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Kundenrezensionen

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am 18. Mai 2014
wer ist überhaupt dieser Toumas Holopainen? Name sagte mir vorher überhaupt nix.

Aber als Duck-Fan, welcher eben auch "Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden" gelesen hat, hat mich dieses Stück Musik natürlich schon interessiert.

Man bekommt ein sehr schönes Album, welches sich im Grunde in die Kategorie Soundtrack einordnen lässt, orchestralische Klänge, bombastische Höhepünkte, interessante, ungewohnte Instrumente (Banjo, Didgeridoo usw), verhältnismäßig wenig Gesang.

Für Liebhaber von Filmsoundtracks und/oder epischer Trailermusik definiiv zu empfehlen. Ist man dazu noch Fan einer gewissen Entenfamilie, hällt man wohl eine echte Perle in der Hand.
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am 13. September 2015
Dieses Album ist ein schönes Kleinod für Fans von Scrooge und/oder Nightwish. Obwohl klare Nightwish Genre-typische Instrumente fehlen so sind doch durch den Produzenten klare Einflüsse zu spüren. Alle Songs reflektieren Abschnitte des Comics, sind sehr abwechslungsreich und durchweg wundervolle Stücke.

+ Klasse Musik mit Abwechslung
+ Verpackung als kleines Buch mit Skizzen und Songtexten und tollem Artwork von Don Rosa
+ 2 Disks, Album + Instrumentals

- wenige Songs
- Preis
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am 17. März 2016
A popos Nightwish: Tuomas Holopainen ist der Kopf der Band, er schreibt die Texte und hat auch ein Soloprojekt am Markt: “THE LIFE AND TIMES OF SCROOGE”.

Da ich die Musik von Tuomas mag, hab ich mir das Album bestellt: Es geht um Donald Duck und mit “Scrooge” ist kein geringerer als Onkel Dagobert gemeint.

Alles ist wie ein kleines Kinderbuch aufgemacht und die Songtexte sind mit Entwürfen von Don Rosa unterlegt: Sehr ansprechend und gefällig. Und auch wie die Nightwish-CDs seit Anette Olzon als Sängerin, ist das Album mit zwei CDs ausgestattet: Eine mit Gesang, eine rein instrumental.

Gespannt war ich auf die Musik. Doch ich wurde enttäuscht: Langweilig und belanglos fand ich den “ewig gleichen Soundmix” von Herrn Holopainen. Aber ich hab es mir noch mehrmals angehört, weil ich dachte, dass das Werk besser wird, wenn man es öfters hört. Niente!

Aber heute hab ich es nach Tagen erneut eingelegt und siehe da, plötzlich öffneten sich göttliche Türen. Das Konzeptalbum nahm mich mit auf eine große und spannende Seelenreise, die mit Walt Disney nichts mehr zu tun hatte: Erinnert war ich an die frühen Alben von Pink Floyd und Yes. Ich fühle mich psychodelisch beseelt und konnte mich nicht satthören. Sogar auf Lied 9 fand ich ein Gitarrensolo, dass mich an den Altmeister David Gilmour erinnerte, der den braunen Gitarrengurt um seinen Hals beim Spielen trägt, der einst Jimi Hendrix gehörte (ein Geschenk seiner Frau).

Natürlich ist die Musik anders als die von Pink Floyd oder Yes, aber genauso geschlossen und komplex in ihrer Geschlossenheit. Etwas dem Irischen verpflichtet, dann wieder rockig, jazzig, dem Musical sich annähernd (ähnlich Eric Woolfson in seinen neueren Produktionen zu seinem Idol Edgar Allan Poe), aber auf großen Strecken eher leise, ohne Bombast: Klavier, Geigen, Chöre, ein Didscheridu einmal, Flöten, Celli, wunderschöne Stimmen, besonders die glockenhellen Sängerinnen, Bass und Schlagzeug zur Untermalung, tolle Gitarre.

Ach was soll ich erzählen? Einfach mal reinhören. Doch warum das Album plötzlich bei mir so einschlug, ist mir noch völlig unbegreiflich. Vielleicht lag es an dem Rauschgift, das ich gerade goutiere: Es ist ein Rotwein im Tetrapack von Lidl. Kein Lafite Rothschild 1982 und das Zeug schmeckt eklig, aber es brummt ;) Zugegeben: Ich bin etwas nervös und glaube inzwischen, dass man für das besprochene Album Ruhe braucht. Und wenn man es in Ruhe hört, kann es die Seele zum Fliegen bringen. Wenn Tuomas Holopainen auch oft Rückbezug auf ältere musikalische Themen und Anspielungen bringt, so mag es zu seinem Stil gehören und so ist er doch für mich ein großer Komponist, der sein Ding durchzieht in Einbezug der jeweiligen Mitmusikanten.

Ich hör mirs gleich nochmal an ..
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am 26. Mai 2014
Natürlich, dieses Album ist ganz offensichtlich kein Metal, sondern ein Soundtrack. Ein epischer Soundtrack zu einem epischen "Buch" (das ich auf jeden Fall zusammen mit der CD bestellen würde, sollte man noch nicht alle Episoden aus Dagoberts Leben von Don Rosa gelesen haben!)

Die Lieder dieses Albums treffen sehr gut die verschiedenen Lebensphasen von Dagobert. Seine Kindheit als armer Junge in Schottland, sein Auswandern in die USA im Alter von 13 Jahren, seine Zeit als Cowboy, die Didgeridoo-Klänge aus Australien, seine Zeit am Klondike (die wichtigste Zeit seines Lebens), sein Abschied von seinem Vater zurück in Schottland, das Erreichen seines größten (offiziellen) Ziels und dann sein Alter und sein Rückzug in Einsamkeit, gefangen in Erinnerungen und Trauer, bevor sein Neffe und seine Großneffen ihn ins Leben zurückholen...

Ganz besonders gefällt mir "The Last Sled". Hier fängt Tuomas einen der emotionalsten Momente im Leben von Dagobert perfekt ein. Dieses Lied, und die zugehöriges Hintergrundgeschichte, der Anfang von "Der letzte Schlitten nach Dawson" sind zusammen ein Kunstwerk, das seines gleichen sucht. Dieses Lied wird auf jeden Fall für eine ganze Weile mein Lieblings-Stück bleiben.

Einzig der Sinn der zweiten CD, dem Instrumental-Version, erschließt sich mir noch nicht ganz. Drei Stücke des Haupt-Albums sind schon von sich aus Instrumental, drei weitere enthalten kaum Text. Aber einen Bonus nehme ich natürlich gerne mit.

Die Illustrationen sind super und das Case hat eine hohe Qualität, passt nur aufgrund seines Formates wohl nicht in jedes CD-Regal...

Fazit: Ein wunderbares und vielfältiges Album für jeden, der guten Soundtrack liebt, ein Fan von Don Rosas Dagobert-Reihe ist oder auch nur einfach der Meinung ist, dass Tuomas auch geniale Musik macht, wenn er gerade mal keinen Metal produziert.

Wer dagegen nicht in der Lage ist, die Beschreibung zu lesen und glaubt, es hier mit einem Metal-Album zu tun zu haben, sollte dagegen lieber die Finger davon lassen statt sich hinterher darüber zu beschweren, dass man selbst nicht lesen konnte/wollte...
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am 14. April 2014
Über die einzelnen Songs muss ich wohl nichts mehr sagen, das haben schon meine Vorschreiber getan, deswegen möchte ich das Album hier aus einem etwas anderen Blickwinkel beschreiben (und hoffe das es dem auch gerecht wird)
Eine Geschichte von Dagobert Duck musikalisch umzusetzen ist schon etwas, was man auf keinen Fall zu erwarten hatte, wenn man sich zuvor nicht mit diesem Projekt von Tuoams Holopainen beschäftigte. Ich selbst wusste davon eigentlich nichts so wirklich, bis ich die sehr schöne Rezession von Alexander Schneider gelesen habe. Wirklich eine super Rezzi. Da ich kein wirklicher Leser und Kenner von Entenhausen und der Familiengeschichte des Dagobert Duck (Scrooge McDuck) bin, war ich umso mehr überrascht mit welcher emotionalen Intensität mich dieses musikalische Meisterwerk berührt hat. Das Album beschreibt den Weg von Dagoberts Reise wie er zur Reichsten Ente der Welt wird. Wenn man an Dagobert Duck denkt, assoziiert man damit als erstes, alter, griesgrämiger, über alle Maßen geiziger Dickschädel. Was er im späterem Leben auch wirklich ist, aber man bekommt auf diesem Album auch eine ganze andere Seite von Dagobert zu sehen. Dagobert der kleine Junge der im Alter von zehn Jahren von seinem Vater über die Herkunft seiner Familie aufgeklärt wird. Dabei wird eine unglaubliche Neugier und Abenteuerlust in dem kleinen Dagobert geweckt, dessen geschichtlicher Fortgang ganz fantastisch, musikalisch hier erzählt wird. Von dem alten Griesgram ist hier aber nicht so viel zu sehen. Stattdessen erleben wir hier eine völlig neue Seite von dem Protagonisten. Hier gehen Träume und Sehnsüchte Hand in Hand mit den Wundern der Natur zusammen auf eine emotionale, sehnsüchtige Reise, welche jedem Hörer aller spätestens bei Dreamtime (Song 4) Gänsehaut auf dem gesamten Körper bereiten wird.
Wie die meisten ja wissen ist Tuomas Holopainen das musikalische Genie von Nightwish, doch auf “The Life and Time of Scrooge“ geht er einen völlig neuen Weg in seinem Schaffen und weiß mit meisterlichen Kompositionen jeden in seinen Bann zu ziehen. Nicht nur das Mr. Holopainen, alles selbst geschrieben, komponiert und arrangiert hat. Auch seine Pianos und Keyparts sind unglaublich schön gespielt. Nicht zu vergessen sind die einzelnen Soloinstrumentalisten. Sie schaffen es mit kleinsten Details sich in das Bewusstsein jeden Hörers zu bahnen ohne dabei aufdringlich zu wirken. Zusammen mit dem London Philharmonic Orchestra und dem Metro Voices-Chor wird das Ganze noch perfekt abgerundet. Doch was für mich die größte Meisterleistung ist, ist die Auswahl der Sänger/innen. Ich habe wirklich schon eine ganze Menge Konzeptalben, Rock- und Metalopern etc. gehört. Immer wieder geniale Soundstrukturen, aber oft durch die nicht ganz so gute Vocal Auswahl dann doch nicht so toll. Einer der wenigen Künstler, der es wie ich finde perfektioniert hat die richtigen Vocals zu finden ist Arjen Anthony Lucassen (Ayreon). Unglaublich wie dieser Mensch aus den verschiedensten Sängern/innen das Bester ihrer Stimmen für seine Projekte rausholt. Genauso verhält es sich hier auf Tuomas Holopainens “The Life and Time of Scrooge“. Wenn zum Beispiel Tony Kakko auf “Cold Heart of Klondike“ (Song 5) anfängt zu singen ist das wie eine musikalische Offenbarung. So auch bei den anderen Gesangskünstlern, deren Stimmen hier perfekt zu den einzelnen Songs passen. Wahrlich eine Meisterleistung. Nicht zu vergessen ist auch die Erzählstimme, welche sanft die Stimme von Dagobert verleiht. Alan Reid schafft es hier wirklich Dagobert sehnsüchtig klingen zu lassen, wenn dieser seine Lebensgeschichte erzählt.
Ich glaube aber das geheime i-Tüpfelchen des Ganzen ist die Mitwirkung von Don Rosa selbst. Da kann Tuomas wirklich stolz darauf sein. Ich finde es absolut genial, dass Don Rosa hier mitgewirkt hat. Wenn man sich nach dem Hören der CD das Cover anschaut, ist eigentlich alles auf dem Bild zu sehen was man wissen muss. Die Reichste Ente der Welt auf einer Anhöhe, ein Säckchen Goldnuggets welches er selbst aus der Miene geschlagen hat und der mit geschlossenen Augen träumerische, sehnsüchtige Blick über das Land. So als ober er sagen möchte, „ich habe es geschafft doch vergesse ich nicht was wirklich wichtig ist“ Wirklich ein kraftvolles, ausdruckstarkes Cover. Jetzt weiß ich auch wer dieser nette Ältere Herr aus dem Video “A Lifetime of Adventure war“ 

Wie ich anfangs schon erwähnte, hatte ich vor diesem Album keine große Ahnung von Dagobert Duck, außer dass er ein Geizhals und Stinkreich war/ist. Ich habe mich dann wirklich eine wenig informiert ([...]) und werde mir demnächst auch definitiv die Graphic Novel >Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden: Die Biographie von Don Rosa< zulegen. Bin jetzt schon gespannt drauf.
Zuletzt möchte ich noch erwähnen wie ich mir das ganze angehört habe. Ich habe mir beim Hören (selbstverständlich über Kopfhörer) diesen Quasi Soundtrack als einen Episodenfilm vorgestellt. Bei jedem Lied sind andere Songstrukturen und neue Elemente zu den einzelne Reisezielen, welche die jeweiligen Kulturgegebenheiten wiederspiegeln. Mit der eigenen Phantasie lässt sich das Album wie ein komplett eigener Film im Kopf abspielen. Man beobachtet sich dann teilweise selbst dabei wie man schmunzelt, lächelt und in die verschiedensten Gefühlsregungen taucht. Das alles durch eine Geschichte einer Ente. Wahnsinn

Danke Tuomas für solch ein Geschenk

Fazit: 5 Sterne in allen Bereichen dieses Albums
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am 14. April 2014
Nun ist sie also da, die musikalische Interpretation des berühmten Don Rosa-Comics "The Life and Times of Scrooge" von Nightwish Keyboarder und Songwriter Tuomas Holopainen.
Wer die Single-Auskopplung "A Lifetime of Adventure" schon im Vorfeld angehört hat, der konnte erahnen, welches musikalische Mammut hier auf einen zukommt. Denn Tuomas Holopainen wäre nicht er selbst, wenn er bei diesem Solo-Projekt nicht seine bewährten Talente bei Schreiben einmaliger, eingängiger Melodien vermischen würde mit neuen Elementen, die man so noch nie von ihm gehört hat.
Herausgekommen ist ein starkes Konzeptalbum, das in seiner Gesamtheit ein echtes Kunstwerk darstellt, wenngleich ich mir persönlich etwas mehr - wie soll ich es ausdrücken - "Drama" gewünscht hätte. Doch dazu gleich mehr.

Doch der Reihe nach - und von Song zu Song.

1. Glasgow 1877
Der Opener zeigt gleich, wohin hier die Reise geht. Einleitende Worte von Alan Reid, die als Aufriss der Geschichte um Dagobert fungieren sollen. Musikalisch hält sich Tuomas erst noch bedeckt, ruhige Klänge wechseln ab mit ersten Muskelspielchen des Londoner Philharmonic Orchesters. Doch der Song baut sich dann doch noch sehr pompös auf und die ersten gesungenen Zeilen von Johanna Kurkela auf dem Album haben gleich mal absoluten Gänsehautcharakter.
Fängt insgesamt recht gut die schottische Atmosphäre, die auch über den Titel transportiert wird, auf. 9/10

2. Into the West
Dagobert zieht also los - auf in sein Abenteuer, auf der Suche nach dem Gold. Passender hierzu könnte der 2. Song nicht sein. Er entlädt sich in einem feurigen Refrain, der auch aus einem Western stammen könnte und vermittelt perfekt die Aufbruchstimmung eines Goldgräbers vor seiner großen Reise. Hier zeigt Tuomas zum ersten Mal eine neue Seite von sich, und sie gefällt mir persönlich sehr gut. 9/10

3. Duel & Cloudscapes
Das Nightwish-Tribute auf diesem Album. Zum ersten mal ein rein instrumentales Stück, das aber einfach sitzt. Hier passt alles und in seiner Pompösität knüpft der Song ganz nah an den letzten Nightwish-Longplayer an. Nichts neues zwar, aber sehr geil und vor allem sehr "soundtrackig". Im Mittelteil spielt Tuomas hier ähnlich wie auch bei der geistigen Vorlage Imaginaerum mit heiteren, fast schon kindlichen Elementen, die man so eher aus Musicals kennt. Doch zum Schluss haut der Song dann noch mal richtig auf die Pauke. Gut so! 10/10

4. Dreamtime
wieder rein instrumental, dieses Mal aber wird mit dem Digeridoo experimentiert und auch Johanna Iivanainen, die auf der Single schon mit Johanna Kurkela zusammen zu hören war, hat ihren ersten Auftritt, indem sie sich am Ende des Songs unwiderbringlich in den Gehörgängen des Zuhörers festsetzt. 8/10

5. Cold Heart of the Klondike
Dieser Song ist der erste mit einer klassischeren Struktur und der erste mit durchgehendem Gesang. Dieser kommt von Sonata Arctica-Frontmann Tony Kakko, der ebenfalls bekennender Fan der Comic-Vorlage ist und schon vor Jahren Feuer und Flamme für das Projekt seines Freundes Tuomas war. Seine irgendwie auf mich sehr beruhigend wirkende Stimme wechselt hier ab mit epischen, orchestralen und mit Chören untermalten Refrains. Musikalisch könnte der Song auf jeden Fall auch auf einem Sonata Arctica Album stehen, hier hat sich Tuomas sehr an deren musikalischen Stil angenähert. 9/10

6. The Last Sled
Mein persönlicher Höhepunkt des Albums. Hier gibt Johanna Kurkela einmal mehr alles. Ihr engelsgleicher Gesang gepaart mit Tuomas' epischen Melodien ist einfach ein Hochgenuss. "The Last Sled" behandelt am explizitesten das Hauptthema der Geschichte, nämlich dass Gold an sich nicht glücklich macht und dass der Weg dorthin, also die Suche danach, wahres Glück bringt.
Ein eindringlicher und ohrwurmlastiger Refrain trägt hier den Song von der ersten bis zur letzten Sekunde. Textlich ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Spätestens jetzt stellt man mit Freuden fest, was man hier für ein Goldstück (sic!) im CD-Player hat. 10/10

7. Goodbye Papa
Wieder einmal schweigen die Gesangsstimmen, doch es geht munter weiter. Der Song kommt zunächst sehr folkig daher, wirkt irgendwie beflügelnd und trabt so vor sich hin. Gegen Ende hin aber erhalten auch traurigere Töne Einzug. Es deutet sich an, dass die Geschichte um Dagobert ihr Happy End gewissermaßen verfehlen wird.
Insgesamt setzt sich der Song jedoch nicht so nachhaltig im Ohr fest, wie noch die Instrumentalsongs am Anfang der Platte. 7/10

8. To be rich
Das Drama nimmt seinen Lauf. Dagobert erkennt endgültig, was ich bei "Last Sled" schon geschrieben habe. Er ist zwar jetzt reich, aber unglücklich. Musikalisch düster und depressiv, aber ein toller Kontrast zum vorigen Song. Der Gesang Kurkelas ist super eingewoben und harmoniert perfekt mit den schweren Klängen des Orchesters. Insgesamt wieder ein toller Soundtrack-Titel, den man sich bei epischen Filmen auch perfekt nach einer geschlagenen Schlacht vorstellen könnte. 10/10

9. A Lifetime of Adventure
Die Single, zu der im Grunde alles gesagt ist. Sie vereint die Stärken des Albums und seine Aussage zu einem einzigen, wundervollen Musikstück. Sowohl Kurkela als auch Iivanainen zeigen ihr gesamtes Können, Tuomas' typischen Klavierklänge durchdringen den Film mit einer sehnsüchtigen Traurigkeit (ich fühlte mich auch ein wenig an seine Interpretation von "High Hopes" erinnert) und das Finale Grande mit dem atemberaubenden Gitarrensolo von Mikko Iivanainen setzt dem ganzen dann endgültig die Krone auf.
Eine ausführlichere Meinung zum Song habe ich als Rezension unter der Single-Ausgabe hier auf Amazon hinterlassen. 10/10

10. Go Slowly Now, Sands of Time
Der Abschluss der Geschichte muss natürlich von Dagobert selbst erzählt werden, so hier geschehen durch die Stimme von Alan Reid. Der Song ist sehr ruhig, die Klänge der Akustikgitarre begleiten die letzten Worte von Dagobert, der am Ende seiner Reise und seines Lebens ebenjenes aufarbeitet. 9/10

Insgesamt würde ich wertungstechnisch also 91/100 Punkten geben.

11. A Lifetime of Adventure (Bonus Track)
Ich war überrascht, dass nach dem 10. Song nicht Schluss war. Auf meiner normalen CD-Version war auf der Rückseite Song 11 auch nicht mehr aufgeführt, lediglich bei der 2Disk-Version stand er mit drauf. Umso erfreulicher fand ich es, "A Lifetime of Adventure" noch einmal in einer leicht abgeänderten Version (ohne Gitarrensolo, dafür mit ein paar netten Orchesterparts) zu hören. Passt inhaltlich natürlich nicht mehr dazu, da die Geschichte nach Lied Nr. 10 abgeschlossen ist, ist aber ein netter Bonus für die Fans.

Abschließend kann man sagen, dass ich sehr glücklich mit dem Album bin. Es ist - und das sei positiv zu verstehen - "wie erwartet" ausgefallen. Wo Holopainen drauf steht, ist auch Holopainen drin.
Tuomas liefert ab - doch nicht routiniert und stupide heruntergeleiert, sondern auf eine musikalisch höchst tiefgründige Art und Weise.
Dennoch hatte ich mir - wie eingangs erwähnt - doch noch ein klein bisschen mehr Dramatik gewünscht. Den absoluten Overkill in einem Song, den Ohrenöffner, der einen geflashed zurücklässt. Das Album läuft in sich absolut stimmig durch und ist eine absolut großartige Produktion, doch dieses eine Highlight hätte Tuomas in meinen Augen noch setzen können. Er hat sich eher dafür entschieden, das Gesamtkunstwerk nicht zu gefährden und ist hier experimentell nicht mehr das große Risiko gegangen, zu dem er von seinen Fähigkeiten her im Stande gewesen wäre. Das ist auch vollkommen nachvollziehbar und in Ordnung, aber nachhaltig hätte es mich noch mehr beeindruckt, wenn im Laufe des Albums irgendwann das große Aha-Wow-Erlebnis eingetreten wäre. So wie es für mich bei dem verrückten "Scaretale" auf Imaginaerum der Fall war.
Doch das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau. Ein Tuomas Holopainen spielt mittlerweile einfach in einer gänzlich eigenen Liga. Mit "The Life and Times of Scrooge" hat sogar er sich noch einmal auf ein neues Level gehievt, denn es ist seine erste, durch und durch Nicht-Metal Platte. Wer hier verzerrte Gitarren, knallende Drums und rotierende Köpfe bei wirbelndem Haupthaar erwartet, wird maßlos enttäuscht. Tuomas Holopainen ist ein Soundtrack gelungen, der den musikalischen Untermalungen von großen Hollywoodfilmen in nichts nachsteht, ganz im Gegenteil in seiner Vielseitigkeit und seinem Ideenreichtum einzigartig ist.

Ich vergebe volle 5 Sterne, weniger hat diese Komposition auch nicht verdient. Danke an alle Mitwirkenden, an die zahlreichen Musiker, die dieses Album ermöglicht haben und essentiell mittragen, auch wenn ich sie in dieser Rezension nicht alle namentlich erwähnt habe.

Ein abschließender besonderer Dank geht schließlich noch an Don Rosa, für das fantastische Cover und die atmosphärischen und originalgetreuen Zeichnungen im wunderschönen Booklet.
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am 14. Juli 2014
Als Nightwish-Fan war auch das Solo-Werk von Nightwish-Kopf Tuomas Pflicht. Da ich auch sehr gerne die Instrumental-Versionen der letzten beiden Nightwish-Alben höre war ich positiv überrascht, als es hieß, dass bei diesem Album hier auch das Orchester im Vordergrund stehen soll.
Einen erwartet hier auch nicht der von Nightwish gewohnte Metal-Sound sondern Tuomas geht etwas neue Wege und schreibt diesmal einen Soundtrack zu einem Comic-Buch. Vorlage ist "Onkel Dagobert - Sein Leben seine Milliarden" von Don Rosa. Passend zu den einzelnen Kapiteln des Buches greift Tuomas die verschiedenen Lebensstationen von Dagobert / Scrooge auf kleidet sie in stimmungsvolle Klänge ein. Musikalisch begleitet wird Tuomas von Alain Reid als Onkel Dagobert, Johanna Kurkela, Johanna Iivanainen und Tony Kakko von Sonata Arctica. Und natürlich von Pip Williams, der die Orchestrierung übernommen hat.
So abwechslungsreich wie das Leben von Onkel Dagobert sind auch die Stimmungen der einzelnen Titel. Von melancholisch (To be rich) über fröhlich / lustig (Duel & Cloudscapes) ist hier alles dabei. Der Höhepunkt ist für mich "The last sled". Herrliche Melodie und Text mit Gänsehauteffekt.
Insgesamt ein super Album, das irgendwie in keine Schublade passt. Tuomas hat hier etwas Außergewöhnliches geschaffen. Beim Hören fühlt man sich direkt in die Onkel-Dagobert-Geschichten reinversetzt und kann heraushören, zu welchen Stellen die einzelnen Titel passen.
Für alle Fans von Onkel Dagobert und kraftvoller Musik im Soundtrack-Gewand ist die CD eindeutig zu empfehlen. Alle anderen sollten auf jeden Fall mal reinhören, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Es lohnt sich.
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am 13. April 2014
Normalerweise genügt für das vorliegende Werk ein einziges Wort als Rezension: ZAUBERHAFT.

Tuomas Holopainen entführt den Hörer in eine Welt des absoluten Hörgenusses. Schon nach der Vorabsingle "A lifetime of adventure" war ich begeistert und orderte das Album, ohne weitere Lieder zu kennen. Auf den Mann ist einfach Verlass.
Er machte nie ein Hehl daraus, dass ihn Filmusik sehr inspiriert und nun endlich konnte er ein solches Projekt umsetzen, selbst, wenn es einen solchen Film noch gar nicht gibt.
Musikalisch enthält das Album einen Mix aus Instrumentals und gesungenen Liedern, wobei Letztere echte Highlights des Albums darstellen. Mein Favorit ist das von Tony Kakko (Sänger von Sonata Arctica" gesungene "Cold heart of the klondike", welches am ehesten mit Nightwish vergleichbar ist (trotz des männlichen Gesangs). Die Stimme und der Bombast passen einfach toll zusammen.

Meine Anspieltipps sind:
- Cold heart of the klondike
- The last sled
- A lifetime of adventure
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am 28. April 2014
Als Fan von Nightwish, aber auch von Soundtracks/Trailer-Musik (Hans Zimmer, Brian Tyler, Two Steps From Hell, Audiomachine,...) habe ich die perfekte Mischung gefunden.
Tuomas Holopainen hat ein fantastisches Werk abgeliefert, das ich einfach immer wieder gerne höre.
"Cold Heart of the Clondike", "The Last Sled" und "A Lifetime of Adventure" sind meine absoluten Favoriten, dicht gefolgt von "Into the West", "Duel and Cloudspaces", "Dreamtime" und "Glasgow 1877".
Lediglich "Goodbye Papa", "To be rich" und "Go Slowly now.." treffen nicht so ganz meinen Geschmack.
Unabhängig von den einzelnen Liedern haben alle Sprecher/Sänger(innen) unglaubliche Stimmen und auch der Chor im Hintergrund sorgt für eine stimmungsvolle Untermalung.

Und als Krönung ist auch die CD-Box sehr gelungen. Lyrics, Fotos, Zeichnungen und ein tolles Artwork.. und dank der Größe verschwindet sie nicht einfach in einem Standard-CD-Regal, man muss schon einen schönen Platz dafür finden ;-)
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am 13. April 2014
Endlich ist sie da. Als Nightwishfan und nach der bombastischen Single-Auskopplung, habe ich sehnsüchtig auf das Solo-Album von Genie Tuomas Holopainen gewartet. Selten habe ich so wunderbare, anspruchsvolle Musik gehört, was nach den bombastischen Nightwish-Alben auch nicht anders zu erwarten war. Das sind die höheren Weihen der Musik. Ich bewundere diesen absoluten Ausnahmekünstler sehr und hoffe, dass dies nicht sein einziges Soloprojekt bleibt. Bitte mehr davon - freue mich auch schon sehr auf das nächste Nightwish-Album.
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