Kundenrezensionen

13
4,0 von 5 Sternen
Blank Project
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Preis:8,09 €
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am 28. Februar 2014
Ewige 18 Jahre liegt das letzte Soloalbum von Neneh Cherry schon zurück. Dass sie nun im Jahr 2014 mit einem neuen Studioalbum auf uns zukommt, habe ich mit großer Freude zur Kenntnis genommen. Seit dem ich davon wusste, stieg bei mir die Spannung auf BLANK PROJECT in's Unermessliche, schließlich gehört Neneh Cherry zu den Idolen meiner Jungendzeit. Nun weiß man bei Neneh ja nie so genau, was da musikalisch auf einen zurollt, das war in den 1990er Jahren schon so und mit Ihrem Jazz-Projekt aus dem Jahr 2012 hat sie ihre musikalische Vielseitigkeit noch mehr untermauert.

Nun scheinen viele der Songs auf BLANK PROJECT eher minimalistisch aufgebaut, stets beschränkt sich der Sound auf einige wenige Elemente und so bleibt viel Raum für Gesang und Melodie. Viel Elektronik gibt es zu hören, allerdings stets wohl und klar strukturiert. Ihre Stimme setzt Neneh hier nicht so kraftvoll ein, wie man das beispielsweise auf MAN noch hörte, dabei klingt sie aber bewußt gedrosselt und nachdenklich, stellenweise lässt sie dann doch ihr großes Stimmpotential anbliitzen.

Der ungwöhnliich Beginn des Albums mit ACROSS THE WATER, das ohne ein musikalisches Vorspiel mit dem puren Gesang startet, überrascht zunächst. Der Song ist allein auf ein durchgehendes Basselement und Nenehs Gesang reduziert, ruhig und dennoch gefühlvoll traurig und wunderschön.

Der Titelsong BLANK PROJECT erinnert mit seinem immitiertem Pauken- und Schlagzeugsound an bomböses Orchester. Ordentlich Schwung und Power bringt Neneh mit der Melodie rein unnd so reißt der Song gut mit.

NAKED erinnert mich doch sehr an alte Erfolge von Neneh Cherry, die Melodie ist ordentlich und eingängig. Der von Breaks durchzogene futuristische Sound, ist perfekt auf den Song abgestimmt, tolle Sache.

Geradezu behebig hämmert der Sound zu SPIT THREE TIMES. Gesanglich bringt Neneh wieder viel vom traurigen Gefühl in's Spiel. Bestechend klingt hier vor allem der simple Elektrosound.

Rotzig und frech, mit entsprechend schmutzigem und schnellem Sound erklingt WEIGHTLESS, die Mischung aus Rock und Elektronik überzeugt auf ganzer Linie. Im Gegensatz dazu singt Neneh mit deutlich angezogener Handbremse, fast im Hintergrund.

CYNIGAL ist ein erstklassiger Ohrwurm, der sich schon nach wenigen Durchgängen im Kopf festsetzt. Während der Strophen eher unscheinbar und vom Sound recht unkonventionell, erhebt sich der Song beim Refrain zu prachtvoller Größe. Das Ganze ist mit coolen Beats gewürzt und durchaus gut tanzbar.

Asiatisch angehaucht und entspannend ruhig begegnet uns Neneh bei 422. Geradezu in sich ruhend und wunderschön singt sie die zarte Melodie. Traumwandlerisch und zerbrechlich scheint dieser Song, einfach nur schön.

Um dem Massenpop zu huldigen hat sich Neneh für OUT OF THE BLACK Robyn als Duett-Partnerin in's Boot geholt. Schlecht ist der Song nicht, aber auch kein außergewöhnliches Glanzstück. Eingängig ist er allemal und deshalb wohl auch massentauglich.

Futuristischer Dancesound dringt uns bei DOSSIER in die Ohren, irgendwie wohltuend und niemals aufdringlich. Beim Gesang bewegt sich Neneh Cherry im eingängigen und schönem Rahmen, allerdings scheint die Melodie hier etwas die Nebensache zu sein.

EVERYTHING poldert etwas holprig in's Bewusstsein, was wohl vor allem am durch Stimmverzerrungen erzeugtem Grundsound liegt. Cool klingt der Song schon, die lässig dahin gesungene Melodie fügt sich perfekt mit dem breakartigem Sound zusammen. Und so setzt Neneh mit dem Titel einen ordentlichen Schlusspunkt.

Erstaunlich, dass sich Neneh mit einem derart genialem Album zurückmeldet. Sie liegt auch dieses Mal weit neben den derzeit gängigen Mainstream-Klischees, was der Musik aber eher ein zusätzliches Gütesiegel verleiht. Es braucht auch keine wuchtigen und überladenen Soundkulissen um so was Perfektes zu zaubern, es genügt wohl einfach die Musik zu machen, die man mag. Und genau das macht Künstler wie sie aus. Eines der ersten Album-Highlights des Jahres 2014.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2014
Ich finde die neue Platte sehr gelungen und ziehe den Hut vor der Künstlerin, da sie es schafft aktuell und dabei nicht peinlich zu wirken. Untätig war Neneh Cherry ja sowieso nicht die letzten Jahre; bereits Cherry Thing war wirklich toll.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. April 2014
Die Welt wäre ärmer ohne Neneh Cherry!
Das Album ist anders als in die 80igern. Aber sind wir nicht auch gewachsen, haben uns entwickelt. Ebenso die Musik von Neneh Cherry - himmlich schön!
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am 14. März 2015
Neneh Cherry ist kein typischer Neunzigerjahre-Popstar. Die Tochter des schwedischen Jazz-Avantgardisten Don Cherry mag zwar mit „7 Seconds“ und „Manchild“ markante Signien einer zur Zeit eher abfällig betrachteten Dekade im HipHop-infizierten Pop hinterlassen haben, aber abgesehen von diesen kurzen Jahren des Erfolgs Mitte der Neunziger ist Cherry im Grunde eher als Künstlerin, denn als Popstar einzuordnen.

Oder hat jemand das Coveralbum Cherrys mit der schwedischen Noise- und Freejazz-Band The Thing im Jahre 2012 mitbekommen? Umso mehr Echo erfährt ihr jetzt erscheinendes viertes Soloalbum, das erste seit 18 Jahren. So schnell lässt die Popbranche ihre einstigen Helden nicht los. Da kann die Ehefrau von Produzent Cameron McVey (Portishead, Massive Attack) noch so sehr in popstarfernen Sphären verkehren, fast alle kennen und denken an die Musikerin Neneh Cherry als die „7 Seconds“-Hitlieferantin der Dekade mit den bunten und zu großen Klamotten.

Der „echten“ Neneh Cherry nur gerecht werdend, dass ihr Album „Blank Project“ nun also alles andere als pop- und charttauglich daherkommt. Kein anderer als die Electro-Underground-Koryphäe Kieran Hebden, aka Four Tet, produzierte das im Popsinne sperrige Avantgarde-HipHop-Werk, das sich neben Santigold, Moloko und Peaches nicht verstecken braucht, und die Cherry geht steil auf die 50 zu. Afrikanische Rhythmik trägt die Arrangements, die von elektronischen Sounds in unsere Gegenwart geklickt, gesummt und gebrummt werden. Ein hübsches postmodernes Potpourri, das von balladesken Momenten („Out Of The Black“) zu Sprechgesangs-Avantgarde reicht („Blank Project“).

Für ein Meisterwerk zu erratisch, ist Neneh Cherrys “Don’t call it a comback” -Album eine gelungene Standortbestimmung einer Künstlerin, keines Popstars.

MQ
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 16. März 2014
Neneh Cherry ist mir immer mal wieder im Radio begegnet, hat mich aber nie so weit gebracht, dass ich ihren Veröffentlichungen mehr Gehör schenken wollte. Ausschlaggebend für meine Kaufentscheidung von "Blank Project" war daher in erster Linie Kieran Hebden als Produzent, der mich aufgrund meiner Liebe zur elektronischen Musik schon mehrfach mit interessanten Produktionen vor allem als Four Tet begeistert hat.

Und diese doch eher untypische Kollaboration ist eine der besten und spannendsten, die ich seit langem im "erweiterten Popmusikbereich" gehört habe. Den Vorwurf, den man in einigen Kritiken schon lesen konnte, dass Neneh Cherry der Jugend hinterherläuft und trotz ihres Alters frisch klingen will, möchte ich nicht mittragen. Ich persönliche sehe es eher so, dass sie ihren experimentierfreudigen Weg weitergehen wollte und dabei einfach gute Musik als oberstes Ziel ausgegeben hat.

Wäre es ihr um etwas anderes, wie z. B. ums schnelle Geld, gegangen, wäre sie mit anderen Mainstreamproduzenten aus dem elektronischen Bereich auch viel besser bedient gewesen. Aber zum Glück ist das nicht passiert, denn von den schlimmen Produktionen, bei denen sich auch gute Musikerinnen "verkaufen", gibt`s im Radio mehr als genug.

Nun aber zum Album.

Nach dem sehr minimalistischen Einstieg in das 10 Stücke umfassende Werk geht`s mit "Blank Project" gleich mal richtig ab. Das geht ordentlich nach vorne. Toll.
Ein weiteres Highlight ist "Cynical", das ähnlich viel Power besitzt. Nenehs Stimme und der Dubstep- / Trip Hop-Rahmen passen erstaunlich gut zusammen und ergänzen sich perfekt.
Mein Lieblingsstück ist aber "Dossier", das einen unglaublichen Drive entwickelt, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Das einizge auch für die (leider nicht mutige) Radiolandschaft geeignete Stück ist die Nummer "Out Of The Black", die zusammen mit Robyn entstanden ist. Die knarzt zwar auch ganz ordentlich, ist aber wohl am eingängigsten.

Alle anderen Tracks / Songs sind zu speziell, aber so spannend, dass man das Album gerne in Dauerschleife hören möchte, weil es so viel zu entdecken gibt. Garantiert keine Langeweile!

Fazit: Fruchtbare Zusammenarbeit, die schwer begeistert und gerne fortgesetzt werden sollte.
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am 12. März 2015
Ich höre Neneh Cherry schon seit Anfang der 90er Jahre, kenne alle ihre Alben. Dieses Album ist definitiv anders, für manchen sicher auch gewöhnungsbedürftig, da es eher elektrolastig ist, aber ich mag diesen Stil sehr! Ich würde das neue Album sogar als genial bezeichnen!
Es ist mal eine nach ewig langer Abwesenheit neue, frische Neneh, die in eine zwar andere, aber nicht weniger gute Richtung gereift ist. Das Album strotzt nur so vor Energie, frischem Wind und gut durchdachten Beats. Es reißt mich mit. Man hört, wie wohl u. sicher sie sich mit ihrem neuen Stil fühlt. Ich finde keinen Song des Albums überflüssig, höre sie alle gerne!
Die LP hat als Bonus noch die CD anbei, was ich super finde!
Die Krönung war dann noch die Livevorstellung. Neneh alt oder neu – einfach Hammer!
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am 15. Dezember 2014
Danke Neneh Cherry für dieses Album!
Erfrischend anders, nicht den aktuellen Trends hinterherlaufend, nicht auf die Charts schielend, Musik aufs wesentliche konzentriert. Tolle Beats, tolle Melodien.
Ja, man muss sich drauf einlassen, der Musik Zeit geben und genau zuhören. Ich empfehle die Vinyl-LP, Kopfhörer auf und in die Musik eintauchen. Mich haben mittlerweile fast alle Songs gepackt, selbst das minimalistische "Across The Water".
Eine wunderbare Überraschung von Neneh Cherry nach so vielen Jahren und für mich fast DAS Album 2014. 1000 mal spannender und frischer als die neuen Scheiben von alten Größen wie Lenny Kravitz , U2 oder Prince....
Anspieltip: Blank Project, Spit Three Times
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2014
Die schöneStimme von Neneh Cherry steht klar im Vordergrund. Die Stücke sind eher nicht sehr eingängig, man muss sich reinhören. Bei jedem mal Hören gefallt mir das Album noch besser. Insgesamt ruhig, aber doch sehr stark. Gefällt mir sehr, sehr gut.
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am 25. Juli 2014
Neneh Cherrys nun 50 Lebenjahre sind ihrer Stimme und ihrem Musikstil auch keinen Fall anzumerken.
Die Frage ist nur, warum sie ihre Fans so lange auf ein neues Album hat warten lassen...
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am 23. März 2014
Neneh Cherry ist ein Meisterwerk gelungen. Ich höre die CD rauf und runter und trotzdem klingen die Songs für mich immer wieder neu. Unangepasst, rauh, stark. Hoffentlich wartet sie nicht wieder 18 Jahre bis zum nächsten Album.
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