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169
4,3 von 5 Sternen
Das Finstere Tal
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80 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2014
Ich muss gestehen, nicht ohne Skepsis in diesen Film gegangen zu sein! Western...Österreich....passt das zusammen?
-Die Antwort bekommt man bereits in den ersten Minuten des atmosphärisch glänzenden Filmes geliefert: JA!

Die triste Schneelandschaft, das gewaltige Bergpanorama und die Filmmusik, die hervorragend mit den markanten Bildern harmoniert, schaffen es, einen von Beginn an zu fesseln!

Man meint zwar, als Filmfan, den Verlauf der Story vorauszuahnen, aber es dauert doch ein Weilchen länger, bis man erahnt, "wo der Hund begraben ist"...Gegen Ende hin steigert sich das Szenario zu einem spannenden Höhepunkt und auf die teilweise nervenzerreißende Langsamkeit folgen Taten (...und WAS FÜR Taten...).

Obwohl der Film mit wenigen Dialogen auskommt, tut das der Unterhaltung keinen Abbruch. Im Gegenteil...Ich empfand es als angenehmes Novum, eine Geschichte ohne den exzessiven Einsatz von Sprache vermittelt zu bekommen.
Der österreichische Regisseur Andreas Prohaska präsentiert: ein raues Klima, epische Landschaftsbilder, markante, wettergegerbte, zerfurchte Gesichter...das alles zieht einen wie ein Sog in den Film hinein!

Der Einsatz von Sprache ist, wie bereits erwähnt, kurz gehalten, aber wenn geredet wird, dann hat das dafür eine besonders starke Wirkung. Die Dorfbewohner sprechen ein (mildes) Tirolerisch und Greider mit englischem Akzent! Dies verleiht dem Film einen zusätzlich individuellen Touch!

Die Schauspieler liefern allesamt einen hervorragenden Job ab! Da sie mit wenig Worten auskommen mussten, vermitteln sie viel mit Mimik und Gestik. Tobias Moretti gibt den "Bad guy" erschreckend überzeugend, Sam Riley nimmt man den geheimnisvollen Fremden sofort ab und Paula Beer, die als gebürtige Deutsche das Tirolerische exzellent spricht, haucht der Figur der Luzi Leben und Intensität ein.
Auch die Nebenrollen wissen zu überzeugen: Hans-Michael Rehberg als Patriarch spielt hervorragend, Thomas Schubert vermittelt gekonnt die Zerrissenheit seiner Figur und Heinz Ollesch mimt (in einer kurzen, aber beeindruckenden Sequenz) den wohl mächtigsten Dorfschmied der Filmgeschichte!

Ich muss gestehen, kein Western-Fan zu sein, aber diese besondere Kombination hat einen ganz speziellen (düsteren) Charme! Der Spagat zwischen Heimatfilm und Western ist m.M.n hervorragend geglückt! Es gibt keine Übertreibungen, keine Peinlichkeiten...nur nervenzerreißendes Understatement!

Fazit:
Der Film hat eine eigene Magie, auf die man sich einlassen sollte...Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung auch für Nicht-Western-Fans!
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2014
Ich habe das Buch von Thomas Willmann gelesen und konnte mir die Verfilmung dessen nicht entgehen lassen. Mein Fazit: Kongeniale Umsetzung, passende Schauspieler, perfektes Setting. Auf einer großen Kinoleinwand muss die Wirkung umwerfend gewesen sein.

Es ist viel geschrieben worden vom Alpenwestern - eine gewollte Übereinstimmung, die weder Autor noch Regisseur Prochaska leugnen. Dass es funktioniert liegt an dem guten, sicheren Handwerk, das beide verstehen: Es ist High Noon und Gary Cooper schlakst daher, die gekrümmte Hand Zentimeter vom Revolverhalfter. Im finsteren Tal stehen sich ein Fremder namens Greider und die sechs Söhne des Brennerbauern gegenüber.

Eine Landschaft in schwarz-weiß tut sich auf, als der Fremde auf seinem Pferd, die Winchester noch gut versteckt, den Eingang zum Tiroler Hochtal passiert. In stummer Größe, den Cowboyhut tief in die Stirn gedrückt, vor beißenden Winterwinden geschützt, bevor der erste Schnee fällt, der ihm die Rückkehr ins Tal verweigern wird. Im Buch ein Maler, ist er im Film Fotograf. Eine einzige Abweichung. Der Opener aber ist ein Stück vom Ende, es hält wach und interessiert am Warum. Als Nichtkenner der literarischen Vorlage ist man gespannt, was es mit der harschen Entdeckung des offensichtlich versteckten Paares auf sich hat. Eine Story, auf zwei Ebenen erzählt, die zum Grund von Greiders Besuch im Bergdorf wird.

Man muss nicht viel tun und den Film auf sich wirken lassen: lastende Stille, in der jeder knackende Zweig zum Kanonendonner wird. Greiders stummes Ausharren am Holzkreuz. Die Fotografie der Mutter. Die platzierte Offstimme Luzis, der Tochter seiner Herbergsmutter. Die lauernden Brennerbrüder. Die Trauer in Bräutigam Lukas' Gesicht. Irgendetwas läuft hier schief. Es lastet auf den Bauern und Krämern wie der Schnee auf ihren finsteren Holzhütten. Man spürt es als Zuschauer in jeder Zehe.

So getragen der Anfang ist, so gewaltig kommt die Lawine ins Rollen; ein Showdown, der Gary Cooper den schweißdurchtränkten Cowboyhut vom Kopf gefegt hätte.

"Hat halt net 'passt", meint Luzi ganz am Ende.

Gepasst haben mir vor allem die Schauspieler. Sam Riley als schweigsamer Greider auf Deutsch mit amerikanischem Akzent. Tobias Moretti als Brennersohn, Paula Beer als Luzi im passenden, tirolerischen Dialekt. Sämtliche Nebenbesetzungen, Kostüme, Schauplätze sind mit Sorgfalt gewählt, wie das interessante, 45minütige Making Of erzählt. Die passende Kulisse bot das Südtiroler Schnalstal, wo die Zeit auch in Wirklichkeit stehengeblieben sein mag.

Ein Wort zum Score: moderne Musik über historische Themen zu legen ist nicht neu, aber äußerst effektiv. Ich bin begeistert. Es verknüpft das Vergangene mit dem Heute und erzählt uns, dass diese Geschichte alter Traditionen keineswegs aus der Welt ist, solange es Menschen gibt, die sich zum Herren anderer aufschwingen. Das "Amen" des Priesters klingt dazu wie ein dröhnendes "Basta".

Ich empfehle den Originalroman von Thomas Willmann zu lesen und sich an der schönen Sprache zu erfreuen.
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42 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Um 1880 kommt ein junger Mann zu Pferde in ein in seiner Abgelegenheit kaum auffindbares Alpendorf. Der Fremde (Sam Riley) nennt sich Greider und stellt sich als in Amerika aufgewachsener Fotograf vor. Nur nach Vorauszahlung wird ihm widerwillig ein Quartier für den Winter auf einem abgeschiedenen Hof gewährt, wo die junge Luzi mit ihrer Mutter wohnt. Greider, der angeblich nur fotografieren möchte, scheint auch noch andere Motive zu haben. Als nacheinander zwei Söhne des Dorfpatriarchen Brenner (Hans-Michael Rehberg) bei merkwürdigen Unfällen zu Tode kommen fällt der Verdacht auf den geheimnisvollen Fremden ...

Es ist kein "Fremder ohne Namen", der hier in das entlegene Tiroler Alpendorf einreitet - denn er nennt sich Greider. Dennoch haben für den in österreichisch-deutscher Produktion entstandenen Heimatfilm der ungewöhnlichen Art zahlreiche Genreklassiker des Rachewesterns als Inspiration gedient. Andreas Prochaska (*1964) gelang es mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Willmann dennoch, etwas absolut neues zu schaffen. Die düstere Alpenkulisse spielt dabei besonders bei den Winteraufnahmen eine ganz wesentliche Rolle. DAS DÜSTERE TAL ist ein sehenswerter Film, den man auf sich wirken lassen muss und dessen ganze Dimension erst am Ende richtig klar wird. Die FSK-Freigabe ab 12 ist angesichts der genregemäßen Härten durchaus erstaunlich.

Die Blu-ray von WARNER/X-Edition bietet den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (DTS-HD MA 5.1). Neben deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte ist auch eine Hörfilmfassung für Blinde vorhanden. Als Extras sind ein Audiokommentar mit Andreas Prochaska und Filmjournalist Christian Fuchs sowie Kinotrailer, entfallene Szenen und ein Making of vorhanden. Die Blu-ray verfügt über ein Wendecover ohne FSK-Logo und wird in der Startauflage mit einem bis September 2017 verwendbaren Einlösecode für Digital Ultraviolet Copy (gültig für Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgeliefert.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für breiter sortierte Sammlungen!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ende des vorletzten Jahrhunderts in irgendeinem vergessenen Alpenkaff (= paar Hütten). Ein fremder Reiter trifft dort ein und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Er nennt sich Greider (Sam Riley) und will dort den Winter verbringen. Die Familie Brenner sieht das gar nicht gerne. Ihr gehört das Kaff und eigentlich alle Einwohner mit. Sie terrorisieren die Bewohner und haben die Hosen an. Insbesondere Hans Brenner (Tobias Moretti mal besonders fies) scheint der Obermotz dort zu sein seitdem sein alter Vater ans Bett gefesselt ist. Er und seine Brüder führen ein strenges Regime bei dem keiner aus der Reihe tanzen darf. Doch Greider hat Kohle, die natürlich gerne genommen wird. Er gibt an, die Dorfbewohner fotografieren zu wollen. Hierzu hat er ein Metronom und einen dieser neumodischen Fotoapparate mitgebracht, der zunächst auf Argwohn dann aber auf Zuspruch stößt. Während der Baumfällarbeiten findet man jedoch eine Leiche. Es ist einer der Brenner-Söhne. War das wirklich ein Unfall?

Mehr möchte ich nicht verraten, nur so viel, dass ich mehr als überrascht war, dass auch ein deutsch-österreichisches Team es durchaus versteht, einen knallharten Revenge Western vor einer Heimatkulisse zu drehen. Ich wusste nicht, dass es eine Buchvorlage gibt, von der der Film – wie so oft – stark abweicht in dem er die gestreckte Handlung des Buches zusammenstaucht. Hätte die Handlung nicht in den schneebedeckten Alpen stattgefunden und hätten die nicht diesen Dialekt gehabt, hätte ich schwören können, dass man es hier mit einem coolen modernen Western der Marke True Grit zu tun gehabt hätte. Bravo!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2014
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, wollte ich mir die filmische Umsetzung dieses Meisterwerkes nicht entgehen lassen. Nun ist es natürlich unmöglich, die Handlung aus der Literaturvorlage 1:1 in einen knapp zweistündigen Film zu packen. Nichtsdestotrotz fehlen im Film doch einige Szenen, die für das Verständnis meines Erachtens notwendig oder zumindest sehr hilfreich wären. Wie und wo hat Greider sein treffsicheres Schießen gelernt? Wieso kommt er aus Amerika? Wie ist die Flucht der Mutter genau verlaufen? Unter welchen Umständen wurde Greider überhaupt gezeugt? Das sind alles Stränge, die im Buch detailliert behandelt werden.
Während Greider in der Romanvorlage den Showdown gegen die Brenner Söhne geradezu zelebriert und verschiedene Techniken anwendet, beschränkt sich der Endkampf im Film auf bloße Schusswechsel. Dass Brenners hünenhafter Schmid ebenfalls durch eine Gewehrkugel stirbt (im Buch hingegen kommt er nach dramatischem Kampf auf einer Egge zu Tode), weckt fast den Anschein, als wäre den Filmemachern die Lust oder das Geld (oder beides) ausgegangen.
Überhaupt ist die ganze Atmosphäre des Dorfes (die Menschen, der Pfarrer, das Krämer-Paar, der Wirt, der düstere Brenner'sche Bauernhof zuhinterst im Tal, etc.) in der Romanvorlage viel umfassender ausgearbeitet.
Fazit: Für eine kurzweilige Unterhaltung ist der Film OK. Wer sich wirklich in die Geschichte hineinleben will, kommt um das Buch nicht herum.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn ich an Österreich denke, kommen mir zuerst gutes Essen, der Dialekt, die teils malerische Natur und natürlich auch Skifahren in den Sinn. Ein Western, noch dazu ein atmosphärisch richtig guter, wäre jedoch so ungefähr annähernd das letzte, woran ich denken würde. Kurz zur Geschichte des Filmes: Ein einsamer Reiter erreicht ein abgelegenes Bergdorf in den Alpen und macht dort Bekanntschaft mit der Familie des Bauern Brenner, die in jener Region das Sagen hat und maßgeblich über die Abläufe im Dorf bestimmt. Während seines Aufenthaltes kommen jedoch nach und nach bitterböse Machenschaften innerhalb der Dorfgemeinschaft ans spärliche Tageslicht.

Zugegeben, nach all den positiven Rezensionen und der entsprechenden Berichterstattung in den Medien war meine Erwartung an diesen Film schier riesig. Ich habe zwar immer meine Probleme mit der Originalität des "deutschen" (jaja, ich weiß, trifft hier nicht ganz zu) Filmes, aber alleine der Versuch eines "Alpenwesterns" machte mich zusätzlich neugierig. Und obwohl ich zu Beginn ein wenig mit dem Dialekt haderte und man sich als halbwegs Hochdeutsch sprechender Mensch durchaus manchmal konzentrieren musste, um das Gesagte ordentlich und sinngemäß zu verstehen, wäre alles andere wohl der Stimmung abträglich gewesen...und sind wir mal ehrlich, so viel wird ja nun auch nicht geschwafelt. Apropos Stimmung: Ich habe selten einen Film gesehen, dessen Hauptattraktion eine so vor Tristesse und bedrückter Stimmung überquellende Atmosphäre war, was nicht nur durch die Abwesenheit jedweder auch nur halbwegs fröhlichen Person oder auch nur dem Versuch eines Gags zu verdanken ist, sondern insbesondere der kalten Farbgebung, die durch die herausragenden Bildeigenschaften des Mediums Blu-ray in punkto Schärfe, Plastizität und dem wahrnehmbaren Detailreichtum unterstrichen wird. Auch tonal wird ein unerwartetes Feuerwerk abgebrannt, denn der in DTS-HD MA 5.1 vorliegende deutsche Ton punktet durchweg mit fesselndem Surround-Ambiente (selten fühlte ich mich dank eines Filmes so sehr "mittendrin statt nur dabei"), exakt richtig temperierten Basseinsätzen und einer unaufdringlichen Einbindung des ebenfalls äußerst gelungenen Soundtracks. Normalerweise sind mir die technischen Spezifikationen nicht wirklich wichtig, aber ich denke, dass "Das finstere Tal" ohne die dadurch erreichte Stimmung merklich an Wirkung einbüßen würde.

Die Extras gehen in Ordnung, so finden sich auf der Scheibe beispielsweise ein Audiokommentar des Regisseurs, einige entfallene Szenen und das handelsübliche Making-of. Wenn man also eine Schwäche suchen möchte, könnte man vermutlich hier am ehesten meckern, da insbesondere die historischen Hintergründe dieser Zeit in dieser Region durchaus interessant gewesen wären. An meiner Bewertung des Streifens nebst der dazugehörigen "blauen Scheibe" mit den maximalen fünf Sternen ändert das aber null komme nix, da ich seit "Via Mala" wohl keinen packenderen Film im Alpenszenario über den Bildschirm habe flimmern sehen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2014
Hallo
was soll ich sagen: WAS FÜR EIN FILM.
Ich möchte etwas anders anfangen, denn es gibt 3 Sachen die ich nicht gewusst habe:
1. Es ist ein Code für eine Digitale Kopie dabei
2. Wendecover, finde ich immer gut
3. Am Anfang kann man auswählen, ob man sich den Film als Hörfilm anhören möchte. Finde ich für Blinde oder für Menschen mit einer sehr starken Sehbehinderung echt Klasse und ich habe das bewusst vorher noch bei keinem Film gesehen.

Ich habe den Film letzten Samstag im Blitzangebot für 9,97 Euro gekauft und schwupp....Montag war er schon da. Also ganz schön fix. Eben habe ich die nötige Ruhe gehabt ihn mir anzuschauen und habe mich nun sofort hingesetzt um meine Bewertung zu schreiben.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das ich bis zu dem Blitzangebot noch Nichts von dem Film gehört hatte. Ich habe mir dann den Trailer angesehen, Bewertungen hier bei Amazon gelesen und wusste das ich bei dem Film nichts falsch machen konnte. Und ich wurde nicht enttäuscht, ein beindruckender und sehr spannender Film.
Ich möchte jetzt gar nicht weiter im Detail darauf eingehen was genau passiert. Das haben ja schon genug andere geschrieben. Alleine den Spagat hinzubekommen einen Western in einem Alpendorf spielen zu lassen, ist schon bemerkenswert. Es passt wirklich alles perfekt. Die Musik ist einsame spitze und die famosen Landschaftsbilder und die Mimik der Schauspieler ersetzen Dialoge die manches so hätten nicht bewirken können.
Wer einen spannenden deutschen Film sehen möchte, der kein Heimatfilm ist sondern ein spannender Film über Rache und über die Abgrunde die sich in menschlichen Seelen auftun können, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich habe mir nach dem Film noch das Making Off angeschaut und es war sehr interessant zu sehen was hinter den Bühnen alles passiert ist.
Mein Rat: Nicht lange überlegen und kaufen :) .
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2014
Vor ein paar Jahren hat ANDREAS Prohaska den Film „Das Wunder von Kärnten“ gemacht, was gar nicht übel war, jetzt 2014, hat er mit der deutsch Österreichischen Produktion einen wirklich sehr guten stimmigen Film ins Kino gebracht, der sich vor keinem US-Hollywood Kitsch Western verstecken muss, im Gegenteil.

Zu Beginn stand natürlich wieder ein Roman, wie bei fast vielen Filmen, der dann in Zelluloid umgesetzt wurde. Hinzu kommen TOBIAS Moretti und Sam Riley in einer Hauptrolle, und fertig ist der Filmgenuß. Dazu ein paar herrliche Landschaftsaufnahmen aus Tirol, und ein sehr Gutes Drehbuch, gute Dialoge, echt cool Leute, urige Leute müsste ich sagen tolle Kostüme, die zwar nicht so Hollywoodmässig gut Wirken, aber dafür umso authentischer aussehen, was dem ganzen Film den Touch eines Dokufilmes gibt.

TOBIAS spielt HANS Brenner im Film den ältesten Sohn der 6 Brenner Buben, einer alten Bauern Familie die hier schon sehr lange lebt. HUBERT, OTTO, LUIS, RUDOLF und EDI kommen hinzu, dessen Vater der Brenner Bauer, der vom 1938 geborenen Hans-Michael Rehberg gespielt wird. Der ist von unzähligen Filmen schon bekannt und hat so ein ganz gewisses uriges bäuerliches Äußeres, wie fast alle Darsteller in diesem Heimat Neo Grusel Thriller Western mitspielen, anders könnte ich das Genre gar nicht nennen.

Zu Beginn hört man schon die sanfte weiche Stimme, einer Erzählerin die den Kinozuseher in die spannende Handlung vom Film einführt und von schlimmen Dingen aus der Vergangenheit erzählt.

Worum geht es? Man lebt in einem Alpendorf in Tirol, es ist das Jahr 1880 oder so, die Leute leben karg, haben wenig, schlägern Holz, sie arbeiten hart, und gehen früh schlafen, es gibt eine kleine Kirche, einen kleinen Friedhof und für alle Dinge muss man mit dem Wagen oder dem Pferd in die nächst größere Ortschaft fahren was fast keiner macht. Man ist hier autark und dank dem Wissen der Alten weiß man auch um die Medizin falls sie einer brauchen sollte.

Eines Tages kommt der Amerikaner GREIDER in die Stadt mit Kamera und einem Pferd und bittet über den Winter bleiben zu dürfen, was ihm anfangs nicht gewehrt wurde, aber er zahlt dafür sehr gut. So hat er seine Sicherheit und kann auch schöne Fotos entwickeln.

GREIDER ist einer von den Typen die wenig reden, gespeilt wird er von dem 1980 in England geborenen Sam Riley, der noch nicht viel Schauspielerfahrung hat, aber in dem Film einfach hervorragend spielt. Er hat eine gewisse Ausstrahlung, gefährlich, mystisch und sehr ruhig und er hat nur einen einzigen Gedanken, den er in die Tat umsetzen will und der ist riskant und gefährlich.

Es gibt in dem Dorf auch einen FRANZ und eine MARIA, er will Sex, sie will die Heirat, alle leben nach altem Ritus, streng katholisch und etwas kompliziert anmutend, man schlachtet noch, es gilt das Faustrecht, und es ist in dem ca. 50 Einwohner Dorf sehr kalt, nicht nur vom Wetter her, sondern auch von den Herzen der Bevölkerung.

THOMAS Kienast ist der Kameramann von dem Film der es hervorragend verstanden hat, die wichtigsten Szenen spannend ins Szene zu setzen. Mit einem fast leicht dystropischen Filmgenuß kommt dieser minimal gespielte Film der oft wie ein Kammerspiel wirkt, sehr gut daher, denn er vermittelt dir die Kälte der Leute, die Gefahr der Einwohner, und das harte Leben dass fernab von jeder Zivilisation geführt wird.

In diesem 113 Minuten Film verschmelzen Gewalt und Angst zu einem Konglomerat von Neugierde und Mystik, mal entscheidest du dich wegzuschauen, mal begeistert hinzuschauen, aber immer ist man irgendwie begeistert nur von den Wettergegerbten Gesichtern der Darsteller, die ich mir gar nicht vorstellen kann woher die bloß kommen.

In dem Film kommt nur die Frau MARIA vor, alle andern sind einfach nur Beiwerk, die Streitigkeiten werden realistisch im Saloon, also im Gasthaus ausgetragen, Lebensmittel sind in dem Film war, wie damals wohl in Wirklichkeit, die Leute haben wenig aber sind dankbar und arbeiten im Wald als Waldbauer, und schlägern Baumstämme und da passiert es, ein Kollege kommt nicht mehr zurück der Brenner Bauer hat einen Sohn verloren, und ein 2. Soll noch folgen.

Damit das ganze mehr Wirkung zeigt man hat die Geräusche einfach verstärkt, die Darstellung minimiert, und obwohl Moretti mit seinen blitzblauen Augen wie Terence Hill einfach ein Hingucker ist, konzentriert man sich auf einen Kriminalfall, der es wirklich in sich hat und mit jedem schwedischen Film aufnehmen kann. Die haben nämlich hervorragende Kriminalfilme.

Als der Film angefangen hat, wusste ich dass ist mein neuer Lieblingsfilm und bis am Ende habe mich mir das gedacht, dass ist mein neuer Lieblingsfilm. Ich habe viele deutsche und Österreichische Filme gesehen, und ich kann sagen dass dieser Film sie alle übertrifft.

Wir haben da sehr gute Darsteller, urige Charaktere, wettergegerbte interessant Leute, eine coole Gegend, eine arge Story, interessante Leute, spannendes Drehbuch, gute Dialoge, nicht zu viel und zu wenig wird geredet, und raus kam dann ein kompromissloser Western meets Heimatfilm der seinesgleichen sucht. Ich finde es gut in dem Film das nicht zu viele Filmzitate verwurschtet werden, dass dieser Film nicht zu viele Ähnlichkeiten hat mit anderen Filmen, ich habe gehört dass der Roman viel brutaler sei, ich bin froh dass das im Film nicht so gewesen ist man muss nämlich Brutalität nicht immer zeigen, einige Zeitlupenszenen haben mich gestört und einige Längen aber die sind nur von kurzer Dauer.

Was auch den Film so gut macht, dass er anspruchsvoll ist und auch wenn er so Ähnlichkeiten hat mit „Leichen pflastern seinen Weg“, kann dieser Film dennoch mit sehr vielen Szenen, und neuartigen Drehbuchtwists aufwarten, was wenig andre Filme haben.

Wenn ich mir die Hauptrolle von Sam Riley vorstelle, der ja Engländer ist und mit US-Akzent redet ich muss sagen, besser hätte sie nicht besetzt sein können. Total authentisch und einfach herrlich staubig schlammig wirkt dieser junge 34 Jährige Darsteller, der wohl hier seine beste Rolle gefunden hat, und auch Moretti, der mit seinen blauen Augen viel mehr zu fürchten ist als ich glaube in anderen Filmen zu vor. Der strahlt irgendwas dämonisch Grausames aus und das macht ihn irgendwie interessant attraktiv.

Ich könnte mir den Film sehr gut als Vorfilm zu „Schlafes Bruder“ vorstellen, von dem bin ich noch heute begeistert bei der x-ten Wiederholung.

Auch wenn hin und wieder viel gezeigtes etwas schemenhaft wirkt, Ich habe mich bei dem Film gut unterhalten gefühlt, gegruselt und gespannt, ja der Film hat es in sich, er ist auf alle Fälle zu empfehlen und ist einer der Besten Filme der letzten Jahren, volle 91 von 100 Punkten.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2014
So werden Filme gemacht. Story, Schauspieler, Musik und Sound passt einfach alles perfekt zusammen. Das Finstere Tal ist nicht einfach nur irgendein guter spannender Film, sondern hat das Gewisse Etwas zu einem Meisterwerk. Wer die alten Italo-Western wie "Zwei Glorreiche Halunken" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" zu schäzten weiß, wird auch diesen Film mögen. Wobei man hier sagen muss, dass es kein Film ist, den man irgendwie mögen oder nicht mögen muss, sondern er besitzt vielmehr eine starke Vision, die auch durch den österreichischen Dialekt geprägt wird, als dass er für den internationalen Erfolg zurechtgestutzt wurde. Dabei ist es kein typischer Western (man denkt dabei immer an Cowboys in der Wüste) sondern eher ein bildgewaltiges Drama in den verschneiten Bergen. Auf dem Cover steht: "Clint Eastwood würde es mögen". Ich kann nur sagen: "Ja, das würde er".

Dieser Film ist aber nicht nur etwas für Western-Liebhaber, sondern generell einer der besten modernen Filme. Ein Geheimtipp für jeden!
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2014
Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Kinofilm da zum Zeitpunkt des verfassens dieser Rezension die DVD noch nicht erschienen war.
Achtung Spoiler
Wir schreiben das Jahr 1875 und sind in Tirol (war damals noch größer als heute), ein dunkel gekleideter Mann mit breitkrämpigen Hut namens Greider (Sam Riley) reitet zwischen den klippenartig aufragenden Bergen Richtung eines, aus vergrauten Holzhäusern bestehenden, Dorfes. Greider ist ein amerikanischer Fotograf und will den Winter in diesen düsteren Dorf verbringen. Im mitgeführten Gepäck hat Greider nicht nur seine Fotoausrüstung sondern auch eine Winchester 1873. Er wird von den tyrannischen Söhnen (uA. Tobias Moretti u. Martin Leutgeb) des despotischen Greises Brenner bei einer Witwe und deren jugendlichen Tochter Luzi (Paula Beer) einquartiert.
Ein Geheimnis liegt düster über dem Dorf (kennen wir in ähnlicher Form aus Braveheart) und Greiders Motiv ist Rache. Mit technischer Überlegenheit seiner Unterhebelrepetierbüchse beendet er das tyrannische Treiben des Brennerclans schrittweise bis es zum genialen Showdown bei einer Almhütte kommt (kennen wir so ähnlich auch schon aus Yukon mit Lee Marvin u. Ch. Bronson).

Sofort fällt einem die Abwesenheit von Farben in diesem Alpenwestern auf, alles ist düster, bedrohlich und rätselhaft. Die aufragenden Gebirgszüge wirken drückend und beengend. Alle Darsteller sind dunkel gekleidet, sogar bei der Hochzeit sind alle, bis auf die Braut, schwarz gekleidet.

Der Regisseur hat sich bei der Kameraführung ausgiebig an Spaghetti-Western der 60er u. 70er Jahre orientiert. Wunderbare Landschaftsaufnahmen schwenken langsam auf die Darsteller über. Lange, ruhige Nahaufnahmen der ausdruckstarken Gesichter der Darsteller herrschen vor.

Kritik: Es fällt mir schwer etwas zu finden was nicht passt, am ehesten vielleicht, dass sich nicht alle Darsteller mit dem tiroler Dialekt leicht getan haben und das der Charakter dargestellt von M. Leutgeb (absolut großartig, brutal mit Schnapsnase) ein Drei Linien Gewehr führt, dass erst ca. 15 Jahre später entwickelt wird.

Fazit: Gnadenlos gut, viel besser geht es für österreichische Verhältnisse kaum. Für Fans von "Leichen pflastern seinen Weg" und Ähnlichen unbedingt zu empfehlen.
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