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Decay
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Mai 2014
Efdemin hat nach seinem 2010er Meisterwerk "Chicago" mit "Decay" endlich auf Albumlänge nachgelegt.
Doch der erste Hördurchgang überrascht oder besser gesagt irritiert. Hat man wirklich ein Efdemin Album vor sich?
Gerade Beats, den Club vor Augen, ...

Aber auch bei diesem Werk von Phillip Sollmann gilt: Gib ihm Zeit! und vor allem: Lass Dich darauf ein!

Nach mehrmaligem Konsum erkennt man auch bei "Decay" den gewohnten Efdemin wieder, auch wenn das Werk wohl zugänglicher ist als die beiden Vorgänger.
Die Detailverliebtheit ist zwar noch präsent, aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie in der Vergangenheit. Dennoch bekommt man mit den 10 Tracks die Efdemin typische verschleierte / vernebelte Soundästhetik / Atmosphäre, die man so lieb gewonnen hat.

Der gerade Beat im Opener "Some Kind Of Up And Down Yes" gibt gleich die Richtung vor - (dunkler) Club und Tanzfläche. Auch wenn gerade dieses Stück noch eher an einen Sonnenaufgang erinnert. Während bei "Drop Frame" auch noch Zurückhaltung dominiert und ein wenig Beklemmung intoniert wird, geht`s bei "Transducer" über das verspielte "Solaris" immer deutlicher in die Beine und kulminiert dann bei "Decay". Aber keine Angst, hier wird nicht sinnlos geballert und die Hütte abgerissen. Vielmehr bekommt die düstere deepe Stimmung etwas Raum zu atmen und den nötigen Drive, um die Tanzfreude zu wecken.

Wer die Vorgängeralben mochte, wird wohl am ehesten bei "Subatomic" oder "The Meadow" auf seine Kosten kommen. Erstgenanntes lässt einen zur Mitte des Albums wieder runterkommen und nimmt einen wieder in ganz tiefe Gefilde mit. Dem Track könnte ich ewig zuhören, nur leider ist er, mal abgesehen vom Outro "Ohara", der kürzeste auf dem Album.

Efdemins dritter Langspieler atmet und lebt Detroit und ist als Gesamtwerk in seinem Minimalismus durchaus schlüssig.

Fazit: Für einige vielleicht zu eintönig und nicht innovativ genug. Für mich immer noch Efdemin Qualität - wenn auch der etwas anderen Art.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2014
Phillip Sollmann alias Efdemin hat, nach eigener Aussage, in nur wenigen Tagen sein 3.Album aufgenommen. Leider muss ich sagen, hätte er sich auch mehr Zeit dafür nehmen sollen. Die Tracks plätschern so vor sich hin - anders als noch bei seinem Debüt "Efdemin", fehlen mir hier die Abwechslung und die verspielten Kleinigkeiten, die sonst in seinen Stücken zu finden waren. Stattdessen setzt er hier mehrfach auf Stimmensamples - baut Schnipsel der englischen Version von der Sendung "Was bin ich?" ein oder ein Statement einer Party Lady, die unbedingt mitteilen muss, dass sie schon sehr lange Musik hört - das machen wir aber auch und daher kennen wir die 303 - & 909 Sounds schon in und auswendig. Ein bisschen mehr Abwechslung in der Rhythmusmaschine oder wenigstens die kleine Verfremdung eines einzelnen Drumsounds, hätte die Lust am Hören schon gesteigert. Diese Abwechslung müsste nicht auf jedem Stück zwingend erforderlich sein, wie z. B. auf dem wunderbar treibenden und tiefen "Subatomic" - hier wird schon so eine fabelhaft mysteriöse Stimmung erzeugt, dass mit wenigen Mitteln ein Ganzes geschaffen wird. Ebenso auf "The meadow" - ein Piano spielt 2 Töne (!), die Base wummert 4to the floor, ein bisschen Arp & Flächensounds aus Nebellandschaften = fertig & traumhaft.
Leider fehlen mir diese Momente auf Decay zu oft, so dass Efdemin hier eine ganz nette Sache abliefert, die mich allerdings über die Gesamtspielzeit zu selten fasziniert.
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4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2014
Wie schon mein Vorrezensent hingewiesen hat, soll dieses Album in nur 3 Monaten aufgenommen worden sein. Ich glaube, sogar in nur 3 Wochen - ketzerisch in 3 Tagen. Ich höre ja schon lange elektronische Musik und all seine Variationen, aber so ein langweiliges Album in diesem Genre ist mir nur selten begegnet. Stumpe Bassline mit den gleichen dumpen HiHats. Keine Variationen in den Tracks vorhanden, keine Verspieltheit, keine Nuancen, die ein Track ja interessant macht. Nichts ... wirklich aber auch rein gar nichts vorhanden. Auch nicht nach mehrmaligen Hören, was an sich schon ziemlich anstrengend wird bei einem solchen Album.
Nach wie vor kann man bei Amazon weder neutral noch ohne Sterne bewerten. So muss ich diesem Album einen Stern verpassen, obwohl unverdient.
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