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Kundenrezensionen

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am 24. Februar 2015
Leider ist das Buch tatsächlich ziemlich langatmig und dann auch noch an den falschen Stellen. Mit einer Figur identifizieren konnte ich mich auch nicht, alle hatten wenig Charakter. Das Wort farblos trifft es schon recht gut.
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am 1. August 2014
Micaela Jary hat mich gefesselt, an mein erstes Buch von ihr.
Sie hat eine große Familiengeschichte mit starken, unvergesslichen Protagonisten geschrieben. Es ist unglaublich stark bildhaft geschrieben, ich konnte mein Kopfkino überhaupt nicht mehr ausschalten. Toll finde ich auch, daß man den ersten Weltkrieg aus der Sicht der "Heimatfront" mitbekommt, meistens liest man die Sicht der Soldaten. Die Lebenskünstler auf dem Monte Verita hat es wirklich gegeben! Überhaupt ist das Schöne, daß es das Haus am Alsterufer auch wirklich gibt, die Wohnungen und Straßen in Hamburg und München auch heute noch da sind, so kann jeder wenn er will an den Originalstätten das Ganze nochmal nachempfinden.
Zur Geschichte:
Es geht im wesentlichen um die Familie Dornhain in den Jahren um 1911, kurz vor und während des 1.Weltkriegs. Die Dornhain besitzen eine Reederei und zählen somit zu den Reichen im damaligen Hamburg. Es gibt den Haushaltsvorstand Victor, seine drei Töchter Ellinor, Helene, genannt Nele und Lavinia, genannt Livi und die Großmutter charlotte. Bedienstete sind auch noch vorhanden, der Fahrer, die Köchin und zwei Hausmädchen, bis Klara dazustößt, das dritte Hausmädchen. Klara bringt ein Geheimnis mit, um das nur Victor und seine Mutter wissen. Leider verlieben sich Nele und Lavinia in den gleichen Mann, wie das ausgeht sollte der geneigte Leser selber lesen. Auch Lavinia, das kapriziöse Nesthäkchen erlebt einiges. Sie schafft es einen Skandal hervorzurufen, an dem ihr Vater schwer zu knabbern hat. Wie und ob Victor das alles aushält und er seine Fassade aufrechterhalten kann, sollten sie auch selber lesen.
Auf jeden Fall eine unbedingte Mußempfehlung, ich hätte gerne 6 Sterne gegeben.
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am 11. September 2014
Als im Jahr 1911 eine junge Frau bei der Reedersfamilie Dornhain klingelt und mit einem Empfehlungsschreiben um Stellung bittet, versetzt das einige Familienmitglieder in Erstaunen. Die Dornhains, das ist der verwitwete Reeder mit seinen drei Töchtern und der im Haushalt lebenden Großmutter. Ebenso das dazugehörige Dienstpersonal nicht zu vergessen.
Die Geschichte handelt aber nicht nur von Klara, die Victor Dornhain als drittes Dienstmädchen einstellt, sondern den drei Schwestern Ellinor, Nele und Lavinia, kurz Livi genannt. Jede Charaktere hat eine eigene Thematik. Die hamburgischen Dornhains zählten zu den alteingesessenen hanseatischen Familien.

Nele wohnte derzeit in München, wo sie Kunst studiert. Für die damaligen Verhältnisse und dann noch als Reederstochter gewiss nicht üblich – Standesdünkel halt.
Als Älteste der drei Schwestern lag es nahe, dass Ellinor die Nachfolge des Vaters antreten würde. Eine starke Persönlichkeit mit Interesse an der Arbeit der Firma und sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein. Das aber alles mit klugem Verstand, halt zurückhaltend, nicht auffallen.
Lavinia, die Jüngste des Trios, das Küken, aber auch diejenige, die immer ihren Willen durchsetzen will.
Über sieben Jahre begleitet der Leser die Hamburger Reedersfamilie Dornhain. Welche Rolle das Dienstmädchen Klara in der Familie spielt, gehört zur Geschichte. Deshalb gehe ich auch nicht näher auf den Inhalt ein. Wer mehr wissen möchte, kann auch einfach nur den Klappentext lesen oder halt sehr ausführliche Rezensionen, in denen sehr viel preisgegeben wird.

Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der Krieg selbst und die Umbruchzeit danach, richtungsweisend für eine Demokratie, gegen eine Räterepublik, all diese Themen finden sich in der Handlung wieder.
Doch nicht nur die damaligen Zeiten, auch ihre lebendig beschriebenen Charaktere lassen den Leser voll in die Geschichte eintauchen, miterleben.

Meiner Meinung kein normaler historischer Roman, auch keine normale Liebesgeschichte, aber Herz und Schmerz sind miteinander verbunden.

Das Buch fängt die Stimmung des 20. Jahrhunderts zu Zeiten des Ersten Weltkriegs gut ein, ebenso das der hanseatischen Oberen Gesellschaft, die frei von materiellen Sorgen in ihren Villen leben.
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am 18. August 2015
Wortgewandt, ja das ist die Autorin, aber darin erschöpft es sich auch schon. Sie verzettelt sich in einer schönen Familiengeschichte und kriegt die Kurve nicht aus dem Kitschroman und dem Banalen heraus. Schade, ich hatte mir aufgrund der vielen positiven Bewertung wesentlich mehr versprochen. Eigentlich wieder eine der vielen unbedeutenden Neuveröffentlichungen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. September 2014
Hamburg im Jahr 1911. Die jüngste Tochter des Reeders Victor Dornhain hat sich in den Kopf gesetzt, den gut aussehenden Architekten Konrad Michaelis zum Ehemann zu nehmen. Sie küsst ihn auf offener Straße - ein Skandal! Nur äußerst widerwillig stimmt Livis Vater der Ehe mit dem Architekten zu. Dieser muss sich beugen und die junge Frau, deren Leben sich nur um Theater, Bälle und die neueste Mode dreht, heiraten. Dabei hat er sich unsterblich in Helene, genannt Nele, verliebt. Nele, eine Malerin, die in München lebt und studiert und wie er erfahren muss, Livis Schwester ist. Nele gibt ihn frei. Was bleibt ihr übrig? Den Skandal von der Familie abzuwenden ist wichtiger als die eigenen Bedürfnisse. Kaum verheiratet, wird Livi der frisch angetraute Ehemann auch schon wieder langweilig. Neles Herz zerbricht. Sie wird schwer krank und reist zur Erholung in die Schweiz, wo sie ein neues und einfaches Leben beginnt, doch ihre große Liebe Konrad kann sie nicht vergessen. Ellinor, die älteste Schwester der drei, setzt sich vehement für die Rechte der Frauen ein und hilft unermüdlich den Armen. Drei Frauen, drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Frauen, die ihren Weg gehen und die in einer Zeit des Umbruchs leben. Doch da ist auch das Hausmädchen Klara, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist, die sie nie kennengelernt hat.

"Das Haus am Alsterufer" - eine Familiensaga, eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen. Micaela Jary schafft es hervorragend, die vergangene Zeit lebendig werden zu lassen. Der Leser wird entführt in eine Zeit, in der ein harmloser Kuss bereits einen Skandal auslöst. Eine Zeit, noch geprägt von alten Sitten und Moralvorstellungen, aber auch eine Zeit, die sich mitten im Umbruch befindet. Die Frauen beginnen, für ihre Rechte zu kämpfen. Die Menschen überhaupt erheben sich und fordern soziale Gerechtigkeit. Als Leser habe ich mich inmitten dieser Geschichte bewegt. Mir war beim Lesen alles so vertraut. Egal, ob ich die Dornhains in die Oper begleitet habe oder ob ich mich beim Lesen inmitten der aufkommenden Tumulte der hungernden Bevölkerung befunden habe. Die Autorin schafft es mit offenbarer Leichtigkeit, das Flair der damaligen Zeit wiederzugeben. Sie fesselt mit erzählerischer Kraft und Einfühlungsvermögen. Der Leser lernt viele interessante und vielschichtige Persönlichkeiten kennen.

"Das Haus am Alsterufer" - eine wunderbare Geschichte, gefühlvoll, tragisch.

Micaela Jary - eine Autorin, die sich einfühlsam mit der Zeit und den Personen auseinandersetzt. Eine Autorin, die liebevoll auf Details achtet und die es schafft, dass der Leser mit Leichtigkeit in eine andere Zeit abtaucht.

"Das Haus am Alsterufer" - unbedingte Leseempfehlung!
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am 31. August 2014
Hamburg, 1911. Der Reeder Victor Dornhain hat drei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Älteste, Ellinor, ist eine vernünftige junge Frau, die mangels Sohn vom Vater auch als Erbin des Familienunternehmens vorgesehen ist und entsprechend eingearbeitet wird. Sie ist immer eine vornehme junge Hamburger Dame, die aber auch ihren eigenen Kopf hat und sich für Frauenrechte und sozial benachteiligte Menschen einsetzt. Dies tut sie jedoch immer mit dem gebotenen Anstand und einer bewundernswerten Diplomatie, so dass sie gar nicht groß auffällt.
Ihre beiden Schwestern sind da anders. Helene, genannt Nele, will Künstlerin werden und darf sogar in München studieren. Dort lernt sie eine ganz andere Welt als den steifen Hamburger Kaufmannsadel kennen.

Und dann ist da noch Lavinia, genannt Livi, das Nesthäkchen der Familie. Ihr ließ man alles durchgehen und entsprechend ist sie zu einer ziemlich verwöhnten jungen Dame herangewachsen. Als sie sich in den Kopf setzt, den Architekten Konrad Michaelis zu heiraten, obwohl der gar kein Interesse an ihr zeigt, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Denn gerade diesen Mann hat Nele vor kurzem zufällig kennengelernt und die beiden haben sich verliebt, ohne zu wissen, wer der andere ist.
Als Nele begreift, dass sie in den Verlobten ihrer kleinen Schwester verliebt ist, bricht sie den Kontakt zu ihrer Familie beinahe vollständig ab und beinahe kommt es in München zu einer Katastrophe. Nur langsam findet Nele ihren Weg im Leben wieder.

Die Ehe von Livi und Konrad steht so natürlich unter keinem guten Stern und letztlich ist keiner der drei mit der Situation wirklich glücklich. Doch eine Scheidung steht nicht zur Diskussion, so etwas gibt es in diesen Kreisen nicht, da bleibt Victor Dornhain hart. Auch er hat seine Erfahrungen gemacht, was unerlaubte Liebe angeht und leidet bis heute unter den Folgen, über die er mit niemandem sprechen kann.

Für mich war dieses Buch eine äußerst interessante Geschichte, die viele unterschiedliche Themen streift und behandelt, ob es nun um den Bau des Elbtunnels geht, den Kampf für die Frauenrechte, Künstlerkolonien in der Schweiz und vieles andere mehr.
Anhand der drei so unterschiedlichen Schwestern setzt die Autorin ein spannendes und abwechslungsreiches Bild jener Zeit zusammen, von Hamburg über München bis in die Schweiz.

Den Klappentext fand ich etwas unglücklich gewählt, enthüllt er doch praktisch schon, was es mit Klara, dem neuen Dienstmädchen im Hause Dornhain, auch sich hat. Auch wenn man sich das als Leser auch so schnell denken kann, hätte ich Klaras Hintergrund lieber selbst beim Lesen erfahren, denn sie als vierte Protagonistin bildet einen interessanten Gegensatz zu den drei Töchtern des Hauses.

Insgesamt auf jeden Fall eine wunderbar detailreiche Geschichte vom Beginn des 20. Jahrhunderts!
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am 30. August 2014
Wir schreiben das Jahr 1911. Victor Dornhain ist seit Jahren verwitwet und lebt mit seiner Mutter und seinen drei Töchtern in Hamburg. Diese könnten nicht verschiedener sein. Die Älteste Ellinor arbeitet im Geschäft mit und ist die vernünftigste der dreien. Die Mittlere Nele, ist ein Freigeist, lebt in München und ist Malerin. Die jüngste Lavinia ist das verwöhnte Nesthäkchen, kennt nur feiern und shoppen. Nele lernt auf ihrer Heimreise nach Hamburg Konrad kennen und verliebt sich sofort in ihn. Nur leider hat sich Lavinia in den Kopf gesetzt diesen Mann zu heiraten. Mit nicht ganz sauberen Mitteln setzt Lavinia ihren Willen durch. In diesem Moment habe ich Lavinia aufrichtig gehasst. Die Geschichte um Klara, das Hausmädchen und Victors uneheliche Tochter, ist mir ein wenig zu kurz gekommen, hoffe es gibt noch eine Fortsetzung.

Der Roman um die Familie Dornhain hatte mich sofort in Bann gezogen. Die Figuren sind sehr gut beschrieben und haben bei mir unterschiedliche Gefühle ausgelöst. Das Kopfkino ist bei mir sofort angesprungen und ich habe mir schon die Schauspieler ausgesucht, mit denen ich diese Erzählung verfilmen würde. Das Buch fand ich sehr spannend geschrieben und ich hatte sehr Mühe es wegzulegen, bevor ich es ausgelesen hatte. Es war mein zweites Werk dieser Autorin und sicher nicht das letzte. Auf alle Fälle werde ich mir diesen Namen merken.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. August 2014
Meine Meinung:
Von den deutschen Großstädten ist mir Hamburg die liebste und deshalb war ich sehr daran interessiert, dieses Buch zu lesen. Vor vielen Jahren habe ich mich in dieser Stadt öfter aufgehalten und mir kamen die meisten Plätze, an denen die Handlungen spielten, bekannt vor. Durch den alten Elbtunnel bin ich natürlich auch schon gegangen und fand es ganz toll, nun alles noch genauer vor Augen zu haben.

Micaela Jary erzählt in diesem Buch die Geschichte der Reederfamilie Dornhain. Victor Dornhain ist verwitwet und lebt mit seiner Mutter und seinen drei Töchtern in einem wunderschönen Haus am Alsterufer. Natürlich stand der Familie ausreichend Personal zur Verfügung, das dafür sorgte, ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. In dem Haus hätte ich wohl auch gerne gewohnt. Aber die Zwänge sich immer standesgemäß zu verhalten wären nicht mein Fall gewesen. Allerdings haben die beiden Töchter Elli und Nele für sich die richtigen Wege und Rückzugsmöglichkeiten gefunden. Einzig Livi fand das Leben, das sie führen durfte, toll. Leider entwickelte sie sich in meinen Augen zu einem verwöhnten, oberflächlichen und sehr dummen Mädchen. Teilweise tragen die Großmutter und der Vater die Schuld, sie hätten sie mehr fordern müssen. Aber Livi hatte auch kein Interesse etwas mehr von der Welt zu wissen, sie fand es wichtiger Einkaufsbummel zu machen und in den Tag hinein zu leben. Auch als die Welt durch den Krieg in Scherben lag, hatte sie immer noch nicht den Ernst erfasst. Man merkt, Livi konnte ich so gar nicht leiden und hätte ihr gerne mehr als ein paar ernste Worte gesagt.
Trotzdem fand ich das Buch und die Geschichte der Familie sehr fesselnd. Mit dem Verhalten von Livi waren halt die Schicksale anderer Familienmitglieder verknüpft.

Aber es drehte sich zum Glück nicht alles um Livi. Wie es dem Personal erging, welche Gedanken sie sich machten und wie sie mit allem klar kamen, war ebenso so interessant zu erfahren. In meinen Augen ist Elli etwas zu kurz gekommen in der Schilderung. Aber ich gehe mal davon aus, dass es ja noch weitere Bücher geben wird und ich als Leserin dann viel mehr von ihr erfahren kann.
Nele, die nicht nur unglücklich verliebt, sondern auch schwer erkrankt ist, habe ich sehr bewundert. Sie hat schwere Zeiten bestens gemeistert und sich dem Schicksal gestellt.

Die Autorin hat viele Personen in die Geschichte eingebunden und ihnen gleichzeitig interessante Charaktere zugeordnet. Sei es neugieriges oder loyales Personal. Sei es die Großmutter, die sehr darauf achtet, dass man dem Stand entsprechend lebt und auf Rituale besteht, selbst als es im Krieg immer schwerer wird sie einzuhalten. Oder die Künstler mit denen Nele in München Umgang hat und die so genannten Freundinnen, die Elli in Hamburg kennt und mit denen sie viel gutes für die Frauen durchsetzen will.

Man merkt auch, dass Micaela Jary alle Orte kannte, wo ihre Protagonisten lebten. Das Buchcover hat mir natürlich sehr gut gefallen, passt es doch genau zum Inhalt des Buches.

In der letzten Zeit erschienen immer mehr Bücher, die um die Zeit des ersten Weltkrieges spielten. Das finde ich besonders interessant, denn ich hatte bisher das Gefühl, dass genau diese Zeit etwas vernachlässigt wurde. Die meisten historischen Büchern waren im Mittelalter angesiedelt, über das die interessierten Leser manchmal besser informiert waren, als über Geschehnisse der jüngeren Vergangenheit. Deshalb fand ich es auch ganz toll, dass dieses Buch 1911 begann.

Fazit:
Ich hoffe, dass dieses Buch der Auftakt der Familiensaga ist und wir noch mehr über die Familie erfahren werden. Auf jeden Fall kann ich dieses Buch empfehlen, die Geschichte einer Familie mit historischem Hintergrund.
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am 8. März 2015
Die Geschichte beginnt mit einem Brief an die ältere Schwester Nele, geschrieben von der jüngeren Lavinia die ankündigt sich demnächst verloben zu wollen. Natürlich möchte Nele ihre Schwester unterstützen und so reist diese kurze Zeit später von München nach Hamburg. Unterwegs macht sie Bekanntschaft mit einem sehr netten, höflichen jungen Mann. Sein Ziel ist ebenfalls Hamburg, er ist Architekt und möchte zur Feier des vor kurzem fertig gestellten Elbtunnels.

Fast zur gleichen Zeit wird die 16 jährige Klara in der Familie Dornhain als Hausmädchen eingestellt und das ganz ohne Referenzen. Nur der Hausherr und seine Mutter wissen, wer diese Klara wirklich ist. Klara ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und lernt dadurch den Mann ihres Lebens kennen und lieben.

Wenige Jahre später bricht der erste Weltkrieg aus der alles bisher dagewesene sehr stärk verändert.

Die war mein erster Roman, welchen ich von der Autorin lesen durfte und es war mit Sicherheit nicht der letzte, soviel steht fest.

Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach gehalten und man kann das Buch prima schnell lesen. Kleiner Kritikpunkt, an manchen Stellen war es mir einfach etwas zu langatmig das ganze.Auch hätte ich nicht zu viel auf dem Klappentext verraten, gerade was die Beziehung Klaras zur Familie Dornhain anging. Ich denke der Leser hätte das ganze selber beim lesen raus finden wollen. Daher leider Punkt Abzug.

Eine wunderbare Familiengeschichte die zum schmökern einlädt. Wir lernen den Reederer Victor Dornhain und seine drei Töchter kennen. Ellinore ist die Älteste der drei und setzt sich sehr für den armen und Schwachen ein, Nele ist die Künstlerin der Familie und studiert Kunst in München und Lavinia ist das verwöhnte Nesthäkchen der Familie, die immer alles bekommt was sie möchte, sogar den Mann, den sie eigentlich nicht liebt, aber indem Nele so eine Art Seelenverwandten gefunden hat. Auch dürfen die Leser Einblicke in das recht junge Leben von Klara Thießen werfen, die als 3. Hausmädchen bei der Familie anfängt. Dem Leser wird schnell klar, welche Rolle Klara im ganzen spielt und warum sie nur auf Empfehlung aus Glückstadt eingestellt wurde. Sie ist die illegitime Tochter des Reederes.

Die Charaktere sind alle wunderbar durchdacht, authentisch und recht sympatisch. (Werde aber jetzt nicht auf alle eingehen)

Allerdings ging mir auch nach kurzer Zeit das Verhalten von Lavinia tierisch auf den Keks. Mit ihr und ihrem doch sehr verwöhnt kindlichem Verhalten konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Da möchte sie auf Teufel komm raus einen Mann heiraten und hat am Ende doch extrem Zweifel, ob es das richtige war, da sie plötzlich andere Interesse hat, als vorher.

Klara das Hausmädchen, von ihr hätte ich noch so viel mehr erfahren und hoffe dies wird noch in den folge Bänden passieren.

Das Buch spiegelt sehr gut die Anfänge des 20. Jahrhunderts wieder auch rund um den ersten Weltkrieg.

Ich finde es ist kein reiner historischer Roman oder gar eine Liebesgeschicht, nein eher eine sehr gute Mischung aus allem. Denn Herz, Schmerzen und die Liebe liegen doch sehr nah zusammen.

Fazit: Wer eine schöne Familiengeschichte zu Beginn des ersten Weltkrieges lesen möchte, ist hier mit wunderbaren Lesestunden an der richtigen Stelle. Ganz klar Empfehlung von mir an euch.
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am 3. September 2014
Eins vorweg – man sollte nicht den Klappentext lesen, der verrät viel zu viel und gibt der Geschichte einen ganz anderen Schwerpunkt. Zum Glück hatte ich diesen Tipp auch bekommen und konnte unvoreingenommen die Lektüre genießen – und ich bin wirklich begeistert von dem Buch!
Es hat Spaß gemacht, die drei Schwestern Nele, Ellinor und Livi über einen Zeitraum von etwa 7 Jahren zu begleiten, ihre Entwicklung zu sehen und mit ihnen zu fiebern. Die Geschichte spielt vorwiegend in Hamburg, da Nele aber in München wohnt und im Laufe der Geschichte auch das Land verlässt, kriegt man auch Einblicke aus anderen Städten und Regionen.
Die Atmosphäre der Zeit rund um die Jahre 1911 bis 1918 hat die Autorin wirklich wunderbar eingefangen. Wie die Familie in Hamburg lebt, was für Dinge sie beschäftigen, über was geredet wird – viele Alltäglichkeiten werden beschrieben und geben damit Einblick in die damaligen Lebensumstände.
Die drei Schwestern können unterschiedlicher wirklich nicht sein. Während Ellinor eher ein ernsterer Typ ist und sich in der Frauenbewegung einsetzt, ist Nele eher der Kunst zugetan und hat in der Familie durchsetzen können, nach München zu gehen, um dort Kunst und Malerei zu studieren. Livi dagegen genießt das Leben und sie interessiert sich eher für Mode und aktuellen Klatsch als für Kultur oder Politik.
Nele habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist aufgeschlossen und intelligent, hat ihre eigenen Vorstellungen, die sie auch durchzusetzen weiß. Niederlagen muss sie leider auch einstecken, doch weiß sie auch diese zu meistern und das Beste draus zu machen. Ich fand sie einfach nur liebenswert und habe mit in einigen Kapiteln richtig mit ihr gelitten. Livi dagegen ist zwar nicht unsympathisch, aber sehr naiv und mit ihrer kindlichen und einfältig Art oft sehr anstrengend. Ihr hätte ich manches Mal gerne den Hals umgedreht und die Augen geöffnet. Auch die anderen Charaktere sind alle sehr gut gezeichnet, sie waren menschlich mit ihren Stärken und Schwächen und spiegeln zudem sehr gut die Menschen der damaligen Zeit wieder. Erwähnen möchte ich noch Konrad, den ich ebenfalls sehr geschätzt habe mit seiner verantwortungsvollen, aber auch liebevollen Art und der Eigenschaft, die eigene Person stets hinten an zu stellen.
Aber es geht in diesem Buch nicht nur um die „Herrschaften“, auch hinter die Kulissen darf man blicken. Die junge Klara erhält nämlich in dem Haus der Familie Dornhain eine Anstellung als Dienstmädchen, so dass man nicht nur ihren Alltag und die anderen Angestellten kennenlernt, sondern außerdem Klaras erste zarte Liebe zu dem jungen Gabriel miterlebt.
In dem Buch werden viele Themen angeschnitten – es geht um den ganz gewöhnlichen Alltag in einer höhergestellten Familie, um die Liebe, die Auswirkungen des Krieges auf die verschiedenen Bevölkerungsstrukturen, die Frauenbewegung und um die Kunst. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und gefangen in der Geschichte. Dazu hat sicherlich auch der angenehme Schreibstil beigetragen, der einfach zu lesen war und die Seiten hat nur so dahinfliegen lassen. Zwar gibt es viele Beschreibungen, die ich aber in keinster Weise als langatmig empfunden habe, vielmehr haben sie dazu beigetragen, dass ich mir die Menschen, die Städte und die Umgebung gut vorstellen konnte. Aufgelockert wurde das ganze durch viele Dialoge oder auch Gedanken der Protagonisten. Alles in allem hat Micaela Jary die Atmosphäre der Zeit wirklich wunderbar einfangen können.
Es ist zwar kein Buch, das die ganze Zeit über spannend im klassischen Sinne ist, dennoch wollte ich immer wissen, wie es nun weitergeht, so dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende fand ich schlüssig, kam mir nur leider etwas zu abrupt. Dafür hat das abschließende Nachwort der Autorin bei mir auch die letzten Fragen klären können.

Mein Fazit
Ein toller Schmöker, mit dem ich in eine andere Zeit und in andere Orte abgetaucht bin. Der sehr angenehme Schreibstil und die interessanten, gut ausgearbeiteten Charaktere haben mich dieses Buch rasch auslesen lassen, dabei werden viele Themen angeschnitten – die Liebe, der Krieg, aber auch die Kunst und die Frauenbewegung. Mir hat das Buch gefallen, nur das Ende war mir zu abrupt. Doch ich gebe gerne 4,5 Sterne und werde sicherlich bald ein weiteres Buch der Autorin lesen.
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