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Warschau im Sommer 1939. Statt des aktuell einstudierten Anti-Nazi-Stücks muss ein Theater-Ensemble um die Provokation Deutschlands zu vermeiden Shakespeares Hamlet aufführen. Nach Beginn des 2. Weltkrieges und der deutschen Besetzung der Stadt formieren sich die Schauspieler eher unfreiwillig zu einer Widerstandsgruppe, für deren Aktivitäten die Nazi-Kostüme auch bald gut einsetzbar sind ...

Ernst Lubitsch (1892-1947), der bereits 1922 aus Berlin nach Hollywood ging und 1935 die deutsche Staatsbürgerschaft verlor, inszenierte seinen heute wohl bekanntesten Film als bitterböse Groteske, die die nationalsozialistischen Schergen als Schmierenkomödianten erscheinen lässt: "Man nennt mich also Konzentrationslager-Erhardt?" Die durchaus beschwingte Komödie konnte wohl nur entstehen, weil zum Zeitpunkt der Produktion 1941 in den USA noch nicht die ganze Wahrheit über den nationalsozialistischen Terror bekannt war. Dennoch hat der Film einige Polemik auch noch nach Ende des 2. Weltkrieges hervorgerufen. Die bundesdeutsche Kinopremiere fand erst 1960 statt.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL (identisch mit der bereits 2012 in der STUDIOCANAL COLLECTION veröffentlichten Disc) präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität. Das gestochen scharfe schwarz-weiß-Bild ist im Originalformat (4:3) zu sehen, Tonspuren: Deutsch, Englisch, Französisch jeweils in DTS-HD MA 2.0 Mono. Als Extras (deutsch untertitelt) sind eine Dokumentation über Produktion und Bedeutung des Klassikers (2011, 35 min) sowie eine persönliche Würdigung als "Lieblingsfilm" durch den Regisseur Joe Dante (2011, 10 min) enthalten. Sicher wäre es unschwer möglich gewesen, eine von zahlreichen existierenden Dokumentationen über die Filmlegende Ernst Lubitsch auf die Blu-ray aufzunehmen. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Empfehlenswert für jede gut sortierte Sammlung!
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Juni 2016
Wenn man über die Meisterwerke der Goldenen Ära Hollywoods spricht, darf man »Sein oder Nichtsein« auf keinen Fall vergessen. Es mag so scheinen, als sei der Wert dieses Films sehr zeitgebunden. Zweifellos ist er Teil von Hollywoods Beitrag zum Kampf gegen Nazideutschland und insofern auch ein Propagandafilm. Und richtig ist auch, dass man den Film wohl nur dann gut versteht, wenn man sich im historischen Kontext hinreichend auskennt. Dem Publikum von 1942 war vieles unmittelbar bekannt, was heute den Rückgriff auf eine historische Allgemeinbildung verlangt.

Aber man kann all dies zugestehen und dennoch behaupten, dass »Sein oder Nichtsein« voll und ganz für sich selbst stehen kann. Der Film ist von einer makellosen Perfektion und einer Durchdachtheit, die mit jedem Sehen – jedenfalls bei mir – deutlicher hervortritt. Dies ist kein hastig abgedrehter Film, der sich in den Bahnen der Hollywood-Konventionen bewegt.

Sieht man genau hin, bemerkt man, dass Lubitsch viele kritische Fragen, die man an eine Komödie dieses Typs richten könnte, im Film vorwegnimmt. Am deutlichsten ist das – gleich am Beginn – bei der Frage, ob man einen Lacher auslasse dürfe. Die Figur, die den Lacher verteidigt, Greenberg, ist Lubitschs Stellvertreter im Film. Sie ist es auch, die den Shylock-Monolog drei Mal rezitiert, wo bei der Monolog um die ersten Zeilen gekürzt ist und damit zu einem allgemein humanistischen Bekenntnis wird.

Lubitschs grandiose Grundidee ist natürlich, dass eine polnische Theatertruppe gerade deshalb so erfolgreich die Nazis darstellt, weil sie im Grunde Schmierenkomödianten sind. Umgekehrt wirken Lubitschs Nazis dadurch besonders gefährlich, dass sie keine dämonischen Übermenschen sind, sondern Typen, bei denen Gemütlichkeit und Jovialität jederzeit abrupt in skrupellose Brutalität umschlagen kann.

Die Schauspieler sind durchweg brillant. Jack Benny spielt die Rolle seines Lebens. Aber absolut ebenbürtig ist Carole Lombard, die nicht nur Erotik und Komik zu verbinden weiß, sondern ihre Figur auch absolut sicher auf dem schmalen Grat zwischen Egozentrik und moralischer Betroffenheit wandeln lässt.

Es ließen sich noch zahllose weitere wundervolle Details aufzählen. »Sein oder Nichtsein« ist trotz seines zeitgebundenen Themas eine zeitlose Komödie. Es hält sich immer noch das Gerücht, der Film sei seinerzeit ein Flop gewesen, was definitiv nicht stimmt. Der überragende Erfolg wurde sicherlich dadurch verhindert, dass zwischen Filmvorbereitung und Premiere der US-amerikanische Kriegseintritt liegt, und vor allem durch den tragischen Umstand, dass Carole Lombard noch vor der Premiere bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam.

Die Blu-ray bietet den Film in sehr gutem Bild und Ton. Der (deutsch untertitelte) Kommentar des französischen Filmhistorikers Jean Douchet ist recht anspruchsvoll und bietet daher wenig Anekdotisches (was ich aber eher als Vorteil empfunden habe). Weitere Extras: ein schönes Featurette zu Lubitsch und zur Entstehung des Films (35 Minuten) und ein bewegendes Statement von Joe Dante zu seinem Lieblingsfilm (10 Minuten).

Fazit: Eine durch und durch gelungene Blu-ray. Und ein grandioser Film. Bei aller Verehrung für Charlie Chaplin sei noch hinzugefügt: »Sein oder Nichtsein« ist die bessere Anti-Nazi-Satire.
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am 23. Juni 2015
...das ist hier die Frage! Spitzen Film, Spitzen Handlung, Spitzen Schauspieler/innen, naja was gib's noch zu sagen. Halt schwarz/weiß aber in Farbe würde dieser Film nie so rüber kommen. Über ein Remake brauch man sich keine Gedanken machen. Die Sache ist von Beginn weg zum Scheitern verurteilt...
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