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Nishko und sein tapferes Pony
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Nishko und sein tapferes Pony

Gänzlich still und leise, wie ein sich anschleichender Indianer auf dem Kriegspfad, hat das Label "Movie Power" im Vertrieb der "KNM" einen kleinen cineastischen Leckerbissen vergangener Tage auf DVD an den Start gebracht. Das in den USA im April des Jahres 1965 unter dem Titel "Indian Paint" angelaufene Indianer-Filmabenteuer war Jahre später in der Bundesrepublik als "Nishko, der Indianerjunge" und in der DDR als "Auf der Suche nach Mukapo" im jeweils dortigen Fernsehen zu sehen.

Der ebenso spannende wie mit seiner anrührenden Geschichte die Herzen erreichende Familienfilm entstand nach der literarischen Vorlage des aus den Staaten stammenden Kinder- und Jugendbuchautor Glenn Balch (1902-1989), der dort mit seinen zahlreich verlegten Büchern mit Pferde- und Westerngeschichten große Bekanntheit erlangte. Bereits 1942 erschien sein Buch "Indian Paint", das dann auch als Vorlage für den nun hier auf DVD veröffentlichten und von der "Eagle American" und "Tejas" 1963/64 in Texas auf Eastmancolor abgedrehten Film diente.

Das Drehbuch für den Film schrieb der mit TV-Serien und Filmen wie "Batman" (1966), "Zorro" (1958) oder auch "Ihr Auftritt, Al Mundy" (1968) bekannt gewordene Regisseur und Schauspieler Norman Foster (1903-1976). Auch hier bei "Nishko und sein tapferes Pony" ließ er es sich nicht nehmen, im Regiestuhl Platz zu nehmen.

Man muss dem Film, der das Bild der Indianer selbst sowie das in seiner erzählten Geschichte dann schon etwas klischeehaft überladen zeichnet, zugestehen, dass er vor nunmehr fünfzig Jahren entstand. Die Macher des Films hatten sich in der langen und aufwendigen Vorbereitung sowie beim Dreh dem Anspruch verschrieben, den für damalige Verhältnisse sehr aufwendig und mit hohen Kosten produzierten Film so authentisch wie möglich umzusetzen.

Beispielsweise wurden beinahe alle in dem Film zu sehenden Kostüme speziell für ihn maßgeschneidert und laut Produktionsnotizen hatten über achtzig Prozent aller Darsteller auch tatsächlich indianische Wurzeln. So vermag der Film, dem angeblich eine sich so ähnlich zugetragene reale Geschichte zugrunde liegen soll, dann insgesamt doch recht authentisch in seiner Handlung sowie teils recht spektakulären Bildern zu wirken.

Der Film wird vor allem durch seinen Hauptdarsteller, dem beim damaligen Dreh um die achtzehn Jahre alt gewesenen Johnny Crawford getragen. Er war schon damals ein echter Star und Mädchenschwarm und hatte bereits in vielen Film - und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

Im Film spielt er "Nishko", den fünfzehnjährigen Sohn des Häuptlings "Hevatanu" (Jay Silverheels). Bei einem Überfall durch die dem Stamm von "Nishko" gegenüber feindlich gesinnten "Snakes" werden von diesen nicht nur drei Squaws, sondern auch sein Fohlen "Mukapo" geraubt. Da "Nishko" selbst noch zu jung ist, darf er nicht mit, als sich die Krieger seines Stamms aufmachen, um Rache zu nehmen und ihre entführten Frauen zurückzuholen. Gegen den Willen seines Vaters macht er sich ganz allein auf die Suche nach seinem "Mukapo" und gerät dabei mitten hinein in das Gebiet und Territorium der feindlichen "Snakes-Indianer".

Er hat Glück und findet auch tatsächlich sein Fohlen. Allerdings ist das bereits so geschwächt und zudem verletzt, dass es kaum noch eine Überlebenschance hat. Wird es "Nishko" dennoch schaffen, es zu retten und zurück in die Sicherheit des eigenen Stamms zu bringen? Das für den jungen Häuptlingssohn bis dahin aufregendste Abenteuer seines ganzen bisherigen Lebens nimmt seinen Anfang.

Der Film findet sich auf einer DVD, die zur Aufbewahrung in einem Amaray-Case mit Wendecover lagert. Die Laufzeit des von der ersten bis zur letzten Filmminute gefangen nehmenden Filmabenteuers beträgt in etwa siebenundachtzig Minuten. Dem Bild, was von der DVD laut Cover im 16:9 (1,78:1) Anamorph-Format zur Ansicht kommt, scheint für die Veröffentlichung keine größere Bearbeitung oder gar Restauration zugutegekommen zu sein. So lassen sich dann auch die seit dem Dreh inzwischen vergangenen gut fünfzig Jahre nicht ganz übersehen.

Das Bild ist im Gesamteindruck dennoch akzeptabel und überraschte mich angenehm mit der Tatsache, dass hier kaum mechanische Beschädigungen oder auch Verschmutzungen, wie sonst oft üblich bei so betagten Produktionen, auffallen. Die Farben zeigen sich in warm temperierten und insgesamt stimmigen Nuancen. Wenn auch, sicher für jeden verständlich, die Einstellungen in der Schärfe und im Kontrast von der DVD nicht an die Standards heutiger Produktionen reichen, bin ich relativ zufrieden und erfreue mich vor allem an dem wirklich tollen Film.

Die DVD-Menüs sind funktional und übersichtlich gestaltet. Unmittelbar nach Einlegen der DVD in den Player lässt sich über "Filmstart" mit der Wiedergabe beginnen. In einem separaten Menü werden in Form von zwölf kleinen Fenstern im Film gesetzte "Kapitel" aufgezeigt und zur Anwahl bei Bedarf angeboten. Über "Sprachen" gelangt man zu den von der DVD angebotenen Möglichkeiten in diesem Bereich. Als Extra bietet die DVD eine "Bildergalerie", die Plakate und Kino-Aushangfotos zeigt.

Tonbewertung:

Gleich zweimal wird von der DVD der deutsche Ton angeboten. Ich persönlich fand den deutschen Ton als 2.0-Mix gegenüber dem als Dolby digital 1.0 von der DVD angebotenen in seiner Verständlichkeit deutlich überlegen. Zudem findet sich auch noch die englische Sprachfassung des Films als Dolby digital 2.0 Umsetzung auf der DVD. Der Klang ist in allen drei Fassungen insgesamt eher mittig und flach. Ein bisweilen verstärktes Grundrauschen lässt sich nicht überhören. Für die Filmmusik zeichnete Marlin Skiles verantwortlich. Untertitel für Hörgeschädigte oder auch Gehörlose bietet die vorliegende DVD leider nicht mit an.

Gesamteindruck:

Auch wenn die Experten und Geschichtsversierten bei diesem Film sicherlich mit den Augen rollen werden, so hat er mir persönlich sehr gut gefallen. Für mich war der mit nostalgischem Kinoflair vergangener Tage daherkommende Film, in der Veröffentlichung durch das Label "Movie Power" und im Vertrieb der "KNM", eine echte kleine Entdeckung. Trotz seiner Kinopremiere vor inzwischen gut fünfzig Jahren (Stand 04/2014) fühlte ich mich beim Ansehen der DVD bestens unterhalten.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Produkt: DVD (1 Stück). Qualität: sehr gut. Vertreiber: KNM Home Entertainment GmbH. ASIN: B00IAKKBYM
Deutscher Titel: Nishko und sein tapferes Pony. Originaltitel: Indian Paint
Produktionsland: USA. Premiere: 1965
Mit: Johnny Crawford, Jay Silverheels, Robert Crawford Jr., Pat Hogan u. A. Regie: Norman Foster
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Glenn Balch (1902-1989), der Autor von vielen populären Tierromanen war.
Genre: Ethnologischer Film
Bild: gut / Breitbildformat / Originalformat. Sprache: Englisch. Synchronisation: Deutsch. Untertitel: keine
Filmlänge: 87,06 Minuten (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials: Bildergalerie

Der Stamm der Arikawaha lebt friedlich und einmütig mit der Natur. Häuptling Hewatanu lehrt seinen jungen Sohn Nishko liebevoll die Regeln und Sitten seines Volkes. Nishko und seine jugendlichen Freunde stehen kurz vor der Initiation zum erwachsenen Mann. Sie müssen in spielerischen Wettkämpfen ihre Tüchtigkeit erproben. Feindliche Krieger befinden sich auf dem Raubzug und locken die Männer der Arikawaha mittels einer List aus dem Dorf. Als das Dorf ungeschützt ist, stehlen die Feinde drei Indianermädchen und die Pferdeherde. Unter der Herde befindet sich das junge Fohlen Mukapo, welches Nishko gehört und seiner Mutter folgt. Häuptling Hewatanu nimmt mit seinen tapferen Männern die Verfolgung auf und befiehlt Nishko, das Dorf zu beschützen. Doch Mukapo ist Nishko ans Herz gewachsen und muss von ihm gerettet werden. Die Arikawaha können die entführten Mädchen und Pferde befreien, währenddessen Nishko das Fohlen entkräftet in der Wildnis findet. Die befreite Mutterstute wittert ihr Junges und Nishko gibt deren Milch dem am Boden liegenden Fohlen zu trinken.
Einige Monate vergehen. Mukapo ist nun ein schönes, gesundes und starkes Pferd Nishkos geworden, welcher in einer schmerzlichen Prüfung den Initiationsritus zu bestehen hat.
Die beiden unzertrennlichen Freunde tauchen ein in die spannenden Abenteuer des Lebens.

Ein seltener Native-Film ohne die störende Beteiligung der Weißen innerhalb der Geschichte Amerikas. Die Darstellung der Indianer ist sorgfältig und das Indianerdorf authentisch. Der lehrreiche Film prunkt durch wunderschöne Außenaufnahmen mit prächtigen Locations und Naturkulissen. Das Ambiente mit Hügeln und Flüssen vermittelt ein schönes Bild des ursprünglichen Indianerlebens und erfreut das Auge des Filmliebhabers von Indianerfilmen. Den Indianern gegenüber wird im Film großer Respekt erwiesen, indem deren Lebensweise in vorbildlicher Weise geschildert wird.
Die Actionszenen kommen nicht zu kurz, es wird viel gekämpft, mit Pfeil und Bogen geschossen, worin sich der ernste und gefährliche Charakter des nativen Lebens widerspiegelt.
Der Film ist relativ unbekannt, weil er aufgrund seines ethnologischen Charakters nicht als Westernfilm gewertet wurde. Von daher ist es eine neuentdeckte Perle des ethnologischen Filmschaffens, welche jedem Indianerliebhaber von romantischen und indianerfreundlichen Filmen eine große Freude bereiten wird.

Die Schauspieler:

Johnny Crawford (geb. am 26. März, 1946). Bekannt als der Sohn von Chuck Connors aus der Serie "Westlich von Santa Fe".

Jay Silverheels (26. Mai, 1912 - 5. März, 1980). American Native aus dem Stamm der Mohawk. Bekannt als einer der markantesten Indianer-Darsteller der Filmgeschichte. Filme: "Der gebrochene Pfeil", "Der Hauptmann von Kastilien", "Die Schlacht am Apachen-Pass" und unzählige andere.

Pat Hogan (3. Februar, 1920 - 21. November, 1966). American Native, abstammend von den Stämmen der Oneida und Potawatomi. Wirkte in vielen Westernfilmen, in denen er indianische Charaktere verkörperte. Filme: "Draußen wartet der Tod", "Der Speer der Rache" u. A.

Mladen Kosar
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am 18. April 2015
Naja, Fazit dieser Film ist nichts für behütete 7 jährige Pferdefreundinen
Wir haben diese DVD geschenkt bekommen und unsere Tochter wollte den Pferdefilm natürlich auch gleich anschauen. Aber anders als man beim Cover erwartet handelt die Geschichte nicht von einem ca 8 Jahre alten Jungen, sondern von einem 15jährigen kurz vor dem "Mannesalter"!
Das gleich in der ersten Szene ein Indianer vom Feindlichen Stamm erschossen wird und sein Pferd mit einem Blutigen Handabdruck als Todeszeichen heim geschickt wird, hat unsere Tochter schon ziemlich geschockt und auch sonst finde ich die zum Teil brutalen Kriegsszenen für Kinder ab 6 ziemlich heftig.
Das das Fohlen fast stirbt und fast geopfert wird hat auch ziemlich zugesetzt. Zuletzt kommt dann noch die Mannesprüfung um die Jungs zu Männern zu machen-sie werden ziemlich blutig gemartert....
Zu dieser ganzen Geschichte kommt dann noch die schlechte Filmqualität. Der Film ist uralt, ist bestimmt Zeitgleich mit den alten Winnetou-Filmen entstanden und unsere HD-verwöhnten Kids haben die ganze Zeit gefragt, ob der Fernseher kaputt ist, weil das Bild immer wieder so unscharf war
KEINE KAUFEMPFEHLUNG!!!
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am 10. Juni 2015
Ich hatte den Indianerfilm für meine Kinder (4 und 6) gekauft und wollte ihn vorher Probe sehen. Habe mich dann sehr gewundert, dass der Hauptdarsrteller nichts mit dem niedlichen Kind auf dem Cover zu tun hat, ja im Film gar nicht vorkommt. Nishko ist ein Teenager, der sich im Erwachsenwerden und Kämpfen beweisen muss. Auch das Pony, um welches sich der Film dreht, ist ein Schecke und nicht weiß.
Trotzdem ein sehenswerter Film, wenn man auf (alte) Indianerfilme steht und jüngeren Kindern die Lebensweise der Indianer näher bringen will.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Oktober 2014
Es ist eigentlich ein schöner Film. Aber er hat einige Kriegsszenen, welche ich für 6-Jährige nicht empfehlen würde. Schade eigentlich...
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am 15. März 2015
Durch die Empfehlung aus der Spalte "Dies haben Kunden auch gekauft" und durch das sehr ähnliche Cover habe ich neben Maïna auch diese DVD gekauft. Zwischen den beiden Produktionen sind aber gute 50 Jahre dazwischen. So ist auch dann eben der Film nicht so modern wie das Cover.
Stefan
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