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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Was nicht neu ist und nie alt wird, nennt man Folksong."
Aus dem Mund des Folksängers Llewyn Davis(Oscar Isaac) mag sich das seltsam anhören, aber natürlich steckt ein Funken Wahrheit in dem Satz. Im Jahr 1961, im New Yorker Gaslight Cafe, singt Llewyn seine Songs. Keine Frage, der junge Mann kann singen und Gitarre spielen, aber das allein reicht für den Durchbruch nicht. Llewyn hat keine Einkünfte aus...
Vor 2 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Blueray Disc hat KEINE englischen Untertitel!
Weiss der Kuckuck, was den Vertrieb geritten hat, bei der Menge Speicherplatz auf der Disc auf die englischen Untertitel zu verzichten (ja, es gibt Leute, die schauen sich Filme in Originalsprache mit Untertiteln in Originalsprache an, weil insbesondere im Dialekt nicht immer alles sofort verstanden wird). --> UK version kaufen, z.B. bei Amazon.co.uk
Vor 2 Monaten von AM veröffentlicht


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5.0 von 5 Sternen Das Glas bleibt halb leer oder vom Pech, nicht berühmt zu werden, 11. Juli 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
(Filmbesprechung)

Was braucht es, um ganz oben im Rampenlicht zu stehen? Können? Glück? Bestimmung? Der Film geht diesem Geheimnis nach und findet letztendlich keine Antwort.

Llewyn möchte mit seinen Lieder einfach seinen Lebensunterhalt bestreiten. Doch er scheint umfassend vom Pech verfolgt. Trotz seines unerschütterlichen Willens, geht so ziemlich alles schief, was überhaupt schiefgehen kann. So ist er gefangen in potentieller Obdachlosigkeit, im Wohlgefallen seiner Freunde, ihm einen Schlafplatz anzubieten, der Willkür von irgendwelchen Talentförderern und seiner tiefen Melancholie, die wohl daher rührt, dass sein Folksong-Partner sich von der Brücke gestürzt hat.
Doch er hat durchaus die Fähigkeit, sich um einen ausreißenden Kater zu kümmern, seinem dementen Vater eine kleine Freude zu bereiten und seine schwangere Freundin nicht gänzlich im Regen stehen zu lassen. Erfolg hat wohl nichts mit Gutmütigkeit zu tun.....

Verschroben – eigenwillig – tiefgründig – melancholisch – berührend … das sind Attribute, mit denen ich dieses neue Werk der Coen-Brüder titulieren würde. Sie haben ihren ganz eigenen Humor diese Jungs, und obwohl es sich sicherlich vordergründig rein gar nicht um eine Komödie handelt, gab es im Kino so viele Momente des Lachens, wie sonst selten. Es sind diese kleine Augenblicke der diffizilen Situationskomik, gepaart mit einer bewegenden Geschichte, die für mich den Film umfassend sehenswert machen.

Oscar Issac verkörpert die Rolle des Llewyn einfach großartig. Justin Timberlake erkannte ich erst auf den zweiten Blick und war von seiner Wandlungsfähigkeit überrascht.

Irgendwie ziehe ich Parallelen zum deutschen Film "Anleitung zum Unglücklichsein", der jedoch in einer anderen (unteren) Liga spielt. Es geht letztendlich um das Glück im Leben. Llewyn koppelt es untrennbar mit seinem Erfolg als Sänger und verliert dabei die anderen Bereiche seines Daseins aus den Augen. Ein ganz schön aktueller Film, wenn man den heutigen Irrsinn bezüglich DSDS und ähnlichen Formaten in den Fokus nimmt.

Die Ausstattung des Filmes ist übrigens perfekt. Man fühlt sich direkt in die frühen 60iger des letzten Jahrhundert zurück versetzt.

Fazit: Das Besondere sehenswert
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5.0 von 5 Sternen vielschichtige ballade, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
es gibt keinen film der coen brothers der es nicht wert ist ihn sich mindestens einmal anzuschauen. Diesen will man mit sicherheit öfter als einmal sehen, daher sei der kauf dringend empfohlen. Diese melancholische ballade über den tod, das scheitern - sich selbst im weg stehen - zur falschen zeit am falschen ort sein etc. ist, auch wenn einige anderes behaupten, ein typischer coen brothers film. Die gescheiterten charaktere die den film bevölkern, die sensible aber eben auch schwarzhumorige erzählweise und die vielschichtigkeit, symbolik und abgründigkeit sind absolut typisch für das brüderpaar das schon seit jahren mit schöner regelmäßigkeit glanzleistungen abliefert von denen die anderen filmschaffenden amerikas noch nicht einmal zu träumen wagen. Wie immer erstaunlich auch die wunderbaren bildkompositionen bei denen man das gefühl hat die plattencover der früh sechziger folk szene würden lebendig werden.

Auch die schauspieler sind wie man das von den coen brüdern gewohnt ist überragend. Und auch die musik wirkt absolut glaubhaft.

Während all die glänzenden hollywood biopics über ray charles, j. cash und andere trotz oft guter besetzungen und handwerklicher perfektion oberflächlich blieben bietet dieser film, mit seiner zwar an david v. ronk angelehnten aber eben doch fiktiven hauptfigur, einen weitaus glaubwürdigeren, einfühlsammeren und ehrlicheren aber dabei auch weitaus poetischeren einblich in das harte musikerdasein.

Einen film dieser klasse sieht man nur alle zwei/drei jahre mal.

Ein meisterwerk.
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5.0 von 5 Sternen la version DVD con los dos fims solo existe en Alemania, 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Esta version de los dos films solo existe en alemania, por eso es recomendable adquirirla. En francia, por ejemplo, esta edicion con el documental "another Day" solo existe en Blu Ray. En paises incultos como España (mi pais), ni se editara. Por eso es un placer adquir las ediciones alemanas. Altamente recomendable. El documental es un concierto que, ademas al final contiene, una version de Farewell de Bob Dylan que a mi juicio es muy buena. No se lo pierdan. Solo existe esta edicion DVD, de momento, en Alemania.
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5.0 von 5 Sternen Grandios, 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
Zu Beginn wird Llewyn Davis nach seinem Auftritt nach draußen gerufen, in eine Gasse hinter dem Club. Ein Mann erwartet ihn dort im Dunkeln, beschimpft und verprügelt ihn. Davis weiß nicht, warum, und der Zuschauer natürlich erst recht nicht. In einer langen Rückblende wird nun die Geschichte bis zu diesem Punkt erzählt.

Die Coen-Brüder nahmen eine Episode aus den Memoiren des Folkmusikers Dave van Ronk als Ausgangspunkt für ihren Film, der lose auf diesen Memoiren beruht. Llewyn Davis ist ein junger Singer/Songwriter der hauptsächlich in der Folkmusikszene von Greenwich Village durch die Clubs tourt. Früher hatte er einen Partner, doch der nahm sich das Leben. So tritt er seither mit äußerst mäßigem Erfolg solo auf, erschnorrt sich mal hier, mal da einen Platz zum Schlafen und lebt von dem Inhalt des Hutes, der nach einem Auftritt im Publikum herumgereicht wird. Im Laufe des Films erfährt man mehr über Llewyn, über seine Herkunft, sein Verhältnis zu anderen Menschen. Er ist kein einfacher Charakter, ein wenig schlitzohrig, manchmal ein wenig manipulativ und permanent schwermütig (In einer Szene schlägt ihm ein Produzent vor, sich doch wieder mit seinem Partner zusammenzutun, in Unkenntnis von dessen Freitod. "Ein guter Rat.“ ist Davis' Antwort), doch er bleibt für den Zuschauer trotzdem sympathisch. Dass die Figur trotz ihrer ganzen Fehler noch sympathisch rüberkommt, liegt zum Großteil sicher auch Hauptdarsteller Oscar Issac (den ich hier zum ersten Mal bewusst sehe). Carey Mulligan liefert nach "Shame" erneut eine ausgesprochen überzeugende Leistung ab und Justin Timberlake überrascht sehr positiv als sanfter, beinahe etwas langweiliger Folksänger. Ethan Phillips (Neelix aus StarTrek Voyager), Coen-Dauergast John Goodman und Oscar-Preisträger F. Murray Abraham spielen weitere kleine Rollen, in denen sie allesamt brillieren dürfen. Neben den durchwegs guten bis sehr guten Schauspielern und den wunderbaren, melancholischen, beinahe farblosen Bildern ist für mich jedoch die Musik der Star des Films. Alles zusammen ergibt für mich ein Bild einer ziemlich hermetischen Gesellschaft im New York (und für kurze Zeit auch Chicago) der Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, einer Gesellschaft und einer Zeit, die so vielleicht gar nicht waren.

Am Ende schließt sich der Kreis zur Szene am Beginn der Geschichte. Llewyn geht auf die Straße hinter dem Club, während er aus dem Augenwinkel gerade noch mitbekommt, wie ein damals noch unbekannter Musiker die Open-Mic-Bühne betritt: Bob Dylan. Der Zuschauer erfährt nun, was es mit dem Mann auf sich hat, der Llewyn zusammenschlägt. Llewyn allerdings, ist immer noch ahnungslos. Selbstkritik und Selbsterkenntnis sind seine Sache immer noch nicht.

Wenn jemand auf Bluegrass, Country, Folk, Blues etc. ohne elektrisch verstärkte Instrumente steht, kann ich ihm die Deluxe-Version der DVD nur empfehlen, denn darauf befindet sich die Aufzeichnung eines Konzerts mit Musik aus dem Film. Neben Hauptdarsteller Oscar Isaac, der ganz offensichtlich bei seinen Auftritten im Film auch selbst singt und Gitarre spielt, sind dort u.a. Joan Baez und Jack White zu sehen.
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5.0 von 5 Sternen Inside Llewyn Davis/Another Day, Another Time, 19. April 2014
Der Film Inside Llewyn Davis entführt den Zuschauer nach New York ins Jahre 1961. Gleich am Anfang ist eine Szene zu sehen, wo Llewyn Davis in einer Gasse verprügelt wird. Kommentarlos wechselt dann die Szene in die Vergangenheit, wo man sieht, wie der junge Gitarrist durch die Kneipen in Greewnwich Village streift und immer mal wieder mit selbstverfassten Folksongs auftritt. So verdient er sich ein wenig Geld, was zum Überleben allerdings nicht reicht. So übernachtet er immer wieder bei Freunden und Bekannten, wozu auch die Gorfeins zählen.

Das ältere Ehepaar freut sich immer wieder wenn Llewyn zu Besuch ist, denn sie mag seine Musik. Als er wieder bei den Beiden übernachtet hat und am nächsten Morgen das Haus verlässt, entwischt Kater Odysseus ebenfalls durch die Tür. Da die Gorfeins nicht mehr im Haus sind, nimmt er den Kater mit. Als er ihn am Abend abliefern will, bittet ihn das Ehepaar Musik zu machen. Llewyn ist nicht begeistert, beginnt aber zu spielen. Er ist wütend, dass er gedrängt wurde die Gitarre in die Hand zu nehmen. Dann stellen die Gorfeins auch noch fest, dass Llewyn anstelle des Katers, eine Katze nach Hause gebracht hat.

Aber das ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Llewyn herumschlagen muss. Eine verheiratete Bekannte behauptet von ihm schwanger zu sein und eine ehemalige Freundin hat ihr Kind entgegen der Abmachung nicht abgetrieben…

Mit Llewyn Davis schufen die Coen-Brüder wieder einen Charakter, der eigentlich alles hat um erfolgreich zu sein. Und dennoch scheitert Llewyn am Leben, wie der Zuschauer hier erkennen kann. Man bekommt hier keine wirkliche Geschichte, sondern einen Teil aus dem Leben des Gitarristen zu sehen. Oscar Osaac spielt die Rolle des Llewyn hervorragend, er schaffst es jederzeit den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Die Brüder ließen sich im Übrigen von der Lebensgeschichte und der Musik Dave Van Ronks inspirieren.

Inside Llewyn Davis ist sicherlich kein Film der sich für die breite Masse eignet. Der Streifen ist eher für ein ausgesuchtes Publikum, für Fans der Coen-Brüder geschaffen. Ich selber habe mir den Film gerne angesehen, wobei dieser eigentlich erst beim zweite Mal ansehen richtig zur Geltung kommt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar langsam und ehrlich, 7. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
zugegeben, man braucht Ruhe und Gelassenheit für diesen Film.
Unglaublich präsente Darsteller und großartiger Soundtrack.
für mich als Musiker und Coen Fan eine Offenbarung.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keiner meiner Freunde wollte mit mir ins Kino gehen, da der Film von Folk-Musik handelt..., 9. April 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
...und auch ich fragte mich: warum in aller Welt sollte ich einen Film anschauen, der a. von Folk-Musik handelt, in dem b. eine Katze eine Hauptrolle spielt, der c. Anfang der Sechziger (trostlose Zeit) stattfindet und in dem d. keine Sympathieträger dabei sind?

Weil er von den Coen-Brüdern ist.

Ach so...

Der Hauptcharacter ist ziemlich nölig. Beim Betrachten von "Inside Llewyn Davies" dachte ich, dass ich ebenfalls sehr nölig wäre, müsste ich in einer dermassen monochrom ausschauenden Welt (keine Farben, alle Klamotten braun, grau oder allenfalls mal oliv oder ockerfarben) und einer ebensolchen monochromen Kultur leben. Diese Zeit vor grossen kulturellen Umbrüchen darf als eine der trostlosesten des letzten Jahrhunderts angesehen werden (die Weltkriegsphasen sind in dem Fall wohl "ausser Konkurrenz" zu betrachten).

Der Film hat eine langsam voranschreitende Handlung. Eigentlich geht es mehr darum, den Folksänger Llewyn eine Weile durch's Leben zu begleiten, wobei eine seltsame Begebenheit mit meist skurillen Charakteren an die nächste gehangen wird - teilweise, ohne das direkt Bezug auf das vorherige oder nachfolgende Geschehen genommen wird.

Die Coen-Brüder schaffen es, diesen Leuten Leben einzuhauchen, ohne eine schablonenhafte oder übertriebene Figurenzeichnung zu nutzen, was eine Stärke des Films ist.

Gesungen und gespielt wird zwischendurch öfter mal, was aber nie nervt, da es immer unter komplett anderen Umständen stattfindet und jedes Mal ganz andere Beteiligte dabei sind, die unterschiedlich auf die Darbietungen reagieren (zum Beispiel mit genervt sein :o) oder aber unbedingt mitsingen wollen).

Alles in allem besticht der Film durch sehr gut gespielte und toll gefilmte Szenen voller Trostlosigkeit, die etwas abgefedert werden durch einen zuweilen auftretenden leicht kauzigen Humor.

Ich kann verstehen, wenn Leute das nicht mögen.

Mir hat's aber sehr gut gefallen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich ist ja schon (fast) alles gesagt..., 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis [Blu-ray] (Blu-ray)
... doch ein paar Kleinigkeiten möchte ich noch zu den Besprechungen anfügen.
Oscar Isaac in dieser Rolle als "durchschnittlich talentierten Hauptdarsteller" zu kritisieren, sehe ich als krasse Fehlbewertung. Seit Joaquin Phoenix als Johnny Cash in "Walk The Line" ist es kaum jemandem gelungen sein eigenes musikalisches Können so intensiv in einen Film einzubringen, denn ein großer Teil der Songs wird von ihm selbst gesungen und gespielt - nicht von Marcus Mumford. Wunderbar auch, wie es den Coen`s gelingt, eine bisher nie erwartete Seite des Justin Timberlake zu zeigen, sicher ein guter Schauspieler, der sich aber zu oft vergeudet - siehe "In Time".
Zu bewundern erneut der subtile Witz, den das Brüderpaar sogar immer wieder in seine "traurigeren" Filme einbringt. Als Beispiel hier die Namensgebung mancher Rollen: wie kommt man auf den Familiennamen Gorfein (Mitch + Lillian)? Oder wie das Marty Green und Janet Fung seinen Sohn Howie (Howard) Green-Fung nennen kann. Da muss sogar der so ernste Llewyn lachen. Ich erinnere diesbezüglich an den schmierigen "Sy Ableman" aus "A Serious Man".
Wenn Carey Mulligan im Making Of erwähnt, dass man die Gelegenheit für die Coen`s zu spielen nur einmal bekommt, es sei denn, man ist John Goodman, und sie so unbedingt wahrnehmen muss, sagt das unendlich viel über das Ansehen und die nun schon über 20 Jahre dauernde Leistung der Regisseure aus. Nur die Größten wie Hitchcock, Wilder, Kubrick, Scorsese oder Tarantino und wenige andere schaffen es den Zuschauer fortwährend mit Meisterwerken unterschiedlichster Art in ihren Bann zu ziehen. Und in diese Reihe zählen Joel & Ethan Coen ganz sicher.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich....., 1. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
....aber die Machart des Films (die mal ganz sicher nicht etwas für 'jedermann' ist) ist m. E. genau die richtige für's Thema.
Ich hatte kurz zuvor die Dave vanRonk-Biographie "The Mayor of McDougal Street' gelesen, welche ja wohl (u.a.?) auch als Vorlage für den Film diente und der Film setzt sehr gut die auch in der Biographie vorherrschende Stimmung um, ohne dabei an Selbstständigkeit zu verlieren - trotz zahlreicher Parallelen entwickelt der Film seinen ganz eigenen Charme, wobei z. B. die politischen Ansichten und Aktivitäten eines D.vR entfallen während der Seemannshintergrund erhalten bleibt. Außerdem hatte vanRonk doch zumindest mittleren Erfolg, der bei Davis nun wirklich nicht in Sicht scheint.
Bezeichnend daher auch die Schlußszene, in der er zusammengeschlagen (nicht so ganz unverdient :-)) in der Hintergasse liegt, während im Gaslight der nachfolgende Auftritt läuft - von einem, der mehr als Erfolg haben wird; der einschlagen wird wie eine Bombe - es läuft eine schöne (bis dato unveröffentichte?) Aufnahme von 'Farewell', die uns den entscheidenden Hinweis darauf gibt, wer das sein soll.
Die Szenen, in denen gesungen wird, sind allesamt gut gelungen und die reine Freude, anzusehen. Auch ist die Auswahl gut getroffen, wer da alles so in der damaligen Folk-Szene und den hootenanny-Veranstaltungen aufgetreten ist - von den Iren mit den 'hübschen Sweatern' bis hin zur singenden Hinterwäldlerin. Man (ich) wär' gern dabeigewesen.
Gut wie immer: John Goodman als Jazz-Kotzbrocken und natürlich (sehr subjektiv) die Straßen- und Autoszenen des Films - keine blitzblank polierten Karossen, die auch in diesem trostlosen Winter noch aussehen wie im showroom, sondern realistisch umgesetzt - ein für mich nicht zu unterschätzendes Detail.
Ein eher ruhiger Film für den die entsprechende Ruhe, ihn sich anzusehen vorhanden sein sollte, vielleicht auch ein bisschen die passende Stimmung und ein wenig Interesse am Grundthema, wobei die letzteren beiden nicht zwingend notwendig sind.
Hab ich zwar gerade zum ersten Mal gesehen, aber bestimmt nicht zum letzten Mal.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholisch., 22. April 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis [Blu-ray] (Blu-ray)
New York/ 1961: Der Folksänger Llewyn Davis schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben.
seit dem Tod seine Duett-Partners ist er abgestürzt.
Rettet sich von einem kleinen Gig zum anderen, hat keinen Job, keine Wohnung und kein Geld.
Trotzdem schafft er es irgendwie immer wieder unterzukommen und sich durchzuschnorren.
Eines Tages lernt er den beleibten Jazz-Musiker Roland Turner kennen mit dem er nach Chicago fährt.
Eine wahre Zereißprobe für Llewyn, den Turner hasst Folk-Musik.

Mal wieder die Coen-Brüder!
Mittlerweile erwartet man ja gar keine "normalen" Filme mehr von den Brüdern und das ist auch gut so.
Geniale Werke wie z.b. Fargo, No Country for Old Men oder The Big Lebowski währen dann wohl nicht so gedreht worden.
Auch Inside Llewyn Davis glänzt durch Non - Konformität.
Ein Film wie ein Kreis....
Alles beginnt und endet da wo es begann oder endete...wer kann das schon so genau sagen?

Die Coen's schaffen es jedenfalls mit extremen Minimalismus das Maximale herauszuholen.
Die wehmütige Melancholie die Llewyn umgibt, die tristen Bilder der Stadte, die Reduktion der Farben und der Folklastige Score sollten eigentlich für Schwermut sorgen aber nichts da.....
Inside Llewyn Davis ist eine Ode an an das Credo: Niemals aufgeben, weitermachen, nach vorne schauen......auch wenn die Figur des Llewyn Davis das so gar nicht sehen mag.
Schliesslich ist er das was man einen Looser nennt, gescheitert in allem und relativ unsympathisch.
Wie sich diese Kontrapunkte eben doch nicht ausschliessen? Einfach den Film ansehen.
Die Dialoge sind wie bei den Coen's üblich geschliffen.
Die Story wirkt Linear.....aber nur fast.
Der Soundtrack ist Klasse.
Die Atmosphäre grandios.
Darsteller sind u.a.: Oscar Isaac, Justin Timberlake, John Goodman, Carey Mulligan, Ethan Phillips und F.Murray Abraham.
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Inside Llewyn Davis
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