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52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen “I don’t see any money in this.” (Filmrezension)
Joel Coen: „Das, was wir heute mit den 60er Jahren verbinden, begann tatsächlich erst später.“

Anspruch und Unterhaltung ist das Markenzeichen der Coen-Brüder. Vielleicht sind ihre Filme meist deswegen das, was man etwas wolkig mit „Kult“ zu etikettieren pflegt. Dieser hat ebenfalls das Zeug dazu. Er erzählt davon,...
Vor 10 Monaten von Helga Kurz veröffentlicht

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Blueray Disc hat KEINE englischen Untertitel!
Weiss der Kuckuck, was den Vertrieb geritten hat, bei der Menge Speicherplatz auf der Disc auf die englischen Untertitel zu verzichten (ja, es gibt Leute, die schauen sich Filme in Originalsprache mit Untertiteln in Originalsprache an, weil insbesondere im Dialekt nicht immer alles sofort verstanden wird). --> UK version kaufen, z.B. bei Amazon.co.uk
Vor 7 Monaten von AM veröffentlicht


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52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen “I don’t see any money in this.” (Filmrezension), 1. Februar 2014
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
Joel Coen: „Das, was wir heute mit den 60er Jahren verbinden, begann tatsächlich erst später.“

Anspruch und Unterhaltung ist das Markenzeichen der Coen-Brüder. Vielleicht sind ihre Filme meist deswegen das, was man etwas wolkig mit „Kult“ zu etikettieren pflegt. Dieser hat ebenfalls das Zeug dazu. Er erzählt davon, dass es ein (Folk)leben bereits zu Beginn der 1960er Jahre gab. (Und lange davor. Ein Folksong altert nicht, weil er nie neu war. Llewyn Davis) Der Hauptdarsteller, eben (der fiktive) Llewyn Davis (Oscar Isaac), ist eine klassische Coen-Figur. Eigentlich hat sie alles, um als Musiker Erfolg zu haben: Talent, Stimme, markantes Aussehen und eine melancholische Psyche. Dennoch, und das kann man verraten, ohne den Filmgenuss zu schmälern, ist und bleibt sie erfolglos. So ist das manchmal im Leben, zur falschen Zeit am richtigen Ort oder umgekehrt, und die Coen-Brüder, die erfolgreichen, sind darauf spezialisiert, dies ins Kino zu bringen und uns dabei zuzuwispern, dass Erfolg vielleicht, unter Umständen, gar nicht so wichtig ist. (Wichtig ist nur, dass ein guter Film entsteht.) Und wir lachen wieder einmal, obwohl uns doch zum Heulen zumute ist.

Winter 1960/61. Wir zittern uns mit dem glücklosen Llewyn Davis durch ein bitterkaltes, wunderbares Sehnsuchts-Greenwich Village, in dem natürlich die Feuerleitern nicht fehlen dürfen, begleiten ihn auf die Bühne des Gaslight Cafés, sehen ihn beim Schlafen auf zu Gästebetten umfunktionierten Sofas zu und machen uns mit ihm auf den Weg nach Chicago, wo es womöglich noch kälter ist als in New York und unser Loser auch keinen nassen Fuß auf den Boden bekommt. Hier wird der Musikfilm für eine Weile zum Road Trip, der für sich gesehen bereits ein Film im Film ist, den man nicht versäumen möchte. Phantastisch, der übergewichtige, zynische und Folk verachtende Jazzmusiker Roland Turner (John Goodman), ein Wrack, und sein wortkarges Mädchen für alles, Johnny Five (Garrett Hedlund), der so gar nichts Poetisches ausstrahlt. In diesen Szenen packt uns wieder einmal der Sog der Highways, der sich durch Ziehen in der Magengegend bemerkbar macht. Wir wollen uns einen dieser Oldtimer schnappen und unbedingt durch dieses Vintage-Amerika fahren, ziellos, nur manchmal an einer dieser so perfekt in Szene gesetzten Tankstellen halten, wo das Tanken so wenig gekostet hat, dass noch genügend Dollars für Cola, Burger und ein paar Songs aus der Jukebox übrig geblieben sind. Bevorzugter Schauplatz: Eine Bar oder ein Diner am Straßenrand. Die sehr amerikanische Art der Meditation eben. Aber nur selten verlässt die Kamera seinen Hauptdarsteller, wenn auch manchmal die Katze (Kater?) Odysseus (ihr/ihm gehört ein intellektuelles Ehepaar) im Mittelpunkt steht, deren Perspektive wir hin und wieder einnehmen dürfen, und um die wir uns, je nach Neigung, ständig Sorgen machen müssen. Dauernd haut das liebenswerte Vieh ab oder wird im Stich gelassen, für Katzenfreunde harter Tobak. Allerdings bin ich mir sicher, dass dem Tier im richtigen Leben nicht ein Haar gekrümmt wurde, auch wenn es ein sehr eigenwilliger Darsteller war, der so manche Szene beim Drehen geschmissen haben soll. Am meisten werden wir jedoch in diesem großartigen, vielschichtigen Film, der keinen Plot im eigentlichen Sinn hat, sondern lediglich eine Woche im Leben eines Musikers portraitiert, mit dessen Scheitern konfrontiert. Er ist einer, der knapp vor Dylan da war, es aber dennoch nicht geschafft hat. Da kommt das reale Vorbild Dave Van Ronk und seine tatsächlich existierende, namensgebende Platte „Inside Dave Van Ronk“ (auf dem er und eine Katze zu sehen ist) ins Spiel, dessen Songs vom zeitgenössischen Folk-Star Marcus Mumfort neu arrangiert und von T. Bone Burnett produziert wurden. Gesungen werden alle Folksongs tatsächlich von den Darstellern. Wir erleben neben dem sehr bemerkenswerten Oscar Isaac Justin Timberlake (Jim) im Duett mit Carey Mulligan, die Jean verkörpert, (Peter, Paul & Mary – Feeling) und in einer kleinen Rolle Adam Driver, den man hier gesehen haben muss, um zu glauben, dass man den albernen Song „Please Mr. Kennedy“ tatsächlich ein zweites und vielleicht sogar drittes Mal hören will, vorausgesetzt, man darf ihn dabei beobachten.

Leitmotivisch zieht sich das Thema Tod durch den Film. Davis Freund und Partner hat sich zwar von der falschen Brücke gestürzt, ist aber dennoch gestorben, sein Vater und der alte Jazzmusiker werden es nicht mehr lange machen, ein entstehendes Leben bekommt vermutlich keine Chance und selbst die Katze springt nur mit viel Glück dem Tod von der Schippe. „Hang me, oh hang me, I’ll be dead and gone“ klagt Llewyn Davis zum Auftakt und am Ende des Films, in dem nicht nur Folkstücke zu hören sind. Klassische Musik, die wir mit Tod und Trauer in Verbindung bringen, ist immer wieder im Hintergrund zu hören. Bob Dylan wird in diesem Film im Gegensatz zu Elvis nicht erwähnt, aber vielleicht ist er derjenige, mit dem Llewyn Davis sich in der am Ende gleich des Refrains eines Songs sich wiederholenden Szene zusammengeschlagen wird, mit dem er sich in dieser unwirtlichen Nacht den Hut teilen muss.

Inside Llewyn Davis wurde zum ersten Mal am 19. Mai 2013 auf dem Filmfestival in Cannes öffentlich gezeigt und gewann dort verdient den Großen Preis der Jury. So wollen wir Scheitern sehen. Sie sind uns doch viel näher, diese Loser, als die großen Sterne am Musik- und Filmhimmel. Die Coen-Brüder, Tausendsassas, die Regie geführt haben, für das Drehbuch und Schnitt verantwortlich zeichnen und ihren Film mitproduzierten, erweisen sich einmal mehr als Großmeister des amerikanischen Kinos mit stets stilsicherem Händchen und eigenwilligem Humor. Wie alle großen Filme, gehört er natürlich vor allem auf die Kinoleinwand, aber zum wiederholten Anschauen ist es ein verdammt gutes Gefühl, ihn in seiner Sammlung zu haben.

Helga Kurz
1. Februar 2014
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Everything You Touch Turns to Sh**. You’re Like King Midas’s Idiot Brother.”, 26. September 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis [Blu-ray] (Blu-ray)
Ganz so schlimm steht es sicherlich nicht um den Folk-Musiker Llewyn Davis (Oscar Isaac), der im Jahre 1961 in Greenwich Village versucht, eine Solokarriere aufzubauen, nachdem sein Partner Mike vor einiger Zeit von der George Washington Bridge gesprungen ist, aber der Erfolg, von dem er träumt und der ihm ein finanziell einigermaßen sicheres Leben würde bereiten können, wird wohl ausbleiben.

Joel und Ethan Coen haben mit „Inside Llewyn Davis“ (2013) einen noch ruhigeren Ton angeschlagen, als sie es in ihren letzten beiden Filmen – „True Grit“ (2010) und „A Serious Man“ (2009) taten, was diejenigen unter ihren Fans, die die beiden Regisseure eher mit skurrilen Komödien – warum eigentlich? Ist man noch immer nicht über „Arizona Junior“ (1987) hinweg? – in Verbindung bringen, vielleicht sogar verprellen könnte. „Inside Llewyn Davies“ hat eigentlich keinen richtigen Plot, und wenn wir uns das überraschende Ende sowie das resignierte „Au revoir“, mit dem Llewyn uns aus dem Film entläßt, vergegenwärtigen, könnten wir sogar die narrative Linearität, mit der eine Woche im Leben dieses Folk-Musikers dargestellt wird, überhaupt in Frage stellen. Wie aber könnte es wohl Linearität geben im Leben eines Mannes, der – nach der Aussage einer wütenden Ex-Geliebten – sich keine Gedanken um seine Zukunft macht und dem der Spatz in der Hand immer näher zu sein scheint als die Taube auf dem Dach? Llewyns Ansprüche an die Zukunft sind eigentlich hoch: Er möchte leben, und nicht nur existieren wie sein Vater und seine spießige Schwester dies seiner Meinung nach eben tun. Leben kann er durch die und in der Musik, und nachdem sein Partner Mike in den Freitod gegangen ist, ist Llewyn festentschlossen – ob aus Ehrgeiz oder aber aus Kummer über den Verlust, bleibt unklar –, eine Solokarriere in Angriff zu nehmen. Die Frage eines Studiobosses in Chicago, ob er bereit sei, mit anderen Musikern zusammen eine Gruppe zu gründen, verneint er kategorisch. Doch die Coens machen immer wieder deutlich, daß Llewyn wohl nichts Bleibendes hinterlassen wird: So ist seine Ex-Geliebte Jean (Carey Mulligan), die nun glücklich mit dem Musiker Jim (Justin Timberlake) zusammenlebt, entschlossen, das Kind, das sie erwartet, abzutreiben, weil es von Llewyn sein könnte und weil sie auf keinen Fall ein Kind von ihm austragen möchte. Später wird Llewyn erfahren, daß eine andere Frau, der er die Abtreibung finanzierte, ihr Kind geboren hat, ohne ihn davon zu unterrichten – und als er während seiner Rückkehr aus Chicago an dem Ort vorbeikommt, in dem sie und sein Sohn nach Aussage des Arztes leben, scheint Llewyn nur einen kurzen Augenblick lang darüber nachzudenken, die Abfahrt zu nehmen, bevor er sich schließlich eines anderen besinnt und alles so läßt, wie es ist. Bezeichnenderweise wird Llewyn auch dem Studioboss in Chicago mit „The Death of Queen Jane“ ein Lied vorspielen, daß von einer schwierigen Geburt handelt, in deren Verlauf die Mutter, Jane Seymour, sterben sollte, so als ahne er schon das vernichtende Urteil des Musikproduzenten.

Dem Zuschauer wird es wahrlich nicht einfach gemacht sich zu entscheiden, ob ihm Llewyn sympathisch ist oder nicht. So ist die Selbstverständlichkeit, mit der er sich durchs Leben schnorrt und, nachdem er alle ihm bekannten Couches in seinem Freundes- und Verwandtenkreis abgeklappert hat, sich kurzerhand bei einem Musiker, den er gerade erst kennengelernt hat, einquartiert, alles andere als einnehmend. Auch seine Besorgnis um die Katze der Gorfeins (Ethan Phillips und Robin Bartlett), eines wohlhabenden, kunstinteressierten Ehepaars, das sich regelmäßig seiner annimmt, scheint nur der Besorgnis um einen potentiellen Schlafplatz geschuldet zu sein. Zudem ist seine Arroganz etwas, das er sich eigentlich nicht leisten kann, und seinen moralischen Tiefpunkt erreicht er wohl, als er die Katze, die er statt der Gorfein-Katze aufgelesen hat, zusammen mit einem schlafenden, drogenabhängigen Wrack von Jazzmusiker (John Goodman) im Auto zurückläßt. Doch kann man andererseits auch mit Llewyn mitfühlen – nicht nur dort, wo er sich gegen die zynischen Bemerkungen des abgehalfterten Jazzmusikers Roland Turner erwehren muß, sondern auch wenn er sich gegen die Versuche der Gorfeins verwahrt, ihn zur Unterhaltung ihrer Gäste bei Tisch aufspielen zu lassen. Wie ergreifend seine Musik jedoch eigentlich ist, kann man in der Szene sehen, in der es ihm gelingt, seinen demenzkranken Vater durch seine Interpretation des irischen Liedes „The Bonny Shoal of Herring“ für einen kurzen Moment ins Leben zurückzuholen.

Aber Llewyn ist eben zur falschen Zeit am richtigen Platz, und wahrscheinlich auch mit der richtigen Art von Musik. Ihm bleibt nichts, als sich mit Musiksessions in der Kneipe von Pappi Corsicato (Max Casella) über Wasser zu halten, wo er seinen Hut unter den Gästen herumgehen lassen kann, und ironischerweise teilt er sich zum Ende (oder Anfang?) des Filmes seinen Hut mit niemand Geringerem als Bob Dylan, der zu jener Zeit gerade sein Debut in der Folkszene gab.

Die Coens erzählen diese Nicht-Geschichte, in der es nur einem Kater namens Ulysses gelingt, irgendwie wieder zu Hause anzukommen, während Llewyns Odyssee weitergeht, gänzlich unaufgeregt und mit einer Behutsamkeit, die ihrem Sujet sehr entgegenkommt. Fast immer werden die Songs, die wir zu hören bekommen, in ihrer Gänze ausgespielt, so daß die Musik selbst – ähnlich wie in einem John-Ford-Western oftmals die Landschaft – zur heimlichen Hauptdarstellerin aufsteigt. Der einzige Musiker, von dem wir nichts hören, ist der verbitterte Mr. Turner, und das sagt in einem Film wie „Inside Llewyn Davis“ schon sehr viel aus. Kameramann Bruno Delbonnel filmt die Woche aus dem Leben eines glücklosen Musikers in sehr gedämpften Farbtönen, was den Eindruck einer längst vergangenen Zeit sowie die Melancholie des Filmes unterstreicht. Doch sollte diese Gedecktheit der Farben nicht darüber hinwegtäuschen, daß es auch viele Momente eines leisen Humors gibt, der sich mitunter recht unerwartet Bahn bricht, wenn beispielsweise Mrs. Gorfein erkennt, daß Llewyn ihnen eine falsche Katze untergejubelt hat, und, anklagend die Katze in die Luft haltend, ruft: „Where’s his scrotum?“ Zudem gibt es auch eine Vielzahl typisch coenesker seltsamer Nebenfiguren, wie etwa die Dinnergäste der Gorfeins, die Gorfeins selbst und den von Goodman gespielten Jazzman. Mindestens ebenso beeindruckend sind allerdings die schauspielerischen Leistungen der Hauptfiguren: Da werden vielsagende Blicke ausgetauscht, mal anklagend, mal verwundert, ein stetiges Mißverstehen, wie man es auch dem richtigen Leben kennt. Und so wird denn deutlich, daß die Coens mal wieder, leicht verfremdet, aber unverkennbar, ein Stück aus dem richtigen Leben abgebildet haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ulysses, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
(Kinoversion)

Da sind sie wieder, die Coen-Brüder. Und wie üblich mal wieder für eine Überraschung gut. Nach nicht gerade gelungenen Ausflügen ins Western- ("True Grit") und Komödiengenre ("Ladykillers"), machen die Coens nun wieder das, was sie am besten können: melancholische, hintersinnige Komödien inszenieren, die vor skurrilen Charakteren strotzen und durch verrückte Dialoge begeistern. Zudem ist "Inside Llewyn Davis" eine musikalische Hommage an die Folkmusic der 60er Jahre, die entscheidend von Bob Dylan geprägt wurde. Eine Reminiszenz an Dylan findet sich dann auch in der Schlussszene des Films. Die vielen Songs, die im Film zum Besten gegeben werden, erinnern oft an die musikalischen Glanzleistungen des Coen-Films "O Brother where art thou?", aber auch an die Musik von Mumford & Sons, was kein Wunder ist, fungiert Marcus Mumford doch hier als Associate Music Producer. Und schlussendlich spielt auch ein Kater bei Llewyn Davis' musikalischer Ulysses (Odyssee) eine nicht unerhebliche Rolle. Folkmusic, Katzen, Selbstfindung, so könnte man das neueste Werk der Coen-Brüder auch zusammenfassen.

Llewyn Davis (Oscar Isaac, "Revenge for Jolly!") versucht sich nach dem Tod seines musikalischen Partners als Solist, konnte bisher aber keine nennenswerten Erfolge aufweisen. Im New York des Jahres 1961 gelangt die auch von Llewyn präferierte Folkmusic gerade in die Gehörgänge der breiten Masse, dennoch war Llewyn bislang kein Durchbruch beschert. Er tritt vornehmlich im Gaslight, dem Club von Pappi Corsicato (Max Casella, "Killing them Softly") auf und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da er keine eigene Wohnung hat, schläft er abwechselnd bei verschiedenen Freunden, unter anderem bei Jean (Carey Mulligan, "Der große Gatsby") und ihrem Mann Jim (Justin Timberlake, "In Time"), die musikalisch weit erfolgreicher sind als er. Da Llewyn sich von seinem Agenten Mel unzureichend vertreten fühlt, macht er sich auf nach Chicago, um dort Plattenboss Bud Grossman (F. Murray Abraham, "Amadeus") von sich zu überzeugen. Kein leichter Weg, vor allem nicht, wenn man mit arroganten Jazzmusikern (John Goodman, "Argo") und verkappten Dichtern (Garrett Hedlund, "Tron: Legacy") im Auto sitzt. Wird es Llewyn noch gelingen, sich als Solokünstler durchzusetzen oder muss er seine musikalischen Träume aufgeben?

"Inside Llewyn Davis" ist ein wunderbares Portrait der Zeit, in der die Folkmusic ihren Siegeszug um die Beliebtheit beim amerikanischen Volk begann. Darüber hinaus entwerfen die Coen-Brüder ein authentisches Bild New Yorks in den 60er Jahren. Ihr Protagonist Llewyn Davis, die verkrachte Existenz, fungiert dabei als verschrobene Projektionsfläche einer Zeit, die im Umbruch ist und deren Werte sich neu definieren.

Die Musik steht hier eindeutig im Vordergrund, was zugleich für ein kleines Manko des Films sorgt. Sofern man nicht inbrünstiger Folkmusic-Fan ist, könnte es einem ab und an etwas zuviel werden mit den dargebotenen Songs. Vor allem, weil die Coen-Brüder sich entschieden haben, jeden Song, der vorgetragen wird, voll auszuspielen, wo ab und ein eine Strophe samt Chorus gereicht hätte. Außerdem ist die Handlung interessant genug, so dass man eigentlich lieber noch mehr von den Protagonisten erfahren hätte als nur immer wieder ihren Songs zu lauschen. Dennoch beherrschen die Coens die Kunst, aus vermeintlich wenig Inhalt ganze, wunderbare Filme zu komponieren. Wir haben nur teil an einer einzigen Woche in Llewyn Davis' Leben und doch füllen die Coen-Brüder damit 105 Filmminuten. Sie begleiten Llewyn Davis bei seiner Suche nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit, ins Gaslight, zu seinem Agenten, zu seinen Freunden und auf seinem Trip nach Chicago. Sie lassen ihn immer wieder scheitern und immer wieder aufstehen und beleuchten gekonnt seine schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dabei kreuzt auch immer wieder ein getigerter Kater Llewys Weg, im wahrsten Sinne ein kleiner Running Gag des Films. Und auch sonst trifft Llewyn viele Menschen, mit denen er nur gemein hat, dass er mit ihrem Umgang überfordert ist. Ob das nun die ständig fluchende Jean ist, die er vielleicht geschwängert hat, sein Freund und Jeans Mann Jim, der mit albernen Liedchen große Erfolge feiert, ein drogenabhängiger Jazzmusiker oder ein schweigsamer, Kette rauchender Songwriter mit äußerst merkwürdigen lyrischen Anwandlungen. Ihnen allen begegnet der misanthropische Llewyn mit einer Mischung aus Gleichgültig- oder Ungläubigkeit. Er ist desillusioniert, will aber dennoch seinen Traum von Durchbruch als Musiker (noch) nicht aufgeben. Verarmt, aber stur geht er seinen Weg als Solokünstler, obwohl er schon selbst nicht mehr an seinen Erfolg glaubt.

Die Coen-Brüder haben wie immer einen großartigen Cast für ihren Film gewinnen können. Oscar Isaac überzeugt sowohl als Folksänger als auch als wortkarger, mürrischer Einzelgänger, der immer wieder dieselben Fehler macht. Carey Mulligan gibt hier eine herrlich rotzige, ständig schimpfende Sängerin, die einfach nicht treu sein kann. Justin Timberlake überzeugt als naiver, talentierter Folksänger mit Bart und Wollpulli und John Goodman liefert eine grandiose Vorstellung als scharfzüngiger Jazzmusiker mit Drogenproblem ab. Mit den ebenfalls von den Coen-Brüdern geschriebenem Script sind diese hervorragenden Darstellerleistungen aber auch kein Wunder, da sich hier einzigartige Dialoge finden, bei denen nahezu jeder Satz punktgenau trifft.

Dieses überaus musikalische Drama läuft zwar nicht ganz zur biglebowskihaften Genialität auf, dafür steht das Thema Musik zu sehr im Vordergrund, weiß aber dennoch durch den typischen coenschen Humor zu überzeugen. Ein ruhiger, langsamer Film mit immer wieder berührenden oder komischen Momenten, auf den man sich einlassen muss, der einen aber dann mit wunderbarer Skurrilität und einer wirklich putzigen Katze belohnt. Deshalb gerne vier von fünf Folksongs, die oft das wahre Leben widerspiegeln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige Musik, atmosphärische Bilder - und eine kleine "Schwäche", 1. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
"Inside Llewyn Davis" ist sicherlich kein einfacher Film.
Das hat zum einen damit zu tun, dass die Coen-Brüder dafür verantwortlich zeichnen, was für mich zwar ein Qualitätssiegel ist, für viele aber die Warnung impliziert, dass man durchaus auch Probleme mit dem Film haben könnte.
"Inside Llewyn Davis" ist im Endeffekt ein typischer Coen-Film, was Dramaturgie, Bilder, Soundtrack und Atmosphäre angeht. Dementsprechend viel macht er in meinen Augen auch richtig und bleibt mir somit auch in positiver Erinnerung.

Während den ca. 100 Minuten, die der Film dauert, lernt man als Zuschauer Llewyn Davis kennen, einen zweifellos talentierten aber hoffnungslos mittellosen Amateurmusiker (gespielt von Oscar Isaac, u.a. bekannt aus "Drive" & "Die zwei Gesichter des Januars"), der mangels Gagen und kommerziellen Erfolgs seiner selbst aufgenommenen Platte von Tag zu Tag hier und dort bei Freunden und Bekannten aufkreuzt, um überhaupt ein Bett zum Schlafen zu haben. Schnell wird klar, dass Davis ein besonderer Musiker ist, dem allerdings nicht nur seine eigene, tragisch verlaufene musikalische Vergangenheit, sondern auch die knallharte Realität des Alltags wie eine brandende Wellt entgegenschlägt.
In mehr oder weniger einer Woche, die der Film abdeckt, wird man Zeuge vom Leben eines Musikers, wie es ihn wahrscheinlich aberhunderte Male da draußen gibt. Gut, aber nicht massentauglich. Musikalisch vielversprechend, privat aber eine einzige Katastrophe. So eben auch der gewissermaßen trödelige, lethargische Davis, der sich auf einmal einer möglichen Schwangerschaft seiner Ex-Freundin, die ihn nicht nur deshalb mit Verachtung straft, und diversen anderen, gestörten Bekanntschaftsverhältnissen konfrontiert sieht.
Das Einzige, was ihm bleibt, ist die Musik. Und die sorgt auch hauptsächlich dafür, dass dieser Film mit seiner berührend traurigen, aber teilweise auch heiteren Art und Weise das Herz des Zuschauers erreicht.

Die meisten Songs sind von Isaac selbst eingesungen. Und er entpuppt sich als wahnsinnig toller Sänger mit einer unverwechselbaren Folk-Stimme, die perfekt auf den Charakter und seine Musik zugeschnitten ist. Auch erweist sich Isaac als respektabler Gitarrist. Musikalisch stellen ihm die Coen-Brüder keinen anderen als den früheren Boygroup-Teenieschwarm Justin Timberlake zur Seite, der in einer Nebenrolle als Lebensgefährte von Davis' Ex-Freundin (Carey Mulligan) überzeugend agiert. Zusammen mit Adam Driver bilden die drei in einer Szene ein wunderbares musikalisches Trio, bei dem man nicht anders kann, als über beide Ohren zu grinsen.
Ansonsten ist der Soundtrack - das Herzstück dieses Films - verhalten und eher ruhig, die Folk-Songs, die Isaac zum Besten gibt, erzeugen Sehnsucht und Melancholie, womit sie also alles richtig machen. Besonders gut gefielen mir die Tracks "Hang me, oh hang me", das zu Beginn und am Ende des Films läuft, sowie der Song, den Davis beim Vorspielen bei einem Plattenproduzenten spielt: "The Death of Queen Jane".

Wie schon angesprochen ist "Inside Llewyn Davis" auch von der Kameraarbeit und den gezeigten Bildern her absolut überzeugend und auf gewohnt hohem Niveau wie andere Coen-Filme.
Besonders gut gefielen mir auch die fein gestreuten Bildmetaphern, die immer wieder auftreten und echte "Running Gags", wie Davis' tierischen Begleiter filmtechnisch großartig ergänzen.

Insgesamt kann ich an dem Film also eigentlich kaum was aussetzen, überzeugt er doch vollends durch seine Musik, seine guten Darsteller und dichte Atmosphäre. Auch mit seiner ruhigen Art und wortkargen Dialogszenen komme ich prima klar, da vor allem letztere dennoch echte Topmomente des Films darstellen, z.B. Davis' Besuch bei seinem Vater oder seine Begegnung mit dem Jazzmusiker Roland Turner (großartig gespielt vom alten Coen-Weggefährten John Goodman).

Ich kam beim Anschauen allerdings nicht umhin, den Film mit einem anderen, "Inside Llewyn Davis" sehr ähnlichen Werk zu vergleichen, nämlich mit "Once". Keine Frage - musikalisch sind beide Filme über alles erhaben und nehmen sich kaum etwas. Auch in anderen Punkten gefallen mir sie erstaunlich identisch gut.
Nur was die Handlung, und hier vor allem die besondere "Aussage" angeht, fehlt mir bei "Inside Llewyn Davis" einfach das gewisse Etwas.
Wo "Once" am Ende einfach eine fabelhafte, charmant gelöste Antwort auf eine der großen Fragen des Lebens liefert, lässt "Inside Llewyn Davis" den Zuschauer beim Beginn des Abspanns ein bisschen - ich nenne es einfach mal - einsam zurück. Das dürfte durchaus im Interesse von Ethan und Joel Coen gewesen sein, ist mir als Zuschauer allerdings gerade im Direktvergleich mit "Once" etwas zu dürftig. Vielleicht bin ich aber in solchen Fällen einfach zu altmodisch und kitschig. Sicherlich nicht jeder braucht am Ende noch den großen Wink mit dem Zaunpfahl.

Unterm Strich ist für mich "Inside Llewyn Davis" aber auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film. Für alle Fans der Coen-Brüder sowieso, für Liebhaber von Musikfilmen und Folkmusik ebenfalls und ganz im Speziellen auch für alle, die "Once" großartig fanden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Glas bleibt halb leer oder vom Pech, nicht berühmt zu werden, 11. Juli 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
(Filmbesprechung)

Was braucht es, um ganz oben im Rampenlicht zu stehen? Können? Glück? Bestimmung? Der Film geht diesem Geheimnis nach und findet letztendlich keine Antwort.

Llewyn möchte mit seinen Lieder einfach seinen Lebensunterhalt bestreiten. Doch er scheint umfassend vom Pech verfolgt. Trotz seines unerschütterlichen Willens, geht so ziemlich alles schief, was überhaupt schiefgehen kann. So ist er gefangen in potentieller Obdachlosigkeit, im Wohlgefallen seiner Freunde, ihm einen Schlafplatz anzubieten, der Willkür von irgendwelchen Talentförderern und seiner tiefen Melancholie, die wohl daher rührt, dass sein Folksong-Partner sich von der Brücke gestürzt hat.
Doch er hat durchaus die Fähigkeit, sich um einen ausreißenden Kater zu kümmern, seinem dementen Vater eine kleine Freude zu bereiten und seine schwangere Freundin nicht gänzlich im Regen stehen zu lassen. Erfolg hat wohl nichts mit Gutmütigkeit zu tun.....

Verschroben – eigenwillig – tiefgründig – melancholisch – berührend … das sind Attribute, mit denen ich dieses neue Werk der Coen-Brüder titulieren würde. Sie haben ihren ganz eigenen Humor diese Jungs, und obwohl es sich sicherlich vordergründig rein gar nicht um eine Komödie handelt, gab es im Kino so viele Momente des Lachens, wie sonst selten. Es sind diese kleine Augenblicke der diffizilen Situationskomik, gepaart mit einer bewegenden Geschichte, die für mich den Film umfassend sehenswert machen.

Oscar Issac verkörpert die Rolle des Llewyn einfach großartig. Justin Timberlake erkannte ich erst auf den zweiten Blick und war von seiner Wandlungsfähigkeit überrascht.

Irgendwie ziehe ich Parallelen zum deutschen Film "Anleitung zum Unglücklichsein", der jedoch in einer anderen (unteren) Liga spielt. Es geht letztendlich um das Glück im Leben. Llewyn koppelt es untrennbar mit seinem Erfolg als Sänger und verliert dabei die anderen Bereiche seines Daseins aus den Augen. Ein ganz schön aktueller Film, wenn man den heutigen Irrsinn bezüglich DSDS und ähnlichen Formaten in den Fokus nimmt.

Die Ausstattung des Filmes ist übrigens perfekt. Man fühlt sich direkt in die frühen 60iger des letzten Jahrhundert zurück versetzt.

Fazit: Das Besondere sehenswert
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielschichtige ballade, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
es gibt keinen film der coen brothers der es nicht wert ist ihn sich mindestens einmal anzuschauen. Diesen will man mit sicherheit öfter als einmal sehen, daher sei der kauf dringend empfohlen. Diese melancholische ballade über den tod, das scheitern - sich selbst im weg stehen - zur falschen zeit am falschen ort sein etc. ist, auch wenn einige anderes behaupten, ein typischer coen brothers film. Die gescheiterten charaktere die den film bevölkern, die sensible aber eben auch schwarzhumorige erzählweise und die vielschichtigkeit, symbolik und abgründigkeit sind absolut typisch für das brüderpaar das schon seit jahren mit schöner regelmäßigkeit glanzleistungen abliefert von denen die anderen filmschaffenden amerikas noch nicht einmal zu träumen wagen. Wie immer erstaunlich auch die wunderbaren bildkompositionen bei denen man das gefühl hat die plattencover der früh sechziger folk szene würden lebendig werden.

Auch die schauspieler sind wie man das von den coen brüdern gewohnt ist überragend. Und auch die musik wirkt absolut glaubhaft.

Während all die glänzenden hollywood biopics über ray charles, j. cash und andere trotz oft guter besetzungen und handwerklicher perfektion oberflächlich blieben bietet dieser film, mit seiner zwar an david v. ronk angelehnten aber eben doch fiktiven hauptfigur, einen weitaus glaubwürdigeren, einfühlsammeren und ehrlicheren aber dabei auch weitaus poetischeren einblich in das harte musikerdasein.

Einen film dieser klasse sieht man nur alle zwei/drei jahre mal.

Ein meisterwerk.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Blueray Disc hat KEINE englischen Untertitel!, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis [Blu-ray] (Blu-ray)
Weiss der Kuckuck, was den Vertrieb geritten hat, bei der Menge Speicherplatz auf der Disc auf die englischen Untertitel zu verzichten (ja, es gibt Leute, die schauen sich Filme in Originalsprache mit Untertiteln in Originalsprache an, weil insbesondere im Dialekt nicht immer alles sofort verstanden wird). --> UK version kaufen, z.B. bei Amazon.co.uk
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film, 9. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film und die Bluray sind einwandrei, allerdings hat diese Bluray(!) keine englischen Untertitel, was für mich einfach nicht verständlich ist
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typischer Film der Coen-Brothers, 12. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inside Llewyn Davis (DVD)
Wer bei "Inside Llewyn Davis" großes Blockbusterkino erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Denn Ethan und Joel Coen bleiben ihrem Stil treu und setzen im wahrsten Sinne des Wortes auf die leisen Töne. Dabei entsteht eine gefühlvolle, amüsante und sehr gelungene Darstellung der Folkmusikszene im Greenwich Village, die von einer überragenden Filmmusik unterlegt wird. Nach dem Ansehen (und Anhören) dieses Filmes bleibt die Frage offen, warum es keine Oscar-Nominierung für die Musik gab, verdient wäre sie definitiv gewesen. Des Weiteren zu loben sind die hervorragenden Darstellerleistungen. Die unaufgeregte Performance Justin Timberlakes überzeugt ebenso wie Hauptdarsteller Oscar Isaac, der in diesem Film geradezu über sich hinauswächst.
Alles in allem ein doch typischer Coen-Film, auch wenn die typische Komik zum Teil fehlt. Das schmälert die Freude beim Ansehen des Filmes allerdings keineswegs, weshalb eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden kann.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut pur... Hang me ohhh Hang me...., 11. April 2014
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Ein absoluter Ausnahmefilm bei dem ich mir denken kann das 70% der Leute ihn einfach nur langweilig finden werden. Doch mit hat der Film und vor allem die gefühlvolle Musik und Texten völlig mitgerissen. Oscar Isaacs Stimme ist einfach der Hammer, endlich mal wieder Musik und nicht dieses neumodische rumrerülpse mit am besten 20x yo Ey alter oder sonst irgendwelchen super einfallsreichen Texten was eh alles gleich klingt.

Und Leute gebt die 5€ mehr aus zu Special Edition denn das Zusatzkonzert ist mit 35 Titeln echt jeden Cent wert.
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Inside Llewyn Davis
Inside Llewyn Davis von Ethan Coen
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