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173 von 189 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend für Architektur und Landschaft, gut auch für Familienfotos oder Reportage
Durch einen glücklichen Umstand habe ich diese Kamera schon ein paar Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin bekommen und habe daher schon sehr frühzeitig von ersten Erfahrungen berichten können. Ich habe die Rezension im Laufe der Zeit immer weiter verbessert und erweitert. Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle Kommentatoren, die hervorragende...
Vor 5 Monaten von homo_oeconomicus veröffentlicht

versus
12 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für JPG-Fotografierer und Griechenlandurlauber!
Die Sony Alpha 6000 hätte eigentlich das Update für meine zwei Jahre alte Sony NEX-F3 werden sollen, aber zu guter Letzt hat sie nun doch wieder den Weg zurück zum Sender finden müssen.

Ganz klar sind Attribute wie ein Sucher, eine viel intuitivere Menüführung und andere kleine Punkte wie z.B. eine AUTO-ISO Mode mit frei...
Vor 2 Monaten von Heinz veröffentlicht


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173 von 189 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend für Architektur und Landschaft, gut auch für Familienfotos oder Reportage, 27. März 2014
Durch einen glücklichen Umstand habe ich diese Kamera schon ein paar Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin bekommen und habe daher schon sehr frühzeitig von ersten Erfahrungen berichten können. Ich habe die Rezension im Laufe der Zeit immer weiter verbessert und erweitert. Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle Kommentatoren, die hervorragende Tipps gegeben haben.

Überblick in Kürze:

Wer Bilder von unbewegten Motiven machen will, bekommt eine tolle Kamera. Die Farben und der Kontrastumfang sind sagenhaft, die zusätzliche Auflösung bringt erstaunlicherweise einen echten Mehrgewinn (hervorragende Objektive vorausgesetzt - das 16-50 Kitobjektiv ist von dieser Kamera schlicht überfordert).

Bei Bildern von Menschen in Bewegung oder gar bei Kindern war ich erst ein wenig enttäuscht, habe jetzt aber Einstellmöglichkeiten gefunden, die für mich sehr gut funktionieren. Mit diesen spielt die A6000 jetzt tatsächlich in der Liga von (einfachen) Spiegelreflexkameras, obwohl meine Ausschussquote auch nach vielen Tausend Bildern Erfahrung noch deutlich höher bleibt als bei Spiegelreflexkameras.

Die Langfassung:

Autofokus:
Ich habe auch eine NEX-5R. Mit dieser waren bewegte Motive praktisch nicht fotografierbar, weil der Autofokus viel zu langsam und für die Sensorgröße zu ungenau war. In den ersten Tagen mit der A6000 habe ich daher zunächst Einstellungen verwendet, die bei der 5R nötig waren, um deren Schwächen auszugleichen. Damit habe ich aber offenbar die A6000 versehentlich um einige ihrer Möglichkeiten gebracht. Um das anderen zu ersparen, beschreibe ich meine Einstellungen hier etwas genauer. Ich arbeite jetzt in schnellen Bildsituationen mit folgenden Einstellungen:

Fokus-Modus: AF-C (Nachführung) oder AF-A (automatische Wahl zwischen AF-C und AF-S). Der Modus AF-D (bei dem manuell nachjustieren kann) ist für schnelle Scenen schlechter geeignet, auch wenn man nicht manuell eingreift.
AF lasse ich nur noch durch die AEL-Taste aktivieren, nicht mehr durch den Auslöser (das ist die Konfiguration, die gern von Sportfotografen verwendet wird; sie ist aber nicht jedermanns Sache).
Auf einer Funktionstaste liegt die AF Focus Area.
Auf der anderen Funktionstaste der Augen-AF.
Gesichtserkennung an, außer wenn es auf eine bestimmte Person unter vielen ankommt, denn sonst ist die Gefahr zu groß, dass die Kamera auf ein falsches Gesicht fokussiert. Das ist die Situation, in der man besonders den Touchscreen vermisst (mehr dazu unten).

Damit gelingen mir jetzt auch bei schnellen Motiven sehr viele Bilder, die exakt im Fokus sind. Allerdings: Wer glaubt, eine Nikon D4 zu einem Bruchteil des Preises zu bekommen, den muss ich enttäuschen. Meine Ausschussquote bleibt sogar deutlich höher als bei einer Nikon D300, wobei schwer zu sagen ist, woran genau das liegt. Ich kann aber einige Hinweise geben: 1. Meine A6000 hat einen deutlichen Frontfocus, d.h. die Schärfeebene liegt etwas zu nah an der Kamera. Eigentlich ist das eine Macke, die Kameras mit Kontrast-AF nicht haben, aber dies scheint eine Begleiterscheinung des Hybrid-AF zu sein. 2. Der AF schafft die Schärfenachführung nur dann, wenn das Hauptmotiv nur maximal ca. 20% der Bildfläche ausmacht. Den Läufer auf der Zielgeraden bekommt damit scharf, einen formatfüllenden Hund, der sich in Kamerarichtung bewegt, aber nicht - auch wenn Sony das in der Werbung gern als Beispielmotiv zeigt. Insgesamt ist der AF für eine Kamera dieser Art sehr gut, aber eben immer noch deutlich schlechter als bei einer mittleren SLR.

Bei schwachem Licht wird der AF natürlich langsamer und pumpt etwas, ist aber durchaus verwendbar. Bei sehr schwachem Licht findet flexible Spot AF keinen Fokus mehr, dann hilft es aber, auf area focus umzustellen. Wie schon bei der NEX 5R muss man das AF-Hilfslicht ausschalten, damit es besser wird (das ist kein Schreibfehler: ohne Hilfslicht wird es besser).

Es ist schade, dass es kein Touch-Display gibt, aber mit den oben genannten Einstellungen kann ich dieses Problem weitgehend umgehen.

Blitz: Der Blitz ist durch Knopfdruck aktivierbar und nervt nicht durch eigenmächtiges Aufklappen. Sehr gut! Der Aufhellblitz funktioniert jetzt auch wenigstens einigermaßen, obwohl der gesamte Bildeindruck immer noch bei Weitem nicht an eine Fuji X100s herankommt. Bei schwachem Licht erschlägt der Blitz das Motiv. Ich stelle ihn standardmäßig auf -1/3 und oft auf Langzeit-Sync, dann geht es recht und schlecht. Der Weißabgleich wird trotzdem ziemlich schief, weil die A6000 sich offenbar nicht so recht zwischen Blitz und Umgebungslicht entscheiden kann. Klar, dass die Lichtfarbe des Blitzes eine andere ist als die von Glühlampenlicht, aber auch hier gilt: Fuji findet den deutlich besseren Kompromiss. Vielleicht haben die irgendeine Technologie patentiert, die Sony nicht übernehmen kann.

Batterie: Die gute Nachricht ist, dass die alten NEX-Akkus weiterhin funktionieren. Die noch bessere, dass es auch mit meinen Nicht-Originalbatterien funktioniert. Und die allerbeste, dass sich die Batterie jetzt sogar dann laden lässt, wenn man ein USB-Ladegerät von Apple oder Samsung verwendet (das ging nämlich beider 5R nicht). Die schlechte Nachricht ist, dass der Akku wirklich recht schnell leer ist. Zum Glück ist das weniger schlimm, weil man im Regelfall die Bilder zwischendurch mal auf den Computer überträgt und danach die Kamera eingestöpselt lassen kann, dann ist sie im Nebenbei wieder voll. Auf Reisen oder einem längere Shooting sollte man aber genug Ersatz-Akkus dabei haben. In den ersten Tagen der Benutzung hielt der Akku für geschätzte 250-300 Bilder, inzwischen komme ich aber auch auf über 600 Aufnahmen, ohne den Akku ganz leer zu ziehen. Es scheint so, als hätten sich Kamera und Akku erst aneinander gewöhnen müssen (das gilt auch für meinen Original-Akku aus der 5R).

Sucher: Dass es einen gibt, ist gut. Er ist auch schnell und bei Available-Light-Fotografie schön hell und rauscharm. Die Auflösung ist aber nicht toll und man sieht deutlich die einzelnen Pixel. Die Schärfebeurteilung ist daher nur eingeschränkt möglich. Manchmal ruckelt er deutlich, und er hinkt etwas nach, woran man sich erst einmal gewöhnen muss, um nicht immer etwas zu spät abzudrücken.

Bildqualität: Bei statischen Motiven (also z.B. Landschaft oder Architektur) ist die A6000 eine Sensation. Ich stelle sie gern auf Vivid mit Sättigung +3 und Schärfe +1, dann kommen direkt als jpg unglaublich gute Bilder heraus. Probieren Sie es, auch wenn es nicht jeden Geschmack treffen wird. Wer Landschaftsbilder aus dieser Kamera sieht, will dorthin fahren. Ich schätze es, wenn eine Kamera in der Lage ist, out of cam" perfekte Bilder zu liefern - und dass kann die A6000. Hier lässt die Sony die Fujis weit hinter sich (ich selbst habe auch eine X100s). Das gilt bei Landschaft und Architektur besonders, aber auch bei Menschen, wenn man sie denn richtig scharf bekommt (was bei Models geht, weil sie in der Bewegung jeweils kurz still halten). Dann gefallen mir die Hauttöne der Sony um Längen besser, weil sie intensiver sind und das gesamte Bild detailreicher erscheint (ich rätsele immer noch, woran das genau liegt). Die Einstellung Portrait ist übrigens auch sehr gut verwendbar, besonders bei kühlem Licht (probieren Sie Sättigung und Schärfe +1).

Available Light: Trotz der hohen Auflösung ist das Verhalten bei schwachem Licht sehr gut. Das Rauschen ist sehr gut korrigiert, aber die Details gehen bei schwachem Licht deutlich verloren. Trotzdem sind die Bilder ohne Einschränkung verwendbar, eben nur mit geringerer effektiver Auflösung. Der Weißabgleich funktioniert ebenfalls sehr gut, ist aber bei Kunstlicht zu gelblich, allerdings eher schwächer als bei den meisten anderen Kameras. Bei Mischlicht findet der automatische Weißabgleich oft sehr natürlich wirkende Abstimmungen, sofern man keinen Blitz einsetzt.

Objektive: Auch wenn es nicht zur Kamera gehört, einige Hinweise zu den Objektiven. Um die A6000 ausnutzen zu können, reicht das kleine Kit-Objektiv hinten und vorne nicht. Man sollte das 16-50 eher als Dreingabe ansehen, mit der man die Kamera ausprobieren kann. Es ist ein kleiner Wackelkasten, dessen Auflösungsvermögen einfach nicht mit dem Sensor mitkommt und das fast immer stark dezentriert ist und somit auf einer Bildseite deutliche Unschärfen hat. Man kann es nutzen, wenn man die Kamera wie eine Pocketkamera in die Jackentasche stecken will (dafür mag ich es auch), aber mehr ist nicht drin. Will man die Bildqualität der Kamera ausnutzen, dann braucht man Objektive, von denen jedes einzelne teurer ist als die Kamera selbst. Grandios ist das Zeiss 16-70 (lassen Sie sich nicht durch negative Berichte im Internet davon abschrecken: die meiste Kritik entsteht, weil es eine Bildfeldwölbung hat, was bei den Standardtestmethoden zu Fehlmessungen führt). Für Available Light und Portrait ist das SEL50F18 hervorragend, für Schärfefanatiker die Touit-Objektive von Zeiss, die aber leider keinen Bildstabilisator haben.

Einige kleinere Beobachtungen:

Das Hauptärgernis aller NEXen bleibt erhalten: Sony hat die Funktion abgeschaltet, dass man Auto-HDR oder Belichtungsreihen mit Zeitauslöser kombinieren kann. Allerdings ist das hier nicht mehr so schlimm, weil man die Kamera auch im HDR-Modus mit der drahtlosen Fernsteuerung auslösen kann, wenn man dies im Menü freigegeben hat (Menü "Koffer", 3. Untermenü). Das kann man auch dauerhaft eingeschaltet lassen und kann abwechselnd mit Fernsteuerung und Auslöser arbeiten. Damit kann ich sehr gut leben, würde mich aber trotzdem freuen, wenn Sony in einem Firmwarupdate auch die Kombination HDR und Timer freischaltet.

Der klappbare Monitor ist und bleibt Spitze. Man kann die Kamera damit wie eine Hasselblad von oben her bedienen oder sie mit einer Hand hochhalten und über eine Menschenmenge fotografieren. Er ist im Sonnenlicht leider kaum verwendbar, aber dafür gibt es ja den Sucher. Schade, dass der alte Zusatzsucher der NRX 5R nicht verwendbar ist, denn der lässt sich klappen. Sehr ärgerlich hierfür ist, dass es keinen künstlichen Horizont mehr gibt.

Die Unterseite ist nun glatt und hat eine hinreichend große Auflagefläche für einen Stativanschluss.

Die Serienbildfunktion ist wirklich sehr schnell und lässt sich zum Glück in drei Stufen einstellen. Ich nehme nur die mittlere oder die langsame, weil es sinnlos ist, nicht nur das Blinzen einer Person, sondern auch noch mehrere Phasen davon einzufangen. Für Sportfotografie könnte die hohe Geschwindigkeit sinnvoll sein, aber ich glaube noch nicht daran, dass das ein häufiger Einsatzzweck der A6000 wird. Übrigens ist die A6000 das Attribut schnellste Kamera" schon wieder los, bevor sie lieferbar war, denn die Nikon 1 V3 soll 20 Bilder pro Sekunde mit AF-Nachführung machen. Ob das funktioniert kann ich natürlich nicht beurteilen; allerdings muss man bedenken, dass die Nikon wegen des kleineren Sensors geringere Anforderungen an die Präzision des AF hat und damit möglicherweise mehr scharfe Bilder liefert.

Es gibt jetzt eine Speicherfunktion für die Kamera-Einstellungen, in der man drei Settings speichern kann. Das ist prima, um zum Beispiel zwischen Landschaft, Portrait und Available Light umzustellen. Die Bedienung ist noch nicht optimal, aber schon mal besser als nichts.

Auto HDR ist eine geniale Funktion und funktioniert besser als bei den meisten anderen Kameras, sofern die das überhaupt haben. Die Panorama-Funktion ist verwendbar, aber schlechter bedienbar als bei einem Galaxy-Handy.

Die Menüaufteilung ist viel besser als bei den alten NEXen. Gott sei Dank! Ich konnte mich einmal von links nach rechts durcharbeiten und hatte schon einmal eine gute Grundkonfiguration, ohne einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen. Allerdings muss man wissen, dass die Einstellmöglichkeiten mit den etwa 20 Hebelchen, Schälterchen, Rädchen, Kläppchen und dem in der Nähe von 200 Einträgen langen Menü schon einiges an Kameraerfahrung voraussetzen. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass ich hier doch etwas voreilig war und erst beim zweiten oder dritten Durchgang für mich sehr wichtige Einstellungsmöglichkeiten (und besonders Kombinationen daraus) gefunden habe. Auch zeigt sich, dass ich trotz der besseren Struktur manchmal ziemlich lange suchen muss, um Funktionen wiederzufinden.

Zudem fehlen mir noch ein paar Funktionen, allen voran die Möglichkeit, die Dateinamen zu ändern. Denn ohne diese Möglichkeit hat man als Besitzer mehrerer Sonys doppelte Dateinamen, was die Archivierung erschwert.

Die Kamera lässt sich als Massenspeicher mit dem Computer verbinden und man braucht keine nervtötende Junk-Software auf seinem Rechner. Ein Glück!

Die Haptik hinterlässt gemischte Gefühle. Die Rechte Seite ist von der Form und durch die Belederung sehr gut gelungen, der Rest ist mir zu plastikmäßig. Die AEL-Taste ist eigentlich eine der wichtigsten Tasten, sie liegt aber zu weit rechts, sie lässt sich nicht erfühlen und muss faktisch mit dem Fingernagel bedient werden. Das riecht sehr stark nach dem Versuch, die engagierten Fotografen zu teureren Modellen zu drängen, ist aber eine schlechte Entscheidung, weil die A6000 ja auch die NEX7 ersetzt und man eben manchmal eine Kamera haben will, die in erster Linie klein ist.

Das Schnellmenü ist ein Geschenk des Himmels und gegenüber früher deutlich verbessert. Es lehnt sich jetzt an die Fuji-Bedienung an, sodass man direkt in dem Menü durch das Einstellrad Änderungen vornehmen kann. Besser als bei Fuji ist, dass dieses Menü freier konfiguriert werden kann. Sehr gut!

Die Anschaltzeit ist ohne Tadel, auch der Sucher sich schaltet schnell ein, wenn man sich mit dem Auge nähert. Eine Spiegelreflex ist schneller bereit, aber in den allermeisten Fällen wird man nichts vermissen.

Der Sucher schaltet sich auch dann ein, wenn er nah an einer Wand ist oder das Licht auf bestimmte Weise einfällt (das ist zum Beispiel bei hellem Licht von der Seite der Fall). Das kann manchmal ganz schön nerven, weil dann der Monitor nicht mehr benutzbar ist. Daher gibt es Situationen, in denen ich tatsächlich inzwischen lieber wieder auf meine NEX-5R zurückgreife.

Die Sony-Spezialabteilung für Kundenverärgerung hat leider auch bei der A6000 zugeschlagen, obwohl in dieser Abteilung offenbar einige Entlassungen vorgenommen wurden:

Der künstliche Horizont existiert nicht mehr. Das ist äußerst ärgerlich, weil damit die "Hasselbad-Bedienung" mit Einblick von oben erheblich verschlechtert wird. Meine dringende Bitte an Sony ist, die Wasserwaage in einem Firmware-Update nachzuliefern.

Die A6000 hat keinen Klinkeneingang für ein Mikrofon. Stattdessen soll man sich das teure Bluetooth- oder Aufsteck-Mikrofon kaufen. Hier der Link zu dem Aufsteckmikrofon: Sony ECMXYST1M.CE7 Stereomikrofon für Camcorder mit Multi-Interface-Zubehörschuh (es ist nicht gleichzeitig mit einem externen Blitz verwendbar).

Die A6000 neigt zur Unterbelichtung, vermutlich aus Panik, dass helle Bildstellen ohne Zeichnung sein könnten. Das ist leider so stark, dass man die Vollautomatik kaum benutzen kann, weil dann die jpgs durchweg flau aussehen (mal abgesehen davon, dass diese superintelligente Automatik ziemlich unvorhersehbare Dinge macht). Ich arbeite daher nur in den Modi A und besonders P und stelle (in der Regel bei Schwachlichtsituationen) die Belichtungskorrektur oft auf +1/3.

Dass die Kamera kein Touchdisplay hat, ist richtig ärgerlich. Denn damit könnte man das AF-Feld schnell verschieben und die derzeit sehr umständliche Bedienung vereinfachen. Ideal wäre es, wenn man das Touchfeld auch dann benutzen könnte, wenn man mit dem Sucher arbeitet. Bei der Wiedergabe könnte man mit einem Touchdisplay schnell an der gewünschten Stelle ins Bild hineinzoomen. Das ging auch bei der NEX 5R, aber hier ist es nicht vorhanden. Warum nicht? Wahrscheinlich, um uns noch die Nachfolgemodelle verkaufen zu können.

Fazit: Die Kamera hat eine großartige Bildqualität und lässt sich sehr frei konfigurieren. Deshalb habe ich länger als erwartet gebraucht, die für mich optimalen Einstellungen zu finden, aber mit diesen kann ich jetzt auch in schnellen Bildsituationen gut arbeiten. Man braucht sehr gute Objektive, um die Bildqualität ausschöfen zu können. Die meisten meiner Kritikpunkte konnte ich mit Hilfe der Tipps in den Kommentaren beseitigen und bin jetzt ziemlich begeistert. Hier hat tatsächlich eine Kamera mit elektronischem Sucher die Spiegelreflexen fast eingeholt.

Falls die Begeisterung bei Ihnen nicht gleich einsetzt: Geben Sie sich und der Kamera ein wenig Zeit, sich aneinander zu gewöhnen. Bei mir war sie nötig, aber es hat sich gelohnt.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kamera für (fast) alle Situationen, 23. Juni 2014
>>>>Die Ausgangslage:
Nach 10000 Bildern muss ich jetzt hier auch mal meine Meinung zur Sony Alpha 6000 kundtun. Zuallererst mal meine fotografische Vorerfahrung: Ich komme von einer Canon PowerShot SX30 IS Digitalkamera (14 Megapixel, 35-fach opt. Zoom) mit Superzoom und einer ebenfalls guten Handykamera mit dem Nokia Lumia 920. Also ich fotografiere gerne in der Natur und bei Indoorveranstaltungen, wie z.B. Poetry Slams. Bin kein Profi, sondern ein an der Fotografie interessierter und ambitionierter Mittelklasseamateur mit Spaß an kreativen Bildern ;) Die Grundlagen der Fotografie habe ich mir allmählich selber angeeignet.

Bei meiner Bridgekamera hat mich immer die immens lange Autofokusgeschwindigkeit gestört, bei den Poetry Slams habe ich so immer die richtig guten Bilder verpasst, bzw. lag der Ausschuss der Bilder bei weit über 50%.

Das hat sich jetzt schlagartig mit der A6000 geändert. Jetzt habe ich lediglich noch einen Ausschuss von 5-10% der Bilder und bekomme neue kreative Möglichkeiten, wie z.B. Freistellen von Motiven.
Der schnelle Autofokus und zudem die Möglichkeit auch mit hohen ISO-Einstellungen zu arbeiten bringt mir persönlich neue ungeahnte Möglichkeiten (ISO bis 6400 ohne störendes Rauschen).

>>>>Der Kamerabody:
Die A6000 liegt gut in der Hand und alle Knöpfe sind einhändig erreichbar. Das Gewicht empfinde ich als angenehm, besonders wenn man länger damit unterwegs ist macht sich das leichte Gewicht bemerkbar.
Das Display lässt sich gut ablesen und man kann die Beleuchtung manuell anpassen, z.B. auf sonnig wenn man draußen fotografiert (Diese Funktion habe ich mir auf die frei belegbare Taste C2 gelegt).

Ich finde insgesamt die Vorbelegung der Tasten sehr sinnvoll und intuitiv erlernbar. Besonders gut gefällt mir die FN-Taste, mit der sich viele relevante Funktionen erreichen lassen (wie Fokusfeld, Belichtungsmessung, etc…) Natürlich ist auch das Funktionsmenü komplett frei belegbar und kann so den eigenen Ansprüchen wunderbar angepasst werden.

Es ist auch ein Blitz integriert, der nicht von selbst ausschnappt, was ich persönlich sehr angenehm finde. Er wird über die Blitztaste manuell aufgeklappt. Besonders gefällt mir daran, dass man auch indirekt blitzen kann, indem man den Blitzarm nach unten drückt. Hier hätte ich es allerdings noch praktischer gefunden, wenn man den Blitz in der indirekten Position auch einrasten lassen könnte, evtl. eine Idee für das Nachfolgemodell ;)

Was ich an dieser Kamera zu schätzen gelernt habe ist der Sucher. Beim Durchschauen kann man sich voll auf das Fotografieren konzentrieren und mir fällt das manuelle Fokussieren damit leichter, da die Kamera mehr Stabilität bekommt. Was allerdings etwas blöd gelöst ist, ist die Augenauflage. Die hab ich gleich mal nach einer Woche im Wald verloren. Ersatz kostet um die 20€ (Sony FDA-EP 10 Okularmuschel), die ich mir erstmal sparen werde, denn es geht auch ohne ganz gut, bloß bei extremen Sonnenschein fehlt sie mir. Wenn ich wieder eine Muschel besitze, werde ich sie auf jeden Fall mit etwas Sekundenkleber fixieren.

Beim Benutzen des Suchers wird übrigens auch das Display deaktiviert. Allerdings ist der Näherungssensor, der dafür gebraucht wird auch manchmal etwas nervig, etwa wenn man Bilder zeigt und jemand mit dem Finger auf das Display zeigt. Überstreift man dabei den Sensor, geht das Display eben aus, was schonmal auch nervig sein kann, zumal der Sensor unter 5cm Abstand bereits reagiert.

Das Display kann nach oben und nach unten geklappt werden, was z.B. bei Überkopf- oder Bodenaufnahmen praktisch ist, aber leider nicht zu Seite geklappt werden, was z.B. für die so modernen Selfies von großem Nutzen wäre, oder wenn man um die Ecke fotografieren möchte.
Zum Auslöseknopf muss ich noch sagen, dass ich anfänglich ein wenig Schwierigkeiten damit hatte, weil meine vorherige Kamera mehr Kraft zum Auslösen benötigte, aber das hat sich mit der Zeit gelegt. Das für mich störende Piepsen beim Fokussieren habe ich gleichmal auf Lautlos gestellt, man sieht auch optisch, wenn das Objektiv scharfgestellt hat.

Insgesamt ist der Body wertig verarbeitet, man spürt nicht, dass es „nur“ Plastik ist.
Schade dabei finde ich allerdings, dass die Kamera nicht staub- und spritzwassergeschützt ist. Auch irgendwie blöd, dass der Blitzschuh ohne Abdeckung ist, lässt sich aber mit Nikon BS-1 Schutzklappe Blitzschuh passgenau beheben.

Einmal ist mir bereits die Kamera aus ca. 1,5m herunter gefallen. Ich habe einen Riesenschreck bekommen und mich über meine Unachtsamkeit geärgert, aber zum Glück hat die Kamera den Fall unbeschadet überstanden, kein Kratzer, keine Delle drin, keine Funktionsstörung bisher. Aber natürlich werde ich jetzt noch besser auf die Kamera aufpassen, bei dem Preis ist das mehr als angebracht.

Bei den zur Verfügung stehenden Programmen muss ich besonders die Panoramafunktion hervorheben. Endlich eine Kamera, die schöne Panoramas machen kann ohne die störenden, farblich unterschiedlichen Übergänge. Das ist top-gelöst und man kann sich beim Fotografieren der Aufmerksamkeit der Umstehenden sicher sein, wenn die A6000 wie ein Maschinengewehr loslegt.

An diesem Punkt sei auch gesagt, dass mit bis zu 11 Bilder pro Sekunde eine Wahnsinns Leistungsfähigkeit der Kamera vorliegt. Habe im Tiergarten damit die Delfinshow fotografiert und 80 Prozent der Bilder sind scharf fokusiert. Die Bilder lassen sich wie ein Film durchzappen beim Anschauen. Respekt! Auch hier ist einem die Aufmerksamkeit sicher, denn das Auslösen der Kamera ist schon ziemlich laut hörbar.

>>>>Apps:
Sehr praktisch finde ich die angebotenen Apps, die man nach Registrierung kostenlos oder kostenpflichtig direkt per W-LAN auf die Kamera laden kann.

Besonders angetan haben es mir dabei die Apps Smart-Fernbedienung, Bildeffekt+ (beide kostenlos) und Zeitraffer (kostenpflichtig).
Mit der Fernbedienung kann man seine Kamera über das Smartphone fernauslösen. Besonders toll für mich dabei ist, dass es auch für mein Lumia 920 (Windows Phone 8) eine App namens „Scrap“ gibt. Man kann den Zoom einstellen, ein Auslöseintervall definieren und die Bilder werden auf Wunsch auch direkt aufs Telefon per W-LAN transferiert. Für Androide und Äpfel gibts auch Apps direkt von Sony.

Bildeffekt+ ist dafür da, kreative Bilder zu erstellen, wie Miniaturaufnahmen, Comicfotos oder Wassermalfarbenbilder. Schöne Abwechslung und bietet viele Einstellmöglichkeiten wie das Fotografieren von Schwarz-Weiß plus einer zusätzlichen Farbe (z.B. Rot).

Mit dem Zeitraffer lassen sich schöne Videos erstellen. Habe bisher einige Wolkenzeitraffer gemacht und ich kann mich nicht satt sehen an den Ergebnissen.

>>>>Die Objektive:
Ich habe mich für das Set aus dem kleinen SEL-1650 und dem SEL-55210 entschieden. Zusätzlich habe ich mir noch das SEL50F18 dazu bestellt.

Das 1650er ist das „Immerdabei“ Objektiv, denn ich habe inzwischen die Kamera bei fast jeder Gelegenheit bei mir, denn mit dem kleinen 1650er ist die A6000 jackentaschentauglich.
Mit der Abbildungsleistung bin ich zufrieden, es hat eine schöne Mittenschärfe und taugt eben für Landschafts- und Gebäudeaufnahmen aus näherer Entfernung. Das Objektiv ist schnell einsatzbereit und sehr handlich. Die volle Leistung der Alpha kann man allerdings damit nicht zur Entfaltung bringen. Das merkt man deutlich, wenn man 100% in die Bilder einzoomt, das Bild wirkt ein wenig matschig und unscharf.

Das 55210 ist das Tele- und Zoomobjektiv. Ich benutze am häufigsten dieses Objektiv, weil es eben sehr flexibel in der Brennweite ist und schöne Freistellungsmöglichkeiten bietet. Es ist halt schon ein Klopper an der doch eher kleinen A6000, aber man kann sich wunderbar am Objektiv festhalten und ruhig aus der Hand schöne Fotos machen. Am langen Ende macht sich dann natürlich die weniger vorhandene Lichtstärke von 6,3 deutlich bemerkbar, aber ich bin einfach ein Zoomfan (kein Wunder wenn man von einer Superzoomkamera kommt).

Was die A6000 wirklich zu leisten vermag, zeigt sich dann aber allerdings erst mit dem Sony SEL-50F18B (50mm E-Mount Portrait-Objektiv). Die kleine Blendenzahl lässt eine Menge Möglichkeiten für die Tiefenschärfe zu und das Objektiv ist in meinen Augen ein Normalverdiener-Referenzobjektiv für die A6000 (was Preisleistung angeht auf jedenfall, habe in der „Bucht“ 200€ dafür bezahlt). Beim Einzoomen auf 100% in das Bild wirkt das Bild nicht mehr schwammig und unscharf sondern eben knackscharf und die Farbtreue und Dynamik ist in meinen Augen fantastisch. In dunkleren Umgebungen zahlt sich dann auch die Lichtstärke des Objektives aus, was mir besonders bei der Fotografie der Indoorveranstaltungen oder bei Partyfotos zu Gute kommt.

Sicherlich gibt es auch noch die tollen Zeiss-Objektive, mit denen man noch besseres zu leisten vermag, aber die spielen eben auch preislich ein paar Ligen höher und solange ich mit der Kamera kein Geld verdienen muss, reichen mir die günstigeren Objektive aus.

Was mir jedoch total an der A6000 an Objektiven fehlt, ist ein ordentliches und bezahlbares Makro für das E-Mount-Bajonett, mit der ich in der Natur noch größere Abbildungen aus mittleren Entfernungen (z.B. für Insekten) erzeugen kann. Sicherlich es gibt das Sony SEL-30M35 F3,5/30mm Macro E-Mount-Objektiv silber, aber das eignet sich doch eher für Blumenmakros. Ich wünschte mir ein bezahlbares 70er oder 90er Makro, aber evtl. kommt ja da noch was von Sony oder anderen Herstellern. Werde es demnächst mal mit diesen Abstandhaltern versuchen (Viltrox DG-NEX AF Autofokus Automatik Makro Zwischenring 10mm 16mm für Sony E Mount), mal sehen was da so möglich sein wird.

>>>>Fazit

Pro und Kontras:
+ Verarbeitungsqualität
+ Preis-Leistung
+ Intuitiv erlernbare Bedienung
+ Kompakte Bauweise
+ Leichtes Gewicht
+ Flexibel durch Objektivwechsel
+ Auslösegeschwindigkeit fantastisch
+ Großer Fokusbereich auf dem Sensor
+ Hohe ISO-Werte möglich
+ Indirektes Blitzen möglich
+ Panoramafunktion
+ Immerdabeimöglichkeit ohne Tasche mit dem Pancake-Objektiv
+ Apps

o Objektivauswahl nur mittelmäßig
o Makrofähigkeit nicht so gut (mit den Setobjektiven SEL-P1650 und SEL-55210 zumindest)
o Akku standardmäßig nur in der Kamera ladbar (hab mir deswegen diese Ladestation samt Akkus gekauft: Bundlestar Akku Ladegerät 4 in 1 inkl. Ladeschale für Sony NP-FW50 + 2x PATONA Ersatzakku)
o Blitzschuhabdeckung fehlt
o Objektivdeckel gehen zu leicht ab
o relatives lautes Auslösegeräusch
o Display nicht seitlich ausklappbar
o Näherungssensor für Sucher zu empfindlich für manche Situationen

- Augenmuschel geht leicht verloren
- nicht staub- und spritzwassergeschützt

Somit vergebe ich mit gutem Gewissen 5 Sterne für die Alpha 6000. Sie ist für mich eine Kamera für fast alle Situationen (bis auf Makrofotografie mit den im Set enthaltenen Objektiven) und bietet mir persönlich neue und bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Ich hoffe mit ihr noch viele weitere schöne Fotos machen zu können. Wenn ich neue Erkenntnisse gewinne, werde ich selbstverständlich diese Rezension aktualisieren.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade..., 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich besitze seit 2 Jahren die SONY Alpha 77 mit 2 Objektiven, Tamron 17-50mm/f2.8 und Minolta 70-210mm/f4.0 "Beercan".

Ich bin mit dieser Kombo extrem zufrieden, abgesehen von ihrem Gesamtgewicht auf Reisen. Auf der Suche nach einer kompakteren Lösung mit mindestens der gleichen Qualität bin ich auf die Alpha 6000 gestoßen. Ich habe sie mir im Kit mit dem SEL-P1650 bestellt, da dies laut Foren nicht so schlecht sein soll.

Zuerst nun zu den positiven Aspekten.

Die Kamera ist natürlich deutlich kompakter und leichter als die A77 Kombo, vor allem auch durch das kompakte 1650er.

Der Autofokus ist unglaublich schnell und macht daher auch einen riesen Spaß. Passend dazu löst die Kamera auch extrem schnell aus und die Bildverarbeitung ist rasant im Vergleich zur A77, die sich ab und zu schon mal ein Weilchen zum Verarbeiten gönnt. In Punkto Geschwindigkeit ist die A6000 das schnellste, was ich je in der Hand hatte.

Die Haptik, sowie die Bedienung haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die A6000 liegt gut in der Hand, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein und fummelig. Beim Display hätte ich mir mehr Verstellungsmöglichkeiten gewünscht.

Die Qualität des Displays und des Suchers sind beide hervorragend.

Leider können die Bilder nicht mit der Qualität der A77 mithalten. Bei erstklassigen Lichtverhältnissen schrumpfen die Qualitätsunterschiede zusammen, wobei die Bilder von der A77 dann immer noch schärfer und besser aufgelöst sind. Bei schlechteren Lichtverhältnissen macht die A77 dann definitiv um Klassen bessere Fotos.

Da mir das aufgrund der technischen Spezifikationen der A6000 nicht schlüssig erscheint, führe ich die geringere Bildqualität auf das Objektiv zurück und hier kommen wir auch zum Kern des Problems aus meiner Sicht:

Um von der Objektivqualität bei der A6000 mit meinen beiden oben genannten A-Mount Zoom-Objektiven gleich zu ziehen, müsste ich derzeit ein kleines Vermögen für vergleichbare E-Mount Zoom-Objektive auf den Tisch legen. Seitens der 3rd Party Hersteller gibt es kaum Objektive und die wenigen, die es gibt, sind mittelklassig. Von Sony selbst gibt es gute (aber auch nicht erstklassige) Objektive, welche aber ein Vermögen kosten.

Der zweite Nachteil aus meiner Sicht ist, dass die besagten teuren Zoom-Objektive mindestens genauso groß und schwer sind, wie ihre A-Mount Pendants, wenn nicht sogar größer und schwerer.

Damit schrumpft der Vorteil der Grüße und des Gewichts des Bodys meiner Meinung nach dermaßen zusammen, dass es keinen Sinn mehr ergibt.

Aus diesem Grund habe ich die A6000 schweren Herzens wieder zurück geschickt, da die Kamera mir ansonsten hervorragend gefallen hat.

Mein Fazit lautet:

Mit einer vernünfigen und bezahlbaren Auswahl an kompakten, leistungsstarken Objektiven wäre die A6000 meine erste Wahl. Denjenige, für den Geld keine Rolle spielt und für den jedes Gramm weniger Gewicht eine Rolle spielt, kann sich sicherlich ein Set zusammenstellen, das begeistern kann. Für mich trifft das leider nicht zu.
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57 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bis zum Ende denken bevor man die Alpha 6000 kauft..., 11. Juni 2014
Von 
Harry So nah (Plöner See) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
ERGÄNZUNG v. 14.07.2014: Bedienung im Dunkel
Letztes Wochenende habe ich bei einer Feier im Garten mit anschl. Lagerfeuer 3 Kameras benutzt:
- eine Olympus Stylus 1 SH-1 mit eingebautem Objektiv
- eine Canon EOS M mit Kit-Objektiv 15-55mm
- eine Sony Alpha 6000 mit Zeiss 32mm f/1.8
Über die Olympus und die Canon will ich an dieser Stelle nicht berichten, wobei die Canon bei gutem Licht (spät nachmittags) öfter falsch fokusierte und locker 40 % Ausschuß produzierte, was mich sehr verärgert hat, weil diese Cam darüber hinaus auch ziemlich langsam arbeitet. Da sie aber nur 299 Euro gekostet hat und wenn sie trifft die Bilder auch sehr schön sind, werde ich sie behalten, aber für Schnappschüße ist sie nicht das richtige Werkzeug. Fast die Hälfte alle Gesichter, Situationen, spielenden Kindern, herumlaufenden Hunde etc. die ich damit einfangen wollte sind unscharf.

Die neue Sony sorgte zuerst für Irritationen, weil sie falsch eingestellt war, Farbnegative produzierte und mit Verzögerungsauflöser 10 s knipste. Das ist an sich nicht schlimm, aber es gelang uns zuerst nicht im Dunkel die Kamera richtig umzustellen. Erst am nächsten Tag habe ich mich intensiver mit ihr beschäftigt und sie vernünftig konfiguriert wie es sich gehört.
In dieser Nacht ging die Kamera im Dunkel durch vielen Händen von erfahrenen und Profifotorafen und da wurde natürlich viel damit "herumgespielt" und verstellt. Aber keins der Betroffenen hatte richtig Erfahrungen mit Sony Alpha, so daß sie nicht wirklich produktiv eingesetzt werden könnte als es darauf ankam, im Gegensatz zu den anderen von mir oder anderen Gäste mitgebrachten Geräte.

Ich will damit sagen, daß die Sony A6000 eine fantastische Kamera zu einem sensationellen Preis ist, aber gerade weil sie so vielseitig ist und soviele Bedienungselemente besitzt, kann man sie nur vernünftig einsetzen, wenn man sich vor dem Einsatz intensiv damit beschäftigt bzw. das ist kein Gerät, das man aus dem Schrank holt und gleich on the fly das tut, was man erwartet, nur weil man Erfahrungen mit zahlreichen Kameras hat und glaubt die Bedienungsanweisung nicht lesen zu müssen.

Abgesehen davon sind die bisherigen Bildern mit dem Zeiss oder dem Kit 16-55mm absolute Spitzenklasse !!!
Sie gehört in meinem Hall of fame neben meine Fuji X-T1, X-Pro 1, Olympus OMD-EM10, Nikon D7100, Lumix GX7 und GH3.

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ERGÄNZUNG v. 08.07.2014: Fremde Objektive an Sony E-Mount / Sony Alpha 6000.

Gestern habe ich den Adapter NEX/NIK, frisch aus der Produktion direkt von Novoflex erhalten (169 mit Versand).
Der Novoflex-Adapter hat auch keine eingebaute Blende, aber aussen einen blauen Blendenring, der die Blende des Objektives mechanisch steuert und zwar bewegt sich eine kleine schwarze Metallzunge um wenigen mm im inneren des Adapters.
Ich habe als Nikon-Objektiv ohne Blendenring zuerst das DX AFS 55-200mm 1:4-5.6 ED VR verwendet und es funktionniert: Wenn man durch das Objektiv guckt, dann öffnet und schließt der blaue Ring die Blende des Objektivs.
Der Praxistest lief absolut problemlos, wobei die relativ niedrige Auflösung des Suchers die Scharfstellung nicht komfortabel gestaltet, aber man gewöhnt sich schnell dran.
Vor allem die Helligkeit (mit Zebrastreifen) und einigermaßen die Schärfentiefe (mit Kantenanhebung aktiviert) sind im Sucher gut dargestellt.
Das Nikon DX 55-200 ist kein Spitzenobjektiv, aber Schärfe und Helligkeit sind bis zum Rand i.O., auch bei offener Blende.
Bei 200mm, 1/200 s, HDR, Aussenaufnahmen, sehr bedeckter Himmel (kurz vorm Regenschauer), halb geschlossener Blende und exakte Fokusierung (was nicht immer gelingt) waren Ergebnisse mit überragenden Schärfe erzielbar. Z.B. waren einzelne Tannennadeln in rd. 60-70 m Entfernung sehr sauber aufgelöst. Beim gleichmäßig hellgrauen Himmel eine leichte Vignettierung oben links und rechts. Diese macht sich aber nur bei gleichmäßig hellem Hintergrung und genaues Hinschauen bemerkbar.
Soweit sie gelungen waren fand ich die Ergebnisse deutlich besser als die gleichen Aufnahmen mit einer Premium-Kamera mit 2/3" oder 1/1,7" Sensor und natives Objektiv der 400 Euro-Klasse.
Nicht nur hinsichtlich Schärfe, sondern besonders weil diese Kameras i.d.R. durch künstliche Anhebung von Kontrast und Farben die Schwächen des kleineren Sensors zu vertuschen versuchen.

Mein Fazit:
Wenn man über Nikon- oder Canon-Objektive verfügt, lohnt es sich diese an der Sony A6000 zu verwenden, entweder mit dem Metabones-Adapter (ohne Blendensteuerung) oder mit dem 60 Euro teuereren Novoflex-Adapter NEX /NIK (mit Blendensteuerung). Beide sind sehr genau verarbeitet, An- und Abbau sind absolut problemlos.
Die manuelle Bedienung der fremden Objektiven erfordert etwas Übung weil man im Sucher der A6000 die GENAUE / OPTIMALE Schärfe auf dem Punkt genau auf Anhieb nicht so leicht beurteilen kann.
Diese manuelle Bedienung ist für Landschaft-, Portrait- und stillen Szenenaufnahmen absolut geeignet, weil man sich Zeit lassen kann und stellt eine interessante und unproblematische Herausforderung, die von der Alpha 6000 gut unterstützt wird. Optimale Bilder sind nicht sofort erzielbar. Man braucht Zeit, Geduld und Übung. Wenn die Bilder den Erwartungen nicht sofort entsprechen, liegt das aber weder an der Alpha 6000 noch an den Objektiven sondern an irgendeinen Falschparameter oder Verwackelungen.

Für Aktionszenen dagegen, ist die Verwendung fremder Objektive, vor allem im Tele-Bereich, ein ziemlich hoffnungsloses Vorhaben, die Ausschußquote (vor allem im Telebereich) dürfte zwischen 60-100% liegen und da sind m.E. native Sony- oder Zeiss-Objektive sehr ratsam bzw. unentbehrlich.

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ERGÄNZUNG v. 26.06.2014: Fremde Objektive an Sony E-Mount / Sony Alpha 6000.

Ich habe in den letzten Tagen meine Nikon-Objektive an der Sony A6000 angeflanscht und ausprobiert.
Zuerst über dem Metabones-Adapter N/F - E-mount (dieser Adapter hat weder eine eigene Blende noch eine Blendensteurung):

Das funktionnierte ganz gut mit den alten Objektiven für Vollformat. Blende und Fokus müßen manuell am Objektiv eingestellt werden.
Bei den G-Objektiven für DX ging das nicht so gut weil diese keinen Blendenring haben. Es ist daher unmöglich die Blende zu verstellen, trotzdem waren die Bilder nicht Über- bzw. unterbelichtet, weil die Alpha 6000 ISO und Verschluß übernehmmen kann. Die Tiefenschärfe ist unkontrollierbar.
Ich würde diese Lösung nicht empfehlen, weile sie sehr mühselig ist.

Die DX-Objektive decken den Sensor der A6000 mit der Abbildung zu 100 %, es gibt keine Abschattungen am Rand.
In allen Fällen ist das Fokusieren etwas mühselig weil der Sucher nicht optimal scharf wie bei der Olympus OMD-EM10 ist, aber es geht.

Der Metabones geht daher zurück und ich habe den EX/NIK Objektivadapter mit eingebautem Blendenring direkt bei Novoflex nach Abstimmung mit dem technischen Kundendienst bestellt.
Diesen Adapter gibt es in 2 verschiedenen Anfertigungen zu unterschiedlichen Preisen bei Amazon:
- ASIN: B0041GCXIG
- ASIN: B004GJPBAK.
ASIN: B0041GCXIG ist die alte Version, die seit 3 Jahren nicht mehr produziert wird. Aber es ist nicht nachteilhaft sie zu kaufen, weil lediglich der blaue Blendenring geändert wurde, ansonst sind beide Modellen Baugleich (Auskunft von Novoflex). Die Restbestände (ASIN: B0041GCXIG) sind rd. 25-30 Euro günstiger.
Bei der Gelegenheit habe ich mit Novoflex geklärt, daß Fuji- und MFT-Objektive definitiv nicht an Sony E-Mount passen können. Wenn man also, so wie ich, verschiedene Systeme nebeneinander betreibt, ist es eine Überlegung Wert ob man nicht Nikon- , Canon- oder Pentax-Linsen kauft, weil sie an (so gut wie) alle anderen Kamerasysteme anbaufähig sind - umgekehrt aber nicht.
Bei der Gelegenheit: Nikon startet eine Cashback-Aktion vom 01.-31. Juli auf FX- und DX-Objektive (90-200 Euro).

Wer keine DX-Objektive ohne Blendenring an der Sony schrauben möchte kann also ruhig zum Metabones greifen und spart dabei rd. 60 Euro gegenüber dem neuesten Novoflex mit Blendensteuerung.
Die schweren Objektiven belasten den Anschluß der Kamera, daher erst den Adapter am Objektiv befestigen, dann das Ganze an der Kamera. Der Metabones ist sehr paßgenau, Montage und Demontage erfolgen ohne Kraftaufwand.

Ich stelle noch einige Kundenbilder mit dem Metabones an der Alpha 6000 ein.
Ich habe noch neben Novoflex Adapter für Nikon- und Pentax-Objektive an Fuji X-Mount und MFT-Kameras von Quenox, KIWI und Pixco. Sie sind ebenfalls alle i. O. und Paßgenau.

Wenn der Novoflex NEX/NIK Objektivadapter von Novoflex da ist, werde ich nach einer Testreihe berichten.
Wenn meine Kasse wieder gefüllt ist, habe ich auch die Absicht 1 Adapter für meine Pentax-Linsen an Sony E-Mount zu besorgen.

Nächster Punkt: Sony RX.a
Ich habe in meiner Rezension die Sony RX1 und RX10 l erwähnt, besitze diese Kameras aber nicht.
Gestern habe ich bei Ken Rockwell gelesen:
Since even ISO 25,600 looks pretty good and I set that as the upper Auto ISO value, the RX1 will shoot at 1/80 at f/4 at ISO 25,600 for LV 2, instead of shooting this at 1/30 at f/2 at ISO 2,500 as I'd prefer for posed images...
Im Klartext heißt das, daß die RX1 im Werk falsch programmiert ist und lieber auf irre hohe ISO-Werte geht anstatt die Offenblende des Zeiss-Objektives zu nutzen. Hinzu greift sie auch auf zu kurze Verschlußzeiten. Ken vermutet, daß dadurch Unschärfen vermieden werden, so daß bei reichen aber eher ahnungslosen Besitzern den Eindruck erweckt wird, daß die Kamera schärfer schießt als sie eigentlich ist. Das klingt logisch und ich lasse das im Raum stehen, möchte nur vermeiden, daß manche von euch, sich durch meine Rezension zur RX 1 hingezogen füllen und enttäuscht werden.
Also hier aufpassen und lieber selber checken was an dieser Behauptung dran ist.

Kompaktkameras:
Ich habe gestern eine detaillierte Rezension der Olympus Stylus SH-1 in english verfaßt und bei Amazon.uk mit zahlreichen Kundenbildern eingestellt.
Eine Ähnliche Rezension, aber auf französisch habe ich zuvor bei Amazon.fr plaziert.

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ERGÄNZUNG v. 20.06.2014

Inzwischen habe ich eine Menge Bilder gemacht, erst mit dem 15-50mm-Kit-Objektiv, dann mit dem Zeiss Touit 32mm f/1.8 und meine Euphorie für die Alpha hat nicht nachgelassen, eher das Gegenteil.
Diese Kamera gehört in mein "Hall of Fame" mit der Nikon D7100, Fuji X-T1 / X-Pro1, Olympus OMD EM10, Sony RX100 MII, Pentax K-30 und Lumix GX7.
Ich nehme z.Z. nichts anderes in den Händen weil Detailreichtum, Farben und Kontrast auf höchstem Niveau sind und mit dem lichtstarken Touit habe ich auch in lowlight, Aufnahmen mit brillante, aber natürliche Farben, vor allem im Modus "neutral" und A. Die Kamera ist besser als meine Augen ! Die Abstimmung ist Sony wirklich gelungen und die Kamera ist ohne Zeifel ihr Geld wert, ganz zu schweigen von der umfangreichen Ausstattung !

Meine Einstellungen: Spot-Messung im Zentrum, Neutrale Farben, HDR-Aufnahmen mit kleinste Belichtungskorrektur-Stufe Meistens A-Modus und sehr selten Belichtungskorrekturen, wenn schon, dann nur die kleinste Stufe, die Lichtmessung funktionniert hervorragend, auch mit Gegenlicht.

Ärgern tue ich mich aber immer noch über die Bedienung.

Ich wünsche, das Sony ein Nachfolgemodell oder eine A7000 auf dem Makt bringen würde mit Touchscreen, das EVF von der Olympus OMD oder Fuji-XT1, 3,5mm Mikrofon-Anschluß und eine andere Architektur des Akku / Kartenschacht, mit Karte an der Seite. Auch der Video-Knopf sollte nach oben, da wo er steht ist er schwer erreichbar und verursacht Verwackelungen.
Selbst wenn das alles 200 Euro mehr kosten würde, dann wäre die Alpha perfekt für mich.

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Immer bedacht meine Ausrüstung auf dem neuesten Stand zu bringen, habe ich z. Z. folgende Analyse gemacht:

1- sog. VOLLFORMAT
Canon hat mit der 5D MIII ein gutes Pferd im Stall, aber Massiv und für mich zu teuer.
Nikon hat das Problem der Sensorflecken nicht im Griff.
Sony 's Alpha 7 und 7 r sind träge, teuer und dafür gibt es so gut wie keine Objektive. Die wenigen,die es gibt sind enorm teuer. Inzwischen gibt es jede Menge Alpha 7 gebraucht bei ebay.
Sony RX1ist eine tolle Kamera mit festem Zeiss-Objektiv, aber nur mit Festbrennweite und ebenfalls mächtig teuer.
Sigma Merill ist zu unflexibel.
Also halte ich mich zurück, die Zeiten für Vollformat sind für mich noch nicht reif.

2. APS-C-Format DSLR
Etwas besseres im Preis-Leistungsverhältnis als meine Nikon D7100 und Pentax K-30 gibt es m.E. z.Z. immer noch nicht. Sie sind nicht nur sehr gut, sondern auch sehr günstig. Für die staubdichte Pentax habe ich nur 2 Zooms, aber das ist eine Backup-Kamera, daher stört mich das geringe Angebot an Objektive wenig.
Investieren möchte ich in APSC-DSLR jedoch nicht mehr, sie sind im Vergleich zu Mirrorless zu massiv und schwer und die Sony Alpha, Lumix GH, Olympus OMD und Fuji X sind mit rasante Geschwindigkeit auf dem Vormarsch. Daher stehen diese Systeme im Zentrum meiner Aufmerksamkeit.

3. Micro Four Thirds
Dieses System hat vor wenigen Jahren mit der Olympus PEN und Lumix GH /GX-Baureihen angefangen. Damals war ich wie jeder skeptisch weil der Sensor viel zu klein war (sagte man).
Inzwischen stecke ich drin bis zum Hals:
Erst kam die PEN-PL3, und die Lumix GH2, dann die GH3, dann die handliche GX7 und jetzt die Olympus OMD-EM10 die für wenig Geld sehr viel bietet. In kein System gibt es so viele gute Kameras für so wenig Geld und die Auswahl an Objektive ist riesig. Meine Lieblinge: Zuiko 12-40mm f/2.8 PRO, Leica 25mm f/1.4,, Zuiko 12mm f/2.0.
Die Bildqualität und die Schnelligkeit sind inzwischen verblüffend.

4. FUJI X
Eingestiegen bin ich hier erst als die X-Pro1 kam, dann folgte die X-T1.
Dann kam ein Objektiv nach dem anderen,
Die Bildqualität und die Flexibilität dieses System haben mich wohl eine Weile regelrecht hypnotisiert.
...bis ich merkte, daß das alles finanziell aus dem Ruder kam: Je um ein tausend Euro für für das XF 56mm f/1.2 oder das XF 23mm f/1.4....Nein ! Das habe ich die Bremse gezogen und mich umgesehen, erstmal nur um zu überprüfen was man für das viele Geld bekommen kann . und da wurde ich auf Sony aufmerksam.

5. Sony RX / Alpha
Um Sony, sowie Samsung Sigma etc. habe ich immer einen großen Bogen gemacht, denn Nikon, MFT und Fujinon haben, meine ganzen Ressourcen verschluckt und dafür auch viel geboten und ich war (und bin immer noch) damit bestens zufrieden. Zwar bekam meine jüngste Tochter irgendwann eine Bridge-Kamera HX100V und sie war nicht schlecht, aber diese Kamera war für mich unbedeutend. Ernst wurde die Sache als der Fotohändler meines Vertrauens, der uns schon einige wirklich gute Sony-Camcorder verkauft hatte, mir eine RX100 MII zur Probe schickte: Ich habe sie behalten.
Das könnte ich nicht anders, denn diese Taschenkamera mit Zeiss-Optik hat es mit ihre 20 MP ganz dick hinter den Ohren !
Damit hatte ich schon Blut geleckt, war aber vernünftig genug um der sündhaft teueren RX1, sowie Alpha 7 und 7r zu wiederstehen. Aber mit der RX100 MII war ich schon Sony nicht mehr verschlossen und begann bei Youtube alle videos über die Alpha sorgfältig anzuschauen. Es kam wie es kommen sollte: Ähnlich wie die Olympus OMD-EM10, die für 599 Euro DSLR-Qualitäten bietet, kam ich ganz schnell auf die neue Alpha 6000, die für den gleichen Preis 24 MP und vieles mehr ebenfalls auf DSLR-Niveau bietet, beide aber halb so groß und halb so schwer und richtig schnuckelig !

Die Alpha 6000 ist sicherlich nicht die perfekte Kamera, die gibt es sowieso nicht. Sie hat keine Wasserwaage, keine Steuerräder, die Bedienung ist nicht professionell etc. man mag eine Menge auszusetzen haben, aber Tatsache ist, daß was Bildqualität, Autofokus, Schnelligkeit, Videos und einiges mehr angeht, die Alpha 6000 ganz oben steht und das für weniger als 600 Euro, also 1/4 einer guten Vollformat-DSLR (und die haben nicht nur Vorteile).

Tja liebe Freunde, so tappte ich in die Sony-Alpha-Falle. Als mein Händler noch sagte, daß er ein Standard-Objektiv 16-50mm für hundert Euro dazu packt, "damit ich überhaupt fotografieren kann", war ich erledigt und eine Stunde später war MEINE Alpha 6000 schon bei DHL unterwegs zu mir.

Das ist aber nur der Anfang der Geschichte, weil mit der Alpha 6000 ist es wie mit Tintenstrahldrucker: Sony verdient vermutlich kaum Geld mit dem Gehäuse, aber wohl mit den Linsen, denn will man den Sensor und dem Bionx-X-Prozessor ausreizen, sind die Kit-Objektive nicht das Dreamteam.
homo_oeconomicus hat es zutreffend formuliert. Zitat: "Will man die Bildqualität der Kamera ausnutzen, dann braucht man Objektive, von denen jedes einzelne teurer ist als die Kamera selbst".

Hier einige Lösungen, die eine Tagelange Suche im Netz ersparen:
- Zeiss 16-70mm f/4.0: ca. 900 Euro
- Sony SEL-55F18Z Sonnar T* FE 55 mm F1,8: ca. 850 Euro
- Sony SEL-50F18B 50mm f/1.8 ca. 250 Euro
- Zeiss Touit 32mm f/1.8 (entspricht ca. 50mm f/2.8) : ca. 700 Euro (ohne Stabi)
- Novoflex NEX/NIK zum Anschluß Nikon-Objektive : ca. 168 Euro (manuelle Steuerung)
usw.
Andererseits, kann man aber auch preiswerte Objektive von Sigma oder Tamron anbauern, die natürlich nicht die Top-Qualität haben und nicht alles ausreizen was die Alpha 6000 kann.
z.B. das "immerdrauf" Sigma 18-250 mm F3,5-6,3 DC Macro HSM für ca.350 Euro. Man muß allerdings ein "gutes" Exemplar erwischen und dann stellt sich die Frage bei 1 "immerdrauf-Linse" der Einstiegs- oder Standardklasse ob es doch nicht sinnvoller wäre, gleich eine Bridge-Kamera zu kaufen.
und da kommt man auf die Sony RX10 mit fest eingebautem Zeiss 24-200mm f/2.8 für rd.950 Euro oder die sehr kompakte X100 II für rd 540 Euro.

Was ich damit sagen will:
Hat man sich für die Alpha 6000 entschieden, sollte man konsequent sein und passenden Linsen dazu kaufen und das wird teuer !
Wenn man aus finanziellen oder anderen Gründen nicht aufrüstet, dann hat man im Endeffekt nicht viel mehr als mit eine RX100 MII, die jedoch viel kompakter und preiswerter ist. Der 3,6x Zoom ist nicht rekordverdächig aber sauber und bringt mehr als man denkt ! und Sensorreinigung ist bei der kein Thema.

Das ändert nichts daran, daß die Alpha 6000 für den Preis eine 5 Sternen-Kamera ist.
Aber wenn man heiratet, heiratet man auch eine ganze Familie und man eine Kamera kauft, kauft man ein ganzes System.!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUPER!, 17. August 2014
Von 
Donovan (Bremen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Was kann ich sagen? Meine vorige Kamera war eine NEX-7. In manchen Aspekten ein kleines Downgrade. Aber in vielen Aspekten ein RIESIGES Upgrade!!! Ich LIEBE es wie schnell die Kamera den Fokus hat. Mit dem NEX-7 war ich nicht ganz zufrieden. Zwar konnte ich mit Focus Peeking unglaublich präzise fokussieren wenn es ein stillstehendes Objekt betrifft, bewegende Objekte waren eine Katastrophe. Der Autofokus schaffte es nicht und 50% der Bilder waren unscharf. Manual Fokus war immer noch zu unpräzise. Wenn man eine Vergrößerung anwendete verlor man oft das Objekt. Und wenn man es dann doch noch schaffte zu fokussieren, musste man eigentlich abdrücken mit dem Objekt im Zentrum. Zeit für eine neue Komposition gab es nicht.

Das alles ist Vergangenheit mit dieser Kamera. Sie fokussiert schnell und man kann bestimmte Funktionen auf Tasten belegen die es wirklich sehr angenehm machen scharfe Fotos zu machen. Zum Beispiel habe ich eine Taste mit einer Funktion belegt, die dafür sorgt, dass auf die Augen fokussiert wird. Eine andere Taste hat eine Funktion die das Objekt in der Mitte bestimmt, fokussiert und dann dieses Objekt folgt - auch wenn man eine neue Bildkomposition macht. Jetzt sind nicht 40-50% der Fotos scharf, sondern 90%!
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Extremer Autofokus und Geschwindigkeit, Rückschritt in Details, 30. März 2014
Von 
Stephan Wiesner (Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
In meinem Blog und auf Youtube (projekt365fotos.blogspot.ch/2014/03/test-sony-a6000-autofokus-iso-bedienung.html) gibts umfangreiche Informationen und viele Beispielbilder, hier also nur Zusammenfassung. Dort zeige ich z.B. auch, wie extrem gut der Autofokus in Verbindung mit der hohen Geschwindigkeit ist. Im Vergleich zur Canon 100D und der Nikon D5200. Wer das nicht glaubt: Die Kamera ausleihen, Nachbars Hund schnappen und Stöckchen werfen gehen . . .
Auch ISO Bilder habe ich hochgeladen. Für mich bis 3200 gut brauchbar. Tipp: Rauschreduktion auf Low stellen.

Was mir am besten gefällt
- Schneller Autofokus und hohe Schussgeschwindigkeit (siehe unten)
- Fokuspunkt sehr einfach und gut verschiebbar
- Fokuspeaking in versch. Farben
- Zebra
- Einhändige Bedienung
- Sehr guter Tragekomfort durch den grossen Griff
- Bildqualität und Dynamic Range sind gut
- Zusatzfunktionen durch die Apps
- Wifi zur einfachen Übertragung aufs iPhone

Was mir nicht gefällt
- Sucher und Display sind gut, nicht sehr gut (die NEX-7 war ihrer Zeit voraus)
- Wasserwaage ist nicht mehr da (NEX-7)
- Kopfhörerausgang fehlt
- Mikrofoneingang fehlt
- Sehr sehr laut
- JPGs haben relativ schnell Artefakte, das kann die NEX-7 besser
- Display ist klappbar, aber nicht drehbar
- Wifi: Die App ist primitiv!

Mein Fazit
Kann die Sony a6000 mit einer DSLR mithalten? Locker. Mit einer DSLR im gleichen Preissegment. Die ewigen Fragen, nach Vergleich mit einer Vollformatkamera hinken einfach. Preis und Gewicht muss jeder selbst für sich bewerten. Pers. habe ich eine Canon 6D für max Qualität und eine Sony NEX für unterwegs.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig gute Kamera, aber leider mäßiges System !!!, 29. Mai 2014
Von 
Jonas Döring - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ich fotografiere nun seit 3 Jahren und hatte mit einer Canon 1100D angefangen und bin dann zu einer Sony Alpha 57 gewechselt. Wegen der Größe und dem Gewicht habe ich mich dann entschieden, dass es in Zukunft eine Spiegellose sein soll. Eigentlich wäre ich gerne bei Sony geblieben, aber die Sony NEX 6 und NEX 7 hatten mich in vielen Punkten nicht überzeugt. So ist es dann eine OM-D E-M5 geworden.
Nun ist die A6000 erschienen und scheint mit einigen Verbesserungen daher zu kommen. Da ich sie von einem Freund ein paar Tage ausleihen konnte möchte ich hier meine Eindrücke schildern.

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>>>>>>>> VERARBEITUNG/DESIGN <<<<<<<<<

Der Gehäuse ist leider nur aus Kunststoff, nicht aus einer Magnesiumlegierung, wie ich zuerst dachte. Insgesamt wirkt es aber dennoch sehr robust, aber eine Verbesserung zur NEX 6 ist es nicht. Die Tasten und der Auslöser haben den richtigen Druckpunkt und die Einstellräder drehen sich angenehm, mit dem nötigen Widerstand.
Das Design finde ich persönlich eher langweilig. Manch einer mag vielleicht dieses moderne, geradlinige und schnörkellose Design der neuen Alphas, aber mir gefällt es nicht. Ist eben Geschmackssache.

# Zwischenfazit >>> Solide, aber keine hochwertige Verarbeitung und ein geradliniges Design, dass gefallen kann oder eben auch nicht.

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>>>>>>>> HANDLING/ERGONOMIE <<<<<<<<<<

Die NEX 7 hat dieses geniale Tri-Dial-Bedienkonzept, das das von Testern und Kunden gelobt wurde und das sich viele auch für die A6000 gewünscht hätten. Leider wurde das nicht umgesetzt. Wahrscheinlich weil die A6000 im Einsteigersegment plaziert wird und das dort zu kompliziert gewesen wäre, was ich wirklich sehr sehr schade finde.
Ansonsten hat die Kamera einen wunderbar ausgeformten Griff, so dass man die Kamera auch längere Zeit wunderbar halten kann. Das Moduswahlrad ist genau dort wo auch der Daumen liegt, weshalb es besser gewesen wäre wenn es den Platz mit dem Bedienrad an der Oberseite getauscht hätte. Allerdings gewöhnt man sich nach einer Weile daran.
Leider gibt es kein Bedienrad auf der Vorderseite, sondern nur eines an der Oberseite und das auf der Rückseite, so das man nie beide gleichzeitig bedienen kann, sondern immer mit dem Daumen zwischen den beiden hin- und herspringen muss. Das bremst das Einstellen einiger Parameter doch etwas aus.

Endlich wurde auch das katastrophale Menü der NEX 6 verbessert und es gibt mehr frei belegbare Tasten, so dass man die Kamera an seine Wünsche anpassen kann.
Leider hat sich die Auswahl des AF-Feldes nicht verbessert. Man braucht meist mehrere Klicks um in die Auswahl zu gelangen. Wenn man Vario-AF ausgewählt hat, gelangt man zwar mit einem Klick auf die Mitteltaste in den Verschiebemodus des AF-Feldes, aber das geht in sehr kleinen Schritten, so das man etliche Male drücken muss bis man sein AF-Feld der richtigen Stelle hat. Das machen andere Hersteller deutlich besser.
Gerne gesehen hätte ich auch eine Touchfunktion, aber die kann man sicher auch verschmerzen.

# Zwischenfazit >>>> Die A6000 liegt super in der Hand und lässt sich dank zweier Bedienräder und vielen frei belegbaren Tasten hervorragend bedienen. Allerdings ist die Anordnung der Bedienräder nicht ganz optimal und der Workflow wird dadurch und durch einige andere Kleinigkeiten etwas ausgebremst. Wer schon mal eine spiegellose Systemkamera von Panasonic, Olympus oder Fujifilm in der Hand hatte weiß, dass es besser geht.

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>>>>>>>>>>> AUSSTATTUNG <<<<<<<<<<<

>Sucher:
Der Sucher löst nun nur noch 1,44 Mio. Pixel auf, was man schon sehen kann. Insgesamt ist die Auflösung aber absolut ausreichend. Das Sucherbild ist groß und lässt sich auch für Brillenträger noch recht gut überblicken. Auch ist es etwas blickwinkelstabiler als noch in der NEX 6. Dort war das Bild immer gleich verzerrt wenn man nicht exakt gerade reingeschaut hat, was nun nicht mehr so extrem ist.

>Display:
Löst hoch auf, aber ist leider wieder im 16:9-Format, so das nicht die volle Breit für die Darstellung des Bildes genutzt wird. Stört aber insgesamt nicht, da man eh meist durch den Sucher fotografiert.

>Funktionsumfang:
Endlich kann man auch eine Obergrenze für die Auto-ISO-Einstellung festlegen. Das war bei der NEX6 für mich ein Unding in dieser Preisklasse und einer der Gründe die NEX 6 nicht zu kaufen.
Ansonsten habe ich nichts mehr vermisst …………… außer natürlich die Wasserwaage. Was soll das bitte Sony??? Bei allen Modellen ist sie mit dabei und nun lasst ihr so ein, für viele sehr nützliches Feature weg???

# Zwischenfazit >>>> Die Ausstattung ist top, guter Sucher, gutes Display, Blitz und Blitzschuh und alles was man sich an Funktionen so wünscht, außer eben die Wasserwaage.

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>>>>>>>>>> AUTOFOKUS/GESCHWINDIGKEIT <<<<<<<<<<<<<<<

Während der Autofokus bei der NEX 6 noch sehr gemütlich war ist er jetzt richtig flott. Zwar ist der AF-S meiner OM-D E-M5 noch besser, aber er kommt schon sehr nah heran. Wenn es deutlich dunkler wird kann es sein das der AF schon mal 1/2-1 sek sucht, aber er findet das Ziel fast immer. Insgesamt also deutlich besser als die NEX 6.

Besonders beeindruckend ist natürlich der C-AF. Bei einigen Tests lag meine Ausbeute bei etwa 30-60 %, je nachdem wie schnell sich das Objekt bewegt hat, was wirklich sehr gut und bei 11 Bildern/s eine ganze Menge tolle Bilder ergibt.

Etwas schade ist nur, dass sich das AF-Feld etwas umständlich einstellen lässt und das gezielte Einsetzen des AF nicht ganz so flüssig von der Hand geht.

# Zwischenfazit >>>> Top – der AF hat sich spürbar verbessert und auch der C-AF ist endlich auch wirklich gut zu gebrauchen.

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>>>>>>> BILDQUALITÄT/KIT-OBJEKTIV <<<<<<<<<<

Das 16-50mm Kit-Objektiv ist wirklich äußerst kompakt, aber nicht wirklich gut verarbeitet. Dass dieses kleine Ding ein 24 MP APS-C-Sensor ordentlich abdecken soll kann physikalisch schon nicht funktionieren. Ich habe es mit dem ebenfalls eher schwachen 12-50mm Kit-Objektiv meiner OM-D E-M5(16 MP) verglichen. Die 8 MP höhere Auflösung der A6000 kann man höchsten im Bildzentrum erahnen. Weiter zum Bildrand hin fand ich sogar die eigentlich niedriger auflösende E-M5 besser.
Das Sony 16-50mm kann man also eher als nette Dreingabe zum Ausprobieren ansehen. Für bessere Qualität muss man zu Festbrennweiten greifen.
Also habe ich mal das 50mm f/1,8 draufgeschraubt und war ziemlich beeindruckt - extreme Schärfe und Details. Da sah meine E-M5 mit entsprechender Festbrennweite schon etwas alt aus und man konnte den Unterschied von 8 MP schon deutlich sehen.

Das Rauschverhalten hat sich zur NEX 6, trotz höherer Pixeldichte, kaum verschlechtert. Sony typisch ist die Jpeg-Aufbearbeitung wieder recht aggressiv, für meinen Geschmack etwas zu aggressiv. Aber dem kann man natürlich mit entsprechenden Einstellungen und Aufnahmen im RAW-Format entgegenwirken. Insgesamt sind die Bilder aber Out-of-the-Box sehr knackig und ansehnlich.

# Zwischenfazit >>>>
Die Bildqualität ist das Highlight der Kamera – klasse Schärfe und viele Details… aber nur mit entsprechenden Objektiven. Das Kit-Objektiv zählt da leider nicht dazu und lässt sich maximal für Aufnahmen die man auf kleinem Format ausdrucken oder präsentieren möchte verwenden.

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>>>>>>>>>>>> FAZIT <<<<<<<<<<<<<<<<<

Die A6000 macht wirklich vieles besser als die NEX 6, hat eine fabelhafte Bildqualität und einen sehr guten Autofokus. Die Kamera liegt zwar gut in der Hand, aber perfekt ist das Handling trotzdem nicht. Ich hätte mir lieber das Bedienkonzept der NEX 7 gewünscht. Aber insgesamt ist das Meckern auf hohem Niveau.

Wie immer bei Sony ist das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut super. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass das System an sich nicht wirklich attraktiv ist und die Versorgung mit passenden Objektiven in Zukunft ungewiss scheint. Weiteres dazu steht in der Systembewertung, die ich nicht mit in die Bewertung mit einbezogen habe, da sie recht subjektiv ist und ich hier die Kamera und nicht das System bewerte. Da man aber mit einer Kamera immer auch das System kauft möchte ich das trotzdem nicht unerwähnt lassen.

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>>>>>>>>> SYSTEMBEWERTUNG <<<<<<<<<<

Da man mit einer Systemkamera nicht nur eine Kamera kauft, sondern sich auf ein System festlegt ist mir dieser Punkt sehr wichtig.

>>>> Objektivauswahl:

In Sachen Festbrennweiten sieht es beim Sony E System recht gut aus. Das Sony 50mm f/1,8 oder Sigma 60mm f/2,8 für Portraits, das 35mm f/1,8 oder Sigma 30mm f/2,8 als Immerdrauf, ein etwas kurzes 30mm f/3,5 für Makros. Dazu gesellen sich noch zwei Pancake-Linsen, die optisch aber nicht so der große Wurf sind.
Für den gehobenen Anspruch gibt es drei gute Zeiss-Objektive - 12mm f/2,8; 24 f/1,8 und 32mmf/1,8, die allerdings alle recht teuer sind.

Bei den Zoom-Objektiven sieht es dagegen weniger rosig aus. Da gibt es nur sehr wenig wirklich Gutes. Einzig das Zeiss 16-70mm f/4 wird den Ansprüchen an den 24 MP-Sensor gerecht. Allerdings wird es den Erwartungen, die man bei einem 1000 EUR-Objektiv hat aber nicht gerecht – In der Mitte sehr scharf, aber zum Rand eher schwach mit heftigen CA’s und dazu nur f/4 ist ist für den Preis etwas zu schwach.

Natürlich kann man per Adapter noch alle anderen Sony-Objektive und auch die neuen FE-Objektive anschließen, allerdings kauft man sich ja keine kompakte und leichte Systemkamera um dann riesige Objektive anzuschließen…zumindest mache ich das nicht.
Dazu kommt, dass Sony die APS-C E-Mount Kameras etwas vernachlässigt. Es kam schon seit einer ganzen Weile kein neues Objektiv mehr und es ist auch nichts in Zukunft nichts angekündigt. Sony scheint sich komplett auf die neuen Vollformat E-Mount Objektive zu konzentrieren. Klar kann man die auch an die A6000 anschließen, aber ich stelle ja auch keine Blume in einen viel zu großen Topf nur weil sie da auch reinpasst.

Zum Vergleich schauen wir mal zur Konkurrenz:
Für MicroFourThird gibt es alles was man sich nur vorstellen kann – gute und günstige Objektive, weniger gute und günstige Objektive und gute und teure Objektive, das in allen erdenklichen Brennweiten und in Größe und Gewicht an das Sensorformat angepasst. Da man aber unterschiedliche Sensorgrößen nicht gut vergleichen kann lieber ein Blick zu Fujifilm.

Wenn man sich das Objektiv-Angebot von Fujifilm anschaut muss man einfach zugeben, dass das einfach nur verdammt geil ist. 35mm f/1,4 ; 23mm f/1,4 ; 56mm f/1,2 („ahh…göttlich“) und dazu noch ein sehr gutes Standardzoom 18-55mm f/2,8-4,0 das weniger als die Hälfte des Sony 16-70mm kostet, größere Blende bietet und nicht größer und schwerer ist.
Zwar sind die Objektive alle nicht ganz günstig, aber den Preis auf jeden Fall wert und nicht so überteuert wie einige Zeiss-Linsen es sind.

>>>> Kundensupport:

Weiter oben habe ich ja bereits das Fehlen der Wasserwaage angesprochen, die sogar die günstigere A5000 hat. Ich erwarte von Sony mindestens, dass dieses Feature noch per Firmware Update nachreichen. Wenn ich allerdings in die Vergangenheit schaue habe ich da wenig Hoffnung, denn das bei einer Kamera Funktionen nachträglich implementiert werden habe ich bei Sony noch nie erlebt. Für die Sony NEX 6 gab es 3 winzige Updates, die leglich die Kompatibilität mit diversen Objektiven gewährleistet haben, obwohl es durchaus auch noch anderes Verbesserungspotential gab. So sieht für mich insgesamt einfach kein Kundenservice aus.

Schauen wir wieder zur Konkurrenz: Panasonic und Olympus werfen auch nicht gerade mit Firmware-Updates rum, aber ab und zu werden auch neue Funktionen implementiert.
Das Paradebeispiel ist hier wieder Fujifilm. Ich bin kein Fuji-Fanboy und besitze auch keine Fujikamera, aber was die Jungs bei der Objektivauswahl richtig gemacht haben setzt sich beim Kundensupport fort. Da werden auch ältere Modelle regelmäßig mit neuen Funktionen aufgewertet – Fokus-Peeking und neue Funktionstaste für die X-E1, bessere Sucher-Refreshrate für die X-E2, bessere AF-Performance mit allen Objektiven,…….

>>>> Fazit Systembewertung:

Unter den Spiegellosen Systemkameras mit APS-C Sensor ist für mich Fujifilm in allen Belangen das attraktivere System wenn man die Kameras mit ihren individuellen Besonderheiten mal außen vor lässt.
Die mangelnde Versorgung mit Firmware und fehlenden Funktionen sind denke ich nicht für jeden von so großem Belang wie für mich. Aber die schwache Auswahl an guten Zoom-Objektiven und die schlechte Aussicht auf weitere passende Objektive für die APS-C E-Mount Kameras lassen das System eher unattraktiv aussehen. Wenn Sony noch ein gutes, recht kompakte und bezahlbares Zoomobjektiv veröffentlicht, die Wasserwaage nachreicht und vielleicht noch ein paar passende APS-C Objektive ankündigt, dann dürfte es mir schwer fallen der A6000 zu wiederstehen. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung, dass das eintritt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Kamera, große Leistung!, 4. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die Sony Alpha 6000 nun etwa 6 Wochen und bin nicht enttäuscht von dieser Kamera. Gekauft habe ich sie mit dem SEL16-50 Objektiv. Natürlich war mir klar dass das 16-50 nicht gerade das optimale Objektiv für diese hervorragende Kamera ist, aber trotzdem sind die Aufnahmen ansehnlich.

Ich bin jetzt kein Mauer-Fotograf oder stelle alles mögliche an um zu sehen wo die Schwächen sind, da würde ich an jeder Kamera etwas finden. Auch werden Farben so wieder gegeben wie sie sind. Die Bewertungen wo hier 3 Sterne deswegen vergeben wurden kann ich absolut nicht nachvollziehen. Schon gar nicht die 1 Sterne Bewertungen, aber da braucht man sich nur die anderen Bewertungen der jeweilen "Bewerter" durchzulesen dann weiß man was man davon halten kann.

Wie gesagt , ich bin kein Mauerfotograf und auch kein Pixelpieper oder so sondern beurteile die Kamera was sie in der Praxis leistet...und da kann ich einen Vergleich zur Fuji X-Pro1und zur Nikon D5100 ziehen. Klar kommt das 16-50 nicht ganz an das Fuji 18-55 heran, jedoch ist die Leistung bei weiten nicht so schlecht wie man es öfters liest. Verstecken braucht sie sich überhaupt nicht vor der Fuji, der Autofokus sitzt perfekt, sie ist schnell, ich kann sie ohne Probleme den ganzen Tag in der Hand halten wo mir die Fuji schon Probleme macht.

Am besten passen zu solch einer leistungsfähigen Kamera die Zeiss Objektive, aber auch das SEL50f1,8 ist schon sehr gut und zeigt was die Kamera zu leisten vermag.

Ich bin mit dieser kleinen leichten Kamera wesentlich flexibler, habe sie fast immer dabei was mit einer größeren nicht so wäre, sie ist ideal für meine Radtouren aufgrund ihrer Kompaktheit.

Alles in allen, sie macht ihren Job gut, sehr gut, dabei darf man nicht vergessen dass die Kamera nur ein Werkzeug ist und der Fotograf die Fotos macht. Wissen muss ich wo die Gefahr besteht dass Farben anders heraus kommen als sie sind und entsprechen reagieren, oder wenn die Schärfe nicht ist wo sie sein soll, welches Messfeld ich wähle und wo ich den flexiblen Autofokus Messpunkt hinsetze, oder welche Blende ich brauche dass alles in dem Schärfebereich liegt wo ich es möchte. Das kann die Kamera dem Fotografen nicht abnehmen, ohne mitdenken geht es nicht.

Was ich mir noch für die Reise zulegen möchte, das Sony SEL18105 und das Touit32mm. Wenn man sich Aufnahmen von der Sony Alpha 6000 auf Flickr anschaut, aufgenommen mit den Touits, bin ich begeistert. Das SEL1650 bleibt dann für die Fahrradtouren.
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42 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutliche Verbesserung zur Nex 7, 28. März 2014
Von 
Fotofan (Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Eine andere Betrachtungsweise zur Beurteilung:

Ich habe 2 Jahre eigentlich sehr zufrieden mit der Nex 7 fotografiert und wirklich sehr schöne und gute Bilder gemacht. Das schliesst nicht meine kritische Einstellung zu der doch manchmal etwas umständlichen Handhabung der Nex 7 aus.

Als einer der ersten Besitzer einer neuen alpha 6000 war ich natürlich gespannt, was verbessert werden konnte.
In 7 Tagen nach sehr vielen Testfotos und ausgiebigem Herumprobierens ist mein persönliches Resume: die a 6000 ist ein toller Fortschritt. Sie ist super schnell und macht wirklich sehr gute (bessere!) Fotos, die ich mir genauest auf dem IMac angesehen habe! Für mich die Steigerung, nach der ich gesucht habe. Wie genau nun diese Qualitätssteigerung der Fotos zu bewerten ist, müssen die einschlägigen Camera-Tester im Labor noch herausfinden.

Was die technischen Möglichkeiten der A 6000 anbelangt, möchte ich nicht noch einmal alles im Detail ansprechen, was hier schon andere ausführlichst erwähnt haben. Nur soviel: Die Handhabung der A6000 ist im Vergleich zur Nex 7 viel, viel intuitiver und logischer und damit einfacher. Alle relevanten Einstellmöglichkeiten kann man sich auf die verschiedenen Bedientasten legen, damit man später kaum noch ins Menü muss, das ist für mich die Voraussetzung, um einfach alle Möglichkeiten der Camera auszuschöpfen. Das kann niemand so gut beurteilen wie jemand, der 2 Jahre mit der Nex 7 ausgiebig fotografiert hat.

Kennt jemand eine in allen Erfordernissen perfekte(?) Camera, kann es so etwas für alle und alles zutreffend überhaupt geben ? Sicher nicht.

Erstmal vielleicht der Hinweis wie ich es sehe: Tolle Fotos macht man auch unter Voraussetzung von sehr guten Objektiven, das weiss schliesslich jeder.
Nichts gegen das 16-50 Kitobjektiv, aber dieses preiswerte 16-50er bringt die Camera leider nicht zu den Höchstleistungen.
Da möchte ich speziell das Zeiss 16-70 (als optimales Standardobjektiv) und das Zeiss 24 nennen, aber auch das 10 - 18 und das 18-200 (TAMRON) ansprechen, die - für mich - alle Klasse sind und die ich von der Nex 7 behalten habe. Jedes davon kann ich empfehlen.

Ich will es mal anders ausdrücken: ich habe zuvor lange überlegt, ob ich von der Nex 7 vielleicht eher zur neuen a7 oder a7R wechseln soll, um noch bessere, noch perfektere Fotos zu bekommen. Nachdem ich mich jetzt einige Tage mit der A 6000 beschäftigt habe, habe ich mich dagegen entschieden, für mich ist die A 6000 als deutlich verbesserte Nachfolgerin der Nex 7 die richtige Wahl.

Update nach ca. 4 Wochen:
Nach 4 Wochen intensiven Fotografierens und Probierens habe ich noch nichts wirklich Negatives gefunden. Die Bildqualität ist ausgezeichnet. Mit den Ergebnissen in Zusammenhang mit meinen genannten Objektiven bin ich tatsächlich zufriedener als früher bei der Nex 7, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Der Focus ist sehr schnell, aber natürlich hat auch er seine Grenzen, wenn die Strukturen nicht ausgeprägt sind. Leider habe ich festgestellt, dass die Akkus schneller leer werden (Vergleich Nex 7) , sowohl bei dem Original Sony Akku wie bei den Patona Akkus. Hab jetzt noch einen dazu gekauft.
Ein anderer Rezensent hat geschrieben, das Auslösegeräusch wäre zu laut: es ist ganz sicher nicht lauter als das der Nex 7, aber - ja - ich hätte auch gern ein leiseres Auslösegeräusch für unbemerkteres Fotografieren!
Und ja, die Wasserwaage der Nex 7 fehlt mir definitiv auch manchmal, schade. Alles und perfekt - geht wohl nicht.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sony Alpha 6000, 1. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die Alpha 6000 mit dem Sony/Zeiss Objektiven SEL-1670Z und Sony SEL-55210 ca. eine Woche im Gebrauch. Achtung der Kit Kamera Alpha 6000 mit SEL-1670Z war zum Zeitpunkt, wo ich sie gekauft habe, teurer als wenn man die Teile einzeln kauft.

Hier meine Bewertung:

positiv:
Was die Bildqualität angeht und den AF, da schließe ich mich weitgehend den Vorrednern an. Der AF ist deutlich besser als z.B. bei der NEX7.

neutral:
Die Bilqualität der NEX7 war auch schon sehr gut und subjektiv kann ich keine Verbesserung der Bildqualität gegenüber der NEX 7 erkennen.

negativ:
Die Verarbeitung u. Qualität ist deutlich eine Klasse schlechter als bei der NEX7. Deshalb finde ich die Aussage z.B. bei der Bewertung von CHIP, dass die Kamera eigentlich zu preiswert ist für die Leistung, nicht zutreffend. Ich kann dazu nur sagen, dass der Preis bei der Leistung angemessen ist.
Der Adapter für einen Sony/Minolta kompatiblen Blitz ist derzeit leider auch nahezu gar nicht verfügbar. Sogar bei Sony selbst nicht. Der dafür vorgesehene Preis (ca. 50€) ist deutlich zu hoch.
Das Handbuch ist gegenüber der NEX7 auch nur sehr kurz gehalten. Viele Funktionen sind für Anfänger nicht ausführlich genug beschrieben.
Für die Verarbeitungsqualität, der mageren Bedienungsanleitung und für den fehlenden Adapter gibt es einen Punkteabzug also ein Stern weniger.
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