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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Tilt" ist für mich das beste Latin Quarter Album seit "Modern Times"!, 15. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tilt (MP3-Download)
Politische, teilweise schwer verdauliche Texte mit einer großen Portion Leichtigkeit und Optimismus vorgetragen - das war "Modern Times". Doch leider schien der Band die Leichtigkeit und der Optimismus, die oft das musikalische Gegengewicht zu den Texten bildeten, über die Jahre immer mehr abhanden gekommen zu sein.
Jedenfalls bis zum Erscheinen von "Tilt". Auf dem zweiten Album seit ihrem Comeback 2011 finden wieder beschwingte und eingängige Melodien mit gewohnt großartigen Texten zusammen. Dies mag manch einer vielleicht auch schon über das vorangegangene Album "Ocean Head" sagen. Doch während mich "Ocean Head" noch nicht völlig überzeugen konnte, ist die Band mit "Tilt" definitiv wieder dort angekommen, von wo aus sie einst ausgezogen ist um uns wunderschöne und schlaue Ohrwürmer ins Ohr zu setzen.

Yona Dunsford, deren wunderbare Stimme seit "New Millionaires" und "Cora" um kein Jahr älter scheint, war ebenso wie die Leichtigkeit irgendwann aus der Musik Latin Quarters verschwunden. Und auch wenn ich Steve Skaiths Stimme sehr mag und die späteren Alben ebenfalls gerne gehört habe, so habe ich Yona Dunsford immer ein wenig vermisst.
Umso erfreuter stellte ich fest, dass sich auf "Tilt" die Anzahl der von Yona und Steve gesungenen Stücke nahezu perfekt die Wage halten.

Auch wenn ich sage, dass "Tilt" in seiner Grundhaltung nahtlos an das vor etwa 30 Jahren veröffentlichte "Modern Times" anknüpft, so klingt die Musik hingegen frisch und ganz und gar gegenwärtig - ohne jedoch dabei seine Wurzeln zu vergessen.
Das Einzige, was einen bei diesem Album ein wenig nostalgisch stimmen könnte, ist die Tatsache dass man es von vorne bis hinten durch hören kann. Immer wieder. Ohne ein einziges Mal die Skip-Taste zu benutzen - falls ihr wisst, was ich meine.

Übrigens: Von "Marianne" wünsche ich mir von der Band bitte eine Live-Version mit Chor. Vielen Dank. ;)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast 30 Jahre nach der Gründung immer noch frisch, engagiert und eingängig, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Tilt (Audio CD)
Das neue Werk von Latin Quarter (LQ) dreht sich jetzt seit knapp zwei Wochen unaufhörlich in meinem CD-Player, in der gleichen Zeitspanne durfte ich die Band dreimal live auf ihrer Tour durch Deutschland erleben, wo alle Songs von "Tilt" gespielt wurden. Am für mich nächstgelegenen Konzert kamen mehrere Freunde mit, drei davon kannten die Band gar nicht oder hatten allenfalls "Radio Africa" irgendwo weit hinten noch abgespeichert. Alle waren total begeistert und kauften sich "Tilt" sofort im Anschluss an den Auftritt. Ihr Kommentar war unisono: "Weshalb ist diese Band nicht bekannter und spielt so kleinen Clubs? Weshalb sind nicht mehr dieser so eingängigen Stücke im Repertoire der grösseren Radiostationen?" Diese Fragen stellte ich mir ebenfalls schon - ohne eine überzeugende Antwort zu finden. Vielleicht liegt es an den anspruchsvollen Texten, die nicht so bequem in die rosarote Glitzerwelt des Showbusiness passen. Oder man könnte allenfalls monieren, dass LQ musikalisch nicht allzu innovativ sind. Diese Kritik kann ich nachvollziehen - sie ist für mich der einzige Punkt, den man dem neusten Werk mit gewisser Berechtigung anlasten kann. Aber die positiven Gegenargumente für "Tilt" sind wesentlich gewichtiger:
-Mit Steve Skaith und Yona Dunsford teilen sich zwei grossartige Stimmen den Leadgesang, die für sich allein und speziell auch zweistimmig direkt unter die Haut gehen.
-Eine Band aus erstklassigen Musikern sorgt dafür, dass alle Songs sehr passend und überzeugend arrangiert sind. Steve Jeffries (Keyboards, Melodica), Greg Harewood (Bass) und der für die Aufnahme von Tilt neu dazu gestossene Martin Ditcham an den Drums zeigen eine Präzision, Spielfreude und Frische, wie sie bei solch "alten Hasen" mit vielen Jahren Bühnen- und Studioerfahrung selten zu sehen ist. Auf dem Album werden sie vom langjährigen LQ-Gitarristen Richard Wright ergänzt, der einigen Songs mit geschickt eingesetzter E-Gitarre die richtige Würze verleiht.
-Das Songwriting lässt nichts zu wünschen übrig: Die Stücke setzen sich fast schon erschreckend schnell in den Gehörgängen fest, haben aber gleichzeitig eine Langzeitwirkung. Diese Kombination gelingt nur wenigen Künstlern. Grund dafür ist sicher die Vielseitigkeit der Songs. Da werden ganz verschiedene Stileinflüsse dezent eingeflochten und man erkennt, dass sich alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligen und nicht immer die gleiche Person federführend ist.
-Die Texte sind auch auf dem neusten Werk grosse Klasse und regen zum Nachdenken an. Sie greifen wieder häufig politische und gesellschaftliche Themen auf, aber auch persönliche Erfahrungen finden ihren Platz. Einige Texte stammen von Mike Jones, dem langjährigen, unsichtbaren Mitglied der Band.
-Das ganze neue Album ist in sich sehr stimmig und hat einen wunderbaren Fluss drin, sodass man es gerne am Stück anhört. Es beginnt mit dem schwungvollen Opener "Nico", einer Remineszenz an die Sängerin von "The Velvet Underground" und endet mit dem völlig gegensätzlichen "One Stone, The Avalanche", das den Scherbenhaufen thematisiert, welcher politische Führungen in den letzten Jahrzehnten hinterlassen haben.
Diese aufgelisteten Punkte führen mich zum Schluss, dass "Tilt" auf jeden Fall fünf Sterne verdient. Es zeigt sich, dass auch mit bereits bekannten musikalischen Mitteln ein durchwegs überzeugendes Album entstehen kann. Der positive Eindruck bestätigte sich an den Konzerten, an denen sich die neuen Songs nahtlos zwischen die Klassiker aus der ersten Bandphase reihten. Aus meiner Sicht ist "Tilt" eine absolute Kaufempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super CD!, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Tilt (Audio CD)
Auch wenn man mit Superlativen viel zu leicht umgeht... Tilt ist für mich vielleicht sogar das beste Album von Latin Quarter. Wer die ersten Alben der band zu schätzen weiß und gerne wieder Modern Times, Mick and Caroline oder Swimming Against The Stream hört, wird Tilt mögen. Melodische Songs mit anspruchsvollen Texten sind eben genau das, was man von Latin Quarter erwartet. Und genau dies bietet Tilt auf allen Songs des Albums. Toller Harmoniegesang und eine sehr schöne Instrumentierung. Eigentlich müssten Songs wie "Nico", "Marianne" oder "Fireflies" auch im Radio laufen. Das Zeug zu Hits hätten die Songs jedenfalls. Mein Favorit ist jedoch "Sometimes The Big Fish". Es ist schon eine Kunst, melancholische Texte in einer harmonischen und in sich stimmigen Melodie zu präsentieren. Latin Quarter schaffen dies immer wieder. Tilt ist ein Auflaufen zu neuer Form in Latin Quarter Tradition.
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Tilt
Tilt von Latin Quarter (Audio CD - 2014)
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