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am 1. Februar 2014
Meine Meinung:

"Ein letzter Brief von dir", ist der Debütroman von Juliet Ashton.
Verglichen wird sie aber bereits mit Cecelia Ahern, denn es heißt, deren Fans werden mit Sicherheit auch von diesem Buch begeistert sein.
Da ich alle Romane von Ahern gelesen habe, war ich natürlich gespannt.

Der Plot hörte sich für mich schon mal sehr interessant an und ich war gespannt, was die insgesamt 458 Seiten zu erzählen haben...

Jetzt kann ich sagen, das das Buch sehr sehr viele verschiedene Facetten bereit hält. Natürlich steht die Trauerarbeit und der Verlust eines geliebten Menschen im Vordergrund. Doch dies ist kein Roman zur Trauerbewältigung, denn es hält sich alles in einem gesunden Rahmen, soviel darf verraten werden. Die Autorin schafft es, das die Hauptprotagonistin Orla Cassidy- und eigentlich alle anderen Figuren auch - sehr authentisch wirkt. Man kann mit ihr trauern, ihren Verlust spüren und man möchte sie gerne in den Arm nehmen. Allerdings möchte man sie auch ab und an mal schütteln, weil sie sich manchmal doch sehr eigen benimmt. Doch gerade das macht die Figur noch sympathischer und menschlicher.

Weitere Schwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit sich selbst - wer und was bin ich, wenn plötzlich meine "zweite Hälfte", die Liebe meines Lebens fehlt?
Der Versuch sein Leben neu zu gestalten. Alleine.
Was wird sein, wenn all deine Pläne und Träume plötzlich zerplatzen wie eine Seifenblase? Zweifel, Wut und Ängste an dir nagen? Wenn du alles auf Neustart setzen musst, während sich das Schicksal ins Fäustchen lacht?
Und was ist, wenn alles anders ist, als es scheint? Wenn du alles in Frage stellen musst?

Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen und schon nach einigen Kapiteln war man mitten in der Geschichte. Der Schreibstil war sehr locker und angenehm, ja, einfach authentisch.

Die Figuren haben mir allesamt sehr gut gefallen. Es waren wieder einige dabei, an die man sich auch noch nach vielen anderen Büchern noch erinnern wird, weil sie einen prägenden Eindruck hinterlassen haben. Das mag ich sehr.

Spannend war es auch. Denn es machte einfach Spaß, Orla's Leben eine Weile begleiten zu dürfen.
Und eines kann ich noch verraten: der Roman hält einige unerwartete Überraschungen bereit. Gut, mit einigen Wendungen hatte ich bereits gerechnet, trotzdem blieb es bis zum Ende spannend und die Geschichte war durchweg einfach wunderbar. Traurig, witzig, einfühlsam, überraschend, aber vor allem mit ganz viel Herz!

Nun noch die Frage, ob der Vergleich mit Cecelia Ahern gerechtfertigt ist?
Die Romane von Ahern finde ich persönlich immer sehr schön und auch sehr magisch, besonders die früheren Werke. Als eigentlicher Thriller & Horrorfan, finde ich solche Bücher immer sehr gut zum "runter kommen".

Dieser Roman hier war in meinen Augen einfach authentischer und in einigen Teilen auch mehr nachzuvollziehen.
Vergleiche finde ich sowieso immer recht doof, jeder ist und schreibt einzigartig. Doch ja, Fans von Cecelia Ahern, werden mit diesem Buch sicher ganz glücklich und zufrieden sein!

Fazit:

Ein berührender, nachdenklich stimmender Roman, der einige Fragen über das Leben und an die eigene Person aufwirft. Der zeigt, das das Leben und das Schicksal einfach nicht planbar ist. Man aber einfach der Person die man liebt sagen sollte, was man fühlt und denkt. Am besten so oft und ehrlich wie es geht. Denn wie schnell kann alles vorbei sein und soviel ungesagtes, so viele Fragen bleiben offen und für immer ungehört...

Sehr schön und wunderbar emotional erzählt.
Absolut lesenswert!
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am 28. April 2014
Das zauberhafte Cover und der Klappentext haben mich sofort eingenommen! Leider kam mit dem Lesen sehr schnell die Ernüchterung. Die Geschichte zieht sich stark in die Länge und plätschert so vor sich hin. Dazu kommt, dass ich es einfach nicht geschafft habe, Orla irgendwie näher zu kommen.Sie blieb mir fremd und nicht sehr sympathisch. Obwohl ich ähnlichen Schmerz kenne, konnte ich weder mit ihr fühlen noch ihre Handlungen nachvollziehen. Auch Juno, Marek und die anderen fand ich nicht wirklich lebendig. Einzige Ausnahme blieb Maud, die ich sofort ins Herz geschlossen habe und die einzige ist, die der Geschichte Leben einhaucht.
Kein Vergleich mit den Heldinnen von Cecilia Ahern und Cathy Kelly, dem Leser sofort wie gute Freundinnen lieb werden.
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am 9. Juni 2014
Schon zu beginn war ich etwas gelangweilt von der Geschichte. Ich meine der Partner von Orla stirbt überraschend und normalerweise würde ich heulen wie ein Schlosshund oder zumindest tiefstes Mitgefühl für die Frau empfinden, aber Juliet Ashton hat es nicht geschafft diese Emotionen zu entfachen. Orla fand ich schnell langweilig, neurotisch und naiv.

Da hält sie den letzten Brief ihres Lebensgefährten in der Hand und sie will ihn nicht öffnen. Ich habe die ganze Zeit nicht nachvollziehen können, warum sie sich dagegen so wehrt. Sie hätte mir eine Menge langweiliges Geschwafel erspart, wenn sie diese Karte zeitnah gelesen hätte. Eigentlich befürchtet man auch sehr bald, dass auf der Karte wahrscheinlich nicht das stehen wird, was sie erwartet.

Ganz nett fand ich dann aber die zweite Seite der Geschichte. Nach jedem Kapitel gibt es einen Tagebucheintrag des Verstorbenen zu lesen und diese kurzen Einträge offenbaren viel mehr, als die langgezogene Geschichte von Orla.

Irgendwann taucht in Orlas Leben dann Marek auf. Den Mann mochte ich, auch wenn er eher zurückhaltend und in sich gekehrt war. Nur leider konnte ich nicht verstehen, was er an Orla findet. Ständig trifft sie anstrengende Entscheidungen, die einfach unüberlegt und kindisch sind.

Richtig seltsam wird es dann aber nach der ersten Hälfte des Buches. Das Geheimnis ist gelöst (leicht vorhersehbar, aber doch gut) und eigentlich sollte man meinen, dass das Buch nun endet, aber NEIN. Juliet Ashton erfindet immer mehr Handlungsstränge, die einfach unpassend sind und mich einfach gar nicht interessiert haben. Die Geschichte wird einfach unnötig in die Länge gezogen und macht keinen Spaß.

Schwache Protagonisten, langweilige, vorhersehbare Geschichte und dabei war die Idee gar nicht so übel. Insgesamt war es zwar nicht so schlimm, dass ich es abgebrochen hätte, aber es war auch eben nicht so gut, um es jemanden weiterzuempfehlen.
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Orla ist verliebt und zwar in den Schauspieler Simon, kurz Sim genannt. Als Sim eine Hauptrolle in einer großen historischen BBC Verfilmung erhält, muss er wegen dieser Rolle und den zahlreichen Agenten, die sich in der Stadt tummeln, nach London zu gehen. Doch Orla, in ihrer Heimat als Lehrerin tätig, will nicht Hals über Kopf ihre Brücken abbrechen, ohne eine neue Stelle in petto zu haben. Auch ihre Freunde leben noch in Orlas Heimatdorf und so geht Sim zunächst allein nach London. Es verläuft auch alles wie am Schnürchen. Sims schauspielerische Talente scheinen zu bestätigen, was Sim Orla schon zuvor prophezeit hatte- es wird ihm eine große Zukunft vorausgesagt.

Sim und Orla führen zwischenzeitlich eine Fernbeziehung. Doch Sim lässt keinen Hehl daraus, dass er sich mit Orla bald verloben möchte. Doch dann, ausgerechnet am Valentinstag tragen sich zeitgleich zwei Geschehnisse zu, die Orlas bisheriges Leben völlig aus der Bahn werfen. Sie erhält eine Valentinskarte von Sim und einen Telefonanruf. Orla ist völlig fassungslos, als sie erfährt, dass Sim plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wurde und das Schreiben der Karte scheinbar eine seiner letzten Tätigkeiten auf Erden war.
Sie zögert, die letzte Karte an sie zu öffnen und gibt sich lieber ihrer Trauer hin. Doch dann beschließt sie selbst nach London zu reisen, um Sims Mietwohnung auszuräumen.
Womit sie jedoch nicht gerechnet hätte, ist, dass sich Sims Vermieterin als zupackende ältere Dame mit viel Herz entpuppt, die versucht, Orla mental wieder aufzubauen. Auch eine männliche Zufallsbekanntschaft entpuppt sich schließlich als hilfreich, doch Sims geheimnisvoller Agent, reißt plötzlich alte Wunden wieder auf…

Meine Einschätzung:

Da ich erst kürzlich einige Cecilia Ahern Verfilmungen auf Video und im TV verfolgt habe und dieser Roman von Juliet Ashton laut Klappentext in eine ähnliche Richtung gehen sollte, konnte ich nicht lange widerstehen und entschloss dem Buch eine Chance zu geben.
Obwohl hier die leichte magische und zauberhafte Komponente wie in einigen Ahern Büchern, fehlt, kann man schon sagen, dass Ahern Fans auch bei Juliet Ashtons „Ein letzter Brief von Dir“ auf ihre Kosten kommen werden.

Die Autorin erzählt eine etwas andere Liebesgeschichte. Im Fokus der Story steht die junge Lehrerin Orla, ihre Trauerarbeit und Selbstfindung und die Art und Weise wie Juliet Ashton Angesprochenes schriftstellerisch umgesetzt hat, konnte mich durchaus überzeugen.
Man kann sich sehr gut in Orla hineinversetzen, doch trotz all dieser positiven Aspekte fehlte mir persönlich das letzte Tüpfelchen auf dem „i“, um mich richtig berühren zu können. Vielleicht liegt es auch einfach an dem trotz des Themas etwas (zu) leichten Unterton der in dem Roman vorherrscht, dass mir die gewisse Melancholie, die man als Leser normalerweise mit einer Heldin, die in Trauer ist, verbindet, ein wenig abging beim Lesen.
Sicher Orla liebte ihren Sim, keine Frage, das wird hier klar herausgearbeitet, dennoch kamen mir so manche Dialoge zwischen der Heldin und ihrer Familie, Freunden etc. so manches Mal ein wenig zu flapsig rüber für die Situation in der sich Orla befand. Aber das ist ja auch alles Geschmackssache. Leser jedoch, die ein Faible für Chic-lit Lektüre haben, sollten hier durchaus einen Blick ins Buch riskieren, denn in diesem Falle könnte es möglich sein, dass ihnen meine Kritikpunkte gar nicht auffallen werden.
Die Frage, ob Orla dann irgendwann den letzten Brief von Sim öffnen wird und was sich in dem Umschlag tatsächlich befindet, zieht sich wie ein roter Faden durch den 458 Seiten dicken Roman. Er hält eine Überraschung für Orla bereit, so viel kann ich sagen ohne gleich zuviel zu verraten. Doch der Leser wird, da man nebenher im Wechsel auch Sims Tagebucheinträge zu lesen bekommt, am Ende nicht ganz so überrascht sein.
Der Schreibstil der Autorin ist eingängig und auch die Story ist ansprechend, so dass die Lesezeit wie im Fluge vergeht.

Fazit: Ein leichter Unterhaltungsroman über die Irrungen und Wirrungen der Liebe und über Trauerarbeit und Selbstfindung. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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am 8. Juni 2016
Das Leben besteht nicht nur aus Schwärmereien und Zuckerherzen. Hin und wieder stolpert man und fällt in die knallharte Realität.

Diesmal wurde ich in die Ecke Romantik getrieben. Schuld daran ist das Lovelybooksteam, von dem ich auf der Buchmesse 2014 das Hörbuch „Ein letzter Brief von dir“, von Juliet Ashton, erhalten habe.

Tja Hörbücher sind nun so wirklich nicht meins. Man sitzt stundenlang nur herum und hört zu. Dabei darf man nichts unternehmen das einen gedanklich abschweifen lässt – Und ich schweife leider sehr schnell ab, wenn ich nur höre statt zu lesen. Irgendwo habe ich dann aber doch genug Konzentration hergenommen und bis zum Ende hin durchgehalten. Es lag ja auch schon ziemlich lange herum und es wäre wirklich schade gewesen es ungehört zu lassen. Hier nochmal ein Danke an Lovelybooks für das tolle Geschenk.

In meiner Meinung bin ich diesmal allerdings hin und hergerissen.

Ich fand generell den Schreibstil einfach schön. Rein von der Wortwahl her und den damit gut transportierten Gefühlen hat die Autorin genau den richtigen Ton getroffen. Von Liebe, hinweg über Schmerz bis hin zu tiefer Verzweiflung und manchmal fast schon Gleichgültigkeit war alles dabei. Es war ein bunter Gefühlscocktail der einem einfach schmecken muss!

Dann wäre da aber noch dieses Aber. Und es ist ein wirklich dickes Aber. Die Geschichte war einfach sehr vorhersehbar. Zwar fand ich Sims kurze Tagebucheinträge beispielsweise wirklich schön ins Geschehen eingebaut, doch sie haben, zwischen den Zeilen, sehr viel verraten.

Cover:

Es wirkt verlockend, anziehend. Dadurch das so viele, kleine Details darauf abgebildet sind erwischt man sich einfach immer wieder beim hinsehen.

Da ist zum Beispiel ein Kirchturm (Der berühmte BigBen?) als Zeichen für London abgebildet. Sims Tagebuch, ganz klar. Theatermasken, ebenfalls als Zeichen für Sim und im Vordergrund natürlich das Wichtigste: Die Valentinskarte, auf der raffiniert der Name der Autorin abgedruckt wurde.

Das Cover ist mit seinen zahlreichen Details also ein richtiger Hingucker für mich. Toll umgesetzt.

Inhalt:

Orlas Leben ist fast perfekt. Sie hat einen Job, eine sie liebende Mutter und einen Freund.

Besagter Freund verweilt Momentan aufgrund seines eigenen Berufs als Schauspieler in London. Es könnte sein großer Durchbruch werden.

Das Einzige was Orlas und Sims Glück jetzt noch perfekt machen könnte wäre eine Hochzeit.

Als Orla, wie jedes Jahr, am Valentinstag einen Brief von Sim erhält rechnet sie schon fest mit dem ersehnten Antrag.

Doch dann bekommt sie, noch den rosafarbenen Umschlag in der Hand, einen verheerenden Anruf der sie bis tief in ihre Grundfesten erschüttert: Sim ist tot. Lungenembolie. Ein Zusammenbruch mitten auf den Straßen von London.

Orla begibt sich selbst nach London. Ein letzter Blick auf Sims Wohnung. Den verschlossenen Brief stets an ihrer Seite. Als allerdings Sims Tagebuch wie vom Erdboden verschluckt ist scheint es doch ein längerer Aufenthalt zu werden …

Wird Orla es schaffen sich wieder ins Leben zurückzukämpfen? Wird sie Sims Tagebuch ausfindig machen können? Und wenn ja, wird sie dann überhaupt dazu in der Lage sein die Wahrheit über Sim zu ertragen?

Zitat:

„Ihr ganzer Körper dachte an Sim. Ihr Kopf konnte keinen Gedanken lange genug festhalten, als dass sie ihn hätte zu ende denken können. Aber ihr Körper, vielleicht ihr ganzes Sein, war von Sim durchdrungen. Er war in den Staubkörnchen die in den Sonnenstrahlen schwebten und durch das Schlafzimmerfenster fielen. Er war das weiche, knubbelige Gefühl der Badematte unter ihren Füßen. Er war Farbe. Er war Klang. Er konnte doch nicht fort sein.“

CD 1 von 6

Pro:

Der Schreibstil hat mich wie in friedlicher Trance davongetragen. Ich empfand eine angenehme Schwere. Süße, schmerzvolle Melancholie. Er war sehr gefühlvoll und Orlas psychische Labilität schien mir realistisch, keineswegs überspitzt, dargestellt, und war somit gut aufgegriffen. Sprachlich war alles schön rund gestaltet sodass ich mich auch wirklich hineinversetzen konnte.

Die einzelnen Charaktere waren für mich gut ausgearbeitet. Ich mochte natürlich nicht alle (da wäre zum Beispiel eine überhebliche Schauspielerin) doch selbst Bonja, mit ihrer rauen und vorlauten Art, habe ich mit der Zeit liebgewonnen. Man konnte also entweder lieben oder hassen. Orlas Sympathie zu Sim konnte ich nicht teilen, auch wenn seine Briefe an sie einfach nur ein Traum waren.

Eine kleine Abwechslung in der Storyline boten Sims kurze Tagebucheinträge. Hier blieb immer etwas Platz zum Rätseln, sofern man sie nicht durchschaute.

Die Sprecherin, Marie-Isabel Walke, hatte meist eine gute Stimmlage. Sie brachte Orlas tiefe Trauer sehr zur Geltung. Sie variierte mit verschiedenen Stimmfarben, sodass ich meist, noch bevor ich den Namen der jeweiligen Person hörte, fast sofort erkannte wer gerade sprach.

Kontra:

Alles in allem liebe ich Details. Hier jedoch schien mir das Ganze etwas zu langatmig. Manchmal ist weniger eben mehr. Es gab ganz schön viel Nebengeplänkel und auch wenn ich gut folgen konnte hatte ich, mehr als nur einmal, das Gefühl der Autorin würde gleich der rote Faden aus den Fingern gleiten. Es gab so viele verschiedene Probleme von der Freundin Juno, der Vermieterin Maude und Marek das ich Angst hatte die Hauptstory würde etwas im Sand verlaufen. Was zum Glück dann doch nicht der Fall war.

Teilweise war die Storyline dann aber etwas durchschaubar. Einiges war einfach zu offensichtlich.

Geärgert hat mich das teils offene Ende (endet mitten im Gespräch. Man holt tief Luft, wartet auf Antwort, und schon ist es vorbei) Der Leser kann/soll sich selbst zusammenreimen was passiert. Ich finde die Idee an sich nicht schlecht, aber denke dann sollte es wenigstens eine Fortsetzung geben.

Ab und an hatte die Sprecherin aber auch einige Patzer drin. Emotionen waren nicht ganz richtig ausgedrückt oder sie vergaß ihre Stimme der jeweiligen Person richtig anzupassen.

Fazit:

Wer nach Spannung und Action sucht ist bei „Ein letzter Brief von dir“ nicht richtig aufgehoben. Es wird eine Geschichte erzählt die uns Leser tief in die Seele der Protagonistin Orla blicken lässt und in die Materie menschliche Psyche führt. Wie weit kann Liebe gehen? Wo gelangt sie an ihre Grenzen?

Alles in allem ein wirklich tolles Buch/Hörbuch das mich allerdings nicht hundertprozentig begeistern konnte.

Trotzdem hatte ich meinen Spaß, fieberte dem Moment in dem Orla den Brief öffnen oder das Tagebuch finden und lesen würde förmlich entgegen.

Ich empfehle das Buch allen Romantikern, sitzen gelassenen oder vom Leben enttäuschten. Ein Neuanfang wartet auch auf euch. Irgendwo. Bestimmt.

Dafür rosarote 3*.
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am 25. April 2016
Zum Inhalt:
Orla, Ende 20, ist seit 3 Jahren mit ihrem Freund Sim zusammen. Sie ist eine bodenständige Grundschullehrerin in ihrem kleinen irischen Dorf. Er ist ein aufstrebender Schauspieler am Londoner Schauspielhimmel.
Valentinstag ist ihr Jahrestag. Orla bekommt eine Valentinskarte von Sim – Karten konnte er schon immer wunderbar schreiben. Zur selben Zeit, als der Briefträger im Türrahmen steht, ruft Sims Agent Reece bei Orla an, um ihr mitzuteilen, dass Sim kurz vorher auf Londons Straßen tot zusammengebrochen ist. Ganz plötzlich. Für Orla bricht eine Welt zusammen, vermutet sie doch in der Karte den lang ersehnten Heiratsantrag. Nun ist alles aus… Sim wird beerdigt. Einziger Halt in Orlas Leben ist noch die Karte, welche sie nicht öffnet. Und die Suche nach seinem Tagebuch, welches sie trösten soll.
Daher reist Orla nach London, um Sims letzte Sachen aus seiner dortigen Wohnung zu holen, vor allem natürlich das Tagebuch. Aus Stunden, die sie dort nur verbringen wollte, werden Tage. Aus Tage werden Wochen und Monate. Orla findet das Tagebuch nicht, doch auch irgendetwas anderes hält sie in der für sie eigentlich furchtbaren Stadt. In London fühlt sie sich Sim verbunden. Sie trauert, will ihm nahe sein.
Sim wohnte in London in einer kleinen Wohnung bei Maude im Haus. Maude ist eine alte Dame, die eine hübsche Buchhandlung eher mit Liebe und Fürsorge führt, als mit Erfolg. Bei ihr fühlt sich Orla wohl und vor allem verstanden. Maude packt sie nicht in Watte, spricht die Tatsachen aus. Sie ist die einzige, die Sim auch kannte – oder das zumindest glaubte.
Reece, der Agent von Sim hält in London ebenfalls Kontakt zu Orla und versucht ihr über die schwere Zeit hinweg zu helfen. Orla ist so verzweifelt, dass sie anfängt mit der Valentinskarte zu reden. Sie klammert sich an die Karte, verschließt sich in ihrer Trauer. Nur schwer führt sie ihren Job auch in London aus. Zwar nicht mit Grundschulkindern, sondern in Form von Englisch-Unterricht für Immigranten. Aber es hilft ihr, lenkt sie ab, macht ihr bald auch Spaß.
Über die Zeit lernt sie sogar einen sehr interessanten Mann kennen. Marek, etwas älter als sie, ein Pole, der seit vielen Jahren in London lebt und sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Langsam findet er sogar einen Weg in Orlas Herz. Doch die Erinnerungen an Sim und der Drang nach dem Tagebuch sowie der Inhalt der Valentinskarte machen Orla verrückt und sie setzt mit diesen Dingen die neue Beziehung auf's Spiel, die sie eigentlich retten könnte.

Zum Schreibstil:
Das Buch ist in überschaubare, nicht allzu lange Kapitel unterteilt. Es wird über Orla und ihr Leben erzählt. Der Zeitraum erstreckt sich das Jahr nach dem Tod von Sim. Zwischendurch lockern Tagebucheinträge von Sim den Text auf.
Teilweise verwirren sie – absichtlich? Man erhält über das Tagebuch Einblicke in die Gefühlswelt von Sim. In den Kapiteln gibt selbst Orla Rückblicke in die gemeinsame Vergangenheit. Bestimmte Tage, Situationen werden aus ihrer Sicht erzählt – oftmals gibt es dazu den passenden Eintrag in Sims Tagebuch. Das erste Kennenlernen, das letzte gemeinsame Silvester…
Ich finde, dass es im Großen und Ganzen doch recht spannend gehalten wurde. Orla hebt Sim auf ein Podest. Er ist tot und war für sie der wohl tollste Mann auf Erden. Nie würde sie wieder so lieben können, nie wieder so einen wunderbaren Menschen treffen. Doch nach und nach kommen Seiten von Sim ans Licht, die ihn Stück für Stück von dem Podest herunterstoßen. Und genau das macht es eigentlich spannend zu erfahren, wie weit unten er landen wird. Und ob Orla ihre Trauer überwinden kann.

Meine Einschätzung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Frau Ashton kann sich sehr wohl mit Cecelia Ahern vergleichen lassen. Ich war soooo oft in Versuchung auf die letzten Seiten zu blättern, um endlich heraus zu finden, was in dieser Valentinskarte drin steht  Ich habe ehrlich gesagt 1x kurz geblättert, aber sofort wieder zurück, um mir nicht die Freude nehmen zu lassen. Manchmal war ich gefesselt, wollte unbedingt weiter kommen.
Ich fühlte oft mit Orla. Manchmal wollte ich sie schütteln und ihr sagen, sie sollen endlich anfangen weiter zu leben. Gerade nach einigen Dingen, die man über Sim erfahren hat. Und Marek ist so ein toller Mann. Ich konnte Orlas Verhalten manchmal nicht verstehen und doch tat sie mir Leid.
Maude war ein wunderbarer Charakter, der ganz unscheinbar eine große Rolle in Orlas Leben eingenommen hat. Zwar kommt auch Orlas Mutter ab und an zu Wort, aber Maude übertrumpfte die Position einer Mutter. Auch Juno, die beste Freundin von Orla, spielte eine wichtige Rolle. Sie unterstützte Orla in allen Punkten so, wie es eine beste Freundin in so einer Situation tun sollte. Orla kann froh sein, so wunderbare Freunde zu haben, die ihr in einer schweren Zeit beistehen.
Parallel zu dieser Bodenständigkeit von Orlas Umfeld taucht der Leser ein in die Schickeria des Londoner Schauspiellebens. Man erhält einen Eindruck davon, in welche Kreise Sim gelangt ist, wie er sich verändert hat. Für Orla wäre es wirklich nicht die ideale Zukunft geworden, wäre Sim nicht plötzlich gestorben.
Ab Mitte des Buches hatte ich bereits eine kleine Vorahnung, die sich sogar zum Ende bestätigte. Aber dennoch wusste man bis zum Schluss nicht, wie es wirklich ausgehen wird.
Absolute Leseempfehlung von mir! Ich werde mir wohl auch die weiteren Bücher der Autorin nicht entgehen lassen.
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am 11. Juni 2015
Ein Glück habe ich das Buch als Hörbuch gehabt und wochenlang im Auto gehört. Immer wenn ich einstieg dachte ich: "Oje, ich muß ja noch diesen Grusel weiterhören!" Bis zuletzt habe ich gehofft da passiert noch was. Den Marek habe ich angefangen zu hassen und Orla habe ich alles Schlechte gewünscht. Unsympatisch hoch zehn. Die Inhaltsangabe klang wirklich super, aber das war es auch schon.
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am 24. April 2014
Klappentext:
Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und jede Liebe ihr Geheimnis. Als Orla am Valentinstag einen Brief von ihrem Freund erhält, rechnet sie fest mit dem lang ersehnten Heiratsantrag. Doch bevor sie den Umschlag öffnen kann, kommt der schreckliche Anruf: Sim ist in London auf der Straße zusammengebrochen. Er ist tot. Orla steht unter Schock. Wie soll sie weiterleben ohne Sim? Und warum rät ihr sein bester Freund so eindringlich, die Valentinskarte nicht zu öffnen? Orla war doch Sims große Liebe. Und er ihre. Als Orla krank vor Kummer nach London reist, um mehr über Sims letzte Tage zu erfahren, wird ihr klar, wie wenig sie ihren Freund kannte. Und noch bevor sie Sims Valentinskarte öffnet und seine letzten Worte liest, ist sie selbst ein anderer Mensch geworden…

"Ein letzter Brief von dir" war das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Es hat mich unheimlich berührt und zum Ende hin wirklich überrascht. Doch alles nach der Reihe:
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, wodurch ich auch einige Erwartungen an das Buch hatte, die jedoch alle erfüllt worden sind. Ich hatte wunderschöne Lesestunden, während ich Orla begleitet habe, wie sie mit sich selbst und der Valentinskarte gekämpft hat. Orla war eine sehr, sehr nette Protagonistin, wie auch die alte Maude, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Es gibt noch weitere Protagonisten, die eine wichtige Rolle spielen, die ich hier jedoch nicht namentlich erwähnen möchte. Sie waren allesamt - jeder für sich - sehr sympathisch, vor allem, da sie Orla in einer für sie wichtigen Zeit beigestanden haben. Während des Lesens hatte ich plötzlich viele Ideen, wie das Ende aussehen wird - aber ich wurde komplett überrascht, denn so ein Ende hätte ich wirklich nie erwartet. Aber genau das hat mir bei diesem Buch so gut gefallen. Es war nicht nur sehr emotional, sondern auch spannend.
Der Schreibstil war flüssig und einfach zu lesen. Die Tagebucheinträge, die das Hauptgeschehen aufgelockert haben, machten das Buch noch interessanter.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich wunderbar gefallen. Es hat den Titel "Neuestes Lieblingsbuch" wirklich vollends verdient. Ich möchte jedem, der gerne nahegehende und emotionale Geschichten liest, dieses Buch nahelegen. Wer solche Art von Buch gerne liest, wird von "Ein letzter Brief von dir" sicherlich nicht enttäuscht werden. 5 von 5 möglichen Sternen.
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am 16. Februar 2014
Inhalt:
Orla Cassidy, eine typische Irin, die eine 2. Klasse der Grundschule in Tobercree unterrichtet, bekommt am Valentinstag eine Karte von ihrem Freund Sim(e)on Quinn, der nach London zog um großer Schauspieler zu werden. Sim, Sohn eines irischen Senators, bricht jedoch am Valentinstag auf offener Straße zusammen und stirbt an einer Lungenembolie.

Die Nachricht vom Tod ihres Freundes trifft Orla so tief, dass sie es nicht über's Herz bringt, die Valentinstagskarte - ein letzter Gruß ihres Freundes - zu öffnen. Orla weiß, dass sich der langersehnte Heiratsantrag darin befindet, und hütet dieses Relikt ihres verstorbenen Freundes wie ihren Augapfel. Sie nimmt die Karte überall mit hin und führt sogar Selbstgespräche mit ihr.

Orla muss für ihren Seelenfrieden Sim's Tagebuch finden und reist nach London um sich auf die Suche zu machen. Sie glaubt in dem geheimnisvollen Buch alle Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Doch was sie findet, ist so viel mehr, als nur dieses Tagebuch. Und noch bevor sie die Valentinskarte öffnet und liest, weiß sie, dass sie ein anderer Mensch geworden ist.

Meine Meinung:
Juliet Ashton jongliert meisterhaft gekonnt mit tollen Metaphern wie z. B. "Augen wie nasse Hyazinthen". Kaum eine Seite auf der man nicht über eine weitere, tolle bildhafte Beschreibung stolpert, hängen bleibt, schmunzelt... und weiterliest. Herrlich. Den beiden Übersetzerinnen Silke Jellinghaus und Katharina Naumann ist wirklich kein Funken des Flair entgangen - und das sage ich, ohne die englische Originalausgabe zu kennen. Schöner kann man nicht mit (liebevollen) Worten jonglieren. Ich glaube auch in der Originalausgabe nicht. Wortneuschöpfungen wie "Paris-Hiltonismen" (hihi, da musste ich lachen!) und irrwitzig-komische Situationen findet man haufenweise in dem Buch. Wenn es nur nicht so traurig wäre...

Diese Lektüre trifft einen mit solcher Wucht mitten ins Herz - ja bestimmt auch Menschen, von denen man meint, dass sie keines hätten - dass man gar nicht anders kann, als sich mit Orla auf Tagebuchsuche nach London zu begeben.

Man wird konfrontiert mit Liebe, so heftig, dass es beinahe wehtut, mit Tod, Verlust und tiefer Trauer, aber auch Konfliktbewältigung der anderen Art.

Die Protagonisten sind so glaubhaft und originell, dass über jedem einzelnen eine Art Heiligenschein zu schweben scheint. Irgendwie strahlen (fast) alle eine solche Herzlichkeit und Wärme aus, dass an einen beim Lesen auch an kalten Tagen nicht friert. Man klappt das Buch auf und fühlt sich (von Maude...) in den Arm genommen. Herrlich!

Schade, dass das Buch nach 459 herrlich-herzzerreisenden Seiten schon zu Ende war.
Ein tolles Buch in dem man auch einiges über sich selbst erfährt und an der ein oder anderen Stelle auch ein oder mehrere Taschentücher brauchen kann.

Liebe Juliet Ashton, bitte mehr davon!
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am 4. März 2014
Als Orla am Valentinstag in ihrem irischen Heimatörtchen erwacht, rechnet sie fest damit, das sie heute den langersehnten Heiratsantrag ihres Freundes Sim, der zur Zeit als Schauspieler in London lebt, bekommt. Sie rechnet jedoch nicht damit, das sie genau in dem Moment, in dem sie seine Karte in Empfang nimmt, einen Anruf seines besten Freundes bekommt, der ihr leider mitteilen muss, das Sim auf der Straße zusammengebrochen und gestorben ist.
Völlig aufgelöst reist sich nach London um seine Wohnung leerzuräumen und nach dem geheimnisvollen Tagebuch zu suchen, das Sim stets bei sich hatte. Mit im Gepäck: Die noch ungeöffnete Valentinskarte. Sie wird für Orla zum Anker, die Lehrerin klammert sich an das letzte Zeichen ihres Liebsten und es dauert lange bis sie endlich versteht, das sie nur leben kann, wenn sie endlich loslässt....

Meinung:

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, da die einzelnen Symbole in der Geschichte ihren Platz finden und die Farbgebung ist für einen Roman, der mit dem Valentinstag beginnt, sehr gut gewählt.

Auch wenn das Cover bei mir auf ganzer Linie punktet und ich London als Schauplatz wirklich toll finde, muss ich sagen das mich das Buch nicht fesseln konnte.

Die Grundidee der Story ist nett, die Umsetzung jedoch leider nicht der Knaller.
Zu viele Schwächen sorgen dafür das sich der Roman nicht unbedingt von anderen Büchern im Bereich Chick-Lit unterscheidet.
Dies ist sehr schade, denn ich hatte hohe Erwartungen und die Hoffnung, das mir Juliet Ashton ein echtes Leseerlebnis beschert.

In Orlas Gedanken dreht sich zunächst alles um Sim's Tod, was für mich noch nachvollziehbar war, schließlich hat sie gerade die Liebe ihres Lebens verloren. Als sie sich schließlich dazu durchringt nach London zu reisen, beginnen ihre Gedanken ein bisschen weiter zu kreisen. Und so versucht sie sich auf die Suche nach dem ominösen Tagebuch zu konzentrieren.
So weit, so gut, doch kurz nach der Ankunft in London macht die Autorin einen Zeitsprung, der uns circa 5 Monate nach vorne katapultiert und jetzt blinken in meinem Kopf mit einmal ganz viele Fragezeichen. Denn obwohl Orla nicht gemeinsam mit Sim nach London ziehen wollte, bleibt sie plötzlich in der Stadt und das obwohl sie London gar nicht leiden kann. Auch das Tagebuch scheint mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten, einzig die Valentinskarte spielt noch eine große Rolle. Sie wird zum ständigen Begleiter und macht es dem attraktiven Marek, der plötzlich in Orlas Leben tritt, nicht gerade leicht, ihr näherzukommen.

Es gibt einige Wendungen, die aber leider nicht immer glaubhaft sind. Juliet Ashton hat in der Problem-Kiste gewühlt und hat sich einfach zu viele Sorgen, Ängste und Krankheiten für ihre Protagonisten gegriffen, so das ich stellenweise schon wirklich genervt war.
Denn statt sich auf das Drumherum zu konzentrieren, hätte ich mir etwas mehr Tiefe für ihre Charaktere gewünscht.
Orla klammert sich an ihre Erinnerungen an Sim, dann dreht sich in ihrem Kopf alles um das Tagebuch und letztendlich wieder um Sim. Ich kann mich einfach nicht mit ihr anfreunden, da sie irgendwie keinen wirklichen Charakter besitzt. Ich kann nicht sagen: Sie ist humorvoll oder sie ist freundlich, etc. Sie ist von allem ein bisschen und das macht sie langweilig. Auch zu Marek finde ich keinen Zugang. Er sieht gut aus, ist gebildet, musste seine eigenen Verluste verarbeiten und auch wenn er versucht Orla aus ihrem Schneckenhaus zu locken, bleibt er ein fader Charakter.
Einzig Buchhändlerin und Orlas Londoner Vermieterin Maude, die sich zu einer guten Freundin und Ratgeberin entwickelt hat es mir angetan und ich habe die alte Dame direkt in mein Herz geschlossen.

Leider muss ich sagen, das mich das Buch auf ganzer Linie enttäuscht hat, da tröstet auch der flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin nicht.

Fazit:
Obwohl sich hinter der Geschichte eine gute Idee verbirgt, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Blasse Charaktere und eine langatmige Handlung sorgen bei mir für große Enttäuschung.
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