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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Top-Western erstrahlt in neuem Glanz!
Für Bill und alle, die Western lieben ! rezensiert am 06.06.2014

Die "Comancheros" war der letzte Film von Regisseur Michael Curtiz und wie in seinen besten Filmen sind auch hier Spaß und Spannung immer identisch.
Die beiden gegensätzlichen Parts der beiden - erst "Feind- dann Freundprotagonisten" John Wayne und Stuart Whitman, setzt Curtiz...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2012 von Raimund Heß

versus
3.0 von 5 Sternen Nicht Fisch, nicht Fleisch ...
Gemessen an seinen absoluten Klassikern ist "Die Comancheros" -aus dem Jahr 1961- im Mittelfeld des John-Wayne-Film-Universum für mich angesiedelt. Regisseur und Altmeister Micheal Curtis, der mit "Casablanca [Blu-ray]" und "Die Abenteuer des Robin Hood - Premium Edition (2 DVDs)" zwei absolute Genreklassiker (evtl. sogar DIE Genreklassiker) erschuf, arbeitet sich...
Vor 4 Monaten von W. Walz veröffentlicht


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Top-Western erstrahlt in neuem Glanz!, 19. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros [Blu-ray] (Blu-ray)
Für Bill und alle, die Western lieben ! rezensiert am 06.06.2014

Die "Comancheros" war der letzte Film von Regisseur Michael Curtiz und wie in seinen besten Filmen sind auch hier Spaß und Spannung immer identisch.
Die beiden gegensätzlichen Parts der beiden - erst "Feind- dann Freundprotagonisten" John Wayne und Stuart Whitman, setzt Curtiz gekonnt in Szene. Paul Regret (Whitman) ist der Südstaaten-Monsieur, Jake Cutter (Wayne) nennt ihn auch immer Monsieur, was jedesmal ein Schmunzeln beim Zuschauer dieses schönen Westerns hervorruft. Regret, immer gut angezogen, mit feinen Manieren ausgestattet, zieht die Blicke der Frauen auf sich. Er hat nur ein Makel das er mit sich rumträgt, er wird in einigen Staaten, unter anderm in Texas, wegen eines illegalen Duells gesucht, bei dem er seinen Konkurrenten erschossen hat, ihn eigentlich aber nur verwunden wollte. Captain Cutter von den Texas-Rangers, der ihn festnehmen soll, ist das krasse Gegenteil. Ohne jegliche Manieren, unerbittlich und mit seinem ihm eigenen trockenen Humor ausgestattet. Wer könnte sowas besser verkörpern als Cowboy Nr. 1 John Wayne.
Seine weibliche Hauptrolle besetzte Regisseur Curtiz mit der bis dahin relativ unbekannten, schönen Ina Balin, die ein bischen an die junge Katy Jurado erinnert, und ähnlich den herrlich fotografierten Landschaftsaufnahmen als Augenweide dient.
Auf landschaftsähnliche Westerngesichter in den Nebenrollen, braucht der Westernfan natürlich auch nicht zu verzichten, die sind in Form von Bruce Cabot, Edgar Buchanan, Jack Elam und vor allem von Lee Marvin als "Grow", der eine Galavorstellung abliefert, reichlich vorhanden.
Der einducksvollste Trumpf allerdings, der, außer "Big John", in Erinnerung bleibt, ist die wundervolle Musik von Komponist Elmer Bernstein (Die glorreichen Sieben), die sich immer wiedermal durch den Film zieht und einem von Anfang bis zum Schluß begeistert mitzureißen versteht.

Fazit: ein zügiger, stets actionsreicher und vergnüglicher Western, den man in jede "Top-100" Westernliste einreihen kann, erstrahlt in neuem Glanz.

Dank der neuen veröffentlichten Bluray, hat man den berühmten Drehort "Castle Valley in Moab, Utah noch nie deutlicher gesehen, es sei denn, man war schon mal dort...
Das Bild der Bluray ist hervorragend, der Ton klar und deutlich in deutsch - und in der Originalfassung sogar mit 5.1 DTS HD Master Audio + 4,0 Surround.
Audio-Kommentare einiger Darsteller, Original Kinotrailer, Extras über "The Duke" und "Fox tönende Wochenschau" runden eine, auch für diesen Preis, gelungene "blaue Scheibe" dieses Klasse-Westerns ab.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend-humorvoller Western mit mieser deutschen Tonspur, 21. Dezember 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Ein Western wie er im Buche steht, mit einer spannenden Story, bei der gleichsam der Faktor Humor eine tragende Rolle spielt. Die beiden Protagonisten John Wayne und Stuart Whitman verstehen es glänzend, diesen permanenten Balanceakt zu bewältigen, ohne dadurch an Glaubwürdigkeit zu verlieren oder den Film in eine billige Komödie abdriften zu lassen. Die Handlung entstand nach einer Romanvorlage von Paul Iselin Wellman, aus der James Edward Grant und Clair Huffaker schließlich das Drehbuch adaptierten. Ein Jahr zuvor schrieb Grant bereits das Drehbuch für das Western-Epos ALAMO (1960).

Brilliant fotografiert von Kameramann William H. Clothier, d e m Spezialisten des Genres für farbige Außenaufnahmen in Cinemascope. Der Zuschauer reitet buchstäblich selber mit durch das Terrain dieses weiten Landes, so plastisch erscheint das Panorama. Das in einem Tal gelegene Hauptquartier der Comancheros ist ein weiterer Augenschmaus durch die Linse Clothiers. Der fulminante Notenreigen von Elmer Bernstein rundet den Gesamteindruck harmonisch ab. Für Regisseur Michael Curtiz sollte dies jedoch die letzte Arbeit werden. Durch sein Krebsleiden war er bereits so stark geschwächt, daß der DUKE häufiger auf dem Regiestuhl einsprang, um das Projekt nicht zu gefährden. In den Credits des Films ist davon jedoch nichts erwähnt, denn Wayne verzichtete darauf zu Ehren des großen Regisseurs.

Die DVD ist erschienen in der Twentieth Century Fox-Serie GROSSE FILM-KLASSIKER. Sie enthält zwei kurze Sequenzen, die in Deutschland geschnitten waren, daher nur im Originalton mit festen deutschen Untertiteln vorliegen. Die Bildqualität erscheint recht gut, jedoch ist ausgerechnet die deutsche Tonspur über Strecken das reinste Elend. Wurde der Ton im englischen sogar auf Dolby 4.0 restauriert, hat man sich mit der deutschen Fassung keinerlei Mühe gemacht. Im Gegenteil. Beim ersten Drittel des Films wurden einfach die Klanghöhen runtergedreht, um das Leiern und Schwanken der Tonspur ein wenig zu kaschieren. Ab dann wird es zumindest erträglich. Es handelt sich dabei um die originale Synchronisation aus dem Jahre 1961. John Wayne hier mit der bekannten, für ihn aber nur selten verwendeten Stimme des Synchronschauspielers Curt Ackermann zu hören. Kollege Michael Chevalier sorgt für die markige deutsche Vertonung von Stuart Whitman.

Fazit: Spannend-humorvoller Western, der ins Regal jedes Genre-Liebhabers gehört. Trotz allem Bonus für Schauspieler, Entstehungsgeschichte und Story, kommt man um einen Punktabzug wegen der miesen deutschen Tonspur leider nicht umhin.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Banditenjagd in der Prärie, 15. September 2011
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Was braucht ein Western, um gut und unterhaltsam zu sein?

Da wäre an allererster Stelle zu nennen die wundervolle Landschaft, durch welche die Helden des öfteren reiten. An zweiter Stelle stehen die Helden selbst, in diesem Film verkörpert von John Wayne und Stuart Whitman. Und an letztem, nicht unwichtigstem Posten befindet sich die Handlung, die Landschaft und Darsteller miteinander verknüpft und nicht zuletzt zerfurcht ist von Konflikten der unterschiedlichsten Couleur.

John Wayne spielt in "Comancheros" einen Texas Ranger, der den Auftrag bekommen hat, einen berüchtigten Falschspieler, Glücksritter und - durch einen Unfall beim Duell - Mörder festzunehmen. Auf dem Ritt durch die Weiten des Westens lernen sich die beiden Männer näher kennen und als Paul Regret (der Falschspieler) schließlich entscheidend dazu beiträgt, einen Indianerüberfall auf eine einsame Außensiedlung abzuwehren, entscheidet sich Cutter (der Ranger) dazu, dafür zu sorgen, dass Regret nicht abgeurteilt wird. Dies gelingt ihm auch und auf diesem Wege wird Regret in den Kreis der Texas- Rangers aufgenommen.

Der nächste Auftrag führt die beiden noch weiter in unkontrolliertes Gebiet: Sie sollen einer Bande von weißen Banditen das Handwerk legen, die sich selbst als "Comancheros" bezeichnen. Das liegt daran, dass sie illegalerweise die Indianer mit Waffen versorgen. Im Hauptquartier der Comancheros in der Wüste angekommen, werden die beiden Agenten Cutter und Regret aber von der Tochter des Banditenbosses, mit der Regret früher ein Verhältnis hatte, erkannt und überführt. Als die Stunde ihrer Vernichtung immer näher rückt, beschließen Cutter und Regret, alles auf eine Karte zu setzen...

Der Film ist - wie viele der Western von John Wayne - nicht unbedingt als Meilenstein anzusehen; dennoch bietet er beinahe pausenlos gute Unterhaltung und Spannung bis zur letzten Sekunde. Auch wenn John Wayne sich wie immer selber spielt, schafft er es zusammen mit seinem Kollegen, der Freundschaft zwischen Cutter und Regret Glaubwürdigkeit zu verleihen, was insofern schwierig ist, da sich ihre Beziehung ja zunächst aus bitterer Gegnerschaft heraus entwickelt. Insgesamt aber ein wunderschön anzusehender, rühriger Western, den man mit Sicherheit als "sehenswert" empfehlen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn die Sonne scheint in Texas, 25. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Der Texas Ranger Jake Cutter (John Wayne) soll den Falschspieler Regret (Stuart Whitman) seiner angemessenen Strafe zuführen. Vorher haben sie jedoch den Comancheros den Kampf angesagt. Die Comancheros verkaufen Waffen und Whiskey an die Indianer.

Die Comancheros ist ein sehr guter und kurzweiliger Western, der seine Werte in Spannung und Wortwitz findet. Der Film zählt definitiv zu einem der Besten seines Genres. Die englische Tonspur ist hervorragend, wer der englischen Sprache nicht mächtig ist; muss eben mit der deutschen Mono- Spur Vorlieb nehmen. Als Extras gibt es der Original- Trailer.

Fazit: Für Freaks und alle die es werden wollen voll zu empfehlen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klasse Western..., 12. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Comancheros würde ich mit zu den besten John Wayne Filmen zählen. Der Film bietet alles was ein guter Western braucht.Eine Männerfreundschaft,Indianer,Gesetzeshüter,Gangster und natürlich eine kleine Liebesgeschichte.

John Wayne spielt einen Texas-Ranger der Inkognito versucht eine Bande Weißer Gangster aufzuspüren , die mit den Indianer gemeinsame Sache machen.

Der Farbfilm bietet neben tollen Landschaftsaufnahmen eine überzeugende Handlung unterlegt von einer tollen Filmmelodie.

Das Bild ist akzeptabel(der Film ist schließlich schon älter),der Ton ist etwas mickrig und etwas zu leise.

Man muß den Fernseher oder die Home Cinema Anlage schon etwas aufdrehen um was zu hören.

Die DVD enthält ein Booklet sowie eine Postkarte mit dem Covermotiv.Für John Wayne und Western -Fans sowie Sammler ist die DVD auf jeden Fall empfehlenswert.

Wegen des schwachen Tons gebe ich allerdings nur 4 Sterne.

Fazit: Abwechslungsreicher Spitzenwestern = Kaufen !
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BluRay, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros [Blu-ray] (Blu-ray)
Endlich ist dieser Klassiker mit dem "Duke" als BluRay erhältlich. Es erwartet den Westernfreund ein tolles Bild und in Deutsch der Monoton, wobei es eingefügtes Material mit Untertitel gibt. Eine ernsthafte Erläuterung der Thematik vom Film kann relativ umfangreich im Bonusmaterial nachvollzogen werden. Empfehlung !!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Schlußstein einer grandiosen Karriere, 23. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Mit den einsetzenden 1960er Jahren drehte John Wayne zusehends Massenware, da er in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten war und Geld brauchte. Der an Krebs erkrankte Darsteller war bereit, mit seinen damaligen "Hausregisseuren" Burt Kennedy und Andrew V. McLaglen eine ganze Reihe mittelmäßiger Western und Abenteuerfilme zu produzieren. Generell sahen ihn seine späten Jahre nur noch in wenigen wirklich großen Filmen. Dennoch hatte er die Ehre, auch in diesen Jahren noch mit einigen der großen Meister des klassischen Hollywoodkinos, mit den Granden des Western- und Abenteuerfilms zu arbeiten. John Ford gab ihm noch zwei erinnerungswürdige Rollen, Henry Hathaway ließ ihn nicht nur als einen der Söhne der Katie Elder, sondern schließlich als Rooster Cockburn in TRUE GRIT (DER MARSHALL; 1969) auch zu seinem ersten Oscar reiten. Und Michael Curtiz, selber einer der prägenden Filmemacher des klassischen Hollywoodfilms, konnte in seinem letzten Werk auf Wayne, diesen Giganten des Westerns, zurückgreifen, was sicherlich mit dafür verantwortlich war, THE COMANCHEROS (DIE COMANCHEROS; 1961) über das Gros der damaligen Western-Produktionen herauszuheben.

[ACHTUNG- SPOILER]
Hier ist Wayne in der Rolle des Texas Rangers Jake Cutter zu sehen, der den wegen Mordes in einem Duell in New Orleans gesuchten Paul Regret (Stuart Whitman) festnimmt und zu einem Rangers-Stützpunkt bringen soll. Als sie zu einer Farm kommen, die einst Cutter und seiner Familie gehörte, die von Indianern umgebracht wurde, finden sie die jetzigen Bewohner erneut gemartert und gemeuchelt. Doch Regret nutzt Cutters Abgelenktheit und setzt sich ab. Cutter soll nun versuchen, einem Mann auf die Schliche zu kommen, der Kontakt zu den sogenannten "Comancheros" hat, Weißen, die den Indianern die Gewehre verkaufen. Dieser Mann heißt Crow (Lee Marvin) und Cutter gelingt es, sich in dessen Vertrauen zu schleichen, bis sie abends im Saloon an einer Pokerrunde teilnehmen, in der auch Regret sitzt. Crow fängt an zu ahnen, daß Cutter, der sich bei ihm als jemand anders ausgibt, nicht der ist, der er zu sein scheint. Es kommt zur Auseinandersetzung zwischen Cutter und Crow, die letzterer nicht überlebt. Nun versuchen Regret, für den sich die Texas Rangers, nachdem er sich bei einer Auseinandersetzung mit den Indianern als vertrauenswürdig erwiesen hat, einsetzen, und Cutter, auf eigene Faust mit den Comancheros in Kontakt zu treten. Zwar gelingt dies, doch anders als gehofft, sehen die Verbrecher in den beiden keine Handelspartner, sondern hängen sie kurzerhand in die sengende Sonne. Es ist der Zuneigung der jungen Pilar Graile (Ina Balin) zu Regret - die beiden waren sich bereits auf dem Schiff, das Regret aus New Orleans brachte, begegnet - zu verdanken, daß sie nicht als Dörrfleisch enden. Hier, im Stützpunkt der Comancheros, kommt es schließlich zum Showdown zwischen den Rangers, den Comancheros und den Indianern. Und auch zwischen Paul Regret und Pilar...

Michael Curtiz, der nicht nur für die Errol-Flynn-Vehikel der späten 30er und der 40er Jahre verantwortlich zeichnete, sondern auch für den Jahrhundertfilm CASABLANCA (CASABLANCA; 1942), hatte in seiner Karriere in vielen Genres gearbeitet, in Erinnerung bleiben jedoch vor allem seine Abenteuerfilme und die Western. So ist es vielleicht nur folgerichtig, daß es ein Western war, mit dem er seine Karriere beschloß. Curtiz ist immer ein Regisseur der Aktion gewesen, obwohl oft (so auch im vorliegenden) Fall Zweitregisseure für genau diese Szenen zuständig waren. Hier allerdings war auch Wayne immer wieder an der Regie beteiligt, da Curtiz bereits sehr unter seiner Krebserkrankung litt, die ihn nicht lang nach den Dreharbeiten des Films töten sollte. In Curtiz Ouvre ersetzt die Aktion oft den Dialog, die Erklärungen, die Psychologie (CASABLANCA sei hier - vor allem, was die Dialoge betrifft - als Ausnahme gesondert erwähnt). Wenn sich die Protagonisten etwas zu sagen haben, sind es oft reine Angebereien oder man meiert sich gegenseitig ab. Die Tat, die Bewegung ist alles. Die Aktion definiert wiederum der Raum, den sie füllt und erst ihrerseits zum Raum werden läßt. Das kann das Meer einerseits, die plötzliche Enge einer Seeschlacht andererseits sein, es kann aber auch ein Bergpanorama der Rocky Mountains und ihrer Ausläufer sein. Der Raum kann nicht weit genug, das Panorama nicht grandios genug sein. Curtiz und seinem Kameramann William H. Clothier - der von John Ford bis Sam Peckinpah, von Josef von Sternberg bis William A. Wellmann mit so ziemlich jedem gearbeitet hat, der in Hollywood einen Namen hatte - gelingen hier fantastische Aufnahmen der teils bizarren Fels- und Gebirgsformationen, die die Bildhintergründe prägen und deren Aufbau und Komposition oft komplett definieren. Und obwohl uns der Film von den Texas Rangers erzählt, ist keine einzige Szene in Texas gedreht. Im Gegenteil: Statt der sehr flachen Weiten Westtexas` werden uns die aufregenden Gebirgspanoramen von Utah und in einem Fall Arizonas geboten. Doch die Dramatik steigern diese aufregenden geologischen Formationen ungemein, dafür darf man ruhig kleinere geographische und geologische Ungenauigkeiten in Kauf nehmen. Und so ist Curtiz genereller Ansatz: Es muß der Story dienen, die Dramaturgie stützen, die Spannung betonen. Und es sind Momente, wie jener, in dem Wayne und Whitman die beschlagnahmte Kutsche eines Waffenhändlers zum Stützpunkt der Comancheros lenken und sich auf den Anhöhen der umliegenden Sierras die Indianer sammeln, die hier immer wieder enorm zur Spannung beitragen. Hunderte Male gesehen, gelingt es Regisseur und Kameramann dennoch, solchen Anblicken Einzigartigkeit und Grandezza zu verleihen.

Doch ebenso wie Aktion das stilprägende Element des Rahmens seiner Narrationen ist, ist Humor, ja sogar Spaß das prägende Moment der zwischenmenschlichen Beziehungen; eine Art Bindemittel, das es ermöglicht, auch so schwierige Situationen zu meistern, wie die, daß man den Mann, den man eigentlich mag, dem Tode wird ausliefern müssen. Und dieses Dilemma erleben hier gleich zwei Personen in Bezug auf den Geck, Dandy und Hasardeur Paul Regret - Cutter und Pilar. Freundschaft ist wesentlich für die Figuren in Curtiz' Filmen, allerdings setzt er weniger auf jene kumpelhafte und exklusive Männerfreundschaft, wie sie Howard Hawks immer wieder beschwört. Wo man es bei Hawks immer mit im Grunde gutherzigen Kerlen zu tun hat, die lediglich ein wenig austesten müssen, wer bei wem wie weit gehen kann, sind die Männer hier wirklich in einer Halbdistanz, die sich auch während der Handlung erst weiterentwickelt. Regret nämlich muß erst ein Freund werden, bei all seinem Charme steckt in ihm auch ein Feigling, ein Egoist, einer, der andere im Stich läßt. Doch als es drauf ankommt, kommt er zurück, mehr noch ist es ihm gelungen, Hilfe zu holen. Cutter hingegen braucht lange (und man nimmt es ihm ab), dem vermeintlichen Snob - den er genüßlich "Menseur" statt "Monsieur" nennt - aus New Orleans zu trauen. Doch dann, als er ihm vertraut, verlässt er sich absolut auf ihn. Um den Weg aus der Halbdistanz zu beschreiten nutzen sowohl Regret, als auch Cutter ihren jeweiligen Humor - mal texanisch derb, mal fein- und hintersinnig.

Ein dritter Punkt, der hinsichtlich der prägenden Stilelemente erwähnenswert ist, ist die teils ins Sadistische kippende Gewalt. Dem Publikum werden immer wieder beiläufig schockierende Bilder gemarterter und zu Tode gefolterter Siedler geboten, die Agonie eines Strangulierten zeigt der Film nicht nur explizit, sondern sie schmückt auch noch einige Male den Bildhintergrund, Crows nach einer Skalpierung halb freiliegende Schädelplatte wird - wenn auch nur mit eher mittelmäßiger Maske - der Kamera gern dargeboten. Zudem verleihen die von Cliff Lyons in Absprache mit Curtiz gedrehten Actionsequenzen dem Film eine ungeheure Wucht, wenn die Kamera sehr nah an die dahinrasenden Pferde der Indianer heranfährt oder sich direkt in den Staub des Kampfgetümmels vorwagt. Auch hier herrscht eine ordentliche Härte, die sich auch in den gewagten Stürzen der Stuntmen von den Rücken ihrer Rösser widerspiegelt.

DIE COMANCHEROS ist ein klassischer Western, dem man - zum Beispiel in Bezug auf die Indianer, die hier wahlweise als brutal, töricht oder betrunken dargestellt werden - die Vorwürfe machen kann, die viele klassische Western auf sich ziehen. Doch wenn man bereit ist, sich den Regeln des Classic Hollywood unterzuordnen, dann hat man es hier mit einem vielleicht etwas in Vergessenheit geratenen, aber nichtsdestotrotz wunderbar aufgelegten Westernabenteuer eines der ganz Großen der goldenen Jahre der Traumfabrik zu tun.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wenn die Sonne scheint in Texas und der Duke nicht zu stoppen ist..., 25. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Der Texas Ranger Jake Cutter (John Wayne) soll den Falschspieler Regret (Stuart Whitman) seiner angemessenen Strafe zuführen. Vorher haben sie jedoch den Comancheros den Kampf angesagt. Die Comancheros verkaufen Waffen und Whiskey an die Indianer.

Die Comancheros ist ein sehr guter und kurzweiliger Western, der seine Werte in Spannung und Wortwitz findet. Der Film zählt definitiv zu einem der Besten seines Genres. Die englische Tonspur ist hervorragend, wer der englischen Sprache nicht mächtig ist; muss eben mit der deutschen Mono- Spur Vorlieb nehmen. Als Extras gibt es der Original- Trailer.

Fazit: Für Freaks und alle die es werden wollen voll zu empfehlen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So muss ein Western sein!, 2. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
Texas-Ranger Jake Cutter (John Wayne) soll den Lebemann Paul Regret (Stuart Whitman) verhaften und vor Gericht bringen. Das ist der ganze Plot! Und es zeugt von der hervorragenden Klasse der Schauspieler und von Regisseur Micheal Curtiz (u.a. "Casablanca"), daraus einen packenden Film mit humorvollen Komponenten zu machen. Das Werk ist auch in Nebenrollen top besetzt (unübertroffen: Lee Marvin als abgewrackter Hehler "Crow"). Die beiden detailliert gezeichneten Hauptcharaktere Cutter (hat zum Beispiel seine Frau verloren) und Regret (muss sich mit Liebhabern duellieren) entwickeln sich - sie öffnen sich einander und werden am Ende sogar Freunde. Zwischendurch geht es um Liebe, Indianerkrieg und eine Art frühen Mafiakampf; alles wunderbar inszeniert. Und die schlagfertig-humorvollen Dialoge runden "Commancheros" dann noch richtig ab.
Fazit: Ein rundum gelungener Western, der alles bietet, was das Sofa-Cowboy-Herz begehrt: Coole Typen, harte Männer und Schlagfertigkeit per Wort und Faust. Unbedingt ansehen!
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5.0 von 5 Sternen Klasse Western mit John Wayne als Texas Ranger im Kampf gegen Comancheros, spannend, romantisch und auch humorvoll, 18. April 2015
Von 
Frank Brauckmann "Braucky" (Deutschland-Paderborn/NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Die Comancheros (DVD)
"Die Comancheros" ist ein weiterer großer Hit unter den Western mit John Wayne als aufrechtem Helden, so wie seine Fans den "Duke" wohl am liebsten sehen. Dieser Western wurde gedreht von Michael Curtiz nach einem Drehbuch von James Edward Grant. Letzterer schrieb auch die Drehbücher von "Alamo", "Man nennt mich Hondo" und "Circus-World", alles grandiose Filme auch mit John Wayne. Der Soundtrack stammt von Elmer Bernstein, er schrieb auch die Filmmusik zu "Die glorreichen Sieben", auch hier bei "Die Comancheros " wieder sehr gelungen. Der Film ist von 1961. Die DVD zeigt "Die Comancheros " in einer Länge von ca. 103 Minuten, daß Bildformat ist 16:9 Widescreen. Als Sprachen kann man anwählen Deutsch und Französisch in 2.0 Mono und Englisch in 4.0 Surround. In der deutschen Sprache gibt es ein paar Szenen in englischer Originalversion mit deutschen Untertiteln.

Dies ist ein Western bei dem es zwei Hauptdarsteller gibt, so eine Art "Buddy-Movie", bei dem die beiden Hauptdarsteller sich gegenseitig erstklassig ergänzen und auch erst einmal zusammenraufen müssen. Aus der Unterschiedlichkeit der zwei Charaktere bezieht der Film seine Würze und zum Teil auch die humorigen Passagen. "Die Comancheros" ist ein Western nach bewährtem Muster mit spannender Handlung und humorigen Elementen, zeitweise ist der Film sogar recht hart. Die Bande der Comancheros macht einen recht bedrohlichen Eindruck und ihre Methoden erscheinen ebenso höchst unangenehm. Da hat "Die Comancheros" fast einen fühlbar authentischen Touch. Die Altersfreigabe erst ab 16 Jahren ist nicht ganz unbegründet.

Hier kurz die Handlung :
Der Texas Ranger Jake Cutter (John Wayne ) soll den eleganten Glücksspiele Regret (Stuart Whitman) festnehmen. Dieser hatte bei einem illegalen Duell seinen Gegner unbeabsichtigt erschossen. Er schnappt Regret auch, aber er hat nicht als einziger Interesse an dem Mann. Eine rassige junge Frau ist auch an Regret interessiert. Regret und Cutter mögen sich zunächst mal gar nicht so recht und der Spieler nutzt die erstbeste Gelegenheit um dem Texas Ranger zu entkommen. Cutter bekommt zunächst einen anderen Auftrag, er soll eine Bande von Comancheros infiltrieren. Skrupellose Weiße, Banditen, die mit dem Indianern paktieren und einen regen Handel mit Whisky und Waffen mit ihnen betreiben. Ein erster Kontakt für Cutter ist der verdammt finstere Bandit "Crow" (superb gespielt von Lee Marvin). Ein sehr aggressiver Mann der schnell gewalttätig wird und auch auf Nichtigkeiten reizbar reagiert. Sein markantestes Merkmal ist sein "halb skalpierter" Kopf. Bei seiner Mission trifft Cutter wieder auf Regret und mehr oder weniger freiwillig werden die beiden Männer Partner und verbünden sich gegen die Comancheros. Cutter lernt Regret, den er meistens mit mit "Monsieur " anredet, mehr und mehr schätzen. Der elegante Dandy und Spieler ist ein enorm nützlicher Partner, er kann mehr als Cutter ihm zugetraut hat. Sie schaffen es auch Kontakt mit den Comancheros aufzunehmen und in deren Lager zu gelangen. Dort lernen sie nicht nur de Anführer der Comancheros und dessen Motive kennen, sie treffen auch wieder auf die attraktive rassige junge Frau die sich für Regret interessiert hatte. Und sie hat ihre ganz eigenen Gründe für ihre Anwesenheit im Lager der Comancheros. Die Frage ist nur, können die beiden Männer ihr trauen und ist sie eine Verbündete oder ein weiterer Feind? Die ganze Aktion steuert auf große Gefahr und eine ausweglose Situation zu. Cutter und Regret riskieren alles. .........

"Die Comancheros" bietet alles was man von einem guten Western, gerade einem mit John Wayne , erwarten kann. Aufrechte Helden, verruchte Banditen, wilde Indianer , einen Trupp ruhmreicher Texas Rangers, tolle Landschaftsaufnahmen, romantische Kulissen, Kämpfe und Schießereien , eine schöne Frau und einen tollen Western-Soundtrack. Was will man mehr? Neben Spannung und Action kommt auch der Humor nicht zu kurz, ich erwähnte es schon. "Die Comancheros " ist an einigen Stellen etwas ungewohnt hart für damalige Western, aber der Klasse und dem Spirit des Films tut das keinen Abbruch, eher ganz im Gegenteil. Ein Spitzen-Western, nicht ganz so lang und opulent wie zum Beispiel "Alamo",aber verstecken braucht sich "Die Comancheros" auf keinen Fall dahinter. Ich hatte diesen Film vorher nie gesehen. Es waren die tollen Rezensionen die mich dazu bewogen haben, mir "Die Comancheros " zuzulegen und was soll ich sagen? Absoluter Volltreffer! Ein weiteres Highlight in meiner persönlichen Sammlung von guten Filmen mit John Wayne. Ein erstklassiger Western, nicht nur für Fans des "Duke", diese DVD kann man nur empfehlen. Volle Punktzahl aus Begeisterung.
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Die Comancheros [Blu-ray]
Die Comancheros [Blu-ray] von Michael Curtiz (Blu-ray - 2014)
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