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4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven
Klappentext:
Leben und Sterben lassen
„Ihr erster Gedanke war, dass man sie lebendig begraben hatte. Dass sie sich in einem Sarg befand. Unter ihrem Rücken spürte sie Holz, und dicke Bretter befanden sich zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten, so nah, dass sie gerade noch den Arm geben konnte, um zu erfühlen, dass auch über ihr Holz war...
Vor 17 Tagen von Nadys Bücherwelt veröffentlicht

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mich hat es nicht wirklich erreicht, leider !!!
Auch wenn Jack Ketchum oftmals ein Stück weit als unkonventionell in seiner Art zu Schreiben dargestellt wird, gilt er doch als einer der eindringlichsten Spannungsautoren und ist aus dem Genre Horror & Thriller natürlich nicht mehr wegzudenken und fesselt mit seinen unglaublich aufreibenden Geschichten. Seine Romane sind fast durchweg extrem intensiv und hallen...
Vor 9 Monaten von Borussen-Fohlen veröffentlicht


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mich hat es nicht wirklich erreicht, leider !!!, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Auch wenn Jack Ketchum oftmals ein Stück weit als unkonventionell in seiner Art zu Schreiben dargestellt wird, gilt er doch als einer der eindringlichsten Spannungsautoren und ist aus dem Genre Horror & Thriller natürlich nicht mehr wegzudenken und fesselt mit seinen unglaublich aufreibenden Geschichten. Seine Romane sind fast durchweg extrem intensiv und hallen aufgrund ihrer Intensität lange nach, ganz egal welche Form des Horrors er auswählt und aufs Parkett zaubert. Diesen kann man dabei in zwei Kategorien aufteilen.

Zum einen der psychologische, der sich oftmals in Form von Missbrauch in den eigenen vier Wänden abspielt, und beim Leser einen unglaublichen Zorn und Hass auf die Protagonisten entstehen lässt, die Nackenhaare in die Höhe jagt und die Entenpelle ein Dauergast während der gesamten Lesezeit ist.

Und zum anderen der „normale“ Horror, den er in seiner reinsten und brutalsten Form zu Papier bringt, dem Leser diesen ohne Vorwarnung, wie ein nasses Handtuch um die Ohren schlägt. Gerade seine Werke, in denen der Kannibalismus ein vordergründiges, elementares Thema ist, sprechen diese brutale Sprache.

Aufgrund des Klappentextes war schnell klar, dass „Lebendig“ zweifelsohne dem psychologischen Horror zuzuordnen ist. In mir machte sich umgehend große Hoffnung und Vorfreude breit, denn in meinen Augen ist das seine wahre Stärke, sein Steckenpferd.
Leider musste ich im Verlauf der Story feststellen, dass „Evil“ und „Wahnsinn“ diesem Roman Meilenstiefel weit voraus sind, überlegen in allen Belangen ist. Er hat es in „Lebendig“ einfach nicht auf den Punkt gebracht, was meines Erachtens nicht am Thema lag, sondern eher an der Umsetzung der Geschichte und den Figuren. Es fehlte der Bezug zu eben diesen und sie wirkten für seine Verhältnisse – Ketchum steht in der Regel für fabelhafte, grandios gezeichnete Charaktere, die einem Roman das Sahnehäubchen bescheinigen - wirklich ungewöhnlich blass. Sie sind weit entfernt und die emotionale Bindung, die gerade bei solch einer Geschichte und dessen Handlung unabdingbar ist, bleibt ein Stück weit auf der Strecke. Das „Leben“ der Hauptfigur Sara fällt schwer, man sieht sie wie durch einen dichten Nebel, betrachtet sie wie durch Milchglas, anstatt eins mit ihr zu werden, mit ihr zu fühlen und zu leiden.
Ketchum betrat mit der Entstehung seiner Romane literarisches Neuland und seine Werke werden fast durchweg heftig und kontrovers diskutiert, ob das hier auch der Fall sein wird, ich denke fast nicht, leider.

Die im Anschluss folgenden zwei Kurzgeschichten "Tapferes Mädchen" und "Rückkehr" sind wiederum typische Geschichten ala Jack Ketchum, in denen er seinem Stil gerecht wird, der wahre Jack Ketchum aufblitzt. Sie hinterlassen den von ihm so gewohnten bitterbösen Beigeschmack, und die Charaktere erwartet am Ende das, was man von ihnen in der Regel gewohnt ist...das Böse geht in seinen Storys fast immer als Sieger hervor.

Mein Fazit: „Sollte „Lebendig“ das erste Werk sein, welches man von ihm als Leser in die Finger bekommen hat, so könnte der ein oder andere vielleicht enttäuscht sein und sich denken, was wird denn so ein Aufhebens von diesem Autoren gemacht? Aber, er kann es besser, viel viel besser, wie er mit „Evil“ und „Wahnsinn“ unschwer unter Beweis gestellt hat. Nicht zu vergessen die Romane, in denen er seinem Kunstwort Jack Ketchum, entstanden durch den Henker Jack Ketch („Jack, Catch 'em“), gerecht wird, und den Horror mit brachialer Gewalt in die heimischen vier Wände des Lesers transportiert. Lebendig ist in jedem Fall lesenswert, auch wenn es vielleicht nicht sein stärkstes Buch ist.“
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4.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven, 13. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Klappentext:
Leben und Sterben lassen
„Ihr erster Gedanke war, dass man sie lebendig begraben hatte. Dass sie sich in einem Sarg befand. Unter ihrem Rücken spürte sie Holz, und dicke Bretter befanden sich zu ihrer Linken und zu ihrer Rechten, so nah, dass sie gerade noch den Arm geben konnte, um zu erfühlen, dass auch über ihr Holz war. Nie zuvor hatte sie Angst vor engen Räumen gehabt. Doch dieser Raum machte ihr große Angst.“

Rezension:
Sara befindet sich auf dem Weg in eine Abtreibungsklinik, vor der dich einige Demonstranten eingefunden haben. Plötzlich wird sie von einem Paar in ein Auto gezogen und mit einer Spritze ruhiggestellt. Als sie erwacht, befindet sie sich in einer Kiste und sie spürt Panik in sich aufsteigen. Doch was Sara in wirklich noch bevorsteht, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Sie ist in der Gewalt eines SM-Fanatikers und dessen Frau, die sich nichts mehr wünscht, als das Kind, dass Sarah unter dem Herzen trägt.

Meine Meinung:
Dies war mein erster Hardcore-Thriller und ich wusste nicht so richtig was mich hier erwartet. Klar ging ich davon aus, dass es sich sicherlich nicht um eine leichte Kost handeln würde. Und dann war ich dermaßen schnell in der Geschichte gefangen und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Jack Ketchum hat mich dermaßen in seinen Bann gezogen und auch wenn ich teilweise die Luft anhielt und die Zeilen ungläubig anstarrte, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Sara passieren so schreckliche Dinge, die meine Vorstellungskraft überstiegen. Es ist für mich unerklärlich, dass ein Mensch, damit meine ich Jack Ketchum, solche Fantasien niederschreiben kann. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und wollte unbedingt wissen, warum Sara entführt wurde, welche Hintergründe hinter der Tat standen.
Und Sara konnte ich nur bewundern mit welcher Kraft sie durchhielt und, wirklich am Ende ihrer Kräfte, für ihr ungeborenes Kind kämpfte.
Hier handelt es sich um einen wirklichen Hardcore-Thriller und ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Sterne: 4 von 5
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2.0 von 5 Sternen Zu kurz aufgelebt., 24. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Sara befindet sich mit gemischten Gefühlen auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik, als plötzlich das Grauen in ihrem Leben ein Gesicht bekommt. Nein, sogar zwei; ein religiöser SM-Fetishist und seine unterwürfige Frau verschleppen Sara in das von der Großstadt abgelegene Haus der beiden. Warum? Um sie zu quälen, zu bestrafen, zu läutern, zu ihrer Sklavin zu m achen - und um den Traum vom eigenen Kind zu vervollständigen....

Ketchum's "Lebendig" bietet gute Ansätze, um ein vielversprechender, verrstörender Hardcore-Roman zu werden - leider werden diese nicht genutzt. Viele von Sara's Gedanken werden nur angeschnitten; wobei man sich im Nachhinein nach dem "weshalb?" fragt, da man diese unausgegorenen Aspekte auch hätte weglassen können.

Sprachlich stellt das Buch keinen großen Anspruch, was aber auch weniger tragisch ist; so wurde dieses frühere Werk von Ketchum zu einer netten Nachmittagslektüre für zwischendurch. Zu mehr eben aber auch nicht. Daher nochmals leider nochmals ein Stern abzug, da das Preis-Leistungs-Verhältnis zu teuer ist.

Anbei gehört meiner Meinung nach noch erwähnt, dass die beiden mitgeführten Kurzgeschichten nicht seperat gekennzeichnet sind, was sehr irretierend ist.
Mir z.B. ist es tatsächlich passiert, dass ich nach "Lebendig" die erste Kurzgeschichte las, in dem Glauben es handelte sich um ein Kapitel, und mich danach fragte, was das gelesene nun mit der Hauptstory zu tun hätte. ;o)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Roman, eher Novelle - dreieinhalb Sterne von mir, 12. Mai 2014
Von 
Ramones 16 (Absurdistan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Ich bin ein großer Verehrer des Jack Ketchum alias Dallas Mayr und habe alle bisher auf Deutsch erschienen Bücher von ihm gelesen. Beim letzten, "Versteckt", erlebte ich dann meine erste Enttäuschung, doch es handelte sich dabei um eine sehr alte Story, die in den USA ursprünglich 1984 erschienen war. Und außerdem kann man nicht nur Spitzenromane schreiben.

Umso größer war jetzt meine Neugier auf "Lebendig", dabei wurde ich allerdings wieder enttäuscht - es handelt sich nämlich auch diesmal um keinen neuen Ketchum, sondern "Lebendig" wurde als "Right To Life" 1998 in den USA veröffentlicht. Und - mit genau 185 Seiten ist "Lebendig" wohl kaum als Roman einzustufen, sondern eher als Novelle, zumal es auch nur einen Handlungsstrang gibt.

Aber damit genug gejammert - "Lebendig" erzählt die brutale Geschichte der vierzigjährigen Sara Foster, die sich nach ungeplanter Schwangerschaft zu einer Abtreibung entschlossen hat und direkt vor dem Eingang zur Abtreibungsklinik entführt
wird. Womit für Sara ein Inferno aus Schmerz, Qual, Angst, Demütigung und abgrundtiefer Verzweiflung beginnt, während die Frucht in ihrem Bauch ununterbrochen größer wird. Sara muss um jeden Preis ihren Peinigern entkommen, oder sie wird nach der Geburt sterben. Denn Kath und Stephen, ihre beiden Entführer, wollen das Baby für sich. Und dann ist da noch diese Katze...

Für Ketchum-Verhältnisse kommt die Gewalt in "Lebendig" eher schaumgebremst. Wer "Wahnsinn" oder Ketchums Meisterwerk des Schreckens "Evil" kennt, weiß, der böse Jack kann noch um einiges fieser schreiben. Für Leser hingegen, die Ketchum noch gar nicht kennen, möchte ich ausdrücklich auf die hohe Portion expliziter Gewalt hinweisen.

Zusätzlich gibt es noch zwei Kurzgeschichten, "Tapferes Mädchen" und "Rückkehr", die ich beide als gut aber nicht überragend bezeichnen möchte. Jedenfalls scheint Ketchum ein großer Katzenfreund zu sein.

Insgesamt ist "Lebendig" ein harter und guter, aber zu kurzer "Fight to Survive"-Thriller, eine Art Hardcore-Version von Stephen Kings "Sie". Schnell und einfach in ein oder zwei Tagen zu lesen, voll in Ordnung aber nicht wirklich der große Wurf. Ketchum hat schon einige bessere Bücher geschrieben. Und so warte ich weiter auf den wirklich neuen Roman.

Von mir Dreieinhalb Sterne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kurzer, schwacher sowie unlogischer Kurzausflug, 1. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Zu Beginn muss kurz erwähnt werden, dass dies mein 5. Ketchum ist und ich einiges in diesem Genre bereits gelesen habe.

Normalerweise tendiere ich zu eher positiven Rezensionen... diesmal kann ich jedoch nirgendswo etwas positives finden. Weder am Schreibstil, noch an der Handlung, die Logik der Geschichte sowie die Einstufung im Bereich "Hardcore" oder an die Beschreibung der Charaktere.
1.) Ich kenne die Kriterien für die Einstufung in "Hardcore" von Heyne nicht, muss jedoch sagen, dass dies eher "softer" ist. - dh. nicht, dass das Buch harmlos ist, lediglich, dass alle bisherig gelesen Bücher (aus der Hardcore-Linie) viel mehr "hardcore" waren.
2.) Die Handlung sowie Hintergründe der Täter war ebenso nicht sehr überzeugend beschrieben - man bekam als Leser die Intension der Handlung mit, doch irgendwie fehlte da einiges. Es war nicht 100%ig schlüssig.
3.) Rein inhaltlich wäre für mich ein derartiges Verbrechen nicht wirklich möglich - bzw. wäre wesentlich schneller erkannt worden (seitens der Polizei).
4.) Achtung Spoiler vom Ende!!! Also bitte jetzt nicht lesen: IN WELCHEM UNIVERSUM, KANN DIE FRAU DES HAUPTDARSTELLERS SEINEN BETRUG UND DAS UNEHELICHE KIND VÖLLIGST VERSTEHEN??? GAR KENNEN LERNEN WOLLEN UND SO LOCKER DAMIT UMGEHEN - Niemand würde so regieren, absolut niemand.
5.) ALLE Personen.. sofern man auf deren Wesen eingeht - würden NIEMALS derartig Handeln .... die Ausprägungen bzw. die Characteristica sind nicht sonderlich geradlining.

Abschließend kann ich sagen, dass dies bis jetzt das schwächste Buch v. Jack Ketchum ist - Fans müssen es natürlich lesen - so wie ich (auch um sich nur aufzuregen ;) ). Lesern die mal abschalten wollen oder ein bisschen in die "Hardcore"-Welt eintauchen wollen kann ich dieses Buch jedoch absolut nicht empfehlen - im kompletten Gegensatz zu EVIL... dieses Werk war trotz seines unguten Inhalts.. welcher wirklich verwerfend ist - nur genial.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen es lässt mich zwiegespalten zurück, 13. Juni 2014
Von 
Logan Lady (FR) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Sara wird auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik entführt. Ihre Entführer sperren sie in einen Keller, foltern und quälen sie. Was sie wollen, sagen sie nicht. Was sie verfolgen, sagen sie nicht. Nur eine Info hat Sara: spurt sie nicht, ist nicht nur ihr Leben in Gefahr.

"Lebendig" war mein erstes Buch von Jack Ketchum und es lässt mich zwiegespalten zurück. Jedoch nicht, wie man vermuten könnte, wegen der Brutalität, sondern wegen der Oberflächlichkeit der Hauptgeschichte. Die beiden Kurzgeschichten, die als Bonusmaterial bezeichnet werden, haben mir hingegen sehr gut gefallen.

In der Hauptgeschichte konzentriert sich Jack Ketchum ganz auf das Martyrium von Sara. Die Hintergründe, warum sie entführt und gequält wird, bleiben schwammig und bis auf eine konkrete Aussage auch im Dunkeln. Diese Aussage steht aber im krassen Gegensatz zur Behandlung Saras, was mich wiederum stutzig werden ließ,
Dass der Autor gar nicht auf die Suche nach Sara eingangen ist, hat mir hingegen sehr gut gefallen. Ich fand diese Herangehensweise außergewöhnlich und interessant zu lesen.
Zwiegespalten bin ich, da Ketchum nach einer sehr guten Einleitung für mich einfach zu schnell über die Monate der Gefangenschaft hinweg geht. Während er zu Beginn die Qualen noch detailliert, ja fast minutiös beschreibt, werden die folgenden Wochen und Monate im Zeitraffer abgetan. Das war mir, aufgrund einer fehlenden anderen Perspektive, zu wenig.

Die beiden Kurzgeschichten, die auf die Hauptgeschichte folgen, zeigen eher das Potenzial, welches ich von Ketchum erwartet hatte. Obwohl die beiden Geschichten nicht viele Seiten einnehmen, haben sie mich sofort gefangen genommen und festgehalten.

Fazit: vielleicht habe ich für meinen ersten Versuch mit Ketchum nicht gerade ein Meisterwerk von ihm gewählt. Daher kann ich hier auch nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, wenn auch "softer" als erwartet, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Sara & Greg - eine Liebe, die nicht sein sollte.
Stephen & Katherine - eine Partnerschaft, die so ganz und gar nicht normal ist.

Gleich zu Beginn findet man sich als Leser in einer komischen/beklemmenden Situation wieder: man weiß von Beginn an weder mit wem man es zu tun hat, noch um was es jetzt eigentlich genau geht. Nach und nach bekommt man einen tieferen Einblick und erfährt, dass Greg verheiratet ist und er mit Sara eine Affäre hat. Als Sara ungewollt schwanger wird, entschließen sich beide zu einer Abtreibung. Auf dem Weg zum Termin in der Klinik geschieht dann das Unfassbare: Sara wird vor den Augen der Abtreibungsgegner, die vor der Klinik ihre Posten bezogen haben, entführt - und keiner will etwas gesehen haben.

Die Ironie an der Geschichte:
Sara und Greg wollen ihr ungeborenes Kind "loswerden", während Stephen und Katherine sich nichts sehnlicher wünschen, als ein eigenes Kind, dass ihnen verwehrt blieb. Sie stricken sich eine für ihre Verhältnisse etwas zu hoch gegriffene, aber für Sara durchaus plausible, Geschichte und halten sich mit Sara ihre persönliche Geburtsmaschine im Keller ihres Hauses gefangen.

Während Stephen mit perfiden Sexspielchen versucht, Saras Willen zu brechen, betrachtet Katherine alles noch mit einer gewissen Distanz. Bis die Machtverhältnisse mit einem Ereignis zu kippen beginnen. Saras ungebrochener Wille - überleben zu wollen - sorgt dafür, dass sie ihre Chance nutzt um aus dieser Nummer irgendwie rauszukommen - und zwar LEBENDIG.

Im Großen und Ganzen hat mir das Büchlein, welches - kaum aufgeschlagen - in einem Zug durchgelesen war, eigentlich recht gut gefallen.
Ein bißchen wie HARDCORE Shades of Grey nur mit zwei Doms und einer Sub - einer schwangeren Sub.

LEBENDIG ist mein zweites Buch nach Jack Ketchum nach EVIL.
Irgendwie fand ich EVIL wesentlich beklemmender, was wohl daran liegt, weil es auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich kann mich jetzt beklagen, dass ich nach LEBENDIG an Klaustrophobie leide, noch hatte dieses Buch sonst irgendwelche Auswirkungen auf mich. Gut, die Idee mit der Holzkiste und dem Gefühl des Lebendigbegrabenseins, ist nicht wirklich neu. Aber die Idee an und für sich... das hat was.

Fazit: Teilweise harte Kost, aber weniger hart als erwartet. Gute Unterhaltung für knappe zwei Stunden und als Bonus gibt's noch zwei Leckerlis in Form von Kurzgeschichten dazu.

Ich kann jetzt nicht genau sagen warum, aber irgendwie hätte ich mehr erwartet...
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5.0 von 5 Sternen Super Buch, 29. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist super! Die Geschichte ist sehr gut und spannend geschrieben.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der auf dieses Genre steht! :-)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rasant erzählt und brutal auf den Punkt gebracht, 12. Mai 2014
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Kindle Edition)
Jack Ketchum ist ein Phänomen. Seine Horror-Romane und Thriller sind kein Mainstream und kaum ein anderer Autor versteht sich in ähnlicher Weise darauf einen Plot derart brillant und anspruchsvoll zu Papier zu bringen. Auch bei diesem Werk aus dem Jahr 1998 kommt Jack Ketchum rasch auf den Punkt. Mit 400 Seiten ist „The Lost“ sein längstes hierzulande erschienenes Werk. „Lebendig“ indes kommt mit weniger als der Hälfte aus. Gerade einmal 185 Seiten zählt diese Novelle, so dass sich der Verlag entschlossen hat, den Leser mit zwei Kurzgeschichten, gewissermaßen als Bonusmaterial, zu erfreuen. Das ausführliche Werkverzeichnis am Ende des Bandes gehört mittlerweile ja zum Standard des Heyne Verlags.

Der Plot von „Lebendig“ ist dabei nicht gerade neu oder auffallend innovativ. Was Ketchums Interpretation jedoch von anderen Büchern und Filmen unterscheidet ist die intensive Beschreibung von Saras Gedanken und Gefühlen. Die Mechanismen wie sie das Martyrium über sich ergehen lässt und trotzdem den Willen behält ihr Schicksal zu ändern, wobei ihr eine namenlose Katze Gesellschaft und Trost spendet, werden eindrucksvoll dargestellt. Ketchum ist in seinem Stil offen und schonungslos, obwohl die Novelle nicht die Härte und Brutalität von „Evil“ oder „Beutezeit“ besitzt. Der Horror in „Lebendig“ ist von den körperlichen Züchtigungen abgesehen eher psychologischer Natur. Der sadistische Stephen erinnert dabei ein wenig an Cleek aus „Beuterausch“ („The Woman“). Auf den ersten Blick scheint Ketchum also einen Hybrid aus seinen Werken „Evil“ und „Beuterausch“ geschaffen zu haben, doch wenn man genauer hinschaut geht die Story ihren eigenen Weg. Im Mittelpunkt steht einzig und allein Sara Foster, eine normale, bürgerliche Frau, die sich während ihrer Gefangenschaft dem ungeborenen Kind, das sie abtreiben lassen wollte emotional immer weiter annähert.
Auch in den beiden Kurzgeschichten beweist Ketchum sein schriftstellerisches Erzähltalent und spielt mit den Gefühlen des Lesers. Schon bei „Tapferes Mädchen“ weiß man bereits, dass das dicke Ende noch kommt und allein diese Erwartung sorgt für eine buchstäblich unerträgliche Spannung.
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3.0 von 5 Sternen Die Hauptgeschichte enttäuscht, die beiden anderen sind klasse, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Lebendig: Roman (Taschenbuch)
Dieses Büchlein enthält die in der Kurzbeschreibung beschriebene Geschichte und noch 2 wirklich kurze Kurzgeschichten namens "Tapferes Mädchen" und "Rückkehr". Die Hauptgeschichte hat mich nicht erreicht. Es geht darin um eine Frau, die einen Termin in einer Abtreibungsklinik hat und von 2 Menschen vor dem Betreten der Klinik gekidnappt wird. Angeblich gehören diese einer höheren Organisation an, die das Töten der Babys für Gotteslästerung oder was auch immer hält. Die Frau wird von ihnen festgehalten und gequält. Dadurch, das die Geschichte nur so wenige Seiten hat (ca. 187), konnte ich kein Verhältnis zu den Protagonisten aufbauen und es war mir letztendlich egal was mit der Frau passiert. Ihre Gefühle werden auch nicht richtig beschrieben, das hat mir gefehlt. Dieser Geschichte würde ich nur 1 bis max 2 Sterne geben.

Die beiden weiteren richtig kurzen Geschichten haben mir jedoch sehr gut gefallen, auch wenn mir bei der ersten der Schluss etwas gefehlt hat. Bei der ersten geht es um ein 4-jähriges Mädchen, das ihre Mutter durch den Anruf beim Notruf rettet und bei der zweiten um die Rückkehr eines toten Menschen, der noch etwas auf der Erde zu erledigen hat. Gerade die letzte war sehr sehr ergreifend, weil es um ein Thema geht, das mich immer mitnimmt. mehr kann ich dazu nicht sagen. Der ersten Geschichte würde ich 3-4 Sterne geben, der zweiten auf jeden Fall 5.

Fazit
Wegen der enttäuschenden ersten Geschichte die nun mal den Hauptteil des Buches ausmacht, kann ich nur durchschnittliche 3 von 5 Sternen vergeben. Wäre das Niveau wie bei der letzten Kurzgeschichte gewesen, wären es sicherlich 5 geworden.
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Lebendig: Roman
Lebendig: Roman von Jack Ketchum
EUR 7,99
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