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3.0 von 5 Sternen Politisierte Wissenschaft, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In diesem Buch geht es um den Weltklimarat (IPCC) sowie die beteiligten Personen und Organisationen.

Basierend auf den Arbeiten von Malthus und des Club of Rome ("Grenzen des Wachstums") wurde folgende Argumentation erarbeitet:

1. Die Erde ist übervölkert.
2. Wir müssen deshalb das Wirtschaftswachstum drosseln, was am besten über eine Deindustrialisierung der Industriestaaten gelingt.
3. Da die Bevölkerung dies nicht einsieht, brauchen wir eine andere Begründung. Bei der industriellen Produktion fällt CO2 an, also reduzieren wir am besten das CO2.
4. Als Begründung für die Reduzierung des CO2 geben wir an, dass es ein gefährliches Treibhausgas ist.

Der IPCC wurde gegründet, um wissenschaftliche Beweise für diese Argumentation zu finden. Dazu arbeitet er mit Klimawissenschaftlern aus aller Welt zusammen, wobei die Federführung bei Institutionen in Großbritannien, USA und Kanada liegt. Aus den in Großbritannien gestohlenen E-Mails ("Climategate") und den Berichten des IPCC wird deutlich:

- Die Temperaturdaten der Gegenwart und zunehmend auch der Vergangenheit werden korrigiert.
- Die meisten Wetterstationen in den USA genügen den Anforderungen nicht und haben Abweichungen von mehr als einem Grad Celsius.
- Es gibt Hinweise, dass vielleicht auch die vorindustrielle CO2-Konzentration korrigiert wurde.
- Die zur Vorhersage des Klimas eingesetzten Modelle haben viele Unzulänglichkeiten. Es gibt vor allem bei den Bereichen Ozeane, Wolken, Energieflüsse sowie -bilanz, Konvektion, Verdunstung und Gewitter große Lücken in der Theorie. Auch über die Klimasensitivität (Reaktion der Temperaturen auf eine Änderung der CO2-Konzentration) konnte keine Einigkeit erzielt werden, obwohl dies der zentrale Wert ist.
- Viele Daten sind unbekannt und werden deshalb geschätzt bzw. angepasst.

Wenn man in nicht funktionierende Modelle fehlende oder verschlimmbesserte Daten eingibt, ist es kein Wunder, dass die Modelle bisher immer falsche Vorhersagen geliefert haben.

Der Autor fordert eine Rückbesinnung auf die wissenschaftlichen Grundlagen: Man muss nach dem Wissenschaftsphilosophen Popper eine Theorie aufstellen, die man widerlegen kann. Wenn man die Theorie widerlegt, muss man sie ändern. In den Klimawissenschaften wurde die Beweislast umgekehrt und der Theorie widersprechende Fakten sind eher lästig. Kritiker werden verunglimpft. Das liegt daran, dass es eben nicht um Wissenschaft, sondern um Politik geht. Fakten würden die Umsetzung der im Eingang aufgelisteten Agenda schaden.

***

Mir hat das Buch teilweise gut gefallen. Man erhält einen Eindruck, was bei den Klimawissenschaften hinter den Kulissen passiert. Besonders interessant war, dass sich die Abstrahlung von der Erde ("Albedo") erhöht und dies die Temperaturen senkt. Die Beschreibung der bisher nicht berücksichtigten Schnittstelle zwischen polaren und gemäßigten Wettersystemen war sehr hilfreich; sie erklärt, warum der Winter 2013/2014 in den USA kalt und in Deutschland mild war.

Ein Pluspunkt des Buches ist, dass der Autor selbst ein bekannter Klimawissenschaftler ist. Die Punktabzüge gibt es wegen der Rechtschreib- und Grammatikfehler und auf Grund der Wiederholungen. Ein Inhalts- und Stichwortverzeichnis fehlt ebenso wie eine Liste der Abbildungen.
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