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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk?
Wie meist, kommen asiatische Filme, erst Recht, wenn sie so in der Geschichte, im Denken eines Landes verwoben sind, nicht gut weg ... leider!
Zu fremd die hintergründe, zu fern die Beweggründe und zu mühsam, sich einmal etwas tiefer mit der Sichtweise, der Kultur eines Japans auseinander zu setzen, dass es in dieser Form natürlich nicht mehr...
Vor 2 Monaten von Darkwing Duck veröffentlicht

versus
18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel Potential, aber leider nur Mittelmaß
Auf 47 Ronin habe ich mich eigentlich gefreut, leider habe ich aber schnell gemerkt, dass der Film seine Erwartungen nicht erfüllen kann.

Fürst Kira geht mit einem Dämon einen Bund ein und schafft es mit dessen Hilfe, dass Reich von Fürst Asano sein zu machen. 1 Jahr später raffen sich aber die letzten Kämpfer des Fürsten...
Vor 2 Monaten von TheGame2493 veröffentlicht


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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk?, 7. Februar 2014
Wie meist, kommen asiatische Filme, erst Recht, wenn sie so in der Geschichte, im Denken eines Landes verwoben sind, nicht gut weg ... leider!
Zu fremd die hintergründe, zu fern die Beweggründe und zu mühsam, sich einmal etwas tiefer mit der Sichtweise, der Kultur eines Japans auseinander zu setzen, dass es in dieser Form natürlich nicht mehr gibt, vielleicht auch nicht gegeben hat.
Zu sehr möchte man heutzutage in Filmen berauschende, Action-geladene, blutspritzende Kampfszenen sehen und ist doch so gelangweilt von Dialogen, die in die Tiefe gehen, die die seele eines Volkes aufzeigen, dass uns mit wundervoll tragischen Geschichten beglückt, mit Geschichten, wo der Held sehr oft der Verlierer ist, mit Geschichten, die eine Industrienation zerrüttet in Tradition und Moderne geprägt haben.
47 Ronin zeigt in beeindruckender Weise die Treue der Samurais gegenüber ihres Herrn, zeigt den immerwährenden Kampf eines Samurai zwischen giri und ninjo auf und ist natürlich für westliche Ohren viel zu oft mit Ehre gepflastert.
Ein Nationalmythos, ein National-Epos zu behandeln ist nie einfach, dass dann einer fremden Kultur schmackhaft zu machen, nahezu unmöglich, aber für alle, die bereit sind, zu denken und nicht einfach nur zu konsumieren, ein herausragender Film, der sich lohnt und der in die Tiefe geht und unterhält.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltig & Erzählerisch großartig!, 16. April 2014
Von 
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(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Bei "47 Ronin" hielten sich meine Erwartungen im Vorfeld recht gering, keine Ahnung wieso. Vermutlich nahm ich an, das dieser Film in die Kathegorie derer gehört, die bereits im Trailer sämtliches Pulver verschießen. Ich stellte mich also auf einen Fantasy-Action-Streifen in japanischem Gewand ein, welcher viel Bumm Bumm und wenig Laber Laber bietet. Doch wie so oft, kommt es anders als man denkt.

"47 Ronin" besticht neben einer regelmäßigen Bildgewalt in erster Linie vor allem durch überraschend viele ruhige Situationen, welche durch eine ernsthafte Erzählweise und viele japanische "Momente" geprägt sind. Das mag für den ein oder anderen Zuschauer hier und da ein wenig over the top wirken. Lässt man sich darauf allerdings ein und taucht man auch mal ein wenig ab in diese von Ehre geprägte Welt, erfährt man eine großartig erzählte Kultur, welche erstklassig präsentiert und in Szene gesetzt wurde. Ob sie nun so ist respektive gewesen sein mag, sei einmal dahin gestellt. Zudem empfand ich die Story durchweg gelungen, was auch für das in meinen Augen recht überraschende Ende gilt.

Dazwischen streuen die Macher gekonnt immer wieder hervorragend inszenierte Fights und, ja, ich nenne sie einfach mal Actionszenen, welche sich, abgesehen von der technischen Seite her, absolut nichts vorzuwerfen haben. Die Szenen sind packend und visuell ganz groß inszeniert. Lediglich die technische Seite kommt hin und wieder ins schwanken, merkt man den Animationen des häufigeren eben doch an, das es Animationen sind. Nichts desto trotz muss man festhalten, das diese zu keinem Zeitpunkt schlecht sind, was wiederum zur Folge hat, das sie mich persönlich (jemand der viel Wert auf saubere Technik legt) nicht im geringsten stören. Und auch in punkto Ausstattung ist das hier ganz großes Kino. Die Kulissen versprühen ein packendes Flair und die Kostüme sind einfach nur Awesome.

Schauspielerisch habe ich ebenfalls nichts auszusetzen. Der Cast wirkt glaubhaft und alle geben sich merklich mühe, das Geschriebene gut auf die Leinwand zu bringen. Auch Keanu Reeves gefiel mir in diesem Film wirklich gut, auch wenn sich sein Schauspiel meist auf wenige Gesichtszüge beschränkt.

Alles in allem hat mir "47 Ronin" also wirklich gut gefallen und ich gebe ihm, gemessen an meinen Erwartungen, 5 Sterne, denn er hat diese übertroffen. Toll inszeniert, Erzählerisch wirklich großartig, epische Bilder, gute Animationen, ein toller Cast - das alles macht auf diesem Level 5 Sterne.
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel Potential, aber leider nur Mittelmaß, 2. Februar 2014
Auf 47 Ronin habe ich mich eigentlich gefreut, leider habe ich aber schnell gemerkt, dass der Film seine Erwartungen nicht erfüllen kann.

Fürst Kira geht mit einem Dämon einen Bund ein und schafft es mit dessen Hilfe, dass Reich von Fürst Asano sein zu machen. 1 Jahr später raffen sich aber die letzten Kämpfer des Fürsten Asano wieder zusammen und wollen Rache.

Ich mag diese asiatischen Geschichten. Ich kenne nicht jede Legende, mag aber dennoch diese Epoche des alten Japans und die damit verbundenen Geschichten und Sagen. Diese Legende der 47 Ronin kannte ich vorher auch nicht und war deswegen sehr gespannt auf den Film. Der Trailer hat bei mir die Erwartungshaltung geweckt, dass mich hier ein großes Fantasy-Abenteuer im alten Japan erwartet.
Als der Film dann losging, merkte ich aber relativ schnell, dass der Film seine Geschichte nicht würdig genug inszenieren kann. Unabhängig von etlichen bekannten inhaltlichen Elementen, wie der Liebesgeschichte usw., erzählt der Film seine eigentlich gute Geschichte einfach nicht spannend und gewaltig genug.
Ich habe mich sehr auf die Fantasy-Elemente gefreut, aber gerade diese sind es, die den Film nicht über seine Mittelmäßigkeit herauskommen lassen. Wenn etwaige Fantasy-Monster auftauchen erwartet man natürlich damit verbundene Highlights und die bleiben aus. Die eigentlich gut designten Monster kommen hier viel zu kurz und werden verheizt. Die Kämpfe gegen jene Monster sind entweder zu kurz oder zu gewöhnlich. Und da der Rest des Films aus ordinären Schwertkämpfen besteht zieht sich der Film schon merklich.
Dies ist eigentlich auch der größte Negativpunkt, aber auch ein Schwerwiegender. Ansonsten kann ich ich dem Film keine großen Vorwürfe machen.
Der Cast ist im Großen und Ganzen gut gewählt und die Optik des Films ist auch schick. Leider reichen aber gute CGI-Effekte nicht aus, um einen Film gut zu machen.

Fazit:
47 Ronin sieht zwar schön aus, hat aber sonst nicht viel zu bieten. Die wichtigen Fantasy-Elemente kommen viel zu kurz, die Monster werden verheizt und die restlichen Schwertkämpfe sind höchstens Mittelmaß. Durch das verschenkte Potential kommt dieser Film leider nicht über seine Mittelmäßigkeit hinaus.
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15 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ruhiges aber bildgewaltiges Meisterwerk, 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin (DVD)
Wer sich schon einmal mit Filmen beschäftigt hat, die im alten Japan oder China spielen, der wird feststellen, dass es in diesen Filmen meist ruhiger zugeht als in westlichen Blockbustern. Das kann soweit gehen, dass der Film langatmig oder gar langweilig wirkt - aber das ist bei 47 Ronin nicht der Fall!
Zwar wird der Film auch größtenteils sehr ruhig erzählt, doch die Action kommt ebenfalls nicht zu kurz, was bei anderen Filmen dieses Genres oft passiert.
In diesem Film begeben wir uns ins feudale Japan, allerdings in eines, in dem auch mythologische Gestalten und Fabelwesen real sind. Man sollte deshalb nicht erwarten, dass es ein 100%iges Historiendrama ist. Leute, die keine Fantasy-Gestalten mögen, sollten lieber zu einer Dokumentation greifen!
Die Umsetzung der Kreaturen ist sehr schön und wirkt sehr stimmig, wer sich schon einmal mit japanischen Fabelwesen befasst hat, wird diese Meinung teilen. Ich bin sehr froh, dass diese Verbindung zur Mythologie eingebaut wurde!
Der Film ist inspiriert von einer wahren Geschichte über die 47 Ronin (= herrenlos gewordene Samurai), die ihrem Herrn bis über den Tod hinaus loyal waren.

Die Kostüme und Schauplätze sind wunderschön gestaltet und sehen sehr originalgetreu aus.
Auch die Schauspieler sind gut gewählt und überzeugend.

Fazit: 47 Ronin ist sehr bildgewaltig inszeniert und lädt ganz ohne Hektik dazu ein, sich zurückzulehnen und die herrlichen Bilder einfach auf sich wirken zu lassen und zu genießen. Auf jeden Fall ein Meisterwerk für sich!
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Samurai Mythos, Magie und Keanu Reeves..., 9. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin (DVD)
Die DVD ist noch nicht erschienen, daher bezieht sich meine Rezension allein auf den im Kino laufenden Film, dort sowohl in 2D, als auch in 3D verfügbar. Einige Spoiler folgen unten.

Man nehme eine Episode der japanischen Geschichte des 18. Jahrhunderts, spicke sie mit Magie und füge einige interessante Darsteller hinzu - und man erhält 47 Ronin...

Die Geschichte der 47 Ronin ist so etwas wie ein Nationalmythos in Japan, weil er als Synonym für Tapferkeit, Ehrenhaftigkeit und Treue eines (in diesem Fall mehrerer) Samurai dient und schon mehrfach insbesondere im Heimatland künstlerisch aufgearbeitet wurde, sei es als Film oder Bühnenstück.

Der vorliegende Film ist auf den Weltmarkt ausgerichtet, was gewiß nicht zuletzt die Besetzung von Keanu Reeves zeigt, und die Handlung hält sich (zieht man die übernatürlichen Elemente ab) durchaus an die Überlieferung, was Historiker (und Hobby-Historiker, zu denen ich mich zähle) freuen wird, wenn auch z.B. die Hauptfigur, das Halbblut Kai (gespielt von Keanu Reeves) eine Erfindung der Macher ist.

Ich bin seit seiner kleinen Rolle in "Gefährliche Liebschaften" ein Fan Keanu Reeves' und verfolge seither seine Laufbahn. Enttäuscht hat er mich mit seiner Darstellung bisher nicht - manche der Filme, in denen er spielte, allerdings schon. Leider schien es, als hätte er mit der Auswahl seiner Rollen nicht immer eine glückliche Hand gehabt. Das Potenzial, das er besitzt, scheiterte manches Mal am schlechten Drehbuch oder ungünstiger Regie. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit seinen hochgelobten Hamlet in Winnipeg zu sehen...

Mit 47 Ronin hat Reeves ins Mittelfeld gegriffen. Die Handlung ist spannend, wenn auch vorhersehbar, die Effekte hervorragend gestaltet (wenn man sich die 3D Version auch hätte sparen können - für mich gab es hier keine wirklichen "wow"-Momente, da hätte auch 2D genügt) und die Schwertkampfszenen von einer Qualität, wie man sie bei einem Samurai-Film erwarten darf.

Zudem wartet der Film mit sehr sehenswerten japanischen Darstellern auf - allen voran der überaus charismatische Hiroyuki Sanada (der mir erstmals in "Samurai der Dämmerung" und "Last Samurai" auffiel und den ich zu den talentiertesten japanischen Darstellern zählen muß, ein Meister seines Fachs), der viel zu gut aussehende junge Jin Akanishi, der in Japan Kultstatus genießende Tadanobu Asano (westlichem Publikum z.B. aus "Thor", wo er Hogun spielte, bekannt), oder die hinreißend schöne Ko Shibasaki in der Rolle der Fürstentochter. Sie alle spielen ihre Rollen mit Herzblut und Leidenschaft.

Ich hatte im Kino großen Spaß und werde mir gewiß auch die DVD zulegen. Der Film ist ein launiges Fantasyspektakel, das mit vielen großartigen Szenen aufwartet, aber auch nicht zu ernst genommen werden sollte. Er ist, so finde ich, in jedem Fall etwas für den Keanu Reeves Fan, der diesen Darsteller leider viel zu lange auf der Leinwand entbehren mußte. Er macht seine Sache sehr gut und hat augenscheinlich Zeit in Kampftraining investiert (oder seine Muskeln an das Training zu "Matrix" bzw. sein Regiedebüt mit "Man of Tai Chi" erinnert?). Ich mochte an Reeves immer, daß er seine Rollen subtil anlegt, reduziert agiert und trotzdem einen bleibenden Eindruck hinterläßt, auch wenn man ihm häufig hölzernes Schauspiel unterstellt - nun, jemand, der Hamlet so überzeugend spielt, daß ein Sunday Times Kritiker ihn zu besten Hamlets zählt, die er je gesehen habe, kann per definitionem nicht so schlecht sein, wie manch einer ihm unterstellt... Jenen, die ihm mangelnde Schauspielkunst unterstellen, sei "Im Auftrag des Teufels" (The Devil's Advocate) empfohlen, wo er eine sehr vielschichtige Darstellung abliefert. In "47 Ronin" berührt Reeves mich durchaus, mit kleinen Gesten, einem Augenausdruck, dem Zittern in seiner Stimme an zentraler Stelle...

Er stellt das scheue Halbblut Kai dar, das einen Teil seiner Kindheit bei einem Mönchsorden verbringt, wo er sehr spezielle Kampftechniken erlernt. Später wird er von einem, ihm zugetanen, Fürsten aufgenommen und wird am Hofe als Jäger und Spurensucher eingesetzt - durch seine besondere Verbindung zur Natur und seiner Fähigkeit, Übernatürliches zu erkennen, leistet er gute Dienste, ist ein ausgezeichneter Jäger, der dazu gehören möchte und seine Bestimmung schließlich im Bekämpfen eines Tyrannen findet, zumal er, obschon er seiner Herkunft wegen keine Rechte unter den Samurai genießt, das Ehrgefühl dieser Kriegerkaste verinnerlicht hat.

Mit "Matrix" wohl entgültig zum Mega-Star geworden, gelang es ihm seither nicht mehr, am Boxoffice an diesen Erfolg anzuknüpfen, wobei ich glaube, daß er das vermutlich nicht anstrebt, zumal er bekanntermaßen hitverdächtige Filme, wie zB. "Heat" ablehnte. Er tritt gerne in Independent-Produktionen auf, gelegentlich im Mainstream-Geschäft. Ich jedenfalls freue mich jedesmal, wenn Keanu Reeves ins Kino kommt. Auch hier hatte ich, wie gesagt, große Freude dabei, ihn inmitten seiner Film-Samurai-Gefährten zu beobachten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine schlechte Sache, 30. März 2014
Wer sich für japanische Kultur interessiert und auch schon viele asiatische Filme gesehen hat, der weiß die Qualität zu schätzen. Ist natürlich nichts für verwöhnte Augen und Sinne. Doch ich finde den Film einfach klasse, nicht nur weil berühmte japanische Schauspieler mitspielen, sondern weil eine Geschichte, die schon Japans Kinder kennen, nochmal gut verpackt wurde. Ich finde auch Jin Akanishi, der ja nun in Amerika durchstarten will, hat seine Rolle gut gespielt. Das Ende ist sehr traurig, doch das verstehen nun mal die Japaner unter einen ehrenhaften Tod. Also kann man es wie ein Happy End sehen =)
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17 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Fantasy-Action ohne Höhepunkte, 2. Februar 2014
Lange hat es gedauert, bis "47 Ronin" in die deutschen Kinos kam. Nachdem der Produktionsstart bereits in 2011 war, brauchte es fast drei Jahre, bis schließlich alle Nachdrehs erledigt waren und das Gesamtwerk den Menschen dort draußen gezeigt werden durfte. Bereits die Grundidee klingt schon spannend, denn "47 Ronin" vermischt die originale japanische Geschichte um Ruhm, Ehre und Rache mit allerlei mythischen Fantasywesen. Doch die erste Ernüchterung folgte bereits, als die ersten Kritiken in den Startlöchern standen, denn gerade in den USA wurde der Film stark kritisiert. Zudem ist auch das enttäuschende Einspielergebnis von gerade mal 22 Mio. Dollar in den USA ein waschechtes Indiz auf einen gigantischen Flop, denn mit Produktionskosten von knapp 175. Mio gehört dieser Blockbuster auch noch zu den teuersten der letzten Jahre. Doch woran liegt das ? Ist "47 Ronin" wirklich ein schlechter Film ? Definitiv nein, aber wirklich Neues wird einem hier auch nicht geboten.

Nachdem er unter dem Einfluss von schwarzer Magie vor den Augen des Shoguns Tsunayoshi (Cary-Hiroyuki Tagawa) sein Schwert gegen seinen Widersacher Lord Kira (Tadanobu Asano) erhoben hat, bleibt Lord Asano (Min Tanaka) nur noch ein ehrenvoller Ausweg: Seppuku, also ritueller Selbstmord! Die 47 nun herrenlosen Samurai (= Ronin) des Lords beschließen daraufhin, unter der Führung von Oishi (Hiroyuki Sanada) blutige Rache an Lord Kira und seinen Verbündeten zu üben. Unterstützung erhalten sie dabei von dem Halbblut Kai (Keanu Reeves), das die Samurai bisher nie als gleichrangig akzeptiert haben, das aber weiß, wo dringend benötigte Waffen herzubekommen sind. Bei den Vorbereitungen für die Stürmung der Festung des scheinbar übermächtigen Feindes müssen sich die Ronin jedoch nicht nur vor Lord Kiras Mannen und seiner verschlagenen Hexe Mizuki (Rinko Kikuchi) in Acht nehmen, sondern sich auch noch mit Piraten und allerlei fantastischen Fabelwesen herumschlagen...

Bevor ich hier näher auf den Film eingehe, möchte ich noch einmal loswerden, dass gerade hier der Trailer zum Film falsche Erwartungen hervorruft, denn laut Trailer verspricht der Film grandiose Fantasyunterhaltung ala "Hobbit" . Doch die Verantwortliche besinnen sich hier mehr auf die Grundpfeiler der Geschichte und so überwiegen im Film doch die Gespräche um Ehre, Rache, usw. Werbefilmer Carl Erik Rinsch hat damit als Regisseur Mut zum Anderssein bewiesen und pfeift auf Hollywoodkonventionen. Und das leider so sehr, dass ein gewisses Studio meinte, man müsse den Film ändern, um den Film in der Masse etablieren zu können. Zugegeben : Bei 175 Mio. Dollar hätte ich als Studiomanager ebenfalls auf einen Erfolg gehofft, doch leider verderben viele Köche auch den Brei. Schon allein die schwache Altersfreigabe von "12 Jahren" dürfte die ein oder andere interessante Szene ins Nichts aufgelöst haben. In "47 Ronin" wird nunmal gemordet, gekämpft und getötet. Dass allerdings typisch schnell und unübersichtlich geschnitten.

So kommt es, dass die Actionsequenzen selten überzeugen, zumal sie auch noch ungemein kurz sind. "47 Ronin" fehlt schlicht und ergreifend ein Höhepunkt bzw. ein besonderes Element, dass ihn vom Masseneinerlei abheben würde. Doch Kämpfe gegen Drachen und Dämonen überzeugen in der heutigen Zeit fast niemanden mehr. Zwar gibt es ein paar beeindruckende Ideen, aber nach 3-5 Minuten findet auch die längste Actionsequenz im Film ihr Ende. Doch "47 Ronin" muss ja nicht unbedingt im Fahrwasser von "Underworld" und co. fahren, doch auch storytechnisch ergeben sich Probleme. Die Geschichte an sich ist nunmal keine 0815 Hollywoodgeschichte, in der ein Held die Welt rettet und sich alles zum Guten wendet. "47 Ronin" beweist Mut zur Ungewöhnlichkeit und denkt nicht an ein Happy End oder sonstige Gepflogenheiten Hollywoods, doch dadurch fehlt es "47 Ronin" leider auch an Emotionen.

Nachdem Keanu Reeves Charakter Kai zu Anfang fast nur eine Nebenrolle einnahm, wurden vom Studio Universal Nachdrehs angeordnet, um diesen Charakter wenigstens ein bisschen als emotionalen Kern des Films auszubauen. Doch so ganz geht die Idee nicht auf. Die Liebesgeschichte wird zwar in unglaublich schmackhafte Bilder gehüllt, doch sie bleibt kurz und emotional kalt. So bleibt es an den Schauspielern hängen Akzente beim Zuschauer zu setzen. Und siehe da : Der Fantasy-Actioner macht im Nachhinein weniger falsch als gedacht. Zwar ist Keanu Reeves nicht wirklich markant und spielt gelangweilt, bis unnauffälig, aber gerade die östlichen Schauspieler bleiben dem Kinobesucher im Gedächtnis. Allen voran steht Rinko Kikuchi, die mich bereits in "Pacific Rim" überzeugt hat. Ihre Hexe ist böse, kalt, berechnend und auch sehr verrückt. Der Schauspielerin gelingt es diesem wirklich platten Bösewicht durch ihr Schauspiel Leben einzuhauchen. Mimik, Gestik und einfach alles ist angenehm verrückt und böse. Auch sonst gibt es beim japanischen Cast wenig auszusetzen, denn die Probleme finden sich auch hier wieder im Skript. Im Speziellen bei den Ronin selbst.

Denn es gibt zwar 2-3 Ronin/Samurai, die im Drehbuch ein wenig markanter gestaltet wurden, aber im Großen bleiben die Männer im Dunkeln. Ein wenig mehr Zeit mit Kai und der ganzen Truppe hätte dem Film deutlich mehr Emotionalität und Atmosphäre eingebracht, zumal das Ende hollywooduntypisch unverfälscht in den Film eingebunden wurde. Wer also mit einem Happy-End rechnet, der wird enttäuscht werden. Wer dagegen Ungewöhnliches schätzt, der wird hier einen deutlichen Pluspunkt erkennen. Doch auch wenn es einiges zu kritisieren gibt, so gibt es einen Bereich, in dem man wirklich keinerlei Haare in der Suppe finden kann. Die Optik und die Inszenierung ist grandios. Die Kulissen sind bombastisch und auch die Kostüme sind wunderschön. Es ist wirklich ein wahnsinniger Augenschmaus, den Regisseur Carl Erik Rinsch hier abfeuert. Irgendwo zwischen "Last Samurai", "Herr der Ringe" und Tim Burton.

Fazit : Optisch grandioser Fantasy-Actioner mit Mut zum Ungewöhnlichen, dem allerdings Höhepunkte und Emotionen fehlen
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöne Bilder in ganz flacher Story, 18. Februar 2014
Von 
In Japan kennt so gut wie jeder die Geschichte der 47 Ronin. Die Idee diese Geschichte zu verfilmen war sicherlich gut, jedoch hätte man erkennen sollen das dem ganzen der Tiefgang fehlt um einen ganzen Film damit zu füllen. Visuell ist der Film gelungen, leider bekommen weder die Charaktere noch die Story wirkliche Tiefe um das ganze spannend zu gestalten. Man wünscht sich die ganze Zeit über das der Film in die Gänge kommt, doch dies erfolgt leider nicht. Das "dramatische" Ende ist sogar sehr kurzweilig und wird durch einen 10 Minuten ausklang der Story nach dem letzten Kampf gefühlt brutal in die länge gezogen. Mal wieder ein Film Gut gegen Böse ohne starke Story, mit der Sorte Cinema wird man zur Zeit überflutet. Ich finde es hier nur sehr schade, denn hier war Potenzial für mehr vorhanden, was den meisten "Superhelden" Filmen schon im Vorfeld schwer zu verleihen ist.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Japanisches Epos, 30. März 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin (DVD)
Kai gilt als Außenseiter am Hof von Lord Asano in Japan. Eine Intrige bringt Lord Asano in eine ausweglose Situation. Ihm bleibt nur der Tod durch eigene Hand. Nach Asanos Tod soll seine Tochter mit dessen Widersacher Lord Kira vermählt werden. Lediglich ein Jahr der Trauer gesteht man der junge Frau zu.

Die Zeit wird von den Samurais des verstorbenen Lord Asano genutzt, um einen Angriff auf Lord Kira zu organisieren. Aber dieser ist an solchen Anschläge gewöhnt und hat eine Hexe an seiner Seite.

Die auf einer Sage beruhende Geschichte wird spannend erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und schaffen gut trennbare Schwarz-Weiß-Figuren. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder verwöhnen das Auge mit Eyecatchern und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspieler liefern einen sehenswerten Genre-Film ab.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Seifenblase, 31. Januar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: 47 Ronin (DVD)
Es war einmal ein Findelkind, Kai, das im Wald von Geistern aufgezogen wurde, das es aber zurück in die Welt der Menschen drängte. Obwohl der Fürst des Landes seine väterliche Hand über ihn hielt, war es als "Halbblut" den Anfeindungen seiner Mitmenschen ausgesetzt. Zum Mann gereift befreite Kai das Land von einer Bestie, doch der Tod des Fürsten führte ihn in die Sklaverei. So wurde es seine Lebensaufgabe, den Tod seines Gönners zu rächen. Aber ach, es ist kein Märchen...
Tja, mit etwas Spannung habe ich diesen im Vorfeld stark kritisierten und an den amerikanischen Kinokassen wenig erfolgreichen Film gesehen. So schlecht wie sein Ruf ist er nicht, aber ich kann viele der Kritikpunkte nachvollziehen. Der Film beruht auf einem historischen Kern. Im Japan des 18. Jahrhunderts lehneten sich 47 Ronin (etwa "herrenlose Samurai") gegen den neuen Herrscher auf und mussten rituellen Selbstmord begehen. An sich hat die Geschichte so viel Potential, dass ich mich fragte, warum nun noch unbedingt die Figuren einer (in Frauengestalt) attraktiven Hexe, die sich natürlich auf der Seite des Bösen engagiert, und einiger hässlicher Geister miteingeflochten werden mussten. Eine der spannensten Szenen zu Beginn des Films ist die Erlegung der Bestie, die Kai (Keanu Reeves) als einen ganz besonderen Menschen zeigt, stark und schön wie Siegfried und mit ebenso wenig Fortune. Irgendwie hatte ich ja schon gehofft, dass diese groteske Kreatur eine größere Bedeutung haben könnte (man denke da an die Bestie in "Pakt der Wölfe"), aber leider ist das anscheinend ein blindes Motiv, genauso wie ein riesiger Krieger mit Silbermaske, der mehrmals im Film auftaucht und eben nicht Träger einer besonderen Geschichte ist. Die Ränke des fiesen Fürst Kira (dauergrinsend: Tadanobu Asano) führen dazu, dass seine Hexe (mit verschiedenfarbigen Augen: Rinko Kikuchi) den Geist des edlen Fürsten Asano (herausragend: Min Tanaka) verwirrt, so dass dieser einen schweren Fehler begeht und auf Befehl des Shogun Selbstmord begehen muss. Der oberste Samurai Oishi (Hiroyuki Sanada) sucht, nachdem er aus der Gefangenschaft freigelassen wurde, Kai und die anderen Samurai auf, um den Tod des Fürsten zu rächen, während Kira die Hochzeit mit Asanos Tochter -Kais großer Liebe- Mika (Kou Shibasaki) vorbereitet.
Das alte Japan scheint fast ausschließlich am Computer entstanden zu sein. Während ich Computertricks, dosiert eingesetzt (man denke da an das Kolosseum in "Gladiator"), zu schätzen weiß, wirkte es für mich hier zu künstlich, fast aseptisch. Wer je mit seinen Kindern auf einem Jahrmarkt oder in einem Freizeitpark in einem der beliebten 4D-Kinos war, weiß vielleicht, was ich meine: fantastische virtuelle Welten, die ihren Reiz behalten, weil die Vorführung nur fünf bis zehn Minuten dauert." 47 Ronin" dauert fast zwei Stunden, so lange lassen sich Auge und Hirn nicht ganz austricksen. Besonders herausragend sind aber die Kostüme. Als Tochter einer Schneidermeisterin wusste ich diese tollen Kreationen wirklich zu schätzen, "historisierend", aber mit originellen Details, die wirklich Freude machen, farbenprächtig, aber nicht grotesk. Dafür gab es leider keine Oscarnominierung, was mich davon überzeugt, dass bei dem einflussreichsten Filmpreis der Welt mäßige Einzelleistungen in guten Filmen immer besser bewertet werden als herausragende Einzelleistungen in misslungenen Filmen. Die Darstellerleistungen sind überwiegend überzeugend, lediglich Rinko Kikuchi hat eine denkbar undankbare Rolle, ihre zahlreichen Metamorphosen sind zum Teil unfreiwillig komisch, das hatte für mich etwas von Disneys "Merlin und Mim". Und dann gibt es noch die nach unserem Schönheitsideal hässlichen Waldgeister, die mich etwas an die Kreaturen in "Pans Labyrinth" erinnerten. Aber dort geht es um die grenzenlose Phantasie eines Kindes, um der brutalen Wirklichkeit zu entgehen. Hier empfand ich sie doch als etwas deplaziert, da sie hier nur eine der albernsten Actionszenen umrahmen. Sollten hier lediglich "Herr-der-Ringe"- Fans geködert werden? Aber warum dann einen historischen Stoff wählen? Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Kritik auch in Japan sehr verhalten war. Man stelle sich vor, die Amerikaner würden die Nibelungensage mit steppenden Zwergen verfilmen, da würden hierzulande auch sehr viele Fragezeichen in den Augen haben.

---SPOILER---
Da es natürlich (plötzlich wieder) um die verbürgte Geschichte geht, gibt es ein blutiges Ende. Der duzentfache rituelle Selbstmord mag ja zeitbedingt in sich stimmig sein, aber wie soll ein Film aus dem 21. Jahrhundert damit umgehen? Ist es nicht möglich, diesen Aspekt zu problematisieren, ohne die Helden zu verkleinern? Anscheinend nicht, das Pathos quillt dementsprechend am Ende auf höchst unerfreuliche Weise. Freunde der Serie "Shogun" werden in dieser Hinsicht enttäuscht. Leider. Der Film ist wie eine schillernde Seifenblase, schön anzusehen - bis sie platzt.
---SPOILER ENDE---

Fazit: Nettes Wiedersehen mit Keanu Reeves, tolle Ausstattung, aber um den Film wirklich zu mögen, schadet es nicht, das Hirn auf Durchzug zu schalten. Vermutlich werde ich mir die DVD leisten - für einen Filmabend mit gleichgesinnten Lästermäulern.
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47 Ronin
47 Ronin von Carl Rinsch (DVD - 2014)
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