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Kundenrezensionen

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am 8. Oktober 2015
Man muss sich stets selbst ein Urteil bilden. Als ich die meisten Kritiken zur neuen Broilers CD -Noir- gelesen hatte, konnte ich kaum glauben, dass die Band einen Silberling an den Start gebracht hat, der nicht überzeugen konnte. Zu stark waren die Eindrücke der Vorgänger. Ich habe die Broilers zum ersten Mal auf einem Konzert im Berliner Trafo via Bildschirm erlebt und war hin und weg. Zum einen geht es live kaum besser. Zum anderen springt bei den Broilers ein ungeheurer Energiestrom von der Bühne auf die Fans über. Textlich und musikalisch passte da alles zusammen. Hart, geradeaus, unkompliziert, direkt und mit knapper, verständlicher Botschaft. Auf dem neuen Album wird manchmal der Eindruck erweckt, die Broilers seien unter die Liedermacher gegangen. Texte, die ziemlich 08/15-mäßig sind und zumeist von Liebe, Freundschaft und dem eigenen Weg handeln. Das ähnelt sich für meinen Geschmack viel zu sehr und haut mich nicht so recht vom Hocker. Ich dachte manchmal, das hört sich an wie -Tage wie dieser- von den Toten Hosen; was die Sache nicht wirklich besser macht.

Anspieltipps: So richtig viele Songs in Broiler-Qualität gibt es auf -Noir- nicht. Es sind Lieder wie -Gutes Leben, Ist da jemand, Nanana und Grau, Grau, Grau- die Broilers-typisch aus den Boxen strömen. Der Rest der CD ist ganz sicher keine schlechte Musik, aber austauschbar und ohne musikalischen Fingerabdruck. Leider...

Schade, da hätte ich viel mehr erwartet. Mit -Noir- haben die Broilers ein deutsches Album der Mittelklasse an den Start gebracht. Das können jede Menge Bands genau so gut und einige andere viel besser. Ich kann nur hoffen, dass sich die Broilers wieder auf ihre Stärken besinnen. Das hat im übrigen nichts damit zu tun, dass man sich nicht weiter entwickeln sollte. Im Gegenteil. Aber -Noir- ist für mich keine Weiterentwicklung sondern ein Rückschritt ins Mittelmaß. Das passt leider nicht zu den Broilers, denn da gehören sie definitiv nicht hin...
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am 25. Juli 2014
.... fragte Herr Amara im Jahre 2011.

Diese Frage kann ich ihm und dem Rest der Broilers mit dieser Rezension beantworten.
Wie viele andere Rezensenten habe auch ich den Weg der Broilers seit Jahren verfolgt, konnte sie live vor 200 oder gar weniger Zuschauern erleben und im Anschluss der Konzertes auf ein Bier und 1-2 Worte an der Theke treffen. Trotz aller Skepsis ob der musikalischen (Weiter-)Entwicklung war ich doch immer von den Ideen und der Livequalität der Band überzeugt.
Was mit dem Album "Noir" und den Singleauskopplungen präsentiert wird ist in meinen Augen nichts weiter als schwülstige Fanaquise im Xavier Naidoo, Adel Tawil oder Tim Bendzko Milieu.

Dies sind nun leider nicht mehr unsere Wege.
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am 26. Februar 2014
Nach dem absoluten Hammeralbum "Vanitas" und seiner kleinen, hässlichen Schwester (aber dennoch aus gutem Hause) "Santa Muerte", kommt nun, um in der Metapher zu bleiben, die Cousine 18. Grades, bei deren Zeugung mindest ein Nutztier zugegen war.

Im Grunde hat man es schon beim Opener "Ist da jemand jemand?" geahnt. Die Platte geht mehr in Richtung Adel Tawil denn in Richtung Angelic Upstarts. Ein bedeutungsschwangeres Liedchen reiht sich an das Nächste. Alle recht langsam gehalten und keineswegs für nen bierseeligen Abend geeignet. Aber ich glaube das war auch nie geplant als man die Platte geschaffen hat.
Mittlerweile ist man halt der nette Punk von nebenan, dessen Rebellion darin besteht den Vino eisgekühlt, anstatt bei Zimmertemperatur zu trinken.

Aber wer will's den Jungs (und dem Mädel) verdenken , sie haben sich jahrelang abgeschuftet und sind mittlerweile auf der großen Bühne angekommen. Und genau das spiegelt die Platte perfekt wieder. Weg von der kleinen Nische, ran an den Speck und massentauglich werden. Schade, dass dabei alt Fans auf der Strecke bleiben.

Vielen Dank für viel gute Musik, viele geile Konzerte und viele schöne Momente, aber die Zeit ist gekommen getrennte Wege zu gehen. Cheers & Oi!
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am 7. Februar 2014
Ich tu mich wirklich schwer diese Rezension zu verfassen.

Denn ich liebe diese Band. Ich gönne ihr alles und jeden Erfolg.

Auch sehe ich mich nicht als einen der Ewiggestrigen, die nur den alten Zeit nachweinen und keine Weiterentwicklung akzeptieren wollen. Für mich waren Vanitas und Santa Muerte der bisherige Höhepunkt, nur getoppt durch die live Auftritte und deren Aufnahme in Form der Santa Muerte Live Tapes. - So haben Vanitas und Santa Muerte von vorne bis hinten meinen Nerv und mein Lebensgefühl getroffen. Jeder Song und jede Zeile Text.

Noir hat sicher seine Stärken, die an die alten Alben anknöpfen, aber zum ersten Mal auch eine Menge Durchhänger. Mich stören gar nicht Begriffe und Schubladen der anderen Rezensionen wie fehlende Härte, zu viele Balladen oder zu viel Pop. Was mir fehlt ist die Frische, Energie und Lebensfreude der alten Alben. Das verspielte Ska-/Oi-Flair. Das Lächeln auf Sammys Gesicht herauszuhören.

Das hier ist mir eine Spur zu glatt. Die Songs sind gar nicht unbedingt schlecht. Im direkten Vergleich mit Santa Muerte ist aber beispielsweise Sammys Stimme ein gutes Stück weiter im Hintergrund. Mehr Soundbrei, weniger Ecken und Kannten. Dadurch driftet es für mich häufig in die Belanglosigkeit ab und ich finde mich dabei wieder Songs zu skippen.. von den Broilers.. am Releasetag!

Sammy, du hast in einem der Trailer selbst gesagt "lauwarm ist scheiße" - Dann bitte, bitte in Zukunft wieder mehr heiß und kalt!

Wo sind die Einflüsse der alten Idole hin, die auf Konzerten und den letzten Alben noch direkte Hommagen bekommen haben? Symarip, Screeching Weasel und Slime... The Clash, Judge Dread, Laurel Aitken und Desmond Dekker höre ich hier leider nicht mehr raus.

Ich habe keine Angst, dass die Konzerte der Hammer werden und freue mich sehnsüchtig auf Dortmund und Düsseldorf. Ich werde auch dem Album sicher noch ein paar Chancen geben. Aber ich glaube nicht, dass es auch nur eine kleine Chance hat, Santa Muerte und Vanitas aus meinen Playlists zu verdrängen.

Nichts gegen die Hosen, ganz im Gegenteil. Aber wenn ich die hören will, mach ich nicht die Broilers an.
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am 7. Februar 2014
Da ich persönlich immer länger brauche bis ich ein Album bewerten kann muss es erst ein paar Gänge absolviert haben. Daher läuft das Teil rauf und runter aber richtig warm werden wir irgendwie nicht. Ich bin mir nicht mehr zu 100% sicher aber in einem Interview wurde gesagt diese Album wird das Schwärzeste und härteste Album der Broilers,leider trifft das nur auf das CD Cover zu. Wie schon geschrieben ist das Album textlich und musikalisch wirklich gut gemacht. Die Songs gefallen mir vor allem "Zurück in Schwarz" aber trotzdem fehlt der letzt Kick es ist nicht das was ich als langjähriger Broilers Fan erwarte. Es ist sicherlich nur meine persönliche Meinung aber mir ist das alles viel zu Weichgespült. War das letzt Album noch hart an der Grenze ist es hier doch etwas zu viel Pop/Rock ala Hosen oder Revolverheld. Wenn man aber damit klar kommt das sich die Broilers verändert haben dann wird man sicherlich auch mit diesem Album glücklich werden denn wie schon geschrieben ist das Album textlich sowie musikalisch sehr gut nur die Erwartung war eine andere.
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am 23. Juni 2014
Was ist denn das für ein Mist? So etwas hätte ich trotz zunehmender Kommerzialisierung nicht für möglich gehalten. Die Band hat sich mit diesem Album ein bisschen an sich selbst verraten, und ich meine das nicht einmal als Vorwurf, sondern einfach nur, dass der typische Broilers-Style komplett fehlt: die Texte sind so allgemein nichtssagend wie möglich gehalten (einfach nur peinlich, das klingt wie Schlager), der Sound klingt wie von einer x-beliebigen Rockband und es fehlt einfach jegliche Spannung und Energie auf dem Album. Dabei sind die Lieder musikalisch nicht sonderlich anspruchsvoll, sondern eher zu einfach gehalten - und zwar langweilig einfach. Das klingt so, als hätte die Band sich an einem Nachmittag zusammengesetzt und 16 Lieder auf einmal geschrieben - und diese 16 Totgeburten tatsächlich alle auch noch zum Presswerk getragen. Da fühle ich mich als Fan (seit 2004) richtig verarscht.
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am 11. Juli 2014
Wer bei diesem Album einen Rockkracher erwartet wird enttäuscht sein! Guter Gitarren-Pop mit hochtrabenden Texten!
Ich warte mal ab, wann der erste Song zwischen Helene Fischer und Unheilig auf WDR 4 läuft. (kleiner Scherz, sorry!)
Hoffentlich ist Noir nur "Die Ruhe vor dem Sturm"!!!
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am 8. Februar 2014
... oder wie kann dieses Album erklärt werden?

Meine größtes Problem ist eure Vorabkündigung/Werbung als härtestes Album der Broilers Geschichte. Tatsache: die Platte ist hart, aber nur weil sie hart zu ertragen ist. Ich finde es etwas unverschämt die Leute mit so einer Werbung in die Irre zu führen. Ich hätte mir die Platte auch so gekauft, wäre aber mit völlig anderen Erwartungen an Noir rangegangen. Damit schädigt ihr euch doch selbst! Es kommt mir fast so vor als ob man die "alten" Fans bewusst prellen und los werden will. Diesbezüglich kann ich den Unmut vieler Käufer verstehen. Die Broilers sind eine Herzensangelegenheit und dann tut es einfach doppelt so weh, wenn so viel (mutwillig) falsch gemacht wird.

Die Songs in meiner persönlichen Einzelkritik ("Spoiler" - bitte erst hören und dann gerne hier lesen, bitte lasst euch nicht vorprägen, würde mich gerne mit euch in den Kommentaren austauschen):

- "Ist da Jemand?" Ähnlich wie bei "Santa Muerte" war die erste Auskoppelung in Ordnung aber doch schwach gegenüber allen Lieder von Vanitas. Schade wenn es sich für mich fast als der Beste Track der Scheibe heraus stellt

- "Zurück in schwarz" Könnte mich LIVE von den Socken hauen, aber auf der Platte kommte sie nicht aus den Puschen. Eine der wenigen Songs mit dem "alten" Sound. Leider leider mit haarsträubenden "Aaaah" Chorus im Hintergrund.

- "Wo es hingeht" oder Broilers meets Modern Tlaking/Eletropop/Bläser/HaHaHa... Hilfe! Eine grauenhafte Mischung mit einem Piano/Keyboard im Hintergrund und dazu ein Echo unter die Stimme. Das Lied kann einem nicht gefallen

- "Nur nach vorne gehen" ist für mich "An Tagen wie diese 2.0". U2 ähnliche Gitarren (insbesondere im Intro) und dann Streicher (?!) im Hintergrund. Eine nette Hymne ohne den großen Kick.

- "Ich hold dich da raus" beginnt 1:1 wie "Maneater" von Nelly Furtado und behält diesen Grundrythmus bei! Der Track trifftet dann ab in Richtung Kettcar, ohne den Charme der Stimme. Im Hintergrund abermals abartig nervige Klatsch-/Schnippeinlagen. Für mich das typische Beispiel für den Sound dieses Album - aufgesetzte Möchtegern-Komplexität im eigentlichen Popgewandt. Weniger ist mehr.

- "Die Hoffnung stirbt nie" Auch hier wieder nerviges Hintergrundpiano und Glamrockelemente. Künstliche verweichung eines fetten Grundbeats. Diesen beibehalten und die rotzigen Gitarren die mittendrin kurz zu hören sind den ganzen Song durch. Und der Song wäre ein abartiges Brett. Meine Hoffnung für das Live Konzert! Von Platte nicht zu ertragen.

- "Wo bist du (Du fehlst)" Eine Ballade ohne Höhepunkte, da wieder diese Popechos in dem Moment einsetzen wo es in alter Broilers-Manier scheppern könnte. Wieso?

- "Ich brenn" Ein guter Rocksong benötigt nur einen guten Rythmus und einen eingängigen Refrain der in der letzten Strophe bis zum Ende des Songs durchgegröllt wird. Machbar mit diesem Song, aber für mich wieder einmal, die typischen Noir-Fehler: Elektropop-Elemente, Stimmen-Echos, zu wenig Sammy Rotz. Schade!!!

- "NaNaNa" Beginnt wie viele gute Broilers Songs, verliert dann aber direkt seinen Drive und auch der Gesang ist einfach zu "gut", schreit doch mal eure frühere Wut raus! Verdammt wo ist die nur hin?

- "Ich will hier nicht sein" Der Titel ist Programm - "ohohohuhuhuh" und der zu softe Sound macht den Song wieder kaputt. Ich hab nix gegen den poppigen Grundrythmus, die gabs auch früher und sind genial, aber mit diesem Style wird es unerträglich. Früher haben die Broilers genau diesen schmalen Grat hinbekommen.

- "Die letzten an der Bar" hören genau diesen Song, wenn der Wirt die Leute los werden will. Wieder ohohohoohohoh... Schöne U2 typische Gitarrren Sounds, leider alles unter einem alles dominierenden Elektropop Pianosound verloren. Etwas zu lahm, gewinnt zum Ende hin aber.

- "Grau, Grau, Grau" JAAAAA, da sind meine Jungs und mein Mädel wieder. Schnell, einfach, macht Dampf. Und dann wird wieder unter Sammys viel zu hoher und weicher Stimme noch eine viel zu laute Frauenstimme (Ines?!) drunter gelegt. Einer der besseren Songs, der mit etwas weniger Piano noch besser wäre. Übrigens: Bei diesem Song Minute 2:00 -2:20 sehe ich extrem deutlich mein Problem mit diesem neuen Broilers Sound. Sammys Stimme, die insbesondere LIVE und auf den alten Alben, ihre Kanten und auch angenehmen "Mängel" hat ist hier abartig glatt. Ich mag das einfach nicht! Ich glaube vielen Zuhörern, die mit den Alben groß geworden sind, geht es genauso. Für mich macht genau DASS den Unterschied. Ein Alleinstellungsmerkmal der Broilers ist damit einfach glatt gebügelt worden.

- "Der Rest und ich" Poppig, gut. Lyrics topp. Es fehlt wieder etwas und die "ich,ich,ich,ich" und "das geht raus an mich, geht raus an mich" nehmen einfach den Lyrics die Power. Schön vergleichbar mit "Ruby Light and Dark" und zieht da echt in allen Belangen den kürzeren. Könnte mit x-maligem hören gut rein gehen, aber dafür nervt leider viel zu sehr das oben genannte "ichichich"

- "Irgendwo dazwischen" Broilerssound! Viele Blässer, gute aber zu laute Orgel, geniale Gitarre. Aber wieder zu soft und wieder ein zu glatter Sammy. Könnte ein geiler Live-Ska, ja fast Reaggae Track werden! Große Hoffnungen!

- "Das da oben (Nur in Dir)" Anständig aber etwas zu träge, einfach nix besonderes. Lyrics naja, worauf bezieht sich der Text? Würde mich interessieren...

- "Gutes Leben" Hymnecharakter, viele Chorus parallel zu Sammy. Ein paar mal hören und er könnte ankommen, wenn da nicht die zu softe Stimme wäre... besonders im Refrain zu merken. Ach ich werd nicht warm mit dem Track!

Im FAZIT: Mir fehlt der eine oder andere Knaller auf dem Album, den Santa Muerte noch hatte! Vanitas war ihr Meisterwerk und von vorne bis hinten gut. Aber zurück zu Noir: Live könnten manche der neuen Songs zünden, ich freue mich also trotzdem auf das Konzert. Die Platte hat und wird es mir aber nicht antun. Meine persönlichen Hörprobleme mit Sammys glatter Stimme haben mir bei Santa Muerte schon den langanhaltenden Spaß genommen. Bei Noir ist es noch einen Tick schlimmer und in einem musikalischen Rahmen der mich einfach nicht mehr anspricht. Die Elektropop Sounds, die aahhhahahah ohohoh uuhuhuhs, die Stimmen-Echos und die zu langsamen Lieder lassen sehr wenig Freude aufkommen. Wie gesagt, alles halb so schlimm, kann live bzw. beim absehbaren Live-Album noch was werden. Aber meine Vorfreude auf ein wirklich HARTES Album habt ihr geprellt, wie selten eine Band zuvor und da lasse ich auch nicht die übliche Ausrede der musikalischen Weiterentwicklung zählen. Die akzeptiere ich bedingungslos auch wenn sie mir überhaupt nicht gefällt! Jedoch von einer Herzensangelegenheit so falsch informiert zu werden tut noch mehr weh, als die eigentliche Enttäuschung über ein, für mich, überwiegend mieses Album ohne wirkliches Highlight. Schade!

ZWEI Sterne!

Danke und bis zum Konzert. Dort macht ihr es einfach wieder gut!

*** UPDATE ***
Und wie sie es wieder gut gemacht haben! Intro von Vanitas und ab gehts mit Zurück zum Beton! BÄM!

Gestern durfte ich die Noir live in Saarbrücken erleben und meine Vermutungen haben sich absolut bewahrheitet. Live konnten die Lieder deutlich mehr überzeugen, weil Piano,ahahah ohohoho uhuhuhs, die Echos und die Geschwindigkeit angepasst wurden. Sie kommen nicht an die alten Kracher ran, aber so macht Noir einfach mehr Spaß. Keine Spur mehr vom Album-Pop. Nur das Publikum... 2007 war ich noch derjenige mit den längsten Haaren, gestern eher die kürzesten und wenigsten (Jaja, das Alter...). Aber: Ich bin gespannt auf das Livealbum!

Sammy hat auch zu den Fankritiken Stellung bezogen und für die Band das richtige Fazit getroffen: Die Broilers sind eine Herzensangelegenheit und können demnach auch mehr enttäuschen als irgendeine Band XY. Versöhnliche, ehrliche Worte und Eingeständnisse, wie hart die Meinung der (alten?) Fans sie getroffen hat, trotz ihres bis dato größten (kommerziellen) Erfolges. Es macht eins sympathisch deutlich: die Musik ist ihnen wichtig und was sie bei den Leuten bewirkt. Also keine Angst, sie sind trotz Noir und vor allem live immer noch die Alten! Noir-Lieder waren eh nur etwa 1/5 des Konzerts ;-)

Für das nächste Album: Mehr Mut zur Hässlichkeit, meine Kinder!

Danke für einen großartigen Abend
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am 9. Februar 2014
Sammy Sammy, was ist nur mit Dir geschehen....hat Dich eine große Liebe verlassen oder warum jammert sich Noir nur so von Song zu Song, stösst hier und da mal mit Echt und Silbermond auf einen Schluck Schampus an und verliert sich von Song zu Song in einer Wolke von Nichts und dem mitteilenden Versuch, unbedingt bei jedem Lied die Tonleiter bis ganz nach oben zu schaffen...Was sagt nur der Rest der Band zu dem Disaster ?
Es ist sooo traurig mit anzusehen, wie man mit Gewalt seine Wurzeln abhakt und einen unverkennbaren Broilers Sound, der unweigerlich da war, zu einem unbedeutenden Allerweltssound verschlimmbessert !!
Wenn ich an Lofi oder Verlierer sehen anders aus denke oder an die ultrageniale Split mit Volxsturm, man die Scheiben liefen den ganzen Tag rauf und runter, selbt bei Vanitas war ich noch der Meinung, das es diese Band bis ganz nach oben schaffen wird, weil es SOWAS in der Art eben noch nicht gab...
Doch dann kamen die diversen Abgrenzungen, Abgrenzungen gegen die eigenen Fans....und die waren nun mal im Oi PunkRock und eben auch im Deutschrock zu finden, das ist so und das kann auch eine Band durch noch so viele Interviews nicht wegdiskuttieren...warum und vor allem FÜR WEN das Ganze ? Für "Fans" die Euch nur nebenbei hören und den Sinn Eurer Texte eh nicht ergründen wollen ? Man, Ihr seid alle weit über 30, macht das wofür Broilers immer stand und die Fans werden Euch weiter feiern und auch mehr werden! Aber verkauft verdammt nochmal nicht Eure Seele, nur um mit den "Grossen" legitimiert mitmusizieren zu dürfen....was kommt als nächstes ? Kommt das Oi aus dem Hähnchen oder was ?
"Du wirst uns erkennen" ....ich hoffe es ! "Kümmer Dich nicht um den Dreck denn ich bin bei Dir", es wäre schön !!!!

LG, LeMaAn

P.S. Dennoch, trotz meiner vielen Negativpunkte, ich wünsche der Band trotzdem, das sie mit Ihrem eingeschlagenen Weg glücklich bleiben, leider leider jedoch nicht mehr mit mir !!
11 Kommentar22 von 28 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2014
"Wir legen Asche über die Stadt!" lautet die recht großspurige Ankündigung der BROILERS im hervorragenden Refrain von "Zurück in schwarz", und lässt für den Rest des Albums ein derbe Überportion von Härte und Angriffslust erwarten. Nun ja, vermutlich wäre es dem Großteil der Hörer lieber gewesen, wenn die Düsseldorfer Punkrock-Zweitvertretung ihren Worten auch Taten hätte folgen lassen....denn der neuen BROILERS-Scheibe "Noir" fehlt es während der 55minütigen Spielzeit über weite Strecken doch sehr an den allerwichtigsten Punk-Tugenden: Wenig Spielwitz, wenig Spontanität, wenig Drive und noch viel weniger Dreck! Dafür driftet das Quintett aus der Rhein-Metropole (erwartungsgemäß!) immer mehr in poppig-angepasste Gefilde ab, um in den deutschen Charts fortan Megasellern wie ANDREAS GABALIER , HELENE FISCHER oder ANDREA BERG Paroli zu bieten. Hurra, der Mainstream kann sooo schön sein! Wenn man sich einen gemütlichen, mittlerweile arg unglaubwürdigen Medien-Punk wie Campino sooo offensichtlich zum Vorbild nimmt, dann wird dies viele Uralt-Fans zwangsläufig vor den Kopf stoßen. Denn auch wenn die neue BROILERS-Scheibe unterm Strich sogar recht ordentlich geworden ist, gibt es doch einen Haufen Kritikpunkte, die einem den "Genuss" echt vermiesen können.
Allein die Tatsache, dass "Noir" insgesamt 16 Songs (!) beinhaltet, legt die Vermutung nahe, die Band wolle es wirklich jedem recht machen. Getreu dem Motto: Irgendein Lied wird der Hörer schon irgendwie mögen - Masse statt Klasse! Ärgerlich ist es dann aber vor allem, wenn neue Nummern wie "Das da oben" , "Nur nach vorne gehen" , "Irgendwo dazwischen" (musikalisch gut!) oder das unsägliche "Ich hol dich da raus" mit den Alltime-Klassikern (remember "Vanitas"?) praktisch nichts mehr gemeinsam haben. Wie in eine Schablone gepresst spielen die BROILERS hier austauschbaren, farblosen Pop/Rock-Sound für die gepflegte Langeweile...HOSEN-like komponiert für Public-Viewings, Fanmeilen, volle Arenen, CDU-Wahlabende, VIP-Logen und die nächste Aufstiegsfeier der Düsseldorfer Fortuna. Dabei ist egal wie durchschnittlich die Mucke ist - Hauptsache man kann den Chorus nach dem dritten Bier fehlerfrei mitgröhlen.
Während die ruhige Nummer "Wo bist du (Du fehlst)" fast schon perfekt auf die tolle UDO LINDENBERG-Comeback-Scheibe "Stark wie zwei" gepasst hätte, fragt man sich beim platten "Die Letzten an der Bar" dann entgültig, ob hier jetzt eigentlich die neue Scheibe der BROILERS im Player liegt, oder ob die Plattenfirma einem versehentlich eine CD von REVOLVERHELD oder TIM BENDZKO untergeschoben hat. Gääähn!
Glücklicherweise hat "Noir" aber auch einige wirklich starke Momente, bei denen Samy & Co. die teilweise gebotene Magerkost bestens ausgleichen können. Mit dem Anfangs-Triple "Ist da jemand?" , "Zurück in schwarz" und "Wo es hingeht" (mein persönlicher Favorit!) zeigen sich die BROILERS bissig, intelligent und in voller Kampfmontur. Gleiches gilt für schmissige Punk-Songs wie "Die Hoffnung stirbt nie" , "Nanana" , "Grau grau grau" sowie den vorzüglichen Rausschmeißer "Gutes Leben" (erinnert in den Strophen fatal an die ÄRZTE-Hymne "Westerland"!), die allesamt auch auf dem Vorgänger "Santa muerte" gepasst hätten, und die bei zukünftigen Konzerten wohl schnell den Sprung in die Dauer-Setlist finden werden...speziell das ungemein eingängige "Ich brenn" - der effektivste Ohrwurm der Platte. Besonderes Lob widme ich an dieser Stelle den Mid-Tempo-Nummern "Ich will hier nicht sein" und "Der Rest und ich" (beide musikalisch eher zahm!), die durch die großartigen Lyrics die volle Punktzahl einfahren können. So müssen intelligente Texte zum Thema Integration geschrieben werden, Punkt!
Fazit: Sicherlich ist das neue BROILERS-Album eine recht zwiespältige Angelegenheit, bei der sich starke und schwächere Songs in etwa die Waage halten. Nachdem mein Eindruck nach dem ersten Hördurchlauf ziemlich ernüchternd ausfiel, hat mich die Langzeitwirkung von "Noir" allerdings positiv überrascht. Denn wenn ich ein Album gleich mehrere Wochen täglich im Repeat-Modus höre, dann muss dies insgeheim auch ein Zeichen für Qualität sein, oder? Vier bis fünf Lieder weniger hätten dieser Platte aber gewiss nicht geschadet...Sodele, und nun darf der Rubel meinetwegen rollen. Wir werden's ja eh nicht verhindern können.
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