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Kundenrezensionen

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am 3. Dezember 2005
Ich kann die schlechte Kritik (die sich sogar Andy Fletcher für dieses Album gibt) nicht nachvollziehen. Wer Depeche Mode kennt, der weiß dass kein Album wie das andere klingt und das man sich immer auf Überraschungen gefasst machen sollte.
Ich finde diese sehr ruhige Schiene von DM einfach nur wunderschön, die Tracks verleiten einen sofort zum Träumen! So ein Album hätte einfach mal kommen müssen. Klar, es gibt Leute, die meckern das zu wenig Tanznummern drauf sind, aber es ist doch auch spannend mal eine so völlig neue Seite von DM zu erfahren. Leute, die sich ganz entspannt diesem Trip hingeben, werden garantiert nicht enttäuscht werden!!!
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am 1. Juni 2001
Obwohl ich "Exciter" natürlich bereits seit dem Veröffentlichungstag besitze - Depeche Mode-Fans wissen warum: der Sprung auf Platz 1 der LP-Charts ist Ehrensache -, schreibe ich diese Rezension bewusst erst jetzt. Ein DM-Album ist nach einmaligem Anhören nicht zu bewerten. Ich erinnere mich noch genau an das erstmalige Anhören von "Violator", das nicht nur unter Fans als das glatteste und poppigste Werk von DM gilt (und deshalb auch das bis heute kommerziell erfolgreichste ist!):"Was für ein langweiliges, musikalisch eintöniges Geplätscher. "Music for the masses" war um Längen besser!" Vier Wochen später liebte ich es! Nachdem ich vor drei Wochen das erste mal "Exciter" gehört hatte, dachte ich: "Sperrige Melodien ohne Hitqualitäten, uninspiriert und kraftlos. Kurz: Enttäuschend!" Nach den oben geschilderten Erfahrungen mit "Violator" ein hervorragendes Zeichen. Folgerichtig sage ich heute: "Ein reifes, experimentierfreudiges Werk, das in seiner Stimmung zwischen leicht und locker, emotional und optimistisch pendelt und soundtechnisch extrem modern klingt. Kurz: Ein Spitzenalbum, weit besser als das spartanische und düstere "Ultra" oder das teilweise doch recht überladene und zu rocklastige "Songs of faith and devotion". Viele Fans tauern den alten Singlehits nach. Aber wollen wir wirklich Ableger von "Everything counts", "Strangelove" oder "Enjoy the silence" hören? Ich bin sicher, das wäre für Martin Gore eine der leichtesten Übungen. Aber das wäre Stillstand. Und Stillstand ist auch in der Musik gleichbedeutend mit Rückschritt. DM sind allerdings glücklicherweise dafür bekannt, stets neue Wege einzuschlagen, nach neuen musikalischen Herausforderungen zu suchen und v.a. sich nicht selbst zu kopieren (das überlassen sie getrost deutschen Ablegern wie DE/Vision). Ohnenhin ist der Vorwurf fehlender Hits völlig unberechtigt. Neben "Dream on" besitzen vor allem "Shine", "I feel loved" und "Freelove" absolute Single-Qualitäten, die beiden letztgenannten m.E. durchaus auch Hitpotential! "Freelove" sollte allerdings gegenüber der LP-Version etwas aufgepeppt werden. Producer Mark Bell (die Arbeit mit Björk ist m.E. keineswegs ein Gütesiegel) verschleppt den Song zu sehr und bremst die tolle Melodie mit unnötigen Soundeffekten ein. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen! Eine Bearbeitung durch Altmeister Flood wäre bei "Freelove" jedenfalls mehr als interessant. Die heimlichen Highlights auf "Exciter" sind schließlich die wunderschönen Balladen "When the body speaks" und "Goodnight lovers". Diesmal hervorragend produziert von Mark Bell faszinieren sie nicht nur durch eine Gänsehautstimmung (die glücklicherweise nie in Kitsch abdriftet), sondern offenbaren vor allem ungeahnte Gesangsqualitäten Dave Gahans. Das an "Surrender" (Rückseite von "Only when I lose myself") erinnernde countryeske "Sweetest condition" ist ein weiterer Höhepunkt dessen Vielschichtigkeit erst nach wiederholtem Anhören zum Vorschein kommt. Einzig das von Martin Gore intonierte "Comatose" finde ich etwas enttäuschend, erinnert es doch (zu) sehr an ähnliche Stücke aus den 80er Jahren. "Exciter" ist alles in allem ein DM-typisches "untypisches" Album, das in 10 Jahren nicht nur unter Fans der englischen Kultband ein Klassiker sein wird. "So go buy it and get excited!"
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am 13. Oktober 2001
Nachdem ich das Album nun einige Monate intensiv gehört habe, ist die erste Euphorie verflogen.
Dabei fiel mir als Fan der ersten Tage der Einstieg in Exciter nicht leicht, da sich das Album relativ zäh und sperrig gab. Zudem war mir die erste Singleauskopplung "Dream on" nicht durckvoll genug produziert. Und dennoch muss ich
DM den Tribut zollen Ihren eigenen Weg zu gehen
und sich weder von Fans, Kritikern oder der aktuellen Musikszene beeinflussen zu lassen. Welche etablierte Band hat heute schon noch den Mut ein solch unkommerzielles Album zu veröffentlichen und aus seinen alten Strukturen auszubrechen. Die Produktion der CD mag Geschmacksache sein, keine Frage, aber das Gore
immer noch ein toller Songwriter ist steht für mich ausser jeder Diskussion. Die Qualität der Songs ist für mich, mit Ausnahme von "Comatose", sehr gut. Zusammenfassend meine ich, das Exciter ein sehr reifes Werk ist, das man entweder liebt oder abgrundtief hasst, eine Mitte scheint für diese CD nicht zu exitieren. Schwierig ist dabei, das nur einmal reinhören nicht ausreicht, denn die Songs gehen selten beim ersten Mal ins Ohr. Schön wäre es, wenn DM beim nächsten Album es richtig krachen lassen würden. Interessant ist zudem das Gahan im nächsten Jahr ein Soloalbum veröffentliches will. Vielleicht hat er ja genug Mut ein richtiges Rockalbum einzuspielen. Warten wir es ab.
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am 4. November 2005
ich weiß nicht, wann ich Gahan mal derart intensiv gehört habe. Sicher sind untypisch viele ruhige Sachen auf der Platte, die bei flüchtigem drüberhören schnell als langweilig daherkommen. Vergeblich sucht man nach Ohrwürmern, die DM in schöner Regelmäßigkeit aufnimmt. Dem kommt Dream on noch am nächsten, wenngleich diese Frontsingle schon vom bekannten DM-Sound schön sanft abweicht. Gibt man der CD ein paar Abläufe, besser gesagt: läßt man sich auf die Musik ein, besticht die feine Produktion und vor allem Gahans schon fast ans hypnotische reichende Stimme.
Auch wenn zuweilen die Grenze zum Kitsch überschritten wird "body speaks", wirkt manches doch wie wohltuend entspannendes Psychopharmaka "Freelove".

Wilder weg? bla
Gahan fast draufgegangen? blabla
DM künstlerisch am Ende? blablabla
Vergessen wir mal getrost das ganze unsägliche und vor allem nichtssagende DM-Insidergelaber und hören einfach diese fein geschliffene Musik. Ja, so hat DM in der Vergangenheit nicht geklungen und wer will, daß eine Platte wie die andere klingt, sollte besser auf Phil Collins umsteigen und die Finger hiervon lassen.
Nach diesem Maßstab ist "Exiter" ein gelungenes, weil schönes Album.
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am 31. Dezember 2013
Dieses Album konnte mich nicht 100%ig überzeugen. Ja, mit der ersten Single "Dream on" wurde mal wieder eine massenwirksame Lockstoff-Bombe platziert, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Ich hatte das Album mal wieder ungehört gekauft. Es gibt auch noch 5 weitere Titel, die gut sind. Aber bei 13 Titeln sind das noch nicht mal 50 %. Daher nur 3 Sterne.
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am 23. Mai 2001
Als ich (eingefleischter DM-Fan) das Album Exciter zum ersten Mal hörte, dachte ich bei mir: "Was für eine Enttäuschung". Ich hatte mir mehr versprochen, nach all dem langen Warten auf ein neues Albums meiner Idole. Doch dann, so nach dem 2., 3. Mal anhören, gab es doch etwas zu staunen. In den teilweise recht sperrigen Stücken, wie Shine oder Freelove, steckte ein sehr weicher, melodiöser Kern. Diese Lieder sind auch meine absoluten Favoriten und Lieblingslieder geworden. Es ist bei diesem Album wie mit Wein - es muss erst eine gewisse Zeit reifen, sprich man muss es mehrmals (am besten über Kopfhörer) anhören, um die Schönheit aller Lieder zu erfassen. Dave Gahan hat, meine ich, auf keinem Album bisher so ausdrucksstark gesungen, wie auf Exciter. Exciter ist wohl das beste Album, dass Depeche Mode je veröffentlicht hat. Bleibt zu hoffen, dass wir Depeche-Mode-Fans nicht so lange auf das nächste Album warten müssen.
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am 18. Mai 2012
Ich liebe dieses Album, auch, wenn einige Fans der Ansicht sind, es sei kein wirkliches DEMO- Album. Ich möchte hier auch nicht die Musik bewerten, sondern mal die Qualität der Vinyl- Pressung und den Klang.
Ich habe bereits seit Jahren die CD- Version dieses Albums, war jedoch vom Klang der CD nie wirklich begeistert. Die CD-Veröffentlichung klingt ja beinahe grausam "technisch", viel zu überspitzt im Hochtonbereich. Das hören nervt auf guten Lautsprechersystemen gewaltig. Ich kaufte mir also zusätzlich die Vinyl- Pressung (180g remastered):

Pressung & Qualität:

Die Pressung ist wirklich gut gemacht. Schönes Doppel- Cover, alles sehr solide. Qualität o.k. Ich habe mich gefreut, endlich die Nadel aufzulegen!

Klang:

Im Vergleich zur CD- Ausgabe ist die Vinyl beinahe eine Wohltat für die Ohren! Die Vinyl klang deutlich runder und angenehmer. Außerdem war die Stimme auf Vinyl wesentlich natürlicher. Doch leider war die Vinyl- Version klanglich auch unsauber. Einige Tracks klangen, als würde man den Radiosender nicht richtig eingestellt haben (wer oft Vinyl hört, weiß, wovon ich Rede). Beim Titel "Freelove" war das so extrem, dass ich mich entschloss, die Vinyl zurück zu geben.

Ich hätte die Platte wirklich gern im Regal stehen gehabt, aber nicht mit diesem unsauberen Klangbild. Leider ist dies kein Einzelfall bei Neu- Veröffentlichungen und so sind wir Vinyl- Freunde wohl nie davor gefeit, klanglich schlechte Pressungen zu erwischen - sehr schade!

Rücknahme durch Amazon:

Ein Lob noch an Amazon: die Rücksendung verlief absolut problemlos und ich habe mein Geld auch schnell wieder bekommen!
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am 22. März 2013
Ich war mir bei dieser LP nie so ganz im klaren ob ich die nun gut oder eher weniger gut finden soll. Nach einigen Durchläufen fällt das Urteil dann doch klar aus - die LP ist gut - was u.a. auch daran liegen mag, dass ein entschleunigtes Hören der Vinyl LP eben etwas mehr Muße in die Angelegenheit bringt und gegenüber der CD einfach mehr überzeugt.
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am 11. Juni 2001
Schon mal „Dream On" von Depeche Modes neuem Album gehört? Ja? Dieses Gitarrending. „Can you feel a little love?" Ich weiß, warum es der erste Track ist. Wer hier nicht mit ja antworten kann, kann die CD gleich wieder ins Cover stecken - und ab dafür. Wie erklärt man dem mäßig geneigten Leser, warum einem mit „Shine" von „Exciter" die Tränen in den Augen stehen? Oder warum ich bei „When the Body Speaks" Zwerchfellkrämpfe durchleben muß? Entweder jemand kennt Depeche Mode gar nicht. Zu jung, zu unsensibilisiert oder ein bisserl von beidem. Wer Depeche Mode so mitgekriegt hat, weil sie halt den einen oder anderen Hit gelandet haben („Enjoy the Silence" und so), braucht ab hier nur weiterzulesen, wenn er aus schriftlichen Erzeugnissen akkustisch induzierte Ganzkörperempfindungen destilieren will. Ansonsten: Reinhören! Ich nehme es keinem/r übel, diesen Text nicht gelesen zu haben, weil er/sie die Schönheit von „Exciter" selbstverständlich selbst erkannt hat. Eulen und Athen und so.
Ich will nicht behaupten, daß für mich die Drogen- und Selbstmordepisoden in jedem Lied allein die Freude über Daves gerettes Leben mitschwingen lassen. Ich will auch nicht sagen, daß er der ultimative Sänger ever to roam the Earth ist. Naja, für mich ist er's, aber ich kann verstehen, wenn andere andere Sangesleistungen höher schätzen. Er singt aber sicherlich überzeugend und mit hörbarer Überzeugung. Da. Sorry, jetzt geht's wieder los. „When the Body Speaks" trifft einen erst mit den Streichern, dann mit dem Wummerbaß, und wenn Dave ansetzt, kommen die Gitarrenmelodie und die sphärischen Flächen dazu. Da frag nochmal einer, warum mein Herz das gerade voll mitmacht. Naja, digression. Nein, eigentlich nicht. Es geht um sein „oh I need your tenderness, oh I need your touch". Dieses Lied sollte eigentlich immaterielle, eher ideelle Steine zum Erweichen bringen. Wie also, frage ich, kann man „Exciter" gehört haben - laut gehört haben, meinethalben, ohne der Magie der Komposition erlegen zu sein? Ich spüre jetzt schon, wie mich das Gittarensolo bis zum FadeOut treffen wird. Ich habe viel Musik gehört. Ich meine, daß ich auch viele unterschiedliche Melodien gehört habe. Manche Melodien in verschiedenen Liedern genau gleich sogar. Ich schaue nämlich sogar VIVA und MTV - manchmal. wenn ich ne Gehirnwäsche will. Ich habe einiges an CDs. Ok, die Magie von Vinyl entzieht sich meiner selbstgewählten Musikreproduktionskultur. (Ich schreibe doch auch über eine „SynthiePop- Band" oder. Es lebe das Zerhacken in kleine eindeutige Informationseinheiten =8)x geek, geek.) Aber diese Melodie... Jede Note zieht durch mich bis auf jedes Nervenende. Mit dem nächsten Track lassen die Produzenten die Synthesizer wieder so pulsieren, kreischen und gnadenlos krachen, daß die Musik die Sargnägel sprengt: „Dead of Night" annektiert meinen Kreislauf. Atmen wie der verzerrte Synth-Schreihals zwischen den Strophen, Systole und Diastole mit den Drums und das Textauswendiglernmodul auf Dave. Selbstironie? Provokation? Auf jeden Fall kantig. Wer in Musik nach sich nicht in sich selbst verlierender Tiefe sucht, sollte sie in „Exciter" finden können. Oder er kann aufhören zu suchen. Er wird sie irgendwo bei Ricki Martin, Samy Deluxe oder Dieter Bohlen verloren haben. Nein, mal im Ernst. Die Leute hinter der 2001er Produktion von Depeche Mode haben dem Werk zu minimalistischem Sound verholfen, der manche Tracks von Elementen freihält, die der erreichten Schönheit hinderlich hätten sein können. Martins Gitarrenspiel hat für mein Verständnis noch immer recht wenig Virtuoses, aber den Sound finde ich in Zeiten von Kommerzgrunge und ähnlich motiviertem Geschrammel erfrischend. Die Synthesizer decken in „Exciter" von besagtem waberndem Bass in „When the Body Speaks" über die schreienden Leads von „Dead of Night" flächen-, solo- und drummäßig alles ab, was „man" sich für ein neues Depeche Mode Album wünschen könnte. Was aber sind die schönsten Kompositionen, virtuos programmiert auf den neuesten elektronischen Klangerzeugern ohne Daves Stimme? Richtig: Instrumentals. Meine ich jetzt aber nicht. Die Frage hätte rhetorisch sein sollen. Die gesanglichen Performances, die Dave und Martin uns liefern, können getrost zu ihren besten gezählt werden. Die Texte sind gewohnt einfach aber tiefgründig interpretierbar. Man kauft Dave jedes Wort ab. Es geht um Liebe. Wie schmalzig. So viele langsame Lieder mit einmal. Es ging doch schon früher um Liebe und Leben, trotzdem waren Depeche Mode damals viel [insert your favorite prejudice here] als heute. -„Hey girl. you've got to take this moment, then let it slip away. Let go of complicated feelings. Then there's no price to pay." Man lasse sich bitte auf das Album ein. Ich wiederhole mich gern: Wer als „Depeche Mode Fan" in der Entwicklung der Musik von Depeche Mode keinen Bezug zu seiner eigenen Entwicklung als „Depeche Mode Fan" finden kann, entschuldige sich bitte mit Altershörschwäche oder geselle sich im Keller (vorsicht die Treppe ist schon was morsch) zu einer mir unerklärlichen Gruppe kognitiv aberrativer 80er-Jahre-Faschisten. Zugegeben, da ich gerade nochmal Comatose höre: Martin nehme ich diese Lyrics nicht so recht ab. Das komatöse Herein- und Herausschlüpfen bringt seine Stimme genausowenig wie das i-gedehnte „dreeeeeeaming" auf „feeeeeeeeeling". Aber, reden wir nicht davon. Sagen wir mal nicht, daß Dave hätte singen sollen. Oops. Wenigstens ist er nicht out of tune :) „Breathe" - das nehme ich ihm ab. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß ich dieses verzweifelte Festhalten an einseitiger Liebe bestens kenne, oder ob ich bei dem mit jeder Wiederholung intensiver werdenden„Breathe love" einfach tief durchatmen muß. Diese gemeinen Synths aber auch. „I feel loved." - kaboom! Welch ein Statement. Der Fels in der Brandung der seelenquälend schlaflosen Stunden. Und der Synthesizer treibt wieder. Verstimmte Sirenen schießen durch den Kopf, diese genialen Percussions aus virtuellanalogem Wunderwerk und der elektronischen Karibik: Tanze! Lebe! Der Text liest sich als Ratgeber für positives Denken. Oder als Beziehungsbarometer. Oder lest ihn, wie ihr wollt. Aber lest - besser noch: Hört zu! Bissi Englisch muß man schon können, hören und fühlen aber auch.
Ok, wer hat bis hier gelesen und sieht „Goodnight Lovers" trotz intensiven ZUhörens als überflüssig nichtDM und findet einfach keinen Bezug? „When you're born a lover you're born to suffer." Nein? Kein aristotelisch geistesreinigendes Jammern und Schaudern? Nicht? Die Liebe zweier Menschen zueinander als die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest? 42? Na dann gute Nacht.
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am 20. Dezember 2001
Mit "Exciter" stellen Depeche Mode wieder ihr einzigartiges Können unter Beweis. 13 Songs, die, von langsamen, melodramatischen Titeln wie "Comatose" bis hin zu düsteren, harten Stücken wie "The dead of night", wieder das gesamte melodische Spektrum abdecken, und dabei den musikalischen Entwicklungsprozess der Band dokumentieren. Auch ohne Alan Wilder haben DeMo nichts von ihrer Faszination verloren - Dave, Martin und Andrew sprechen mit ihrer Musik noch immer die Seele des Zuhörers an - sie heben sich durch wohltuend innovative, abwechslungsreiche Melodien und tiefgründige Texte von der gängigen Massenware der Musikcharts ab. "Exciter" ist das musikalische Highlight des Jahres 2001!
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