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549 von 579 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar komisch, grotesk und herzlich! Anmerkungen zur französischen Fassung
Ich habe den Film in französischer Fassung gesehen (bin selbst in Lille geboren), danach war es mir ein Bedürfnis, ein paar Sachinfos für alle Interessierte zu geben:
- Die Übertragung vom franz. ins deutsche ist sehr gut gelungen, da der Humor der Orig.-Fassung - anders als man vielleicht vermuten könnte - weniger auf dem...
Veröffentlicht am 22. Januar 2009 von Martin Spieler

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Witzisch, aber keine Schensation
Der Film ist besser als der Trailer vermuten lässt, dort schien der Humor des Films nur darin zu bestehen, dass in Nordfrankreich das Klima rauer, die Sprache und die Menschen gröber seien. In Lille sagen sie statt Bus Busch. Dazu noch etwas Slapstick, etwa wenn der Hauptdarsteller sich mit seinem Fahrrad überschlägt und hart auf einem Bistrotisch...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von junior-soprano


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist ganz anders - eigene Erfahrung vs. Vorurteil, 23. Juli 2010
Von 
Hans Ludwig Eichmann "Einstein44" (Staufenberg/Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Dieser Film macht einfach Spass.

Herrlich die Landschaft im Südosten Frankreichs, die Sonne, das Meer, das Essen, die Menschen, die entspannte Athmosphäre -

Da lässt sich's leben und - wenn's denn sein muss - auch arbeiten.
Aber besser bezahlt werden könnte die Arbeit schon.

Und schon ist die Versetzung in ein Postamt in Frankreichs Norden das nicht gewünschte Ergebnis der Bemühungen.
Der Norden - an der Grenze zu Belgien - Sibirien nicht unähnlich, so das Gerücht, wo die Eingeborenen (kann man sie Menschen nennen?) so komisch sprechen, unzivilisiert sind und lauter Dinge essen, die jedem Südfranzosen Galleschmerzen verursachen würde.

Aber es gibt kein zurück. So bedauern alle Freunde - und erst recht seine Frau, die im Süden bleiben darf - den Unglücksraben.

Symptomatisch hierfür ist eine Szene, in der unser Held von der Polizei wegen Geschwindigkeitsübertretung angehalten wurde.
Als er erzählt, woher er kommt und wohin er versetzt wurde, hat auch der Beamte, ob diesen unmenschlichen Schicksals ein Einsehen und verzichtet auf das Strafmandat, da der Arme ja bereits genug gestraft ist. (Das könnte bei der deutschen Polizei nie passieren!! oder?)

Bei den Tsch'tis angekommen, mit allen Ängsten vorsorglich versorgt, aber erkennt unser Held sehr schnell den Unterschied zwischen Gerücht und Realität.
Er fängt an sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden und schließlich sich auch wohl zu fühlen.
Die Eingeborenen jedenfalls sind doch Menschen und noch dazu zivilisiert, ja sie sind sie gerade zu freundlich und hilfsbereit.
Auch Wetter und Essen sind keineswegs so, wie man in Südfrankreich meinte.
Als weiteres Plus kommt hinzu, die Zuhause wartende Frau entdeckt ihre Liebe zu ihm auf's Neue. Was will man mehr.

Deshalb hält der Postmann bei seinen Besuchen zuhause, die Vorurteile mit eigenen Schilderungen über sein bedauernswertes Schicksal am Leben und alle trösten ihn noch mehr.
Ist es nicht menschlich alles zu tun um die positiven Nebeneffekte für sich zu erhalten.
Was für ein Drama, als sich dann plötzlich Besuch aus dem Süden ankündigt....

Alles in allem ein amüsanter Film, flüssig und überzeugend erzählt.
Ein Muss ihn zu sehen.
Und klar - auch wir hier in Deutschland kennen Frankreich überwiegend nur als ein Land, durch das man fahren muss, um nach Spanien zu kommen.

Dennoch, eine - auch heute noch - immer größer werdende Zahl an Bundesbürgern hat die Schönheit Frankreichs, der Landschaft, der Menschen und auch des Lebensstils, insbesondere der der Cote Azur und die der Provence, entdeckt und lieben gelernt. Stiefkind aber ist - genau wie bei den Franzosen im Film - auch bei uns - dieser Norden.

Wenn der Film nicht nur nett und sehenswert war und uns für 2 Stunden kurzweilig unterhalten hat und uns immer wieder auch zum Schmunzeln oder gar zum herzhaften Lachen gebracht hat, so hat er uns vielleicht zusätzlich eine Gegend, deren Menschen und Kultur nahe gebracht, die es wert sind auch von uns schnellstmöglich besucht zu werden. Noch dazu wo sich diese Gegend "gerade vor unserer Haustüre" befindet.

Ich jedenfalls habe es mir vorgenommen.

Und wenn Franzosen den dort gesprochenen Dialekt verstehen lernen, so wie wir Deutsche das Bayrische, so werde ich mit meinem Schul-Französisch, wie auch unser Held, mit dieser vermeintlichen Schwierigkeit auch zurecht kommen.

Es wird eine interessante Erfahrung.

Jedenfalls hatte ich diesen Film bereits im Kino gesehen und keine Sekunde gezögert ihn zu kaufen, als "Amazon" ihn auf DVD zum Kauf anbot.
Dies empfehle ich jedem, der der französischen Lebensart etwas abgewinnen kann -
und allen anderen auch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humor auf Sch'ti, 5. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Mehr als zwanzig Millionen Zuschauer strömten 2008 in die französischen Kinos, in Deutschland ließen sich zwei Millionen Willkommen bei den Sch'tis" nicht entgehen. Die Komödie von Regisseur Dany Boon, der auch die Rolle des Antoine übernahm, gilt somit als der erfolgreichste französische Film aller Zeiten, womit auch die DVD aus dem Hause Prokino wirbt. Solche Anpreisungen sagen bekanntlich nicht zwingend etwas über die Qualität eines Films aus und sind folglich mit Vorsicht zu genießen. Im Falle dieser vergnüglichen Komödie können aber sämtliche Vorsichtsmaßnahmen getrost fallen gelassen werden.

Dany Boon greift in Willkommen bei den Sch'tis" weit verbreitete Klischees, welche die Südfranzosen von den Einwohnern der Region Nord-Pas-de-Calais besitzen, auf und führt sie in einer herrlich witzigen Komödie augenzwinkernd ad absurdum. Getragen wird der Film dabei in erster Linie von seinen hervorragenden Darstellern: Kad Merad spielt den biederen Postbeamten, der nach und nach seine Vorurteile abbaut, fühlbar aus vollem Herzen und Dany Boon brilliert mit seiner Darstellung des liebenswerten Postboten Antoine, der mit 35 Lenzen noch immer bei seiner Mutter lebt. Auch die übrige Besetzung zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Figuren mit viel Liebe und Enthusiasmus ausfüllen; hier hat Boon ein durch und durch sicheres Händchen bei der Auswahl der Darsteller bewiesen.

Was die Figuren so liebenswert macht, ist der Sch'ti-Dialekt, der im Mittelpunkt des Films steht: Aus einem s-Laut wird ein sch", anstelle eines du" kommt ein duda" zum Einsatz und Sätze werden grundsätzlich mit einem schrillen häh" beendet. Wenn die Einwohner von Bergues einmal so richtig loslegen und Philippe nur Bahnhof versteht, reden sie nicht selten aneinander vorbei. Die Dialoge, die sich daraus entspinnen, sprühen regelrecht vor Witz und Charme und jagen dem Zuschauer Tränen in die Augen. Gleichzeitig führt die deutsche Übersetzung vor Augen, wie viel Sprachwitz der Film im Original besitzen und was alles bei der Übertragung ins Deutsche verloren gegangen sein muss; für Freunde der französischen Sprache ist der Originalton somit verpflichtend. All jene, die der Sprache der Grande Nation nicht mächtig sind, haben aber keinen Grund, Trübsal zu blasen: Für die deutsche Übertragung wurde ein fiktiver Dialekt konstruiert, der die Eigentümlichkeiten und den Charme des Sch'ti vortrefflich wiedergibt. Die deutsche Synchronisation glänzt mit sorgfältig ausgewählten Sprechern, allen voran Stromberg" Christoph Maria Herbst, der als Antoine sein beachtenswertes Talent als Synchronsprecher unter Beweis stellt.

Nur um kein falsches Bild zu vermitteln: Der Film setzt weder auf tiefgründigen Humor noch auf oscarreife Charakterdarstellungen. Stattdessen schubst er den Zuschauer von einer brachial humorigen Szene in die nächste, bevölkert Bergues mit einfach, aber charmant gezeichneten Figuren und entspinnt eine herzerwärmende Liebesgeschichte zwischen dem schüchternen Antoine und der Postbeamtin Annabelle, die nicht um Klischees herumkommt. Die Komödie pflegt einen unkomplizierten und direkten Humor, frei von jeglichem anspruchsvollen Hintersinn, doch gerade darin liegt ihr großer Wert: Kein aufgesetzter Witz, kein über das Ziel hinausschießender Ulk, sondern eine heitere Dauerbelastung für die Lachmuskeln, die mit fühlbarer Hingabe gespielt wurde. Eine unverfälschte Komödie, frei von aufgezwungenem Humor oder Unterhaltungsabsenz und gerade deshalb so treffsicher menschlich.

Das Bonusmaterial rundet den positiven Eindruck ab: In einem 12-minütigen Special spricht Christoph Maria Herbst über die Herausforderung, für die deutsche Übersetzung eine Kunstsprache zu schaffen, und lässt sich im Synchronstudio vom Zuschauer über die Schulter schauen. Daneben warten die Extras mit einem 38-minütigen Interview mit Dany Boon, einer kurzen Doku über das Leben in Bergues nach Erscheinen des Films sowie der obligatorischen Trailershow auf.

Die Kaufversion der DVD beinhaltet die deutsche sowie die französische Tonspur jeweils in Dolby Digital 5.1, zusätzlich den deutschen Ton in DTS 5.1; letzterer ist am Cover nicht angegeben. Weiters sind deutsche Untertitel vorhanden.

Fazit: Ein bezaubernder und vergnüglicher Film für die ganze Familie, mit viel Witz erzählt und von liebenswerten Figuren getragen. Rückblickend ist Willkommen bei den Sch'tis" ohne Zweifel eine der gelungensten europäischen Komödien der letzten Jahre.

Bild- und Tonqualität können nicht beurteilt werden, da es sich um eine Presse-DVD handelt, die von der Kaufversion abweichen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Witzisch, aber keine Schensation, 2. Januar 2009
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Der Film ist besser als der Trailer vermuten lässt, dort schien der Humor des Films nur darin zu bestehen, dass in Nordfrankreich das Klima rauer, die Sprache und die Menschen gröber seien. In Lille sagen sie statt Bus Busch. Dazu noch etwas Slapstick, etwa wenn der Hauptdarsteller sich mit seinem Fahrrad überschlägt und hart auf einem Bistrotisch aufschlägt. Und das hat 20 Millionen Franzosen ins Kino gelockt? Im französischen Original mag der Wortwitz überzeugender sein, in der deutschen Synchronisation (Christoph Maria Herbst spricht Regisseur und Darsteller Dany Boon) klingt es auch nicht sehr viel witziger als deutsche Dialekte. Humor für Menschen, die über Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod lachen können.
Von den idyllischen Schauplätzen und den Schauspielern angesehen ist der Film nicht übermässig französisch. Streckenweise erinnert er an die erste Hälfte des britischen Films Hot Fuzz, in dem ebenfalls ein Beamter aus dem prallen Leben herausgerissen und in die Provinz strafversetzt wird.
Handlung und der Spagat aus tragischen und komischen Momenten wirken sehr routiniert. Die schönsten und lustigsten Szenen sind die, die es nicht im Trailer zu sehen gibt, es sind die Zwischentöne, die kleinen Gesten aus dem wahren Leben, etwa wenn der Hauptdarsteller Philippe Abrams (KAD MERAD) mit 50 km/h über die Autobahn schleicht, um bloss nicht zu früh am Nordpol, wie er Nordfrankreich nennt, anzukommen. Auch die Auflösung der Frage warum Postbote Antoine (DANY BOON) jedesmal nüchtern seine Briefzustellung beginnt und stockbetrunken den Dienst beendet ist amüsant. Ein altes Klischee will es das Franzosen und Deutsche sehr verschieden sind, Willkommen bei den Sch'tis widerlegt dieses Vorurteil, dieser Film funktioniert auch in der deutschen Synchronisation, wenn auch nicht als Kino-Blockbuster so doch zumindest wenn er im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Willkommen bei den Sch'tis ist ein netter, kleiner Film, der aus unverständlichen Gründen 20 Millionen französische Zuschauer fand.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich will nicht an den Nordpol!", 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Das ist Raphaels(Lorenzo Ausilia-Foret) erste Sorge, als er erfährt, dass sein Vater Philippe Abrams(Kad Merad) nach Nordfrankreich versetzt wird. Die Abrams leben im sonnigen Süden des Landes und der Postbeamte Philippe möchte gern an die Cote D'Azur versetzt werden, um seiner Frau Julie(Zoe Felix) eine Freude zu machen. Aber irgendwie klappt das mit der Versetzung nicht. Also täuscht Philippe eine Behinderung vor, wird erwischt und Richtung Bergues strafversetzt. Was sich der Südfranzose unter Nordfrankreich vorstellt, ist ungefähr das, was ein Gläubiger unter dem Begriff Hölle versteht.

In diese Hölle will Julie auf gar keinen Fall. Deshalb muss Philippe allein in den Norden fahren. Als er dort seinen Dienst antritt, muss er feststellen, dass die seltsamen Gestalten um ihn herum, doch irgendwie sympathisch sind. Sein Gehilfe Antoine(Dany Boon) lässt ihn bei sich und seiner Mutter wohnen und die Sekretärin Annabelle(Anne Marvin) ist ebenfalls eine Seele von Mensch. So lebt sich Philippe ein und wenn er an den Wochenenden nach Hause kommt, muss er Julie vorlügen, wie schrecklich es im Norden ist, da sie ihm alles andere ohnehin nicht glaubt. Ginge es nach Philippe, könnte es immer so weitergehen, aber dann kommt Julie auf die Idee, ihren Mann in die Hölle des Nordens zu begleiten. Eine Katastrophe bahnt sich an...

Kurz gesagt: Vermutlich ist -Willkommen bei den Sch'tis- die beste Komödie des Jahres! Dany Boon zeichnet nicht nur für die Regie und Teile des Drehbuchs verantwortlich, er spielt auch den bodenständigen, stets leicht angetrunkenen Antoine perfekt. Wie Boon aus den Vorurteilen seiner Landsleute eine herrlich frische Komödie zusammen gezimmert hat, die vor Situationskomik nur so überbordet, das ist beeindruckend. Ob es die Sprache der Sch'tis ist oder ihre seltsamen Angewohnheiten; Boon schöpft aus dem Vollen. Wenn Philippe endlich lernt, was ein Blödbammel ist und was auf Sch'ti heißt: "Würden sie das noch einmal wiederholen, ich habe es nicht verstanden" bleibt kein Auge trocken.
Ein cineastisches Highlight der Sonderklasse ist die gemeinsame Briefträgertour von Antoine und Philippe, die in der Ausnüchterungszelle endet. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal vor dem Bildschirm so gelacht habe.

Mit skurrilen Gestalten, einer herzerwärmenden Geschichte, jeder Menge Komik und einem Schuss Liebe präsentiert uns Danny Boon seine Sch'tis so liebenswürdig, das uns gar nichts anderes übrig bleibt, als diese Typen ganz fest in unser Herz zu schließen.

Der Film ist in allen Charakteren hervorragend besetzt. Die deutsche Synchronisation ist anfänglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wenn Christoph Maria Herbst Antoine seine Stimme leiht und richtig loslegt, dann möchte man auch das nicht mehr missen.

So bleibt mir am Ende nur zu sagen: Wenn sie auf Komödien stehen und es lieben, wenn sie sich vor Lachen nicht mehr auf dem Stuhl halten können, dann sind sie bei "Willkommen bei den Sch'tis- genau richtig. Genießen sie jede Minute und verpassen sie auf gar keinen Fall den Abspann.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich, 28. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Großartiger Film. (Lach)tränen sind garantiert. Kad Merad und Dany Boon sind genau richtig für diese Rollen. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzerfrischend, 26. September 2009
Über den Film selbst muss nicht viel gesagt werden, er ist ein Phänomen. Natürlich darf man keine große Filmkunst erwarten, wohl aber ein vergnügliches, herzerfrischendes Lustspiel, das dank der hervorragenden Synchronisation auch auf Deutsch prächtig zu unterhalten weiß. Die Gags mögen zum Teil alt und abgedroschen sein, aber Danny Boon setzt sie mit einem untrüglichen Gespür für Timing so grandios um, dass man gern über die wenigen allzu kitschigen Momente hinwegsieht.

Auf der leider mit großer Verzögerung zum ohnehin späten Kinostart erschienenen Blu-ray ist der Film mustergültig umgesetzt und auch mit einigen Extras versehen; wünschenswert wären freilich noch französische Untertitel gewesen, um das Ch'ti auch in der französischen Originalfassung besser nachvollziehen zu können. Hier kann man Prokino jedoch keinen Vorwurf machen, da davon auszugehen ist, dass dem Label hier aus lizenzrechtlichen Gründen die Hände gebunden waren.

Umso erfreulicher ist das der BD beiliegende kleine "Langenscheidt-Wörterbuch", das nicht nur die im Film vorkommenden Dialektausdrücke tabellarisch auflistet und mit den jeweiligen Pendants der deutschen Synchronfassung vergleicht, sondern auch wertvolle Hintergrundinformationen zum Dialekt selbst sowie zur Region Nord-Pas-de-Calais liefert, das im Film übertrieben dargestellte Ch'ti mit dem in Wirklichkeit gesprochenen vergleicht und mit allgemeinen Erörterungen zur Rolle des Dialekts in der globalisierten Welt und vor allem im Kontext des französischen Sprachkonservatismus abschließt.

Ein Lob verdient natürlich auch das Wendecover, mit dessen Hilfe man das FSK-Logo auf die Innenseite der Verpackung verbannen kann.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tränen vor Lachen, 11. April 2013
Die Sch'tis kann man sich ein wenig wie die Friesen Frankreichs vorstellen - plattes Land, platte Mentalität. Jedenfalls stellen sich die übrigen Franzosen das so vor.

Der Postangestellte Philippe wird, nachdem ein paar krummen Tricks, an die Cote d'Azur versetzt zu werden, aufgefallen sind, sozusagen in den Norden "strafversetzt". Doch - Überraschung! - nach einiger Zeit fühlt er sich dort ausgesprochen wohl.

Mehr wird hier nicht verraten. Nur soviel: Auch in der deutschen "Übertragung" der sprachlichen Besonderheiten dieses windgeprüften Küstenstamms machen vor allem die Dialoge viel Spaß. Tränen vor Lachen sind angesagt.

Ob man deswegen gleich die Blu-ray kaufen muss, ist eine andere Frage. Denn bei wiederholtem Ansehen fällt der Reiz des Neuen wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Gags leben nun mal von Überraschung - wenn die wegfällt, bleibt nicht mehr viel. Denn die Geschichte an sich ist banal, wie die Franzosen sagen.

Trotzdem: Weil die Erstbeschau viel Spaß macht - obwohl es kein Fleisch zu sehen gibt - hat der Film eine Empfehlung verdient.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lieblingsfilm, 27. Dezember 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Französischer Humor... am Anfang waren wir skeptisch den Film mit den Kindern (12 und 6) zu schauen.
Heute gehört er definitiv mit zu unseren Lieblingsfilmen und auch nach mehrmaligem sehen kann man immer noch lachen.

Die Schauspieler sind in ihren Rollen gut verteilt und auch unser jüngster versteht die meisten Witze und Sprüche richtig.

Würde schon sagen, dass das ein Familienfilm ist :)
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein überaus warmherziger Film, 18. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Willkommen bei den Sch'tis (DVD)
Weil hier der Film so polarisierend besprochen wurde, hat er mich doch sehr interessiert. Und nachdem ich ihn im Kino verpassen musste, habe ich ihn mir deshalb auf DVD gekauft: Kurz: Ich fand ihn mehr als gut.

Gewiß, er ist kein Schenkelklopfer, deswegen vielleicht auch die zum Teil negativen Kritiken. Das Wesentliche wurde bereits gesagt und fast alle Rezensenten haben irgendwo auch recht. Denn der Witz, besser der Humor, keimt im Hintergrund, wenn nicht im Verborgenen - man muß genau hinsehen, besser sogar mehrmals. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die jeder schon einmal selber erlebt hat und hier vorgeführt werden. Aber das Vorführen geht auf niemandes Kosten, nicht auf eine quengelige Ehefrau, nicht auf eine Region, nicht auf Behinderte. (Übrigens bin ich selbst "behindert", aber herzlich gelacht habe ich, als der Alibi-Rollstuhl umfiel ...) Es geht um die Lösungen, die zu finden sind, und die kleinen Dinge, die eigentlich die großen sind, die das Leben erst lebenswert machen.

Ich habe mir den Film eingelegt, als ich schlechter Stimmung war. Und siehe da: Hinterher war ich gänzlich gelassen. Denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht (und weint). Das war nicht das letzte Mal, dass ich mir dieses Kabinettstückchen angesehen habe.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Franzose... wer hätte das gedacht?, 17. September 2009
Im allgemeinen kann ich französische Filme überhaupt nicht ausstehen. Entweder geht dabei offenbar in der Übersetzung zu viel verloren oder ich kann das oft sehr hampelige Geschauspiele der Nachbarn im Westen nicht ertragen.

Noch schlimmer wird es wenn es sich um Komödien handelt. Das letzte Mal richtig lachen konnte ich da glaube ich bei 'Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe' und der hat schon so seine Jahre auf dem Buckel und ich war auch etwas jünger.

Was die Franzosen normalerweise nicht können ist dieser feine Humor (den die Engländer ganz gut beherrschen und den die Deutschen auch nicht drauf haben) und dann kommt plötzlich dieser Film. Die Szenen im Film, wer es schon gesehen hat wird es wiedererkennen, die sich auf die Temeratur im Norden beziehen (speziell das Gesicht des Verkehrspolizisten) fand ich unglaublich lustig.
Wie der Schauspieler den Direktor rüberbringt, der Blick auf die Uhr, diese totale Verzweiflung. Wunderbar. Wie der Direktor seinem Untergebenen das Trinken im Dienst abgewöhnen will, herrlich. Man hab ich gelacht.

Schti ist eine dialekt Sprache im norden Frankreichs, die in der deutschen Version durch eine Kunstsprache (die man eben auch nicht so gut verstehen kann) ersetzt wird. Man gewöhnt sich recht schnell daran und die Synchronsprecher haben da wirklich tolle Arbeit geleistet. Das wirklich tolle an der Geschichte waren für mich aber eher die Charaktere. Die Witze die sich aus dem Sprachwirrwar ergaben fand ich gegenüber den Witzen aus den Klischees und dem Kulturclash eher nicht so gut (aber immer noch auf gutem Niveau).

Im Laufe der Geschichte nimmt man an den kleinen und großen Problemen von ganz normalen Leuten teil und das Ende ist zwar Happy wird aber zum Glück nicht so ausgedehnt und überstrapaziert wie man es aus amerikanischen Produktionen kennt. Auch hier großen Applaus an die Macher.

Das man es geschafft hat so einen Film (der ja sehr stark auf Sprachunterschieden aufbaut) ins Deutsche zu Retten ist für mich eine Meisterleistung. Leider kann ich kein Französisch. Mich würde wirklich interessieren ob der Film im Orginal noch besser ist...

Da es in letzter Zeit kaum gute Komödien gab rate ich jedem der gerne mal wieder Lachen will sich das Teil anzusehen.

Qualität von Bild und Ton der Blu-Ray war in Ordnung, ist aber bei diesem Film nicht besonders relevant.
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