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am 28. Mai 2001
DM sind definitiv zurück und haben ein Album veröffentlicht, welches die DM-Fans begeistert, die mit "ihrer" Band gewachsen sind und DM's musikalische Intention und ihren Intellekt verstehen. Diejenigen, die dem (sorry, nicht so ernst gemeint) Kinderpop der ersten Jahre hinterhertrauern, konnte ich noch nie verstehen. Die Achziger sind vorbei. Wir schreiben das Jahr 2001, und "Exciter" ist ein Album des neuen Jahrtausends. Depeche Mode sind keine "Oldieband", wie fast alle anderen Combos, die in den Eighties groß wurden und heute nur noch Nostalgie versprühen. Ähnlich wie U2 sind sie nie stehen geblieben und Innovation war immer ein Markenzeichen. "Exciter" ist in sich stimmig, und die Songs funktionieren hauptsächlich im Album-Kontext. Geeignete Singleauskopplungen sind vorhanden (Shine, Sweetest Condition, I Feel Loved, ...), doch wenn diese nicht von Depeche Mode stammen würden, blieben sie sicher weitestgehend ungehört. DM haben halt einen hohen Bekanntheitsgrad und eine treue Fangemeinde. Und so können sie es glücklicherweise wagen, eine so experimentelle Perle wie "Dream On" als Single herauszubringen, die dann auch noch Nr.1 wird. Mit DM kehrt auch immer wieder musikalischer Anspruch in die Charts zurück, abseits von Mainstream und Belanglosigkeit. Früher waren sie eine von vielen Synthiepopbands, wenn auch immer die beste. Heute sind sie eine Klasse für sich und haben nicht nur überlebt. Sie sind größer und wichtiger denn je.
Dennoch hat das Album Schwachpunkte, die ich vor allen Dingen bei Mark Bells Produktionsarbeit sehe. Da ich selbst gerne mit Synthies herumspiele, vermisse ich stellenweise die sonst üblichen "ungehörten" neuen Klänge. Die Sounds waren früher einfach nicht mit "herkömmlichen" Synthesizern zu reproduzieren, so ausgefuchst ging meineserachtens Alan Wilder ans Werk. Bei "Exciter" hingegegen ist alles ziemlich nachvollziebar. Die Frage "Wie haben die das blos wieder gemacht?" stellt man bei diesem Album äußerst selten. Das Songwriting hingegen ist durchweg sehr gut, wenn auch einigen Stücken sicherlich der letzte Kick fehlt. Mein persönlicher Höhepunkt ist "The Sweetest Condition". Perfekter Song, perfekte Symbiose von Gitarren und Elektronik, perfekter Gesang und unglaublich intensive Athmosphäre! Und abschließend noch ein Wort zu der mir unerklärlichen Diskussion über DM's instrumentalem Einsatz von Gitarren und Synthesizern; was wohl diesmal überwiegt, ob reine Elektonik das Herz einiger Fans höher schlagen läßt und ähnlicher Unfug. Was soll dieses eindimensionale Gelaber? Was ist daran wichtig? Depeche Mode sind Depeche Mode, ob mit schwarz-weißen Tasten oder mit sechs Saiten. Wenn ihr Musik wie auf Violator hören wollt, dann legt doch Violator auf! Ich jedenfalls freue mich über eine neue, gelungene Scheibe von DM, die es erstmal zu entdecken und zu verstehen galt. Und wem sich erst eimal die Kaktusblüte geöffnet hat, kommt so schnell von ihr nicht mehr los. Trotz der oben genannten Schwachpunkte steht "Exciter" über den meisten anderen Veröffentlichungen dieser Tage. Deshalb fünf Sterne!
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am 22. April 2001
Als DM Fan der ersten Stunde reibt man bei jedem Lebenszeichen der Band verwundert die Augen - und ist doch erfreut, einen Teil "der Jugend" überdauern zu sehen.
So ist man auch beim neuen Album gewillt, alle Zweifel beiseite zu schieben und sich einfach zu freuen. Einfach wird es einem dabei jedoch nicht gemacht - das Album ist schlicht sperrig. Das Potential ist da - teilweise sehr gute Melodien (When the body speaks, Freelove), ein Sound der teilweise 1:1 vom "Black Celebration" Album zu kommen scheint, unterhaltsame Texte (Breathe) - und dennoch, die Begeisterung bleibt aus. Das hat m.E. zwei Gründe, die zusammenhängen:
1. Eine gute Single (oder zwei, oder drei...) haben noch keinem Album geschadet. Auf "Exciter" gibt es keine gute - man kann sich kaum einen Charterfolg, der nicht auf der treuen Fanbasis basiert, vorstellen. Die erste Auskopplung "Dream on" hat ihre Momente, aber wenn man an frühere Singles von DM denkt (Stripped, Strangelove etc. etc.), dann war da irgendwie mehr "Schmackes" hinter. Das führt direkt zu
2. Der Sound ist kraftlos. Und das liegt, ob man es nun mal nicht mehr hören kann oder nicht, am Abgang von Alan Wilder. Auch wenn die berühmtesten Sounds von DM - die Industrialklänge auf "Some Great Reward" (Etwa das Intro von "Blasphemous Rumours") von den Einstürzenden Neubauten eingekauft wurden, so hatte Wilder einfach einen klaren Instinkt für spektakuläres Sounddesign - ich sage nur: Porsche-Motor zwei Oktaven tiefer. Das geht den letzten beiden Alben ohne ihn völlig ab. Der Grundsound ist klar DM (wie oben beschrieben stark angelehnt an die BC Zeiten), aber die entscheidenden, oftmals heroisch-harten Momente fehlen - ganz zu schweigen von den urtypischen Lead-Synthesizerläufen (Strangelove, Stripped). Das noch größere Problem des Sounds: WO IST DIE SNARE-DRUM? Man wartet Lied für Lied: wann geht es los? Wann kommt Stimmung in die Bude? Fehlanzeige. Lied für Lied versandet in harmlosen D&B Beats, die keinem wehtun, von einer atmosphärischen Steigerung innerhalb der Lieder keine Spur. So kann man sich nur an den Kopf fassen wie ein potentieller Hit auf "Enjoy the silence" Niveau (Freelove) unter völlig mittelmäßigem Sounddesign leidet. Was wir dafür bekommen ist viel überflüssiger "Noise" Kram. Ich bin an sich ein Freund von gediegenem Acid-Gefiepe, aber das Intro etwa von "Freelove" ist schlicht grausig. Ich muss nicht unbedingt Kopfschmerzen beim Hörer verursachen, um mich von der Masse abzusetzen - früher waren die Soundexperimente ungwohnt aber faszinierend - heute eher nervig.
Warum dennoch 4 Sterne? Na, es ist eben DM, und das Album gewinnt mit der Zeit - vor allem ist es wesentlich "durchhörbarer" als ULTRA.
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am 15. November 2001
Ich bin seit 1984 (Some great reward) Fan dieser Band und verfolge ihr Schaffen seither mit grossem Interesse. Wie ich bisher feststellen konnte gibt es fast nur 1 oder 5 Sterne in den Rezessionen. Also eine Platte die sichtlich polarisiert.
Mein absoluter Favorit ist GOODNIGHT LOVERS, welches als 4. Singleauskopplung geplant ist. Dieser Song ist meines Erachtens so untypisch fuer DM wie bisher kein anderer zuvor. Eine absolut zeitlose Ballade, mehr gehaucht als gesungen, und mit den DM-typischen Sounds, jedoch DM-untypisch arrangiert.
Weitere Anspieltips sind SHINE und I AM YOU. Fuer mich die beiden Songs auf der Platte, die am meisten an DM der spaeten 80er und fruehen 90er erinnern.
FREELOVE und WHEN THE BODY SPEAKS sind ebenfalls zwei Meisterwerke, die auch live bei der gerade zu Ende gegangenen Tour sehr gut vorgetragen wurden. FREELOVE besticht durch einen abslouten Ohrwurm-Refrain und WHEN THE BODY SPEAKS durch seine 6minuetige Reise durch eine fabelhafte Klangwelt. DEAD OF NIGHT faellt etwas aus dem Rahmen, weil es sehr hart klingt und somit nicht ganz in den Rahmen passen will. Fuer sich genommen jedoch ein sehr guter Song.
"Nur" 4 Sterne gab's, weil ich mit COMATOSE einfach nix anfangen kann. Es klingt so, als wurde mit aller Gewalt versucht noch'n Songs mit auf's Album zu bringen. Auch THE SWEETEST CONDITION konnte mich nicht restlos begeistern.
Es bleibt zu bemerken, dass kein richtiger Smash Hit auf der Platte ist, a la Enjoy The Silence oder Shake the Disease. Das stoert mich jedoch weniger. Die neue ruhige Gangart ist sicherlich fuer viele alte DM-Fans gewoehnungsbeduerftig. Jedoch ist mir eine ruhige EXCITER lieber, als eine laute, die klingt wie eine zweite VIOLATOR.
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am 11. Juni 2001
Schon mal „Dream On" von Depeche Modes neuem Album gehört? Ja? Dieses Gitarrending. „Can you feel a little love?" Ich weiß, warum es der erste Track ist. Wer hier nicht mit ja antworten kann, kann die CD gleich wieder ins Cover stecken - und ab dafür. Wie erklärt man dem mäßig geneigten Leser, warum einem mit „Shine" von „Exciter" die Tränen in den Augen stehen? Oder warum ich bei „When the Body Speaks" Zwerchfellkrämpfe durchleben muß? Entweder jemand kennt Depeche Mode gar nicht. Zu jung, zu unsensibilisiert oder ein bisserl von beidem. Wer Depeche Mode so mitgekriegt hat, weil sie halt den einen oder anderen Hit gelandet haben („Enjoy the Silence" und so), braucht ab hier nur weiterzulesen, wenn er aus schriftlichen Erzeugnissen akkustisch induzierte Ganzkörperempfindungen destilieren will. Ansonsten: Reinhören! Ich nehme es keinem/r übel, diesen Text nicht gelesen zu haben, weil er/sie die Schönheit von „Exciter" selbstverständlich selbst erkannt hat. Eulen und Athen und so.
Ich will nicht behaupten, daß für mich die Drogen- und Selbstmordepisoden in jedem Lied allein die Freude über Daves gerettes Leben mitschwingen lassen. Ich will auch nicht sagen, daß er der ultimative Sänger ever to roam the Earth ist. Naja, für mich ist er's, aber ich kann verstehen, wenn andere andere Sangesleistungen höher schätzen. Er singt aber sicherlich überzeugend und mit hörbarer Überzeugung. Da. Sorry, jetzt geht's wieder los. „When the Body Speaks" trifft einen erst mit den Streichern, dann mit dem Wummerbaß, und wenn Dave ansetzt, kommen die Gitarrenmelodie und die sphärischen Flächen dazu. Da frag nochmal einer, warum mein Herz das gerade voll mitmacht. Naja, digression. Nein, eigentlich nicht. Es geht um sein „oh I need your tenderness, oh I need your touch". Dieses Lied sollte eigentlich immaterielle, eher ideelle Steine zum Erweichen bringen. Wie also, frage ich, kann man „Exciter" gehört haben - laut gehört haben, meinethalben, ohne der Magie der Komposition erlegen zu sein? Ich spüre jetzt schon, wie mich das Gittarensolo bis zum FadeOut treffen wird. Ich habe viel Musik gehört. Ich meine, daß ich auch viele unterschiedliche Melodien gehört habe. Manche Melodien in verschiedenen Liedern genau gleich sogar. Ich schaue nämlich sogar VIVA und MTV - manchmal. wenn ich ne Gehirnwäsche will. Ich habe einiges an CDs. Ok, die Magie von Vinyl entzieht sich meiner selbstgewählten Musikreproduktionskultur. (Ich schreibe doch auch über eine „SynthiePop- Band" oder. Es lebe das Zerhacken in kleine eindeutige Informationseinheiten =8)x geek, geek.) Aber diese Melodie... Jede Note zieht durch mich bis auf jedes Nervenende. Mit dem nächsten Track lassen die Produzenten die Synthesizer wieder so pulsieren, kreischen und gnadenlos krachen, daß die Musik die Sargnägel sprengt: „Dead of Night" annektiert meinen Kreislauf. Atmen wie der verzerrte Synth-Schreihals zwischen den Strophen, Systole und Diastole mit den Drums und das Textauswendiglernmodul auf Dave. Selbstironie? Provokation? Auf jeden Fall kantig. Wer in Musik nach sich nicht in sich selbst verlierender Tiefe sucht, sollte sie in „Exciter" finden können. Oder er kann aufhören zu suchen. Er wird sie irgendwo bei Ricki Martin, Samy Deluxe oder Dieter Bohlen verloren haben. Nein, mal im Ernst. Die Leute hinter der 2001er Produktion von Depeche Mode haben dem Werk zu minimalistischem Sound verholfen, der manche Tracks von Elementen freihält, die der erreichten Schönheit hinderlich hätten sein können. Martins Gitarrenspiel hat für mein Verständnis noch immer recht wenig Virtuoses, aber den Sound finde ich in Zeiten von Kommerzgrunge und ähnlich motiviertem Geschrammel erfrischend. Die Synthesizer decken in „Exciter" von besagtem waberndem Bass in „When the Body Speaks" über die schreienden Leads von „Dead of Night" flächen-, solo- und drummäßig alles ab, was „man" sich für ein neues Depeche Mode Album wünschen könnte. Was aber sind die schönsten Kompositionen, virtuos programmiert auf den neuesten elektronischen Klangerzeugern ohne Daves Stimme? Richtig: Instrumentals. Meine ich jetzt aber nicht. Die Frage hätte rhetorisch sein sollen. Die gesanglichen Performances, die Dave und Martin uns liefern, können getrost zu ihren besten gezählt werden. Die Texte sind gewohnt einfach aber tiefgründig interpretierbar. Man kauft Dave jedes Wort ab. Es geht um Liebe. Wie schmalzig. So viele langsame Lieder mit einmal. Es ging doch schon früher um Liebe und Leben, trotzdem waren Depeche Mode damals viel [insert your favorite prejudice here] als heute. -„Hey girl. you've got to take this moment, then let it slip away. Let go of complicated feelings. Then there's no price to pay." Man lasse sich bitte auf das Album ein. Ich wiederhole mich gern: Wer als „Depeche Mode Fan" in der Entwicklung der Musik von Depeche Mode keinen Bezug zu seiner eigenen Entwicklung als „Depeche Mode Fan" finden kann, entschuldige sich bitte mit Altershörschwäche oder geselle sich im Keller (vorsicht die Treppe ist schon was morsch) zu einer mir unerklärlichen Gruppe kognitiv aberrativer 80er-Jahre-Faschisten. Zugegeben, da ich gerade nochmal Comatose höre: Martin nehme ich diese Lyrics nicht so recht ab. Das komatöse Herein- und Herausschlüpfen bringt seine Stimme genausowenig wie das i-gedehnte „dreeeeeeaming" auf „feeeeeeeeeling". Aber, reden wir nicht davon. Sagen wir mal nicht, daß Dave hätte singen sollen. Oops. Wenigstens ist er nicht out of tune :) „Breathe" - das nehme ich ihm ab. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß ich dieses verzweifelte Festhalten an einseitiger Liebe bestens kenne, oder ob ich bei dem mit jeder Wiederholung intensiver werdenden„Breathe love" einfach tief durchatmen muß. Diese gemeinen Synths aber auch. „I feel loved." - kaboom! Welch ein Statement. Der Fels in der Brandung der seelenquälend schlaflosen Stunden. Und der Synthesizer treibt wieder. Verstimmte Sirenen schießen durch den Kopf, diese genialen Percussions aus virtuellanalogem Wunderwerk und der elektronischen Karibik: Tanze! Lebe! Der Text liest sich als Ratgeber für positives Denken. Oder als Beziehungsbarometer. Oder lest ihn, wie ihr wollt. Aber lest - besser noch: Hört zu! Bissi Englisch muß man schon können, hören und fühlen aber auch.
Ok, wer hat bis hier gelesen und sieht „Goodnight Lovers" trotz intensiven ZUhörens als überflüssig nichtDM und findet einfach keinen Bezug? „When you're born a lover you're born to suffer." Nein? Kein aristotelisch geistesreinigendes Jammern und Schaudern? Nicht? Die Liebe zweier Menschen zueinander als die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest? 42? Na dann gute Nacht.
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am 1. Dezember 2001
Dieses Album ist eindeutig untypisch für DeMo, was nicht heißen soll, das es schlecht ist - im Gegenteil! Exciter strahlt mit all seinen Songs soviel Optimismus aus, dass es seit meinem Kauf zu meinen Lieblingsalben zählt. Dave Gahans Stimme ist noch immer so charismatisch und geheimnisvoll wie seit Beginn ihres Erfolgs. Es gibt Songs für jede Laune - für die Seele zum Träumen (Freelove) und zum Abtanzen (I feel loved) - einfach für fast jeden Liebhaber guten Elektro-Pops!
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am 11. April 2001
Da sind sie nun zurück auf der Bildfläche und überraschen uns mit einem neuen Album. Jetzt höre ich es schon seit fast drei Wochen und nach dieser Eingewöhnungszeit muß ich sagen: das neue Album ist majestätisch! Die Single "Dream On" ist Euch ja allen schon bekannt und ich würde sagen, es beschreibt schon ganz gut die Stimmung, die sich auf dem Album findet. Äußerst relaxt und gelassen aber mit viel Gefühl. Vorallendingen der Gesang lässt ein ums andere mal Gänsehaut verspüren, aber das kennt man ja von Depeche Mode. Die Songs sind überwiegend langsam und haben mitunter einen spacig-sphärischen Touch ("Shine", "The Sweetest Condition", "Comatose"). Die beiden einzigen flotteren Pop-Stücke sind "I Feel Loved" und das Gothic-mäßige "The Dead Of The Night". Wie gesagt, ansonsten dominieren eher ruhigere Töne, wobei die Melodien immer von Dave's Stimme und nicht von Keyboard-Sounds dominiert werden. Zum Entspannen wunderbar! Mit "Lovetheme" und "Easy Tiger" sind auch zwei Instrumental-Stücke vertreten. Mit "Goodnight Lovers" findet das Album einen sanften Abschluß (klingt schon fast wie ein Christmas-Song). Mein Tip: CD in den Player legen, Kerze an, entspannen und aufsaugen! Bei "Freelove" klappt das wunderbar. Depeche Mode-Fans können sich auf ein tolles Album freuen, auch wenn es sehr ruhig geraten ist, aber Depeche Mode werden ja auch nicht jünger und ich denke die Fans wachsen mit ihnen.
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am 10. November 2001
Ich bin seit Ewigkeiten Fan und stelle immer wider fest, dass Depeche Mode was Neues ausprobieren. Trotzdem ist es unüberhörbar Depeche Mode. Das neue Album ist gewöhnungsbedürftig, da es sehr ruhige Töne anschlägt. Nach mehrmaligem Hören war ich jedoch (wie immer) begeistert. Ich finde es gut und mutig, dass Depeche Mode sich nicht dazu hinreißen lässt, seicht dahinplätschernde Pop-Stückchen zu produzieren, wie es so mancher wohl hofft! Weiter so!
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am 21. Mai 2001
Dass Depeche Mode wieder da sind, sollte aufgrund der immensen Medienpräsenz eigentlich jeder bemerkt haben. Den hohen Einstieg der Single "Dream On" auf den ersten Platz der deutschen Single-Charts haben David Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher hauptsächlich ihrer riesigen Fan-Gemeinde zu verdanken, die ihren Helden über die Jahre hinweg die Treue gehalten hat. Doch gerade von dieser Seite aus wird das neue Machwerk der drei Londoner als viel zu oberflächlich und stimmungsarm kritisiert. Vielmehr wünschen sich die Fans wieder die einzigartige klangliche Tiefe und die mystische Stimmung, die die Songs bis zum Ausstieg von Alan Wilder ausgemacht haben. Aber gerade nach dem Weggang ihres Keyboarders und den überstandenen Drogenproblemen David Gahans klingen Depeche Mode gelassen wie noch nie: Wie es sich schon vor vier Jahren beim Vorgänger "Ultra" abzeichnete, gibt sich die Band auf "Exciter" eher dem Einfachen hin und konzentriert sich dafür umso stärker auf die gesangliche Leistung Dave Gahans, der besser klingt denn je. Gerade "When The Body Speaks" und "Freelove" erzeugen beim Hörer mit Sicherheit eine Gänsehaut, doch auch die anderen Songs wie "Shine" oder "I Am You" können voll und ganz überzeugen. Es bleibt ein Album, das erst nach mehrmaligem Hören ins Ohr geht und seine zeitlose Schönheit voll entfaltet: Der Stilwechsel ist geglückt, Depeche Mode sind erwachsen geworden.
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Nachdem das neue DM-Werk seit gestern in den Läden erhältlich ist, im Internet aber schon des längeren kursiert, ist zu beobachten, wie kontrovers es diskutiert wird. Mir bleibt dabei unverständlich, warum so viele enttäuscht darüber sind, dass mit Exciter kein neues Violator oder Music for the masses entstanden ist. So grandios Never let me down again oder Enjoy the silence gewesen sein mögen: es ist jetzt an der Zeit für Dream on und Freelove. Exciter schafft es, zu überraschen und zum mehrmaligen Anhören zu zwingen. Ihr müsst unbedingt Daves Stimme beachten! Nach SoFaD hätte ich DeMo niemals ein Zombie-Song wie The Dead of Night zugetraut. In Trance-Zeiten wie der heutigen ist es ungewohnt, aber irgendwie erfrischend, eben mal keine snare-drum im zweiten Refrain zu hören (I feel loved). Depeche Mode sind keine 23 mehr und Gott sei Dank hört man das Exciter auch an. Nichts ist peinlicher als alternde Kultgruppen, die die Zeit ihres Höhepunktes (für Depeche Mode wird dies wohl 1990/91 bleiben) für ewig konservieren wollen. Exciter kommt ruhig und sehr locker&leicht daher, nichts muss mehr bewiesen werden. Und trotz verstärkter elektronischer Ausrichtung, die hie und da auch ein wenig übertrieben wird, gerieten die Songs wie üblich textlich sehr anspruchsvoll und einfühlsam. Und mit dem Schluss von Exciter, Goodnight Lovers, ist der besten Band der Welt nun endlich auch mal ein waschechtes Schlaflied gelungen. Warum nicht?
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am 18. April 2001
Der Opener Dream On soll das Album charakterisieren sagen DM selbst. Wer jetzt aber nur Pop-Songs erwartet, der wird enttäuscht werden. Ähnlich schnell ist lediglich I feel loved, was bei den Hardliner als überflüssig gehandelt wird. Das Album ist musikalisch sehr vielseitig, auch wenn mich persönlich die Slide-Guitar etwas nervt. DM bietet wieder einige schöne Songs (Goodnight Lovers) und auch Abgefahrenes (Dead of Night) für's Ohr. Von den beiden Instrumentalstücken kann Lovetheme begeistern. Sehr schön finde ich, dass es wieder Übergänge gibt, wie bei dem "Masses"-Album. DM beschreiben das Album selbst als eine Art von Best Of in neuem Gewand. Wer des Englischen mächtig ist, wird auch sehr viele Parallelen zu älteren Alben ab Black Celebration finden. Musikalisch merkt man die Zusammenarbeit mit Mark Bell (Björk). Viele kleine Fragmente, die miteinander arbeiten, aber nicht immer stimmig wirken. So erinnert mich Shine stark an Hyperballad von Björk. I am you ist ebenso ein Beispiel für Mark's Einfluß. Das Experimentieren mag ich persönlich sehr, zeichnet es DM doch über die Jahre hinweg aus (Construction Time Again als Beispiel). Kein Album von DM war wie der Vorgänger. Ansonsten kann man ja gerne zu Platten von Dieter Bohlen greifen. Fazit: Nicht von Song zu Song springen, sondern öfter in Ruhe von Anfang bis Ende geniessen. So entwickelte sich auch ULTRA bei mir zum Dauerdreher im CD-Player
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