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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Ende der Unschuld
Im März ist nunmehr die dritte und vorletzte Staffel der Serie „Star Trek: Enterprise“ auf Blu-ray erschienen.

Immer dann, wenn eine Serie nicht die gewünschten Einschaltquoten erzielt oder sonst etwas im Busch ist wie ein Schauspielerwechsel erfährt sie tiefgreifende Veränderungen. So war es bereits bei The Next Generation mit...
Vor 4 Monaten von Hemeraner veröffentlicht

versus
7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Star-Trek im Krieg......
Nun, das Star-Trek-Universum ist kein friedlicher Weltraum. Nehmen wir die Klingonen (kriegsgeil), die Romulaner (machtgeil), Borg (assimilationsgeil) oder die Spezies 8472 (die Zahl stimmt, oder? Faschistoid). Kriege/Konflikte mit diesen und mehr Gegnern waren trotz aller Diplomatie nicht zu vermeiden, was aufgrund der jeweiligen Eigenarten der Rassen nachvollziehbar...
Veröffentlicht am 29. Februar 2008 von Gunbuster


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Ende der Unschuld, 22. April 2014
Von 
Im März ist nunmehr die dritte und vorletzte Staffel der Serie „Star Trek: Enterprise“ auf Blu-ray erschienen.

Immer dann, wenn eine Serie nicht die gewünschten Einschaltquoten erzielt oder sonst etwas im Busch ist wie ein Schauspielerwechsel erfährt sie tiefgreifende Veränderungen. So war es bereits bei The Next Generation mit dem Ausstieg zweier Schauspieler (Crosby und McFadden, wobei erstere ab und an wiederkam und letztere erneut einstieg) in der ersten zur zweiten Staffel. Wenn man bemerkt, dass das Serienkonzept nicht die gewünschte Wirkung erzielt, kann die Veränderung tiefgreifender sein. Während TNG glimpflich davon kam, erwischte es alle Nachfolgeserien schwerer. Es sah so aus, als habe man sich nicht genügend vorbereitet. So war das Publikum nicht bereit für eine stationäre Raumbasis (DS9), es musste ein Schiff her. Die Voyager hatte das Problem, nicht interessante Geschichten zu erzählen und aufgewärmte Feinde zu haben. Also holte man sich die Borg ins Haus bzw. aufs Schiff. Da Sex sells durfte es dank 7of9 auch mal etwas Babe-iger werden. Was in der Vorserie zog, hat man dann auch übernommen. Das Babe-Konzept blieb mit T’Pol auch bei Enterprise von Anfang an, aber mit der Storyfindung haperte es etwas. Vielen gefiel die Vorstellung vom temporalen kalten Krieg nicht. Die Crew ging – verständlicherweise – unbeholfen an ihre Abenteuer heran und etwas unsicher. Damit war die Reihe näher an unserer Zeit und die Charaktere wie ich finde menschlicher und nachvollziehbarer als in den Folgeserien, in denen sich die Menschheit moralisch – meistens jedenfalls – weiterentwickelt hatte.
Wie im ersten Special von Berman erklärt wollte man dies ändern, der Serie aber treu bleiben. Man wollte die Charaktere etwas verändern, sie selbstsicherer ins Unbekannte schicken.
Dabei war die Geschichte um den temporalen kalten Krieg nicht uninteressant. Im Gegenteil. Es wäre sogar schön gewesen, wäre die Auflösung durch Manny Coto gleich im Zuge späterer Staffeln im Sinne eines möglichen Gerüchts, dass der Future Guy ein Romulaner sei, der Unfrieden in der Vergangenheit stiftet sogar sinniger gewesen als den Weg zu gehen a) fürs Fernsehen die Story urplötzlich in der vierten Staffel zu beenden und
b) romantechnisch einen vollkommen Unbekannten dafür zu nutzen.
Welche Ideen man zum Future Guy letztlich hatte, überraschte mich dann doch. Man erfährt es auf der sechsten Scheibe.

Zwar hatte man den temporalen kalten Krieg nicht vergessen, sondern der Angriff auf die Erde war letztlich Folge einer immer heißeren Phase davon. Dank der völligen Abschottung der Enterprise geriet das aber allmählich in den Hintergrund. Äußere Einflüsse wie der Krieg in Afghanistan und im Irak ließen die Enterprise unter Archer mit seinen Marines-artigen MACOS als Soldaten im Kampf gegen den Terror agieren. So hatte die Erde ihren 11. September, den man – auch notfalls mit Gewalt – aufklären und rächen wollte. Außerdem wollte man weiteren Angriffen entgegentreten. Die Enterprise hatte ihre Forschungsmission mit dem Mysteryeffekt des kalten Krieges a la Akte X an den Nagel gehangen um wie bereits zuvor mit DS9 gegen das Dominion und mit Voyager gegen die Borg in den Krieg zu ziehen. Einer Tatsache, die einigen Fans aufgestoßen ist, die aber teilweise ihrerseits vergessen haben, dass es bei DS9 und Voyager nicht anders war.

Die Veränderungen machten auch vor dem Vorspann nicht Halt. So wurde der – bereits nicht von allen Fans akzeptierte – Titelsong durch eine schnellere Klangfolge aufgepeppt, was ebenfalls bei DS9 schon geschah. Und die Reihe bekam erstmals die Präfix „Star Trek“. Zuvor war man davon ausgegangen, dass es auch ohne ging.

Bis auf wenige Ausnahmen („Exil“ („Exile“), „Faustrecht“ („North Star“), „Ebenbild („Similitude“), „Das auserwählte Reich“ („Chosen Realm“), „Der Vorbote“ („Harbinger“) und „Auf ärztliche Anweisung“ („Doctor’s Orders“)) sind die 24 Episoden straff erzählt und führen direkt auf den Konflikt mit den Xindi und den Sphärenbauern zu. Die gesamte Staffel bietet einen einzigen großen Handlungsbogen. Die Ausrutscher dabei und teilweise sogenannten Bottle Shows sind dann auch den aufwändigeren Episoden und größeren SFX-Spektakeln geschuldet aber auch anderen Überlegungen, die in den Extras zur Sprache kommen. Insbesondere „Azati Prime“ bietet eine längere Kampfsequenz, die den Vergleich mit Kinoproduktionen nicht scheuen muss.

Mit der dritten Staffel Enterprise hat „Star Trek“ letztlich vollkommen seine Unschuld verloren, die bereits bei DS9 und Voyager mehr und mehr ins Wanken kam. Der Kampf ums eigene Überleben der Spezies Mensch wurde zur Verzweiflungstat und forderte unter der Crew nicht nur ein hohes Maß an Opferbereitschaft, es war das verlustreichste Jahr für die Besatzung der NX-01, die in den beiden Vorjahren recht unbeschadet weg kam. Bereits in zwei der ersten vier Episoden verliert Archer fünf Leute! Auch die Offiziere selbst haben ihre Unschuld verloren. Aus den Forschern wurden kampferprobte und knallharte Soldaten, die selbst über das Ziel hinausschossen, wenn es das Überleben sicherte.

Bereits in der ersten Episode der dritten Staffel wurde für eine Befreiungsoperation tödliche Gewalt angewandt. Eine Haltung, die Archer bereits in der letzten Episode der zweiten Staffel seinem klingonischen „Freund“ Duras angedeihen ließ. Um die Effizienz der MACOs darzustellen waren hier diverse Fern- und Nahkämpfe gezeigt worden, die im Höhepunkt in einem Genickbruch und einem Kopfschuss über Zielfernrohr geendet haben („Die Xindi“ („The Xindi“)). Und dabei war das nicht einmal der Gegner, den man seit Wochen suchte. Mit den Einsatz der MACOs war klar: Jetzt war Schluss mit lustig! Die Betäubungsfunktion der Waffen wurde nur noch im Ausnahmefall eingesetzt („Faustrecht“ („North Star“)). Es hieß bei den Xindi shoot to kill!

Bereits zu Anfang schlägt Archer gewaltig über die Stränge. Der Captain ist dergestalt unter Druck, dass er Folter als legitimes Mittel ansieht und auch durchführt („Anomalie“ („Anomaly“)). Da wird das Gedächtnis manipuliert („Kriegslist“ („Stratagem“)), notwendigerweise eine unbewaffnete Station dem Erdboden gleichgemacht („Azati Prime“) und gipfelt in einem brutalen Raubüberfall durch Archer auf ein vollkommen unbeteiligtes Schiff („Beschädigungen“ („Damage“)). Der Zweck heiligt immer die Mittel und da es keine andere Möglichkeit gibt, sich herauszureden, ist Gewalt die einzige Möglichkeit, die Archers Besatzung sieht. Zugegebenermaßen stellt man sich auch auf der Gegenseite nicht gerade als diskussionsfreundlich raus. Dass es auch anders geht zeigen jedoch diverse Mitglieder der Spezies Xindi wie Degra. Da Star Trek – Enterprise eine amerikanische Serie war, brachte es dem Zuschauer auf unheilvolle Weise nahe, wie die Amerikaner über den Krieg gegen den Terror denken und dank diverser Ereignisse ist diese Thematik auch heute noch aktuell und so wird jede „kleine Schweinerei“ für legitim erklärt und als „Entschuldigung“ angeboten, sofern es nur – vermeintlich – der eigenen Sicherheit dient/dienen könnte. Star Trek war schon immer ein Abziehbild der Zeit und hat natürlich auch immer aktuelle Themen verarbeitet. Obwohl mir die Serie sehr gut gefallen hat und ich sie für die beste aller Star Trek Serien halte kann man diese Haltung als äußerst fragwürdig bezeichnen, die Enterprise darstellt, da sie nicht als Kritik gedacht war sondern durchaus legitim kritiklos. Und die Liste der „kleinen Schweinereien“ ist lang: Angriffskrieg, lange Haftstrafen ohne Verfahren, Entführung, Nichtanerkennung von Gerichtshöfen und internationalen Gesetzen und/oder Abstimmungen, Folter, Vertuschung, Einfall in fremde Länder mit Militäreinheiten, Mord und –drohungen, Abhörskandale ohne rot zu werden undundund.

Diverse Themenbereiche hat auch Enterprise in seiner dritten Staffel aufgegriffen, allerdings ebenfalls einseitig wie in der Realität. Nur dann und wann gab es einen kleinen Durchbruch in die richtige Richtung. Und „Star Trek“ wäre nicht „Star Trek“ wenn alles schwarzweiß wäre. Archer hält trotz allem in „Azati Prime“ eine Ansprache, dass man nach der Xindi-Krise wieder zur friedlichen Erforschung übergehen wird. Zwecks Äktschn gibt es die richtigen Bösewichter wie Dolim, die sich – trotz aufkeimender Zweifel (!) – überhaupt nicht bekehren lassen und ist auch die tödliche Gewalt das einzige Mittel, das ihn zur Räson bringt. Andere wiederum wie Degra haben durchaus positive Seiten, auch gelingt es Gnade vor Recht ergehen zu lassen. So dürfen die Piraten aus „Anomaly“ unbeschadet abziehen. Ironie des Schicksals: Die Anomalie lässt Moralvorstellungen schnell über Bord werfen und so wird aus dem einst vom Piraten beraubten Archer wenige Episoden in „Damages“ später selbst ein Pirat.

Bild
Das Bild ist bei den SFX teilweise richtig knackig und plastisch. Man sieht viele Details, die einem früher im Fernsehen vielleicht gar nicht so aufgefallen sind. Allerdings muss ich sagen, dass wer die DVDs hat alleine wegen der Bildschärfe hier nicht unbedingt auf Blu-ray umsteigen muss. Zwar sticht gegenüber einer Fernsehausstrahlung natürlich eine ungeahnte Schärfe hervor, aber wie gesagt, die DVDs waren bereits optisch ganz gut. Was mir nämlich wieder aufgefallen ist: Je dunkler das Bild während einer Spielszene ist, bspw. im Bereitschaftsraum des Captains, desto körniger wird es. Und das war DVD-Qualität bzw. teilweise sogar VHS-Qualität und für eine Blu-ray etwas enttäuschend. Ist eine Lichtquelle in der Nähe, wie eine Lampe innerhalb eines Quartiers oder während einer Besprechung außerhalb des Bildes und das Set gut beleuchtet, fällt jede Hautunreinheit auf und die Uniformen (z. B. Kontrast der Abteilungsstreifen zum Rest des Overalls) wirken gestochen scharf. Auch große Landschaftsaufnahmen wirken gestochen scharf und weisen eine ungeahnte Detailfülle auf, so z. B. die Stadt in „Transformation“. Die Quittung für diesen Detailreichtum und die Schärfe bekommt man allerdings auch gleich. Es sieht teilweise schon sehr nach Computeranimation aus (was es auch letztlich war).

Ton
Ich habe mir mal den Spaß gemacht während des Ansehens diverse Sprachen auszuprobieren. So kann man natürlich im originalen Englisch sich die Episoden anhören wie natürlich auf Deutsch, Französisch oder gar Japanisch!

Extras und Ausstattung

Die Blu-ray-Box kommt in einem schicken Schuber daher. Der hässliche FSK-Flatschen ist ablösbar. Die Discs haben eine Farbe und keinen sonstigen Aufdruck und wirken damit etwas billig. Was der Unterschied zur erhältlichen Special Edition sein soll, bei dem man eine Plakette bekommt, wenn man alle vier Boxen gekauft hat, kann ich nicht sagen. Das Inlay muss man herausziehen, wenn man wissen will, was auf den Discs ist. Ein Beiheftchen gibt es leider nicht, was sehr schade ist.

Disc 1:
enthält die ersten vier Episoden der Staffel „Die Xindi“, „Anomalie“, „Transformation“ und „Rajiin“. Bis auf „Transformation“ haben mir die drei Episoden sehr gut gefallen, allen voran „Rajiin“. Etwas störend wirkt hier, dass die Untertitel der Aquarianer und der Insektoiden auf Englisch sind - bei deutschem Ton! Hier muss man zusätzlich bei den Untertiteln herumfummeln.
Die Aufteilung des Startbildschirms beginnt mit einem spannungsgetriebenen Sound, der schematische Bilder untermalt. Die einzelnen Episoden erhalten dann im Menüpunkt ein kleines Bild. Hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Kein großer Schnickschnack sondern stringent anwählbar ohne große Durchklickerei.
Es ist jetzt vielleicht kein Extra, aber bereits die erste Blu-ray fängt nach dem Durchrattern ohne Vorspulen mit Werbungen für die ersten beiden Staffeln von Enterprise auf Blu-ray an und auch die fünfte Staffel von TNG nebst dem einzelnen Zweiteiler „Unification“ auf Blu-ray werden beworben.
Der Text-Kommentar von Mike & Denise Okuda aus dem Jahr 2005 zu der Episode „Die Xindi“ ist gesondert wählbar. Hier erfährt man u. a. wo welcher Gastdarsteller mitgewirkt hat, an welchem Set gedreht wurde, welches Prop schon einmal verwendet wurde usw. Interessant war auch, dass selbst nach Absetzung der Serie dieses blaue Pulverzeugs aus der ersten Episode überall im Studio noch zu finden war.
In „Die Xindi-Saga beginnt“ kommt u. a. Rick Berman zu Worte. Zwischen den Zeilen lässt sich bei den Sprechern schon durchblicken, dass es zunächst keine freiwillige Entscheidung war, das Konzept der Serie zu ändern. So wurde u. a. von enormen Druck von oben gesprochen und dass sinkende Einschaltquoten nichts mit der Qualität der Serie an sich zu tun haben müssen. In „Enterprise Momente: Staffel 3“ kommen diverse Schauspieler zu Wort. Da diese allerdings noch serientechnisch recht jung aussehen, sind die Interviews noch während des Drehs zur vierten Staffel gemacht worden. So bestätigt John Billingsley alias Dr. Phlox, dass er auch immer das Gefühl hatte, dass 9/11 in Enterprise verarbeitet worden ist und verweist bei „Chosen Realm“ auch auf den Israel/Palästina-Konflikt.

Disc 2:
Enthalten sind die Folgen „Impulsiv“, „Exil“, „Die Ladung“ und „Dämmerung“. Die Episode „Exil“ hat mich insbesondere an „Die Schöne und das Biest“ erinnert und wirkte mehr als unpassend. Sie hat mir daher auch am wenigsten gefallen. Mit „Die Ladung“ lag erst die zweite Episode nach „Rajiin“ der Staffel vor, in der die Enterprise-Besatzung hautnah mit dem Gegner zusammenkommt. „Dämmerung“ war eine der „Was wäre wenn“ Episoden mit alternativer Zukunft, in der die Xindi die Erde zerstört haben. Neben einer düsteren Grundstimmung war die Liebesgeschichte zwischen Archer und T’Pol mehr als rührend. Im Gegensatz zu vielen Trip/T’Pol-Anhängern war ich eher der Ansicht, dass der Captain und sein erster Offizier besser zusammenpassten.
Als Extras bietet die Scheibe insgesamt drei Kommentare, zu denen man gelangt, wenn man auf die einzelne Episode im Hauptmenü nach rechts klickt. Zu Wort kommen David Livingston, David A. Goodman und Chris Black zu „Impulsiv“. Einen informativen Text-Kommentar aus 2005 gibt es von Mike und Denise Okuda ebenfalls zu der Episode. Dieser stellt wie alle Textkommentare wissenswertes über die Darsteller und die Ausstattung heraus. Letztlich kommen Mike Sussman und Tim Gaskill zu herausragenden Episode „Dämmerung“ zu Wort. Der Kommentar ist aus 2008. Was ich zu bemängeln habe ist, dass bei den Audiokommentaren keine deutschen Untertitel anwählbar sind. Hier muss man teilweise doch gut Englisch verstehen können. An sich ist das kaum ein Problem, doch nicht alle Vokabeln oder geflügelten Wörter sind geläufig. Und bei diversen Audiokommentaren geht im gemeinsamen Geschnatter und Gelache doch einiges unter.

Disc 3:
In einem Special auf der sechsten Scheibe wird auf die Einzelepisoden eingegangen. So kommt u. a. John Billingsley zu Wort, dem die hiesige Episode „Faustrecht“ nicht gefallen hatte. Sie mutete nach anderer Aussage – und da stimme ich zu – einer TOS-Episode an. Grundsätzlich finde ich solche Episoden hin und wieder nicht falsch. Doch wirkte sie aufgrund der drohenden Gefahr etwas fehl am Platze. Andererseits musste ich zugeben, dass Archer ziemlich cool als Westernheld wirkt und sehr gut in einen Western passt. In dem Special auf das noch eingegangen wird, sollten diese Einzelepisoden als Verschnaufpause dienen und man wollte sie ebenfalls einführen falls der Xindihandlungsbogen nicht funktioniert. Die Episode bietet noch zwei weitere Kommentare auf dieser Disc, nämlich von David A. Goodman und Chris Black sowie von Mike DeMeritt aus 2005.
„Ebenbild“ brachte dann das Problem auf, was passiert, wenn Trip nicht mehr dabei wäre. So hatte man den Chefingenieur quasi geklont. Die ethische Problematik, die damit einherging zeigte mal wieder einen ziemlich harten Archer, dem es zwar leid tat, wozu er gezwungen wurde, der aber erneut eine fragwürdige Grenze überschreiten musste. Die Folge war neben ihrer Klonproblematik sehr rührend. Manny Coto und Connor Trinneer haben dann auch zu dieser Episode einen Kommentar gesprochen. Ferner gab es noch eine entfernte Szene zu der Episode, die aber nicht integriert wurde. Ich finde die Handhabe mit geschnittenen Szenen eh problematisch. Sie ist nicht uniform. Entweder werden sie eingeschnitten und eingedeutscht oder eingeschnitten und im Original belassen oder bleiben gesondert als Extra vorhanden. Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese Szenen wieder eingefügt werden. Das Medium Blu-ray zeigt z. B. bei TOS, dass es möglich ist, die Episoden mit alten und wahlweise neuen SFX anzuschauen. Warum nicht auch wahlweise mit geschnittenen Szenen und originaler Ausstrahlung? Mir ist klar, dass das wieder eine Geldfrage ist, aber da das hiesige Bildmaterial nicht gerade auf dem neuesten Stand der Technik ist und man sich wohl weniger Mühe dabei gegeben hat hätte man für den Preis ruhig etwas mehr herausholen können.
Einer meiner Lieblingsepisoden der dritten Staffel ist „Carpenter Street“. Star Trek ist gerade bei Zeitreisen äußerst gut. So kommen Archer und T’Pol nach Detroit ins Jahr 2004 und dürfen neben zweier misslungener Autodiebstähle (einmal Parkkralle, einmal Köter), einem guter Cop/böser Cop-Spiel und einem Supersize Me auch mal wieder die Lacher auf ihrer Seite haben. Angesichts einer düsteren Staffel war die Episode trotz eines bedrohlichen Untertons erfrischend.
Einen weiteren TOS-Bezug in Form von „Let this be your Last Battlefield“ haben wir mit „Das auserwählte Reich“. Hier kann man sehen, wozu religiöser Fanatismus führt. Den Gipfel der Lächerlichkeit bot der Grund hierzu. Während die Eiferer-Gruppe glaubte, dass die Sphärenbauer diese in neun Tagen erschufen, glaubten die Ketzer, es seien zehn gewesen. Das war wirklich grausig. Aber sehr gut dargestellt. Hier verlor Archer nicht nur durch religiösen Fanatismus einen weiblichen Crewman, sondern diese Idioten löschten gleich die komplette Datenbank, die er so dringend nötig hatte. Es gab zu dieser Episode eine entfernte Szene.

Disc 4:
Mit „Testgebiet“ haben wir einen alten Bekannten wiedergetroffen: Shran. Der Andorianer wurde trotz der eigenen Interessen seiner Regierung zu einem Freund von Archer, den er hier leider hintergehen musste. Allerdings hatte er dann letztlich doch noch eine gute Tat vollbracht. In „Kriegslist“ sah Archer Degra dann von Angesicht zu Angesicht. Hier stellte man unterschwellig dann schon fest, dass Degra nicht der schwarzweiße Bösewicht ist, für den man ihn zunächst gehalten hat. Ihm geht als Familienvater vor allem nicht aus dem Kopf, dass viele Unschuldige gestorben sind, auch Kinder. Aus seiner Sicht musste er etwas tun, was ihm aber gegen den Strich ging. Hierbei unterschied er sich von den unerbittlichen Reptilianern (oder von realen Alter Ego, die damals die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki geworfen haben, bei denen so mancher noch stolz bis zum Lebensende auf seine Handlung war.). Im Laufe der Staffel wird aber klar, dass alle Xindi-Rassen mehr oder weniger ausgeprägte Zweifel haben. In „Der Vorbote“ lernen wir nicht nur den Urheber des Ganzen kennen, die Sphärenbauer, die hier noch recht mysteriös bleiben, sondern Trip und einer der MACOs kommen sich näher. Sehr zum Unmut von T’Pol. „Auf ärztliche Anweisung“ bildet den Schluss von Disc 4. Der schrullige Phlox darf hier eine ganze Episode alleine tragen. Extras gibt es hier keine.

Disc 5:
hat es in sich. Gleich mehrere gute Episoden befinden sich hierauf. In „Brutstätte“ kümmert sich Archer aufopfernd um Insektoidenbabies. Deren Schutzmechanismus hatte den Captain auf die Eier geprägt. Nicht geprägt waren die MACOs. Verstörend wird hier gezeigt, dass sie die perfekten Befehlsempfänger waren ohne selbst darüber lange nachzudenken zögerten sie nur kurz. Angesichts der Ehrlichkeit von Major Hayes, der ja kein dummer Mensch ist, ist diese Verhaltensweise bedenklich. Die MACOs haben hier wieder gezeigt, dass sie eine eingeschworene Elitetruppe bilden, ähnlich den Special Forces oder den heutigen Marines, deren reale Rangabzeichen sie übrigens tragen.
Meine Lieblingsepisode ist „Azati Prime“. Diese Folge hat wirklich Kinoniveau und bietet einen umfassenden Angriff auf die Enterprise mit verheerenden Folgen. Alles im allen verliert Archer bei diesem Angriff fast ein Viertel der regulären Besatzung (ohne MACOs, die zahlenmäßig die ganze Staffel lang unklar blieben). In „Beschädigungen“ sehen wir nicht nur das Ausmaß der Zerstörungen sondern der Captain überschreitet hier eine klare Grenze. Schön wird dargestellt, wie leicht es wird zum Piraten zu werden. Der Kreis zu „Anomalie“ schließt sich hier als der Captain sich gezwungen sieht, eine vollkommen unbeteiligte Partei anzugreifen und deren Warpspule zu klauen. Die Ausgleichszahlung wirkt dahingehend zu den drei Jahren, die man die Besatzung stranden lässt wie Hohn. Wenn Archer in der Situation gewesen wäre, wäre ihm auch nicht ganz wohl dabei. Auch hier wurde klar, dass der Zweck die Mittel heiligte. T’Pols mittlerweile Drogenabhängigkeit wurde hier ausführlich thematisiert.
„Die Vergessenen“ handelte dann von den Verlusten, die man innerhalb des letzten Angriffs zu beklagen hatte. Stellvertretend für die vielen Opfer wird eine bislang noch nicht gezeigte Ingenieurin als Verarbeitung für Trips noch anhaltende Trauer um seine kleine Schwester.
David A. Goodman, Chris Black und Connor Trinneer liefern einen Kommentar zur Episode.
Den Abschluss bietet wieder eine alternative Realitätsepisode: „E²“. Die Enterprise trifft hier auf sich selbst als Generationenschiff. Es gibt hier auch den einen oder anderen Schmunzler wenn man sieht, wie sich Dr. Phlox so vermehrt hat. Rührend ist Reeds Erkenntnis, dass er alleine bleibt und dann daraufhin schnell eine blonde Crewman an seinen Tisch bittet. Die Episode hat dann auch eine entfernte Szene zu bieten.

Disc 6:
Der staffelweite Handlungsbogen findet sein Ende um in einen anderen Cliffhanger zu münden. „Der Rat“ spaltet sich. Die Reptilianer und Insektoiden wenden sich von den übrigen Mitgliedern ab. Das ist auch das Ende von Degra, der die gesamte Staffel dabei war. Außerdem erwischt es erneut einen MACO, der ebenfalls am Anfang der Staffel bereits zu sehen war. Inkonsequent ist dann Reeds Aussage bislang 21 Crewmitglieder verloren zu haben. Alleine in „Azati Prime“ verlor die Enterprise 14 Crewmitglieder und stockte dann die Verluste auf 18 insgesamt auf. Bereits in „Anomalie“ starb ein Crewmitglied, gleich vier in „Rajiin“ und in „Das auserwählte Reich“ hatte es wieder jemanden erwischt. Wenn ich mich nicht verzählt oder einen vergessen habe komme ich da schon auf insgesamt 25 mit dem hiesigen Opfer. Die nächsten beiden Episoden waren auch verlustreich. So stirbt Major Hayes in „Countdown“, gleich ein Crewmitglied und zwei MACOs in „Stunde Null“, was außer Sim die Anzahl auf 29 steigen lässt. Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Verluste aus Azati Prime diese umfassen, das wäre aber inkonsequent, da bei aktuellen Verlustmeldungen ja wohl kaum die Verluste der letzten Monate mitgemeldet werden. Seis drum, Major Hayes stirbt in „Countdown“ und damit ein relativer Hauptcharakter der dritten Staffel. Das ist schade, da ich den MACO Chef sympathisch gefunden hatte. In schöner Running Gag Manier wird dagegen ein weiblicher MACO verletzt, der fast immer in jeder Episode, in der sie auftritt angeschossen wird. Sie überlebt es auch dieses Mal.  Chris Black und André Bormanis liefern einen Kommentar zu der Episode einen Text-Kommentar bieten Mike und Denise Okuda. Erneut erfährt man hier informatives über Nebendarsteller und Props. Welche Darsteller waren schon mal wo zu sehen und welche Anzeigentafel hat es in welche Episode geschafft. So ist Star Trek ein Refugium der Wiederverwertung gewesen. Der Bildschirm der Defiant aus DS9 hat es in die Xindibrücke geschafft, Voyagerbildschirme und Konsolen auf die Enterprise usw.
In „Stunde Null“ erfahren wir, dass auch die Insektoiden trotz allem Zweifel und Bedenken haben. Doch das kommt leider für sie zu spät. Selbst in Commander Dolim regt sich als letztem nach diversen Zweifeln seiner Untergebenen so mancher Zweifel. Doch anders als die anderen springt er nicht über seinen Schatten, was ihm zum gerechten Verhängnis wird und so bekommt der Mistkerl, was er verdient. Die Sphärenbauer greifen hier direkt in das Geschehen ein und bekommen auch ihre Quittung. Die Ausdehnung löst sich in Wohlgefallen auf. Die Staffel endet mit einem Cliffhanger (die letzten Sätze sind auch im Original mit englischen Untertiteln in deutscher Sprache gesprochen und wirkten nicht allzu gestelzt). Schön ist, dass man auch Shran ins Boot geholt hat, weniger schön fand ich, dass man die Erde angesichts der Bedrohungssituation durch die Xindi komplett ungeschützt gelassen hat. Man hätte meinen können, dass man aufgerüstet habe, aber da war bis auf ein ziviler Außenposten nichts (komischerweise unterließ man den Hinweis auf die Flottenwerft, in der die Columbia gebaut wurde).
Da die Scheibe nur drei Folgen enthält konnte man hier einige Extras unterbringen. So ist die Dokumentation „In einer Zeit des Krieges“ in drei Teilen in HD enthalten. Hier erfährt man von Machern und Schauspielern viel mehr Hintergrundinfos als mir zunächst bekannt waren. Berman und Braga, die einigen Fans ein Dorn im Auge sind, geben sich hier sehr pflegeleicht. Berman gesteht Fehler ein, Braga entschuldigt sich zwischen den Zeilen für seine Art. Damit waren sie erfrischend ehrlich als die heutigen Autoren der Filmserie, die mir manchmal zu selbstsicher sind. Beide standen unter enormen Druck durch den Sender. Obwohl man die zweithöchsten Zuschauerquoten gegenüber einer anderen Serie hatte, hatte man diese gelobt und Enterprise immer bedroht. Das Verhältnis zwischen Sender und Machern war schlecht. Braga schmiss viele Leute raus. Und wir erfahren, dass so mancher Autor vorgab Fan zu sein und es nicht war. Coto hingegen wusste alles, was Braga zunächst seltsam vorkam, aber die Einstellung zahlte sich aus. Unter Coto wurde Enterprise stabil und Braga entspannte sich zusehends. Nur hat der Sender der Serie keine Chance mehr gegeben. Managementwechsel und Verschiebung auf einen miesen Sendeplatz taten ihr Übriges. Einschaltquoten sanken trotz höherer Qualität weiter und obwohl sich fast alle darüber einig sind, dass die vierte Staffel die beste war, gab man der Serie den Gnadenschuss. Billingsley äußert sich kritisch über „Der Zweck heiligt die Mittel“, der hier einige Male zur Schau gestellt wurde. Bakula sah hier schon ziemlich verbraucht aus. Anders als die Aussagen von Montgomery kommt es einem nicht so vor, als habe er sich großartig beschwert. Die recht schüchterne Blalock hat hier richtig vom Leder gezogen. So wären die Macher nicht für ihre Einwände zu sprechen gewesen. Braga weiß von dieser Unstimmigkeit zwischen den beiden und machte aber auch keinen Hehl draus, dass er anderer Meinung war. Autor Goodman bekam die Krise, dass die Enterprise ständig alleine war und wollte auch mal eine Flotte haben. Außerdem wären die Xindi zwar toll gewesen, aber nichts gegen einen romulanischen Konflikt. Da stimme ich voll zu, weil der irdisch-romulanische Krieg sicherlich nicht von heute auf morgen kam und wenn man der Serie die Chance gegeben hätte, hätte man diesen auch bestimmt gezeigt.
Interessant sind die Ansätze dazu, wer der Future Guy war. Das hatte mich die ganze Zeit am Anfang schon beschäftigt. Es ist schade, dass es nie richtig zur Auflösung kam.

Fazit:
Viele halten dieser Staffel vor, dass sie zu actionlastig und düster ist und den Weg der USA nach dem 11. September als eine Art Entschuldigung für alles bietet. Es ist wirklich so wie aus dem Special hervorgeht, dass die Macher von dem Ereignis bereits seit der ersten Staffel betroffen waren. Die Serie war anders konzipiert im Stil der 90er. Durch den Terrorakt änderte sich auch das Zuschauerverhalten und es erforderte ein Umdenken wie in dem Special auf Disc 6 auch zur Sprache gebracht wird. Der 11. September hatte Enterprise ebenfalls verändert und eine Richtung teilweise auch aufgezwungen, die die Serie ansonsten so nicht eingeschlagen hätte. Es ist schade, dass man nie erfahren wird, was aus der Serie geworden wäre, wenn man ihr die Chance gegeben hätte, die sie verdient hatte.

Trotz aller Unkenrufe gegen Berman und Braga, die sicherlich teilweise berechtigt sind, haben sie jedoch fast zwei Jahrzehnte Star Trek die Stange gehalten und ein eigenes Universum geschaffen, das seinesgleichen sucht. Das trotz einiger Ungereimtheiten aufeinander aufbaut und teilweise von Fans (Coto) für Fans geschrieben wurde. Dies vermissen heute einige Fans bei den jetzigen Autoren, die keine Fans sind, was man den heutigen Rebootfilmen auch anmerkt. Mit Enterprise und Nemesis endeten die regulären Star Trek Geschichten. Das Lager ist aufgelöst und deshalb wird es unwahrscheinlich, dass das „alte Trek“ jemals zurückkehren wird. Trekkern wird vorgeworfen, sie würden alles sofort angreifen. Ein Widerspruch zur Kernaussage von ihrer Lieblingsserie. Diese Diskussion füllt Foren. Ich kann mir den Reboot durchaus ansehen, aber Star Trek ist für mich anders und mein aktives Fansein neuer Folgen in Form der neuen Filme – obwohl ich es noch bin, aber eben nicht mehr so wie früher – endete mit dem alten Trek.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Macher haben mit diesen Handlungsbogen einen hohen Qualitätsstandard gesetzt. Es gab einzelne Ausrutscher nach unten, aber Action und Gewalt zeigten dass Star Trek Enterprise die Unschuld verloren hat, die die Serie zunächst hatte. Die dritte Staffel war ein langer Erzählstrang der spannend und dramatisch zugleich war. Ich bin dankbar für eine so interessante und mitreißende Geschichte. Blu-ray technisch hätte man vielleicht noch etwas warten müssen. Das Bild ist alles andere als hohe Blu-ray Qualität. Für den regulären Preis grobkörnige Bilder herauszuwerfen finde ich frech. Hier hätte man entweder mehr Arbeit reinstecken müssen oder den Preis um die Hälfte reduzieren
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 14. November 2005
Von Ein Kunde
Es gibt viele Trekkis, die diese Staffel in der Luft zerrissen haben. Viel bemühter negativer Kritikpunkt war vor allem das angeblich nicht gerade Star Trek Verhalten von Captain Archer. Verstehen kann ich diese Kritik gerade vor dem Hintergrund nicht, dass wir zeitlich hier noch vor der originalen Star Trek Serie mit Kirk & Co. angesiedelt sind. Bei Kirk hat sich an dessen Mißachtung der ersten Direktive irgendwie niemand gestoßen. Dabei war sie zumindest in dieser Serie bereits existent. Captain Archer braucht sich daran nicht zu halten, denn hier existiert dieser Aspekt noch gar nicht. Dass deshalb der moralische Aspekt zu kurz kommen würde, kann ich nicht behaupten. Diskutiert wird natürlich über diverse Handlungsweisen, die nicht den moralischen Vorstellungen entpsrechen und auch Archer ist sich durchaus bewußt, dass er hier gegen Grundlegendes verstoßen hat.
Das Element des Handlungsbogens stieß auch auf herbe Kritik, wobei auch hier zu sagen ist, dass DS9 einen Handlungsbogen hatte und diese Erzählstruktur damals komischerweise von allen als positiv befunden wurde. Es ist wohl eher so, dass Enterprise einer bestimmten Gruppe an Zuschauern nichts richtig machen konnte. Mit objektiver Kritik hatte das dann nichts zu tun. Die Qualität der Episoden liegen natürlich im Auge des Betrachters, doch ein wenig fairer hätte man mit dieser Serie wirklich umgehen können.
Was Enterprise von allen anderen Star Trek Reihen hervorhebt, ist vor allem die enorme technische Qualität. Die Kameraführung, Tricktechnik und vor allem die Musik haben Kinoqualität. Die Figuren sind ausgereifter und kantiger als die der anderen Star Trek Serien. Die düstere Story der 3. Staffel mag vielleicht untypisch sein, aber meiner Meinung passt sie dennoch. Wie gesagt, befinden wir uns in einer Zeit nach einem großen Krieg und noch vor der Zeit der Föderation. Es ist gut, dass man nicht dem bisherigen Erfolgsschema folgen wollte, sondern einmal Neues ausprobiert hat. Denn den Fehler, nur in Altgewohntem zu wandeln, hat man schon bei Voyager getan.
Meiner Meinung nach ist die dritte Season von Enterprise wirklich mehr als empfehlenswert. Sie ist durch den großen Handlungsbogen unglaublich spannend. Es ist schade, dass dies von vielen Fans nicht aktzeptiert werden konnte und man diese Serie so auch kaputt geredet hat.
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61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Serie im Umbruch - Riesen-Storyline über 24 Episoden, 11. Juli 2005
Zur dritten Season (2003/04) wurde die noch junge Serie nach anhaltend schwachen Quoten im großen Stil umgekrempelt. Symbolisch für die Neuausrichtung der Serie wurde aus dem Serientitel „Enterprise" nun doch „Star Trek - Enterprise", der Vorspann-Song aufgepeppt und ein paar Details wie T'Pols Äußeres mit spitzeren Augenbrauen, neuem Dress und neuer Frisur geändert. Vor allem aber wurden die Drehbücher weniger charakter- und deutlich stärker handlungsorientiert, düsterer und ernster. Das komplette dritte Spieljahr steht im Zeichen des durch die Anschläge vom 9.11.2001 inspirierten Konflikts mit den Xindi, der im Cliffhanger zu Ende von Season 2 eingeläutet wurde, als eine mächtige Waffe dieser Aliens die Erde angreift, von Florida bis Venezuela eine Schneise der Verwüstung hinterlässt und 7 Millionen Menschen tötet. Die Enterprise, aufgerüstet u.a. mit neuen Waffen und einem Team aus Militärpersonal, den MACO (Military Assault Command Operation soldiers) startet auf ihre bislang mysteriöseste Mission in die gigantische delphische Ausdehnung. Die Mission: Kontakt mit den Xindi aufnehmen und deren Bau einer Superwaffe, die die Erde zerstören soll, um jeden Preis verhindern. Dazu bilden alle 24 Episoden der 3. Season einen einzigen, gigantischen Handlungsfaden mit stetigen Entwicklungen und überraschenden Zusammenhängen, Höhepunkten und Wendungen, ähnlich wie im Dominion-Konflikt zum Ende von Deep Space Nine, aber noch kohärenter und konsequenter, ohne in nur einer Episode von der spannenden Gesamtstory loszulassen.
Mit den Xindi präsentiert Star Trek ein tolles Konzept: Verschiedene Rassen haben sich gemeinsam auf einem Planeten entwickelt: die humanoiden Primaten, die zurückhaltenden Baumbewohner, die aggressiven Reptilianer sowie die sehr fremdartigen Insektoiden und die im Wasser lebenden Aquarianer, während die fliegenden Avianer die Zerstörung der Xindi-Heimatwelt nicht überlebten. Aus eben dieser einstigen Katastrophe leitet sich die Bedrohung für die Menschheit ab. Denn den Xindi wurde ihre Missgunst gegenüber den Menschen von transdimensionalen Wesen beigebracht, die sie nach der Zerstörung ihres Planten in neue Heimatwelten geführt hatten. In 400 Jahren sollen die Menschen die Xindi angeblich ausrotten, heißt es. In Wirklichkeit verfolgen sie jedoch sehr egoistische Ziele und wollen die Zukunft, in die sie bereits sehen können, manipulieren. Die Enterprise-Crew enthüllt nach und nach das wahre Wesen der geheimnisvollen, planetengroßen Sphären, die über die delphische Ausdehnung verteilt sind und die physikalischen Gesetzte offenbar außer Kraft setzen. Schritt für Schritt wird das Geheimnis enthüllt und wahrlich große Zusammenhänge aufgedeckt, wobei auch der „Temporal Cold War" - seit Season 1 immer wieder ein Thema - mitmischt, wenn der geheimnisvolle Agent Daniels z.B. in CARPENTER STREET Archer und T'Pol hilft, ins Detroit des Jahres 2004 zu reisen, um ein paar Reptilianer daran zu hindern, das Schicksal der Menschheit 150 Jahre in deren Vergangenheit zu besiegeln, oder Daniels in AZATI PRIME die Pläne besagter transdimensionaler Wesen enthüllt. Captain Archer setzt ein großes Puzzle zusammen und versucht, den Xindi-Rat und vor allem den Primaten Degra, zu dem er Vertrauen aufbauen kann, mit Fakten von einer gewaltigen Täuschung zu überzeugen. Nach einer gigantischen Schnitzeljagd durch die Ausdehnung und der unermüdlichen Suche nach dem Ort der Superwaffe mit dem kreativen Höhepunkt STRATEGEM, als Archer den seines Gedächtnisses beraubten Degra in einem simulierten Shuttleflug genial austrickst, bedeutet AZATI PRIME zugleich Wendepunkt und Einleitung einer ganzen Reihe monumentaler Höhepunkte. Es kommt zu großen Weltraumschlachten und in ZERO HOUR schließlich zum spektakulären Action-Showdown mit dicker Überraschung zum Schluss der Season, wenn sich die Enterprise und Archer plötzlich in einem von Nazis besetzen San Francisco des 20. Jahrhunderts wieder finden...
Ein paar Konzepte wie die genetische Mutation von Archer, Reed und Hoshi in EXTINCTION (siehe TNG: „Identity Crisis") oder Phlox' Halluzinationen, während er mit der Crew in Stasis vier Tage alleine auf der Enterprise bei Bewusstsein bleibt (siehe VOY: „One") sind zwar nicht ganz neu, aber mit frischen Ideen versehen. Typisch für Star Trek geht es in SIMILITUDE um Ethikfragen, als nur die Züchtung eines empfindungsfähigen Klons von Trip mit seinen Organen dessen Leben retten kann. Mit Gewissenskonflikten kämpft auch ein wie besessen wirkender Archer in ANOMALY, als er sich zu allen Mitteln bereit zeigt, um Informationen zu erhalten und in DAMAGE sogar ein Schiff überfällt, um dessen Warpkern zu rauben, ohne den die Mission der Enterprise zum Scheitern verurteilt und die Erde dem Untergang geweiht wäre - wohl bemerkt vor der Zeit der „Obersten Direktive". Weitere Highlights sind das gruselig schockende IMPULSE mit einem schwer beschädigten Vulkanierschiff, dessen Besatzung zu Zombie-artigen Monstern mutiert ist, was über diese Folge hinaus zu sonderbaren Verhaltensänderungen bei T'Pol führt, oder CHOSEN REALM, das sich um ein Volk von Sphären-Verehrens und deren religiösen Extremismus dreht. Packende temporale Paradoxa gibt es in TWILIGHT, das Archer und T'Pol als Aussiedler auf einem Planeten zeigt, nachdem die Enterprise es nicht geschafft hat, die Zerstörung der Erde zu verhindern, und in E², als Archer & Co. einer anderen Enterprise aus einer anderen Realität begegnen, die auf ihrer Mission 117 Jahre in die Vergangenheit geschleudert wurde. Auch diese Stories gehen über „Was-wäre-wenn"-Szenarien hinaus und leisten in ihrem Ausgang einen Beitrag zur Gesamthandlung. HARBINGER enthält übrigens die erste Nackt-Szene Star Treks mit sexuellem Bezug - ein Höhepunkt in der latent knisternden Atmosphäre zwischen T'Pol und Trip - und wurde ganz der Vorliebe amerikanischer Sittenhüter entsprechend zensiert. Ein besonderer Leckerbissen ist zudem NORTH STAR: auf einem Planeten mitten in der Ausdehnung leben 6000 Menschen, die vor 300 Jahren aus dem „Wilden Westen" der USA hierher entführt wurden und genau so immer noch leben, mitsamt einem düsteren Geheimnis - eine tolle Parallelwelten-Episode in der Tradition von „Spectre of the Gun" (TOS) und „A Handful of Datas" (TNG).
Auch wenn der Xindi-Konflikt Spannung pur bietet - cineastische Action gepaart mit Star Treks genial ausgetüfteltem Tiefgang hinter jeder Handlung - so brachte auch die offensive Season 3 nicht die erhoffte Wende in der Zuschauergunst, vielleicht weil es so problematisch war, beim Verpassen einzelner Folgen am Ball zu bleiben - natürlich kein Problem mehr beim DVD-Boxset. Wie sich die Dinge manchmal gleichen - ebenso wie die Orginalserie in den 60ern in deren 2. Season, so stand „Star Trek - Enterprise" während der 3. Staffel auf der Kippe. Gerüchte, der Paramount-Sender UPN wolle die Produktion nach der Staffel einstellen, führten schnell zu großen Briefkampagnen ambitionierter Fans; auch hier die Parallele zu früher: am 20.Mai 2004 kam die Nachricht, dass es auch ein viertes Jahr geben werde. Gerüchte, wonach im Frühjahr 2004 bereits ein alternatives Ende für die Season gedreht wurde, in dem Archer sterben würde, wurden von Bakula dementiert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überzeugende dritte Staffel...., 18. November 2005
Von 
die dritte Staffel um die Crew von Capt. Archer hat mich sehr beeindruckt. Wie in DS9 wurde hier eine durchgehende Story um den Konflikt mit den Xindi erzählt der spannender nicht hätte sein können. Kaum eine Folge in der die Enterprise nicht in Raumkämpfe verwickelt wurde, was grosse Spuren hinterließ, und die ab etwa der Hälfte der dritten Staffel nur noch teilweise funktionierend durch das All "humpelte". Hier gab es auch wohl eine der umstrittendsten Entscheidungen Capt. Archer's: Durch eine irreparabel beschädigte Warpspule war eine Fortbewegung mit Warpgeschwindigkeit nicht mehr möglich und daraus resultierend hätte die Mission, die Erde vor der Vernichtung durch die Xindi zu retten, nicht mehr fortgeführt werden können, deshalb entschied Capt. Archer ein fremdes unschuldiges Schiff in bester Piratenmanier zu überfallen und deren Warpspule zu stehlen, deren Crew leider dadurch verdammt wurde ihre Heimaltwelt mit Impulsgeschwindigkeit anzufliegen, was ganze drei Jahre dauert, unter Warp wäre dies in drei Tagen erledigt gewesen. Immerhin lies er genügend Lebensmittel und Verbrauchsgüter für diese Zeit an Bord des fremden Schiffes bringen. Obwohl es nicht im Sinne der Sternenflotte war, musste Archer eine Entscheidung treffen und er entschied sich für das Überleben seiner unserer Spezies, uns Menschen. Es gibt noch mehr kritische Stimmen zu den Entscheidungen Capt. Archer's, die für viele nicht so recht in das Star Trek Universum passen, die für mich jedoch auf die Situation bezogen nachvollziehbar waren. Schliesslich waren die Menschen ja im Grunde immer noch am Anfang ihrer Aktivitäten im Weltraum. So ist es für mich nach der turbolenten Geschichte der Menschheit inklusive einem dritten Weltkrieg nur logisch, das der erste Star Trek Captain einer Enterprise noch mit ganz anderen Gefühlen an Urteilsfindungen herangeht als seine Kollegen weit über hundert Jahre später, die durch eine bereits bestehende Förderation mit ganz anderen Wertvorstellungen aufwuchsen und deren Doktrinen sich dadurch auch komplett unterschieden. Ich bin jedenfalls sehr traurig über das sehr frühe Absetzen dieser Serie bereits nach der 4. Staffel. Captain Archer und seine Crew ähnelte uns viel mehr als es alle anderen Enterprise-Besatzungen danach.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phänomenale Season 3, 14. Dezember 2005
Nachdem Season 2 einen grossen Einbruch der Zuschauer zu verzeichnen hatte (obwohl es noch immer eine sehr solide Staffel ist), musste man sich etwas einfallen lassen. Vieles wurde verändert und besser gemacht - das entscheidende Element war dann aber doch eine unglaubliche Gesamtstory, die bereits in der letzten Folge von Season 2 beginnt!
Die Menschheit steht also vor dem Ende ihrer Existenz. Natürlich versuchen wir alles um dies zu verändern und da die Enterprise das einzige Warp 5-fähige Raumschiff ist, wird es mit der schwierigen Aufgabe bedacht, die Erbauer der Drohne, die Xindi, zu finden. Sie sind also die letzte Hoffnung der Menschheit...
Wie schon andere schrieben, ist diese Staffel sehr viel düsterer als die vorherigen, aber das ist auch eines der Elemente, die sie so gut machen. Bereits der Anfang zeigt eine völlig ausgewechselte Crew, die sich in manchen Dingen verändert hat. Zum Beispiel wird die ganze Staffel ungefähr soviel gelacht, wie es in Season 1 bzw. 2 in 3 oder 4 Folgen der Fall war. Ich habe mal mitgezählt und das allererste Grinsen sehen wir in der 3. Folge!
Wie bereits gesagt, ist es die Gesamtstory, die diese Season so gut macht. Es gibt also ein Ziel! Kein erkunden und durch-den-Weltraum-gefliege mehr! Dieses mal gehts um alles. Sehr gut gemacht sind auch etliche Wendungen innerhalb der Storyline, wobei eine davon sehr dramatisch ist, aber ich will ja nix verraten...
Ansonsten werden die Charaktere weiterentwickelt und auch Daniels erscheint wieder mit Rat und Hilfe, allerdings diesmal auch mit Forderungen!
Zusätzlich gibts wieder etliche Specials, die Interviews und vieles mehr beinhalten.
Diese Staffel ist die bisher Beste dieser Star Trek-Serie, allein deswegen sollte man sie schon besitzen! Absolute Kaufempfehlung!
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der BESTEN Star Trek Seasons, 23. Januar 2006
Bei ENTERPRISE scheiden sich wohl die Geister. Entweder die Serie wird hochgelobt oder völlig niedergemacht. Ich für meinen Teil finde sie absolut KLASSE und kann die sogenannten "Fans" nicht verstehen , die diese Serie so kaputt geredet haben. ENTERPISE ist gute Unterhaltung, meiner Meinung nach wurde die Kontinuität nicht zerstört und die Xindi Saga ist spannend gemacht bis zuletzt. Season 3 ist neben Season 4 die beste Staffel und es wäre nur noch besser geworden wenn sie die Chance bekommen hätten. TNG war bis zum Ende der 3.Season sterbenslangweilig und steht bei mir klar hinter VOY und DS9 und natürlich ENT.
Die DVDs sind in gewohnter Paramount Manier zusammengestellt worden. Klare Kaufempfehlung für alle die gute Stories mögen, man muß nicht einmal Star Trek Fan dafür sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1 A Serie auf guter bis sehr guter blu ray, 24. März 2014
-diese TV Serie ist etwas vom besten was je im TV ausgestrahlt wurde ! (meine Meinung natürlich)
-das Bild der blu ray ist leider nicht konstant gleich, es schwankt zwischen super (wirklich top) bis sehr weich und unscharf, aber alles in allen, für mich, TOP !
-der deutsche Ton fällt zur Staffel 2 leider etwas ab, irgendwie dumpfer und nicht so klar, schade !
ach ja,
bei amazon.fr bekommt man die Staffel 3 etwas günstiger als hier bei amazon.de
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Serie, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Enterprise - Season 3 (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Collector's Edition] (Blu-ray)
wie ich finde, aber das ist Geschmackssache. Jedoch hat die dritte Staffel in der Bildqualität nachgelassen und daher und in Anbetracht des Preises kann ich hier nur 4Sterne vergeben.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Spannung erwartet..., 2. Dezember 2005
Von 
Gereon Stein (Bottrop) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...und belohnt.
Auch die dritte Staffel von "Enterprise" wurde von Paramount in der inzwischen fast gewohnt ordentlichen Verarbeitung aufgelegt.
Die Staffel erholt sich zumindest teilweise vom qualitativen Einbruch in der Tricktechnik - dafür kommen eine ganze Menge Action-Aspekte mit hinein, sicher ausgelöst dadurch, dass man seinerzeit wieder mehr Zuschauer gewinnen wollte. Leider hat uns Paramount die ein oder andere Rückblende (mit den schlechten Tricks aus Staffel 2) nicht erspart, aber durch den insgesamt besseren Gesamteindruck tut das nicht gar so weh.
In Bezug auf die Handlung, Besetzung und Ausgestaltung ist auch diese Staffel wieder ein Muss für den echten Fan. Die Qualität der Box, die Gestaltung der Disc-Menüs und die Bild- und Tonqualität verdienen die gute Bewertung; die Tricks und insbesondere deren Erkennbarkeit sind Fehler bei der ursprünglichen Produktion und daher nicht Bewertungsgegenstand.
Qualitativ fällt besonders positiv auf, dass die Tendenz zum "zerbröckeln" bei den Disc-Haltern nicht mehr gegeben ist (was in der Ausgabe der "Classic Series" ein sehr häufiges Problem darstellt), und die Boxen "kippsicher" gestaltet wurden, und trotzdem sie leicht zu öffnen sind, gut und fest schließen. Frühere Box-Ausgaben anderer Serien waren auch da weniger überzeugend. Die Ausgabe ist damit nicht nur sehenswert sondern auch "Regalfreundlich".
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Rande des Abgrunds, 8. April 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die dritte Staffel der umstrittenen 5. Star Trek-Serie gehört mit zu dem Besten was Star Trek jemals hervorgebracht hat. Nach 52 losen Einzelfolgen bricht die Crew der NX-01 zu einem 24 Episoden umspannenden Handlungsbogen auf, um die Menschheit vor der Vernichtung durch die mysteriösen Xindi zu bewahren. Damit stellt die Serie sogar den Dominion-Kriegsbogen der späten DS9-Staffeln in den Schatten.
Trotz des spannenden und bewegenden Handlungsbogens, der so maches Crewmitglied an einem persönlichen Abgrund zeigt, bleibt auch genügens Zeit für einige optisch innovative und abgespacete Einzelepisoden, die allerdings weitaus gelungener sind, als so manche Einzelfolge der ersten beiden Jahre.
Als erste Höhepunkt dieses großartigen, geradezu kinoreifen Enterprise-Jahres ragen die Episoden "Twilight" und "Similitude" hervor. Den absoluten Zent erreicht die Serie dann aber in den letzten 7 Episoden der Staffel, die den Xindi-Handlungsbogen zu einem grandiosen, bombastischen Ende führt. Und doch steht am Ende des Xindi-Konflikt keine rein militärische Lösung sondern eine bewegende, an Tiefgang kaum zu überbietende diplomatische Entwicklung wie nur Star Trek es glaubwürdig zu porträtieren im Stande ist.
Visuell und emotional handelt es sich meiner Meinung nach um das Beste, was Star Trek in seiner fast 40jährigen Geschichte zustande gebracht hat und es spricht wohl gegen das Niveau des durchschnittlichen TV-Zuschauers, dass diese herausragende Staffel den Niedergang der Enterprise-Quoten nur abbremsen aber nicht stoppen konnte.
Eine klare Kaufempfehlung, selbst für jene, die mit den ersten beiden Enterprise-Staffel noch nicht sonderlich viel anfangen konnten.
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