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55 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die derzeit beste Heidegger-Biographie
Bereits der Titel des vorliegenden Buches von Safranski ist eine aufs äußerste verdichtete Zusammenfassung des inhaltlichen Programms der über 500 Seiten starken Heidegger-Biographie. Beim "Meister aus Deutschland" konnotieren gleichzeitig Paul Celans Todesfuge als auch der grosse deutsche Mystiker Meister Eckehard. In der Tat gelingt es...
Veröffentlicht am 12. April 2000 von Christian Hartmann

versus
1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja
Ein zu ambitioniertes Buch -- es will Biographie Heideggers sein, will Einführung in sein Denken sein, will Darstellung seiner Zeit sein und das alles auf kaum 500 Seiten. Klarerweise kann hier keine Tiefe geboten werden!
Safranskis Zugang ist aber nicht bloß verkürzend - was bei einer Überblicksdarstellung unvermeidlich wäre - sondern auch...
Vor 3 Monaten von PCV veröffentlicht


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55 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die derzeit beste Heidegger-Biographie, 12. April 2000
Von 
Bereits der Titel des vorliegenden Buches von Safranski ist eine aufs äußerste verdichtete Zusammenfassung des inhaltlichen Programms der über 500 Seiten starken Heidegger-Biographie. Beim "Meister aus Deutschland" konnotieren gleichzeitig Paul Celans Todesfuge als auch der grosse deutsche Mystiker Meister Eckehard. In der Tat gelingt es Safranski, das Thema "Heidegger" von allen Seiten zu beleuchten ohne dabei in die Politisierungsfalle zu gehen, wie dies viele andere Bücher zu diesem Thema tun. So wird ein Martin Heidegger sichtbar, der eben zugleich in das NS-Regime verstrickt, aber auch einer der grössten Philosophen des 20. Jahrhunderts war. Das Buch bietet aber nicht nur eine wirklich gute biographische Darstellung, sondern ermöglicht auch einen tiefen Einblick in die Denkwelt Heideggers sowie deren Entwicklung in der Zeit. Besonders vor dem Hintergrund der starken aktuellen Popularität von Zen kann der Leser erfahren, wie ähnliche Ideen und Konzepte auch im Westen bereits erdacht wurden. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Lesevergnügen.
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 12. März 2001
Rüdiger Safranski muß man nicht live oder in einem Interview erleben. Für dieses Medium sind andere besser geeignet. Aber! Wer ist wie Safranski dazu fähig, einen nicht ganz leicht zugänglichen Philosophen wie Heidegger so darzustellen, daß man nicht nur einen lebendigen Eindruck erhält, sondern sich fühlt, als würde man zum Weggefährten auf einer atemberaubenden Wanderung. In gewissen Sinne also beste sokratische "Hebammenkunst". Safranskis Werk "Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie" war erhebend. Der "Meister aus Deutschland" ist ein Meisterwerk. Dieses Buch gehört ganz zweifellos zu meiner "Inselliste" der drei Bücher, die man auf ein Eiland mitnehmen würde.
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52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielleicht doch der typischste deutsche Denker?, 19. Oktober 2002
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Liest man aufmerksam das Buch Rüdiger Safranskis zu Heidegger, entdeckt man manch Fragwürdiges an diesem zwar völlig humorlosen, aber vielleicht dennoch berühmtesten deutsch-sprachigen Denker. Fragwürdig nicht nur, dass er allzu mitgerissen auf die Aufbruchsstimmung des 1000jährigen Reiches reagierte - Safranski stellt auch detailgenau dar, wie Heidegger versuchte, während der Nazizeit die ganze deutsche Hochschullehrerschaft unter seine zensierende Kontrolle zu bringen. "Heideggers Denkungsart, die mir ihrem Wesen nach unfrei, diktatorisch, communikationslos erscheint, wäre heute in der Lehrwirkung verhängnisvoll," - so quittierte denn auch laut Safranski der Philosoph Karl Jaspers in einem Entnazifierungsgutachten des Jahres 1945 das mehr als peinliche Engagement. Heideggers Berufskollegen Edmund Husserl, Edith Stein, Elisabeth Blochmann oder seine Ex-Geliebte Hannah Arendt - sie zeigten sich tief entsetzt über die Korrumpierbarkeit Heideggers. Man muss Safranski übrigens zugute halten, dass er nicht nur Aspekte des Heideggerschen Charakters und einer gewissen Zickzack-Biographie herausschält, sondern dass er auch mit sehr viel Einfühlungsvermögen nachvollziehen lässt, wieso sich Heidegger vom Katholizismus abwandte (nach mehreren Demütigungserlebnissen) - und sich dem religionskritischen Nationalsozialismus zuwandte. Rüdiger Safranskis Buch-Titel-Idee für seine Heidegger-Biografie "Ein Meister aus Deutschland" klingt natürlich unüberhörbar an Celans "Todesfuge" an, die das Konzentrationslager mit der ewig wiederholten Zeile "ein Meister aus Deutschland" unvergessen machte... Trotz aller, heutzutage völlig unakzeptierbarer Manöver, die uns bei der Betrachtung dieses damals entschlossen-nationalstolzen Philosophen begegnen, - trotz allem versucht Safranski zu beschreiben, wo die Bedeutsamkeit dieses andernorts wiederum enthusiastisch als wichtigsten Existenz-Philosophen gefeierten Heidegger liegen könnte. Für den Einsteiger sind Heideggers Originalschriften wegen der dort entwickelten eigenbrötlerischen Sondersprache wenig zu empfehlen. In Safranskis Überblick jedoch erschließen sich die durchaus vernünftigen Grundgedanken Heideggers zügig: Die "Zeitlichkeit" des Menschen als seine Grundbefindlichkeit wird gut in den Blick gerückt, dass Angst und Zweifel, Langeweile und Sinnlosigkeitserlebnisse als Erkenntnis-Anstöße zu produktiven Lebensstil-Wechseln avancieren können, wird einleuchtend, Heideggers Sondersprache in Normalausdrücke übersetzend, dargestellt. Resümee: Safranskis Buch, es lohnt sich zu lesen - damit man genau weiß, wovon man so häufig doch spricht ...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das erhellendste Buch über Heidegger, 30. Dezember 2013
Wer Heidegger jemals gelesen hat, weiß, dass er das Gehirn zum Glühen bringt - so unverständlich und frustrierend ist es oft, das man aufgeben will: Muss man das so kompliziert sagen? Aber Heideger bewegt sich auf den Grenzen der Sprache und Rüdiger Safranski lüftet das Dunkel. Ich habe während meines Philosophie-Studiums viele Bücher zu Heidegger gelesen und mich durch Sein & Zeit gekämpft - Safranskis Buch ist eines der verständlichsten und großartigsten und einer meiner Germanistik-Professoren sagte mir einmal ganz ehrlich, erst nach Safranskis Buch habe er das Gefühl, Heidegger verstanden zu haben. Safranski gelingt es in dem Buch wie so oft, wie eigentlich in allen seinen Büchern, den Geist der Portraitierten durchschaubar zu machen und - ganz nebenbei - eine ganze Zeit und Epoche lebendig zu machen. Danke, Rüdiger Safranski, dass Sie so großartige Bücher schreiben!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extraklasse, 16. Oktober 2009
Rüdiger Safranski schafft zwei Dinge auf einmal. Er öffnet einen wunderbar einfachen Zugang in die sonst schwer zu erreichende und faszinierende Gedankenwelt und Sprache Heideggers, seiner Vorläufer, Anhänger und Widersacher. Das Werk ist somit nicht nur nebenbei eine gute Einführung in wesentliche geistesgeschichtliche Strömungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig werden die Fakten und widerwärtigen Verstrickungen der Person in vorher nicht gesehener Vollständigkeit reportiert ohne Weglassungen und Beschönigungen.
Dass beides Raum hat und der eine den anderen Teil nicht zerstört, zeigt die hohe Meisterschaft Safranskis. Ein genussvolles Bildungserlebnis!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut hineingespürt, 19. März 2003
Wahrlich gut hineingespürt hat sich Rüdiger Safranski in seine Heidegger-Biographie. Noch mehr als bei seinen Nietzsche- und Schopenhauer-Biograpien ist der Leser "mit dabei" - man fühlt sich von Seite zu Seite mehr ein und kann endlich etwas zu Fassen kriegen von diesem Philosophen des 20.Jahrhunderts, dem man sich sonst so schwer geistig nähern konnte. Ein lohnenswerter Einstieg in Heideggers Welt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwere Kost, 19. Dezember 2011
Die einen halten Heidegger für einen Scharlatan, die anderen für ein Genie. Auch das Buch kann es nicht restlos klären. Ohne philosophische Vorbildung ist der Leser wohl überfordert. Aber wer versteht Heidegger schon wirklich? Ich glaube, manchmal hat er sich wohl selber nicht verstanden. Manchmal war mir das Buch auch zu detailverliebt. Ungeachtet dessen hat es mir trotzdem beim Verständnis seiner Philosophie geholfen. Insbesondere schafft es Rüdiger Safranski gut, die Verbindung zu anderen Richtungen der Philosophie (z. B. Lebensphilosophie, Phänomenologie, Existenzialismus, Nitzsche) darzustellen. Gut gefallen hat mir auch die Einbettung in das geschichtliche Geschehen seiner Zeit und die differenzierte Betrachtung seiner Verbindung zum Nationalsozialismus.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Safranski, das Kleinod im Philosophie-Regal, 30. Oktober 2012
Nach 'Nietzsche' habe ich nun auch 'Heidegger' von Safranski gelesen, und möchte an dieser Stelle einmal sagen, dass der deutschsprachige Raum froh über diesen Autor sein kann. Safranski interpretiert diese großen Philosophen so lebendig und leicht, dass man nicht nur das Gefühl hat ihnen nahegekommen zu sein, sondern sie auch verstanden zu haben. Gerade für den Laien, der wenig Zeit hat, die Originale zu wälzen und zu studieren, ist Safranski ein wirkliches Kleinod unter den erzählenden Autoren im Philosophie-Regal. Irgendwo hatte er einmal über Nietzsche gesagt: "Er denkt ja auch so klug." Und so in der Art möchte ich von Safranski sagen: "Er schreibt ja auch so klug."
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd sogar für Naturwissenschaftler, 21. Februar 2011
Selber Physiker und leicht geneigt, Heideggers Texte für kaum nachvollziehbar oder diskutierbar, ja für Geschwafel zu halten, stellt Safranskis überaus gut lesbares Buch für mich den richtigen Filter dar, um vielleicht doch etwas davon zu verstehen. Zugespitzt, wenn auch weniger treffend gesagt als ein Safranski es könnte (und vielleicht auch gar nicht in seinem Sinne), erscheint mir Heidegger nun als der letzte aufrechte Kämpfer für die Sache der alten griechischen Philosophie, die das Mittelalter überwinden half und seitdem stark idealisiert wurde, die aber mit der Moderne einfach nicht mehr zurechtkommt. Schlimm für die Moderne? Oder vielmehr für die alten Lehren? Jedenfalls ein äußerst anregendes Buch.
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5.0 von 5 Sternen ., 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit (Kindle Edition)
Ein Buch das gelesen werden will und das sich lohnt zu lesen, weil es fundamentale Aussagen macht und vieles aufzeigt was wichtig ist!
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