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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS FINSTERE TAL - Die düstere Rachegeschichte auf Blu-ray
Um 1880 kommt ein junger Mann zu Pferde in ein in seiner Abgelegenheit kaum auffindbares Alpendorf. Der Fremde (Sam Riley) nennt sich Greider und stellt sich als in Amerika aufgewachsener Fotograf vor. Nur nach Vorauszahlung wird ihm widerwillig ein Quartier für den Winter auf einem abgeschiedenen Hof gewährt, wo die junge Luzi mit ihrer Mutter wohnt. Greider,...
Vor 15 Tagen von j.h. veröffentlicht

versus
0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alpen-Leone: Versuch gescheitert!
Für mich war das Ergebnis dieses ambitionierten Projektes letztlich doch eine große Enttäuschung. Let's face it: Wenn man schon Sergio Leone kopiert, oder - sagen wir höflich - eine Hommage an Sergio Leone dreht, dann sollte man zwei wesentliche Punkte im Auge behalten: Erstens die Musik und zweitens den Humor.
Hinsichtlich der Musik ist zu...
Vor 1 Tag von HGW XX/7 veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS FINSTERE TAL - Die düstere Rachegeschichte auf Blu-ray, 4. September 2014
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das finstere Tal [Blu-ray] (Blu-ray)
Um 1880 kommt ein junger Mann zu Pferde in ein in seiner Abgelegenheit kaum auffindbares Alpendorf. Der Fremde (Sam Riley) nennt sich Greider und stellt sich als in Amerika aufgewachsener Fotograf vor. Nur nach Vorauszahlung wird ihm widerwillig ein Quartier für den Winter auf einem abgeschiedenen Hof gewährt, wo die junge Luzi mit ihrer Mutter wohnt. Greider, der angeblich nur fotografieren möchte, scheint auch noch andere Motive zu haben. Als nacheinander zwei Söhne des Dorfpatriarchen Brenner (Hans-Michael Rehberg) bei merkwürdigen Unfällen zu Tode kommen fällt der Verdacht auf den geheimnisvollen Fremden ...

Es ist kein "Fremder ohne Namen", der hier in das entlegene Tiroler Alpendorf einreitet - denn er nennt sich Greider. Dennoch haben für den in österreichisch-deutscher Produktion entstandenen Heimatfilm der ungewöhnlichen Art zahlreiche Genreklassiker des Rachewesterns als Inspiration gedient. Andreas Prochaska (*1964) gelang es mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Willmann dennoch, etwas absolut neues zu schaffen. Die düstere Alpenkulisse spielt dabei besonders bei den Winteraufnahmen eine ganz wesentliche Rolle. DAS DÜSTERE TAL ist ein sehenswerter Film, den man auf sich wirken lassen muss und dessen ganze Dimension erst am Ende richtig klar wird. Die FSK-Freigabe ab 12 ist angesichts der genregemäßen Härten durchaus erstaunlich.

Die Blu-ray von WARNER/X-Edition bietet den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (DTS-HD MA 5.1). Neben deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte ist auch eine Hörfilmfassung für Blinde vorhanden. Als Extras sind ein Audiokommentar mit Andreas Prochaska und Filmjournalist Christian Fuchs sowie Kinotrailer, entfallene Szenen und ein Making of vorhanden. Die Blu-ray verfügt über ein Wendecover ohne FSK-Logo und wird in der Startauflage mit einem bis September 2017 verwendbaren Einlösecode für Digital Ultraviolet Copy (gültig für Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgeliefert.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für breiter sortierte Sammlungen!
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Schnitzel-Western" de luxe!!!, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
Ich muss gestehen, nicht ohne Skepsis in diesen Film gegangen zu sein! Western...Österreich....passt das zusammen?
-Die Antwort bekommt man bereits in den ersten Minuten des atmosphärisch glänzenden Filmes geliefert: JA!

Die triste Schneelandschaft, das gewaltige Bergpanorama und die Filmmusik, die hervorragend mit den markanten Bildern harmoniert, schaffen es, einen von Beginn an zu fesseln!

Man meint zwar, als Filmfan, den Verlauf der Story vorauszuahnen, aber es dauert doch ein Weilchen länger, bis man erahnt, "wo der Hund begraben ist"...Gegen Ende hin steigert sich das Szenario zu einem spannenden Höhepunkt und auf die teilweise nervenzerreißende Langsamkeit folgen Taten (...und WAS FÜR Taten...).

Obwohl der Film mit wenigen Dialogen auskommt, tut das der Unterhaltung keinen Abbruch. Im Gegenteil...Ich empfand es als angenehmes Novum, eine Geschichte ohne den exzessiven Einsatz von Sprache vermittelt zu bekommen.
Der österreichische Regisseur Andreas Prohaska präsentiert: ein raues Klima, epische Landschaftsbilder, markante, wettergegerbte, zerfurchte Gesichter...das alles zieht einen wie ein Sog in den Film hinein!

Der Einsatz von Sprache ist, wie bereits erwähnt, kurz gehalten, aber wenn geredet wird, dann hat das dafür eine besonders starke Wirkung. Die Dorfbewohner sprechen ein (mildes) Tirolerisch und Greider mit englischem Akzent! Dies verleiht dem Film einen zusätzlich individuellen Touch!

Die Schauspieler liefern allesamt einen hervorragenden Job ab! Da sie mit wenig Worten auskommen mussten, vermitteln sie viel mit Mimik und Gestik. Tobias Moretti gibt den "Bad guy" erschreckend überzeugend, Sam Riley nimmt man den geheimnisvollen Fremden sofort ab und Paula Beer, die als gebürtige Deutsche das Tirolerische exzellent spricht, haucht der Figur der Luzi Leben und Intensität ein.
Auch die Nebenrollen wissen zu überzeugen: Hans-Michael Rehberg als Patriarch spielt hervorragend, Thomas Schubert vermittelt gekonnt die Zerrissenheit seiner Figur und Heinz Ollesch mimt (in einer kurzen, aber beeindruckenden Sequenz) den wohl mächtigsten Dorfschmied der Filmgeschichte!

Ich muss gestehen, kein Western-Fan zu sein, aber diese besondere Kombination hat einen ganz speziellen (düsteren) Charme! Der Spagat zwischen Heimatfilm und Western ist m.M.n hervorragend geglückt! Es gibt keine Übertreibungen, keine Peinlichkeiten...nur nervenzerreißendes Understatement!

Fazit:
Der Film hat eine eigene Magie, auf die man sich einlassen sollte...Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung auch für Nicht-Western-Fans!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmungsvoller Alpenwestern mit einer glänzenden Besetzung, 9. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das finstere Tal [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein schweigsamer Fremder, der sich Greider nennt, erscheint im Dorf und möchte den Winter im entlegenen Tal verbringen. Nur durch eine Handvoll Goldmünzen entgeht der Fremde der Vertreibung durch die Söhne des Brenner-Bauern, der wie ein König über das einsame Dorf herrscht. Greider wird im Haus der Witwe Gader untergebracht, die mit ihrer Tochter Luzi dort wohnt.
Es dauert nicht lange und das Dorf wird vom Schnee eingeschlossen. Plötzlich geschehen seltsame Todesfälle unter den Brenner-Söhnen und es dauert nicht lange, bis die Dorfbewohner bemerken, dass Greider eine Rechung aus einer vergessen geglaubten Vergangenheit begleichen will …

*

Wer Thomas Willmanns grandiosen Roman gelesen hat, sollte sich bei der Verfilmung auf kleine Änderungen einstellen, die aber nicht unbedingt schlechter als das Buch sind. Andreas Prochaska hat die Handlung einfach dem Medium “Film” angeglichen und dramaturgisch aufgearbeitet. So sehe ich das zumindest.
“Das finstere Tal” ist grandios in seiner Umsetzung und zeigt seine volle Wirkung erst einen Tag später, nachdem man sich den Film angesehen und darüber nachgedacht hat. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen wechseln sich mit dezenter Action ab und verschaffen dem Film eine derart tolle Atmosphäre, das man am liebsten selbst zu diesem Dorf fahren möchte.
Prochaska schafft eine triste Stimmung, die entfernt an Sergio Leones “Spiel mir das Lied vom Tod” erinnert, was auch vom Autor des Romans, Thomas Willmann, durchaus beabsichtigt war. Und da bin ich auch schon beim ersten positiven Aspekt, der mir zu dieser Literaturverfilmung einfällt: Der Geist des Romans, nämlich Ludwig Ganghofer mit Sergio Leone zu verquicken (wie Willmann in seinem Nachwort erwähnt), wurde von Regisseur und (Mit-)Drehbuchautor Prochaska vollends erfasst und vermittelt. Man möchte im ersten Moment gar nicht so recht glauben, dass ein derartiger Genremix gelingen könnte, wird aber bereits in den ersten Minuten eines besseren belehrt, denn diese Mischung gelang nicht nur, sondern bringt frischen Wind in die Filmbranche.
Dass der Film in Dialekt (bayrisch/österreichisch) gedreht wurde, macht das Ganze vollkommen authentisch.

“Das finstere Tal” vermag aber nicht nur durch die gute Inszenierung zu überzeugen, sondern kann auch mit einer ganzen Reihe toller Schauspieler aufwarten, die sich in ihren Rollen sichtlich wohl fühlen. Obwohl ich mir Greider irgendwie anders vorgestellt habe und im ersten Moment von Sam Riley enttäuscht war, konnte mich der gebürtige Engländer aber bereits nach ein paar Minuten schon überzeugen. Auch die noch junge Paula Beer spielt ihren Part souverän und glaubwürdig. Von den Brenner-Söhnen blieb mir Martin Leutgeb mehr haften als der von Tobias Moretti gespielte “Hauptsohn”. Leutgeb hätte mit seinem Schauspiel und seinem Aussehen hervorragend in einen Leone-Western gepasst. Schade fand ich, dass Gerhard Liebmann “nur” die kleine Rolle als Vater Lukas spielte.
Desweiteren positiv aufgefallen ist mir der österreichische Film- und Theaterschauspieler Erwin Steinhauer in seiner Rolle als Pfarrer Breisler.

Die triste und trübe Stimmung entwickelt sich zum Ende hin zu einem genialen Showdown, der, wie ich finde, ziemlich gut inszeniert ist. Auch wenn ich in der ein oder anderen Kritik gelesen habe, Prochaska hätte bei diesem Showdown zu sehr übertrieben und sich in peckinpah’schen Ausmaßen verzettelt, so waren diese Szenen für einen deutschsprachigen Film ziemlich beeindruckend in Szene gesetzt. Wirkte die Untermalung des Showdowns durch den Song “How Dare You!” der Steaming Satellites im ersten Moment auf mich völlig unpassend, so entwickelte sich das Zusammenspiel von SloMo-Aufnahmen und Song zu einem brachialen “Kurzfilm”, der mich an Tarantino-Filme oder “Der blutige Pfad Gottes” denken ließ.
Überhaupt ist der Score von Mathias Weber absolut erwähnenswert, weil gut und passend.

“Das finstere Tal” hat das Zeug, international Aufmerksamkeit zu erregen. Für die diesjährige Oscar-Verleihung geht er auf jeden Fall schon mal in der Kategorie “Bester fremdsprachiger Film” ins Rennen. Verdient hätte er den Preis. Und nicht umsonst hat er in acht Kategorien den Deutschen Filmpreis 2014 erhalten.

*

Fazit: Stimmungsvoller Alpenwestern, der absolut den Geist der Romanvorlage rüberbringt und mit einer glänzenden Besetzung aufwartet. Das finstere Tal zeigt, dass Deutschland und Österreich sehr wohl im Stande sind, großes Kino zu schaffen und abseits von Hollywood-Blockbustern eigenständige, atmosphärische Filme ohne Effekte-Orgien zu drehen. Für mich eindeutig ein Highlight des Kino-Jahrs 2014.

Wer sich dafür interessiert, wie mir die Romanvorlage von Thomas Willmann gefallen hat, kann dies auf dem Literaturblog meiner Frau nachlesen (buchwelten.wordpress.com/2014/09/09/das-finstere-tal-von-thomas-willmann/)

© 2014 Wolfgang Brunner
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Imposant, brilliant, gewaltig, 9. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das finstere Tal [Blu-ray] (Blu-ray)
Wow, was für eine brachiale Bildgewalt. Imposante Landschaftsaufnahmen gepaart mit einer dramatischen Kameraführung. Besser hätte man es nicht machen können.

Der Film ist sehr ruhig, was aber auf keinen Fall heißen soll, dass er langweilig ist. Prochaska verleiht dem Film, der nur sehr wenig Dialoge aufweist, durch Kameraführung und Schnitt eine derartige Dramaturgie, dass man völlig die Zeit vergisst. Hier hat sich das komplette Filmteam selbst übertroffen. Es stimmt einfach alles. Es scheint fast so, als wären die Rollen auf die Darsteller zugeschnitten worden - es überzeugt in jeder in seiner Rolle.

Für mich der Film des Jahres.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heimatwestern, 26. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Kinofilm da zum Zeitpunkt des verfassens dieser Rezension die DVD noch nicht erschienen war.
Achtung Spoiler
Wir schreiben das Jahr 1875 und sind in Tirol (war damals noch größer als heute), ein dunkel gekleideter Mann mit breitkrämpigen Hut namens Greider (Sam Riley) reitet zwischen den klippenartig aufragenden Bergen Richtung eines, aus vergrauten Holzhäusern bestehenden, Dorfes. Greider ist ein amerikanischer Fotograf und will den Winter in diesen düsteren Dorf verbringen. Im mitgeführten Gepäck hat Greider nicht nur seine Fotoausrüstung sondern auch eine Winchester 1873. Er wird von den tyrannischen Söhnen (uA. Tobias Moretti u. Martin Leutgeb) des despotischen Greises Brenner bei einer Witwe und deren jugendlichen Tochter Luzi (Paula Beer) einquartiert.
Ein Geheimnis liegt düster über dem Dorf (kennen wir in ähnlicher Form aus Braveheart) und Greiders Motiv ist Rache. Mit technischer Überlegenheit seiner Unterhebelrepetierbüchse beendet er das tyrannische Treiben des Brennerclans schrittweise bis es zum genialen Showdown bei einer Almhütte kommt (kennen wir so ähnlich auch schon aus Yukon mit Lee Marvin u. Ch. Bronson).

Sofort fällt einem die Abwesenheit von Farben in diesem Alpenwestern auf, alles ist düster, bedrohlich und rätselhaft. Die aufragenden Gebirgszüge wirken drückend und beengend. Alle Darsteller sind dunkel gekleidet, sogar bei der Hochzeit sind alle, bis auf die Braut, schwarz gekleidet.

Der Regisseur hat sich bei der Kameraführung ausgiebig an Spaghetti-Western der 60er u. 70er Jahre orientiert. Wunderbare Landschaftsaufnahmen schwenken langsam auf die Darsteller über. Lange, ruhige Nahaufnahmen der ausdruckstarken Gesichter der Darsteller herrschen vor.

Kritik: Es fällt mir schwer etwas zu finden was nicht passt, am ehesten vielleicht, dass sich nicht alle Darsteller mit dem tiroler Dialekt leicht getan haben und das der Charakter dargestellt von M. Leutgeb (absolut großartig, brutal mit Schnapsnase) ein Drei Linien Gewehr führt, dass erst ca. 15 Jahre später entwickelt wird.

Fazit: Gnadenlos gut, viel besser geht es für österreichische Verhältnisse kaum. Für Fans von "Leichen pflastern seinen Weg" und Ähnlichen unbedingt zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das finstere Tal [Blu-ray] (Blu-ray)
So werden Filme gemacht. Story, Schauspieler, Musik und Sound passt einfach alles perfekt zusammen. Das Finstere Tal ist nicht einfach nur irgendein guter spannender Film, sondern hat das Gewisse Etwas zu einem Meisterwerk. Wer die alten Italo-Western wie "Zwei Glorreiche Halunken" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" zu schäzten weiß, wird auch diesen Film mögen. Wobei man hier sagen muss, dass es kein Film ist, den man irgendwie mögen oder nicht mögen muss, sondern er besitzt vielmehr eine starke Vision, die auch durch den österreichischen Dialekt geprägt wird, als dass er für den internationalen Erfolg zurechtgestutzt wurde. Dabei ist es kein typischer Western (man denkt dabei immer an Cowboys in der Wüste) sondern eher ein bildgewaltiges Drama in den verschneiten Bergen. Auf dem Cover steht: "Clint Eastwood würde es mögen". Ich kann nur sagen: "Ja, das würde er".

Dieser Film ist aber nicht nur etwas für Western-Liebhaber, sondern generell einer der besten modernen Filme. Ein Geheimtipp für jeden!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Alpen-Western, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
Der Film ist großartig! Trotz einem schleppenden Start in den ersten paar Minuten überzeugt der Film dafür danach. Der Regisseur nimmt auch beim Aufzeigen der Gewalt, die auch im Buch beschreiben wird keine Hand vor den Mund. Fazit: Es gibt auch gute deutschsprachige Filme.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen echt super, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
Vor ein paar Jahren hat ANDREAS Prohaska den Film „Das Wunder von Kärnten“ gemacht, was gar nicht übel war, jetzt 2014, hat er mit der deutsch Österreichischen Produktion einen wirklich sehr guten stimmigen Film ins Kino gebracht, der sich vor keinem US-Hollywood Kitsch Western verstecken muss, im Gegenteil.

Zu Beginn stand natürlich wieder ein Roman, wie bei fast vielen Filmen, der dann in Zelluloid umgesetzt wurde. Hinzu kommen TOBIAS Moretti und Sam Riley in einer Hauptrolle, und fertig ist der Filmgenuß. Dazu ein paar herrliche Landschaftsaufnahmen aus Tirol, und ein sehr Gutes Drehbuch, gute Dialoge, echt cool Leute, urige Leute müsste ich sagen tolle Kostüme, die zwar nicht so Hollywoodmässig gut Wirken, aber dafür umso authentischer aussehen, was dem ganzen Film den Touch eines Dokufilmes gibt.

TOBIAS spielt HANS Brenner im Film den ältesten Sohn der 6 Brenner Buben, einer alten Bauern Familie die hier schon sehr lange lebt. HUBERT, OTTO, LUIS, RUDOLF und EDI kommen hinzu, dessen Vater der Brenner Bauer, der vom 1938 geborenen Hans-Michael Rehberg gespielt wird. Der ist von unzähligen Filmen schon bekannt und hat so ein ganz gewisses uriges bäuerliches Äußeres, wie fast alle Darsteller in diesem Heimat Neo Grusel Thriller Western mitspielen, anders könnte ich das Genre gar nicht nennen.

Zu Beginn hört man schon die sanfte weiche Stimme, einer Erzählerin die den Kinozuseher in die spannende Handlung vom Film einführt und von schlimmen Dingen aus der Vergangenheit erzählt.

Worum geht es? Man lebt in einem Alpendorf in Tirol, es ist das Jahr 1880 oder so, die Leute leben karg, haben wenig, schlägern Holz, sie arbeiten hart, und gehen früh schlafen, es gibt eine kleine Kirche, einen kleinen Friedhof und für alle Dinge muss man mit dem Wagen oder dem Pferd in die nächst größere Ortschaft fahren was fast keiner macht. Man ist hier autark und dank dem Wissen der Alten weiß man auch um die Medizin falls sie einer brauchen sollte.

Eines Tages kommt der Amerikaner GREIDER in die Stadt mit Kamera und einem Pferd und bittet über den Winter bleiben zu dürfen, was ihm anfangs nicht gewehrt wurde, aber er zahlt dafür sehr gut. So hat er seine Sicherheit und kann auch schöne Fotos entwickeln.

GREIDER ist einer von den Typen die wenig reden, gespeilt wird er von dem 1980 in England geborenen Sam Riley, der noch nicht viel Schauspielerfahrung hat, aber in dem Film einfach hervorragend spielt. Er hat eine gewisse Ausstrahlung, gefährlich, mystisch und sehr ruhig und er hat nur einen einzigen Gedanken, den er in die Tat umsetzen will und der ist riskant und gefährlich.

Es gibt in dem Dorf auch einen FRANZ und eine MARIA, er will Sex, sie will die Heirat, alle leben nach altem Ritus, streng katholisch und etwas kompliziert anmutend, man schlachtet noch, es gilt das Faustrecht, und es ist in dem ca. 50 Einwohner Dorf sehr kalt, nicht nur vom Wetter her, sondern auch von den Herzen der Bevölkerung.

THOMAS Kienast ist der Kameramann von dem Film der es hervorragend verstanden hat, die wichtigsten Szenen spannend ins Szene zu setzen. Mit einem fast leicht dystropischen Filmgenuß kommt dieser minimal gespielte Film der oft wie ein Kammerspiel wirkt, sehr gut daher, denn er vermittelt dir die Kälte der Leute, die Gefahr der Einwohner, und das harte Leben dass fernab von jeder Zivilisation geführt wird.

In diesem 113 Minuten Film verschmelzen Gewalt und Angst zu einem Konglomerat von Neugierde und Mystik, mal entscheidest du dich wegzuschauen, mal begeistert hinzuschauen, aber immer ist man irgendwie begeistert nur von den Wettergegerbten Gesichtern der Darsteller, die ich mir gar nicht vorstellen kann woher die bloß kommen.

In dem Film kommt nur die Frau MARIA vor, alle andern sind einfach nur Beiwerk, die Streitigkeiten werden realistisch im Saloon, also im Gasthaus ausgetragen, Lebensmittel sind in dem Film war, wie damals wohl in Wirklichkeit, die Leute haben wenig aber sind dankbar und arbeiten im Wald als Waldbauer, und schlägern Baumstämme und da passiert es, ein Kollege kommt nicht mehr zurück der Brenner Bauer hat einen Sohn verloren, und ein 2. Soll noch folgen.

Damit das ganze mehr Wirkung zeigt man hat die Geräusche einfach verstärkt, die Darstellung minimiert, und obwohl Moretti mit seinen blitzblauen Augen wie Terence Hill einfach ein Hingucker ist, konzentriert man sich auf einen Kriminalfall, der es wirklich in sich hat und mit jedem schwedischen Film aufnehmen kann. Die haben nämlich hervorragende Kriminalfilme.

Als der Film angefangen hat, wusste ich dass ist mein neuer Lieblingsfilm und bis am Ende habe mich mir das gedacht, dass ist mein neuer Lieblingsfilm. Ich habe viele deutsche und Österreichische Filme gesehen, und ich kann sagen dass dieser Film sie alle übertrifft.

Wir haben da sehr gute Darsteller, urige Charaktere, wettergegerbte interessant Leute, eine coole Gegend, eine arge Story, interessante Leute, spannendes Drehbuch, gute Dialoge, nicht zu viel und zu wenig wird geredet, und raus kam dann ein kompromissloser Western meets Heimatfilm der seinesgleichen sucht. Ich finde es gut in dem Film das nicht zu viele Filmzitate verwurschtet werden, dass dieser Film nicht zu viele Ähnlichkeiten hat mit anderen Filmen, ich habe gehört dass der Roman viel brutaler sei, ich bin froh dass das im Film nicht so gewesen ist man muss nämlich Brutalität nicht immer zeigen, einige Zeitlupenszenen haben mich gestört und einige Längen aber die sind nur von kurzer Dauer.

Was auch den Film so gut macht, dass er anspruchsvoll ist und auch wenn er so Ähnlichkeiten hat mit „Leichen pflastern seinen Weg“, kann dieser Film dennoch mit sehr vielen Szenen, und neuartigen Drehbuchtwists aufwarten, was wenig andre Filme haben.

Wenn ich mir die Hauptrolle von Sam Riley vorstelle, der ja Engländer ist und mit US-Akzent redet ich muss sagen, besser hätte sie nicht besetzt sein können. Total authentisch und einfach herrlich staubig schlammig wirkt dieser junge 34 Jährige Darsteller, der wohl hier seine beste Rolle gefunden hat, und auch Moretti, der mit seinen blauen Augen viel mehr zu fürchten ist als ich glaube in anderen Filmen zu vor. Der strahlt irgendwas dämonisch Grausames aus und das macht ihn irgendwie interessant attraktiv.

Ich könnte mir den Film sehr gut als Vorfilm zu „Schlafes Bruder“ vorstellen, von dem bin ich noch heute begeistert bei der x-ten Wiederholung.

Auch wenn hin und wieder viel gezeigtes etwas schemenhaft wirkt, Ich habe mich bei dem Film gut unterhalten gefühlt, gegruselt und gespannt, ja der Film hat es in sich, er ist auf alle Fälle zu empfehlen und ist einer der Besten Filme der letzten Jahren, volle 91 von 100 Punkten.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN ALPENWESTERN ....... zwischen HANEKE und TARANTINO, 9. März 2014
Von 
J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
Ein düsterer Alpenwestern, dessen erste Hälfte der Beginn eines Films von Michael Haneke sein könnte, dann jedoch, ab der Mitte, in einen Tarantino-Schneewestern übergeht. Und genau in dieser Mitte wird das Geheimnis des Fremden (Sam Riley, wortkarg und sehr präsent!), der in ein Dorf kommt, schon gelöst. Dann beginnt der Action-Teil des FINSTEREN TALS. Ein bißchen mehr Haneke-Flair hätte den Film noch düsterer gemacht, und noch spannender.

Der Film spielt in den Alpen, und versucht erst gar nicht, diese Kulisse als Amerika zu verkaufen - das ist gut. Tobias Moretti als Bösewicht - böse, brutal und überzeugend. Auch alle Statisten des Films wirken sehr überzeugend, und eben nicht so geklont, wie Statisten in amerikanischen Filmen oft wirken.

Ein außergewöhnlicher Film, ein außergewöhnlicher Western.

( J. Fromholzer )
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der deutschsprachige film des jahres - ein tiroler rachewestern, 6. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Finstere Tal (DVD)
wirklich bildgewaltig und schön geradlinig erzählter film. ich war fast positiv überrascht, die erwartungen wurden auf jeden fall erfüllt. die bildsprache passt wunderbar zum genre(mix). selten einen film gesehen, wo so viel ausdruck in szenen ohne dialogen liegt, die düstere und bedrohliche stimmung wird toll eingefangen, schauspieler sind auch großartig - ich kann den film nur weiterempfehlen. das finstere tal ist meiner meinung verdientermaßen der beste deutschsprachige film dieses jahres (zumindest bisher). über kleinere schwächen, wie etwa die musik zum abspann, etc. kann leicht hinwegsehen, bzw. ist das sicher geschmackssache. ansonsten ist gerade die filmmusik großteils hervorragend.
das making-of fand ich im übrigen auch recht interessant.

der derzeitige amazon-hinweis: "Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 2 Monaten" ist jedoch schon recht seltsam.
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Das Finstere Tal
Das Finstere Tal von Sam Riley (DVD - 2014)
EUR 12,99
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