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5.0 von 5 Sternen Absolute Leseempfehlung
Als ich das erste Mal von dem Buch hörte war ich skeptisch. Bücher über brutale Kindsmorde gibt es viele und oft hat man das Gefühl es geht dabei nur um den Schockmoment. Klar, die meisten Krimileser kann man mit einer einfachen Leiche nicht mehr schockieren. Da muss also ein besonders brutaler Mord her (am besten von einem Serienkiller) und wenn man...
Vor 6 Monaten von Aoife veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für jedermann eine gute Lektüre - mehr drumherum als Tempo
Lyndsay Faye beschreibt in ihrem Roman „Der Teufel von New York“ die Anfänge der ersten Polizei, denn diese wurde erst im Jahre 1845 zusammengestellt, aus Schlägertypen und anderen zwielichten Gestalten. Heutzutage kaum vorstellbar, wenn man sich überlegt, was für eine Ausbildung unser Freund und Helfer durchlaufen muss und dass dieser ein...
Vor 6 Monaten von Si Mone veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Leseempfehlung, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Kindle Edition)
Als ich das erste Mal von dem Buch hörte war ich skeptisch. Bücher über brutale Kindsmorde gibt es viele und oft hat man das Gefühl es geht dabei nur um den Schockmoment. Klar, die meisten Krimileser kann man mit einer einfachen Leiche nicht mehr schockieren. Da muss also ein besonders brutaler Mord her (am besten von einem Serienkiller) und wenn man schon dabei ist gleich noch ein junges Opfer. Damit der Leser auch wirklich angemessen mitgenommen von all dem ist wird wieder und wieder von jedem Charakter erwähnt wie schrecklich all das ist.
In Der Teufel von New York ist es genau das Gegenteil. Niemand hat die Kinder vermisst oder gar festgestellt, dass im Laufe von fünf Jahren 19 Kinder verschwunden sind. Schließlich waren es ja nur Kinder aus den Armenvierteln und von denen gibt es sowiso zu viele. Auch als die Leichen dann gefunden wurden kümmern sich viele mehr um die politischen Folgen, die das für sie und die Stadt haben wird. Tim – der ermittelnde Polizist – ist einer der wenigen der den Mörder nicht fassen will um gut dazustehen sondern weil ihn das Verbrechen anwidert. Als Leser fühlt man mit ihm, auch weil die Autorin wunderbar vermitteln kann wie es damals in New York war und das zwar dieser Fall nur erfunden ist, die Umstände aber nicht. Die Armut war wirklich so grausam und manche Leben so viel weniger wert als andere.
Der Fall an sich ist auch spannend und voller tatsächlich überraschender Wendungen. Genau das gleiche gilt für das Tims Privatleben. Während ich zwar grundsätzlich nichts dagegen habe, wenn die persönlichen Probleme der Hauptfiguren in Krimis ausgebreitet werden ist es mir oft zu viel und lenkt vom eigentlichen Fall ab. In Der Teufel von New York hat Tim mit einer unglücklichen Liebe und einem sehr kompliziertem Verhältnis zu seinem Bruder zwar gleich zwei „Baustellen“ aber die nehmen nie Überhand oder drängen den Fall in den Hintergrund.
Schon lange hat mich kein Buch so sehr gefesselt. Der einzige kleine Wehmutstropfen ist die etwas unglückliche Art wie mit den Fremdworten im Buch umgegangen wird. An vielen Stellen wird in Dialogen Flash, ein New Yorker Gaunerdialekt verwendet (bzw. in der deutschen Übersetzung Rotwelsch, der aus der gleichen Zeit stammt). Manche dieser Worte stehen hinten im Glossar, andere werden quasi „im Text“ übersetzt indem Tim für sich einfach noch einmal das Ganze in Standartsprache wiederholt. Da die Worte deren Übersetzung im Glossar zu finden ist sich aber nicht z.B. durch Kursivdruck von den anderen unterscheiden kommt es vor, das man über einen vollkommen unverständlichen Satz stolpert, nachschlägt und kein einziges Wort findet und dann im nächsten Absatz feststellt, dass dort alles klar verständlich steht. Das hätte sich sicher eleganter lösen lassen aber mit der Zeit gewöhnt man sich auch daran.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teuflisch toff!, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
Ich habe dieses Jahr schon einige Bücher gelesen, die ich toll fand. Ich habe einige gelesen, die man gut und gern auch schon hätte verbrennen können, bevor sie überhaupt den Weg zu einem Verlag fanden. Aber dieses Buch ist das erste in 2014, das mich tatsächlich abgeholt und mitgenommen hat; ich hab's nicht gelesen, ich habe es gelebt. Es hat mich von den ersten Seiten an ins Jahr 1845 katapultiert und dort bin ich geblieben und habe Timothy Wilde wie ein treuer Schatten begleitet.

Ich war dabei, als er sich vorgestellt hat. Zu diesem Zeitpunkt war er noch ein Barkeeper in einer Spelunke, die Austern verkauft und Bier ausgeschenkt hat. Ich war dabei, als ein gewaltiges Feuer nicht nur diese Bar zerstörte, sondern auch sein Haus und sein Geld und seine Hoffnung, die faszinierende Miss Mercy Underhill zu ehelichen, den Flammen zum Opfer fielen. Ich war dabei, als er verletzt und im Gesicht vernarbt erwachte und vor den Trümmern seines Lebens stand und ich war dabei, als sein älterer Bruder Valentine ihn bei der neugegründeten Polizeitruppe von New York unterbrachte. Ich war dabei, als er seine 16-Stunden-Dienste antrat und ich war dabei, als er mitten in der Nacht über ein kleines, über und über mit Blut besudeltes Mädchen stolperte, und ich war noch immer dabei, als er 19 kleine Kinderleichen außerhalb auf einem Feld fand und anfing, Ermittlungen anzustellen. Ich konnte die Kloake in den Armenvierteln New Yorks riechen, konnte die Verzweiflung der Ärmsten der Armen geradezu schmecken, war mittendrin in dem politisch aufgeheizten Sommer von 1845, als sich verhungernde Iren und amerikanische Einwohner bis zum Tode prügelten, als Feuerwehrleute gleichzeitig die politischen Treiber der Demokraten waren, und mir wurde vor Entsetzen anders, als ich über all die Kinder las, die schon in jungen und noch jüngeren Jahren ihre Körper verkauften (mussten!), um irgendwie über die Runden zu kommen.

Ich habe dieses Buch inhaliert, war fasziniert von den Charakterzeichnungen der Protagonisten, von den Verhältnissen in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Moloch New York, das einst Gotham genannt wurde vom Schriftsteller Washington Irving. Die Autorin hat eine unglaublich mitreißende Art, die Geschehnisse zu beschreiben, ein Bild in 3D und Schmutz und Gelächter und Tod und Verzweiflung zu zeichnen. Ich war mittendrin statt nur dabei und auch wenn ich nicht weiß, was es über mich aussagt, dass ich alle Worte aus der Gaunersprache völlig ohne das Glossar am Ende des Buches verstanden habe, so weiß ich doch eines, und das als

Fazit: Mein persönliches Buch des Jahres. Absolute und völlige Leseempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht für jedermann eine gute Lektüre - mehr drumherum als Tempo, 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
Lyndsay Faye beschreibt in ihrem Roman „Der Teufel von New York“ die Anfänge der ersten Polizei, denn diese wurde erst im Jahre 1845 zusammengestellt, aus Schlägertypen und anderen zwielichten Gestalten. Heutzutage kaum vorstellbar, wenn man sich überlegt, was für eine Ausbildung unser Freund und Helfer durchlaufen muss und dass dieser ein reibungsloses Führungszeugnis haben muss, oder? Früher war dies aber alles anders und wir dürfen den jungen Polizisten Timothy Wilde begleiten.

Im Jahr 1845 wurde die erste Polizei gegründet in New York aus komischen Gestalten und Schlägertypen. Zu ihnen gehört auch Timothy Wilde, wenn auch widerwillig. Da ein Brand aber alle seine Pläne für die Zukunft zerstörte, bleibt ihm gar nichts anderes übrig. Ihm läuft eines Tages auf seinen Streifzügen ein kleines Mädchen in die Arme. Es ist völlig blutdurchtränkt und kann ihm einfach nicht sagen, wer sie ist. Sie selbst ist kein bisschen verletzt, das Blut muss also von einer anderen Person her stammen. In Kürze findet Tim an einem verlassenen Ort neunzehn Kinderleichen – hängt das zusammen? Es kursieren auch wilde Gerüchte, die politische Situation ist schon bis zum Zerreißen angespannt...

Das Buch ist ein historischer Krimi und beschreibt New York in den Anfängen der Gesetzen und der Polizei. Es ist nicht gerade leicht zu lesen, der Schreibstil passt sich sehr der Epoche an. Man findet aber dann doch hinein – nur, wenn man unterbricht, dauert es wieder etwas.

Timothy ist ein sympathischer Kerl, wenn er auch etwas entfernt vom Leser steht. Es sind noch einige Dinge offen über diesen Mann, was ihn aber umso interessanter macht. Was so gar nicht passt, dass er bei der Polizei arbeitet, bei der nur komische Gestalten arbeiten, wo er doch eigentlich normal ist und auch kein Schlägertyp. Anders sein Bruder Valentine, der ebenso bei der Polizei beschäftigt ist, aber ein ganz anderer Schlag als Tim ist.

Gleich am Anfang erfährt man schon von dem Mädchen und das macht die Spannung umso größer. Was hat sie mit den neunzen Leichen zu tun? Nun erfahren wir aber erst einmal etwas über Tim, wie er dazu kam, wie er jetzt lebt. Er hatte eine Bar, die aber leider einen Brand nicht überlebt hat. So ist er auf jeden Job angewiesen und kommt schließlich zur Polizei.

Spannend ist auch der geschichtliche Hintergrund des Romans, die ganzen irischen Einwanderer. Die Autorin versetzt den Leser in eine andere Zeit, man merkt das wirklich deutlich an den Ausdrücken und der Sprache des 19. Jahrhunderts. Es lässt einen zwar immer wieder stutzen, da man nicht ganz so schnell vorankommt, dennoch ist die Spannung vorhanden, in welche man automatisch hereingezogen wird. Schwieriger hier ist dann dabei, dass die Kapitel solange sind und alles an einem Stück zu lesen ist. Wäre vielleicht etwas leichter bei so einer Lektüre, wenn hier mehr Trennungen vorhanden wären.

Mit historischen Fakten, politischen Aussetzern und brenzligen Situationen führt die Autorin uns durch Mordfälle – eine richtige Krimiatmosphäre, nur ein einer anderen Zeit, welche für uns kaum vorstellbar ist! Leider überwiegen aber doch die Geschichten ums drum herum und das lange Geschehen, bis einmal etwas passiert und das hindert am flüssigen Lesen – schade!

Für mich selbst war es nicht so prickelnd und ich würde es auch nur bedingt weiterempfehlen – diejenigen, die gerne sehr viel von der Person dahinter lesen möchten, meist noch mehr als das, um was es eigentlich geht – die sind hier genau richtig. Wer lieber zu rasanten Krimis greift, welche mit Tempo vorangehen ohne zuviel Drumrumgerede, dem wird das Buch nicht unbedingt zusagen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen New Yorks erster Kriminalfall, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Kindle Edition)
Einem großen Feuer und seinem verhassten älteren Bruder hat Timothy Wilde es zu verdanken, dass er eine Stelle bei der neu gegründeten New Yorker Polizei ans Bein gebunden bekommt. Ohne viel Engagement verlebt er die Tage als "Kupferglanzer" bis er eines Abends auf ein blutbeschmiertes Mädchen trifft. Zusammen mit der kleinen Bird und einigen weiteren Verbündeten macht sich Tim daran, den ersten Kriminalfall des NYPD aufzuklären...

Die Autorin füttert den Leser mit einer Unmenge an Hintergrundinformationen zum New York Mitte des 19. Jahrhunderts. Was auf den ersten Seiten liebevoll Detailliert wirkt, überfordert den Leser die folgenden 150 Seiten ordentlich mit einer anspruchsvollen Erzählweise und Unmengen Erklärungen.
Nach und nach arrangiert man sich mit dem Stil und findet in die Geschichte rein. Nachdem man sich nun durch das erste Drittel des 500-Seiten-Werkes gekämpft hat kommt langsam auch etwas Licht in die dunklen Handlungsknoten und es ist zunehmend auch Spannung erkennbar.
Die Darsteller bleiben jedoch recht undurchsichtig, wenn man auch zugeben muss, dass Tim für die Damals offenbar herrschenden Gepflogenheiten ein wirklich aufrichtiger und liebenswerter Gentleman ist.

Leider hat mich das Buch nicht so sehr begeistert wie der Klappentext es hoffen ließen. Die zweite Hälfte der Geschichte hat zwar nochmal Pluspunkte abgesahnt, leider aber nicht mehr allzuviel Retten können, denn die letztendliche Auflösung hat mich nicht sonderlich überrascht. Daher gibts auch nur 3 Punkte, geschuldet unter anderem dem hohen Maß an Konzentration den man aufbringen muss um dieser Geschichte um die Anfänge der Polizeiarbeit in New York folgen zu können.

Fazit: Leider konnte das Buch meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Daher gibts von mir leider keine Leseempfehlung für diesen History-Thriller.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen historischer Krimi, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
1845. In New York wird eine Polizeistaffel gegründet, der auch Timothy Wilde angehört. Nachdem er ein blutüberströmtes ca. 10 Jahre altes Mädchen findet, nimmt er sie mit zu seiner Wirtin.
Er findet heraus, dass sie in einem Bordell arbeitete und dass dort etwas Schreckliches vorgefallen sein musste. Dann wird ein Massengrab mit Kinderleichen entdeckt. Eine gruselige Entdeckung. Die Spuren weisen auch auf dieses Bordell hin.
Es klingt spannend. Das Thema geht unter die Haut. Was mir leider nicht gefiel, ist der Stil des Buches. Ich musste es sehr intensiv lesen. Es gibt viele Details, die beschrieben werden. Ich fand es teilweise sehr lang und nicht wirklich fesselnd zu lesen. Das wechselte aber immer wieder. In einem Abschnitt wurde es sehr spannend, auch wenn neue Erkenntnisse dazu kamen, fühlte ich mich wieder richtig gefesselt an die Geschichte. Es war ein wenig wellenförmig, die Spannung. Das ist leider sehr schade, weil einen Thriller / Krimi, da möchte schon die ganze Zeit eine gleichbleibende bspw. ansteigende Spannung haben. Was mir auch nicht so gefiel, war die Sprache, die wohl authentisch war mit der damaligen Zeit, die mich aber dazu verleitete immer im Glossar nachschlagen zu müssen, was ich auch etwas störrend fand im Lesefluss. Ich würde es als einen Kimi hinter historischer Kulisse nennen. Auf mich wirkte die Geschichte sehr duster. Leider fesselte mich diese Geschichte nicht wirklich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unsicher, wie ich bewerten soll..., 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
Hier stellte sich mir schon zum zweiten Mal die Frage, ob man ein Buch u.a. auch danach bewerten soll, wie es beworben wird. Zwei Aussagen im Klappentext bezeichnen "Der Teufel von New York" als Thriller - und das führte mich völlig auf die falsche Fährte. Die Aussage "Ein fulminanter historischer Roman" trifft es nämlich bei Weitem besser.
Dieses Buch IST KEIN Thriller, denn ein Thriller ist für mich ein Pageturner, bei dem man gar nicht erwarten kann, weiter zu lesen.

Zum Inhalt
New York 1845. Dem jungen Polizisten Timothy Wilde läuft auf der Straße ein völlig verstörtes Mädchen in die Arme. Sie trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer sie ist und was ihr zugestoßen ist. Kurz darauf findet er auf einem entlegenen Gelände neunzehn vergrabene Kinderleichen. In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte, die politische Situation ist angespannt bis zum Zerreißen...

Meine Meinung:
Die ersten 90 Seiten haben sich so sehr gezogen, das ich schon nah dran war, das Buch abzubrechen. Lyndsey Faye schildert hier ausschließlich die Lebensumstände der Hauptperson Timothy Wilde im New York des mittleren 19. Jahrhundert. Tim arbeitet als Barkeeper bis er bei einer Feuerkatastrophe alles verliert: sein Erspartes, seine Wohnung, sein unversehrtes Gesicht.
Mit Hilfe seines älteren Bruders Valentine kann er bei der neu gegründeten Polizei NYPD anfangen.
Am Ende einer seiner 16-Stunden-Schichten stößt Tim mit einem kleinen Mädchen zusammen - und die eigentliche Geschichte beginnt...

Leicht lesen kann man diesen Roman nicht, zu anstrengend ist die Sprache, der Lesefluss wird gebremst durch die Verwendung der New Yorker Gaunersprache "Flash". Am Ende des Buches ist zwar ein Glossar mit Begriffsklärungen, aber das Hin- und Herblättern hat mich dann einfach genervt.
Jedem Kapitel ist ein Kommentar oder ein Zeitungsausschnitt der damaligen Zeit vorangestellt. Dies untermauert den Eindruck einer sehr authentischen Geschichte.
Soweit ich das beurteilen kann, hat Lyndsay Faye für ihren Roman äußerst gründlich recherchiert und gibt somit die unvergleichliche Atmosphäre des damaligen NY wunderbar wider.

Fazit:
Ich verzichte hier auf eine Sterne-Bewertung, da ich mir wirklich nicht sicher bin, wie ich bewerten soll. Wirklich packen konnte mich das Buch nicht. Ich bin aber auch mit der Erwartung an einen Thriller ans Lesen gegangen...
Wer aber an einem toll recherchierten Roman interessiert ist, der einen in das New York des 19. Jahrhunderts zieht, der einem die lebendigsten Bilder in den Kopf zaubert, der ist mit "Der Teufel von New York" wirklich gut bedient.
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4.0 von 5 Sternen Die Erfindung der Polizei, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wird in New York von G. W. Matsell eine Berufspolizei gegründet.
Timothy Wilde einer der ersten Polizisten erzählt von seinem Leben, seinem Beruf und dem ersten Serienmörder der Stadt New York. Als ein kleines Mädchen blutverschmiert gegen den Polizisten Wilde läuft haben beide noch keine Ahnung was für ein Geheimnis sie lösen werden. Daly Bird ist eine Kinderprostituierte und hat mit 12 Jahren schon mehr erlebt als andere Frauen in ihrem ganzen Leben. Jetzt ist sie davongelaufen, da sie ein ihrer Freunde blutüberströmt und tot aufgefunden hat. Die Leiche des Jungen löst hektische Aktivitäten bei der Polizei aus. Verstörend daran ist, dass er mit tiefen kreuzförmigen Schnitten post mortem ausgeweidet wurde. Tim und seine Kollegen machen sich auf die Spur eines religiösen Fanatikers und stoßen bald auf ein Massengrab.
In diesen Zeiten sind Fingerabdrücke und DNA noch nicht bekannt und alle Nachforschungen müssen mühsam von Einzelermittlern zusammengetragen werden. Allein mit wenigen Hinweisen ein Kapitalverbrechen aufzuklären erfordert viel Geduld und Glück, denn Beweise sind oft gar nicht als solche zu erkennen. Tim hat ein gutes Auge für Menschen und deren Geheimnisse, er ist in seinem neuen Beruf einer der ersten Ermittler, der durch Kombination verschiedenster Aussagen und Erkenntnisse zum Erfolg geleitet wird.
Lyndsay Faye gelingt ein spannender historischer Kriminalroman, der teilweise mit blumigen Beschreibungen („.. kam man vor Hitze schier um. Schwarz gewordenes Gemüse floss aus den Kisten in das Pflaster ..“) aber auch mit genauen Beschreibungen („.. ich zwang mich, seine Hände anzuschauen: kein Arbeiter …. zumal im Augenwinkel noch Restspuren von Schminke zu sehen waren…“) fesselt. Neben der Kriminalgeschichte wird auch die Situation der Migranten und ehemaligen Sklaven geschildert. 1842 kam es in Irland zur großen Kartoffelfäule und somit zu großen Hungersnöten, die viele dazu brachten nach Amerika auszuwandern. Hier waren sie zu tausenden auf der Suche nach Arbeit und wurden von den Einheimischen als Arbeitssklaven ausgebeutet.
Dieses Spannungsfeld wird von der Autorin als Hintergrund für einen packenden Krimi genutzt. Die Geschichte von Tim Wilde ist sicherlich noch nicht fertig geschrieben.
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5.0 von 5 Sternen Großartiger historischer Krimi, 2. August 2014
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
New York im Jahre 1845. Timothy Wilde ist mit seinem Leben ziemlich zufrieden, denn seine Arbeit als Barkeeper macht ihm großen Spaß und er konnte sich ein wenig Geld auf die Seite legen. So langsam möchte er auch seiner Angebetete Mercy Underhill seine Gefühle gestehen. Doch es kommt alles anders. Bei einem Brand, der sein ganzes Viertel vernichtet verliert er nicht nur seine Arbeit, seine Wohnung und sein ganzes Erspartes, nein er wird auch noch verletzt und traut sich nicht mehr seiner Angebeteten unter die Augen zu treten. Da bleibt ihm nichts anderes übrig, als einen Job als Polizist, bei der neu gegründeten New Yorker Polizei anzunehmen und im verrufensten Viertel der Stadt Streife zu laufen. Als dann eines Tages ein Mädchen in einem Blut getränkten Nachthemd in ihn hinein läuft, kommt er einer schrecklichen Sache auf die Spur, die ihn nicht mehr los lässt.

Ich habe mich lange auf das Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht, denn mit "Der Teufel von New York" habe ich genau das bekommen, was ich mir erhofft hatte: Eine sehr spannende und gut recherchierte Geschichte aus früherer Zeit. Eine Geschichte über die ersten Polizisten von New York zu einer Zeit in der die Iren massenhaft in New York einfielen, weil sie sich dort ein besseres Leben erhofften. Eine Zeit der hungernden und arbeitslosen Menschen. Eine Zeit, in der ein Menschenleben nicht viel Wert war. Eine für den Leser sehr interessante und spannende Zeit.

Gerade die in Massen in New York einströmenden Iren sind ein großes Thema des Buches. In Irland verfaulten die Kartoffeln in der Erde, die Menschen litten Hunger und erhofften sich ein besseres Leben in New York. Aber dort kamen sie vom Regen in die Traufe. Die meisten mussten hungern und bekamen keine Arbeit. Zudem waren die Iren auch noch verhasste katholiken, die es im anglikanischen New York sowieso sehr schwer hatten. Zu viele Menschen waren arbeitslos, ohne Hoffnung und kurz vorm Verhungern. Die Mütter konnten ihre Kinder nicht mehr ernähren und eine große Hoffnungslosigkeit lag über der Stadt. Da wundert es dann auch nicht, dass die erste Polizei überwiegend aus Schlägern, Halsabschneidern und Dieben bestand.

Auch der Kriminalfall, der Wild so beschäftigt ist richtig spannend und man fragt sich, auf was das alles hinaus läuft. Ich hatte so eine Ahnung, mit der ich auch ziemlich richtig lag, aber auf alles wäre ich nicht gekommen. Man lernt wirklich den Bodensatz der Menschheit kennen. Aber auch sehr angesehene Menschen kommen in dem Buch zu Wort. Eine bunte Mischung die das Buch so interessant macht.

Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet und haben alle ihre guten und schlechten Seiten. Ich mag es, wenn Charaktere nicht die Superhelden sind sondern Menschen mit Fehlern und Schwächen. Das wurde hier sehr gut umgesetzt. Auch der Schreibstil hat mich sofort angesprochen, denn er ist sehr bildhaft, so dass ich mich manchmal fühlte, als würde ich mit Wilde durch die Armenviertel laufen oder mit Mercy die Ärmsten und Kranken besuchen. Ich roch den Gestank, sah die fetten Ratten und fühlte die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Ich lief mit den Zeitungsjungen durch die Straßen, besuchte die Prostituierten, die Opiumsüchtigen und unterhielt mich mit den Arbeitern. Ich hätte noch ewig weiter lesen können und freue mich schon ganz doll auf den 2. Teil "Die Entführung der Delia Wright", der im Februar 2015 erscheinen wird.

Ganz besonders toll fand ich auch die Kapitelüberschriften, die aus Auszügen von Zeitungen und Berichten bestehen. So konnte man noch jede Menge zusätzlicher Informationen aufsaugen. Alles in alles ist das Buch eine absolut runde Sache. Darum vergebe ich 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für alle. Ich habe mich wirklich sehr gut unterhalten gefühlt und bin ein wenig traurig, dass wir auf Teil 2 noch so lange warten müssen.

© Beate Senft
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4.0 von 5 Sternen Spannender und akurater historischer Krimi, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Broschiert)
New York 1845: Durch einen Brand hat der junge Timothy Wilde seinen Job als Barkeeper verloren. Sein Bruder Valentine lässt seine Beziehungen, die durch seine Aktivitäten in der demokratischen Partei hat, spielen und besorgt Timothy eine Anstellung in der neugegründeten Polizeitruppe der Stadt. Die Cops sind damals nicht nur ein bunt zusammengewürfelter Haufen, sondern werden auch von der Bevölkerung sehr skeptisch betrachtet. Timothys erster großer Fall läuft ihm mehr als Zufall über den Weg: ein junges Mädchen in einem blutüberströmten Nachthemd. Sie bringt ihn auf die Spur einer Mordserie an irischen Kindern. Damit stößt die New Yorker Polizei in ein wahres Wespennest. Die irischen Einwanderer werden aufgrund ihres Glaubens, ihrer Anzahl und offensichtlichen Armut von vielen protestantischen Amerikanern ablehnend betrachtet. Die Gerüchte über eine Kartoffelfäule in Irland und die damit verbundene Aussicht auf weitere Hungerflüchtlinge machen sie nicht gerade beliebter. Dann beginnt jemand Briefe zu verschicken und der Verdacht entsteht, dass auch der Mörder ein Katholik sein könnte. Timothy muss nicht nur schnell den Täter finden, um einen Aufruhr zu verhindern, sondern gleichzeitig auch seinen Bruder Valentine im Schach halten und verhindern, sich die einflussreiche Bordellbesitzerin Silkie Marsh völlig zum Feind zu machen.

Ich bin eher zufällig im Buchladen auf das Buch aufmerksam beworden und der Klappentext hat mich überzeugt, es zu kaufen. Eine gute Entscheidung, wie ich sagen muss. Es handelt sich um einen spannenden, historischen Krimi, der mit gutem Blick für Details, sowohl was die histroischen Gegebenheiten als auch die einzelnen Charaktere angeht, ausgestattet ist. Der Autorin gelingt es in ihrer Sprache die Sichtweise des Erzählers Timothys aufzugreifen. Zu Beginn erschien mir die Sprache (vielleicht daher) etwas sperrig und ich habe zwei, drei Kapitel gebraucht, um mich daran zu gewönnen. Danach las sich das Buch aber sehr flüssig und ich habe mich häufig abends schwergetan, es aus der Hand zu legen. Alles in allem kann ich es nur jedem empfehlen, der gute Krimis und/oder historische Geschichten mag. Ich jedenfalls bin gespannt auf Band 2.
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1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Teufel von New York: Roman (Kindle Edition)
Ich habe mich durchgekämpft, endlich bin ich mit dem zähen Werk durch - was für eine Enttäuschung.
Der interessante und durchaus Lust auf das Buch machende Plot samt Setting wird ziemlich gründlich in den Hintergrund gedrängt.
Besonders die in vielen Besprechungen und Kommentaren merkwürdig oft hochgelobte Verwendung der Gaunersprache "Flash" nervt. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches wird diese in einem Ausmaß verwendet die das Buch mitunter nur schwer lesbar macht. Glossar hin oder her, wenn man andauernd nachschlagen muss stört das den Lesefluss in einer Weise die ich jenseits des Erträglichen fand.
Dazu kam der für mich wirklich ebenso nervende Schreibstil. Absolut jeder Satz, jeder Gesichtsausdruck, jeder Blick, jede Geste kommt extrem bedeutungsschwanger daher, in einer pathetischen Blumigkeit beschrieben die nach einiger Zeit nur noch nervt.
Besonders zeigt sich das auch in der "Beschreibung" von Mercy, die dadurch derart entrückt und abgehoben wird, dass sie mir kaum noch als tatsächliche Person vorkam.
Das ist um so mehr schade, als der eigentliche Plot und das Setting im New York 1845 mit dem Begin der Polizeiarbeit an sich sehr interessant ist. So hat das Buch auch seine einzigen Stärken in den Momenten wenn der Fall und die Polizeiarbeit einigermaßen ungestört von epischer Bedeutungsschwere einzelner Blicke oder Gesichtsausdrücke von Mercy oder ähnlichem beschrieben wird.
Grundsätzlich wäre es tatsächlich interessant wie es mit dem NYPD und Timothy weitergeht - aber nicht mit dieser Autorin und diesem Stil.
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