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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen74
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am 28. November 1999
Der Plott des Romans - wie immer eine Geschichte aus mehreren Ebenen, die sich geschickt und unerwartet miteinander verbinden - ist gut, aber nicht unbedingt herausragend in der Krimi-Perlen-Reihe der Autorin. Auch ist dieses Buch zum Teil witziger als die vorhergehenden Werke. Verdienstvoll auch, daß Constable Nkata, ein Mitarbeiter von New Scotland Yard, eine größere Rolle spielt. Es gibt im Zusammenhang mit einem wesentlichen Detail der Morde allerdings eine gewisse Unlogik, die, wäre sie aufgelöst worden, die "Belehrung" Inspector Lynleys (damit eine wesentliche Ebene des Plotts) verhindert hätte. Die wahre Schwäche des spannenden und mit guten Hintergrundinformationen belegten Romans liegt aber in der Person des Inspectors. Man fragt sich langsam, wie er es aushält, ständig persönlich in seine Fälle involviert zu sein. Mehr noch billigt ihm die Autorin keinerlei Lernfähigkeit zu. Er müßte nach all seinen Fällen endlich gelernt haben, daß nichts nur schwarz oder weiß ist! Er müßte seine Selbstgerechtigkeit, gepaart mit ständiger Schuldverstrickung durch seine häufig unpassende Emotionalität, doch längst durchschaut und im Griff haben. Die Art, wie er hier mit seiner Partnerin und mit seiner Frau umgeht, beweist aber das Gegenteil. Das macht das Lesen etwas mühsam. Persönlich schwankte ich in meiner Zuneigung stets zwischen Lynley, der Lichtgestalt, und St. James, dem düsteren Helden, seinem besten Freund. Inzwischen stehe ich eindeutig auf der Seite des Wissenschaftlers. Und für weitere Romane hoffe ich, daß Barbara Havers, die kongeniale Partnerin Lynleys, und Helen Lynley sich stärker profilieren können und weniger als Stichwortgeberinnen für Seine Lordschaft fungieren. Für EinsteigerInnen in die Romanwelt der George ist dieser Roman eher nicht geeignet, da man einige Details besser versteht, wenn man die vorherigen Bücher von ihr kennt (vor allem "Mein ist die Rache"). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 14. Februar 2002
Elisabeth George schafft es in diesem Buch mal wieder, die für sie typische Spannung aufzubauen und zu halten, leider jedoch nur bis ca zur Mitte des Buches. Ab dort werden die Verhöre mit den Verdächtigen allmählich langweilig weil im Handlungsverlauf über mehrere Kapitel nichts Neues für den Leser zu erfahren ist. Die Ermittlungen von Barbara Havers werden in den Hintergrund gedrängt und als der Fall endlich aufgeklärt ist, wird leider nur wenig über den Mörder sowie dessen Tat erwähnt. Vielmehr erscheint das eigentliche Lösen des Mordfalls nur als Nebensache weil der Konflikt zwischen Barbara Havers und Thomas Lynley im Vordergrund steht, der gegen Ende des Buches urplötzlich gelöst ist indem Lynley eine spontane Sinneswandlung erlebt. Dies wirkt leider unreal für den Leser . Ansonsten hat mich dieses Buch die ersten 400-500 Seiten genauso gefesselt wie es alle Bücher von E. George tun. Nur das Ende it etwas unbefriedigend.
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am 27. Oktober 1999
Wie alle Bücher von E.George war auch dieses Buch wieder spannend und fesselnd. Allerdings lag die Spannung nicht so sehr im Mordfall, schließlich kann sich der Leser sehr bald denken, wer der Mörder ist. Die Spannung lag im Konflikt der beiden Hauptfiguren Lynley und Havers. Der Held Lynley entwickelt sich im Laufe des Buches immer mehr zum Antihelden, während man mit Havers bangt und auf Gerechtigkeit für sie hofft. Ich glaube, daß der Roman seine volle Wirkung nur entfalten kann, wenn man die vorhergehenden Romane kennt. Der Schluß war zu flach und einfach konstruiert. Trotzdem hofft man schon auf das nächste Buch um zu erfahren, wie es mit den beteiligten Personen weitergeht.
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am 5. April 2008
Was mir an diesem Buch gefallen hat, ist die nahtlose Anknüpfung an EG`s sensationellen Roman "Denn sie betrügt man nicht". Doch leider kann das Buch in punkto Spannung und Aufbau der Figuren nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Schon im Klappentext wird angedeutet, dass es um drei Todesfälle geht, wovon eines ein Selbstmord ist. Dieser ereignet sich gleich im ersten Kapitel und wird erst im lezten Viertel des Romans wieder aufgegriffen, was meiner Meinung nach viel zu lang ist. Daher hat der Leser keine Chance den Mörder zu entlarven, da die Zusammenhänge der Todesfälle erst viel zu spät erklärt werden. Die Figuren des Romans haben mir zwar nicht so gut gefalen wie in Georges anderen Romanen, doch sie schafft es auch diesmal den Leser in die Abgründe der menschlichen Empfindungen zu führen.
Die Idee des Konfliktes zwischen Lynley und Havers hat mir anfangs gut gefallen (in er Produktbeschreibung hat sich übrigens ein Fehler eingeschlichen, denn Havers wird nur degradiert, nicht aber wegen Mordes angeklagt, den sie hat niemanden getötet sondern nur verletzt und es gab überhaupt keinen Prozess gegen sie). Jedoch taten mir die Handlungen der beiden Figuren beim Lesen fast schon weh: Lynley weigert sich strikt Havers anzuhören und selbige widersetzt sich ständig hartnäckig seinen Anweisungen, so dass der Leser nur noch darauf wartet, dass sie ihren Job ganz verliert und ihr Vorgesetzter total ausrastet. Am Ende löst Havers den Fall und plötzlich ist zwischen beiden alles wieder gut, ein wenig zu plötzlich für meinen Geschmack.

Fazit: Für Fans der Autorin und des Genres lesenswert, es ist auch auf keinen Fall ein schlechtes Buch, jedoch nicht eines der Bestern der Autorin. Hätte gerne noch ein Plus hinter die drei Sterne gesetzt aber für vier reicht es meiner Meinung nach nicht :-).
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am 27. August 2000
Mit ihrem neuesten Buch setzt Elizabeth George ihre exzellente Krimireihe wunderbar fort: Besonders angenehm fällt auf, dass sie mit den alten Klischees anfängt zu brechen: Die ruppige Barbara Havers, vor ihrer Zusammenarbeit mit Lynley mit jedem vorgesetzten in Streit - seit ihrer gemeinsamen Zeit mit ihm lammfromm - na klar..., entzweit sich diesmal mit Lynley, eher umgekehrt. Bei Mitarbeiten des Yard in anderen "Hoheitsgebieten" können sich die entsprechenden Beamten - natürlich - NIE leiden, jetzt aber doch.. Sogar die junge ehe Lynleys kriselt kurz. Dass George außerdem wie immer brillant ihre Charaktere zeichnet und die Handlung bis ins kleinste Detail durchdacht ist, muß ja nach ihren vorausgegangenen Büchern kaum noch erwähnt werden. Diesmal hat es Lynley - ohne Havers, dafür mit Nkata - mit zwei toten im Moor zu tun. Er muß sich durch ein besonders großes Geflecht an Personen und Fakten kämpfen, bis er schließlich den Schuldigen erwischt. Doch Havers denkt nicht daran sich von Lynley abweisen zu lassen und ermittelt auf eigene Faust. Sollte Lynley sich getäuscht haben?
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am 11. Oktober 1999
Nach Biographien und Sachbüchern habe ich mir den neuen Elizabeth-George-Krimi gegönnt, wie immer von leiser Angst beschlichen, es könnte enttäuschend werden. Oft lassen Folgekrimis stark nach. Aber George zeigt keine Ermüdungstendenzen, ganz im Gegenteil. Für mich einer der besten George-Krimis: viele bewegende Schicksale, die mir wirklich unter die Haut gingen, angefangen vom erfolglosen Komponisten über das Schicksal des Sohnes eines Säufers bis hin zu Barbara Havers, die ich leiden, hoffen, verzagen und wüten gefühlt habe. So spannend von der ersten Seite an, daß ich nur noch hetzend meine Pflichten erledigte, um wieder (SUCHT!) an mein Buch zu kommen. Super!
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am 25. Oktober 2001
Ich bin sowieso ein großer Fan von E. George und ihren Figuren Lynley/Havers. Aber dieser Roman ist einer der Besten, die sie geschrieben hat. Ich habe das Taschenbuch innerhalb von 3 Tagen gelesen, mir die Nächte um die Ohren geschlagen und bei jeder passenden Gelegenheit zum Buch gegriffen. E. George versteht es sehr gut, den Leser immer wieder mit einer neuen Information zu überraschen, genau dann wenn man meint, den Durchblick zu haben. Sehr spannend geschrieben, sehr nervenaufreibend auch gerade die Beziehung von Lynley und Havers. Es war ein Genuß. Aber man sollte den Krimi "denn sie betrügt man nicht" vorher gelesen haben, um einiges in diesem Buch zu verstehen.
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am 24. März 2000
Wie mein Vorredner war ich begeistert, endlich die englische Taschenbuchausgabe von "Undank ist der Väter Lohn" zu entdecken und habe mich sogleich darauf gestürzt. Zu groß war die Spannung nach "Denn sie betrügt man nicht" zu erfahren, was denn nun mit Barbara Havers geschehen würde.
Für Einsteiger in die Geschichte um Inspektor Lynley und seine Assistentin ist dieser Roman sicherlich nicht geeignet, denn es wird auf viele frühere Bände verwiesen, ohne deren Kenntnis einem einiges verborgen bleiben wird.
Barbara Havers ist nach den Ereignissen des letzten Buches in Ungnade gefallen und bleibt daher in London, als Inspektor Lynley sich in den Peak District aufmacht, um dort zwei Mordfälle zu untersuchen. Da sich schnell herausstellt, daß beide Mordopfer Verbindungen nach London hatten, ergibt sich aber die Gelegenheit für Barbara, auch noch in die Ermittlungen einzusteigen.
Was mir an diesem Buch auffiel, waren die vielen "Cliffhanger", wie auch schon ein Mitrezensent bemerkt hatte. Relativ häufig macht jemand, Lynley, St. James oder Barbara, eine Entdeckung, die dem Leser aber nur angedeutet wird, bevor die Erzählperspektive wechselt. Elizabeth George hat es eigentlich nicht nötig, durch dieses Stilmittel die Spannung aufrecht zu erhalten.
Auch schien mir die Lösung offensichtlicher als in früheren Romanen. Das eigentliche Mordmotiv ist schon recht früh als solches zu erahnen, und man wird etwas ungeduldig, als die Polizei so lange braucht, dahinter zu kommen.
Nichtsdestotrotz ist auch dieser Roman der Autorin trotz einiger Längen wieder sehr lesenswert und man darf gespannt sein, wie es weiter geht.
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am 8. Oktober 1999
Waren die früheren George-Romane noch von den reinen Taten geprägt, so finden wir in Undank ist der Welten Lohn viel Millieustudie und den Einblick in das verborgene Leben der besseren Gesellschaft. Elizabeth George kann aber trotzdem wieder begeistern - wenn man nicht den klassischen englischen Krimi erwartet. Eine Spannung der etwas anderen Art, die nach mehr verlangt - wären das bloss nicht die vielen Druckfehler, über die man beim Lesen unweigerlich stolpert. Das nächste mal sollte man lieber zwei Wochen später herauskommen und dafür fehlerfrei.
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am 8. August 2001
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Jede Seite machte neugierig auf den oder die wahren Täter und oft ging es mir so, dass ich einen Tipp oder Verdacht hatte, der sich einige Seiten später wieder zerstob. Wie immer also eine spannende Story von Elizabeth George! Besonders toll gelungen sind diesmal aber noch die Schilderungen der zwischenmenschlichen Beziehungen (Azhar - Barbara - Lynley - Helen) und die Charaktäre der beteiligten Personen! Also absolut lesenswert!
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