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5.0 von 5 Sternen Jack Ketchum macht weiter, wo die Medien schweigen
Sara hatte sich gegen das Kind entschieden. Daran würden auch die demonstrierenden Abtreibungsgegner vor der Klinik nichts ändern. Während ihr anderweitig verheirateter Freund das Auto einparkt, geht sie die letzten Schritte zu ihrem Termin – und verschwindet spurlos.

Jack Ketchum greift in seinem Roman wieder einmal tief in die...
Vor 1 Monat von Peter Kensok veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mich hat es nicht wirklich erreicht, leider !!!
Auch wenn Jack Ketchum oftmals ein Stück weit als unkonventionell in seiner Art zu Schreiben dargestellt wird, gilt er doch als einer der eindringlichsten Spannungsautoren und ist aus dem Genre Horror & Thriller natürlich nicht mehr wegzudenken und fesselt mit seinen unglaublich aufreibenden Geschichten. Seine Romane sind fast durchweg extrem intensiv und hallen...
Vor 4 Monaten von Elements-Of-Crime veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mich hat es nicht wirklich erreicht, leider !!!, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Auch wenn Jack Ketchum oftmals ein Stück weit als unkonventionell in seiner Art zu Schreiben dargestellt wird, gilt er doch als einer der eindringlichsten Spannungsautoren und ist aus dem Genre Horror & Thriller natürlich nicht mehr wegzudenken und fesselt mit seinen unglaublich aufreibenden Geschichten. Seine Romane sind fast durchweg extrem intensiv und hallen aufgrund ihrer Intensität lange nach, ganz egal welche Form des Horrors er auswählt und aufs Parkett zaubert. Diesen kann man dabei in zwei Kategorien aufteilen.

Zum einen der psychologische, der sich oftmals in Form von Missbrauch in den eigenen vier Wänden abspielt, und beim Leser einen unglaublichen Zorn und Hass auf die Protagonisten entstehen lässt, die Nackenhaare in die Höhe jagt und die Entenpelle ein Dauergast während der gesamten Lesezeit ist.

Und zum anderen der „normale“ Horror, den er in seiner reinsten und brutalsten Form zu Papier bringt, dem Leser diesen ohne Vorwarnung, wie ein nasses Handtuch um die Ohren schlägt. Gerade seine Werke, in denen der Kannibalismus ein vordergründiges, elementares Thema ist, sprechen diese brutale Sprache.

Aufgrund des Klappentextes war schnell klar, dass „Lebendig“ zweifelsohne dem psychologischen Horror zuzuordnen ist. In mir machte sich umgehend große Hoffnung und Vorfreude breit, denn in meinen Augen ist das seine wahre Stärke, sein Steckenpferd.
Leider musste ich im Verlauf der Story feststellen, dass „Evil“ und „Wahnsinn“ diesem Roman Meilenstiefel weit voraus sind, überlegen in allen Belangen ist. Er hat es in „Lebendig“ einfach nicht auf den Punkt gebracht, was meines Erachtens nicht am Thema lag, sondern eher an der Umsetzung der Geschichte und den Figuren. Es fehlte der Bezug zu eben diesen und sie wirkten für seine Verhältnisse – Ketchum steht in der Regel für fabelhafte, grandios gezeichnete Charaktere, die einem Roman das Sahnehäubchen bescheinigen - wirklich ungewöhnlich blass. Sie sind weit entfernt und die emotionale Bindung, die gerade bei solch einer Geschichte und dessen Handlung unabdingbar ist, bleibt ein Stück weit auf der Strecke. Das „Leben“ der Hauptfigur Sara fällt schwer, man sieht sie wie durch einen dichten Nebel, betrachtet sie wie durch Milchglas, anstatt eins mit ihr zu werden, mit ihr zu fühlen und zu leiden.
Ketchum betrat mit der Entstehung seiner Romane literarisches Neuland und seine Werke werden fast durchweg heftig und kontrovers diskutiert, ob das hier auch der Fall sein wird, ich denke fast nicht, leider.

Die im Anschluss folgenden zwei Kurzgeschichten "Tapferes Mädchen" und "Rückkehr" sind wiederum typische Geschichten ala Jack Ketchum, in denen er seinem Stil gerecht wird, der wahre Jack Ketchum aufblitzt. Sie hinterlassen den von ihm so gewohnten bitterbösen Beigeschmack, und die Charaktere erwartet am Ende das, was man von ihnen in der Regel gewohnt ist...das Böse geht in seinen Storys fast immer als Sieger hervor.

Mein Fazit: „Sollte „Lebendig“ das erste Werk sein, welches man von ihm als Leser in die Finger bekommen hat, so könnte der ein oder andere vielleicht enttäuscht sein und sich denken, was wird denn so ein Aufhebens von diesem Autoren gemacht? Aber, er kann es besser, viel viel besser, wie er mit „Evil“ und „Wahnsinn“ unschwer unter Beweis gestellt hat. Nicht zu vergessen die Romane, in denen er seinem Kunstwort Jack Ketchum, entstanden durch den Henker Jack Ketch („Jack, Catch 'em“), gerecht wird, und den Horror mit brachialer Gewalt in die heimischen vier Wände des Lesers transportiert. Lebendig ist in jedem Fall lesenswert, auch wenn es vielleicht nicht sein stärkstes Buch ist.“
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Recht zu Leben, 2. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
1998 - Ein Sommer in New York. Sara und Greg sind ein Liebespaar. Greg ist verheiratet, Sara nicht. Jetzt ist Sara schwanger und damit hat sich eine Menge verändert. Klar ist aber, dass Sara das Kind nicht bekommen kann, denn Greg wird seine Frau nicht für sie verlassen und ihr eigener Sohn Daniel ist im Alter von sechs Jahren in einem See ertrunken. Das hatte dazu geführt, dass Saras Ehe zerbrach. Natürlich fällt es Greg und Sara nicht leicht die Entscheidung zu treffen in eine Abtreibungsklinik zu gehen, zu entscheiden ein Leben zu beenden. Aber für sie gibt es nun mal keinen anderen Weg.
Das sehen die Demonstranten, die vor der Klinik stehen, natürlich anders. Sie halten Schilder mit den Aufschriften ABTREIBUNG IST LEGALISIERTER GENOZID und KINDER HABEN EIN RECHT AUF LEBEN hoch. An dem Tag, an dem Sara den Eingriff hinter sich bringen soll, verschwindet sie spurlos, bevor sie die Klinik betritt.

Auf den ersten Blick hat diese Geschichte nichts mit dem zu tun, was auf dem Buchdeckel steht (siehe Blogeintrag). Doch schon im zweiten Kapitel wird deutlich, wo Sara gelandet ist. In einem selbstgezimmerten Sarg liegt sie alleine in irgendeinem Kellergewölbe.
Ohne viel Vorgeplänkel wird der Leser auch diesmal von Ketchum in einen Horror hineingezogen, der einem das Blut in den Adern gefrieren lassen könnte.
Ketchum erzählt sehr eindringlich, wie sich Sara fühlt, lässt uns einen Einblick gewinnen, wer die Entführer sind, die sie in diesen Sarg gepackt haben und uns zu sagen, welche Motive diese haben Sara fest zu halten. Die ersten drei Tage von Saras Gefangenschaft sind sowohl für sie, als auch für den Leser eine intensive Erfahrung von Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Wieder schafft es Kechtum mich in einen Strudel der Gewalt zu ziehen.
Doch dann flacht die Geschichte rapide ab. Wir machen Zeitsprünge von zunächst zwei Wochen, dann von mehreren Monaten. Im Zeitraffer wird erzählt, was passiert ist und der Bezug zu Sara geht vollkommen verloren. Man kann keine Charakterentwicklung erkennen, weder von Sara noch von den Entführern. Dabei liegt gerade in einer solchen Geschichte durchaus das Potential die Opfer-Täter-Beziehung sehr detailliert zu beschrieben, Entwicklungen zu betrachten und daraus eine komplexe und spannende Story zu erschaffen.
Hier werden zwar tatsächlich einige Ideen eingeworfen, die dann aber sehr schnell untergehen und bei dem immer rapider werdendem Tempo der Geschichte unter die Räder geraten. Das führt dazu, dass das Ende unheimlich unbefriedigend ist und man keine richtige Quintessenz aus der Geschichte zieht.

Alles in allem ist Lebendig ein sehr kurzes Intermezzo (die Geschichte füllt nicht mal 200 Seiten), das den Leser unbefriedigt zurück lässt und wesentlich mehr Potential hat, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Damit steht Lebendig weit hinter anderen Romanen von Ketchum zurück. Vor allem hinter Werken wie The Woman (dt. Beuterausch) oder Stranglehood (dt. Wahnsinn).

Zuletzt noch eine Anmerkung. Ich finde es durchaus schade, dass auch hier wieder der deutsche Buchtitel nicht wirklich das transportiert, was das Buch ausmacht. Der englische Titel ist auch hier wieder wesentlich aussagekräftiger: Right to life. Dabei ist es ja auch nicht mal mehr unüblich sogar die englischen Titel auf ein deutsches Cover zu drucken. Bei The Lost und auch bei Evil (auch wenn es sich hier auch nicht um den Originaltitel handelt)
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2.0 von 5 Sternen Eins der schwächsten Bücher von Ketchum, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Ich bin ein großer Fan von Jack Ketchums Schreibkunst und freute mich daher umso mehr als der Postmann zweimal klingelte ;) Mit 224 Seiten war das Buch natürlich am ersten Tag verschlungen. Erster kleiner Minuspunkt. Die 224 Seiten enthalten die Geschichte „Lebendig“ und zusätzlich 2 Kurzgeschichten, "Tapferes Mädchen" und "Rückkehr". Daher bezeichne ich „Lebendig“ nicht als Roman, sondern eher als längere Novelle.

Die beschriebenen Charaktere sind meiner Meinung nach viel zu schwach beschrieben und selbst zu der Hauptperson Sara baut man fast keine Bindung auf. Selbst Mitgefühl oder Mitleid stellten sich bei mir nur zaghaft ein. Es fehlt einfach der Bezug für den Leser, um mit dieser Geschichte richtig warm zu werden.

Für alle die noch keinen Ketchum gelesen haben und einen etwas empfindlichen Magen besitzen, ist es vielleicht nicht die beste Lektüre ;) Ketchum schreibt detailliert und teilweise sehr ausschweifend über Sex- und Gewaltszenen. Sein Schreibstil ist direkt und bereitet seinen Leser nicht auf das vor, was wenige Momente später mit brachialer Gewalt über ihn hereinbricht.

Trotz Enttäuschung über „Lebendig“ das 1998 schon in den USA unter dem Titel „Right of life“ erschienen ist, muss ich trotzdem sagen das die Mischung aus Entführung, Folter, sexueller Gewalt und Erniedrigung mich fasziniert hat und ich mal wieder ein morbides Interesse am weiteren Handlungsverlauf bekommen habe.

Fazit:
Lange auf das Buch gewartet und schwer enttäuscht, mit biegen und brechen gibt es hier gerade noch 2 Blutsterne. Für mich eins der schwächsten Bücher von Jack Ketchum.
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5.0 von 5 Sternen Jack Ketchum macht weiter, wo die Medien schweigen, 28. Juli 2014
Von 
Peter Kensok "Globalscout" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Sara hatte sich gegen das Kind entschieden. Daran würden auch die demonstrierenden Abtreibungsgegner vor der Klinik nichts ändern. Während ihr anderweitig verheirateter Freund das Auto einparkt, geht sie die letzten Schritte zu ihrem Termin – und verschwindet spurlos.

Jack Ketchum greift in seinem Roman wieder einmal tief in die Horrorkiste. Saras Schicksal scheint aus einem Drehbuch für sexuell motivierte Folter abgeschrieben zu sein. Einzig das werdende Leben in ihrem Bauch bestärkt sie durchzuhalten. »Lebendig« mutet unserer Fantasie einiges zu: Jack Ketchum verlegt eine Zeit in die Hölle, die der Volksmund »gesegnet« nennt. Der Protest der Abtreibungsgegner taugt vor diesem Hintergrund schon bald nicht mehr als Alibi - selbst den Entführern nicht.

Jack Ketchum schreckt vor kaum einem Thema zurück, das - schlimm genug - genauso passiert sein könnte. Anders als die Medien schont er uns dabei in seiner Berichterstattung nicht.
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3.0 von 5 Sternen Lebendige Figuren sind Fehlanzeige, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
LEBENDIG ist das erste Buch, das ich von Jack Ketchum gelesen habe. Nun habe ich schon von einigen Leuten, deren Urteil ich traue, gehört, dass es wohl eines seiner schwächeren Werke ist und man nicht von diesem auf seine anderen schließen soll. Also tue ich das nicht und werde dem Autor irgendwann noch eine Chance geben. Denn eines stimmt: der Roman ist eher schwach. Also ist es ja gut möglich, dass die andere Einschätzung auch stimmt und andere Sachen von Ketchum um Längen besser sind.

LEBENDIG erzählt die Geschichte von Sara, die mit ihrem verheirateten Geliebten auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik entführt wird. Ihre Entführer, ein Pärchen, das offensichtlich zu einer Gruppe radikaler Abtreibungsgegner gehört, machen Sara weiß, dass eine mächtige Geheimorganisation hinter ihnen steht. Aber ob dem so ist, weiß die in ein Kellerverließ eingesperrte Frau nicht. Vielleicht ist sie auch nur die Gefangene eines Sadisten, der Spaß daran hat, sie zu foltern und seiner Freundin, die sich ein Baby wünscht.

Eine durchaus interessante Ausgangssituation hat dieser kurze Roman schon. Doch leider macht Ketchum daraus zu wenig. Er beschreibt mal hier und da ein paar Folterungen, er beschreibt, wie Sara versucht, sich mit ihren Peinigern zu arrangieren, er beschreibt ihre Fluchtgedanken. Aber er beschreibt nur. Und er beschreibt kühl und distanziert. Dadurch bleibt auch eine große Distanz zu den Figuren. Und durch diese Distanz kann man auch keine wirkliche Empathie für das Opfer aufbauen und das ist in Romanen dieser Art nunmal das A und O.

Das Entführerpärchen bleibt auch blass. Sie misshandeln ihr Opfer und es wird auch kurz versucht eine Erklärung für ihr Tun zu entwerfen, aber das ist mehr oder weniger eine 08/15-Erklärung. So wirkt dieser kurze Roman schlicht wie der Versuch auf möglichst wenigen Seiten möglichst viele Folterszenen unterzubringen. Das an sich wäre nicht verwerflich, aber dass diese Folterszenen nur um ihrer selbst willen beschrieben werden und die Handlung nicht voranbringen sowie durch die Distanz zu den Figuren nicht „mitgelitten“ werden kann, macht die Geschichte schlicht und ergreifend zu einer reinen Folter-show für Voyeure, die Spaß an so etwas haben. Der Roman hat keine Seele und ist kein bisschen spannend.

Und da er so kurz ist, hat der Verlag noch zwei Kurzgeschichten mit dazu gepackt. „Tapferes Mädchen“ (ein Mädchen wählt den Polizeinotruf und die Folgen davon)und „Rückkehr“ (ein Verstorbener kommt als Geist zurück) reißen es aber auch nicht mehr raus. Die Enttäuschung, die der Roman hervorruft, wird von diesen eher überraschungsarmen und durchschnittlichen Kurzgeschichten nicht gemindert. Bleibt zu hoffen, dass es wirklich eines der schwächeren Werke von Ketchum ist. So gibt es gerade eben mit Hängen und Würgen noch drei Sternchen. Für zwei Sterne war es handwerklich zu gut.

Die Rezension findet man auch auf meinem Blog Horror & Co.
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4.0 von 5 Sternen Wer entscheidet über ein Leben?, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Ein Szenario, dass mehr Beklommenheit auslöst, gibt es wohl kaum. Eingesperrt und bewegungsunfähig auszuharren und nicht zu wissen, wo man sich befindet und was als nächstes passiert. Doch eigentlich ist es nicht das Hauptthema dieses Buches. Denn die eigentliche Frage, die immer wieder entweder innerhalb des Buches aufgeworfen, beziehungsweise sich im Kopf des Lesers manifestiert, ist, wer die Herrschaft über den eigenen Körper besitzt. Das Entführerpärchen bestraft Sara in ihren Augen dafür, dass sie einfach so über das Leben ihres ungeborenen Kindes entscheiden wollte. Doch dass diese Bestrafung eigentlich selbst genau dieses Recht der Selbstbestimmung beziehungsweise Fremdbestimmung in hohem Maße übersteigt, merken die Entführer natürlich nicht. Sie sind vor Selbstgerechtigkeit so eingenommen, dass sie alles was sie tun, vor sich rechtfertigen können, sei es noch so abstrus.
Sara bleibt dabei ein Opfer, doch sie ist stark und kann sich auch mithilfe einer Katze, die bald ihr einziger Freund wird, von Tag zu Tag retten.
Jack Ketchum schreibt mitreißend. Bei den Bestrafungen geht er nicht zu sehr ins Detail, hält sich nicht lange mit Kleinigkeiten und Beschreibungen auf, sondern trägt die Handlung voran. So wird man in die Geschichte mit reingezogen und für mich war es eines der wenigen Bücher, wo auch Nebengeräusche mich nicht stören konnten.

Weiterhin enthält dieses Buch zwei weitere Kurzgeschichten.
► Das tapfere Mädchen
In der Geschichte geht es um eine Mädchen, das beim Notdienst anruft, um einen Unfall ihrer Mutter zu melden. Dieses Mädchen tritt trotz seiner vier Jahre so erwachsen und verständig auf, das es sofort das Herz aller Beteiligten erobert. Und doch trägt es ein furchtbares Geheimnis mit sich herum .
Dies ist eine sehr starke Geschichte des Autors, weil man sich wirklich, wie auch alle anderen handelnden Figuren, auf Anhieb in das Mädchen verliebt. Aber man weiß, dass da irgendwas im Hinterkopf im Autor lauert und schließlich enttäuscht er einen auch nicht.

► Rückkehr
Der Protagonist kehr als Geist zurück auf die Erde und er hat das Gefühl, dass er noch einen letzten Auftrag ausführen muss, bevor er die Erde verlassen kann. Doch ihm ist nicht klar, worin dieser Auftrag bestehen soll.
Eine nettes Extra in diesem Buch. Nicht mehr und nicht weniger.
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4.0 von 5 Sternen Rasant erzählt und brutal auf den Punkt gebracht, 12. Mai 2014
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Jack Ketchum ist ein Phänomen. Seine Horror-Romane und Thriller sind kein Mainstream und kaum ein anderer Autor versteht sich in ähnlicher Weise darauf einen Plot derart brillant und anspruchsvoll zu Papier zu bringen. Auch bei diesem Werk aus dem Jahr 1998 kommt Jack Ketchum rasch auf den Punkt. Mit 400 Seiten ist „The Lost“ sein längstes hierzulande erschienenes Werk. „Lebendig“ indes kommt mit weniger als der Hälfte aus. Gerade einmal 185 Seiten zählt diese Novelle, so dass sich der Verlag entschlossen hat, den Leser mit zwei Kurzgeschichten, gewissermaßen als Bonusmaterial, zu erfreuen. Das ausführliche Werkverzeichnis am Ende des Bandes gehört mittlerweile ja zum Standard des Heyne Verlags.

Der Plot von „Lebendig“ ist dabei nicht gerade neu oder auffallend innovativ. Was Ketchums Interpretation jedoch von anderen Büchern und Filmen unterscheidet ist die intensive Beschreibung von Saras Gedanken und Gefühlen. Die Mechanismen wie sie das Martyrium über sich ergehen lässt und trotzdem den Willen behält ihr Schicksal zu ändern, wobei ihr eine namenlose Katze Gesellschaft und Trost spendet, werden eindrucksvoll dargestellt. Ketchum ist in seinem Stil offen und schonungslos, obwohl die Novelle nicht die Härte und Brutalität von „Evil“ oder „Beutezeit“ besitzt. Der Horror in „Lebendig“ ist von den körperlichen Züchtigungen abgesehen eher psychologischer Natur. Der sadistische Stephen erinnert dabei ein wenig an Cleek aus „Beuterausch“ („The Woman“). Auf den ersten Blick scheint Ketchum also einen Hybrid aus seinen Werken „Evil“ und „Beuterausch“ geschaffen zu haben, doch wenn man genauer hinschaut geht die Story ihren eigenen Weg. Im Mittelpunkt steht einzig und allein Sara Foster, eine normale, bürgerliche Frau, die sich während ihrer Gefangenschaft dem ungeborenen Kind, das sie abtreiben lassen wollte emotional immer weiter annähert.
Auch in den beiden Kurzgeschichten beweist Ketchum sein schriftstellerisches Erzähltalent und spielt mit den Gefühlen des Lesers. Schon bei „Tapferes Mädchen“ weiß man bereits, dass das dicke Ende noch kommt und allein diese Erwartung sorgt für eine buchstäblich unerträgliche Spannung.
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4.0 von 5 Sternen Kurz aber nicht schmerzlos, 14. August 2014
Von 
Highlightzone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Sein 1998 in den USA erschienenes Buch “Right to Life“ wurde mit dem Titel “Lebendig“ den die sechszehn Jahre später veröffentlichte deutschen Erstausgabe trägt, nur recht unzureichend übersetzt. Einmal mehr packt Jack Ketchum (“Evil“) ein heißes Eisen an. Die in den USA besonders heftig - gelegentlich auch gewalttätig - geführte Debatte um das Thema Abtreibung ist der Hintergrund für eine weiteren Blick von Ketchum in menschliche Abgründe.

Die geschiedene Sara, die ihren Sohn bei einem Unglück verloren hat, ist schwanger von ihrem verheirateten Liebhaber Greg. Auch weil dieser nicht daran denkt seine Familie zu verlassen, entscheidet sie sich dazu ihre Tochter abtreiben zu lassen. Auf dem Weg zur Klinik mit Angst davor, sich den Weg durch eine Horde fanatischer Abtreibungs-Gegner bahnen zu müssen, wird Sara entführt und in eine sarggroße Kiste gesperrt...

Wie von Ketchum nicht anders zu erwarten, ist auch “Lebendig“ ein äußerst spannend erzähltes Buch, mit interessant charakterisierten glaubhaften Hauptfiguren. Doch auf den nur knapp 180 nicht eben eng bedruckten Seiten des Romans, kann sich die interessante Geschichte nicht voll entfalten. Nach einer sorgfältig aufgebauten Ausgangssituation, mündet die Geschichte - bevor sie allzu unbequem wird (wovor Ketchum sonst nicht zurückschreckt) – sehr schnell in ein nur bedingt überraschendes Finale. Zur Andickung des Buches sind neben einem ausführlichen Werkverzeichnis noch zwei mehr (“Tapferes Mädchen“) oder weniger (“Rückkehr“) gelungene Kurzgeschichten enthalten, die ebenfalls belegen, dass Ketchum zum Erreichen seiner vollen erzählerischen Kunstfertigkeit einen gewissen Buchumfang von geschätzt mindestens 200 Seiten benötigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vage Parallelen zu Evil, aber etwas weniger in die Fresse ..., 13. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
In seinen bisher auf Deutsch veröffentlichten Romanen hat Ketchum bewiesen, dass er es nicht nur versteht, bösartige Kannibalen auf seine Leser loszulassen, sondern dass er insbesondere in zwischenmenschlich-psychologischen Settings ein wahrer Meister ist. Allen Texten voran natürlich »Evil«, bei dessen Lektüre ich stark mitleiden musste, so fies und erdrückend war es. Nun, »Lebendig« fällt ein wenig in dieselbe Sparte, ist aber weder ganz so bösartig, noch vergleichbar stark. Aber auch absolut nicht schlecht - für mich ein solider, dabei aber sehr kurzer Ketchum.

Sara hat ein Verhältnis mit dem verheirateten Greg. Als sie ungewollt schwanger wird, beschließt sie, das Baby abtreiben zu lassen. Vor der Klinik, wo sie den Eingriff vornehmen lassen möchte, tummeln sich auch an diesem Tage Scharen von Abtreibungsgegnern - mit eindeutigen Parolen. Doch noch bevor sie die Klinik betreten kann, wird sie entführt. Gefangen und in der Macht eines skrupellosen Pärchens beginnt ein wahrer, bösartiger Alptraum ...

Die Grundzüge des Szenarios ähneln also dem angesprochenen »Evil«. Allerdings ist »Lebendig« rein fiktional und dazu ist die Protagonistin bereits erwachsen, was einem vielleicht unbewusst mildere Grausamkeit suggeriert. Böse bleibt die Geschichte dennoch, allein die Vorstellung des Geschilderten ist mehr als beklemmend. Ketchum legt es aber nicht darauf an, dass sich jemand an der geschilderten Gewalt und den Grausamkeiten ergötzt. Torture-Porn ist das nicht - dafür geht einem das Ganze viel zu nahe, dafür ist es viel zu kalt beschrieben; gewaltig, aber auf keinen Fall wird hier etwas an der Gewalt beschönigt.

Kritikpunkte gibt es im Einzelnen. Mit einem Umfang von knapp 180 Seiten ist die Geschichte sehr kurz, sodass ihr ein paar mehr Seiten zur Vertiefung es Szenarios und der Figuren sicher gutgetan hätten. Darüber hinaus hätte die Erzählperspektive etwas konsequenter eingehalten werden können. Den Großteil über wird die Handlung aus dem Fokus der entführten Sara geschildert. Zu Beginn jedoch wird auch aus Gregs Perspektive berichtet - dieser Strang wird aber sofort fallen gelassen, sodass er sehr unfertig wirkt und der Geschichte eher hinderlich ist. Dennoch ... bleibt ein starker, knapper Ketchum, der dazu noch mit zwei kleinen Kurzgeschichten garniert wird. Gute, skizzenhafte Kurzgeschichten ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen es lässt mich zwiegespalten zurück, 13. Juni 2014
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Sara wird auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik entführt. Ihre Entführer sperren sie in einen Keller, foltern und quälen sie. Was sie wollen, sagen sie nicht. Was sie verfolgen, sagen sie nicht. Nur eine Info hat Sara: spurt sie nicht, ist nicht nur ihr Leben in Gefahr.

"Lebendig" war mein erstes Buch von Jack Ketchum und es lässt mich zwiegespalten zurück. Jedoch nicht, wie man vermuten könnte, wegen der Brutalität, sondern wegen der Oberflächlichkeit der Hauptgeschichte. Die beiden Kurzgeschichten, die als Bonusmaterial bezeichnet werden, haben mir hingegen sehr gut gefallen.

In der Hauptgeschichte konzentriert sich Jack Ketchum ganz auf das Martyrium von Sara. Die Hintergründe, warum sie entführt und gequält wird, bleiben schwammig und bis auf eine konkrete Aussage auch im Dunkeln. Diese Aussage steht aber im krassen Gegensatz zur Behandlung Saras, was mich wiederum stutzig werden ließ,
Dass der Autor gar nicht auf die Suche nach Sara eingangen ist, hat mir hingegen sehr gut gefallen. Ich fand diese Herangehensweise außergewöhnlich und interessant zu lesen.
Zwiegespalten bin ich, da Ketchum nach einer sehr guten Einleitung für mich einfach zu schnell über die Monate der Gefangenschaft hinweg geht. Während er zu Beginn die Qualen noch detailliert, ja fast minutiös beschreibt, werden die folgenden Wochen und Monate im Zeitraffer abgetan. Das war mir, aufgrund einer fehlenden anderen Perspektive, zu wenig.

Die beiden Kurzgeschichten, die auf die Hauptgeschichte folgen, zeigen eher das Potenzial, welches ich von Ketchum erwartet hatte. Obwohl die beiden Geschichten nicht viele Seiten einnehmen, haben sie mich sofort gefangen genommen und festgehalten.

Fazit: vielleicht habe ich für meinen ersten Versuch mit Ketchum nicht gerade ein Meisterwerk von ihm gewählt. Daher kann ich hier auch nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen.
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Lebendig: Roman
Lebendig: Roman von Jack Ketchum
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