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Berlin, 1926. In einem Kreuzberger Hinterhof wird die Leiche einer mit einer roten Glasscherbe ermordeten Frau gefunden.

Dass dieser Fall für Kommissar Leo Wechsler besonders schwierig wird, liegt nicht nur an der ungewöhnlichen Mordmethode und am Lebenswandel der Toten, die sich den Lebensunterhalt von wechselnden Männern hat finanzieren lassen.

Nein, das Problem ist, dass Leo die Tote kennt. Er hatte einmal eine Beziehung mit ihr, was seine jetzige Frau Clara lieber nicht erfahren sollte. Sie anzulügen, trägt zusätzlich zum Ermittlungsstress bei.

Wobei der auch nicht unwesentlich ist, denn kurze Zeit später wird der Filmemacher Viktor König ebenfalls mit einer Scherbe aus rotem Glas ermordet. Leo muss nun in der Filmindustrie ermitteln, und das gestaltet sich schwierig.

Ich liebe diese Serie, die es so hervorragend schafft, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Stimmung der Menschen, die sich langsam von der Wirtschaftskrise erholen, die aufstrebende Filmindustrie, die ganze Aufbruchsstimmung der Roaring Twenties wird beim Lesen greifbar.
Ebenso wie die negativen politischen Erscheinungen, die sich noch am Rand der Gesellschaft abspielen, wobei der folgenden Ereignisse ihre Schatten jedoch schon vorauswerfen.

Wie in allen Bänden dieser Reihe werden auch hier wieder historische Dinge eingeflochten, zum Beispiel die neuen Methoden der Spurensicherung und der neuartige Mordbereitschaftswagen, dessen Erfinder eine reale Person ist.

Auch dieser 4. Band der Serie ist spannend und gut geschrieben. Schön finde ich, wie die Charaktere sich weiterentwickeln. Die Liebesgeschichte ist unaufdringlich und stört die Spannung nicht, bereichert aber die Geschichte.
Wird Zeit, dass der 5. Band erscheint…
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am 26. Januar 2014
Band 4 der Leo Wechsler - Reihe -

Inhalt:Berlin 1926
Als Leo Wechsler die Tote sieht, wird im schlecht – Er war nicht darauf vorbereitet, Marlen je wieder zu sehen, eine Frau aus der Vergangenheit, der Vergangenheit bevor er Clara, seine Frau kennengelernt hatte. Er erzählt weder seinen engsten Kollegen und Freunden, noch seiner Frau von seiner Befangenheit, denn er will unbedingt selbst den Mörder finden.

Marlen wurde mit einer roten Glasscherbe getötet, dieses Detail wiederholt sich in einem weiteren Mord, dem an Viktor König einem gefeierten Stummfilmregisseur, der gerade einen neuen Erfolg feiert. Einen Serienmörder schließt Leo schnell aus, aber wer war es dann?

Meine Meinung:

Endlich gibt es ihn – einen neuen Fall mit Leo Wechsler. Wie in den anderen Büchern über und mit ihm, spielt auch sein Privatleben eine große Rolle, was neben den zeitgeschichtlichen Schilderungen den großen Reiz dieser Romanreihe ausmacht.

Seit der düsteren Zeit der Inflation hat sich Leos Situation deutlich verbessert. Seine Schwester hat sich mit seiner Clara, die nunmehr seit 3 Jahren seine Frau ist, arrangiert, die Kinder sind aktiv und niemand aus der Familie muss hungern. Dieser Aspekt ist mir auch bei den Vernehmungen immer wieder aufgefallen. Eine Stulle, ein Kaffee, eine Schrippe, den Menschen wird oftmals etwas zu Essen angeboten.
Die Stimmung in Berlin ist auch erfreulicher, hier tauchen wir ins Filmmilieu ein, ohne jedoch auch die ärmlichen Situation, beinahe wie in Zilles „Milljöh“, zu vergessen. Dezent, aber wirkungsvoll werden die aktuellen Politiker, Architekten und Künstler eingestreut. Wie man 1926 in Berlin mit der Hertha am Radio fieberte, wie man lebte und ausgehen konnte, wird so wunderbar deutlich, wie in den anderen Wechsler-Romanen.

Wie in anderen Goga-Romanen gefällt mir hier auch das Selbstbewusstsein der handelnden Personen, genauso, wie der Umgang mit den eigenen Schwächen. So macht sich Leo nicht erpressbar, sondern signalisiert souverän, dass er gelassen mit ‚Anzeigen‘ an den Chef umgehen würde. Dies ist genauso glaubwürdig, wie seine Albträume oder sein Zögern, sich mit seiner Frau auszusprechen.

Auch den weiblichen Figuren merkt man den Zeitgeist so an, wie es ihrer sozialen Situation entspricht. Wieder einmal hat Susanne Goga das bemerkenswert ins Worte umgesetzt.

Das Nachwort und die anhängenden Informationen runden das Bild ab.

Hoffentlich haben wir noch viel Zeit um sie auch mit Sonnenschein, Walther und den andere Kollegen zu verbringen. Bis zur NS-Zeit haben wir ja noch ein paar Jahre. Über diese gibt es schon viele Romane. Ich hoffe es wird noch einige rund um Leo Wechsler in den Jahren davor geben.
Wer die Zeit vor dem NS-Regime im Krimi näher kennenlernen will, ist mit Susanne Goga und Leo gut beraten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Januar 2014
Faszinierend an den Leo-Wechsler-Romanen von Susanne Goga ist immer wieder der genau recherchierte zeitgeschichtliche Hintergrund vor dem sich dann der Kriminalfall, von dem hier nichts verraten werden soll, abspielt. Da stimmt vieles bis ins Detail, ob nun Ernst Gennat den richtigen Dienstgrad hat, die ersten Pläne des Mordbereitschaftswagens, die geplante "Fürstenenteignung", die angestrebte Aufnahme in den Völkerbund, die ersten Gerüchte über den entstehenden Film Metropolis (3 Discs, Special Edition), die sich langsam von der Hyperinflation erholende Bevölkerung, all dies ist gut recherchiert, überlagert aber auch nicht die Handlung des Romans.
Hier schreibt keine Autorin, die ständig den Finger hebt und ruft: schaut her, soviel weiß ich.

Neben dem Fall erfahren die Leser auch, wie es privat mit Leo Wechsler, Jakob Sonnenschein und Robert Walther weitergeht. Dies verleiht dem Roman neben Kriminalfall und geschichtlichem Hintergrund eine dritte Ebene.

Insgesamt ist Susanne Goga wieder einmal ein spannender und zugleich sehr unterhaltender Roman gelungen, der nicht bemüht wirkt, dem nicht anzumerken ist, wie viel Arbeit in ihm steckt. Und kaum ausgelesen, freue ich mich auf den fünften Fall.

Leser_innen, die Leo Wechsler noch nicht kennen, wird empfohlen, mit Leo Berlin: Kriminalroman zu beginnen, da die Handlungen der einzelnen Fälle ein wenig aufeinander aufbauen.
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am 23. März 2014
Berlin 1926: Kommissar Leo Wechslers vierter Fall „Mord in Babelsberg“ beginnt in Berlin-Kreuzberg. Nein, eigentlich doch nicht, genau genommen im Besprechungszimmer der Inspektion A, wo die Kollegen sich die Konstruktionszeichnungen zu einem neuartigen Dienstfahrzeug der Mordkommission, dem Mordbereitschaftswagen. Es gab ihn wirklich, den Kriminalrat Ernst Gennat. Hier findet sich eine historische Figur in einem Zeitkrimi wieder. Leo Wechsler wird zu einem Mord gerufen. Für ihn eine starke Herausforderung, denn mit Marlen, der Toten, wird er nunmehr mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Er behält dies aber für sich, auch mit seiner Frau Clara spricht er nicht darüber. Diese Beziehung war vor seiner Ehe.
Kurz darauf wird ein bekannter Stummfilmregisseur ermordet aufgefunden, Viktor König, mit den gleiche Mordmerkmalen wie bei der Toten.
Die beiden Fälle zu lösen, erweist sich als kompliziert.
Gibt es eine Verbindung zwischen ihnen?
Das Team um den Kommissar tappt lange im Dunklen. Doch dann taucht eine Charaktere auf, die vielleicht/evtl. das Puzzle zusammenfügen kann.
Berlin der Zwanziger Jahre, das Leben, die politische Entwicklung, aber auch die damaligen Arbeitsverhältnisse in der Kriminologie, dies hat die Autorin klar und detailliert, gut recherchiert in die Handlung eingebaut.
Der allmähliche wirtschaftliche Aufschwung ist spürbar. Ebenso die familiäre Situation von Leo Wechsler spielt eine wichtige Rolle mit. Das Verhältnis seiner Schwester zu seiner Frau Clara hat sich positiv verbessert und sie haben genug für das Leben.
Aber was ist schon genug?
Die Reichen protzen, die Filmindustrie zeigt Glamour und Glemmer.
Es ist nicht nur die Atmosphäre von dem Berlin der Zwanziger Jahre, der diesem Roman genau den richtigen Hintergrund liefert.
Fazit:
„Mord in Babelsberg“, ein Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund, inhaltlich gut und spannend geschrieben, dem ich meine Leseempfehlung gebe!
Ich mag den Stil der Autorin Susanne Goga, von der ich bereits
Die Tote von Charlottenburg
gelesen habe. In diesem Buch ist Clara Bleibtreu noch seine Freundin.
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am 17. März 2014
Berlin, 1926. Kommissar Leo Wechsler und seine Kollegen werden zum Fundort eines Mordopfers gerufen. Eine Frau wurde mit einer roten Glasscherbe erstochen und ist verblutet. Als ob der Fall nicht rätselhaft genug wäre, ist Leo auch persönlich betroffen, denn er kannte das Opfer. Mit Marlene Dornow verband ihn vor Jahren eine enge Freundschaft, seit er aber seine Frau Clara kennt, hat er Marlene nicht mehr getroffen. Dennoch ist er schockiert von ihrem Tod, er will die Ermittlungen niemand anderem überlassen und verschweigt seinen Kollegen daher seine frühere Bekanntschaft mit dem Opfer.

Vollends im Dunkeln tappen die Ermittler, als es kurz darauf einen zweiten Toten gibt, der auf die gleiche Weise umgebracht wird. Obwohl sie herausgefunden haben, dass Marlene sich von reichen Männern aushalten ließ, scheint kein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern zu bestehen. Leo und seine Kollegen müssen in alle Richtungen ermitteln.
Der Leser erfährt parallel zu den Ermittlungen von einer jungen Frau, die in die Nervenklinik eingeliefert wurde. Dass es eine Verbindung zu den Mordfällen geben muss, ist für den Leser schnell klar, doch wie diese aussieht, enthüllt sich erst gegen Ende und bis dahin ist spannendes Miträtseln angesagt!

Dies ist bereits der vierte Fall der historischen Kriminalroman-Serie um Leo Wechsler. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Wie immer bei solchen Reihen fehlt einem als Quereinsteiger natürlich etwas Vorwissen über die persönlichen Eigenheiten und Beziehungen der Ermittler, aber auch hier habe ich mich schnell zurechtgefunden. Der Fall ist natürlich in sich abgeschlossen. Nichtsdestotrotz bin ich nun neugierig auf Leos Vorgeschichten und werde diese Lektüre schnellstmöglich nachholen!
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am 10. März 2014
Inhalt
Berlin im Jahr 1926. Kommissar Leo Wechsler steht kurz vor seiner Beförderung und ist mittlerweile mit Clara glücklich verheiratet, als ein Mordfall ihn etwas aus seinem Gleichgewicht bringt. Die elegant gekleidete Frau, die im Hof einer teuren Wohnanlage erstochen vorgefunden wird, ist nämlich eine frühere Bekannte, die er einige Jahre nicht mehr gesehen hat. Eigentlich müsste er den Fall abgeben, aber er setzt alles daran, den Mord aufzuklären, denn das glaubt er der Toten schuldig zu sein.

Der Lebenswandel der Toten, die sich ihren Unterhalt offensichtlich von reichen und bedeutenden Männern finanzieren ließ, führt zu dem ersten Tatverdächtigen. Doch dann geschieht ein weiterer Mord, der zwar von der Tatwaffe her eine Verbindung zeigt, aber in eine ganz andere Richtung führt, nämlich in die Filmbranche. Wie passen die beiden Morde zusammen?

Gleichzeitig ist in einer Klinik eine junge Frau unter Beobachtung, die dem behandelnden Arzt große Sorgen bereitet, da sie völlig in sich gekehrt und unansprechbar ist. Etwas Schreckliches muss ihr passiert sein und Dr. Hartung weiß sich keinen Rat mehr.

Meine Meinung
Dies ist mittlerweile der 4. Fall des sympathischen Berliner Kommissars, doch auch ohne Vorkenntnisse ist der Krimi gut zu lesen. Ich empfehle trotzdem, die Reihe von vorne zu beginnen, um das Privatleben des einst allein erziehenden Kriminalkommissars und seiner großen Liebe Clara verfolgen zu können. Diese Nebengeschichte wird dabei ganz unaufdringlich und besonders liebevoll in die jeweiligen Kriminalfälle eingebettet. Zudem sind nicht nur die Entwicklungen der Figuren interessant, sondern auch die historischen Ereignisse der damaligen Zeit. Wie schon in den anderen Büchern, versteht es die Autorin auch hier sehr gut, dem Leser ein Gefühl für die Atmosphäre der Zwanziger Jahre zu vermitteln. Ob politische Einwirkungen, gesellschaftlicher Alltag und Probleme, kulturelle Ereignisse oder auch die ermittlungstechnischen Erneuerungen zur Spurensicherung: man wird ganz nebenbei in die damalige Zeit hineinversetzt. Besonderer Schwerpunkt ist in diesem Krimi dabei die aufstrebende Filmbranche. Man spürt bei den beschriebenen Filmpremieren die Aufregung und Begeisterung der Menschen über die neuen Möglichkeiten. Mir gefällt immer wieder sehr gut, dass man neben einer spannenden Geschichte auch viele interessante historische Dinge erfährt.

Neben Leo und seiner Frau, lernt man nun auch sein Ermittlungs-Team immer besser kennen und gerade um den jüdischen Kollegen Sonnenschein mache ich mir jetzt schon Sorgen. Denn da wir als Leser schon wissen, was auf die Menschen in ein paar Jahren zukommt, ließ mich das manchmal schlucken. Es fällt einem einfach sehr leicht, die Charaktere ins Herz zu schließen, denn die Figuren sind alle wieder sehr lebendig und warmherzig beschrieben. Neben der spürbaren Geborgenheit, die Leos Familie ausstrahlt, lassen einen aber auch die Kälte und Grausamkeit anderer frösteln.

Der Fall selbst ist spannend bis zum Schluss, denn auch wenn ich irgendwann gegen Ende eine Ahnung hatte, war für mich das ganze Ausmaß der Tat immer noch eine schockierende Überraschung. Für mich war der Spannungsbogen immer weit oben, denn die Ermittlungen von Leo und seinen sympathischen Kollegen ließen immer neue Puzzleteile auftauchen und auch die verschiedenen Schauplätze und Figuren boten immer wieder Grund für neue Spekulationen und Verdächtigungen. So konnte ich bis zum Ende sehr gut miträtseln. Ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall für Leo Wechsler und sein Team!
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am 28. Februar 2014
"Mord in Babelsberg“ ist zwar bereits der vierte Fall von Kommissar Leo Wechsler, aber mein erster, den ich über ihn gelesen habe.

Die Autorin entführt uns in das Jahr 1926, Leo Wechsler ist glücklich verheiratet und unser Berliner Kommissar hat einen kniffeligen Mordfall zu lösen. Eine junge Schauspielerin wurde um Mitternacht mit einer roten Glasscherbe auf offener Straße getötet und keiner kann sich erklären wieso. Kurze Zeit später stirbt eine weitere Person, ist eventuell ein Serientäter am Werk? Und was ist eigentlich mit Leo los, der sich seit dem Anblick der Toten komisch verhält?

Ich kannte bisher nicht einen Leo Wechsler Fall, habe mich aber sofort gut in die Geschichte einfinden können. Ich hatte nicht zwingend das Gefühl, dass ich die Vorgängerromane hätte kennen müssen, um alles zu verstehen. Klar wird Bezug zu seinen älteren Fällen genommen, aber soweit erklärt, dass man keine Wissenslücken hat.

Mir hat an dem Kriminalroman besonders das Setting gefallen, denn einen Krimi, der zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, findet man ja doch eher selten. Susanne Goga gelingt es dabei sehr gut die Aufbruchsstimmung der damaligen Zeit, der sogenannten goldenen Zwanziger, einzufangen.

Gut ausgearbeitet empfand ich auch die Charaktere, denn selbst in den einen oder anderen Nebencharakter konnte man sich hineinversetzen und dessen Handeln verstehen.

Ich habe bis zuletzt gerätselt, wer denn nun der Täter war. Erst auf den letzten Seiten erfährt der Leser alles, was ich bei Frau Gogas Büchern immer besonders mag. Das Ende der Geschichte gefiel mir sehr gut, war nachvollziehbar und schlüssig.

Zudem lässt die Autorin auch das Thema Liebe nicht zu kurz kommen. Die Beziehung zwischen Ehefrau Clara und Leo ist authentisch geschildert und bewegte mich als Leser.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin nun neugierig auf weitere Leo Fälle geworden. Wer Volker Kutschers "Gereon Rath“ mag, der wird Leo Wechsler lieben. Uneingeschränkt zu empfehlen!
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am 27. Februar 2014
„Mord in Babelsberg“ ist der vierte Roman in der Reihe um den Berliner Kommissar Leo Wechsler. Diesmal gilt es den Mord an Marlen Dornow zu klären, der mit einer Glasscherbe die Kehle durchtrennt wurde. Eine Woche später wird der erfolgreiche Stummfilmregisseur Viktor König auf die gleiche Weise ermordet aufgefunden. Leo Wechsler ist durch den Mord an Marlen Dornow tief erschüttert. Den Lesern der ersten Bände der Serie ist die Ermordete bekannt - es handelt sich um Wechslers ehemalige Geliebte, die ihren Lebensunterhalt sicherstellte, indem sie sich von reichen Liebhabern aushalten ließ. Eigentlich dürfte Leo Wechsler wegen persönlicher Befangenheit den Fall nicht übernehmen. Er hält seine Beziehung zum Mordopfer aber geheim und ermittelt trotzdem, da es ihm eine Herzensangelegenheit ist, den Mörder zur Strecke zu bringen.

Während die ersten drei Romane mit Leo Wechsler in den Jahren 1922 und 1923 handeln, erfolgt nun ein Zeitsprung in das Jahr 1926. Leo Wechsler ist inzwischen mit Clara verheiratet und seine Schwester Ilse, die sich früher um die beiden Kinder und den Haushalt des jung Verwitweten gekümmert hat, ist ausgezogen. Ohne dass der Kriminalfall zu kurz käme oder darunter leiden würde, erfährt man viel vom Privatleben Leo Wechslers und dem seiner beiden Kollegen Robert Walther und Jakob Sonnenschein, die beide frisch verliebt sind. Wie bereits in den drei anderen Romanen ist es Susanne Goga sehr gut gelungen, das Leben im Berlin der 20er Jahre authentisch darzustellen.

Einzig die Auflösung des Kriminalfalls fand ich am Ende nicht so geglückt wie in den drei ersten Fällen. Sie war für meinen Geschmack ein wenig zu konstruiert und unplausibel. Davon abgesehen hat mir „Mord in Babelsberg“ aber gut gefallen und ich hoffe, dass Susanne Goga die Reihe fortsetzt.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Februar 2014
Der historische Kriminalroman „Mord in Babelsberg“ von Susanne Goga ist bereits der vierte Fall für den Berliner Kommissar Leo Wechsler, der den Leser mit in das Jahr 1926 nimmt. Auch diesmal wurde wieder wie bei den vorigen Bänden der Serie als Kontrast zur schwarz-weißen Grundgestaltung des Covers ein Modedetail durch Einfärbung hervorgehoben. Die junge Frau im Vordergrund trägt Mantel und Hut im Stil der 1920er. Sie steht vor dem Schloss der Pfaueninsel in Berlin und genau hierhin führt der Roman den Leser.

Im Juni 1926 wird in einem Innenhof in Berlin-Kreuzberg eine Frau erstochen aufgefunden. Als Tatwaffe kommt nur eine rote Scherbe, die man am Tatort vorfindet, in Betracht. Auffallend ist die elegante Kleidung, die sie zum Zeitpunkt ihres Todes getragen hat. Kommissar Leo Wechsler und sein Team werden mit den Fallermittlungen beauftragt. Für Wechsler ist der Fall besonders brisant, denn er kennt die Tote von früher und müsste daher eigentlich die Ermittlungen an einen Kollegen abgeben. Ungefähr eine Woche später wird ein Regisseur auf der Türschwelle seines Hauses ermordet aufgefunden. Auch in diesem Fall war die Tatwaffe eine rote Scherbe. Obwohl kein Zusammenhang zwischen den Fällen zu bestehen scheint, deutet doch die Todesursache auf das Gegenteil hin. Für Leo Wechsler und seine Kollegen werden die Ermittlungen zur mühsamen Suche nach einem entscheidenden Hinweis. Parallel hierzu erfährt der Leser von einer jungen Frau die geistig verwirrt ist und daher in einer psychiatrischen Klinik vor den Toren der Stadt behandelt wird. Erst nach und nach ergibt sich, in welcher Verbindung diese Frau zu den beiden Fällen steht.

Diesmal ist Kommissar Wechsler in den zu ermittelnden Fall persönlich involviert. Er selber achtet bei Vernehmungen auf Untertöne und Körpersprache, glaubt aber, dass er es im vorliegenden Fall schafft, seine eigene Betroffenheit nicht nach außen zu zeigen. Doch seine Frau bemerkt ein verändertes Verhalten an ihm und zieht daraus ihre eigenen, falschen Schlüsse. Es gefällt mir immer äußerst gut, wenn die Ermittler in Romanen ein Privatleben haben durften, das auch in die Erzählung einfließt und das sich über die Bände einer Serie weiterentwickelt. So ergibt sich für mich dadurch ein abgerundetes Bild des jeweiligen Charakters. Hinzu kommt, dass die Autorin nicht nur gut recherchierte geschichtliche Hintergründe in ihre Wechsler-Romane einarbeitet, sondern auch das Alltagsleben beispielhaft anhand der Familie des Kommissars treffend darstellt, auch in Bezug auf die Gefühle der Personen.

Im vorliegenden Band schafft Susanne Goga es wieder die Atmosphäre der Großstadt Berlin in den 1920ern einzufangen. Interessanterweise führt dieser Gedankenausflug diesmal auch in die Glamourwelt und zu den Machern der damaligen Filmindustrie. Im Gegensatz zu den meisten Personen, die in diesem Roman mitspielen und die die Autorin sich nur erdacht hat, ist Kriminalrat Ernst Gennat eine zeitgeschichtliche Persönlichkeit. Sein Einsatz für die Berliner Kriminalpolizei fließt in die Erzählung mit ein. Neben seiner hervorragenden Arbeit als Kriminalist hat er die Berliner Mordkommission neu strukturiert und die Ermittlungstechnik wesentlich verbessert.

Obwohl es bereits der vierte Band mit dem Ermittler Leo Wechsler ist, kann man den Roman ohne Verständnisprobleme unabhängig von den anderen Bänden lesen. Wer die persönliche Verbundenheit von Leo Wechsler mit dem ersten Opfer jedoch besser einschätzen möchte, sollte Band eins der Serie gelesen haben.

Mord in Babelsberg ist ein stimmiger Krimi, der sich dank des Schreibstils der Autorin flüssig lesen lässt. Für alle Freunde klassischer Ermittlungsromane vergebe ich gerne eine Leseempfehlung.
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am 2. März 2014
Dieses Buch hat eine wunderschöne Atmosphäre. Der Charme der Filmbranche in den zwanziger Jahren wurde, wie auch die Ausführung der Kriminologischen Tätigkeiten, sehr authentisch rübergebracht. Faszinierend zu lesen, mit welchem Aufwand damals noch Stummfilme gedreht wurden. Der Schreibstil war im Gegensatz dazu jedoch sehr modern, sodass mir die aktuelle Technologie wie z.B. das Smartphone nicht fehlten. Es war sogar recht erfrischend zu sehen, dass man früher auch ohne sehr gut ausgekommen ist.

Allerdings sollte man keine rasanten Verfolgungsjagden in diesem Buch erwarten. Hier ging es aus meiner Sicht eher darum, sich Stück für Stück dem Mörder zu nähern, statt ihn mit brachialer Gewalt aus dem Versteck zu holen und zu präsentieren. Nichts desto trotz fand ich die Geschichte sehr spannend und unterhaltsam. Zwar ist das bereits der vierte Fall von Leo Wechsler, jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass es sehr wichtig gewesen wäre, die Bände davor gelesen zu haben. Leo Wechsler war mir von Anfang an sympathisch und ich fand es gut, dass auch Hintergründe seines Privatlebens eine Rolle spielten.

Im Buch gibt es häufig wechselnde Erzählperspektiven, teilweise sogar nahtlos ineinander übergehend. Das ist anfangs verwirrend, legt sich jedoch mit der Zeit. Schade fand ich, dass die Sicht des Täters nicht integriert wurde, dass hätte der Geschichte bestimmt noch ein wenig mehr Würze verliehen.
Copyright © 2013 by Rebecca H.
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