Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesamtwerk von Bloomfield erstmals gelungen aufbereitet., 19. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach Durchsicht wie Überprüfung der eigenen Audiosammlung stellt die im Februar 2014 aufgelegte Box „from his head-to his heart-to his hands“ die erste wirklich fundierte Aufbereitung des Werkes des amerikanischen Musikers dar. Keinem der posthum erschienenen Alben ist dies bisher in dieser Form gelungen.

Als Produzent fungiert Bloomfields Freund und Mitmusiker Al Kooper. Auf insgesamt 3 CDs und einer DVD gelingt es ihm, die wichtigsten Schaffensphasen des Michael Bloomfield dem Hörer näher zu bringen. Die Arbeitstitel der drei CDs lauten „roots“ „jams“ und „last licks“.

„roots“

Die erste CD startet mit drei, bisher unveröffentlichen Studioaufnahmen des Produzenten John Hammond Sr. aus dem Jahre 1964, der dritte Titel „Hammond's Rag“ , ein rasantes Ragtime Fingerpicking auf der Akustikgitarre überzeugte den Produzenten, Michael Bloomfield als Studiomusiker zu engagieren. Dieser Dialog zwischen Aufnahme- und Regieraum kommt besonders bei der DVD gut zur Geltung. „I just want to tell you, that I will produce you“

Für die erste Scheibe gilt festzuhalten: Das Augenmerk liegt klar auf dem Schaffen innerhalb der Paul Butterfield Band, als Studiomusiker für Bob Dylan bei dessen Meilenstein „Highway 61 Revisited“ sowie Bloomfields eigener Band „Electric Flag“.

Die CD liefert einige Interviews von Bloomfield. Man erfährt Hintergründe über die oftmals angespannte Stimmung innerhalb der Paul Butterfield Blues Band und die zum Teil schwierige Zusammenarbeit dieser beiden Alphatiere. Hier versäumt es Produzent Al Kooper auch nicht mit „born in chicago“ einen der besten Titel dieser Formation in die Sammlung mit aufzunehmen.

Kommen wir kurz zu „Highway 61 Revisited“. Dieses Werk hat bereits Eingang in hunderte Rezensionen und Abhandlungen gefunden und soll an dieser Stelle nicht aufgewärmt werden. Die Instrumentalversion „Like a rolling stone“ und ein Alternative Take des „Tombstone Blues“ zeigen jedoch selbst dem glühensten Dylan Jünger: Die involvierten Mitmusiker werden in den Kritiken, mit einigen wenigen Ausnahmen, zu wenig gewürdigt, gleiches gilt für Dylans spätere Mitstreiter, die dann „the Band“ formten.

Die Dylan Session begründete Bloomfields langjährige Freundschaft mit dem damaligen Organisten, Al Kooper, der mit Bloomfield Ende der 60er Jahre erfolgreich andere Band Projekte startete. 1966-67 folgte der Abschied Bloomfields bei der Butterfield Blues Band und die Gründung der ersten eigenen Band „Electric Flag“. Die Sammlung würdigt diesen letzten Abschnitt mit insgesamt 5 Titeln, die DVD liefert einiges an Videomaterial von Electric Flag auf dem Monterey Pop Festival.

„jams“

Die gesammte zweite CD der Box greift die Zusammenarbeit mit Al Kooper im Zuge der beiden gemeinsamen Alben „Super Session“ und „The Live Adventures of Mike Bloomfield and Al Kooper“ auf. Hinzu gesellen sich in durchaus aktzeptabler Audioqualität noch Tracks des Album „Lost Concert Tapes / Fillmore East“. In dieser Phase nimmt die Dauer der Stücke zu und es überwiegen mehr und mehr Improvisationen. Zu unterstreichen ist das Stück „Her Holy Modal Majesty“, welches auf der CD gleich als Studiotake und Liveversion Eingang findet. Im beiliegenden Booklet und auf der DVD Dokumentation geht Kooper auf die Einflüsse modaler Improvisationsansätze aus dem Jazz ein und nennt besonders John Coltrane und McCoy Turner als Vorbilder.

Diese kleine Randnotiz zeigt den Pioniergeist von Bloomfield und Kooper in dieser Zeit. Das Album „Super Session“ erschien 2 Jahre bevor Duane Allmann / Dickey Betts und Greg Allmann diesen Weg einschlugen ( Album „Idlewild South“ / „In Memory of Elizabeth Reed“)

„last licks / DVD“

Die Bezeichnung der dritten CD ist ein wenig irreführend, rund die Hälfte dieser Aufnahmen stammt aus den Jahren 1968 und 1969. Besonders hervorzuheben ist die Liveaufnahme mit Muddy Waters „can't loose what you ain't never had“ vom Album „Fathers and Sons“ und das kurze Intermezzo mit Janis Joplin, direkt nach ihrem Abbgang von der Band Big Brother. Ab 1970 begann dann auch der langsame und tragische Abstieg und Verfall des Michael Bloomfield. Die DVD geht auf diesen Abschnitt durch zahlreiche Interviews diverser Mitstreiter detailliert ein. Wir erfahren, daß Bloomfield im Grund genommen auf Starrummel keine Lust hatte und viel lieber in kleinen Clubs musizierte. Starke Drogenabhängigkeit und die Schlafkrankheit Insomania setzten der Gesundheit von Bloomfield stark zu, Mitmusiker versetzte er bei fest vereinbarten Konzerten durch Nichterscheinen.

Im Februar 1981 erlag Bloomfield einer Überdosis Heroin.

Die DVD liefert rund 45 Minuten Video und Fotomaterial. Die DVD ergänzt die Audioaufnahmen wunderbar und geht darüber hinaus auch chronologisch vor, zusätzlich erhält man ein wirklich liebevolles produziertes Booklet mit vielen Fotos und Zusatzinformationen.

Fazit:
Bloomfield war mit Paul Butterfield der erste weiße Musiker in den USA, der schwarzen Blues spielte und von schwarzen Mitmusikern voll aktzeptiert und geschätzt wurde. Er erweiterte das vorwiegend pentatonische Skalenmaterial bzw. Notenmaterial des Blues durch modale Improvisationsansätze aus dem Jazz und beeinflusste dadurch nachhaltig Strömungen im Bereich des Jazz Rock und Fusion. Eric Clapton hatte 1968 sicherlich gute Gründe für seine Antwort, wer ihn persönlich am meisten beeinflusst „The first one is Michael Bloomfield“. Die vorliegende Sammlung verzichtet größtenteils auf bisher unbekannte Archivschätze in grausiger Aufnahmequalität, die wirklich „neuen“ Aufnahmen stellen vielleicht ein Viertel des Audiomateriales dar und diese Aufnahmen sind von einer guten Aufnahmequalität. Höchstnote für diese Box
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Zetdokument, 3. April 2014
Von 
B. Schulte "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Lingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich diese Box in den Händen hielt fragte ich mich als erstes wieviele junge, Musik(-Blues)begeisterte Leute kennen eigentlich Michael (Mike) Bloomfield?
ich glaube nicht sehr viele. Er hatte, traurig genung, einfach nicht den Status den heute ein Jimi Hendrix oder Stevie Ray Vaughan haben. Sein Einfluss auf bekannte Musiker wie z.B. Eric Clapton ist gewiss nur wird er selten genannt. Warum eigentlich? Weil er einer Überdosis Heroin erlegen war? das hat er, leider, mit viel zu vielen Musikern gemeinsam allerdings war er immerhin 37 und nicht 27 wie die vielen anderen.
Er war einer der sehr wenigen Weißen Blues Musiker die schon Anfang der 60er von der Schwarzen Bluesgemeinde akzeptiert wurden (wie auch P.Butterfield, E.Bishop und Charlie Musselwhite). Der Jude, wie er sich selber nannte, wuchs im Chicago der 50er Jahre auf. Schon im zarten Alter von 15 Jahren spielte er in Chicago's Clubs an der Seite von Howlin' Wolf, Sunny Boy Williamson, Sunnyland Slim, Otis Rush und vor allem Muddy Waters. Muddy Waters war es der den jungen Mike eines Abends zu sich auf die Bühne rief. Er händigte ihm seine Telecaster aus und bat ihn zu spielen, dem Publikum sagte er:"He's a friend of mine and he sure plays the Blues".
Dieses Ton-Dukment hat kein geringerer, und wer kennt sich besser aus, als Al Kooper zusammen gestellt und kommentiert. Warum jetzt und wieso soviele Stücke die man kennt, fragt man sich aber ich glaube es wurde allerhöchste Zeit um an einen ganz großen Musiker & Gitarristen der Blues Musik zu erinnern. 60 Titel sind zu hören mit mehr als 4 Stunden Laufzeit. Die DVD ist sehr interessant und enthält ein Interview mit seiner Mutter, die erst im letzen Jahr verstarb. Sie erzählt eine wunderbare Geschichte über ihren Sohn und B.B.King. ...ich will nichts erzählen, selber rein schauen.

Die CD's sind unterteilt in 3 Bereiche und größtenteils Chronologisch ausgerichtet. Roots enthält Titel aus den Jahren 64-67. Jams ist größtenteils Mike Bloomfield's zeit mit Al Kooper gewidmet und auf Last Licks wird die Zeit von 1969 bis 1980 dokumentiert. darauf auch sein letztes Tondokument: 3 Monate vor seinem Tod aufgenommen in LA zusammen mit Bob Dylan.
Michael Bloomfield gehört zu den Musikern die ich gerne einmal Live erlebt hätte. Eines meiner Lieblingsstücke von ihm ist auch 'drauf: Killing Floor mit Electric Flag.
Ich finde diese Box Großartig!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen from his head to his heart to his hands..., 7. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
into my head and my heart! ein absolutes ausnahmetalent verglüht wie eine sternschnuppe und ist jetzt hoffentlich in einer besseren welt! herzergreifend schön und ebenso traurig....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Nett aufgemacht, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
CD1, CD3 und DVD sind interessant. CD2 hat man als Bloomfield-Fan bereits. Die liebevolle Aufmachung entschädigt dies aber.
Fazit: Als Andenken zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Awesome collection!, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Being a big fan of Michael Bloomfield since I was a teenager I had great expectations when I heard about this CD/DVD box. The music on the three CDs shows the scope of Bloomfield's talent. When it comes to playing the blues he was without doubt one of the very best. He had the technique and the taste to create and communicate great music. This release provides examples from his entire career: His early recordings, some tracks from when Bloomfield was a member of the Paul Butterfield Blues Band and the Electric Flag, the jam sessions with Al Kooper, live recordings with Nick Gravenites as vocalist (in my personal opinion the best tracks) and later material. The DVD featuring both music and interviews is a pleasure to watch. There is also a booklet in the package with very nice pictures. This box is an absolute must for fans of Michael Bloomfield.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

From His Head to His Heart to His Hands
MP3-Album kaufenEUR 14,49
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen