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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen25
3,8 von 5 Sternen
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am 23. August 2014
Habe nun ca. 10 Stunden Bound by Flame gespielt und bin im zweiten Akt, wobei ich mir viel Zeit lasse, und erlaube mir nun meine Meinung dazu zu schreiben.
Anfangs war ich skeptisch ob der eher durchschnittlichen Bewertungen, habe mir dann allerdings durch Let's Plays
eine eigene Meinung darüber bilden können und habe festgestellt, dass Bound by Flame genau meine Art Spiel ist.
Als ich es dann selbst spielte, gefiehl es mir sogar noch besser als gedacht.

Das Spiel ist bereits auf dem Zweiten von vier Schwierigkeitsgraden sehr herausfordernd und das ist gut so. Die Steuerung
ist gelungen.

Man findet in der ganzen Spielwelt verteilt verschiedene Handwerkszutaten, mit denen man bspw. Heiltränke, Armbrustbolzen
oder gar die eigene Waffe verbessern kann. Das Crafting ist für meinen Geschmack sehr gelungen. Man findet keinen unnützen
Krempel, wobei jeder Gegner was fallen lässt.

Skillsystem: Man hat die Wahl zwischen drei Fähigkeitsbäumen (Krieger, Waldläufer, Pyromane). Im Kampf kann man zwischen
Krieger und Waldläufer per Tastendruck umschalten. Krieger hauen die Schilder des Gegners weg und regenerieren Lebenskraft
(sofern geskillt) und als Waldläufer haut man mit 2 Dolchen bewaffnet den Damage raus. Egal in welcher Stellung, verschießt
man als Pyromane Feuerbälle oder setzt seine Waffen unter Feuer, was den Damageoutput extrem erhöht.

Die Grafik erinnert ein bisschen an Borderlands. Mir gefällt der Stil sehr und ist nicht ganz so überzeichnet wie in Borderlands.
Auch die Effekte können sich sehen lassen.

Fazit: Ich finde das Game extrem gelungen, da es in eine eigene Richtung und nicht nach Mainstream geht. Mir gefallen solche Spiele oft besser
als so manche Triple A Titel. Für den Preis von aktuell 35,- € sollte man schon zuschlagen, denn die Entwickler hätten es verdient und können
als Nächstes vielleicht noch einen größeren, vielleicht auch besser vertonten, Nachfolger rausbringen.
Es wurde übrigens ALLES lokalisiert und das gehört wirklich belohnt! Kaufen!

Nachtrag 25.08.14:
So, ich bin jetzt nach 19 Spielstunden durch...
Der Bosskampf ist genial, anfangs erschien er mir fast unmöglich, da ich "nur" noch 23 Heiltränke hatte. Aber irgendwann lag er dann doch am Boden und ich hatte genau noch 0 Heiltränke - was für eine Erfahrung!
Wiederspielwert ist übrigens auch gegeben, da man, je nachdem wie man sich entscheidet, verschiedene Dinge während der Handlung passieren und verschiedene Enden sieht. Ich werde es auf jeden Fall irgendwann mal wieder rauskramen, um die/das "gute" Ende zu sehen :)
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am 22. Mai 2014
Ich spiele bevorzugt RPG Titel (Dragon Age, Witcher 1&2, etc) und habe auch gegen ein wenig mehr Action nichts einzuwenden, sofern das Gesamtkonzept stimmig ist.

Warum gebe ich diesem Game nur 2 Sterne? Nun, ich habe das Spiel durchgespielt und war dann doch an zu vielen Stellen ziemlich enttäuscht von der dürftigen Umsetzung.

Eher positiv:
--------------------
+ Die Engine ist zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber noch im Rahmen dessen, was man als 'ok' bezeichnen kann. Sound und Musik haben zwar nicht für Gänsehautfeeling gesorgt, waren aber insgesamt stimmig.

+ Die Geschichte ist ok, die Dialoge sind - zumindest im Deutschen - nicht immer besonders stimmungsvoll synchronisiert, aber es bleibt im Rahmen des Erträglichen. Den Begleitern hätte man allerdings schon 2-3 Zeilen mehr Text spendieren können, um sie ein wenig 'lebendiger' erscheinen zu lassen, denn nach der zehnten Ansprache wird es irgendwann öde, wenn der Begleiter einem schon wieder sagt, das er ein ganzes Leben Zeit hat...

Eher negativ:
--------------------
- Das Interface hätte man deutlich besser gestalten können. Das Wheel hat ja inzwischen in fast allen Spielen Fuß gefasst, aber warum bietet man dem Spieler nur 4 sichtbare Fähigkeiten/Items an, während man im Wheel deutlich mehr Hotkeys vergeben kann? Das Spiel bietet keine 100+ Stunden Spielzeit, somit habe ich auch kein Interesse Tastenbelegungen auswendig zu lernen.

- Die Welt ist mit ihren relativ klein gehaltenen Gebieten und dern schlauchartigem Aufbau leider sehr linear. Nur selten ergeben sich mal alternative Wege, die man nutzen kann, um an sein Ziel zu gelangen. Etwas mehr 'open world' hätte dem Spiel an der ein oder anderen Stelle sehr gut getan.

- Das Spiel nimmt dem Spieler in vielen automatisch ablaufenden Zwischensequenzen Entscheidungen ab, die man gerne selber getroffen hätte, oder eben nicht. Ich erinnere mich da an das gute System aus Mass Effect, wo man in den Sequenzen per Mausklick zur richtigen Zeit eine Entscheidung treffen konnte. So etwas in der Art hätte diesem Spiel sehr gut getan.

- Die Kampfzwischensequenzen sind in den meisten Fällen völlig unpassend. Wenn ich einen Boss grade 5 Minuten mit meinen Dolchen bearbeitet und erledigt habe, dann will ich keine Sequenz sehen, in der ich mit dem Zweihänder einen 'Final Blow' mache. Ganz ehrlich, das Spiel hat genau ZWEI Waffenstile plus ein bisschen Feuerzauberei, da darf man wohl erwarten, dass sich der Hersteller die Mühe macht und Sequenzen für die beiden Kampfstile erstellt.

- Die Begleiter sind meistens recht nutzlos, zumindest wenn man sie selbst entscheiden lässt, wie sie kämpfen sollen. In der Regel fallen sie dann um, bevor man an einer Gegnergruppe auch nur halbwegs Schaden verursacht hat, bei Bossen ist es noch schlimmer. Hier ist also neben Ausweichen, Blocken, Heiltränken, Angreifen ständig Micromanagement des Gefährten gefordert, was den Kampffluss doch extrem beeinträchtigt.

- Die Spielfigur entwickelt sich nicht passend zum Spielfortschritt. Man beginnt mit 100 Leben und wenn man dann im Endkampf (Stufe 25) mit 120-130 versucht einen 10 minütigen Kampf zu überleben, bei dem man sich keine 2 Treffer in Folge erlauben darf, ohne einen Heiltrank ein zu werfen, dann ist das schon keine Herausforderung mehr, sondern extrem mieses Spieldesign. Da kann man dann nur froh sein, wenn man genug Material dabei hat, um seine Rüstung mitten im Endkampf mit neuen Sockeln zu versehen.

- Das Kampfsystem hat extrem viele Schwächen:
--> ohne einen Gegner zu 'locken', schießt oder zaubert man häufig ins Blaue und wenn man den Gegner lockt, ist die Kameraführung doch häufig eher hinderlich als hilfreich.
--> Das Ausweich- und Parriersystem benötigt extrem gutes Timing, anfänglich muss man das Zeitfenster unter 1 Sek treffen, um einen Konter auszuführen und auch später hat man häufig das Problem, dass man sich durch die verschiedenen Gegner erstmal 'durchsterben' muss, um herauszufinden wann denn bei welchem Angriff der 'jetzt kontern/blocken' Zeitpunkt gekommen ist. Insbesondere bei den verschiedenen Flächenangriffen ist das häufig auf Grund der Animationen recht nervtötend. Leider ist man auf das System angewiesen, denn wie schon erwähnt, der eigene Held ist ne Hühnerbrust, während man bei den NPCs immer dickere Lebenspuffer runter hacken muss.
--> Der Kampf gegen Gegnergruppen ist in der Regel eher nervig als spannend, da man nach kurzer Zeit zur 'ich laufe im Kreis' Taktik übergeht, weil man im Nahkampf gegen 3 Gegner sowieso nur noch auf dem Boden robben würde.

Auf Grund der vielen - für mich - negativen Punkte besitzt das Spiel zu guter letzt auch keinen 'Wiederspielwert', denn ich habe es bereits beim ersten Mal auf der Büffelstufe(3/4) gespielt. Die Stufe 'Hauptmann' wird sich vermutlich nur darin unterscheiden, dass die Gegner noch mehr Leben haben und noch kräftiger zuhauen. Und die Endsequenzen sind jetzt auch nicht so der Brüller, dass ich deswegen nochmal versuchen würde, in einer zweiten Runde meine Menschlichkeit zu behalten. Somit für mich eher Flop als Top.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Mai 2014
Im Action-Rollenspiel “Bound by Flame” des Entwicklers SPIDERS, erleben wir die abenteuerliche Geschichte von Vulcan, einem Söldner der Freien Klingen. Diese Söldnergruppierung scheint der letzte verbliebende Hoffnungsschimmer in Vertiel zu sein, dessen Regionen vollends von der Armee der Totwandler in einem 150-jährigen Krieg überrannt wurden. Als qausi einzig verbliebende, kämpfende Einheit wurden die Freien Klingen vom magischen Zirkel der Roten Weisen angeheuert, sie zu schützen, während sie ein Ritual durchzuführen suchen, von dem sie sich erhoffen, den Dunklen Eisfürsten – Anführer und Beschwörer der Dunklen Armee – bei Erfolg, endlich deren Macht berauben zu können.

Unser Held Vulcan nun, ist eine der eingeteilten Wachen, die dem Ritual, während eines überraschenden Angriffs der Totwandler beiwohnen und in all dem Chaos, das der Überfall auslöst, mislingt das magische Ritual und es geschieht etwas völlig Unerwartetes. Was auch immer die Roten Weisen zu beschwören versuchten, es drang in Vulcan ein und nimmt einen Teil von ihm in Besitz.

Fortan kämpft Vulcan, zuerst verwirrt und ahnungslos, später jedoch immer gewappneter, mit seinem im wahrsten Sinne inneren Dämonen, um seine verbleibende Menschlichkeit. Denn der Dämon will gänzlich von ihm Besitz ergreifen und seine Seele verzehren. Dafür erhält Vulcan dann auch ungeahnte Kräfte und die Macht des Feuers für seine Kämpfe.
Es gilt nun also immer abzuwägen, will man den Pfad des menschlichen Helden beschreiten oder gibt man den Verlockungen des Bösen nach und läßt zu, dass die Stärke des Dämons durchbricht, auch wenn dies ein großer Vorteil in den Kämpfen ist. Der Feuerdämon erlaubt nämlich zusehends mächtigere Feuerzauber, vom Entflammen der Waffen für größeren Schaden über feurige Schutzschilde hin zu lodernden Begleitern.
Dem entgegen steht der Nahkampf mit blankem Stahl und der Weg des Schattens, bei dem die Schnelligkeit und das Verstecken im Vordergrund stehen.

Je nachdem, wofür sich der Spieler entscheidet, wird sich auch der Held wandeln, rein optisch wie auch von seinem Verhalten her, denn Begleiter und sonstige NPCs werden sich ihm gegenüber unter Umständen gänzlich anders verhalten, wenn sie z.B. den durchscheinenden Dämon in ihm erkennen und hassen oder fürchten.
So ergeben sich auch variable Handlungsstränge und Spielabläufe, während seiner Reise durch Vertiel.

Der Spieler wird also von Anfang an gleich in die Geschehnisse hineingeworfen und hat kaum Zeit, um Atem zu holen, denn bis die Gruppe schliesslich in einem ersten Camp im Sumpf zur Ruhe kommt, müssen schon viele Entscheidungen getroffen und noch mehr Kämpfe ausgefochten werden!
Unterwegs ergeben sich denn auch schon die ersten Bekanntschaften und so stehen bald mehrere Begleiter zur Verfügung, die dem Helden bei seinen weiteren Erkundungen zur Seite stehen. Jeder mit eigenen, speziellen Fähigkeiten und so bleibt dem Spieler immer die Wahl, ob er eine Heilerin, einen starken Nahkämpfer oder z.B. einen Schützen mit sich nimmt.
Die optimale Zweitbesetzung findet man am besten durch ein gewisses try’n’error heraus, denn vor einer Auftragsreise bzw. -erkundung weiss man selten, was einen genau erwartet und so kann es vorkommen, dass man denselben Auftrag nochmals beginnen muss, um dann eben doch die Heilerin mitzunehmen, statt eines Nahkämpfers, usw.

Hier stellt sich dann auch schon ein Merkmal des Spiels heraus, es ist schwer. Nicht unlösbar, es gibt immer einen Weg, aber der sogenannte casual gamer muss schon ein paar mal schlucken, bevor er weiter vorankommt, denn blindlings die Pfade entlang zu stürmen und alles anzugreifen, was in Sichtweite kommt, hält selten länger als ein paar Sekunden Tatendrang vor. Die Gegend will immer umsichtig erforscht werden – so entgehen einem auch die vielen kleinen Verstecke nicht, die es überall, meist am Wegesrand, zu finden gibt und die z.B. die immer zu knappen Heiltrankreserven aufstocken können -, damit kein Pfad unbesehen bleibt und vor allem die lauernden Kreaturen nicht unentdeckt bleiben. Oft verschmelzen die Gegner gut mit dem natürlichen Hintergrund und wenn man da nicht aufpasst, heisst es “neu laden”!

Nach einer Weile hat man sich aber an die Umgebung, die Steuerung und das Taktieren gewöhnt, so dass man es auch endlich mit mehreren Gegnern aufnehmen kann. Dazu kann auch jederzeit das taktische Menü aufgerufen werden, das das Spiel auch kurzzeitig zum Stillstand bringt. In diesem Menü können dann Zauber gewählt und Tränke genutzt werden und darüber hinaus kann der Held jederzeit seine Kampfhaltung ändern. Er schreitet dann im Nahkampfmodus als mit zweihändiger Waffe ausgerüsteter Kämpfer voran oder schleicht diebesartig und flink mit zwei Dolchen in den Händen umher. Jederzeit sind die Feuerzauber zuschaltbar.

Rollenspieltypisch kann man auch dem Handwerk nachgehen, was sich im Verlauf des Spiels als lebensnotwendig entwickelt. So kann man überall (in Verstecken, bei Beute besiegter Gegner oder per Handel) Rohmaterialien finden bzw. kaufen und daraus z.B. Heil- oder Manatränke herstellen sowie Bolzen für die Armbrust. Aber auch die Ausrüstung kann durch zusätzliche Accessoires verbessert werden (geschützter Schwerthandgriff, bessere Schulterpolsterung, u.v.m.), welches sich auch gleich optisch darstellt.
Die Inventarplätze sind dabei reichlich, denn alles wird schön nach Gruppen sortiert und ist jederzeit über das sehr gut strukturierte Charaktermenü abrufbar.
Hier finden sich dann auch Einträge zu den Quests und Missionen, eine Karte (die sich auch in verschiedenen Modi im Spiel direkt einblenden läßt), die drei Talentbäume für die Kampfstile und auch für die weiteren Fähigkeiten, z.B. kann das Crafting verbessert werden.

Die Aufträge passen sich i.d.R. gut in die laufende Handlung ein, auch die viel “geliebten” Sammelaufträge. Alles gehört irgendwie zusammen und so hat man nur selten den Eindruck, dass man etwas jenseits des roten Fadens machen müsste.
Die Hauptgeschichte selbst ist spannend erzählt und fast vollständig vertont – die Sprecher sind allesamt klasse gewählt und leisten eine gute verbale Schauspielerei. Die Atmosphäre wird sehr gut durch die Story, die Quests, die Schauplätze und Protagonisten getragen und man fühlt sich insgesamt sehr in das Geschehen mit einbezogen.
Echte Längen oder langweilige Bereiche gibt es keine, wenn man vom gelegentlichen gemeinen Schwierigkeitsgrad absieht. Aber mit etwas Übung gelingt auch der fieseste Bosskampf, denn jeder weist eine bestimmte klassische Empfindlichkeit auf, die es nur herauszufinden gilt^^ und wer immer schön in Bewegung bleibt, lebt länger^^.

Die ewige Auseinandersetzung des Spielers mit seinem Helden bzw. dessen mit dem des Dämons erzeugt eine tolle Interaktivität und gibt der Spielerfigur ein brauchbares Portrait, im Gegensatz zu den sonst so blassen Spielcharakteren anderer Genre-Vertreter.
Grafik und Sound sind von sehr guter Qualität und überzeugen durch den passenden Stil, der sich auch den Handlungen anpasst und die generelle Spielleistung ist auf aktuellen Spiele-PCs wunderbar problemlos.

Wie die Geschichte nun weitergeht und was sich noch alles darbietet, wird hier extra nicht verraten, denn das Spiel ist rundherum empfehlenswert und sollte von geneigten Fans des Action-RPGs unbedingt angeschafft werden!

Wertung:
Spielspaß: 5 von 6 Punkten.

Daten:
System: PC, XBOX, Playstation
USK: 16
Voraussetzung: Steam
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am 20. Mai 2014
Es ist kein "The Elder Scrolls", daher auch kein AAA-Titel. Aber ein kleines Rollenspiel für Zwischendurch, wenn man den happigen Schwierigkeitsgrad außer Acht lässt. Das ist auch der größte Kritikpunkt. Selbst auf leichtester Stufe, sind die Kämpfe mitunter haarsträubend. Weitere Abzüge gibt es für die, streng vorgegebenen "Schlauch"-Gebiete, von denen es nur insgesamt vier gibt. Genauso viel, wie die Anzahl der Kapitel. Und die mäßige deutsche Synchronisation. Bis auf Rüdiger Schulzki, den manche als "Shredder" aus der 1990er-Zeichentrickserie "Teenage Mutant Hero Turtles" kennen dürften, liefern die Sprecher keine gute Arbeit ab. Die Dialoge werden oftmals schlecht betont und wirken abgelesen. Schulzki hingegen fasziniert als Dämon, mit seiner markanten Stimme und professionellen Darbietung, sodass diese Figur mit Abstand die interessanteste im Spiel ist. Während der Protagonist sehr blass und manchmal sogar dümmlich rüberkommt. Der Einstieg in die Handlung ist grob und daher wird man anfangs Probleme haben sich einzufinden. Im Laufe des Spiels wird es zunehmend spannender, man muss die Geduld haben, es durchzuspielen. Das Finale ist gelungen und kann auch mit größeren Rollenspielen mithalten. Allerdings hätte man ruhig mehr Bezüge zur Geschichte einbauen können. So bleiben viele Fragen offen. Die spärlich eingesetzte Musik klingt episch und braucht sich nicht zu verstecken. Gefallen hat mir auch die Wortwahl in den Dialogen, die nicht von der Zensur weichgespült wurde und auch unflätige Ausdrücke beeinhaltete. Wären sie nur besser eingesprochen und weniger ausladend geworden. Sätze wie: "Ich gehe", sind völlig überflüssig und Dialoge verlieren sich zuweilen in unspannende Belanglosigkeiten, die nicht zur Handlung beitragen.

Das Kampf- und Skillsystem ist eher für Gelegenheitsspieler ausgelegt, d.h. es geht leicht von der Hand und ist übersichtlich, aber wahrscheinlich für RPG-Fans zu eingeschränkt. Schon bei der Charaktererstellung macht sich die Orientierung an "Casual-Gamer" bemerkbar. Positiv daran ist, die angenehm unkomplizierte Steuerung und Menüführung. Da können sich sogar manche AAA-Titel eine Scheibe abschneiden. Die Grafik ist nicht mehr auf den neuesten Stand, kann sich aber dank eigenem Stil (Objektkonturen) sehen lassen. Die wenigen Humanoiden und Monster wurden kreativ umgesetzt, auch wenn alle Söldner wie Bodybuilder auf Steroide aussehen.

Fazit: Das Spiel hätte, mit diesen Handlungsansätzen, ein gutes RPG werden können, wäre da nicht die mangelnde Abwechslung. Die Spielwelt ist grafisch gut gestaltet, aber zu eintönig. Das selbe gilt für die Quests, die sich meistens darauf beschränken, von A nach B zu laufen. Die Charaktere wirken alle sehr unterschiedlich, können aber ihre Persönlichkeit nicht entfachen, da es zu wenige tiefgründige Dialoge gibt. Mehr als wortkarge Kampfgefährten sind sie nicht. Als Gelegenheitsspiel ist es sehr solide umgesetzt und in technischer Hinsicht gibt es nichts auszusetzen. Als Vollpreis-Titel jedoch nicht unbedingt empfehlenswert.
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am 30. Mai 2014
Die großen Triple A Rollenspiele "The Witcher 3: Wild Hunt" oder "Dragon Age 3: Inquisition" lassen auf sich warten und das frische "Dark Souls II" ist gewiss kein Titel für Jedermann. Diese Lücke versucht Entwickler Spiders nun mit Bound by Flame zu schließen. Vorweg ist es schon einmal lobenswert, dass im Vollpreissegment ein ganz frisches Franchise ohne Millionen-Budget den Weg zum Spieler finden kann. In der Spielebranche, wo 80% der Titel eine Zahl im Titel haben, fast schon mutig.

=== GESCHICHTE ===

Der Spieler schlüpft in die Rolle von "Vulcan" (der trotz der Möglichkeiten zum Festlegen eines Namens im Charakter-Editor zu Beginn immer auch so genannt wird) und versucht zusammen mit seiner Fraktion, den "Freien Klingen", die Fantasy-Welt Vertiel vor dem Überlauf der Totwandlern zu schützen. Dabei ergreift bei einem Zwischenfall allerdings ein Dämon Besitz über den Körper des Helden, wodurch dieser zwar nun mächtige Feuer-Fähigkeiten erlernen kann - allerdings auch einen doppelten Charakter hat und Gefahr besteht, komplett vom Wesen übernommen zu werden. Seinen eigenen Leuten zweifeln fortan an, dass Vulcan tatsächlich im Interesse der Menschen handelt, während der Dämon selbst auch nicht begeistert darüber ist, dass sein Träger den vermeintlich schwachen sterblichen Wesen hilft.

Insgesamt präsentiert sich die Geschichte bemüht und weiß durch ein paar Wendungen durchaus zu überraschen. Die deutschen Synchronsprecher wirken etwas undurchsichtig und betonen manch einen Satz falsch, was darauf schließen lässt, dass eine günstige Lokalisierung in Auftrag gegeben wurde, bei denen einfach zugeschickte Textzeilen frei nach Ermessen eingesprochen werden mussten. Schade!

Weiterhin negativ finde ich die ellenlangen Gespräche. Für eine Kernaussage, die sich mit maximal drei Sätzen beschreiben lassen könnte, spricht Vulcan teils 50 Textfenster lang mit den überwiegend blassen Nebencharakteren um den heißen Brei. Zusammenaddiert ergeben unterdurchschnittliche Synchronsprecher, bemühte Storyhandlungen und zu lange Gespräche eben keine gute Geschichte.

=== SPIELWELT & QUESTS ===

Bound by Flame ist ein kurzes Rollenspiel, welches sich in maximal 12-15 Stunden durchspielen lässt. Eher schneller. Die Geschichte ist in vier Akte unterteilt, die jeweils wiederum in drei Kapitel gegliedert sind. Grob lässt sich sagen, dass zu jedem Akt ein Dorf bzw. Lager, ein kleines, weitläufiges aber auch schlauchiges Gebiet in der Wildnis sowie ein paar wenige angrenzende Höhlen, Ruinen usw. gehören. Dabei ist jeder Standort weitesgehend schlauchig. Der Spieler hat meistens die Wahl zwischen links und rechts, was vor allem die Illusion eines Waldes vollends zerstört. Dies ist schade, aber zu verkraften.

Die Aufgaben zeigen sich uninspiriert, sodass sich der Spieler nach einiger Zeit gar nicht mehr die Texte im Questlog durchliest, geschweige denn die viel zu langen Gespräche verfolgt. Vielmehr rennt man einfach zum gelben Punkt auf der Mini-Map und findet/tötet/sammelt irgendwas. Die Nebenaufgaben funktionieren nach dem gleichen Muster. Dank schnellen Levelaufstiegen (später mehr dazu) ist man dennoch motiviert, die schnell zu erreichenden Questschauplätze durchzustreifen.

=== KAMPFSYSTEM & CHARAKTERENTWICKLUNG ===

Zwar spielt man in Bound by Flame einen Söldner, dieser hat allerdings die Wahl zwischen zwei Kampfstilen - und zwar jederzeit und im fliegenden Wechsel. Der Krieger agiert mit Einhandkloppern wie Schwerter oder Äxte und tritt kraftvoll dem Gegner die Deckung kaputt, während man als agiler Schurke mit leichten Zweihandwaffen (Dolchen) agiert und seinen Feinden mit blitzschnellen Aktionen malträtiert. Dazu kann er eleganten nach hinten Springen und Aktionen so ausweichen. Abschließend gibt es auch noch die Feuermagie, mit welcher man seine Waffen in Flammen setzen oder Feuerbälle schleudern kann. Alle drei Kampfstile haben einen eigenen Talentbaum mit verschiedenen Skills. Jeder Skill lässt sich um drei Stufen aufwerten, wobei sich bei einer gewissen Menge an insgesamt verteilten Punkte eine neue "Ebene" im Baum freischalten lässt mit noch wuchtigeren Boni und Aktionen. Aufgrund der Tatsache, dass es noch einen Magie-Baum gibt, empfehle ich den Fokus auf einen Nahkampfstil zu legen, da sich sowieso nur ein Talentbaum ausmaximieren lässt und die anderen Punkte auf die Feuermagie gelegt werden sollten.

Ich muss sagen, dass das Kämpfen zwar leicht zu erlernen ist, aber schon sehr viel Spaß macht. Als Schurke sticht man blitzschnell auf den Gegner ein, weicht dabei mit getimten Aktionen aus und ist einfach schon sehr dynamisch unterwegs. Leider fehlt etwas die "Wucht" hinter den Aktionen. Das ist sehr schade, denn Bound by Flame legt den Fokus sehr aufs Kämpfen. Bei den Gegnern wurde anscheinend etwas nach Dark Souls geschiehlt, denn die Burschen sehen nicht nur relativ bedrohlich aus, sondern sind auch extrem tödlich. Nach maximal vier Treffern ist der Held tot. Die Gegner dafür halten locker dutzende Hits aus, selbst die kleinste Mücke im Wald ist jedes Mal wieder eine Herausforderung. Dies ist auf Dauer sehr öde und nervig. Zusammen mit der Tatsache, dass oft die gleichten Gebiete wieder durchkreuzt werden müssen, lässt sich darauf schließen, dass die Entwickler - die gewiss limitierte Mittel haben - die Spielzeit etwas strecken wollten. Die vier Schwierigkeitsgrade unterscheiden sich nur etwas. Die Gegner halten immer viel aus und man selbst eben nicht. Fordernd ist es sicherlich, irgendwo aber auch einfach nur unfair. Bei mehreren Gegnern wird man, wenn man die eng bemessenen Ausweichzeitfenster beim Schurken nicht trifft, leicht zu Boden geworfen. In dieser Zeit ist man deckungsfrei, sodass Magier oder Bogenschützen leichtes Spiel haben und den wehrlosen Recken mit drei Schüssen ins Jenseits befördern. Hier ist Spiders etwas über das Ziel hinausgeschossen. Hier muss auch klar gesagt werden, dass die Kampfsituationen teils UNFAIR sind, während bei Dark Souls Tode immer auf eigenes Verschulden zurückzuführen sind.

Neben den Talentbäumen gibt es auch noch schlichte Perks, die dem Charakter Boni in verschiedenen Kategorien verleihen. So lassen sich z.B. die extrem wichtigen Sprengfallen, die jeden Kampf erleichtern und unbedingt immer dabei sein sollten, mit weniger Komponenten herstellen. Selbiges auch bei Heiltränken, die weiterhin zahlreich mitgenommen werden sollten - denn vor allem gegen Ende des Spiels sind die Gegner unfair hoch drei. Nach jedem Hit sollte ein Potion getrunken werden. Nervig, muss aber so sein. Dazu gibt es mehr Gesundheit, mehr Mana usw. Perks eben. Stufenaufstiege sind die größte Motivation an diesem Spiel, allerdings sind merkliche Fortschritte am Charakter kaum zu bemerken, da die Gegner ebenfalls immer von Gebiet zu Gebiet mächtiger werden. Den Schaden den man austeitl und nimmt bleibt trotz Stufe 22, die ich jetzt bin, quasi +/- Null.

=== CRAFTING & BEGLEITER ===

Bound by Flame wartet zwar nicht mit einem richtigen Crafting System aus, alle Waffen und Ausrüstungsteile - von welchen man relativ wenig findet - haben aber Sockel. Durch Bauteile wie Metalle, die man auf seinen Reisen findet, lassen sich so Boni wie Physischer Bonusschaden usw. auf das Equip legen. Unbrauchbare Klamotten lassen sich zerlegen, wobei ich allerdings empfehle alles zu verkaufen, um sich mit ausreichend Heiltränken ausstatten zu können. Gute Ausrüstung findet man ganz automatisch.

Auf seinen Reisen kann Vulcan immer einen Begleiter mitnehmen. Ob Krieger, Magier, Bogenschütze, Nekromane - da muss man abschätzen. Ich denke, dass Fernkämpfer eine schlaue Alternative sind, da man selbst überwiegend als Nahkämpfer unterwegs ist. Allerdings sind Begleiter nach spätestens zehn Sekunden im Kampf unbrauchbar. Zwar lassen sich Kampftaktiken im oberflächlichen Taktikmenü festlegen, die Begleiter verhalten sich aber immer gleich dumm. Fernkämpfer rennen trotz Anweisung, dass sie gefälligst aus der Ferne angreifen sollen, nicht nach hinten und ziehen die Aggro auf sich. Zwei Schläge - und sie sind bewusstlos. Dann muss es Vulcan mal wieder alleine richten. Und bei vier Gegner, von welchen einer richtig viel aushält, einer drei Pfeile hintereinander schießt, der anderen Eisschaden austeilt und mich verlangsamt und generell jeder verdammt viel Schaden austeilt, ist das sehr anstrengend.

=== GRAFIK & TECHNIK ===

Bei Bound by Flame handelt es sich trotz Veröffentlichung auf PS4 nicht um ein Next-Gen Titel. Das Spiel läuft auf meinem PC, der zugegeben über einen i7, eine GTX 670 und 8 GB 1600 RAM verfügt, butterweich. Auch die Texturen sind relativ scharf, die Beleuchtung gelungen und die Grafik ingesamt nett anzusehen. Dennoch handelt es sich um einen Konsolenport! Mit einem Controller lässt sich das Spiel präziser und besser steuern, vor allem im Kampf. Die Charaktermodelle sind nichts besonderes, ergänzen sich aber mit der Spielwelt. Würde ich diese mit einem Wort beschreiben müssen: Stimmig!

=== FAZIT ===

Bound by Flame ist ein nettes Action-Rollenspiel für Zwischendurch, das eigentlich in keiner Kategorie punkten kann, dafür aber auch nirgends richtig schlecht abschneidet. Zwar nerven die unfairen Kampfsituationen, die zu langen Gespräche, die nutzlosen Gefährten und das Angewiesensein auf Heiltränke - dafür macht das launige Kampfsystem und der nette Talentbaum samt Perks viel wieder wett. Es ist klar zu merken, dass die Entwickler ambitioniert an dieses Projekt gegangen sind und sich von Spiel zu Spiel steigern. Für Rollenspielfans, die jedes RPG verschlingen, bestimmt eine nette Wochenendbeschäftigung - länger dauert Bound by Flame aber auch nicht.
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am 12. Mai 2014
Habe jetzt schon so 15 Stunden mit dem Spiel zugebracht und bin ganz überrascht, was man für 34 Euro so bekommt.
Sicher merkt man, dass nicht Millionen von Euro/Dollar in top Synchronsprecher eingeflossen sind oder dass sich ein ganzes Team nur mit aufwendigen Sequenzen und Animationen beschäftigt hat, wie es bei anderen Knaller-RPG's der Fall ist, doch sind folgende Dinge gut gelungen:

+Der Soundtrack ist (wenn auch manchmal nur unterschwellig) gelungen, passend und Atmosphäre schaffend
+Das Kampfsystem ist schlüssig und nicht zu schwer (ähnlich wie bei der Witcher-Reihe, jedoch nicht so anspruchsvoll)
+Die einfachen, normalgroßen Maps wurden mit einer gewissen Hingabe kreiert; so kann man sich auch über kleine Dinge, wie vor sich hin plätschernde Bäche oder auftürmende Leichenstapel freuen.
+Niemand läuft einem entgegen und wirft mit Quests nur so um sich, Eigeninitiative ist gefragt, so dass das Spiel durchaus Überraschungen parat hält.

Alles scheint dem Spielgefühl zu dienen, auf das man sich einlassen sollte.

Natürlich sollte man an dieser Stelle auch erwähnen, dass es schon bessere Grafiken gibt (für Leute wie mich ohne High-End System nicht ganz so schlimm;-) sowie individuellere Charakterentwicklung und wesentlich größere Spielwelten. Auf diese Spiele wartet man dann aber auch 3-5 Jahre...

Für das Geld absolut in Orndung. Ein nettes Game für Zwischendurch.
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am 12. Mai 2014
Nach einigen Stunden Spielzeit möchte ich hier eine kleine Bewertung zu "Bound by Flame" abgeben.
Zuerst einmal die nicht so positiven Aspekte, auch wenn es teilweise schon diskutiert wurde:

- Grafik: Das Spiel ist grafisch NICHT next-gen. Auf der anderen Seite läuft es flüssig auf meinem Laptop, der wohl mit kommenden next-gen Spielen Probleme bekommen wird. Die Systemvoraussetzungen sind moderat, und das spiegelt sich auch etwas in der Grafik wieder. Stören tuts mich an der Stelle aber kaum. Persönlich finde ich sowas zwar nicht unwichtig, aber wenn man sieht was die kommenden Titel wie Watchdogs etc. voraussetzen...dann lieber so etwas mit "solider" Grafik.

- Synchronsprecher: Ich spiels auf englisch, da ist alles okay. Nicht blockbustermäßig, aber das war auch nicht zu erwarten.

- Story: Ist nicht sehr originell, aber ein bisschen was hat man sich schon einfallen lassen. Da ichs noch nicht durchgespielt hab, geb ich dazu noch kein Fazit.

Das bringt mich zu den positiven Dingen:

- Steuerung: Im Gegensatz zu vielen anderen für den PC erschienenen RPGs, ist die Steuerung hier wirklich gut. Es ist keine Konsolenportierung, oder lässt sich nicht als solche erkennen, und sie ist sinnvoll umgesetzt. Das ist geradezu von unschätzbarem Wert. Da können sich andere, auch hochklassige Spiele, eine dicke Scheibe von abschneiden. Natürlich kann man auch die Tastenbelegung ändern. Die Bewegungen werden auch schnell umgesetzt, was beim Ausweichen beispielsweise sehr wichtig ist.
Fähigkeiten und Tränke lassen sich problemlos den verschiedenen Nummern zuweisen.

- Schwierigkeitsgrad: Man sollte nicht alles, was schwer ist, mit Dark Souls (2) vergleichen. Auch bei Bound by Flame wird man sterben, das ist klar. Man kann den Schwierigkeitsgrad wählen, und ich bin mit "Hawk" (normal) eingestiegen. Bin auch einige Male draufgegangen, aber man kommt schon zurecht, so nach und nach.

- Klassen und Fähigkeiten: Man ist ein Söldner. So oder so. Wählen kann man dann aber aus 3 Fertigkeitsbäumen, was sehr an Kingdoms of Amalur erinnert. Krieger, Schurke und Feuermagier stehen zur Auswahl. Als Krieger kann man Schläge der Gegner blocken und diese treten um deren Verteidigung zu durchbrechen. Als Schurke kann man nach hinten ausweichen. Beides ist getrennt durch Kampfstile, die fast 1 zu 1 aus "The Witcher" geklaut sind. Also bei aktiviertem Schurken-Kampstil kann man ausweichen etc...Manche Fähigkeiten wirken nur bei einem entsprechend aktivierten Kampfstil. Wechseln kann man die Stile via Tastendruck. Fazit: Nicht gerade viele Möglichkeiten, aber alles sehr schön umgesetzt. Man findet relativ leicht in das System hinein, das ist eine schöne Sache.

- Design: Das Aussehen der Gegner und der Welt generell gefällt mir gut. Die größeren Gegner sind abwechslungsreich gestaltet, und die Welt wirkt authentisch, wenn auch grafisch nicht gerade aufpoliert, wie schon erwähnt. Man kann seinen Begleitern auch grundlegende Befehle geben. Die KI insgesamt ist durchschnittlich, aber immerhin stehen die Begleiter nicht im Weg.

- Rollenspielelemente: Man kann mit vielen Leuten reden, die Gesprächsoptionen sind auch (bisher) vielfältig. Und die Gesprächspartner gehen auch auf einen ein, sprich es ist kein sinnloser Small Talk. Das ist sehr gut gemacht.

- Fähigkeiten, Stufenaufstieg: Bei einem Stufenaufstieg erhält man zwei Fertigkeitspunkte, die entweder in eine neue Fertigkeit oder die Verbesserung einer erlernten Fertigkeit investiert werden können. Je nachdem wie viele Punkte man in einem der 3 Fertigkeitsbäume investiert hat, schalten sich automatisch höhere Skills frei (wie Kingdoms of Amalur halt). Außerdem erhält man einen Punkt für spezielle..."Perks" wie aus Fallout 3. Damit findet man zB 10% mehr Items, hat mehr HP etc. Auch hier werden später bessere Perks freigeschaltet.

- Crafting: Man kann und sollte seine Ausrüstung mit den Gegenständen verbessern, die man findet. Man kann sie sicherlich auch verkaufen, aber bisher ist es kein Problem einige Dinge mit sich herumzutragen. Die verbesserten Gegenstände bekommen einen neuen Namen und auch ein neues Design...was schon sehr cool ist.
Das war das wichtigste, wie man sieht hab ich versucht auf das Gameplay einzugehen, was mir am wichtigsten ist.

Nun kann man fragen: Warum kriegt das Ding dann 5 Sterne??

Das ist dadurch erklärt, dass man das Spiel als sehen muss, was es ist. Ein Titel von einem kleinen, wenn auch ambitionierten Entwickler, mit entsprechendem Budget. Der Preis ist noch relativ niedrig ausgefallen wie ich finde, zumindest für die PC Version.
Was mich so sehr freut, ist dass das Spiel vom Gameplay her schlichtweg keine Schwächen hat. Es ist eher schwer, aber man bekommt alles in die Hand. Das Spiel ist ein Mix aus Kingdoms of Amalur und The Witcher könnte man sagen, mit ein paar anderen Elementen. Sicher ist das Spiel in Grafik und Story nicht hundertprozentig ausgereift, aber mehr war wohl nicht möglich. Die Entwickler haben die Fehler von anderen Spielen erfolgreich ausgemerzt (KoA war ziemlich leicht (was jetzt nicht so schlimm ist), The Witcher für meinen Geschmack recht unübersichtlich, und Dark Souls beispielweise hat eine grauenhafte Steuerung).

Insgesamt wünsche ich mir mehr Titel wie diesen, denn ein "gutes" RPG mit bes********* Steuerung ist für mich auch nicht viel Wert. Bound by Flame macht Spaß, und darauf kommt es an.

***UPDATE 02.06.2014***

Nachdem ich nun vor dem finalen Kampf stehe, möchte ich zwei Dinge ergänzen.

- Crafting:
Man sieht schon eine Vorschau bzw. die Effekte die ein Upgrade der Ausrüstung bringt, und auch die Materialkosten. Das ist schön gemacht, und man sollte es nutzen. Wie schon erwähnt ändert sich damit auch die Optik des Gegenstands. Die verfügbaren Effekte werden mit zunehmender Spieldauer vielfältiger.

- Schwierigkeitsgrad:
Hier gibt es zwei massive Anstiege, wobei ich mir bei einem nicht endgültig sicher bin woran es lag: Die erste der drei "Concubines" war brutal schwer. Man kämpft aus irgendeinem Grund gegen zwei von den Dingern, und dazu noch eine Anzahl Zombies...Ziemlich heftig, hab dafür eine zweistellige Zahl an Heiltränken gebraucht.
Der Endboss selbst ist auch so ein Anstieg der noch extremer ist. Während man selbst kaum schaden macht, ist man nach zwei Attacken von ihm tot. Hab nun zehn Versuche investiert und einmal hatte ich ihn auf so 50% HP. Gereicht hats nie. Das ist nun vor allem für den "normalen" Schwierigkeitsgrad absurd, denn ich habe meine Ausweichen Skill soweit es möglich war entwickelt und hab auch ein ordentliches Timing, was mich bei anderen Bosskämpfen gut hat aussehen lassen. Habe die meisten Quests erledigt (alle bis auf 3 glaub ich) und bin Stufe 25...das hat dann schon genervt.

-Dialoge und Begleiter:
Vor allem Mathras ist ziemlich unterhaltsam wie ich finde, da ist vieles gut gelungen. Man bekommt auch einige Hintergrundinformationen und es gibt auch was die Begleiter angeht je nach Questauswahl unterschiedliche Endings wie es scheint.

***UPDATE 05.06.2014***

Habe den Endkampf nun geschafft!
Im geschätzten 30. Anlauf, wobei ich erst nach mehreren Versuchen erstmal ein haufen Gold in Heiltränke und Bolzen bzw. die dazu benötigten Zutaten gesetzt habe. Außerdem habe ich andere Upgrades für meine Rüstungsteile ausgewählt (Ja, man kann die Upgrades austauschen, wobei das "alte" dann verloren geht. Timing ist das A und O, aber auch Taktik und ordentlicher Schaden wird gefordert.

Ich muss sagen, das Ende war nichts besonderes.

Endnote: 3,5 -> 4 Sterne. Das verschenkte Potential und der starke Anstieg des Schwierigkeitsgrades an der finalen Stelle lassen auch mit gutem Willen keine bessere Bewertung zu.
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am 24. Februar 2015
Mir hat das Grundgerüst der Charakterdefinierung gefallen, gerade mit dem "Feuerdämon".

Ich bin zwar nur wenige Spielstunden unterwegs, aber ich muss sagen, dass der Schwierigkeitsgrad auf der "einfachen" Stufe schon ziemlich knackig ist. Die Gegner verteilen ordentlich Schaden. Mir ist durchaus bewusst, dass man durch "taktisches" Blocken, ausweichen, Waffenwechsel und co. diese durchaus bezwingen kann. Aber für einen Gelegenheitsspieler der sich entspannt durch die Welt schnetzeln will, ist dieses Spiel jedoch nichts. Jedenfalls nach meiner Meinung.
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am 3. Juni 2014
Erstmal vorweg, ich glaube die DVD ist einfach nur eine Offline-Steam Installation. Bei mir wurde die setup.exe direkt mit dem Steam Icon versehen. Also habe ich den CD-Key direkt in meinem Steam Account eingegeben und dann das Spiel ueber den Client heruntergeladen. Die DVD steht nun im Schrank. Ob das Spiel ohne Steam Account und Internetanbindung funktioniert, habe ich nicht getestet.

Erfrischend im Vergleich zu anderen Spielen. Der Charakter ist eher der Anti-Held aehnlich zur Witcher-Reihe und obwohl man nur gegen Monster und keine Menschen kaempft ist es doch sehr blutig. Das Spiel vermittelt eine Art Post-Apokalytisches Gefuehl in einer Welt in der Armbrueste die Pistolen ersetzen, aehnlich zu Spielen wie STALKER oder auch Metro 2033. Man schlaegt sich bei einer Soeldner-Truppe durch und wartet auf den Tag an dem man selbst ins Gras beisst. Es werden Rohstoffe aus alten Waffen gewonnen, um die eigenen zu modifizieren oder auch Fallen zu bauen.

Die Grafik der Charakter ist sehr detailiert, die Umgebung eher nicht so. Es gibt keine vorher gerenderten Video-Sequenzen aber viele sehr gut gemachte Cut-Scenes. Voice Over ist nicht so schlecht wie ueberall behauptet wird und fuer die paar Dialoge reicht das voellig, ich haette gerne als Held eine tiefere Stimme gehabt wie die vom Hauptmann.

Die Steuerung ist intuitiv und man lernt schnell die Gegner zu fuerchten. Kein wildes Knoepfedruecken sondern Angriff, Rueckzug, Abwehr und Spezialattacken sowie Fallen fuehren zum Erfolg und nicht Fingerakrobatik. Mit dem Taktikmenu hat man sogar eine Art Pausenfunktion, also man kann im Kampf die Tabulatortaste druecken und das Spiel haelt an, dann kann man seine Taktik ueberlegen, Heil-/Manatraenke einnehmen und auch Befehle an Begleiter verteilen.
Ich bin wirklich kein Action-Fan aber hier sind die Kaempfe wohlplaziert und man hat dazwischen immer etwas Zeit zum Luft holen. Ausserdem wird oft und viel automatisch gespeichert, falls es dann doch einmal zu haarig wird.
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am 28. Juni 2014
So, nach über 50 Spielstunden diesen Frust- wie Charmebolzen endlich durch. - Zwei Durchläufe (Krieger + Waldläufer = gescheitert am Boss, Waldläufer + Pyromant = ging so). - Zig mal gestorben, mit dem Schwert keinen Kratzer gemacht, mit Dolchen die Gegner weggeschnetzelt.
Da schon das Wichtigste gesagt wurde, hier nochmal mein Eindruck:

+ Teils hübsche Optik und Schauplätze, gute Musikuntermalung
+ Kampfsystem mit einfachen aber spürbaren Aufwertungen
+ Zusatztalente (XP-Bonus, besseres Recyceln, Beutefund erhöhen, etc.) mit spürbaren Auswirkungen, besonders bei hohen Schwierigkeitsgraden
+ Taktische Kämpfe
+ teilweise gute deutsche Vertonung (Rhelmar, Randval, Mathras, ...)
+ Gute Steuerung per Gamepad

- Teils schlichte Optik und Schauplätze (besonders der Eispalast ist doof)
- Kampfsystem besitzt keine Abwechslung, nur zwei Schlagtypen pro Archetyp, Blocken, bisschen Feuerzauber und "Armbrusten"
- teilweise lieblose Vertonung (ein dröger, deutscher "Kaidan Alenko" ohne jedwede passende Stimmlage z. B. ...)
- Endboss ist lächerlich schwer
- Einfache Gegner hauen zu wie Titanen und sind stärker geschützt als Elite-Bosse (z. B. Einarmskelette mit riesigem Lang-Blau-Aua-Schwert, Doppelschild-Skelette)
- Schlechte Balance zwischen Krieger und Waldläufer, bzw. zwischen Helden und einfachen Standard-Gegner
- Bissel Probleme bei Gegnermassen mit dem Anvisieren und Aufschalten...

Tja, und warum hat es ganze zwei Runden Spaß gemacht und die Wartezeit auf DA3 verkürzt?

So wenig Abwechslung man im Kampf und bezüglich der Untoten auch hat, es sind fordernde und im Endeffekt auch belohnende Kämpfe. Die Inszenierung ist in der Spielgrafik ansehnlich, und man kann dem Sound und der Musik einiges abgewinnen.
Zudem spielen sich Waldläufer und Krieger sehr unterschiedlich, wobei ich empfehle den Pyromanten immer zu einem der Archetypen aufzuwerten, nachdem letztere ihre volle Kampfstärke erreicht haben.

Frustmomente gibt es natürlich eine ganze Menge, aber wer sinnvoll seine Kampf- und Zusatzeigenschaften steigert, der spürt im Fortgang eben auch den eigenen Fortschritt. - Zudem muss man bei mehreren oder großen Gegner immer Geschick und Taktik einplanen. - Auch ist das Haushalten mit Rohstoffen und den wertvollen Sprengfallen nicht zu vergessen.

Der Boss ist allerdings eine Ohrfeige. - Ein Krieger ist'nen gefundenes Fressen, besonders wenn man ihn nicht sinnvoll erweitert und ausgerüstet hat und knapp an Rohstoffen ist.

Das Spiel nochmal auf Englisch zu spielen (als Weiblein) hat aber Schub gegeben es erneut zu probieren, und siehe da:
Plötzlich weiß man/frau sich in Kämpfen besser zu behaupten, sie sind knackig-kurz und ermöglichen es die Geschichte nochmal in einem höheren Tempo zu spielen.
Ganz besonders der Waldläufer bringt hier viel Dynamik in die Kämpfe, auch wenn er nicht soviel verträgt: Er ist, gut gespielt, ein perfekter Charakter zum Einstieg. - Zudem ist die Hilfe der Begleiter hier manchmal auch spürbarer (Gedankenkontrolle, Auf den Boden treten, ...), und die Feuerzauber (Für Waffen und Eigenschutz) sind LEBENSNOTWENDIG, da Gegner so effektiver niedergerungen werden können.

Alles in Allem ein 3-4 Sterne-Kandidat, für einige aber auch zurecht ein Geheimtipp. - Kein AAA-Titel eines großen Studios, was aber vielleicht auch gar nicht so schlecht sein muss.
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