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46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mittlerweile existieren zahlreiche offizielle Live Alben der Allman Brothers und darüber hinaus eine große Anzahl an Bootlegs. Glaubt man den mehrfach getätigten Aussagen der momentanen Gitarristen Warren Haynes und Derek Trucks dürfte sich das letzte Kapitel des Allmans bald schließen. Ob es Bandleader Gregg Allman gelingt noch einmal zwei derart versierte Gitarristen zu engagieren darf bezweifelt werden. Allman steuert stramm auf die 70 zu und dürfte sich freuen, daß er trotz zahlreicher dunkler Momente in seiner Karriere dieses Jubiläum erlebt. Zugleich muss ich diesem Bandleader testieren, daß er trotz diverser Schicksalschläge durch Neu- und Umbesetzungen die Band zusammengehalten hat und wieder auf ein Spitzenniveau führte.

Das vorliegende Album wurde März 1992 im Beacon Theatre in New York aufgenommen und die beiden Gitarren bedienten in dieser Zeit Warren Haynes und Dickey Betts. Haynes war bereits fest bei den Allmans integriert und ergänzt Betts bei den Gitarrenläufen ganz wunderbar. Die Personalie Duane Allman will ich bewusst nicht nennen oder gar Vergleiche bemühen. Für mich persönlich ist Haynes ein hervorragender Gitarrist, der auch Slide sehr gekonnt vorträgt und auch am Gesang einiges zu bieten hat.

Der Mitschnitt liefert eine Zusammenfassungen von zwei Shows und bekannte Songs bzw. Interpretationen der Band finden wir auf der Setlist. Warren Haynes liefert beim Gassenhauer Hoochie Coochie Man eine formidable Slide Gitarre UND sehr gute Gesangsarbeit ab. „In Memory Of Elizabeth Reed“ glänzt wie bei der „Überversion“ der „at Fillmore East 1971“ Aufnahme mit perfekten Gitarrenlinien und perkussiven Breaks wie Tempiwechsel der Rhtytmusgruppe.

Möglicherweise hat ein Brite, der Anfang 1992 für den Sender MTV eine Aufnahme mit rein akustischen Titeln auflegte, etwas Einfluss auf die Art des Vortrages mancher Lieder an diesem Abend genommen. Hochgradig erfreute mich der Sachverhalt daß die Allmans einen reinen Akustikset in das Repertoire einarbeiten (Seven Turns , Midnight Rider sowie Robert Johnson's Come on in my kitchen).

Für den ausgewiesen Fan der Allman Brothers hat das „neue“ Album einen verdienten Platz neben der Referenz(live)aufnahme aus dem Jahre 1971. Mittlerweile hat „at Fillmore East“ diverse Neuabmischungen durchlaufen aber komplett kann die Physik die Tontechnik der frühen 70er Jahre nicht verdrängen bzw. überlisten. Rund 20 Jahre später lieferte uns die Tontechnik andere, ich will nicht sagen „bessere“ Möglichkeiten, für das Abmischen und die spätere Wiedergabe. Erwähnen möchte an dieser Stelle die Personalie, daß der Kultproduzent Tom Dowd an diesem Abend die Mischregler im Beacon Theatre bediente.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zum 20jährigen Bandjubiläum hatten sich die Allman Brothers 1989 nach rund acht Jahren Pause wieder zusammengerauft und mit "Seven Turns" (1990) und "Shades of two Worlds" (1991) zwei starke Alben vorgelegt, auf denen Warren Haynes den Platz des zweiten Gitarristen eingenommen hatte. Beide Alben wurden betourt, und auf "1st Set" (1992) und "2nd Set" (1995) konnte man hören, wie kraftvoll und aus einem Guss die revitalisierte Band interagierte.

Die letzte Allman Brothers-Live-CD "One Way out" (2003) liegt auch schon wieder elf Jahre zurück, und bis die Band eine aktuellere Einspielung vorlegt, freue ich mich über diese Veröffentlichung der Klasse-Bandbesetzung mit Dickey Betts und Warren Haynes an den Gitarren.

You don't love me, End of the Line, Blue Sky, Nobody knows, Get on with your Life, Revival, Dreams und Whipping Post und kennt man schon so oder ähnlich von "1st Set" und "2nd Set" sowie Midnight Rider von "Mycology" (1998). Bisher ungehört sind die Liveversionen von Statesboro Blues, Low down dirty mean, Seven Turns, Come on in my Kitchen und Hoochie Coochie Man. Come on in my Kitchen und Seven Turns kommen unplugged zum Einsatz, während es Jessica und Elizabeth Reed, die dort in Unplugged-Bearbeitungen vorlagen, hier in den vollen Bandversionen gibt.

Auf ihren bisherigen Live-Alben waren die jeweils besten Einspielungen fast immer einzeln, als gesonderte Tracks zu hören gewesen. Aufgenommen am 10. und 11.3.1992, sind die besten Songs beider Auftritte diesmal zu einem einzigen Konzert (61:35, 77:52) zusammengemischt worden. Für "1st Set" und "2nd Set" hatte die Band auf eine größere Auswahl an Konzerten zurückgegriffen, was aber keinesfalls bedeutet, dass die vorliegenden Aufnahmen qualitativ schlechter wären. Dank stärkerer Kompression klingt der Sound der Doppel-CD fetter als auf "1st Set" und "2nd Set". Auch wenn die Band das Album (nach einer kurzen, aber originellen Einleitung aus Les Brers in A Minor, High Falls und Jessica) mit dem Statesboro Blues beginnt und mit Whipping Post beendet, sucht sie ganz bewusst nicht den Vergleich zu "At Fillmore East", dazu ist ihre Herangehensweise an die Songs zu neu und zu frisch. Warren Haynes hat in Interviews betont, wie wichtig es ihm immer war, sich zwar von Duane Allmans Slide-Einlagen inspirieren zu lassen, sie aber nicht Ton für Ton zu kopieren.

Nichts gegen Derek Trucks, aber als schöne Ergänzung zu "1st Set" und "2nd Set" zeigt "Play all Night" einmal mehr, dass Warren Haynes sich als absolut würdiger Nachfolger von Duane Allman nicht zu verstecken brauchte, wie er auch nach Dickey Betts' Ausstieg 2000 weiterhin unter Beweis stellt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. März 2014
So wie es aussieht, löst sich die Allman Brothers Band Ende 2014 auf. Schade. Ich habe 2005 den Flug über den großen Teich gemacht und die Band in Manhattan im Beacon gesehen. Einfach nur Klasse. Die Aufnahmen aus dem Jahre 1992 sind ebenfalls empfehlenswert. Damals war Dickey Betts noch dabei. Auf dem Doppelalbum ist kein schwaches Stück. Kaufen und genießen.
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am 26. August 2015
Wie wird man ein alter Rocker? Indem man es schafft, seine Musik durch junge Gitarristen insbesondere nachspielen zu lassen - am besten in der eigenen Band. Und wenn die eigenen Musiker, allen voran der eigene Bruder tragisch vor der Zeit aus dieser herausglitten. (easy rider - leider!), dann ist es um so schöner zu sehen, mit wieviel Liebe und Spielfreude beim Bemühen um Authentizität hier wirken. Die Allman Brothers Band hat ja wirklich viele Veränderungen erfahren - aber die Musik - hier erkennt man sie wieder, was auch dem charakteristischen Gesang geschuldet ist. Der verteilt sich möglicherweise auch auf verschiedene Sänger, was man gut auf der "All my friends" (2014) studieren kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2015
"Play All Night" von den Allmans dreht sich bei mir im Player. Eigentlich alles wie immer, im Beacon Theater/New York, werden die Songs die wir alle kennen zelebriert. Von daher keine große Überraschung für Allmans - Fans. Aber, was für eine tolle Produktion! Vom Feinsten...dynamisch, kraftvoll und mit Druck ohne Ende.
Auch richtig gut die Besetzung der Musiker im Jahr 1992. Dickey Betts & Allen Woody noch dabei...große Klasse. Von den Unstimmigkeiten ist überhaupt nix zu merken. Warren Haynes harmoniert hervorragend mit Dickey...ein Genuss diese Aufnahmen. Klare Kaufempfehlung.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. März 2014
Not the best Allman Brothers line-up, but the Betts/Haynes guitars are still very good. This isn't as 'country' as could be expected, and there is a 'bite' to it, an excitement. For fans a nice adddition. Newcomers should hear the 'Live at the Fillmore' and 'Eat A Peach' deluxe editions first.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. September 2014
Ein "Muß" für jeden Allmans-Fan! Ganz tolle Aufnahmen in der Besetzung mit Dickey Betts, der eigentlich immer dazugehört. Hoffentlich gibt es einmal noch eine Show mit allen drei Gitarristen!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Diese Aufnahme der Allman Brothers Band ist ein Muss für alle, die den guten alten Südstaaten-Rock lieben und verehren. Könnte ich mich textuell verbeugen, so täte ich es.
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