Kundenrezensionen


209 Rezensionen
5 Sterne:
 (153)
4 Sterne:
 (23)
3 Sterne:
 (9)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (18)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernunft statt Ideologie
Die einzige Schwäche dieses Buches ist sein Titel. Tugenden sind definitionsgemäß etwas Positives und können somit nicht mit Terror in Verbindung gebracht werden. Im Grunde handelt es sich um den Terror der politischen Korrektheit, aber vielleicht ist dieser Begriff schon auf zu vielen Buchtiteln zu lesen, so dass man lieber darauf verzichten wollte...
Vor 24 Tagen von Dr. Klaus Miehling veröffentlicht

versus
82 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sarrazin spielt auf - die Redakteure tanzen
Schaut man sich dieser Tage in den Medien um, wird schnell deutlich: Man überstürzt sich förmlich in der Empörung über diesen „Kassenwart der Apokalypse“ (ZEIT), diesen „Ungleichheitsapostel“ (FAZ). Wer etwas auf sich hält distanziert sich, echauffiert sich, verreißt und verdammt in Bausch und Bogen. Was hat _er_...
Vor 6 Monaten von FMA veröffentlicht


‹ Zurück | 1 221 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernunft statt Ideologie, 29. August 2014
Die einzige Schwäche dieses Buches ist sein Titel. Tugenden sind definitionsgemäß etwas Positives und können somit nicht mit Terror in Verbindung gebracht werden. Im Grunde handelt es sich um den Terror der politischen Korrektheit, aber vielleicht ist dieser Begriff schon auf zu vielen Buchtiteln zu lesen, so dass man lieber darauf verzichten wollte. Zwar ist auch Korrektheit etwas Positives, aber das Adjektiv „politisch“ relativiert dies ebenso wie „soziale Gerechtigkeit“ keine Gerechtigkeit ist.

Wie Sarrazin gut nachvollziehbar darlegt, resultieren die politische Korrektheit bzw. der sogenannte Tugendterror aus der linken Dominanz in den Medien. Umfragen unter Journalisten belegen schon seit den 1970er Jahren, dass sich etwa drei Viertel von ihnen politisch links einordnen; das durch die Medien vermittelte Meinungsklima ist dementsprechend. Diese Schieflage kommt daher, dass politisch links eingestellte Menschen eher missionarischen Eifer entwickeln und Berufe ergreifen, in denen sie ihre Meinung öffentlich verbreiten bzw. direkt auf gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss nehmen können: Pädagogen, Theologen, Juristen, Psychologen, Soziologen – und eben Journalisten. Die Mehrzahl der Bevölkerung wiederum neigt dazu, sich der vermeintlichen Mehrheitsmeinung anzuschließen (was sich durch psychologische Experimente belegen lässt), und so driftet die ganze Gesellschaft immer mehr nach links, ohne viel darüber nachzudenken. Dies betrifft auch die etablierten Parteien. Der sozialliberale Sarrazin mag sich in der SPD der 1970er Jahre noch heimisch gefühlt haben; weshalb er dieser Partei bis heute treu geblieben ist, ist ein Rätsel, das er in diesem Buch nicht auflöst. An anderer Stelle sagte er wohl, dass gerade diese Partei Leute wie ihn gebrauchen könne; doch kann man seinetwegen SPD wählen, wenn die Partei einen entgegengesetzten Kurs fährt? Selbst in der CDU würde er inzwischen zum „rechten“ Flügel gehören.

Dabei ist Sarrazin jenseits des Links-Rechts-Schemas vor allem eines: ein Mann der Vernunft.
Seine intellektuelle Überlegenheit lässt ihn die Schmähkritik seiner Gegner mit bewundernswertem Gleichmut zitieren und deren Substanzlosigkeit bloßstellen. Die „Fallstudie“ der Reaktionen auf „Deutschland schafft sich ab“ ist aber nur eines von sechs Kapiteln. Sarrazin führt uns auch um Jahrhunderte in der Menschheitsgeschichte zurück und zeigt, dass der „Tugendterror“ als Unterdrückung unliebsamer Meinungen und Wahrheiten ein altes Mittel der Politik darstellt. Ein weiteres Kapitel ist der „Sprache als Instrument des Tugendterrors“ gewidmet, unter anderem mit den bekannten grotesken Beispielen der Zensur von Kinderbüchern und der „geschlechtergerechten“ Ausdrucksweise.

Im umfangreichsten, sechsten Kapitel stellt Sarrazin „vierzehn Axiome des Tugendwahns im Deutschland der Gegenwart“ auf, d.h. gutmenschliche Glaubenssätze, die er zunächst aus der Sicht ihrer Befürworter erläutert (was ihm mit nur ganz wenig Polemik gelingt), und denen er dann „die Wirklichkeit“ gegenüberstellt. Hier wird besonders deutlich, dass es bei der Debatte um nichts Geringeres als um Lüge und Wahrheit, Vernunft und Unvernunft geht. Die Politik des „Tugendterrors“ ist auf Lügen gegründet, wobei sich einfältigere seiner Vertreter wohl auch selbst belügen. Die halbwegs intelligenten freilich kennen die Fakten. Sie betreiben wissentlich den Ruin und die Vernichtung Deutschlands, fördern Chaos und Kriminalität. Sarrazin hat das vor die Augen der Öffentlichkeit gebracht, und deshalb hasst man ihn.

Mit seinen Büchern hat Thilo Sarrazin mehr für unser Land getan (mit Betonung auf „für“!) als alle Minister und Abgeordneten zusammen. Ein Rezept, wie in der Politik Ideologie durch Vernunft ersetzt werden kann, gilt es allerdings noch zu finden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar und bitter, 26. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der neue Tugendterror: Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland (Kindle Edition)
Ein hervorragendes Buch, außer für Tugendterroristen, deren Weltbild ins Wanken geraten könnte.

Es spricht für sich, dass Sarrazin-Gegner fast nur perfide untergeschobene oder verfälschte Inhalte angreifen und die Person diffamieren und verspotten.

In der Substanz ist Sarrazin für mich beeindruckend klar mit sauberer Analyse. Er trennt Wissen und Meinung, er trägt pointiert aber differenziert. Sachverhalte belegt er stichhaltig und nachprüfbar, Gedankengänge sind vollständig nachvollziehbar.

Wahrscheinlich wäre ich sogar dann ein Fan seines Stils, wenn ich seine Schlussfolgerungen nicht teilen würde. Andererseits sind seine Schlussfolgerungen eben (leider) fast zwingend. Und das ist es wohl, was seine Gegner zu hysterischen ad-personam Attacken treibt. Wenn das eigene infantile Weltbild entzaubert wird, entsteht wohl automatisch Schaum vor dem Mund.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


96 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ!, 2. März 2014
Das Buch handelt nicht von Sarrazin und ist genauso wenig eine "Geschichte einer narzisstischen Kränkung" wie manche Medien behaupten.
Das Buch beschreibt und entlarvt die "perversen" Spielchen der "Meinungsmacher" in Deutschland und erklärt ausführlich und an Hand gute Beispiele wie die Presse die Meinungen macht und damit die Massen steuert.
Dass die Medien und deren Marionetten, die Politiker, auf die Barrikaden laufen und versuchen den Man zu diskreditieren ist nur folgerichtig, denn Sarrazin beschreibt die dreckigen Tricks mit welchen sie arbeiten.
Klugerweise nutzt der Autor seine eigenen Erfahrungen mit den Terror, welchen er ausgesetzt war, als sein Buch "Deutschland schafft sich ab" erschienen war. Diese Geschichte ist für jedem klar nachvollziehbar, die meisten Leser haben es live miterleben dürfen wie die "Pressemeute" über ihn hergefallen war.

Dieses Buch sollte man verpflichtend im Schulunterricht verwenden, den nur mit diesem wissen, kann man eine Gesellschaft der mündigen Bürger erziehen und dafür zu sorgen, dass sich das politische Leben eines Landes, um die "REALEN" Probleme dreht und nicht um von Presse erzeugte "Gespenster".

Klare Empfehlung, praktisch ein Muss, egal welchem Lager man angehört.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


297 von 336 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man darf die Wahrheit nicht mit der Mehrheit verwechseln (Jean Cocteau), 22. Februar 2014
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Zunächst mal Grundsätzliches zu meiner Rezension. Ich möchte mich meinungsmäßig weitgehend zurücknehmen und vor allem Thilo Sarrazin selbst sprechen lassen. Und so sehe ich den Zweck meiner Rezension weniger als weiteren Beitrag der Meinungsäußerung (Pro oder Contra zu den Sarrazin-Thesen), sondern eher als Angebot an Leser, die die wichtigsten Themen und Positionen im Buch kennenlernen möchten, um sich dann selbst ein Urteil zu bilden.

Das erste Kapitel startet mit einer grundsätzlichen Betrachtung der Bestimmungsgründe und Grenzen von Meinungsfreiheit. Im zweiten Kapitel wendet Sarrazin diese Erkenntnisse als Fallstudie bei sich selbst an. Er beschreibt also, welchen Furor sein Buch von 2010 "Deutschland schafft sich ab" bei den Medien, der Politik und der Gesellschaft insgesamt auslösten. Im dritten Kapitel beschreibt er, in welchem sozialen Umfeld Meinungen entstehen und was das für die Meinungsfreiheit bedeutet. Es werden hier z.B. solche Begriffe wie Tabu oder Schweigespirale behandelt. Im vierten Kapitel wird beschrieben, welche Bedeutung die Sprache bei der Meinungsbildung, und speziell bezogen auf das Buch, für den sogenannten Tugendterror spielt. Hier kommen dann auch solche Themen wie Geschlechterbeziehung (Mann/Frau sowie gleichgeschlechtlich) zur Sprache, aber auch sogenannte "Unwörter" wie "Wirtschaftsflüchtling". Im fünften Kapitel geht es um die Geschichte des sogenannten Tugendterrors. Dieses Kapitel ist aus meiner Sicht schon recht wissenschaftlich, weil Sarrazin tief in die Historie greift und dabei solche Ereignisse wie Christianisierung, Inquisition oder französische Revolution streift.

Nun zum sechsten, längsten und wohl brisantesten Kapitel mit dem Titel "Vierzehn Axiome des Tugendwahns im Deutschland der Gegenwart". Es werden also 14 Themen darin zur Diskussion gebracht, die derzeit in Deutschland besonders heftig debattiert werden. Das Besondere im Buch ist, dass der Autor jeweils eine These (im Buch Postulat genannt) und eine Gegenthese (im Buch Wirklichkeit genannt) anbietet. In der These (Postulat) greift er praktisch die Argumente der Gegenseite (also sozusagen der "Tugendwächter") auf und versucht die Sache aus deren Sicht zu sehen. In der Gegenthese (Wirklichkeit) bringt er dann seine eigenen Argumente und versucht, die der Gegenseite zu entkräften. Dieses fiktive Streitgespräch ist sehr spannend zu lesen, wie ich finde - egal zu welcher Seite man persönlich neigt. An meinen Beispielen wird man das hoffentlich sehen. Natürlich mag es erstmal anmaßend klingen, wenn Thilo Sarrazin seine Argumente als die Wirklichkeit tituliert. Aber erstens wirken sie aus meiner Sicht immerhin valide und nachvollziehbar, zweitens reklamiert Sarrazin keineswegs einen "Alleinvertretungsanspruch" auf die Wahrheit. Zitat: "Urteilen soll der Leser und für sich entscheiden, welche Position ihn jeweils mehr überzeugt". Wie bereits oben erwähnt, möchte auch ich als Rezensent dieser Maxime folgen, mich meinungsmäßig zurücknehmen und die anderen Leser entscheiden lassen, was für sie am glaubwürdigsten erscheint. DESHALB SIND DIE NACHFOLGENDEN ABSÄTZE AUSSCHLIESSLICH ZITATE AUS DEM BUCH. Auch die großgeschriebenen Überschriften stammen nicht von mir, oder geben gar meine Meinung wieder, sondern wurden original von Herrn Sarrazin gewählt. Mein eigener Beitrag besteht lediglich darin, dass ich natürlich eine subjektive Auswahl treffen musste, welche Axiome (ich habe 2 ausgewählt) und welche Aussagen hinsichtlich These und Gegenthese ich besonders interessant fand.

========

ALLE MENSCHEN AUF DER WELT HABEN NICHT NUR GLEICHE RECHTE, SONDERN SIE SIND AUCH GLEICH UND SIE SOLLTEN EIGENTLICH ALLE EINEN ANSPRUCH AUF DIE GRUNDSICHERUNG DES DEUTSCHEN SOZIALSTAATES HABEN

DAS POSTULAT
Zu Unrecht haben die kapitalistischen Industriestaaten einen Großteil der Reichtümer der Welt an sich gerafft. Auf die staatliche Grundsicherung in Deutschland sollten grundsätzlich alle Bedürftigen in der Welt einen Anspruch haben, das ist ein moralisches Gebot. Wer immer es nach Deutschland schafft, aus welchen Gründen und auf welchem Wege auch immer, sollte in den vollen Genuss der Leistungen des deutschen Sozialstaates kommen. So können wir wenigstens einen Teil des Unrechts wieder gutmachen, das unser ausbeuterisches, verschwenderisches Wirtschaftssystem an der Welt begangen hat. Und wir in Deutschland werden im besonderen Maße davon profitieren, weil der sowieso nötige kulturelle und demografische Wandel damit beschleunigt wird.

DIE WIKLICHKEIT
Jedes Land hat grundsätzlich das Recht, Einwanderung nach seinen eigenen Bedürfnissen zu steuern. Wenn es wie Japan oder China Einwanderung ablehnt, ist es auch in Ordnung. Politisches Asyl ist grundsätzlich human und erfreulich. Aber Armut allein kann kein Asylgrund sein. Menschen, die die Grenzen Deutschlands und der EU erreicht haben und Aufnahme begehren, sollten grundsätzlich nicht anders behandelt werden, als die Milliarden in der Welt, die diese Grenzen nicht erreicht haben oder gleich in ihrer Heimat geblieben sind. Die Aufnahme von Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland und Europa wollen, sollte sich auch nach wirtschaftlichen Kriterien richten. Es ist nämlich für Deutschland und Europa ohnehin nicht möglich, durch die Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen die Not in den Auswanderungsländern fühlbar zu lindern. Allein in Afrika werden jedes Jahr fünfmal so viele Kinder geboren wie in ganz Europa und die Geburtenrate ist dreimal so hoch. Nähme Europa davon nur jeden Fünften auf, so wäre es in wenigen Jahrzehnten afrikanisch - ohne dass sich damit die Verhältnisse in Afrika maßgeblich verbessert hätten.

=========

KINDER SIND PRIVATSACHE, EINWANDERUNG LÖST ALLE WESENTLICHEN DEMOGRAFISCHEN PROBLEME

DAS POSTULAT
Jährlich werden in der Welt 140 Millionen Kinder geboren, davon allein 40 Millionen in Afrika und im westlichen Asien. Moralisch gesehen - im Sinne der Gleichheit vor der Natur und vor Gott - hat jeder von ihnen dasselbe Anrecht auf unseren Wohlstand, wie die 670 000 Neugeborenen, die zufällig jährlich in Deutschland zur Welt kommen. Wenn man nur eine ausreichend liberale Einwanderungspolitik betreibt, ist es möglich, unser jährliches demografisches Defizit von 300 000 bis 500 000 durch Zuwanderung auszugleichen. Der Vielfalt in Deutschland kann das nur guttun, und Vielfalt ist doch ein Eigenwert. Das so entstehende künftige Deutschland wird viel interessanter und bunter sein und sich viel besser in die Zukunft einfügen, als wenn bei uns nur Bio-Deutsche leben.

DIE WIRKLICHKEIT
In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird es immer weniger gelingen, die quantitative und qualitative Lücke zwischen Angebot und Bedarf auf dem Arbeitsmarkt zu füllen. Nicht nur gehen künftig jedes Jahr etwa ein Drittel mehr Menschen in den Ruhestand, als neu in Erwerbsleben eintreten. Unter den neu Eintretenden sinken das durchschnittliche Qualifikationsniveau und die absolute Zahl an Hochqualifizierten, während gleichzeitig der Anteil jener zunimmt, die auch Grundfertigkeiten kaum beherrschen. Das Bemühen, durch Senkung der Bildungsstandards gegenzusteuern, zieht auch die Leistungsstarken mit nach unten. Nur kurzfristig schafft die Euro-Krise eine Atempause, weil gegenwärtig viele Arbeitnehmer aus den Krisenstaaten kommen. Diese Länder haben aber alle ein ähnliches demografisches Problem wie wir, und die Wanderungsströme werden sich wieder umkehren, wenn es diesen Ländern wieder besser geht. Dann verbleibt nur die Einwanderung aus der Türkei, Afrika, Nah- und Mittelost, die aber aufgrund der kulturellen Disparitäten das Qualifikationsproblem vergrößert, statt es zu reduzieren. Im wachsenden Umfang werden künftig die Menschen fehlen, die auf qualifizierte Arbeitsplätze nachrücken können. Deshalb ist jetzt schon der Zeitpunkt absehbar, und ist maximal noch 25 Jahre entfernt, an dem Deutschland trotz steigender Abgabenlast weder sein Sozialleistungsniveau aufrechterhalten, noch sein Rentenniveau sichern kann.

================

GESAMTFAZIT ZUM BUCH

Aus meiner Sicht geht es nicht vorrangig darum, wer wieviel Recht hat. Wie in dem Buch und hoffentlich auch in meiner Rezension deutlich wird, gibt es immer Argumente für oder gegen etwas, die Wahrheit ist meist etwas sperrig. Und Herr Sarrazin hat natürlich auch keine Patentlösungen für alle Fragen anzubieten - das ist schon klar. Entscheidend aber ist, dass man über wichtige Themen (etwa die von mir erwähnten, wie Einwanderung oder Demografie) überhaupt redet und die dringend notwendige Diskussion darüber nicht mit Denkverboten und Tabus von vornherein erstickt. Und dass hierzu wirklich eine offene, sachliche Debatte notwendig ist, wird wohl keiner bestreiten wollen. Thilo Sarrazin hat mit seinem Buch zumindest einen wertvollen Beitrag dafür gebracht. Lassen wir ihn deshalb selbst das Schlusswort halten, dem ich mich als Rezensent anschließen kann und möchte: "Gesellschaften, die ein Übermaß an Denkverboten praktizieren, behindern ihre eigene Entwicklung. Der Aufstieg des westlichen Abendlandes wurde ermöglicht durch die Freiheit des Denkens, das seit der frühen Renaissance um sich griff. Wenn der implizierte gesellschaftliche Konsens die Grenzen der Meinungsfreiheit verengt, dann verengt er gleichzeitig die Grenzen des Denkens und hemmt damit die gesellschaftliche Entwicklung".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


200 von 228 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Grundlage der Freiheit ist die Freiheit des Geistes, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu allen Zeiten, in denen ein kleiner Kreis Herrschender die Massen zu deren Schaden beeinflussen will, weicht die veröffentlichte Information von der Wirklichkeit ab. Je größer die Kröte, die das Volk zu schlucken hat, desto größer die Lüge, die ihm erzählt wird.

Oft beschränkt sich diese Lüge auf die Herrlichkeit von Kaiser und Reich, in welcher Gestalt beides auch gerade erscheinen mag. Oder auf die Notwendigkeit eines Krieges, die Verantwortung für eine Niederlage, die Erhöhung der Steuer usw.

In unserem Fall geht es aber um mehr. Es geht nicht bloß um die Festigung von Macht oder persönliche Bereicherung der Herrschenden auf Kosten der Beherrschten. Die Völkerordnung soll aufgelöst, die sozialen Strukturen zerstört werden. Die Ambitionen der führenden Kaste erstrecken sich nicht bloß auf ein Volk, sondern auf viele. Und so steht die Nation als einigendes Element dem übernationalen Machtanspruch entgegen.

Ein neuer Mensch soll also her: Linksinternational soll er sein, tolerant (um die Völkervermischung nicht zu behindern), der Geschichte unkundig und sich über die Vergangenheit erhaben fühlend (die modernen Wertmaßstäbe sind selbstverständlich auch für frühere Zeiten bindend, es ist kein Ruhmesblatt, daß man sich damals noch nicht daran hielt).

So arbeiten Staat und Medien an der Umerziehung des Menschen zum herkunftslos-sozialistisch- geschlechtsneutralen Verwaltungssubjekt, dem die Identität durch die Worthülse ersetzt wurde, ein phrasengelenktes widernatürliches Wesen, das seine Existenz als kriminell empfindet und überall „Schuld“ und „Verantwortung“ wittert, an allem und jedem. Mit einem schlechten Gewissen sogar dem Wetter gegenüber.

Diese Umerziehung folgt den Gesetzen der Salamitaktik. Generation für Generation ein Scheibchen mehr, langsam und stetig, wird das Bild der Welt, der Geschichte und des Menschen von den Füßen auf den Kopf gestellt, bis das Werk vollendet ist.

Und mit jeder neuen Stufe die erreicht wird, muß das Denken weiter kanalisiert werden, müssen neue Denkvorschriften und Tabus her, um das Werk nicht zu gefährden.

Eine solche Gefährdung war das Buch des Herrn Sarrazin mit dem heute so berühmten Titel „Deutschland schafft sich ab.“ Die Reaktion war entsprechend feindlich, eine Diskussion des Buches blieb vollständig aus. Man sprach grundsätzlich nicht über Sarrazins Aussagen, man schwieg sie tot. Statt dessen unterstellte man ihm Aussagen, die er nie gemacht hatte, und suggerierte der Öffentlichkeit, sein Buch wäre eine plumpe, intolerante Hetze gegen ganz viele arme Menschen, die das gar nicht verdient hätten. Viele begnügten sich mit dem Genuß der korrekten Gegenposition, ohne sich mit Sarrazin überhaupt näher zu beschäftigen. Darauf zielte die Medienkampagne ab, und sie war ein voller Erfolg. Der moderne korrekte Bundesbürger, der was auf sich hielt, lehnte Sarrazin grundsätzlich ab, und fühlte sich ihm intellektuell und moralisch weit überlegen – ohne zu wissen, worum es überhaupt ging.

Thilo Sarrazin schildert in diesem Buch die Reaktion von Medien und Öffentlichkeit auf sein berühmtes Werk, und wie er begann, die Vorgänge und Mechanismen zu analysieren, die innerhalb der Gesellschaft stattfanden. Ihn beschäftigte die Frage, warum so viele Menschen sich derart zu ihrem Nachteil manipulieren lassen, obwohl dies regelmäßig in der Geschichte zu Katastrophen führte.

Das Buch gliedert sich in sechs Kapitel und eine Schlußbetrachtung.

Sarrazin beschäftigt sich mit der Frage, was Meinungsfreiheit überhaupt ist, erläutert den Begriff der „Political Correctness“ als die durch die veröffentlichte Meinung definierten Grenzen des Anstandes, außerhalb derer sich jede Debatte grundsätzlich verbiete. Und analysiert dann seinen eigenen Fall (Deutschland schafft sich ab) in diesen Zusammenhang.

Ein interessanter Vergleich ist die Darstellung anderer Zeiten mit extremer geistiger Bevormundung. Sarrazin spannt den Bogen von der Französischen Revolution über den Sowjetkommunismus bis in unsere Zeit. Die Schaffung einer Axiomatik durch Moral, deren logische Überprüfung sich durch ihre Unmoral selbst verbietet, nimmt dem Menschen die Möglichkeit, überhaupt Entscheidungen zu treffen, denn der Weg des Großen Bruders ist stets der einzig anständige und alternativlos.

Ein wichtiges Instrument, das Denken zu beherrschen, ist die Sprache. Sarrazin widmet dem propagandistischen Mißbrauch der Sprache ein eigenes, sehr amüsantes Kapitel. Es handelt von Orwellschem Neusprech, euphemistischen Neubenennungen, geschlechtergerechter Sprache und Begriffen, die auf dem Index gelandet sind.

„Die vierzehn Axiome des Tugendwahns“ bilden das sechste Kapitel, hier seziert Sarrazin die religiösen Fundamente der linken Weltanschauung. Gegenstand dieser – aus moralischen Gründen selbstverständlich nicht zu hinterfragenden – Glaubenssätze ist die Gleichheit.
Gleichheit nicht im Sinne von Gleichwertigkeit, wie mancher Zeitgenosse sich bei oberflächlicher Betrachtung vielleicht suggerieren lassen könnte, sondern Gleichheit im Sinne von Gleichartigkeit. Es gibt keine Rassen, keine Völker, alle Menschen sind bei Geburt identisch. Und alle Menschen sollten – das ist die Werbebotschaft der linken Revolution an die besitzlosen Massen – wirtschaftlich gleichgestellt sein.
Es ist sehr unterhaltsam, Sarrazins Zerpflückung dieser Dogmen zu lesen.

Man merkt jeder Zeile dieses Buches an, daß Thilo Sarrazin jemand ist, der sehr gründlich über das nachdenkt, was er äußert. Dies wäre wenigstens Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung, sollte man seine Meinung nicht teilen. Es ist bezeichnend, daß statt dessen der Weg der Verleumdung und Verflachung gewählt wird, um die öffentliche Wirkung seiner Aussagen zu dämpfen.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der mal wieder was anderes lesen möchte als wachsweiche Phrasen und leere Worthülsen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


332 von 383 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wider die Medienmeinung!, 24. Februar 2014
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Als Thilo Sarrazin vor dreieinhalb Jahren "Deutschland schafft sich ab" vorlegte, war der Aufschrei im Lande riesengroß. Die Kanzlerin selbst ließ es sich nicht nehmen, vor diesem Buch und seinem Autor zu warnen. Sarrazins Partei stellte sein langjähriges Mitglied an den Pranger. Das Wort "Hexenverfolgung" trifft die damalige Stimmung perfekt.

Das nun vorliegende Buch macht genau diese Stimmung zum Thema. Besonders im Nachgang zu seinem Buch vom August 2010 meint Sarrazin eine "Verengung und Kartellierung der Meinungsbildung in Deutschland" (Seite 18) erkannt zu haben.

Darf in Deutschland wirklich jeder sagen was er denkt? Selbst wenn er nicht gegen geltende Gesetze verstößt, könne er große Schwierigkeiten bekommen, meint Thilo Sarrazin. Er fordert deshalb "sozialen Mut" ein. Der für mich wichtigste Satz des Buches steht auf Seite 211. Der Autor appelliert an den mündigen Bürger:

"... zu diesem Thema des eigenen Kopfes gehört auch der Mut, sich bei theologischen, philosophischen, gesellschaftspolitischen oder im engeren Sinne moralischen Fragen einem Zeitgeist zu entziehen und eigene Positionen zu vertreten ..."

Beim Lesen dieser Zeilen fallen mir Namen wie Heiner Geissler oder auch Herbert Wehner ein. Wo sind im heutigen aktuellen politischen Geschäft solche unbequemen Visionäre?

Was sind wir nur für eine Gesellschaft geworden, die Meinungsvielfalt so schlecht oder teilweise gar nicht mehr auszuhalten scheint? Wo sind die politischen, aber auch theologischen Visionäre geblieben? Vielleicht stehen wir uns heute selbst auf den Füßen, weil so viele Vor- und Querdenker offenbar häufig sofort ausgeschaltet und kaltgestellt werden? Diese Entwicklung verhindert nicht nur grundlegende Reformen, die wir so dringend brauchen, sie ist auch demokratiegefährdend.

Sarrazin geht zurück in unsere Geschichte und bringt Martin Luther als Paradebeispiel für so einen Visionär. Der ließ sich nicht bevormunden. Er stellte unbequeme Fragen, riss andere mit sich und begann mit seiner Reformation. Gesellschaftlich gesehen ist dies auch nach mehreren Jahrhunderten noch ein gut vorzeigbares Beispiel, für die Tatsache, dass eine Gesellschaft ohne Vor- und Querdenker auf Dauer zum Auslaufmodell wird.

Thilo Sarrazin greift den immer stärker werdenden Gleichheitswahn in unserer Gesellschaft an. Der Einzelne gilt immer weniger. Woran dies liegt, wie die eingefahrenen Mechanismen dieses Tugendterrors funktionieren, deckt Sarrazin sehr gut nachvollziehbar auf.

Dieses Buch gründlich zu lesen, kann der Anfang kreativer Meinungsbildung sein. Unsere eigene Meinung in unsere Gesellschaft hineintragen und den Mut aufbringen, unsere Meinung auch zu vertreten, mit anderen in einen fairen Disput zu treten, nichts anderes erwartet Thilo Sarrazin vom mündigen Bürger unserer Tage!

Also, selbst Lesen und eigene Meinung bilden!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


79 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe das Buch GELESEN..., 6. März 2014
...und finde es sehr gut. Ich kann meine Meinung, im Gegensatz zu den negativen Bewertung, begründen: Thilo Sarrazin hat einen, für mich, sehr angenehmen Schreibstil. Dabei gefällt mir besonders der Aufbau des Buches. Schritt für Schritt widerlegt er die Aussagen seiner größten "Kritiker". Das Wort "Kritiker" setze ich hier einmal in Anführungszeichen, da die meisten falsche Zitate und Falschaussagen im Zusammenhang mit "Deutschland schafft sich ab" getätigt haben.

Ich verstehe außerdem nicht, weshalb ihm vorgeworfen wird, daß er nur Geld verdienen möchte. Diese Aussage spricht er im Buch auch an.

Besonders beeindruckt hat mich die Fülle an Zitaten. Die reichen von Schopenhauer, über de Tocqueville, bis hin zu Goethe.

Bemerken möchte ich noch, daß die kürzlich stattfindende Lesung Sarrazins, von Linksextremisten unterbrochen wurde und schließlich zum Abbruch führte. Dieses Ereignis macht klar, daß Sarrazin recht hat. Bessere Presse kann Sarrazins Buch gar nicht bekommen, als es dieser Zwischenfall getan hat...! Es ist quasi ein Beweis für seine Thesen.

Ich empfehle es all jenen, die den "Tugendterror" selbst miterleben. Vieles was Sarrazin schreibt, fällt mir bei meiner Generation (U 18) oft auf. Ich kenne auch niemanden in meinem Alter, der das Buch, oder ü b e r h a u p t ein Buch, ließt. Es regt definitiv zum nachdenken an. Außerdem macht es vielleicht dem ein oder anderen Mut, Wahrheiten so auszusprechen, wie sie sind; ohne, daß man davor alles auf gesellschaftliche Normen (politische Korrektheit) überprüft.

PS: Ich esse jetzt ein Zigeunerschnitzel und zum Nachtisch einen Mohrenkopf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


114 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Nestbeschmutzer lüftet den bleischweren Mehltau über dem Land, 3. März 2014
Von 
Ulrich Groh (Mittelhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Und wieder begibt sich Thilo Sarrazin auf jenes Terrain, das sich in der jüngeren Vergangenheit trotz aller Anfeindungen teils übelster Couleur als dennoch tragfähig erwies: Auf dünnes, in diesem Fall sogar hauchdünnes Eis. Ist es seine pure Lust an der Provokation, die ihn ausgerechnet an das Thema "Meinungsfreiheit" heranführte? Ist es damit einhergehend die ihm oft unterstellte Geltungssucht, die häufig apostrophierte Gier nach Öffentlichkeit, vielleicht sogar mit ein wenig Masochismus vermischt?
Nach Lektüre seines neuen Werkes überlasse ich die Beantwortung von derlei Nebensächlichem getrost all jenen, die sich hierzu berufen fühlen. Mir ist die psychische Befindlichkeit des Autors ebenso egal wie die Vielzahl verunglimpfender Etiketten, die diesem Mann unlösbar an die Haut geheftet wurden. Denn: Was einzig für mich zählt, sind die Fakten, die er hier ebenso akribisch wie nachprüfbar(!) zusammenträgt und dem braven Bundesbürger, der vielleicht noch an die Geltendmachung seines Rechtes auf ungehinderte Meinungsäußerung zu glauben beliebt, durchaus unsanft um die Ohren schlägt. Mehr noch: Er schlachtet hier die so gerne und wohlfeil postulierte Mär von der Freiheit, seine eigenen Ansichten auch ungehindert (sprich ungestraft) von sich geben zu dürfen.

Unter Verweis auf die teils nur noch als infam zu bezeichnende Hetze, der er sich nach Veröffentlichung seines ebenso vielgelesenen wie umstrittenen Erstlings "Deutschland schafft sich ab" ausgesetzt sah und die ich seinerzeit staunend zur Kenntnis nahm, den Thesen, die man als "krude" zu titulieren pflegte, um deren Verfasser ins gesellschaftliche Aus zu katapultieren, blättert Sarrazin, jene Katze, die das Mausen nicht lässt, hier die vielschichtigen, beinahe schon krakenartigen Verwachsungenen des "Tugendterrors" jener auf, die die Meinungshohheit innehaben und bestimmen, was zu sagen opportun, schicklich und passgerecht ist. Unter Zuhilfenahme des klug gehandhabten Gestaltungsmittels These/Antithese wird der Leser in die Lage versetzt, die gegensätzlichen Pole gegeneinander abzuwägen, die Fakten auf Tauglichkeit zu prüfen und somit zu einer eigenen Position zu gelangen.

Dass das Ergebnis ebenso ernüchternd wie pessimistisch ausfällt, kann ebendiesem Kartell des Meinungsdiktates keineswegs Plaisir bereiten. Ein Blick in die aktuelle Tagespresse genügt: Die Waffen werden hervorgeholt, die Messer gewetzt, die Verunglimpfungsmaschinerie neu geölt und in Gang gesetzt. Und die Wut der die Meinungshoheit Beanspruchenden wird umso nachvollziehbarer, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es ja eigentlich(!) mit der Person Thilo Sarrazin einer der ihren ist, einer der zur meinungsbildenden Elite Gehörender, der sich hier frank und frei in Nestbeschmutzung übt und auf unverschämte Art und Weise am Kartenhaus des schönen Scheins rüttelt, der wie bleischwerer Mehltau auf unserem Land liegt

Nein, für mich ist dieser Mann kein krude-Thesen-Verfassender, der aufmerksamkeitsheischend Ketzerisches unter das Volk bringt, sondern ein Mensch mit Rückgrat, der uns allen den Spiegel vorhält, den schönen Schein trübt und infolgedessen ein Verrückter, gar ein Verblendeter sein MUSS(!), den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt, um die eigene Position als unanfechtbare Bastion zu bewahren.

Ein Blick in die Menschheitsgeschichte lehrt hingegen, dass es gerade die Unangepassten, die Unbequemen, die Querdenker, also die Mutigen waren, die Missstände trotz aller Unannehmlichkeiten benannten und die Karten offen auf den Tisch legten, um nötigen Veränderungen den Weg zu bahnen. Und davon - und eben NICHT von den Wegduckern, Jasagern, Abnickern, Ist-halt-alles-wie-es-ist-Beschwichtigern - brauchen wir mehr.

Finden Sie nicht auch?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


76 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heutige Meinungsfreiheit ist mehr oder weniger nur eine Illusion, 2. März 2014
In der Tat greift Sarrazin wieder mal ein heißes Eisen an, indem er in einem der letzten Rückzugsgebiete der freien Meinungsäußerung, nämlich dem Fachbuch, seine Meinung argumentativ weitgehend gut und faktisch belegt vorträgt.

Wenn man die tagesaktuellen Medien, insbesondere das TV, die Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine durchsieht, kann man ohne Weiteres zu dem Schluss kommen, dass nur noch eine bestimmte Meinung in Deutschland erwünscht ist, die sich an rotgrünen Standards orientiert. In grenzenlosem Opportunismus, an die "Tröge" der Versorgung zu kommen, haben sich inzwischen auch eher konservativere Parteien dem mediengemachten Mainstream angeschlossen.

Viele Wähler - insbesondere Jungwähler - gehen nicht mehr zu Wahlen, auch traditionelle Stammwähler haben sich längst von den sog. "Volksparteien" abgewendet, die mit Schlagwörtern ein untereinander austauschbares Parteiprogramm vermarkten wollen. Ebenso orientieren sich die Medien an diesem Einheitsbrei. In TV-Talksendungen werden die Gäste so eingeladen und traktiert, dass abweichende Meinungen lächerlich oder regelrecht mundtot gemacht werden, die nicht dem Einheitsbrei entsprechen.

Bestimmte Meinungen werden in Deutschland medial regelrecht mundtot oder lächerlich gemacht. Bürgerinnen und Bürger, die z. B. nicht wollen, dass der Ehe-Begriff, die uralte Schicksalsgemeinschaft zwischen Mann und Frau, auf andere Partnerschaften ausgedehnt wird (obwohl diese Leute ohne Zweifel auch das Recht darauf haben, diese ihre Meinung offensiv zu vertreten), werden entweder totgeschwiegen oder öffentlich an den Pranger gestellt. Mit verlogenen Umfragen wird suggeriert, dass angeblich die Mehrheit der Bevölkerung für eine Ausweitung des Ehebegriffs wäre. Diese manipulierten Umfragen sind genauso heuchlerisch wie die Wahlergebnisse, weil angesichts der Größe der "Partei der Nichtwähler" sich schon lange nicht mehr der Mehrheitswille des Volkes in der Regierung widerspiegelt.

Auch ist es verboten, öffentlich etwas gegen die Emanzipationsbewegung zu sagen. Mit stalinistischer Gründlichkeit werden Schulbücher sprachlich überarbeitet, um Geschlechterunterschiede auszumerzen, so als ob Mann und Frau nicht doch Unterschiede von Natur aus aufweisen.

Das Ergebnis dieser Arbeit einiger weniger akademischen Männerhasserinnen und Lesben, die medienwirksam ihr Gift abspritzen, obwohl sie keineswegs für die Mehrheit der Frauen im Land sprechen, kann sich durchaus sehen lassen: In Deutschland wird die Bevölkerung in den nächsten zwei Generationen von 82 auf ca. 64 Mio. Menschen zurückgehen. Mit schulisch-regulativem Zwang ("Girls Day") möchte man Mädchen in Männerberufe bugsieren und Jungen in eher frauentypische Berufe.

Mit staatlichen Quotierungen ("Planwirtschaft") möchte man Unternehmen vorschreiben, wen sie einzustellen haben. Männer erhalten ein Extrageld vom Staat, wenn sie sich an der Babybetreuung beteiligen, obwohl die Evolution weder den Mann noch den Staat als Betreuer eines Babys vorgesehen hat. Man sieht, dass die staatlich gelenkten Vorgaben so weit gehen, dass man mit der Propagierung männlicher Babysitter sogar in die Natur eingreift - und das von Leuten, die aus dem Gedanken des Schutzes der Natur in den Achtzigern zu einer Partei geworden sind!

Nicht einmal die totalitären Staaten der deutschen Vergangenheit, der faschistische und der realsozialistische Staat, haben sich getraut, derart in das Privatleben der Bürger einzugreifen.

Als die Bedrohung der Datenfreiheit durch einen mutigen amerikanischen Staatsbürger offengelegt wurde, haben unsere "Freiheitsschützer" ihm die bürgerlichen Rechte verweigert. All diese Vorgänge lassen mit Sarrazin vermuten, dass es leider keine Meinungsfreiheit mehr in Deutschland gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich aufwachen, unsere Freiheitswerte sind besser!!, 23. August 2014
In muslimische Länder sind sekuläre Andersdenkende und Religionsaustritt praktisch unbekannt, dermasen tief ist die Machtausübung der Religion.. Im Islam gibts es keine Freiheiten, nach streng-muslimischen Recht ist Apostasie mit dem Tode bestraft. Wo der Islam nicht fundamentalistisch geprägt ist, wird man zwar nicht physisch beseitigt, aber man wird sozial ausgegrenzt.

Was einem jedoch Rätsel machen sollte, sind die junge Generationen der muslimischen Einwanderfamilien, die extrem Religiös-Konservativ eingestellt sind, haben sie doch die selben Freiheiten wie wir genossen und triotzdem eine intolerante und konservative Einstellung genommen.

Die bittere Wahrheit ist das westliche Werte bei jungen Muslimen negativ gesehen werden: dekadent, freizügig, pervers. Kopftuch, islamischer Fundamentalismus, Judenhass, Frauenunterdrückung, Intoleranz steht auf der Tagesordnung.. Freizügige deutsche Mädchen werden als "Prostituierte" beschimpft, nur weil sie "zu viel Haut" zeigen und dies mehrheitlich von weiblichen Musliminnen.

Der bevölkerung soll endlich klar werden das Islamofaschisten (das sind sie!) keine andere Werte tolerieren ausser streng-religiöse Werte. Wir Europäer sollen endlich erkennen das eine überwältigende Anzahl der Muslime sich mit der islamofaschistischen Ideologie des Islams identifiziert und diese Werte akzeptiert, und dass allein sollte schon als Gewaltbereitschaft erkannt werden.

Man soll sich im klaren sein dass westlich-sekuläre Werte BESSER sind als islamisch-fundamentalistische Werte, und daraus folgen, das unsere Freiheiten in keinster Weise handelbar sind! Wir sollen nicht Intoleranz mit Toleranz entgegentreten!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 221 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen