie Gedanken gemacht hatte, begeisterten mich. Ich tauchte ein in die Armut der Nachkriegszeit, aber auch in eine Zeit, in der ideelle Werte die oberste Priorität hatten.

Meine Meinung:
In der schwäbisch bayrischen Hochebene lebte einst der Großvater von Martin Bühler. Er schrieb seine Lebensgeschichte auf, die eines Tages der Sohn Martin fand, las und faszinierte. Martin Bühler gibt mir mit Schattenlicht ein Bild der 20er Jahre mit auf den Weg. Eine faszinierende Geschichte einer Familie, die reich an Tugenden und von ideellen Dingen, aber auch von schmerzlichen Entbehrungen beherrscht wurde. Liebevoll und anmutig ist diese Erzählung. Oftmals muss ich über die vergangenen Streiche des Bauernbuben Mathias Schmunzeln. Ich wünsche mich fast in diese Zeit zurück, denn Kinder lernten zu dieser Zeit noch Demut und Wertschätzung im Kleinen. Diese Lehren wurden zwar mit äußerster Strenge und Ordnung anerzogen, doch es hat diesen Menschen ein durchaus dankbares Leben beschert, was mir im Alltag heute meistens fehlt. Ich habe viel gelacht, über die kindliche Schöpfungsgeschichte einer Libelle und über provozierte Mückenschwärme in Kinderstuben und vieles mehr. Der Dialekt, der maßvoll in die Erzählung eingearbeitet ist, bin ich zunächst gestolpert, doch dann bin ich damit herzlich warm geworden. Erschüttert bin ich, als das Dorf der Familie, mit ihren tief gläubigen Menschen, zum Nährboden des nationalsozialistischen Gedankenguts wird und manches Gemüt wie Libellenflügel zerbrechen, so die Worte von Martin Bühler. Ein wundervolles Zitat aus dem Buch lautet: „Worte schlagen größere Wunden als Schwerter“. Martin Bühlers Schreibstil ist sehr berührend und liebevoll und ich freue mich schon heute auf den zweiten Teil von Schattenlicht. Ich habe diesen Einblick in die 20er Jahre sehr genossen. Schattenlicht hinterlässt mich berührt zurück.

Mein Fazit:
Schattenlicht ist ein berührender und anmutiger biographischer Roman, der einen Einblick in die Lebensweise der 20er Jahre schenkt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte mal anders, 27. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Wir werden von Mathias Bühler, dem Vater von Martin Bühler, in eine längst vergangene Zeit entführt. Süddeutschland in den 20er Jahren. Keine Handys, kein TV, der Albtraum für jeden Jugendlichen der Gegenwart. Nicht jedoch für Leseratten. Ich habe mich gerne in die 20er entführen lassen, wenn auch immer nur kapitelweise. Es hat Spaß gemacht mit dem jungen Mathias Bühler, einem Bauernjungen, der mit seinen Eltern und Geschwistern in der Nachkriegszeit einen von seiner Mutter in Schuss gebrachten Hof bewirtschaftet.

Man merkt sehr schnell, dass damals andere - ideelle - Werte galten. Man gönnte sich keinen Luxus, kannte nur die Arbeit und das von Kindesbeinen an. Ruhm und Ehre, eine liebe Gattin und ein treuer Freund. Das sind die Dinge, die damals zählten.

Zwischendurch hat mich die Geschichte ein wenig an Ludwig Thomas "Lausbubengeschichten" erinnert. Diese typischen Jungen-/Kinderstreiche gab es doch zu allen Zeiten. Das Lauschen an Türen, der erste Vollrausch, Prügeleien, Heimlichkeiten, etc. - aber alles aus erster Hand zu lesen macht dann doch den Unterschied.

Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" u. v. m. ergeben im Zusammenhang mit den Anekdoten aus Mathias "Hias" Bühlers Leben einen Sinn und sind nicht nur oft gehörte oder dahingesagte Sprüche von vermeintlichen Besserwissern.

Viele, längst vergessen geglaubte Worte, z. T. in Lokalkolorit, verleihen dem Text die richtige Würze.

Man lernt während des Lesens beinahe das gesamte Dorf kennen und fühlt sich gut aufgehoben. Ein wenig fühlt man sich wie ein Mäuschen, dass durch's Schlüsselloch alles beobachtet. Einige Momente würde ich schon fast als ein wenig "intim" bezeichnen, passierten sie doch innerhalb der Familie. Und auch wenn die Geschehnisse beinahe 100 Jahre zurückliegen, so ist vieles davon - wenn auch in etwas anderer Form - auch heute noch aktuell.

Mathias Bühler wächst in einer Familie auf, zu einer Zeit, in der man Geburten zu Hause "live" mit erlebte und natürlich auch den Tod. So verliert Mathias einmal seine heißbeliebte Mariebäs, seine Tante, die den Hof mit bewirtschaftet und von ihrer Schwester (Mathias' Mutter) auf's Übelste schikaniert wird. Nach der Schule geht er nach Kempten um das Gärtnerhandwerk zu erlernen und langsam aber sicher leckt die braune Brühe an seinen Stiefeln - er kommt in Kontakt mit dem NS-System.

Fazit: sehr private Geschichten, die einem Geschichte auf eine wunderbare Art und Weise näher bringt, als man es jemals in Geschichtsbüchern lesen könnte. Einfühlsam und absolut stilsicher geschrieben. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdiente volle Punktzahl, 9. Dezember 2014
Ein Cover das einfach nur wunderschön und ansprechend ist. Der Blick über eine Wiese mit Bäumen und dazu ein wenig Sonnenschein. Einfach ein harmonisches Cover, das mir sehr zugesagt hat.

In Ich-Form wird von dem Leben des verstorbenen Vater von Martin Bühler erzählt. Auch wenn es hier um die frühen 1920er Jahre geht und der Autor selber "erst" 1973 geboren wurde, hat er aus den Aufzeichnungen des Vaters ein wirklich tolles Buch gezaubert.
Es macht von Anfang an Spaß dies alles zu verfolgen und etwas aus der Vergangenheit zu erfahren.

Vergangenheit von Martin Bühlers Vater. Es wird erzählt, wie er in der schwäbischen-bayrischen Hochebene groß geworden ist und was er dort alles erlebt hat.
Aufgewachsen auf einem Bauernhof mit seinen Eltern und Geschwistern. Mit großem Respekt seiner Mutter gegenüber, denn es gab so gut wie keine Widerworte.

Aber auch die Wende, als Martins Vater seine Lehre beginnt. In einer Gärtnerei in Kempten. Freizeit war seitdem erst recht ein Fremdwort und bezahlung? Lachhaft. Es ist früher schon ganz anders gewesen, als man sich das heute vorstellen mag. Wir kennen es anders, aber früher haben die jungen Leute es wirklich nicht einfach gehabt. Glich das ganze doch schon fast Sklavenähnlichen Bedinungen. BEzahlung schlecht und die Unterkunft und Kost waren kostenfrei.
Da er aber schon immer der Natur sehr verbunden war, war er ein großer Gewinn für die Gärtnerei. Auch durch das noch neu angelesene Fachwissen.
Und dann kam die ganz schlimme WEnde. Hitler kam an die Macht und er lernte das NS-System kennen. Die Veränderung, das die meisten nicht mehr zu Gott beteten sondern Hitler.

Ein Buch, das die Vergangenheit frisch aufleben lässt, über die man anders nachdenken kann und einfach mal eine andere Sicht auf die Dinge bekommt, als die, die man sonst immer im Fernsehen erlebt.
Martin Bühler hat mit diesem ersten Teil eine wirklich tolle Biografie über seinen VAter geschrieben und ich hatte wirklich Freude dabei, ihn zu begleiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch die Zeit, 9. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Der Autor Martin Bühler nimmt seine Leser im biographischen Roman Schattenlicht 1, mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Er führt seine Leser durch die Kindheit und Jugend seines Vaters, der in einer dörflichen Gemeinschaft aufgewachsen ist. Die Kindheit ist geprägt von Armut und Arbeit, aber auch von fröhlichen kindlichen Erlebnissen und dem Gefühl in einer Gemeinschaft geborgen zu sein. Da der Vater seine Liebe zur Natur zum Beruf machen möchte, geht dieser in eine Gärtnerlehre in die Stadt. Dort erfährt der Leser hautnah was es heißt „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Was uns heute fremd anmutet, war damals die übliche Weise seinen Beruf zu erlernen. Martin Bühler zaubert mit seiner bildgebenden Sprache ein gut vorstellbares Bild der Gegebenheiten. Kleine Geschichten aus dem Leben des Vaters reihen sich aneinander und der Leser bekommt einen guten Einblick in die gesellschaftlichen Umstände der damaligen Zeit. Auch das Erstarken der nationalistischen Partei und deren Einfluss auf die Gesellschaft wird nicht ausgespart.

Mir selber hat der Erzählstil des Autors sehr gefallen, es ist eine gute Mischung aus stilvoller Erzählweise, die dennoch nicht zu einfach ist. Lediglich die Sätze in Mundart waren für mich nicht immer verständlich. Das meiste sich aus dem Zusammenhang, aber ein wenig mehr Erläuterungen der örtlichen Ausdrücke wäre hilfreich gewesen. Auf jeden Fall eine unterhaltende Lektüre, die ich sehr entspannend fand. Der ruhige Erzählfluss lässt den Leser zur Ruhe kommen und in Bildern der Vergangenheit schauen, die wir selber vielleicht auch aus den Erzählungen älterer Verwandten kennen.
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5.0 von 5 Sternen Schattenlicht, 3. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Lange hat mich ein Buch nicht mehr so gefesselt, wie "Schattenlicht" von Martin Bühler. - Die Genauigkeit der Schilderung der Charaktere, der Gegend, der Natur und des kargen Lebens, ist herausragend gut. Zuletzt fand ich das bei Alice Munro. Man er-lebt dieses Buch, lebt mit den Figuren, ist immer wieder angetan, mit welcher Achtung und Liebe der Sohn über seine Eltern schreibt. So arm diese Familie auch lebte, so eng war doch der Zusammenhalt. Dass der Sohn seiner Mutter die Züchtigungen nachsah, ist schon ein großes Zeichen der Liebe zu den Eltern, das Verstehen eines Kindes, dass es die Mutter doch auch sehr schwer im Leben hat. Der feinsinnige Vater, vom Sohn sehr geliebt, macht dafür wieder alles gut für ihn. Er achtet seinen Vater für dessen Frömmigkeit, die aus dem Herzen kommt, nicht gespielt ist für die Außenwelt. - Die Lernbegierde des Sohnes in einer Zeit, wo es schier unmöglich erschien, diesen Wissensdurst zu stillen ohne die Hilfe der Kirche, ist außergewöhnlich. Dass er trotzdem so viel erreicht hat, ist aus seinem ständigen Drang nach Weiterbildung und durch seine bewusste Anpassung -aber nicht Unterwerfung- an die neuen Situationen geboren worden. Mit den Anfängen der schrecklichen Hitler-Zeit endet das Buch, das sicher genau so spannend weiter zu lesen ist und auf dessen Fortsetzung ich mich schon jetzt freue.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoller Roman über einen Bauernjungen, der im Deutschland der 20er Jahre aufwächst, 14. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Schattenlicht: Biografischer Roman (Kindle Edition)
Wenn ich an die 20er des letzten Jahrhunderts denken, dann fallen mir z.B. die Erfolgsserie Downton Abbey die Roaring Twenties in England und den USA ein. Davon handelt dieses Buch aber keineswegs.
Im Gegenteil - es erzählt die Geschichte des Bauernjungen Matthias, der in Baden-Württemberg aufwächst, zur Schule geht, Streiche ausheckt und schließlich Arbeit findet. Dieser Teil endet mit der Reichskristallnacht, die er miterlebt. Es wird noch eine Fortsetzung des Buches geben, die daran anschließt.

Ich lese gerne Bücher aus vergangenen Zeiten. Besonders die 20er Jahre haben es mir angetan. Da war alles noch so einfach und einfach ganz anders. Besser, irgendwie. Die Kinder haben in der Natur gespielt, ohne künstliches Spielzeug aus Plastik. Das Essen war vielleicht karg, aber dafür auch gesünder, da nicht chemisch behandelt. Auch die Arbeit mag hart gewesen sein, aber so war das Leben doch erfüllt.
Durch "Schattenlicht" konnte ich mich wunderbar in die Welt des kleinen Matthias hineinversetzen und mit ihm am Bach spielen, Frösche fangen, sein erstes Bier trinken, den Tod seiner kleinen Geschwister betrauern, lachen, weinen und leiden und leben.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das bodenständige Leben der Bauern im Deutschland der 20er Jahre interessieren und gerne Biographisches lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Buch zum Träumen, eher zum Nachdenken, 12. Januar 2015
Martin Bühler fand im Jahr 2001 Aufzeichnungen seines Vaters, in denen dieser seine Lebensgeschichte festgehalten hat. Daraus entstand der Roman " Schattenlicht". Der Roman ist in der "Ich-Form" geschrieben und man hat das Gefühl die Lebensgeschichte des Autors und nicht die des Vaters zu lesen. Einfach deshalb, weil alles so detailliert und bildhaft beschrieben ist, dass man sich direkt hineinversetzen kann. Ich habe angefangen zu lesen und war direkt gefangen. Der Roman ist so einfühlsam geschrieben, offen und ehrlich, dass man eintaucht in das Leben des jungen Matthias und alle Höhen und Tiefen miterlebt. Dieser Respekt vor seinen Eltern und Mitmenschen hat mich sehr beeindruckt. Eltern, die ihm Werte vermittelt und vorgelebt haben, die ihn für sein weiteres Leben geprägt und ihm gezeigt haben, dass man nicht blind der Masse folgt, sondern sich eine eigene Meinung bildet. Die Anekdoten über die Streiche im Kindesalter lassen einen schmunzeln, wogegen man bei denErzählungen über die Prügel und die erste verlorene Liebe mitfühlt und leidet. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und noch lange nachhält. Eine beeindruckende Zeitreise die uns zeigt, wie wichtig es ist sich selbst ein Bild zu machen anstatt vorschnell zu urteilen. Ich freu mich auf die Fortsetzung die ich kaum erwarten kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schattenlicht Teil 1: Biographischer Roman, 13. Februar 2015
Martin Bühler fand Tagebuchaufzeichnungen seines Vaters, und aus Begeisterung machte er daraus dieses biographische Werk. Wir alle dürfen an seinem Leben teilhaben und ab den zwanziger Jahren so einiges miterleben. Materielle Dinge gab es kaum, dafür aber umso mehr Familienidylle und Gemeinschaftssinn. Jeder half jedem, so wie er konnte und das schweißte zusammen. Viel hat sich seitdem verändert. Vieles ist einfacher geworden, aber ist alles besser? Besser ist auf jeden Fall, dass wir schon eine sehr lange Zeitspanne ohne Kriege hatten. Aber hier erleben wir den jungen Matthias, der in der Ich-Form erzählt, wie er zur Schule ging, Lausbubenstreiche beging, der Alltag in seiner Familie und seinem Dorf ablief und langsam die ersten Verhaftungen begannen. Der Einblick in diese Zeit ist detailreich beschrieben worden, sodass man sich alles wunderbar vorstellen konnte und Matthias vor sich sah. Man lacht und fühlt und leidet mit ihm, denn auch seine kleinen Geschwister mussten leider früh das Zeitliche segnen. So macht diese Geschichte sehr nachdenklich, und auch nach dem Lesen kann man noch lange nicht damit abschließen. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.
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