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am 28. Februar 2014
Dieser Zustand, wenn man einen richtig guten Song hört: Etwas ist durchgedrungen und hat das Innere in Schwingungen versetzt, man schließt die Augen oder blinzelt in die Sonne, eine spontane, unerklärliche Zufriedenheit erfasst einen, man summt und murmelt verloren vor sich hin. Dann, zu schnell, ist das Stück vorbei, bricht abrupt ab oder klingt langsam aus, und es ist still. Zurück bleibt ein fast schmerzliches Gefühl des Vermissens, während Melodie und Rhythmus in irgendeinem inneren Resonanzkörper noch nachhallen. Man hätte sich gewünscht, dass der Song einfach noch weitergeht, möglichst lange, aber da ist sie wieder, die Rausch- und Musiklosigkeit des Alltags. Und schon sieht man wieder, dass die Frau mit der Kaffeetasse, die man eben noch in allumfassender Daseinsliebe hätte umarmen können, doch ziemlich dröge aus der Wäsche schaut.

Wer "The Brink" von Jezabels hört, kann viele solcher Momente eines inneren "Interruptus", einer kleinen Traurigkeit nach dem Song erleben. Die gute Nachricht: die drei, vier Minuten vor diesen Momenten sind die pure Freude. Jeder Song hat nach wenigen Takten etwas Elektrisierendes, Aufregendes: da ist die üppige Instrumentalisierung mit dem mächtigen, aber auch raffinierten Schlagzeug, kräftigen Piano-Akzenten, fetten Keyboard-Klangteppichen und den Drauflos-Schrammelgitarren, da sind die cleveren Arrangements und natürlich ist da die alles andere als gefällige Superstimme von Hayley Mary. Diese Stimme - sie kann auch anstrengend werden, wenn sie sich leicht hysterisch in die obersten Etagen windet, aber sie ist so vielfältig und lebendig. Immer etwas spröde und in keiner Sekunde süßlich, hält sie die Spannung auch dort, wo die Songs mit ihren gnadenlos schönen, dramatischen Melodien ins Tortenhafte zu gleiten drohen.

Mit "The Brink" geht es noch recht verhalten los: hallende E-Gitarre, stark synkopiertes Schlagzeug, eine ruhige, vermollte Strophe, aber rechtzeitig auf "dance" in der Zeile "don't you wanna dance" geht es in einen ausgreifenden Refrain, und im Hintergrund liefert die Band schon ordentliche Breitband-Instrumentalisierung. Kein schlechter Auftakt, aber von da an wird's nur noch besser: "Time to Dance" packt von der ersten Sekunde an sanft, aber bestimmt zu: unschuldiges Gitarrengezupfe, E-Piano, gelassene Basslinie und satte Bassdrum-Schläge schieben unwiderstehlich los, Hayley Mary setzt ein, und nach der ersten Strophe kommt schon dieses Gitarrenriff, dass man nie, nie mehr vergessen wird, wenn man es dreimal gehört hat (das ist eine Warnung!). Aber wenn schon einen Ohrwurm, dann doch bitte diesen. Dieses Riff taucht nun immer wieder auf, moduliert und leicht variiert, nach der zweiten Strophe, nach dem Refrain und in der grandiosen Schlusssequenz, wo es von den Schrammelgitarren zerhäckselt wird, während Mary unberirrt deklamiert: "and the beat goes on the beat goes on...". Und weiter geht's, entzückend: "Look of love" beginnt mit einem Auftakt von Keyboard-Salven, die sofort irgendein Hormon freisetzen, dann schon wieder so eine Gitarrenfigur mitten ins Herz, und dann die Strophe, wunderschön gesungen. Das ganze Lied über bleibt Mary's Stimme in luftigen Höhen, aber sie singt das ganz zart, und wenn dann noch von oben diese akzentuierten Keyboard-Streicher reintropfen und das Schlagzeug von unten dagegenwirbelt, geht's doch eigentlich nicht besser - bis der Refrain kommt ("weeee'll get spinning again" - kann man jemals aufhören, da mit zu singen?). Weiter: acht dunkle Schläge eröffnen "Beat to Beat", und man glaubt kaum, dass die Frau, die nun singt, eben noch so bezaubernd in "Look of love" gesäuselt hat - kehliger, tiefer, kerniger hört sich das plötzlich an, getragen von einem sehr poplastigen Arrangement. Der Refrain zieht einem dann einfach die Schuhe aus. Der Schluss kommt abrupt, stimmig und tut weh (siehe oben). Und während der Schmerz langsam nachlässt, setzt schon dieses Geplucker ein wie aus dem Gehäuse eines Atari-PC aus den 80ern, dazu massive Handclaps direkt aus der Großraumdisko - das ist die Signatur von "Angel of Fire". Dann legen die Vier einen fetten Synthie-Violinteppich darunter, und man ist schon wieder verliebt! Der Song ist ein friedlicher Traum, ein bisschen melancholisch, etwas verhaltener, und allein schon wie im Refrain der Bass ganz gelassen dreimal das gleiche Intervall spielt, bis sich die Melodie endlich auflösen darf, dafür könnte man vor Dankbarkeit schon eine richtige gute Flasche aufmachen. Und es hört nicht auf: Absolut kompromisslose Sonnenuntergangs-Keyboard-Streicher nehmen uns mit in "No Country", Hayley Mary's Stimme hört sich an, als würde sie vom Abendwind über die Prärie herangetragen, und alles stimmt, alles ist schön.

Usw. Vier Songs kommen noch, und die sind allesamt genauso verzückend.

Sorry für den langen Text. Kann auch nichts dafür, dass die Platte so geil ist.
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am 22. Februar 2014
Wir beurteilt man eine solche Platte noch dem grandiosen Debut "Prisoner"? Diese war und ist für mich immer noch eine der besten Platten der letzten 3 Jahre, die ich ungebrochen gerne höre. Ein seltenes Exemplar, welches mich nie zum Überspringen auch nur eines Titels verleitet hat - einfach weil die Platte so abwechslungsreich ist. Klar muss man bei "The Jezabels" auf etwas fettere Produktionen und Arrangements stehen - Fans minimalistischen Sounds sind hier vollkommen falsch. Aber Prisoner hatte diese abwechselnden dramatischen und ruhigen Stücke und dazwischen einfach Power. Hayleys Gesang finde ich gerade dann am besten, wenn die gesamte Breite des Oktavenspektrums gefordert wird. Sie ist nicht wirklich schön aber sehr mitreisend. Und gerade das fehlt mir etwas bei "The Brink". Hier nehmen The Jezabels eindeutig den Fuß vom Gas und haben die dramatischen Stücke im Sinne eines "Prisoner" oder auch des sehr guten "Nobody Nowhere" weg gelassen. Wem vom Erstling mehr auf die ruhigen "Piece of Miend" und "Rosebud" mochte liegt hier richtig. Versteht mich nicht falsch, immer noch eine verdammt gute Platte und auch 5 Sterne wert - gäbe es nicht "Prisoner" als unerreichten Vergleich. Beim nächsten Mal hätte ich persönlich gerne wieder "mehr Drama, Baby."
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am 17. Februar 2014
Leider ist diese australische Band, abgesehen von ein paar Songschnippseln in diversen Werbespots und als Unterlegmusik in irgendwelchen Doku-Soaps, in Deutschland völlig unbekannt geblieben; wahrscheinlich, weil sich Qualität und Individualität in der Musikbranche einfach nicht durchsetzt. Vor 2 Jahren bin ich durch Zufall auf das Album "Prisoner" von The Jezabels gestossen und war so begeistert, dass ich mir die 3 vorangegangenen EPs auch noch besorgt habe. Um so gespannter war ich natürlich auf das neue Album, das ich mir, ohne überhaupt reingehört zu haben, sofort nach Erscheinung heruntergeladen habe.

Das Album besteht aus 10 Songs, die alles in allem mit den typischen Jezabels-Gitarrenriffs und Hayleys Gesang daherkommen, aber sehr viel eingängiger und kommerzieller klingen als die Vorgänger. Hat man bei "Prisoner" sich noch jedes Stück 5mal anhören müssen, damit sich die Ohrwurmqualitäten erst herauskristallisieren, ist es jetzt schon mit 1-2 mal getan. Sofort ins Ohr gehen z.B. "Time to Dance" und "Look of Love" und "The End" die durchaus Chart-Potenzial mitbringen, aber auch die anderen Titel, insbesondere "Angel of Fire", "Beat to Beat" und "All You Need" sind sehr eingängig.

Abgesehen davon ist die Musik der Jezabels insgesamt auch eher fröhlicher, von der melancholisch-düsteren Stimmung vieler früherer Songs ist fast nichts mehr zu spüren.

Das vorangesagte ist aber nicht negativ gemeint. Das Album für sich genommen bietet 10 tolle rockig-poppige Songs, die sehr schnell in die Gehörgänge gehen und eine Feel-Good-Stimmung verbreiten, die noch eine Weile nachhält. Es ist kein einziges Lied dabei, dass ich als Lückenfüller oder Durchhänger abstempeln würde. Man sollte sich nur von der Vorstellung lösen, dass es sich bei den Jezabels immer noch um eine Indie-Alternativ-Band handelt. Die Jezabels sind auf dem Weg, sich als Mainstream-Band zu etablieren. Das ist o.k., eine Band muss sich ja auch irgendwie weiterentwickeln und Geld verdienen will man ja schliesslich auch damit. Ich hoffe aber, dass dieser Weg nicht bedeutet, dass die Band irgendwann ihre Einzigartigkeit verliert und sich beliebig mit anderen Pop-Künstlern verwechseln lässt, wie es bei vielen anderen Acts schon der Fall war.
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am 31. Juli 2014
Die erste CD von The Jezabels hatte mit total begeistert. Umso größer meine Vorfreude, als ich hörte, dass bald die zweite CD erscheinen sollte. Und die Single "The End" machte auch Spaß auf mehr. Als dann die CD erschien, nutzte ich die Möglichkeit, die gesamte CD auf YouTube "Probe zu hören". Ich war ein Stück weit enttäuscht.

Doch dann gab es bei YouTube das sehr sehenswerte Video des Konzertes in der Oper von Sidney (mit einem Orgelstück von Heather!!!), wo neben den alten natürlich auch neue Stücke gespielt wurden. Was live gut klingt, kann doch nicht so schlecht sein. Also wurde die CD doch geordert...

Nach etlichen Durchläufen bleibt als Fazit: nicht so gut wie der erfrischende Vorgänger. Hauptgrund ist, dass die Stücke für meinen Geschmack zu "glatt produziert sind. Dadurch und aufgrund der Tatsache, dass die Laufzeit der einzelnen Stücke ähnlich lang ist, ergibt sich eine gewisse Beliebigkeit. Doch es sind The Jezabels, also Jammern auf hohem Niveau und live zeigen die Stücke das nötige Potential.

Mal sehen, wie Album Nummer 3 wird?
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am 15. Dezember 2014
Ich durfte die Jezables vor Jahren in Kreuzberg live erleben. Als Gast in Berlin war ich auf der Suche nach einer Abendbeschäftigung. Ich habe mir noch vor dem Konzert alle Titel der Band gestreamt weil ich komplett begeistert war. Das Konzert war dann das i-Tüpfelchen (bekam sogar noch ein Plektron von Samual Lockwood geschenkt). Seitdem habe ich auf neue Songs der Band gewartet

Zur Platte „The Brink“ von „The Jezabels“:
Ich habe sie mir ungehört bestellt, natürlich als LP (die CD und den download gibt es hierbei dazu).
Und es hat sich komplett gelohnt. Das Album ist fantastisch. Das beste Album of „The Jezabels“ ever. Und eines der besten Alben die ich je hören durfte. Absoluter Ohrwurm Charakter.
Die Musik der Jezabels ist insgesamt fröhlicher geworden ohne das Stil und Qualität darunter leiden mussten. Viele frühere Songs waren eher von einer melancholischen düsteren Stimmung getragen.
Diese Melancholie schwingt nun untergründig mit und hinterlässt dieses Gefühl von Verlassen-worden-sein wenn der Song beendet ist.
Der emotionale Mix aus Rock, 80s New Wave und Indie-Pop ist geblieben.
Das diese Songs natürlich auch ein wenig kommerzieller klingen ist aus meiner Sicht ein Gewinn. Denn die in Australien sehr populäre Band hat es verdient weltweit und auch in Deutschland bekannt zu werden.

Als Hörproben mit Chart-Potenzial eignen sich besonders „The Brink“ und "The End" aber auch „Time to Dance“.

Alle 10 Songs, die mit den charakteristischen Jezabels Gitarrenriffs, Hayleys Gesang und Heathers Songtexture daherkommen, gehen sofort ins Ohr.

Das Album „The Brink“ von „The Jezabels“ bietet 10 tolle rockige, poppige Songs mit charakteristischem Sound und Independent Note, die sehr schnell ins Gehör gehen und eine beruhigende sanfte gute Stimmung verbreiten, die lange nachhält.
Das Album hat Sucht-Charakter. Ich habe es die ersten Wochen täglich gehört.

Weitere Alben / Eps von „The Jezabels“
The Man Is Dead (2009)
She’s So Hard (2009)
Dark Storm (2010)
Prisoner (2011)
Live at the Hordern Pavilion (2012)
The Brink (2014)
The End – Single
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am 25. Mai 2014
Ich bin vor 3 Jahren zufällig auf die Jezabels gestoßen und seit dieser Zeit sind sie zu einer meiner absoluten Lieblingsgruppen geworden. "The Brink" ist anders, verglichen mit dem erstklassigen Vorgänger "Prisoner", vom Musikstil her irgendwie opitimistischer angelegt. Was absolut keinen Rückschritt darstellt.

"The Brink" erreicht das Level seines Vorgängers auf jeden Fall. Die für sie typische Melancholie ist etwas gewichen, was meiner Meinung nach durchaus positiv ist, da man jedem Song in dem Album anmerkt, dass sich die Jezabels musikalisch weiterentwickelt haben, auch in der Breite. Frontfrau Hayley beweist ein weiteres Mal, dass ihre stimmlichen Qualitäten nicht einfach nur 08/15 sind und der musikalische Hintergrund ist teils sehr intensiv und kraftvoll aufgestellt, und doch kommt die jezabelstypische Melancholie und Zerbrechlichkeit in Text und Sound immer wieder eindrucksvoll zu Tage. Die Jezabels bezeichnen ihren Stil gern ja mal als "Intenseindie".

"The Brink" ist sehr eingängig und verbreitet gute und positive Stimmung, perfekt zum Frühling ... oder Sommer, oder Herbst oder Winter. Für mich gibt es keine Songs, die qualitativ abfallen. Der beste Song ist meiner Meinung nach eindeutig "Psychotherapy". Dieser Song ist sehr berührend und zeigt am deutlichsten die stilistische Veränderung zum Debütalbum ohne die Basis abzulegen.

Ich möchte mit der Rezension nicht spoilen sondern dazu bewegen einfach mal reinzuhören und sich selbst zu überzeugen.
Es ist sehr schade, dass diese Band bisher so wenig Beachtung in Deutschland fand. Diese Vier sind bilden eine ganz besondere Kombo, sind auch live absolut empfehlenswert.
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am 22. August 2014
Hörenswerte CD die mit super Songs aufwartet !! Der Sound dieser Band hat etwas Eigenes und ist in jedem
Fall empfehlenswert !!
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am 20. März 2014
Wahrscheinlich werden jetzt einige aufschreien, aber ich kann einige der Meinungen zum neuen Jezabels Album nicht nachvollziehen. Ich bin jetzt schon lange ein Fan dieser großartigen und - wie ich finde - weit unterschätzten Band. Schon als die ersten EPs draußen waren, habe ich diese rauf und runter gehört und konnte nicht genug davon kriegen. Um so mehr hatte ich mich auf ihr Debütalbum gefreut.

Als Prisoner dann rauskam, war ich jedoch mittelschwer enttäuscht. Ich fand, dass nur vereinzelte Songs an die tollen vorangegangenen EPs rankommen konnten (Endless Summer, Deep Wide Ocean, Long Highway). Viele Lieder haben mich einfach nur genervt, weil sie so vor sich hingeplätschert sind (Austerlitz, Peace of Mind, Nobody Nowhere). Der Rest kam von früheren EPs und fiel daher aus meiner Wertung raus. Das Debütalbum empfand ich lediglich als Experiment, Weiterentwicklung oder wie auch immer man das nennen mag. Meinen Geschmack traf es leider nicht. Auch in meinem Bekanntenkreis haben viele meine Meinung geteilt. Daher verschwand die CD schnell wieder von meiner Playlist.

The Brink hingegen bringt wieder die Dynamik zurück, die ich so bei Prisoner vermisst habe. Nahezu jeder Song bleibt im Ohr hängen. Lediglich der Song Psychotherapy missfällt mir etwas, aber welche Platte ist schon rundum perfekt? Wenn ich nun durch alle Jezabels Songs durchshuffle, wird mir erst richtig bewusst wie sehr sich die Songs von The Brink an die alten, guten Jezabels-Lieder annähern. Und das finde ich toll!

Wie man die Platte als Mainstream abstempeln kann, ist mir völlig schleierhaft. Ich finde The Jezabels knüpfen wieder an die Stärken an mit denen sie bekannt geworden sind.
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am 15. Februar 2014
umgehauen hat mich das zweitwerk der jezabels nicht. natürlich ist es gemein, den zweiten longplayer einer band automatisch mit dem ersten zu vergleichen, für den der band viel mehr zeit zur verfügung stand und für den gleichzeitig die erwartungen, wenn überhaupt existent, deutlich niedriger waren. und dann sahnt man für dieses debüt kritikerlob und preise zuhauf ein, und alles, was die fanmeute hernach interessiert, ist, ob die unter zeitdruck entstandene neue platte die herausragende qualität der ersten erreicht. im grunde möchte der fan, für den 'prisoner' das beste album des jahres 2012 war, ja nichts anderes zu hören bekommen als ein neues musikalisches epos der marke 'long highway' oder 'catch me', nichts anderes als einen indie-schmachtfetzen vom schlage des übersongs 'deep wide ocean' oder einen radiotauglichen rocksong wie 'endless summer'. ach ja, und natürlich hat sich der fan beim debütalbum SOFORT in all diese songs verliebt, die songs hatten allesamt soviel qualität, dass es vollkommen unnötig war, in der rezension darauf hinzuweisen, dass die lieder ihre einzigartigkeit erst beim vierten oder fünften hördurchgang entfalteten.
so, und dann erscheint also endlich das lange vorbestellte neue album der jezabels, und man stellt folgendes fest: ein musikalisches epos ist nicht dabei, die songs sind alle um die 4 minuten lang und zu kurz (die vokabel 'austauschbar' möchte ich hier absichtlich nicht verwenden, das würde em album sicher nicht gerecht werden), um den hörer so richtig auf eine musikalische reise mitzunehmen. ein alternative-schmachtfetzen ist nicht wirklich vorhanden, am ehesten noch 'psychotherapy', aber auch der song vermag es nicht ganz, einem die tränen der rührung in die augen zu treiben. 'the end', die erste single, kennt man bereits, man findet sie auch gut, aber halt nicht so überzeugend wie 'endless summer'. und jawohl, die songs sind allesamt 'growers', keiner sticht so heraus, dass man sich schon auf anhieb in ihn verlieben könnte. zu nicht so guter letzt beschleicht den geneigten hörer noch das gefühl, dass die jezabels das, was ihnen beim debüt spielend gelang, nämlich den spagat zwischen mainstream und indie hinzubekommen, bei diesem album das eine oder andere mal verkacken: 'beat to beat' kling nach us-rock, 'got velvet' ist, ich trau's mich kaum zu sagen, ein recht öder lückenfüller.
warum dann vier sterne für 'the brink'? weil das album auch spannende und energiegeladene songs zu bieten hat. namentlich sei hier der titeltrack genannt, der einen großartigen opener für die anstehende tour abgeben könnte. das melodiöse 'look of love' weiß ebenfalls zu überzeugen, 'no country' ist mein derzeitiger favourite. 'all you need' bietet mit seiner melancholischen gitarre einen schönen abschluss des albums.
dieses album wird NICHT mein album des jahres 2014, aber es ist ein solides, in manchen passagen auch mitreißendes zweitwerk geworden, auf dessen live-umsetzung man schon sehr gespannt sein kann. vier ehrliche, nicht geheuchelte sterne. gut gemacht, setzen.
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am 21. Februar 2014
Ich habe lange darauf gewartet , denn "Prisoner" fand ich SUPER. Leider ist bei diesem alles im Mittelfeld - keine Höhen und Tiefen, alles zwischen Pop, Independent/Alternative und Rock auf ziemlich ausgelutschten Bahnen, damit jeder etwas damit anfangen kann. Weiß nicht, ob man damit neue Leute heran holen kann. Ich finde, obwohl sogenannte Fans jetzt aufschreien - im Gegensatz zu "Prisoner" langweilig bis max. befriedigend!
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