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5.0 von 5 Sternen Der Schwarze Tod und der Schnee, 28. Juli 2011
Northlanders 4 - Die Pest

Drachenboote, die aus dem Morgennebel hervor stoßen, klirrende Schwerter, brechende Knochen... das alles bietet Northlanders. Aber das ist nicht das einzige, DMZ-Autor Brian Wood bringt die Nordmänner glaubhaft und umfangreich charakterisiert herüber, und nicht nur als platte Actionfiguren.

Im Gegensatz zu dem Vorgängerband gibt es statt mehrerer Geschichten wieder eine lange Handlung, die die ganzen Band umfaßt.
Erneut wechselt Brian Wood sowohl die Protagonisten, als auch den Schauplatz, denn er widmet sich allen Stämmen der Wikinger, nicht nur den in Skandinavien beheimateten Nordmännern.
Diesmal hat er sich die 'Rus' ausgesucht, Nachkommen von schwedischen Wikingern, die die Wolga hinab fuhren, entweder als Händler oder auf Beutezug, und sich schließlich dort niederließen. Dieser Stamm war auch für den Namen Rußland prägend.

Im Winter des Jahres 1020 hat die Pest eine Handelsniederlassung erreicht, und die ersten sterben an der mysteriösen Seuche. Zwischen Aberglaube, christlichen Vorstellungen und biologischen Erklärversuchen hin- und hergerissen beschließt das Dorf auf Anraten des fremdländischen Missionars den Ort abzuriegeln, und niemanden mehr herein zu lassen, um Ansteckungen mit dem schwarzen Tod zu vermeiden. Eine bittere Pille für eine Handelsniederlassung, die vom Geschäft mit Fremden abhängig ist.

Und da ist noch das Problem, daß bereits einige Bewohner infiziert sind. Auch der Ehemann von Karin, der Hauptfigur der Geschichte, ist befallen. Der einst einflußreiche, wohlhabende Mann verwest am lebendigen Leibe, und nichts kann seinen Tod verhindern.
Karin steht nun allein mit ihrer Tochter da, und muß sich in der harten, rauen Welt durchsetzen, zumal verschiedene Dorfbewohner bereits ein Auge auf ihren schönen Körper und auch auf ihr Vermögen geworfen haben.
Im Thing, dem Dorfrat, wird der Beschluß gefaßt, die Erkrankten zu vertreiben, um das Überleben zu sichern. Wer sich wehrt, wird umgebracht, aber auch die anderen Infizierten sterben im bitterkalten russischen Winter vor den Toren des Ortes.
Die Rechnung scheint aufzugehen, denn es gibt nun keine neuen Pestkranken mehr, aber langsam aber sicher gehen den Menschen die Vorräte aus. Karin, der als wohlhabender Dame eigentlich nichts fehlt, wird zur Abgabe von Nahrung verpflichtet, oder einfach bestohlen.
Doch da treibt ein herrenloses Schiff die Wolga herab, deren Mannschaft ebenfalls der Seuche erlegen scheint.
Nun haben die Bewohner die Wahl, ob sie verhungern und an der Pest sterben.

Fazit:
Mich hat dieser Band wieder sehr gut unterhalten, ist er doch ein Beleg für die abwechslungsreichen Ideen von Brian Wood.
Das Szenario des abgeschnittenen Ortes allein wirkt schon bedrohlich genug, aber für die Pestwitwe Karin, die in vielen Dingen abhängig ist, und sich nicht so wie ein Mann durchsetzen kann, ist das ganze um ein vielfaches schlimmer. Zwischen den rauen, teilweise grausamen Nordmännern muß sie versuchen, für sich und ihre Tochter das überleben zu sichern.
Man kann die Beklommenheit und die Angst förmlich spüren.
Brian Wood hat diesmal einen neuen Zeichner ins (Drachen-)Boot geholt: den Argentinier Leandro Fernandez, der durch Queen & Country ' Operation Crystal Ball bekannt wurde, und seitdem mehrfach für Marvel und DC gezeichnet hat. Der Einfluß seiner Lehrer Frusin und Risso ist im besten Sinne deutlich zu sehen.
Für die genialen Cover sorgte erneut Massimo Carnivale.
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4.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne anno 1020, 18. April 2011
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Northlanders 4 von Autor Brian Wood (DMZ) und Zeichner Leandro Fernandez (Stormwatch: PHD) ist bei Vertigo erschienen, jenem Verlag in dem auch A history of violence verlegt wird. Ganz so viel Tiefe hat dieser Comic leider nicht. Doch auch Woods Geschichte wendet sich an Erwachsene und verzichtet auf jegliche Superhelden-Elemente.

Teil 4 von Northlanders spielt im Jahre 1020 in einer Wikinger-Siedlung an der Wolga. Der eisige Winter, die Pest und ein Tyrann innerhalb der Stadtmauern malträtieren die Bewohner. Die junge Mutter Hilda versucht für ihre Tochter Karin und sich so würdevoll und unbeschadet wie möglich die diversen Bedrohungen zu überstehen. Ein Neuling, ein Priester namens Boris versucht den Bewohnern der kleinen Stadt mit Hilfe der Wissenschaft Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Seuche zu bieten.

Das Ausufern der Gewalt und die wachsende Bedrohung sorgen für Spannung. Ich persönlich war zwar zufrieden damit, dass die Geschichte nicht ins Übernatürliche umschlug, etwas spektakulärer hätte The Plague Widow" (auf deutsch 2011 als "Die Pest" bei Panini erschienen) sein dürfen! Es ist ein Comic der Raum für Interpretation lässt. Wood lässt sich viel Zeit zum Erzählen, Fernandez gelingt es überzeugend die Kälte des Winters und die Stimmung in der Siedlung zu vermitteln. Ähnlich wie in A History of Violence geht es auch in Northlanders 4 um die Monster, die wir Menschen selbst erschaffen. Eine triste Welt, aber nicht ohne Hoffnung.

3,5 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Hard but (in the end) fair, 27. März 2011
Readers of the "Northlanders" series know, that the novels don't go gentle.
"The Plague Widow" is no exception and in many ways especially hard on the readers soul, since the main character and her little daughter have to face hardship after hardship. But there is also help coming from (largely) unexpected sources and here and there an unconventional turn within the story. I really liked it, better than parts 2 and 3. The final page is really a highlight. "Sven" is still my favorite, though.
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5.0 von 5 Sternen Starke Storyline, 13. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich habe ich mir nach dem schon sehr guten ersten Teil der Northlanders-Serie gedacht, dass das ungewöhnliche Szenario recht bald sein Pulver verschossen haben wird. Zumindest der vierte Teil ist auf jeden Fall aber wieder ein echtes Highlight geworden.

Die Storyline um eine alleinerziehende Frau einer kleinen Tochter, die in einem abgelegenen und von der Pest gebeutelten Dorf den Winter durchstehen muss, ist nicht nur ziemlich originell, sondern auch sehr spannend geraten. Abgerundet wird das Ganze durch sehr realistische Zeichnungen, die richtig viel Atmosphäre rüberkommen lassen.

Wer sich am hohen Gewaltgrad nicht stört, wird von "The Plague Widow" garantiert nicht enttäuscht sein. Auch wenn der Schluss ein bisschen abrupt kommt. Mehr will aber nicht verraten sein.
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Northlanders Vol. 4: The Plague Widow
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