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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigend gut
Bereits S3 hat mir gut gefallen, "Vierter Stock Herbsthaus" legt sogar noch nach. Das Spukphänomen, das Susami hier schildert, lässt dem Leser alle Haare zu Berge stehen - eine wahre Geschichte? Ich will es nicht hoffen, andernfalls müsste ich wohl tatsächlich der Anregung des Autors folgen und mir ein Nachtlicht fürs Schlafzimmer besorgen...
Vor 9 Monaten von Melanie V. veröffentlicht

versus
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zwiegespalten
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich die Beschreibung spannend fand. Zum Thema und der Geschichte wurde ja schon viel gesagt.
Mir hat da Buch einerseits sehr gefallen. Es ist einfach mal eine andere Geschichte mit untypischen Hauptdarstellern. Dann hat man natürlich immer im Hinterkopf, dass diese Geschichte wirklich so geschehen sein soll...
Vor 3 Monaten von Melanie Meyer veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigend gut, 23. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Bereits S3 hat mir gut gefallen, "Vierter Stock Herbsthaus" legt sogar noch nach. Das Spukphänomen, das Susami hier schildert, lässt dem Leser alle Haare zu Berge stehen - eine wahre Geschichte? Ich will es nicht hoffen, andernfalls müsste ich wohl tatsächlich der Anregung des Autors folgen und mir ein Nachtlicht fürs Schlafzimmer besorgen.

"Vierter Stock Herbsthaus" ist in einem flüssigen, sehr bildlichen Stil geschrieben. Susami gelingt es, mit einer angenehm zu lesenden Sprache Alltagsphänomene unglaublich präzise und realitätsnah zu schildern und dem Leser das Gefühl zu vermitteln, hautnah am Geschehen dabei zu sein. Auf manche Leser könnte es irritierend wirken, wie genau Susami seinen Protagonisten "auf's Maul schaut" - da wird z.B. das Wort "wo" als Relativpronomen verwendet, oder "der" und "die" als Personalpronomen. Eine Spur der Mündlichkeit, die in "S3" dominiert, findet sich in diesem Text also noch. Störend ist das allerdings nicht, denn es fügt sich gut ins Gesamtbild und verstärkt den Eindruck, dass man es hier mit echten Menschen zu tun hat, die sich in ungekünstelter Sprache äußern. Von der direkten Rede abgesehen, entspricht die Sprache des Buches übrigens absolut der Norm und glänzt durch hervorragende Metaphern.

Ein Punkt, der mich allerdings gestört und auch etwas irritiert hat, war die etwas schlampige Handhabung von Interpunktion. An einigen Stellen fehlen Anführungszeichen oder sind überzählig, Fragezeichen werden gesetzt, wo eigentlich Punkte gehört hätten, usw. Das ist umso seltsamer, da der Text sonst sehr fehlerarm ist (von das/dass-Fehlern einmal abgesehen). Ich habe mir ernsthaft überlegt, dafür einen Stern abzuziehen, denn hier handelt es sich wirklich um Fehler, die nicht sein müssten - ein Anführungszeichen mehr oder weniger fällt beim genaueren Durchlesen schließlich auf. (Nachtrag: Laut Autor wurden diese Fehler in der aktuellen Version bereits behoben)

Ich habe mich aber entschieden, dennoch die volle Punktezahl zu vergeben, denn das Buch erfüllt seinen Sinn und Zweck auch mit diesen winzigen Mängeln verdammt gut: den Lesern das Fürchten zu lehren.

Zu der Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen. Einen gedanklichen fetten Pluspunkt gibt es von mir dafür, dass der Leser mit möglichen Erklärungen für das Spukphänomen gefüttert wird. "S3" hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen, da die Hintergründe des Spuks im Dunkeln bleiben, bei "Vierter Stock Herbsthaus" bekommen wir eine Hintergrundgeschichte geliefert, die sich im Laufe des Buches nach und nach entfaltet. Phänomene, die anfangs unabhängig voneinander und zufällig erscheinen, finden am Ende zu einem gemeinsamen Ursprung.

Abschließend kann ich nur sagen: Hut ab, Herr Susami, bitte mehr davon!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Leseerlebnis mit gruseliger und unheimlicher Atmosphäre, 28. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Ich gebe zu, ich bin immer sehr kritisch wenn ich eine gruselige Geschichte empfohlen bekomme da ich meine Erwartungen eher auf unblutige dafür aber unheimliche und spannende Szenen setze.
Der Autor Oliver Susami war mir bereits durch „S3 – Spuk in der Bibliothek“ bekannt und positiv in Erinnerung geblieben. Umso erfreuter und neugieriger war ich auf „vierter Stock Herbsthaus“, nicht unbedingt weil es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll, sondern weil es eine Nacherzählung war. Ich wollte wissen ob es Oliver Susami gelingen würde eine nacherzählte Erfahrung seinem Schreibstil anzupassen und die nötige Atmosphäre zu schaffen.
In dieser Nacherzählung geht es um Lena und Paula, die beide auf der Suche nach einer größeren Wohnung sind. Sie bekommen das Angebot, in einen Wohnblock zu ziehen und dort den „Wachdienst“ zu übernehmen, sprich einmal am Tag ihre Runde zu drehen. In diesem Wohnhaus wohnen nur noch 2 Mietparteien und die Miete ist unschlagbar günstig. Eigentlich also der Traum eines jeden jungen Pärchens. Doch schon bald geschehen unheimliche und zunächst unerklärliche Phänomene die Lena bald anders denken lassen.
Oliver Susami lässt Lena (deren Name natürlich geändert ist) erzählen. Der Leser erlebt die Beziehung zwischen Lena und Paula hautnah. Die Szenerie wirkt so authentisch als würde man den beide beim Einzug helfen. Als wäre man einfach mit dabei. So wirkt allerdings auch die Atmosphäre im Herbsthaus! Obwohl die Geschichte sehr unblutig verläuft, baut Oliver Susami dank seinem Schreibstil enorm viel Spannung rein und verpasst so manche gruselige Stimmung bei dem es dem Leser den Rücken kalt hinunterlaufen kann.
Ich fand es stellenweise so gruselig das ich Lena am liebsten NICHT auf ihrem Rundgang begleitet hätte.
Schon der Einstieg in die Geschichte ist relativ spannend und unheimlich, dabei spielt sich besagte Szene nicht einmal im Herbsthaus ab.
Die dargestellten Personen sollten ebenfalls positiv erwähnt werden.
Egal ob es sich um Lena oder Paula handelt, oder um Kollegen oder Professoren, alle und damit meine ich alle, Figuren, sind authentisch und sehr realistisch dargestellt. Schnell hatte ich das Gefühl einschätzen zu können wie welche Person nun reagiert. Das fand ich sehr beeindruckend und trug zu dieser unheimlichen real wirkenden Atmosphäre bei.
So wurde diese Geschichte für mich zu einer sehr emotionalen Achterbahnfahrt. Auf der einen Seite litt ich mit Lena, schimpfte auf Paula und andere Personen, wollte unbedingt weiterlesen und gleichzeitig das Licht anlassen und Lena von ihren Rundgängen abhalten.

Fazit:
Allein die Tatsache, dass es sich um eine Nacherzählung einer wahren Begebenheit handeln soll, macht für mich die Geschichte um einiges gruseliger! Wer weiß, wo dieses Haus steht oder gestanden hat und wenn sich wirklich alles so abspielte? Ich bekomme Gänsehaut!
Mein Respekt geht an Oliver Susami, der es geschafft hat, diese Geschichte so authentisch nachzuerzählen als wäre er Lena und als wäre er derjenige, der diese unheimliche Geschichte erlebt hat.
Ich freue mich auf weitere Werke von ihm und hoffe er wird auch weiterhin im paranormalen Genre schreiben.
© Michaela Gutowsky
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer "Spukhaus-Geschichten" mag, ist hier absolut richtig. Unheimlicher Roman mit interessanter Story., 11. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
"Vierter Stock Herbsthaus" ist nach "S3, Spuk in der Bibliothek" das zweite Buch, welches ich von Oliver Susami gelesen habe. Wie schon bei "S3", suggeriert der Autor dem Leser, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handelt. Dieser Meinung bin ich zwar nicht, fand das Buch aber trotzdem richtig gut.

Oliver Susami schafft es mühelos, dem Leser die bedrückende Stimmung, die in dem Herbsthaus herrscht, zu vermitteln. Er kommt dabei mit erstaunlich wenigen Stilmitteln aus. Über kleinere Logikfehler konnte ich hinwegsehen, die Story ist einfach zu spannend und zu unheimlich. Die enthaltenen Horrorelemente fand ich sehr gelungen und teilweise auch verstörend. Warum am Anfang des Buches so oft betont wurde, dass Lena lesbisch ist, verstehe ich allerdings bis heute nicht.

Auch wenn leider am Ende ein paar Fragen offen blieben: Mich hat "Vierter Stock Herbsthaus" ausnehmend gut unterhalten und ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus. Leser, die an übersinnliche Dinge glauben, sollten hier unbedingt zugreifen. Aber auch Skeptikern wird das Buch sicherlich gut gefallen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meiden Sie das "Herbsthaus"..., 7. Oktober 2014
Von 
Larissa "Larissa" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
...denn hier werden Sie Heimsuchungen erleben, die Einen um den Verstand bringen können! Also Vorsicht!

Oliver Susami, der neue "Meister des Horrors" aus Deutschland, hat wieder ein Buch veröffentlicht, dass allen Freundinnen und Freunden von Spukhäusern, Geistererscheinungen und einer, damit verbundenen, bedrohlichen Atmosphäre, Stunden mit spannendem Lesestoff bietet. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen und will unbedingt wissen, wie die Story endet.

Der Schriftsteller, der in einem ausgesprochen guten, anspruchsvollen Stil schreibt, spürt, dass wohl die meisten seiner Leserinnen und Leser Fans eines subtilen, leisen, aber damit um so unheimlicheren Horrors sind, die keine abgehackten Arme und Beine und literweise Blut wollen, sondern, die die dunklen Ecken und die unheimliche und bedrohliche Atmosphäre eines Hauses schätzen. Und genau hierhin, in eines dieser Spukhäuser, führt sie der Autor.

Es beginnt alles eigentlich damit, dass die Medizinstudentin Lena und deren Lebensgefährtin Paula eine neue Wohnung suchen.

Doch zuvor hat Lena, die während ihrer Semesterferien in einem Schlaflabor Nachtwache hält, dort ein schreckliches Erlebnis: Ein alter Mann versucht sich umzubringen.

Um Lena und ihren Kollege, der dem Patienten das Leben rettet, kümmert sich nach diesem Ereignis ein (mit mehreren Doktortiteln und Auszeichnungen dekorierter) Psychiater und zwar so intensiv, dass Lena sich schon nach den Gründen fragt.

Dann lenkt sie aber ein anderes Ereignis ab: Die beiden Freundinnen haben endlich eine bezahlbare große Wohnung, in einem, allerdings heruntergekommenen und fast leeren sechsstöckigen Wohnhaus, nämlich dem sogenannten "Herbsthaus", angeboten bekommen und greifen begeistert zu. Die Wohnung ist preiswert, aber von den beiden Mieterinnen wird erwartet, dass sie das Haus überprüfen, also Kontrollrundgänge machen. Lena spürt bereits bei der ersten Besichtigung des Objekts, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, dass es da Zimmer und Flure gibt, die nicht geheuer sind und ihr Angst machen.
Doch die beiden Freundinnen Lena und Paula beziehen eine Wohnung im vierten Stock des Hauses und damit beginnt das Verhängnis....

Mehr möchte ich nicht verraten. Ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen und mir war klar, dass dafür andere Dinge, die auf Erledigung warteten, zurückstehen mussten. Wer sich an "Vierter Stock Herbsthaus" wagt, der sollte vorher seine Termine prüfen, denn Oliver Susamis Roman garantiert Spannung vom Vorwort bis zur letzten Seite!

Fazit: Ein toller Autor, von dem seine immer größer werdende Fan-Gemeinde sicher noch Einiges erwarten darf. Ich freue mich jedenfalls schon auf sein nächstes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gruselnd - an den richtigen Stellen, 4. Oktober 2014
Von 
Bernhard Tischler (Villach, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Ich konnte Herbsthaus im Zuge einer Ermäßigungsaktion ergattern und habe mir daher noch nicht viel Gedanken um den Inhalt gemacht. Die Einleitung klang interessant, zumindest interessant genug um das e-Book mal auf den Kindle zu verfrachten. Dort lagert es nun und wartet ein paar Monate, bis ich erneut diese gruselnde Geschichte, die ja auf wahren Gegebenheiten basieren soll, lesen kann...

Zum Buch selbst:
Man sagt, Wahnsinn und Genie liegen nahe beieinander ... und das, was die Hauptfigur des Buches erlebt, ist eine Gradwanderung, eine Grenzerfahrung, aus der Sicht eines Menschen wie du und ich, einer jungen Studentin, die vielleicht etwas auf der emotionaleren, neurotischen Seite menschlicher Verhaltensweisen gelandet ist, was sie allerdings im Verlauf des Buches nur umso sympathischer macht. Oliver Susami nimmt den Leser auf eine ganz unplanmäßige Reise dieser jungen Frau mit, deren Erlebnisse im Vergleich zu den aufbauschenden Eskapaden modernerer Gruselromane und Horrorfilme kaum bedeutungsvoll sein mögen, die aber einen Durchschnittsmenschen um den Verstand bringen können. Und hier glänzt Susami damit, die inneren Vorstellungen der eigenen Gedankenwelt geradezu beängstigend offenzulegen, sodass man sich in Kürze verbunden fühlt. Dann braucht es nicht mehr viel, denn die gruseligen Momente im Buch sind wie erwähnt nicht hochschockierender Natur, lassen aber nie die Spannung verkommen und halten einen unentwegt im Griff des Herbsthauses.

Ich habe zwar bislang nur Kino- und Brettspielrezensionen verfasst (allerdings nicht auf Amazon), aber dieses Buch ist so fesselnd, dass ich mich nun überwunden habe auch mal eine (kurze) Buchkritik zu verfassen. Das allein sollte schon ein Grund sein, warum man sich das Buch einmal zu gemüte führen sollte :-).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht zu überbietende Spannung! Besser geht nicht!, 16. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Taschenbuch)
Ich werfe normalerweise nicht inflationär mit Superlativen um mich, aber dieses Buch ist schlicht sensationell.
In meiner persönlichen Bestenliste im Spannungsgenre ist dieser Roman tatsächlich auf Platz 1 gelandet, was ich im Traum nicht gedacht hätte.

Ich bin ein Vielleser. Dieses Jahr habe ich schon an die 50 Bücher gelesen, im Thriller/Horrorbereich war fast alles dabei, was Rang und Namen hat: King, Ketchum, Laymon, Fitzek, Beckett, Pollock, Robotham, Coben, Lansdale, Jahn usw.
Viele waren großartig, aber "vierter Stock Herbsthaus" ist die absolute Benchmark.

Die Handlung erzählt im Präsens aus der Ich-Perspektive die Geschichte der Medizinstudentin Lena, die durch eine vermeintlich glückliche Fügung zu einer sehr günstigen Mietwohnung kommt . Der Autor nimmt den Leser sofort mit auf die Reise, man ist augenblicklich in der Geschichte drin und vertraut mit den Figuren, deren Charakterzeichnung sehr gelungen ist.

Schon alleine das Setting hätte sich kein Schriftsteller besser ausdenken können.
Ein fast verlassenes, heruntergekommenes Miethaus, in dem beim Einzug 28 von 30 Wohnungen leer stehen. Im 3. Stock riecht es auch 2 Jahre nach einem Brand, bei dem eine Person ums Leben kam, noch nach Rauch, der Fahrstuhl ist marode, soll nicht mehr benutzt werden und gibt nachts unheimliche Geräusche von sich. Im vierten Stock, in der die Wohnung Lena's und ihrer Lebensgefährtin liegt, wohnt nur noch eine verschrobene, seltsame 92-jährige Frau.

Wie Susami diese Geschichte die sich tatsächlich so zugetragen hat/haben soll und die ihm von der Hauptfigur, die im Buch den Aliasnamen Lena trägt, bei mehreren Treffen und Telefonaten erzählt wurde schriftstellerisch umsetzt, ist Weltklasse. Er entführt den Leser in eine Welt, in der sich die Grenzen der Wahrnehmung verschieben und das Weltbild einer nüchtern und rational denkenden jungen Frau aus den Fugen gerät.

Nie hatte ich beim Lesen von Anfang bis Ende ein dermaßen ausgeprägtes Gefühl der Beklemmung. Der Spannungsbogen reicht von der ersten bis zur allerletzten Zeile. Eine sinistere, unheilvolle Atmosphäre schwebt wie eine dunkle Gewitterwolke über dem gesamten Roman. Der Leser wähnt hinter jeder Ecke des düsteren Hauses eine diffuse Bedrohung.

Wie Oliver Susami in seinem Vorwort schon sagt, darf man in diesem Roman keine explizite Gewaltdarstellung und rollende Köpfe im Sekundentakt erwarten. Der Plot lebt von einer Düsterkeit und einem subtilen Grauen, das den Leser permanent erfasst.
Dabei schafft es der Autor mit einer wirklich großartigen, flüssigen Sprache beim Leser ein Kopfkino zu erzeugen, das intensiver nicht sein kann. Ich war wirklich beeindruckt von der schriftstellerischen Klasse Oliver Susami's, immerhin ist er ja noch nicht lange im Geschäft.

Abgesehen von der recht flapsigen Jugendsprache, in der die Dialoge und Gedankengänge Lena's beschrieben sind, ist der Schreibstil exzellent. Hier und da werden tolle Metaphern benutzt, auch der Witz kommt nicht zu kurz.
Die Beschreibung des Geschehens, der Ängste der Protagonistin, ihrer Träume, ist von einer brillanten Anschaulichkeit und Intensität.

Dass die Hauptfigur ab der Mitte des Romans einige Dinge macht, die für mich nicht ganz nachvollziehbar sind und ihre Freundin Paula sich zum Ende des Romans zu einem veritablen Unsympathen entwickelt, tut der packenden Geschichte keinen Abbruch, zumal es die Realität widerspiegelt.

Das Ende ist dermaßen mitreißend und unglaublich, dass mir ein ums andere Mal schier die Luft wegblieb. Die Spirale das Grauens zirkuliert immer schneller, bis die Bedrohung gar physisch wird.

Kein Hollywoodregisseur mit überbordender Kreativität hätte sich einen fulminanteren Showdown ausdenken können. Wer das Buch wie ich abends liest, sollte damit rechnen, dass er sich dabei ertappt, wie er in den dunklen Ecken des Schlafzimmers nach Schatten sucht, die dort nicht hingehören.
Fast unvorstellbar, dass diese Geschichte auf einer tatsächlichen Begebenheit beruht.

Oliver Susami spielt nach diesem Roman in der Champions League. Ich war wirklich hellauf begeistert von diesem Buch und erwarte mit großer Vorfreude ein hoffentlich bald erscheinendes neues Werk.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für einsame Nächte, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Lena zieht mit ihrer Freundin in ein fast leeres Hochhaus. Sie sollen auf das Gebäude aufpassen, damit niemand randaliert und wohnen dafür für eine unglaublich geringe Miete. Doch im vierten Stock dieses Hauses geht es nicht mit rechten Dingen zu. Schon bald begegnen Lena dort mitten in der Nacht unheimliche Gestalten und sie fürchtet um ihr Leben.

Der Autor erklärt zu Beginn, dass es sich hier um die Nacherzählung einer wahren Geschichte handelt. Und das erhöht natürlich noch einmal den Gänsehautfaktor. Aber auch Susamis Beschreibungen der gruseligen Begebenheiten und die damit erzeugte Stimmung haben es tatsächlich geschafft, dass ich beim Lesen auf dem Kindle - obwohl er beleuchtet ist - noch extra das Licht im Schlafzimmer anmachen musste. Ja, ich habe auch so eine Nische gegenüber meines Bettes und ich konnte nicht anders als immer mal wieder dort hin zu schauen, ob mich nicht doch etwas beobachtet.

Der Schreibstil ist recht einfach, manchmal flapsig und oft umgangssprachlich. Aber auch das trägt natürlich zur Authentizität der Geschichte bei und liest sich dadurch wie ein Tagebuch. Ansonsten ist es recht flüssig geschrieben und bis auf ein paar Längen in der Mitte gut zu lesen. Der Spannungsbogen bleibt nahezu konstant und ich musste mich geradezu zum Aufhören zwingen.

Auch die Auflösung des Ganzen treibt dann nochmal den Puls nach oben und bildet einen würdigen Abschluss. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der Spukgeschichten mag und sich gerne mal wieder so richtig gruseln will. Ich bin begeistert und dieses Buch wird sicherlich nicht das letzte von Susami gewesen sein, das ich lese.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grusel und Spannung, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Oliver Susami hat einen sehr flüssigen Schreibstil, den man sofort folgen kann. Die viele Dialoge treiben die Story voran und ich muss sagen, dass er es sehr gut schafft, eine enorme Spannung aufzubauen. Ich habe mir alles sehr gut bildlich vorstellen können, fast so, als würde ich kurz selbst in Lenas Rolle schlüpfen.

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und in einen fast schon magischen Bann gezogen. Die Geschichte fängt mit dem Schlaflabor schon sehr spannend an und man kann es kaum beiseite legen. Manchmal musste ich sogar weiterlesen, obwohl meine Augen eigentlich schon weh taten.

Nur wenige Bücher haben es bis jetzt geschafft, dass ich mich wirklich "mittendrin" fühle. "Vierter Stock Herbsthaus" gehört au jeden Fall dazu. Beim Lesen erschien mir das gesamte Haus real, ich konnte es förmlich riechen und ich habe mich gefühlt, als würde ich mit Lena zusammen diese unheimlichen Runden machen. (Die ich im Dunkeln wohl niemals allein gemacht hätte.)

Viele merkwürdige Dinge passieren und Lena findet nach und nach raus, was im Herbsthaus vor sich geht. Dies ist alles sehr spannend erzählt und ich muss gestehen, dass ich manchmal echt Angst hatte beim lesen. Die Einsamkeit eines fast verlassenden Hauses war greifbar und all die Dinge, die passiert sind, haben auch mich mitgenommen. Ich vermag hier natürlich nicht zu sagen, wie viel Wahrheit in der Geschichte liegt. (Mein Mann würde wieder einmal sagen, dass ich nicht alles glauben sollte!) Aber ich denke schon, dass sich die Geschichte so oder so ähnlich zugetragen hat, auch wenn das Ende sehr unheimlich und gleichzeitig traurig ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen abgefahren, skuril, lesenswert, 23. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Ein literarisches Meisterwerk ist es vielleicht nicht, und am Anfang zieht es sich ein bisschen. Super fand ich das Buch aber doch - es ist einfach eine abgefahrene Geschichte in origineller Umgebung. Ob das Ganze jetzt auf einer wahren Begebenheit beruht, ist mir persönlich wurscht. Mich hat auch weniger die Geschichte von den paranormalen Aktivitäten angesprochen als vielmehr der interessante Ort des Geschehens und die entsprechende Atmosphäre, die schlüssige Entwicklung der Ereignisse bis hin zum "Finale" und auch die Entwicklung der Protagonistinnen angesichts ihrer Erlebnisse. Man kann jetzt schon auch (zu Recht) der Meinung sein, dass viele Nebensächlichkeiten das Ganze manchmal langatmig werden lassen. Für mich hat das die Spannung eher gesteigert - der größte Grusel findet im echten Leben ja meistens auch in unseren Köpfen statt ohne dass uns dauernd was im Dunkeln anspringt.

Für mich lebt das Buch vor allem auch von der Protagonistin und ihren Überlegungen, die anderen Charaktere fand ich ebenfalls interessant und originell. Es muss ja auch nicht immer alles glatt, mit superintelligenten Gedanken, schlüssig, ohne Ecken und Kanten sein mit Lösungen für alles und jeden, das gibt es in der Realität ja auch nicht. Daher von mir fünf Sterne für Originalität, Atmosphäre, Grusel ohne berechenbare Hochglanz-Effekte, Realitätsnähe und überraschendes Ende.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow, 28. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vierter Stock Herbsthaus (Kindle Edition)
Dies war das zweite, von Oliver Susami geschriebene, Buch, welches ich gelesen habe. Und ich bin wirklich begeistert. Obwohl es für mich zwar in dem Moment von Nachteil war, ist es für ein Buch über eine Spukgeschichte gleichzeitig doch ein riesiger Qualitätsbeweis, dass ich in den beiden Nächten, in denen ich es durchgelesen habe, keinen Schlaf finden konnte. Ich habe mich wirklich gegruselt!
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, obwohl ich nachvollziehen kann, was anderen daran nicht passt. Es gibt hier eben keine verschnörkelten Beschreibungen, keine ewig langen Schachtelsätze oder ähnliches. Hier wird ausnahmsweise im Präsens "berichtet". Und das mit einer persönlichen Note. Die Protagonistin bindet auf sehr sympathische Weise immerwieder ihren Humor mit ein und ich finde, dass dies dem Ganzen Authentizität verleiht. Würde mir sowas in Wirklichkeit widerfahren, ich hätte ähnliche Gedankengänge.
Und anders als vom Autor im Vorwort behauptet wird, bleiben für mich eigentlich gar nicht so viele Fragen offen. Zumindest keine, die dafür sorgen, dass man hinterher sagt: "Toll, wattn Mist, da wird ja gar nix aufgeklärt." Einige Dinge bleiben eben ungesagt, andere ungeklärt, aber ich finds absolut in Ordnung so.

Ich lese gerade das dritte Susami-Buch. Ich finde ih erfrischend anders. Und er ist ein Meister der Unheimlichkeit :-)
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Vierter Stock Herbsthaus
Vierter Stock Herbsthaus von Oliver Susami
EUR 2,99
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