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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geburtsstunde eines Markensounds, 17. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Ein solcher Klassiker darf in keiner Quo-Sammlung fehlen !! Mit diesem Album erblickte Anfang der Siebziger der Sound des "Endlosboogie" die Welt. Waren Status Quo vorher durch einzelne Pophits bekannt geworden, so manifestierten sie hiermit ihre eigene Handschrift und ihren Platz in der Rock'n Roll Hall of Fame.
Der Name ist Programm. Wie eine Dampframme gehen die meisten Songs zur Sache, Heavyboogie mit satten Riffs und ohrwurmartigen Refrains.Dabei sind die Arrangements noch abwechslungsreicher als auf manchen Folgealben. Paperplane als Singleauskopplung ist enthalten sowie eine tolle Version des Doors-Klassikers Roadhouseblues. Als Highlight ist einer der besten Quo-Titel überhaupt dabei: Big fat mama. Mir ist immer noch schleierhaft, warum dieser Titel nicht in das ständige Liveprogramm aufgenommen wurde.
Im überarbeiteten Sound wirkt dieser Meilenstein noch dynamischer, zeitloser Rock von höchstem Unterhaltungswert !!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine diesem Meilenstein-Album (fast) ehrwürdige Deluxe-Edition., 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Deluxe Edition) (Audio CD)
Frisch erschienen am 21. März ist die Deluxe-Edition des kollossalen Durchbruchwerks von Status Quo ganz im Sinne der Frantic Four Reunion entstanden, sozusagen als Ehrung an sich selbst (aber dazu später mehr).

Piledriver kommt in einer echt liebevoll und sehr schön gestalteten Digipack-Aufmachung daher. Bis auf die nervige Deluxe-Banderole drum herum gibts hier wirklich nichts zu bemängeln.Sämtliche Inlays und Backcovers sind versehen mit bisher unveröffentlichten Bandfotos und Coverfotos der 7-Inch-Singles, zudem sind die zwei CD's eine Replika der früheren Vinyl-Platten.

Normalerweise komme ich hier zur Musik, aber über den musikalischen Inhalt braucht man kaum mehr Worte verlieren. Der Durchbruch von Status Quo, die ihnen den Weg ebnete und den Start einer unvergleichlichen Karriere bedeutete, sowie die Geburtsstunde eines Sounds, den so nur diese Band authentisch zelebrieren kann/darf. Status Quo, die Pioniere des Boogie-Hard Rock.

Die zahlreichen Bonustracks auf CD2 sorgten bei mir zwar nicht für Aufschrei, sind aber dennoch nette Beigaben. Es sind alles Songs von Live- oder Fernsehauftritten, welche zum Teil professionell, zum Teil auf Bootlegs aufgezeichnet wurden, aus den Jahren 1972-73. Die Qualität geht in Ordnung, hier hat das Remastering wirklich sehr geholfen. Zum Teil jedoch wiederholen sich die Songs in der Tracklist, und machmal kann es vorkommen, dass man gerade nicht weiß, welche Version man nun eigentlich hört. Das ist aber nicht weiter schlimm und auch okay, denn Quo spielten ihre Songs ja auch live im Studio ein. ;)
Das Remastering von 2014 ist superb! Und wesentlich besser als die lauten 2005er Remasters, hier wurde Wert gelegt auf originalgetreuen, prüzisen Klang. Im direkten Vergleich sind die Instrumente differenzierter und besser zu orten, haben "mehr Luft zum Atmen". Großzügigerweise wurde den Aufnahmen auch wieder mehr Dynamik geschenkt (DR 9-10), was den Sound deutlich verbessert.
Zu lesen gibt es auch ne Menge, nämlich im klasse neu-designten Booklet mit ausführlichen Liner Notes zur Entstehung des Albums, verfasst von Dave Ling.

Alles in einem wird diese Deluxe Edition ihrem Entstehungssinn, der Ehrung ihres eigenen Daseins, gerecht. Die 4 Herren der Frantic Four wollten ihrem Meisterstück die Ehre geben, in einer erneuerten Deluxe-Ausgabe zu erscheinen. Diese Ehrung ist ihnen auch vollkommen gelungen. Persönlich hätte ich mir höchstens noch mehr Live-Mitschnitte oder Demos gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben. Die vorhandenen Bonustracks sind klasse, das neue Remastering auch, also lohnt sich der Kauf definitiv!
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Start-Album einer grossartigen Remaster-Kollektion, 30. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um einmal die gesamte Remaster-Kollektion unter die Lupe zu nehmen und Details darüber berichten:
Mit "Piledriver" von 1972 startet die 2005 aufgelegte und elf Alben umfassende Serie von remasterten Longplayern der englischen Rockgruppe Status Quo. Sie umfasst die beste Zeit der Gruppe in der Originalbesetzung mit John Coghlan (Schlagzeug), Alan Lancaster (Bassgitarre), Francis Rossi (Leadgitarre) und Rick Parfitt (Rhythmusgitarre) und reicht bis zur LP "Never Too Late" von 1981. Jede CD enthält ein umfangreiches, sehr schön gestyltes Booklet, welches auf Vorder- und Rückseite das Original-Artwork der vormals erschienenen LP's aufweist. Innen glänzt es mit einem kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Alben und Veröffentlichungsdaten von LP und Singles, verfasst von Garry Fielding. Anschließend sind sämtliche Songtexte abgedruckt, garniert von zahlreichen Bandfotos und diversen Single-Cover-Abbildungen. Das Innere des durchsichtigen CD-Trays zeigt verkleinerte Coverabbildungen der innerhalb der Remaster-Serie veröffentlichten Alben mit Ausnahme der CD, die man gerade in den Händen hält. Der Schriftzug: "From The Makers Of" garniert oben und unten die Coverabbildungen. Abgerundet wird das Ganze duch stilisierte und stark verkleinerte Cover-Abbildungen auf der linken Seite des Trays - nachempfunden den LP's, wo der interessierte Rockanhänger sehen konnte, welche Alben schon von Status Quo erschienen waren.
Diese stilisierten Cover-Abbildungen erscheinen nochmals jeweils unten auf den Rücken der CD-Hüllen. Hier hat man sich ein besonderes Schmankerl für Status Quo-Fans ausgedacht. Ist man nämlich stolzer Besitzer aller elf Remaster-Alben und reiht die CD-Rücken in der Reihenfolge der Erscheinungsjahre aneinander, also:
1) Piledriver 2) Hello 3) Quo 4) On The Level 5) Blue For You 6) Live [Doppel-CD] 7) Rockin' All Over The World 8) If You Can't Stand The Heat 9) Whatever You Want 10) Just Supposin' und 11) Never Too Late
ergibt dies ein Bild des "Blue For You" Covers von 1976 !!!
Zur CD: die bedruckte Seite zeigt Motive von entweder Vorder- oder Rückseite der jeweiligen Alben-Cover. Mit der Zeit ging man bei Mercury und brannte zusätzlich bei allen CD's einen CD-Text mit auf den Silberling. Als Besitzer eines CD-Players, der dieses Feature anzeigen kann, darf man sich so auf die Display-Anzeige von Album-Titel und Einzeltiteln freuen. Gar nicht gelungen finde ich hierbei die Umsetzung der Anzeige des Album-Titels. Ein Beispiel:
die LP "Rockin' All Over The World" von 1977. Die Anzeige des CD-Textes im Display sieht dort so aus:
"Quo-Rockin' etc. 9825969"
Warum hier nur der zweite Teil des Bandnamens gewählt wurde (bei allen CD's), sowie bei längeren Album-Titeln wie hier eine Abkürzung und die anschliessende Zahl, welche die Artikelnummer des Albums darstellt (ebenfalls bei allen CD's), bleibt mir ein Rätsel. Technisch problemlos könnten sowohl der komplette Bandname und der ganze Albumtitel als CD-Text gezeigt werden, also "Status Quo - Rockin' All Over The World". So aber sieht die gewählte Variante hässlich aus !!!
Das Wichtigste Für Fans und Klangliebhaber zum Schluss: das Remastering von Tim Turan finde ich sehr gelungen, was man besonders bei den damals von Damon-Lyon Shaw produzierten Alben hört: der Klangbrei wich einem durchsichtigeren Klangbild, wobei besonders das Schlagzeug davon profitiert. Vor allem die ruhigeren und akustischeren Stücke von Status Quo klingen dadurch teils schon fast audiophil. Die Klangkulisse bei allen CD's kann so durchgehend überzeugen, übertroffen nur noch von dem CD-Best Of-Sampler "Caroline - Best" des deutschen Remaster-Labels "Zounds" aus Stuttgart.
Zudem weist jede CD mindestens einen Bonustrack auf. Dies sind meist nur auf der B-Seite von Singles erschienene Tracks. Für Status Quo-Fans ist dies sicher DAS Sahnehäubchen, wobei ich allerdings sagen muss, das darunter kaum vergrabene Schätze zu finden sind. Meist völlig zu Recht wurden die Bonustracks nicht für die LP's vorgesehen, da sie songmäßig kaum über das Mittelmass hinauskommen - übrigens nicht nur für Status Quo exemplarisch, sondern auch bei den meisten Bonustracks anderer Künstler. Die Ausnahme bestätigt aber wie so oft die Regel:
hervorzuheben sind die Alben "On The Level" und "Blue For You". Auf "On The Level" darf man sich über die 1975 herausgekommene Live-EP mit ihren drei Titeln freuen. Ausserdem sind auf diesem Album die Single-Version von "Down Down" und eine ca. 14 Minuten lange Live-Fassung von "Roadhouse Blues" zu hören. Auf dem Album "Blue For You" glänzen die Bonustracks des nur auf Single erschienenen "Wild Side Of Life" und der B-Seite "All Through The Night". Eine Demo-Version von "Wild Side Of Life" unterscheidet sich deutlich von der veröffentlichten Single. Weiterhin sind auf dieser CD die Bonustracks "You Lost The Love" (B-Seite von "Rain") und der gekürzte und der als Single erschienene "Mystery Song".
Insgesamt 6 Bonustracks gibt es auch auf dem Album "Whatever You Want", die aber bis auf die gekürzte Single-Version von "Living On An Island" nicht so überzeugen können - hier gilt das vorher Gesagte bezüglich Songqualität.
Insgesamt gesehen eine sehr, sehr gelungene Wiederveröffentlichung alter Status Quo-Klassiker, die vor allem in der Aufmachung und mit der druckvolleren und klangmäßig durchsichtigeren Klangkulisse überzeugen kann - dafür vergebe ich gut und gerne fünf Sterne !!!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Status Quo werden erwachsen, 18. Juli 2005
Von 
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Obschon Quo mit "Ice in the sun" und besonders mit "Pictures of Matchstickman" schon 2 Hits zu verbuchen hatten, wurde diese LP zum Synonym ihrer Selbstständigkeit. Ausser "Roadhouseblues" von den Doors wurde alles selbst geschrieben. Und diese Coverversion ist besser als der Doorsklassiker, und das will was heissen! "Wasted time" und "Oh Baby" sind richtig gute Eröffnungssongs, dann kommen erstaunlicherweise 2 sehr langsame Songs mit u.a. "Unspoken words". Diese beiden Songs gefielen mir vor 30 Jahren nicht so gut, aber mittlerweile gehören sie zu meinen Lieblingssongs. Dann kommt das absolute Meisterwerk von Status Quo: BIG FAT MAMA. Keine Rockparty in den 70'ern ohne diesen komplexen Song. Kraft, Rebellion, Wut, alles kommt hier hervor. Noch heute klingt der Song so energiegeladen, dass die meisten heutigen Heavybands wie Messdiener wirken. Paper Plane, die Singleauskopplung war nett, aber nicht umwerfend. Tja, und dann zum Schluss eben Roadhouse Blues, einer Version der man sich beim besten Willen nicht entziehen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I didn't know what a piledriver was...", 1. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Deluxe Edition) (Audio CD)
"...and truthfully I still don't", sagt Rick Parfitt im Booklet der Deluxe Edition von "Piledriver". Das Wörterbuch sagt mir: "piledriver" = "Pfahlramme". Aber eigentlich spielt das auch keine Rolle. Viel wichtiger ist, was sich hinter "Piledriver" verbirgt, und speziell hinter dieser neuen Deluxe Edition. Was kann man dazu sagen?

Na endlich, könnte man sagen. Endlich gibt es ein wirklich gutes Remaster eines Status-Quo-Meilensteins der "Frantic Four"-Periode. Soviel gleich vorweg: Diese Deluxe Edition steckt ihr 2005-Remaster-Pendant locker in die Tasche. Aber dazu später mehr.

"Piledriver" (1972) gilt im dreißig Alben umfassenden Werk von Status Quo als karriere-entscheidendes Album, als endgültige Emanzipation der Band Status Quo von ihren frühen Psychedelic-Pop-Hits. Dabei war es nicht das erste Album im neuen Boogie-Stil (das war "Ma Kelly's Greasy Spoon"). Es war auch nicht das erste Album in der "Frantic Four"-Besetzung (das war "Dog of Two Head"). Es war aber das erste für Vertigo Records, ein Label, das entschieden "hipper" war als Pye Records. Pye waren eine Single-orientierte Plattenfirma. Bei Vertigo verstand man die Zeichen der Zeit: Status Quo verstanden sich von nun an als Album-Band, pro Album sollte es nur noch eine Single geben. Diese Single war das kurze, fast schon prä-punkige "Paper Plane", das auch prompt in die britischen Top 10 schoss - das war Status Quo zuletzt 1968 mit "Ice in the Sun" gelungen. Das Album erhöhte zwar den Härtegrad von Status Quo, doch es war insgesamt weniger hart (oder heavy) und auch weniger konsequent als seine vier Nachfolger ("Hello" bis "Blue for You"). Diese größere Stilvielfalt war eindeutig noch ein Überbleibsel der vorherigen Alben; oder anders ausgedrückt: Status Quo hatten noch keinen großen Erfolg mit ihrem Stil erzielt, sodass sie eben diesen Stil noch nicht so durchgängig einsetzten wie auf den Nachfolgern. Neben "Paper Plane" sind nur "Don't Waste My Time", "O Baby", "Big Fat Mama" und die Doors-Übernahme "Roadhouse Blues" Heavy-Rocker, und außer "Don't Waste My Time" haben diese Songs auch alle Haken und Ösen, die Status Quos Affinität zur progressiven Musik andeuten. "A Year" ist eine eindrucksvolle, berührende Powerballade, die mich stilistisch an Stücke von Led Zeppelin ("Babe I'm Gonna Leave You"; "Stairway to Heaven") oder Aerosmith ("Dream On") erinnert. "Unspoken Words" ist ein zarter Blues britischer Machart. "All the Reasons" ist ebenfalls eine eher sanfte Nummer. Aber natürlich sind es die lauten Stücke, die Status Quo zur Marke machen sollten. "Piledriver" markiert eben diesen Übergang.

Wie Sjard Seliger bereits in seiner Rezension geschrieben hat - und wie ich mit eigenen Ohren nun hören durfte - , ist das neue Remastering wirklich sehr gut. Die Klangverbesserung, die ein solches Remastering ja unbestritten bringen kann, geht endlich nicht mehr mit einer übertriebenen Betonung der Höhen und starker Kompression einher, wie das bei den 2005er Remasters noch der Fall war (besonders schlimm hat es da "On the Level" erwischt, das auf die Dauer wirklich ermüdet). Nein, hier hat man [wer? Im Booklet ist keine Rede davon, wer das Remastering gemacht hat...] darauf geachtet, den Originalcharakter der Aufnahmen nicht zu verfälschen und nicht den natürlichen Klang einer unnötigen Pegelanhebung zu opfern. Natürlich sollte man Status Quo laut hören - aber dafür gibt es den Lautstärkeknopf!

Das Bonusmaterial richtet sich eher an die eingefleischten Fans, wobei diese Teile des Materials vermutlich bereits besitzen. Ganz offensichtlich scheint es hier aber keinerlei Outtakes oder Demos gegeben zu haben, die man hier hätte draufpacken können. Die Bonustracks teilen sich auf in: BBC Sounds of the Seventies (London 20/11/72); John Peel Session (London 9/1/73); BBC 'In Concert' (Paris Theatre 1/3/73). Da das reguläre Album ja ebenfalls "live" im Studio aufgenommen wurde, sind die Unterschiede zu den BBC-Sessions nicht besonders gravierend. Details unterscheiden sich (z.B. fehlt logischerweise das Klavier in "Don't Waste My Time"), aber der Nicht-Fan würde den Unterschied wahrscheinlich kaum merken. Am interessantesten finde ich hier "Softer Ride", das bereits auf der B-Seite von "Paper Plane" zu finden war, aber erst 1973 sein Albumdebüt auf "Hello!" erlebte. Die Liveaufnahmen (mit Bob Young bei zwei Songs an der Mundharmonika) sind deutlich spannender, auch wenn hier die Klangqualität schwächer ist. Für ein Bootleg wäre die Klangqualität super, keine Frage; für eine offizielle Veröffentlichung ist sie immerhin akzeptabel. Das fällt aber auch nicht weiter ins Gewicht, denn diese Aufnahmen sind von historischer Bedeutung. Die "Roll Over Lay Down"-Live-EP wurde ja 1975 aufgezeichnet; das "Live"-Album sogar erst 1976. Damit präsentiert sich hier eine Band, die in dieser Form erst drei Jahre lang gespielt hatte - die Frantic Four in ihrer Frühphase. Drei Songs vom damals neuen "Piledriver"-Album, aber auch später Ausrangiertes wie "Railroad" oder "Someone's Learning". Letzteres ist hier, wenn ich mich nicht irre, sogar zum ersten Mal überhaupt als Liveversion erhältlich. Interessant, dass die Konzerte schon damals (wie auch noch später auf "Live") mit Steamhammers "Junior's Wailing" begannen und mit Chuck Berrys "Bye Bye Johnny" endeten. Besonders interessant, da "Bye Bye Johnny" erst auf "On the Level" als Studioversion aufgenommen werden sollte, also über zwei Jahre später. Setliste mal beiseite gelegt, ist der Auftritt auch von musikalischer Hinsicht ein Leckerbissen. Die Band ist sehr risikofreudig und spielt bei "Someone's Learning" und besonders beim "Roadhouse Blues", der hier auf rekordverdächtige 15 Minuten Länge kommt, mit der Dynamik und reichert ihre Songs gerne mit langen Instrumentalparts an. Dass dabei nicht jeder Ton sitzt - geschenkt! Man bekommt auf jeden Fall einen guten Eindruck von der Live-Macht, die Status Quo damals waren. Insofern ergänzt das Bonusmaterial das reguläre Album sehr gut, man bekommt ein paar neue Perspektiven auf die Band und ihre damalige Entwicklung.

Die Verpackung ist, wie von anderen Deluxe-Editions gewohnt, sehr schön. Na ja, die klebrige Deluxe-Banderole kann sich Universal in die Haare schmieren - was ist mit den Plastikschubern passiert?! Aber das vierseitige Digipack macht schon was her; die verschiedenen Klappseiten zeigen Fotos, das Singlecover von "Paper Plane", Konzertkarten und -Plakate. Das Booklet kommt mit einem Text, der die Entstehung des Albums Revue passieren lässt; die Bandmitglieder kommen auch zu Wort; alle Songs werden kurz besprochen; einige lustige Anekdoten ergänzen das Bild eines Albums, das hier vorbildlich aufbereitet wurde. Die Songtexte und Credits werden direkt von der Original-LP übernommen. Die alten Vertigo-Labels werden für die CDs wiederbelebt.

Unterm Strich also: eine runde Sache! Und ich hoffe inständig, dass es nicht nur bei dieser einen Wiederveröffentlichung bleiben wird. Diese Deluxe Edition ist nämlich rundum gelungen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hairs down and rock!, 18. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Haare runter ,die Matte geschüttelt und in die Saiten gedroschen..."Piledriver" von 1972: Status Quo's Durchbruch zur Dampfhammer-Band! Hier entstand der auch heute -30 Jahre später noch - typische kraftvolle Status Quo Boogie-Hard-Rock-Sound. Unverkennbare Ohrwürmer finden sich auf dem Album, vier davon Klassiker, die auch heute noch zum Set von Status Quo-Live-Konzerten gehören: "Don't Waste My Time", der Kracher "Big Fat Mama", "Paper Plane" und der "Roadhouse Blues" (im Original von den Doors). Letzterem verleihen Status Quo in ihren Live-Konzerten ihren eigenen Stil und drücken ihm mit Einflechtung des "Mexican Hat Dance" stets ihren unnachahmlichen Party-Band-Stempel auf. Diese Version ist auf "Live Alive Quo" zu finden. Fazit: "Piledriver"Ein Album der Anfänge, aber was für eines! Zugreifen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für Fans, 10. September 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Für jeden echten Quo-Fan ein absoulutes MUß. Meiner Meinung nach
ist Piledriver nach Hello das Beste was von Rossi und Co. gemacht wurde. Rock vom Feinsten und vor Allem in der Urbesetzung
von Status Quo (Die einzigen und echten Status Quo die es je gab)
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hatte mir mehr versprochen im Klang (Deluxe Edition), 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Deluxe Edition) (Audio CD)
Also das Album ist ja weitgehend bekannt und ich hatte mir im Remastering 2014 mehr versprochen und zwar auf das reguläre Piledriver Album Remastert Ausgabe 2005
Die Bonustracks auf CD zwei klingen eindeutig besser wie CD 1 das normale Album, ich hätte mir gewünscht auch das CD1 diese Qualität gehabt hätte, dann wäre diese Deluxe Edition perfekt gewesen, und deshalb auch ein Stern Abzug.
Aufmachung und Gestaltung der Deluxe Edition geht soweit in Ordnung, ist aber auch Geschmacksache was jeder selbst beurteilen soll.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mega-Anfang einer genialen Band, 28. April 2009
Von 
Sjard Seliger (Neumünster, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Nach dem guten, aber schon noch etwas dürftigen "Dog of Two Head" kam 1972 der Durchbruch für Status Quo mit diesem Album. Zurecht.
Der Opener "Don't Waste My Time" wurde einen Hit, gehört heute noch zum Standard-Live-Repertoire und zählt bei mir persönlich zu den besten Status Quo-Songs überhaupt.
Auch die restlichen Songs der Platten bleiben auf diesem hohen Niveau. Lediglich "Unspoken Words" ist mir ein wenig zu ruhig und lasch ausgefallen, ein bisschen Power hätte nicht geschadet.
Und dass das geniale "Paper Plane" so kurz ist, bügelt der 7-minütige "Roadhouse Blues" am Ende locker wieder raus.
Für alle SQ-Fans ein Muss!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kolossaler Durchbruch, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Piledriver (Audio CD)
Ich bin 24 Jahre und komme ursprünglich aus Russland, wo man die Band bedauerlicherweise nur dank "In The Army Now" kennt. Umso stolzer bin ich, dass der allererste Song von SQ, den ich gehört (und gesehen) habe, "Paper Plane" war. Deswegen ist mir auch diese Scheibe sehr teuer.
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Piledriver (Deluxe Edition)
Piledriver (Deluxe Edition) von Status Quo (Audio CD - 2014)
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