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5.0 von 5 Sternen Intensive Reise durch die Nacht
Keine Frage dieses zweistündige Doppelalbum ist ein harter Brocken. Monumental (allein das Titelstück ist über dreißig Minuten lang), verstörend, radikal, faszinierend, apokalyptisch und voller Schönheit, das sind alles Eigenschaften (und noch viel mehr) die einem beim Hören dieses Monsters in den Sinn kommen. Bestand das...
Veröffentlicht am 8. September 2012 von Der Ursel

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen würde ja gerne , kann aber nicht....
begeistert sein von the seer , schnief. die erste Berührung mit swans hatte ich zu cop / raping a slave zeit und seitdem waren sie ganz lange götter für mich . die einzelnen Veränderungen in ihrem stil waren immer nachvollziehbare Weiterentwicklung der Vorgänger . schwarz/rot zu Dollar zu Lord zu Karnickel , nebenbei noch Skin und die ganzen live...
Vor 18 Monaten von rkl666 veröffentlicht


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensive Reise durch die Nacht, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Seer (Audio CD)
Keine Frage dieses zweistündige Doppelalbum ist ein harter Brocken. Monumental (allein das Titelstück ist über dreißig Minuten lang), verstörend, radikal, faszinierend, apokalyptisch und voller Schönheit, das sind alles Eigenschaften (und noch viel mehr) die einem beim Hören dieses Monsters in den Sinn kommen. Bestand das Reunion-Album "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky" von 2010 mehr oder weniger aus klassischen Songs, so sind es auf "The Seer" oft eindrucksvolle Klangexperimente mit den Zutaten Industrial, Drone, Folk, Rock, Postpunk (das Wörtchen "Post" kann gerne großzügig zwischen den einzelnen Stilen verteilt werden) und was weiß ich noch alles. Man wird überschüttet mit einer Vielzahl von Klängen und Geräuschen, Rhythmen und Melodiefetzen. Brutalität wechselt sich ab mit Schönheit (Karen O. singt "Song For A Warrior"), alptraumhafte Klangcollagen mit eher klassischen Songstrukturen.

"The Seer" kann wahrlich nicht leicht nebenbei konsumiert werden. Es ist auch keine Platte für jeden Tag. Es ist auf jeden Fall ein Album von dem man reden und das lange nachhallen wird. Auf dem es ständig etwas zu entdecken gibt. Ein Album das polarisiert. Ganz große Kunst eben.

Auch wenn sich die eine oder andere Stelle nicht direkt von Anfang an erschließt und vielleicht nicht oft gehört werden kann, dieses Album ist ein sehr beindruckendes Spätwerk der Männer/Frauen um Michael Gira.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apocalypse now!, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Seer (Audio CD)
Apocalypse now! Man könnte mittlerweile ja bei einem neuen Album der Swans geneigt sein zu denken: Irgendwann tut’s nicht mehr weh. Oh doch, das tut es. Und wie.

Die Presselandschaft ist sich unisono einig, und in bestimmten Fällen – wie hier – einfach zu Recht: Spiritus Rector Michael Gira hat mit seinen Swans ein im Wortsinn wahnsinniges, atemberaubend sprachlos machendes, überbordend opulentes, brachial schonungsloses Opus Magnum erschaffen, dass ihm alles abverlangt hat; keine Angst (oder gerade doch?): dem Hörer wird es ein Stück weit selbiges kosten.

Das war nun wirklich nicht abzusehen, damals 1982, als zum Beispiel noch kurzzeitig Thurston Moore den Bass für Giras Schwäne depressiv bearbeitete, dass nach über 14 Jahren Funkstille 2010 ein überraschendes und unkommerzielles Comeback dieser musikalischen Todestruppe über uns hereinbrach („My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“), und welches schon damals, also gerade einmal vor zwei Jahren, in höchsten Tönen gepriesen wurde für seinen klugen Querschnitt aus dem Swansschen Koordinatensystem zwischen Akustik-Folk und Brachial-No-Wave, jenem seltsamen Verschnitt der die Swans so fürwahr inkommensurabel sein lässt.

„The Seer“ ist im noch viel gesteigerten Maße eine zusammenfassende und zusammenführende Werksschau, als Doppel-CD in fast exakt 120-minütiger Länge gnadenlos durchexerziert. Es ist, alle Zeichen deuten darauf hin und verdichten sich dazu, der unumkehrbare Höhepunkt einer Band, die schon immer an thematischen Abgründen balancierte. Gira selbst bekennt: „The Seer took 30 years to make. It’s the culmination of every previous Swans album as well as any other music I’ve ever made, been involved in or imagined.”

Allein der 32-minütige Titelsong reicht völlig aus um alle Hedonisten dieser Welt über die sieben Berge zu jagen; Gira platziert ihn in die Mitte des ersten Teils, zuvor hat uns schon „Mother Of The World“ ehrfürchtig gewahr werden lassen, dass sich seine Methode noch längst nicht ausgelutscht hat, es immer noch genauso weh tut wie eh und je eine Swans-Platte zu hören, und da haben wir noch längst nicht den zweiten Teil in Angriff genommen. Auf jenem überrascht dann zu Beginn Karen O von den Yeah Yeah Yeahs, die noch eben bei Santigold aushalf und hier eine beruhigte, folkige Introduktion als wohltuend sanftmütige Botschafterin des kommenden grandiosen Unheils darbietet. Die Kaskaden an himmelstürzenden Gefühlsmomenten im weiteren Verlauf, ob auf „Avatar“, „The Apostate“ oder „A Piece Of The Sky“: sie sind nicht wirklich vermittelbar, man muss sie erleben, sich ihnen aussetzen. Ein Meer aus Brutalität, Dissonanz und Krach, das gleichzeitig Gravität, Schönheit und Symmetrie verkörpert. Bei Swans stoßen Einordnungsversuche an sehr deutliche Grenzen.

Noch ein O-Ton von Gira für die Presse: „Despite what you might have heard or presumed, my quest is to spread light and joy through the world.” Und: „My friends in Swans are all stellar men. Without them I’m a kitten, an infant. Our goal is the same: ecstasy!“. Die Etablierung jener Ekstase ist mehr als gelungen. Ich weiß ehrlich nicht wie Gira das hier jemals toppen könnte, die Frage ist natürlich, ob er es denn muss. Jedenfalls ist „The Seer“ das Durchdringendste was diese durchdringende Band je vollbracht hat. Den Preis dafür findet man sicher nicht im Discounter, folgerichtig konstatierte Gira nach Beendigung dieses Monumentalprojekts: „I’m a completely wrung-out washcloth of a human being.“ Punkt.

MQ
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tiefgehend beunruhigend, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Seer (Audio CD)
Ein Werk der Swans zu rezensieren oder auch nur bewerten zu wollen wäre eine unglaubliche Anmaßung. Es sei denn man wäre Karl Lagerfeld oder Daniela Katzenberger, dann handelte es sich nicht um eine lehrerhafte Notengebung, sondern darüber hinaus um den üblichen medialen Voting-Schwachsinn, der inzwischen alltäglich geworden ist.
D von den „Spectators of Suicide“ sagte einmal in einem Spex-Interview: „Musik ist für uns wie Sex, es fängt nach kurzer Zeit an wehzutun, das ist der Moment in dem klar wird, es wird unerträglich oder unausweichlich.“ Die Musik dieses Albums ist unausweichlich wie eine Massenkarambolage. Undenkbar, eine der CDs auszuschalten ohne sie zuende gehört zu haben. Die Klangwelten, welche die Swans hier aufbauen sind das absolute Gegenteil der Attribute der Jetztzeit, das kunstgewordene Antonym von Wellness, Meditation und künstlichem Meeresrauschen. Harmonien, die Herzrhythmusstörungen hervorrufen.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Avantgarde-Meilenstein, 18. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Seer (MP3-Download)
Das Cover – natürlich! Mein erster Kontakt mit Swans war bezeichnenderweise nicht über ihre Musik, sondern durch einen Blick auf dieses düstere, beunruhigende Cover ihres neuen Albums „The Seer“ hergestellt. Dass ich bis letzte Woche in völliger Ignoranz dieser Postpunkveteranen lebte, erstaunt mich selbst umso mehr, da ich mich immer als audiophiler Mensch verstand und eigentlich zwangsläufig über sie hätte stolpern müssen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man für eine Band wie Swan erst reif sein muss. Nach ausgiebigem Testhören stellte ich jedoch fest, dass ich etwas erlebte, das mir in den letzten Jahren nicht mehr häufig widerfahren ist: dies ist Musik, die mich auf eine seelische Reise mitnimmt und emotional einbindet, und zwar auch dann, wenn der letzte Ton bereits verklungen ist.

Michael Gira (dem auch die gruseligen Zähne auf dem Titelbild gehören), Swans kreativer Kopf, betrachtet „The Seer“ als Höhepunkt der nunmehr dreißigjährigen Bandgeschichte, und tatsächlich kann man dieses Schwergewicht mit seinen fast zwei Stunden Laufzeit als Opus Magnum bezeichnen.

Schwere Bordune breiten einen elegischen, fast schon spirituellen Klangteppich aus, in den hinein sich sich sachte immer komplexere Strukturen ausbreiten und ein breitwandiges Musikgemälde erschaffen. Bei soviel kreativer Freigeistigkeit droht immer die Gefahr des Pompösen, Pretentiösen, doch Swan schaffen das Kunststück, immer kurz davor die Biege zu kriegen. Im Gegensatz zu vielem, was heutzutage gehyped wird und in den Hitparaden läuft, lässt man hier den einzelnen Stücken Zeit, sich zu entwickeln und pure Emotion zu übertragen. Das mag für ungeübte Ohren eine ermüdende, vielleicht sogar nervende oder schmerzhafte Erfahrung sein, dennoch öffnet sie die Augen für jenes, was kompositorisch möglich ist, jedoch in der glattgebügelten Mainstreamwelt der Populärmusik nicht mehr gewagt wird. Deshalb verwundert es auch nicht, dass kein großes Label „The Seer“ produzieren wollte – Michael Gira kratzte das erforderliche Budget selbst zusammen und musste sich deshalb nicht auf Kompromisse einlassen.

Auf insgesamt drei Longplayern (Vinyl) läuft ein intensiver Film vor dem geistigen Auge des Zuhörers ab, der ihn zwingt, sich ausschließlich auf ihn zu konzentrieren – wie es einst bei Pink Floyd und Konsorten war und im Augenblick vermutlich nur die Flower Kings, Flaming Lips oder Flying Lotus (komisch, alles mit "F") hinbekommen. Diese Musik kann man nicht einfach mal nebenbei im Auto oder in der Bahn hören und sollte nicht zuletzt deshalb auf Vinyl erworben werden.

„The Seer“ wird als sperriges Werk zwangsläufig nicht viel Umsatz machen, dennoch ist Swans spätestens hiermit ein Platz im Musikolymp sicher. Musikhistorisch vielleicht das wichtigste Album des Jahres.

Die Vinylausgabe kommt als 3-LP-Bundle mit einem (zugegeben: überflüssigen) Poster sowie mp3-Downloadcode, angemessen geschützt verpackt - die Scheiben sind fast komplett schwarz (also auch das Label in der Mitte).
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5.0 von 5 Sternen Blut, Schweiß und Tränen, 28. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: The Seer by Swans (2012) Audio CD (Audio CD)
Es ist zwar nicht weiter bekannt, dass Michael Gira in seiner Freizeit heimlich gerne Menschen oder Tiere quält, aber eine gewisse sadistische Neigung muss man diesem Mann dennoch unterstellen. Wer sich Musik wie er ausdenkt, der hasst entweder sein Publikum oder sogar seine eigene Band. Denn es braucht viel Geduld, ein strapazierbares Trommelfell, Nerven aus Drahtseil und auch schlicht und einfach Zeit, um diesen zum Monster mutiertem Hybrid aus Noise, Industrial und Postrock der Swans sowohl aus sicherer Distanz vor der Anlage, als auch schutzlos ausgeliefert im Klub in deiner Nähe zu verdauen. Mit ihm gemeinsam zu spielen muss sich in etwa wie der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio anfühlen. Denn mit fast 60 Jahren immer noch so fiese Musik zu machen, zeugt von einer beachtlichen Motivation. Wenn einziges Gründungsmitglied- und immer noch Anführer Michael Gira mit seinen fünf Mitstreitern Westberg, Hahn, Puleo, Pravdica und Harris die Bühne betritt, umgibt ihn immer eine unheimliche Aura. So viele Ruhe, Besonnenheit und Konzentriertheit überträgt sich auch auf den Zuschauer. Doch auch wenn Mr. Gira immer ein bisschen unheimlich wirkt, seine Band folgt dem Kommando ihres Strategie-Gebers stets leidenschaftlich und selbstverständlich. Es ist erstaunlich, welch unterschiedliche Geschmäcker sich im Publikum dieser Band heutzutage tummeln. Egal ob gepiercte Industrial-Heads, Kunststudenten, Goths oder avantgardistische Freidenker: sie alle trifft man auf ihren Konzerten an. Mit dem meisterhaften, zweistündigen „The Seer“ krönte sich die New Yorker Noiserock-Legende selbst und feierte ihre endgültige Rückkehr nach dem Comeback mit „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“. „The Seer“ ist eine Kathedrale des anmutigen Lärms. Hart und schroff. Düster und verwirrend. Verführerisch schillernd und doch angsteinflößend und zähnefletschend, wie die wild gewordene Kreatur auf dem Cover. Überhaupt versinnbildlicht besonders dieses Bild von Simon Henwood die wiedererstarkten, angriffslustigen Swans, wie sonst keins. Es ist eine Ansage, ein Versprechen an Alle, die auf so ein Album sehnsüchtig gewartet haben, aber keine Drohung. Die Swans sind zurück und diesmal bleiben sie hoffentlich für immer.
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5.0 von 5 Sternen Blut, Schweiß und Tränen, 28. Oktober 2014
Es ist zwar nicht weiter bekannt, dass Michael Gira in seiner Freizeit heimlich gerne Menschen oder Tiere quält, aber eine gewisse sadistische Neigung muss man diesem Mann dennoch unterstellen. Wer sich Musik wie er ausdenkt, der hasst entweder sein Publikum oder sogar seine eigene Band. Denn es braucht viel Geduld, ein strapazierbares Trommelfell, Nerven aus Drahtseil und auch schlicht und einfach Zeit, um diesen zum Monster mutiertem Hybrid aus Noise, Industrial und Postrock der Swans sowohl aus sicherer Distanz vor der Anlage, als auch schutzlos ausgeliefert im Klub in deiner Nähe zu verdauen. Mit ihm gemeinsam zu spielen muss sich in etwa wie der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio anfühlen. Denn mit fast 60 Jahren immer noch so fiese Musik zu machen, zeugt von einer beachtlichen Motivation. Wenn einziges Gründungsmitglied- und immer noch Anführer Michael Gira mit seinen fünf Mitstreitern Westberg, Hahn, Puleo, Pravdica und Harris die Bühne betritt, umgibt ihn immer eine unheimliche Aura. So viele Ruhe, Besonnenheit und Konzentriertheit überträgt sich auch auf den Zuschauer. Doch auch wenn Mr. Gira immer ein bisschen unheimlich wirkt, seine Band folgt dem Kommando ihres Strategie-Gebers stets leidenschaftlich und selbstverständlich. Es ist erstaunlich, welch unterschiedliche Geschmäcker sich im Publikum dieser Band heutzutage tummeln. Egal ob gepiercte Industrial-Heads, Kunststudenten, Goths oder avantgardistische Freidenker: sie alle trifft man auf ihren Konzerten an. Mit dem meisterhaften, zweistündigen „The Seer“ krönte sich die New Yorker Noiserock-Legende selbst und feierte ihre endgültige Rückkehr nach dem Comeback mit „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“. „The Seer“ ist eine Kathedrale des anmutigen Lärms. Hart und schroff. Düster und verwirrend. Verführerisch schillernd und doch angsteinflößend und zähnefletschend, wie die wild gewordene Kreatur auf dem Cover. Überhaupt versinnbildlicht besonders dieses Bild von Simon Henwood die wiedererstarkten, angriffslustigen Swans, wie sonst keins. Es ist eine Ansage, ein Versprechen an Alle, die auf so ein Album sehnsüchtig gewartet haben, aber keine Drohung. Die Swans sind zurück und diesmal bleiben sie hoffentlich für immer.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blut, Schweiß und Tränen, 25. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Seer (Audio CD)
Michael Gira ist ein Sadist. Nicht weil er Menschen gerne körperlich oder psychisch quält und daran seine Freude hat. Sondern weil er mit seiner Band, den Swans, Musik macht, die dem geneigten Hörer alles abverlangt. Es braucht viel Geduld, ein strapazierbares Trommelfell und manchmal Nerven aus Drahtseil, um den Klangkosmos dieser Band sowohl auf Platte als auch auf der Bühne zu erschließen und sicherlich auch zu ertragen. Gira ist einer dieser Typen, die nach außen hin aufgeräumt, gelassen, ja schon fast wie der Frieden in Person im gehobenen Alter wirken. Vielleicht hat er sogar etwas Väterliches. Wer die Swans aber einmal live gesehen hat, weiß, das Gira mit seinem Publikum kein Erbarmen hat. Mit seinem Fünf-Mann-Kollektiv liefert er den Soundtrack zum Weltuntergang. Und trotzdem können sich viele Menschen unterschiedlichen Geschmacks auf diese Band einigen. Egal ob gepiercte Industrial-Heads, Kunststudenten, Noiserocker oder avantgardistische Freidenker: sie alle trifft man auf ihren Konzerten an. Das war besonders schön zu erleben im Frühling diesen Jahres, als Michael Gira und seine Gefolgschaft im Dresdner Beatpol auftraten, um ihr neustes Werk „The Seer“ vorzustellen und einen ihrer gefürchteten Folter-Auftritte hinlegten. „The Seer“ war die nächste Bastille der Lärm gewordenen Katharsis, nach ihrer Wiederkehr mit „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“. Ein knapp zweistündiges Monument, das trotz seiner stilistischen Weite und beeindruckendem Variationsreichtum sehr rund und geschlossen geraten ist. So schillernd leuchtend und exotisch, wie der bunteste Skalar im Wasser und doch so gewalttätig und zähnefletschend wie ein blutrünstiger Wolf. „The Seer“ ist ein schier endloser Albtraum, ein Labyrinth, das immer dunkler und verwinkelter wird, desto tiefer man reinläuft.
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5.0 von 5 Sternen Blut, Schweiß und Tränen, 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist zwar nicht weiter bekannt, dass Michael Gira in seiner Freizeit heimlich gerne Menschen oder Tiere quält, aber eine gewisse sadistische Neigung muss man diesem Mann dennoch unterstellen. Wer sich Musik wie er ausdenkt, der hasst entweder sein Publikum oder sogar seine eigene Band. Denn es braucht viel Geduld, ein strapazierbares Trommelfell, Nerven aus Drahtseil und auch schlicht und einfach Zeit, um diesen zum Monster mutiertem Hybrid aus Noise, Industrial und Postrock der Swans sowohl aus sicherer Distanz vor der Anlage, als auch schutzlos ausgeliefert im Klub in deiner Nähe zu verdauen. Mit ihm gemeinsam zu spielen muss sich in etwa wie der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio anfühlen. Denn mit fast 60 Jahren immer noch so fiese Musik zu machen, zeugt von einer beachtlichen Motivation. Wenn einziges Gründungsmitglied- und immer noch Anführer Michael Gira mit seinen fünf Mitstreitern Westberg, Hahn, Puleo, Pravdica und Harris die Bühne betritt, umgibt ihn immer eine unheimliche Aura. So viele Ruhe, Besonnenheit und Konzentriertheit überträgt sich auch auf den Zuschauer. Doch auch wenn Mr. Gira immer ein bisschen unheimlich wirkt, seine Band folgt dem Kommando ihres Strategie-Gebers stets leidenschaftlich und selbstverständlich. Es ist erstaunlich, welch unterschiedliche Geschmäcker sich im Publikum dieser Band heutzutage tummeln. Egal ob gepiercte Industrial-Heads, Kunststudenten, Goths oder avantgardistische Freidenker: sie alle trifft man auf ihren Konzerten an. Mit dem meisterhaften, zweistündigen „The Seer“ krönte sich die New Yorker Noiserock-Legende selbst und feierte ihre endgültige Rückkehr nach dem Comeback mit „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“. „The Seer“ ist eine Kathedrale des anmutigen Lärms. Hart und schroff. Düster und verwirrend. Verführerisch schillernd und doch angsteinflößend und zähnefletschend, wie die wild gewordene Kreatur auf dem Cover. Überhaupt versinnbildlicht besonders dieses Bild von Simon Henwood die wiedererstarkten, angriffslustigen Swans, wie sonst keins. Es ist eine Ansage, ein Versprechen an Alle, die auf so ein Album sehnsüchtig gewartet haben, aber keine Drohung. Die Swans sind zurück und diesmal bleiben sie hoffentlich für immer.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen würde ja gerne , kann aber nicht...., 26. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Seer (Audio CD)
begeistert sein von the seer , schnief. die erste Berührung mit swans hatte ich zu cop / raping a slave zeit und seitdem waren sie ganz lange götter für mich . die einzelnen Veränderungen in ihrem stil waren immer nachvollziehbare Weiterentwicklung der Vorgänger . schwarz/rot zu Dollar zu Lord zu Karnickel , nebenbei noch Skin und die ganzen live Releases. und sogar das allgemein verhasste burning world habe ich geliebt und war logische Konsequenz .
great annihilator war schon s******* , stellte es doch bereits den ersten versuch dar , alle vorherigen Phasen zu vereinen . my father will ich garnicht erwähnen - ein weiteres re-union Album einer meiner lieblingsbands , dass mir sagte :"wären sie mal aufgelöst geblieben" ( auch u.a. bei amebix , discharge und voller angst warte ich auf black flag )
the seer ist mir zur zeit als Gesamtheit zu durcheinander und teilweise wirken die lieder abgebrochen , eben wie bei great annihilator
by the way - wer presst ein 30 Minuten stück auf 2-vinyl seiten ? von einigen Rezensenten kamen vergleiche zu neurosis und Konsorten .
grundsätzlich haben sie recht . vielleicht habe ich während der swans Auflösung zu viel von jenen gehört und mittlerweile andere Vorstellungen von einem , erstmals durch swans kennengelernten , "wall of Sound" , den die sogenannte post-was-auch-immer Fraktion besser kann ( neurosis , mogwai , amenra , fall of efrafa/lightbearer , yonl, rosetta etc)
und wer sich jetzt aufregt , dem sei gesagt : ich hätte the seer auch lieber geil gefunden , so bröckelt bei mir eine weitere musikalische legende weg :-(
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnum Opus der Swans, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Seer [Vinyl LP] (Vinyl)
Ich muss dem Rezensenten Der Ursel in einem Punkt widersprechen: seit ich das Album als Dreifach-LP gekauft habe, höre ich nichts anderes mehr; eine Scheibe wird nach der anderen aufgelegt, oder gleich selbst wieder von vorne abgespielt. "The Seer" ist, sobald man sich ihm geöffnet hat, auf jeden Fall ein Album für jeden Tag.

In allen anderen Punkten muss ich Ursel uneingeschränkt zustimmen. Dies ist mit Abstand das beste Album der Swans, hier fließen alle Stile ihrer verschiedenen Ären zusammen. Für mich hat es sogar "White Light ..." und "The Great Annihilator" auf den zweiten Platz verwiesen.

Das Titelstück ist ein wahres Monstrum (auf Vinyl erstreckt es sich über zwei Seiten und ist so besser verdaulich), und da sich hier ein Highlight ans nächste reiht, wäre es müßig, alle aufzuzählen. Als Anspieltipps würde ich "Avatar" oder "A Piece of the Sky" empfehlen, oder wenn's etwas ruhiger sein soll: "Song for a Warrior" und "The Daughter Brings the Water". Das einzige Stück, das Gira hier auch hätte weglassen können, ist die Noisecollage "93 Ave. Blues".

Nachdem mich "My Father ..." (2010) nicht sonderlich beeindruckt hatte, ist das hier ein absoluter Meilenstein. Nur Neurosis erreichen sonst noch diesen Level an Intensität.
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The Seer (2cd+Dvd)
The Seer (2cd+Dvd) von Swans (Audio CD - 2014)
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