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Kundenrezensionen

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am 6. April 2014
Nachdem ich das erste Buch ("Die verlorene Geschichte") der Autorin durchaus gerne gelesen habe, habe ich mich regelrecht auf dieses Buch gefreut... und wurde leider enttäuscht. Die Erzählung in der Rückblende erscheint blass, die vermeintlich enge Freundschaft zwischen Corinna und Beatrice ist für den Leser nicht fühlbar, die Protagonisten bleiben hölzern und farblos. Getoppt wird es noch durch die Geschichte in der Gegenwart. Mias Metarmorphose vom ahnungslosen jung verheirateten Hausmütterchen (wie wenig zeitgemäß war das bereits 1992 ?) zur taffen Macherin ist mehr als unglaubwürdig, die Abläufe in Sachen Erbschaft (formale Notwendigkeiten und Geldtransaktionen) schlicht unmöglich.
Richtig peinlich wird dann die Liebesgeschichts zwischen Mia und Sean. Bereits in ihrem ersten Roman fand ich die Beschreibung der "Romanze" ziemlich teeniehaft :-(
Wer spannende Romane auf zwei Zeitebenen inklusive glaubwürdiger Liebesgeschichten sucht,sollte sich lieber an Kate Morton, Lucinda Riley und Katherine Webb halten.
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am 21. März 2014
"Der entschwundene Sommer" von Rebecca Martin erzählt die Geschichte einer verworrenen Familie, dessen Geheimnisse die Nachfahrin Mia, im Jahre 1992, nachgeht. Denn seitdem sie erfahren hatte, dass sie adoptiert wurde, schlummerte seither die Frage, die Neugierde nach ihrer Vergangenheit. Als sie dann auch noch ein altes Hotel erbt, beginnt Mia die Suche nach Antworten.

Das Spannende an dem Buch ist der Wechsel in die Vergangenheit, in der man das Leben von Mias Oma, um den 1. Weltkrieg, miterlebt, und in die Gegenwart, in der Mia mit den Wahrheiten ihres Lebens zurecht kommen muss.
Wie in einem Puzzle, wird Stück für Stück die gesammten Ungereimtheiten aufgedeckt, weswegen man das Buch nicht weglegen mag.

Doch es werden sehr viele Figuren sehr schnell nach einander eingeführt, aus deren Sicht geschrieben wird. Dieser Perspektivenwechsel ist oftmals nicht klar gekennzeichnet. Jedoch lässt dieser Wechsel zu, dass der Leser an den Gefühlen und Gedanken der Figuren teilhaben kann. Dadurch versteht man deren Handlungen.

Durch den geschichtlichen Hintergrund, um den 1. Weltkrieg, bekommt man Einblicke in diese Zeit, dem Leben und den Gefühlen. Dazu tragen auch die Kriegsszenen bei, die oftmals kurz gehalten wurden und nicht in das Gesamtwerk zu passen scheinen. Sie zeigen die Gefühle zweier Soldaten, welche sich durch den Krieg verändern. Deshalb wichtige Szenen für die weitere Handlung.

Das offene Ende lässt einige Fragen unbeantwortet: Was wird aus dem Hotel? Was ist mit der Ehe von Mia? Erfährt Mia am Ende alles?
Die Schlussszene wirkt überflüssig und hat keine Funktion für die Handlung.

Letztendlich, ein gelungenes Buch mit einem geschichtlichen Hintergrund, spannungsreich - Ein Buch zum Entspannen und eine Vorfreude auf den Sommer. (Großes Plus sind die sinnlichen Beschreibungen der verschiedenen Sommer.)
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am 19. September 2014
Nachdem mir der erste Roman von Rebecca Martin sehr gut gefallen hat und ich momentan gänzlich auf dem Trend der "Zwei-Zeiten-Romane" mitschwimme, in denen es um Familiengeschichten und Schicksale geht, wollte ich mir den entschwundenen Sommer natürlich nicht entgehen lassen.
Es fing vielversprechend an; ein Teil der Geschichte spielt in der "Gegenwart" (wobei 1992 ja auch schon fast Vergangenheit ist), der andere in der Vergangenheit (Anfang 20.Jhr.) - so wie man es von eben dieser Romanart gewohnt ist. Doch je länger ich las, umso merkwürdiger wurde alles.
Die Charaktere nahmen mich nicht wirklich ein, was bereits mehrfach in Rezensionen hier erwähnt wurde. Allesamt sind etwas farb - und lieblos. Doch was mich viel mehr stört und offenbar sonst niemandem aufgefallen zu sein schien ist, dass die zeitliche Recherche eine Vollkatastrophe ist.
Über jedem Kapitel steht das Jahr - in der Gegenwart 1992, wie erwähnt und dann besitzt die Protagonistin eine Handy (bei dem immerhin noch erwähnt wird, dass es etwas ganz Neues und modernes sei), ebenso wie ihr Mann. Der ist jedoch so hoch verschuldet, dass er selbst das Konto seiner Frau plündert und dieses gesperrt wird. Wenn man sich zur damaligen Zeit ein Handy gekauft hat, dass hat dies mehrere hundert Mark gekostet und war sicher nicht einfach so zu bekommen. Nun gut. Weiter... Die Stieftochter arbeitet dann an einem alten Computer einer Freundin und entwirft Speisekarten damit. Aus das ist wohl eher unwahrscheinlich in Anbetracht der Tatsache, dass selbst modernste Heimcomputer 1992 noch nicht all zu viel konnten. Und Schulden hat die gute Frau, nämlich 10.000€. Die Umrechnung in Euro hat ja bereits einige Jahre vor der Währungsreform begonnen, aber sicher noch nicht 1992.
Dann hat sie kein Geld, renoviert aber mal eben mit Freunden ein komplettes Ausflugslokal, inkl.neuer Küchenmöbel, die die Freundin unglaublich günstig geschossen hat. Zuvor wusste sie nicht einmal womit sie ihr Essen kaufen sollte...
naja und wenn man sich erst einmal angefangen hat über solche Dinge aufzuregen, dann findet man natürlich überall solche fehlerhaften Kleinigkeiten, über die ich bei einem wirklich guten Buch gern hinweggesehen hätte. Wirklich schade :-(
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. März 2014
Ich habe nun mit diesem den zweiten Roman dieser Autorin gelesen, und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Sie verfügt über einen lebhaften, fesselnden Schreibstil, der den Leser von Anfang an in die Geschichte tief hineinzieht. Obwohl sich dieser Roman in verschiedenen Zeitebenen abspielt, verliert man doch nicht den Faden. Im Gegenteil, der rote Faden zieht sich durch den gesamten Roman und findet erst zum Schluss zu einem spannenden Ende zusammen.

Zum Inhalt:

Die Geschichte beginnt kurz vor dem 1. Weltkrieg 1912 in einem malerischen Hotel an einem idyllischen See im Taunus. Hier leben die Hotelierstochter Beatrice und ihre beste Freundin Corinna, deren Mutter in der Küche arbeitet. Sie sind mit den zwei Söhnen Johannes und Ludwig der von Thalheims befreundet, die jedes Jahr im Sommer dort ihren Urlaub verbringen. Ihr Freundschaft wird erstmals auf eine harte Probe gestellt, als die heranwachsenden Mädchen sich beide in den etwas älteren Johannes verlieben. Für Frau von Thalheim sind beide Mädchen völlig unakzeptabel, da sie unter ihrem Stand sind. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass sich Johannes in Beatrice verliebt, was auch Ludwig mit Argwohn registriert. Als dann der Krieg ausbricht und beide als Soldat an die Front müssen, beginnt die Katastrophe.

1992 in Frankfurt: Die junge verheiratete Mia hatte kurz nach dem Tode ihrer Eltern erfahren, dass sie adoptiert ist. Nun erhält sie Post von einem Rechtsanwalt, der ihr mitteilt, dass sie von ihrer Großmutter ein Hotel im Taunus und ein Haus im Frankfurter Westend geerbt hat. Als sie sich das Hotel anschaut, verliebt sie sich sofort darin, obwohl alles ziemlich heruntergekommen ist. Zeitgleich versucht sie mehr über ihre Vorfahren herauszubekommen und was sie mit dem Hotel verbindet. Unerwartet erhält sie dabei Unterstützung von dem Iren Séan, der ihr nicht gleich verrät, warum auch er sich dafür interessiert.

Ich habe das Buch verschlungen, es hat mich begeistert! Meine absolute Leseempfehlung!
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am 13. November 2014
Dieses Buch ist das langweiligste Bauch,das ich jemals gelesen habe. Die Handlung ist unspektakulär, der Schreibstil ist unprofessionell, die Protagonisten sind nichtssagend, die Recherchen der Autorin sind unzureichend.
Schade um die Zeit, die man für das Lesen dieses Buches vergeudet hat.
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am 10. März 2014
Dieser Roman ist absolut genial! Er beinhaltet alles, was man sich vorstellen kann: Freundschaft, Liebe, Verrat, Intrige, Krieg, Tod und ein großes Geheimnis, das erst zum Schluss aufgeklärt wird. Dabei beschreibt die Autorin jede einzelne Szene so anschaulich, dass man sich wie in die Geschichte hineinversetzt fühlt!
Es werden verschiedene Geschichten ineinander verwoben: die der jungen Mia (1992), die ein Hotel erbt von einer Großmutter, die sie nicht kannte. Indem sie versucht, mehr über ihre Familie herauszubekommen, taucht man ein in die Vergangenheit und in die Geschichte von Corinna, Beatrice, Johannes und Ludwig - zu Zeiten des ersten Weltkriegs. Und dann gibt es auch noch den irischen Geschichtsstudenten, der Mia bei der Suche hilft.
In den verschiedenen Abschnitten des Buches wechselt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart ebenso wie zwischen den einzelnen Protagonisten. Dabei verliert man aber nie den Überblick, wie es manch anderem Roman gerne mal der Fall ist. Man bekommt so einen Einblick in das Leben der Hauptpersonen sowie in das Leben zur Zeit des ersten Weltkriegs. Die Schicksale der Personen sind stark miteinander verwoben, aber erst zum Schluss fügen sich alle Puzzle-Stücke zu einem großen Gesamtbild zusammen.
Fesselnd bis zur letzten Seite. Habe das Buch an einem Tag ausgelesen - und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein!
Sehr empfehlenswert!
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am 16. Mai 2014
Frankfurt 1992 – Mia Belmann, glücklich verheiratet, erbt von einer ihr unbekannten Frau, ihre Großmutter Corinna Mayer ein großes Grundstück, nahe an einem See gelegen, mit einem Hotel und Lokal „Goldener Schwan“. Dass es in ihrer Ehe kriselt, merkt sie an der andauernden Abwesenheit ihres Mannes, der der Erbschaft ziemlich kritisch gegenübersteht. Und an diese Großmutter kann sich Mia so gut wie gar nicht erinnern. Mia hatte schon sehr früh ihre Eltern verloren und wuchs bei fremden Leuten auf. Als sie das erste Mal ihr Erbe besichtigt, beschließt sie es zu renovieren und aus seinem Dornröschenschlaf aufzuwecken. Die Leere in ihr, Sehnsucht nach Antworten, wer war meine Familie, wo komme ich her, lässt sie eintauchen in ihre Vergangenheit. Alte Briefe und Fotos helfen die Scherben zu kitten. Dann bekommt sie unerwartet Hilfe von dem Historiker Sean, ein Ire, der nach Deutschland gereist ist, ebenfalls auf Spurensuche. Historiker wollen Rätsel lösen – Glück für Mia?!

Die Geschichte beginnt im Sommer 1912, zwei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Wie in jedem der vergangenen Jahre reist die Familie von Thalheim mit ihren beiden halb erwachsenen Söhnen in den Sommerferien in den Taunus. Wie immer im Hotel, welches der Familie Kahlenberg gehört. Für die Tochter Beatrice Kahlenberg versprach auch dieser Sommer Abwechslung. So konnte sie mit ihrer Freundin Corinna und den Jungen etlichen Unsinn veranstalten. Obwohl Beatrice’s Mutter es gar nicht gern sah, dass diese mit der unehelichen Tochter einer Küchenhilfe spielte, Standesdünkel halt, setzte Beatrice sich darüber hinweg. Johannes, der ältere der Thalheim-Söhne, weiß das es sein letzter Sommer sein wird. Er soll zu dem ihm verhassten Militär, während sein jüngerer Bruder es kaum erwarten kann, erwachsen zu werden. Beide Mädchen, Beatrice und Corinna, haben ein Auge auf Johannes geworfen. Während eines anscheinend harmlosen Versteckspiel kommt es zu einem schweren Zwischenfall auf dem See. Im Laufe der weiteren Handlung dämmert es dem Leser, was es mit der Fürsorglichkeit von Beatrice Vater um Corinna auf sich hat.
Freud und Leid liegen oft dicht beieinander, so auch in dieser Familiensaga. Hatte man glanzvolle Zeiten erlebt, der Erste Weltkrieg brachte den Tod, Kummer und Leid.
Was mich schon in ihrem Buch „Die verlorene Geschichte“ begeisterte, waren die Charaktere als auch die wunderbar beschriebenen Handlungsorte.

Fazit:
„Der entschwundene Sommer“ ist ein sehr lebendig geschriebenes richtig gutes Buch, dem ich meine absolute Leseempfehlung gebe. Es hat mich in seinen Bann gezogen.
Begeben Sie sich auf die Reise in die Geschichte um ein Geheimnis.
Auf der Suche nach Antworten begeistert der Roman vom Anfang bis zum Ende.
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1992:

Mia ist seit ein paar Jahren wie sie eigentlich denkt glücklich verheiratet. Ihr Ehemann hat zudem eine Tochter mit in die Ehe gebracht, mit der sie sich sehr gut versteht. Dazu hat Mias Mann einen guten Job, so dass sie bislang keine Geldprobleme zu beklagen hatten. Doch seit kurzer Zeit macht sich Mias Gatte nur noch sehr rar zu Hause. Als Mia mehrere Male vergeblich versucht mit ihrer Kreditkarte zu bezahlen, ahnt sie jedoch noch nichts Böses. Sie hat halt auch noch einiges anderes im Kopf- zum Beispiel ihre Erbschaft. Mias leibliche Großmutter hat ihr ein Gasthof und eine Wohnung vererbt und das obwohl Mia eigentlich bei ihrem damaligen Besuch bei ihrer Großmutter dachte, diese würde nichts mit ihr zu tun haben wollen. Mias Mutter starb sehr früh und da Mias Großmutter schon älter war, gab sie die Kleine kurzerhand zur Adoption frei und so wuchs Mia bei Adoptiveltern auf.

Da Mias Mann sich recht widersprüchlich verhält, als er von ihrer Erbschaft erfährt, kommt es zum Streit zwischen dem Paar und Mia macht sich daran, sich ihr Erbe einmal näher anzuschauen. So fährt sie in den Taunus, findet alte Kochbücher und Bilder und lernt unter anderem den Iren Sean kennen, der, so wie Mia ebenfalls mehr über vergangene Zeiten erfahren möchte.

1912:

Die Familie von Thalheim macht so wie jedes Jahr Urlaub in einem Gasthaus im Taunus. Das Ehepaar hat zwei Söhne; den älteren Johannes und den ein paar Jahre jüngeren Ludwig. Die Jungen freunden sich, gegen den Willen der Mutter mit der Gastwirtstochter Beatrice und deren beste Freundin Corinna an, deren Mutter Küchenhilfe im Gasthof ist.
Beide Mädchen verlieben sich in Johannes, doch der hat nur Augen für Beatrice. Beatrice und Johannes wollen heiraten, doch dann naht, der 1. Weltkrieg und die Jungen, nun Männer, müssen an die Front. Werden sich Beatrice und Johannes jemals wieder sehen?

Meine Einschätzung:

Da ich geheimnisvolle Romane im Stile Kate Mortons oder Katherine Webbs sehr mag und mir zudem auch schon Rebecca Martins ersten Roman „Die verlorene Geschichte“ sehr gefiel, wollte ich natürlich auch unbedingt „Der entschwundene Sommer“ lesen.

Wieder einmal treibt die Autorin ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen abwechselnd voran.
Während mir die Geschichte um Beatrice, Corinna, Johannes und Ludwig sehr gut gefallen hat, hatte ich diesmal leider ein paar Probleme mit dem Handlungsstrang rund um Mia. So atmosphärisch dicht Rebecca Martin die historischen Geschehnisse vermitteln kann, bei den Ereignissen, die in der „Gegenwart“ spielen, besonders wenn es darum geht die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mia und den Männern zu beschreiben, hatte ich das Gefühl, als ob diese Romanpassagen der Autorin nicht so ganz lagen, weil sie so schnell und manchmal auch etwas emotionslos abgehandelt wurden.
Auch fand ich Mias Verhalten ein wenig merkwürdig für eine Frau aus der Gegenwart. Sie vertraut ihrem Mann blind, macht sich dazu absolut keine Gedanken über die Finanzen, die dieser allein verwaltet und kommt auch überhaupt nicht auf die Idee, dass er eventuell fremdgehen könnte?

Abgesehen von erwähntem Kritikpunkt hat mich der Roman aber sehr gut unterhalten können, denn auch Mias Handlungsstrang ist spannend in Szene gesetzt worden, da Rebecca Martin es gut versteht, die Neugierde des Lesers zu schüren, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Positiv fand ich vor allem die Idee (und auch die Umsetzung) den historischen Handlungsstrang rund um den 1. Weltkrieg anzusiedeln. Sehr gut hat die Autorin hier die Ängste der Soldaten und auch die anfangs (leider völlig fehlgeleitete) Euphorie und Freude über den Kriegsbeginn bei den Menschen herausgearbeitet. Genauso fehlt auch nicht der typische Standesdünkel der gehobenen Gesellschaft damaliger Zeiten gegenüber dem einfachen Volk.

Fazit: Wer auf der Suche ist nach einem spannenden und geheimnisvollen Unterhaltungsschmöker kann hier auf jeden Fall zugreifen. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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Mia Belman ist überrascht, als sie durch einen Anwalt erfährt, dass ihre Großmutter Corinna ein Ausflugslokal und eine Wohnung vererbt hat. Sie standen sich nie sehr nah und hatten auch keinen Kontakt seit Corinna ihre Enkeltochter im Alter von drei Jahren zur Adoption freigab. Die Gründe dafür sind der heute 30-jährigen unerklärlich geblieben. Spontan will sie das Erbe auszuschlagen. Nur durch einen Anflug von Neugier fährt doch zu diesem Hotel und findet ein verlassenes Haus. Die Kleidung und Besitztümer, die sie noch in den Räumen vorfindet, wecken ihr Interesse. Gegen ihren Willen muss sie sich ihre Großmutter als junge Frau vorstellen, die mit ihrer Freundin Beatrice das Hotel geleitet hat. Sie stöbert durch die alten Papiere und wird von der Vergangenheit förmlich eingefangen.

Die zweisträngige Geschichte erzählt zum einen das Leben der Großmutter Corinna mit ihren Erlebnisse im Sommer 1912 und den Folgejahren und zum anderen Mias aktuelle Situation im Jahr 1992. Mia ist seit fünf Jahren mit Florian verheiratet und lebt mit dessen Tochter Neyla zusammen in Frankfurt. Von ihrer Familie weiß sie nur wenig, da ihre Mutter Lore bei einem Autounfall stirbt als Mia noch ein Kleinkind war. Ihre Großmutter hüllte sich stets in Schweigen, sogar wenn es um ihre eigene Geschichte ging. Mia wusste nur, dass ihr Großvater Ludwig hieß. Eigentlich hat sie weder Lust noch Zeit, sich mit dem Erbe zu befassen. Die aktuellen außerehelichen Ausflüge ihres Mannes mit seiner Assistentin belasten sie zu sehr. Dieses Gefühl in der schier ausweglosen Situation vermittelt die Autorin ihren Lesern. Man kann sich gut in Mia einfühlen und leidet mit ihr. Gleichzeitig ist man neugierig, was es mit der vergangenen Geschichte auf sich hat. Aus den Aufzeichnungen der Großmutter ahnt man bereits das Ende und wartet auf die Bestätigung.

Die Beschreibungen aus der Vergangenheit werden dagegen etwas farbloser beschrieben. Bereits durch die Schilderung distanziert man sich und betrachtet sie durch Mias Emotionen. Es geht hauptsächlich um vier Menschen. Die Freundinnen Corinna und Beatrice lernen im Sommer 1912 die Brüder Johannes und Ludwig besser kennen. Die Jungs verbringen wiederholt den Urlaub mit ihren Eltern im Goldenen Schwan, der Beatrices Eltern gehört. Die damaligen Verhältnisse lassen vermuten, dass sich in den letzten 80 Jahren etwas zugetragen haben muss, das gravierend in die Lebensläufe der vier eingegriffen haben muss. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, ist die idyllische Zeit zu Ende. Corinna berichtet über verletzte Gefühle, Intrigen und Erpressung, die nicht nur Mia fesseln.

Rebecca Martin ist das Pseudonym einer Autorin, die bereits großen Erfolg mit ihren historischen Romanen hatte. Mit diesem Roman hat sie zwar die Epoche und ein klein wenig den Schauplatz gewechselt, aber ansonsten wieder einen unterhaltenden und an den Emotionen rührenden Roman geschrieben.
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am 2. Mai 2014
Der Aufbau dieses Romans erinnert an andere Bücher in denen auf zwei verschiedenen Zeitebenen ein „Familiengeheimnis“ aufgelöst wird. Dass dieses Genre keine hohe Literatur sein soll, erschließt sich dem Käufer vermutlich sehr schnell. Trotzdem möchte ich dieses Buch noch nicht einmal als leichte Sommerlektüre weiterempfehlen, da gibt es vermutlich auch in diesem Genre besseres. Und warum bin ich so kritisch? Die Figuren sind ziemlich farblos, es gibt zwei beste Freundinnen, über deren Freundschaft man kaum etwas erfährt, was macht sie zu Freundinnen, außer dass sie zufällig in der gleichen Umgebung aufwachsen? Wie sieht das genau mit den Gefühlen zwischen den (entstehenden) Paaren aus, warum werden genau diese Personen zu einem Paar? Und Corinnas Beweggründe für ihr Handeln werden zwar benannt, aber dass sich bei mir ein Verständnis für ihr Tun entwickelte, kann ich nicht behaupten.

Und jetzt für mich das größte Manko: die Zeitebenen in dem Buch stimmen nicht bzw. sind sehr, sehr konstruiert. 1992 ist Mia 28 Jahre alt, somit 1964 geboren. Ihre Mutter Lore ist 1921 geboren. Ich möchte nicht behaupten, dass man mit 43 keine Kinder mehr bekommen kann, aber im Buch wird darüber kein einziges Wort verloren, das finde ich zumindest merkwürdig. Zudem wird Lore im Jahr 1947 von ihrer Mutter als „Kind“ angesprochen, dass immer viel mehr Vertrauen zur Tante Beatrice hat. Auch hier ist natürlich mit ganz viel Willen auch nachzuvollziehen, dass eine 26-jährige so umschrieben wird, aber das hätte dann für mich doch eines erklärenden Wortes bedurft.
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