wintersale15_finalsale Hier klicken studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Einfach-Machen-Lassen Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen405
3,5 von 5 Sternen
Format: Amazon VideoÄndern
Preis:3,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. März 2015
Eigentlich schade.
Der Film hat auf einem Level begonnen und eine Handlung geboten, welche was richtig großes erahnen lies.
Die überzeichnete Form der Zukunft und das Aufgreifen von aktuellen Miss-Entwicklungen in der realen Welt (die weltweit immer weiter auseinander driftenden Schere zwischen Arm und Reich, z.B.) wurde gerade zu Beginn enorm gut dargestellt.

Die Missstände und Schicksale resultierend aus diesem Zwei-Klassen System waren greif- und fühlbar, die Inszenierung realistisch jedoch gleichzeitig opulent und generell erschien alles sehr detailliert und durchdacht. Das geht für mich schon mit der Sprache los: Meiner Meinung nach haben nicht umsonst die armen Menschen auf der Erde spanisch gesprochen (eine Anspielung an Lateinamerika vermute ich mal), während die Geld-Elite auf Elysium französisch spricht (könnte man als Anspielung an High Society Orte wie St. Tropez verstehen).

Generell waren die ersten 20, 30 Minuten des Films auf Grund der oben genannten Gründe schlicht grandios.
Der Film konnte das Niveau aber leider nicht halten und verlor sich, weil er sich zu sehr am Mainstream anbiedern wollte oder vielleicht auch musste.

Was hätte man alles hieraus machen können?
- Die Handlung ist toll und brandaktuell
- Die Schauspieler sind namhaft und kompetent
- Das Budget war groß und die Optik dementsprechend spitze

Aber leider nützt das alles nichts, wenn die zweite Hälfte des Films ein fast reiner SciFi-Action-No-Brainer wird.
- Die Länge des Films ist der Handlung kein bisschen angemessen. Hier hätten 30 bis 40 Minuten mehr definitiv gut getan um Charaktere, Handlung und Co. mehr nach vorne zu bringen.
- Die Handlung verkommt zu einem bloßen schwarz/weiß Kampf zwischen Gut und Böse (Protagonist vs. Antagonist). Der systemkritische Aspekt verschwindet fast völlig und alles böse wird in Form von Einzelpersonen manifestiert, was die Handlung dazu noch etwas unglaubwürdig macht.
- Filmisch beginnt der Film Atmosphärisch um letztendlich alles in Geballer untergehen zu lassen
- Gespickt wird das Ganze später mit Logiklöchern noch und nöcher. Seien es die Menschen-, Wachen- und Roboter-leere Regierungsgebäude, Minister ohne jegliches Schutzpersonal, Verschwörungen wie aus dem Kinderdrehbuch oder oder oder.

Ich würde dem Film liebend gerne mehr Sterne geben, denn nicht falsch verstehen: Der Film hat Spaß gemacht!
Aber eben nur als stumpfer 08/15 SciFi-Action Film und das wo der Film zum Einen das Potenzial für so viel mehr hätte und zum Anderen genau das auch sein wollte, zumindest wenn man dem Beginn glauben schenken darf.

Nun ja... Fazit:
Vertane Lebenszeit war der Film wie gesagt nicht, Spaß gemacht hats auch. Die Handlung ist aus Actionfilm-Sicht (bis auf die üblichen Logiklöcher) gut umgesetzt, die Charaktere spielen ihre Rollen glaubhaft (sofern es der Charakter zulässt) und die Optik ist schlicht grandios. Von daher ein völlig solider und guter Action-NoBrainer. Aber leider auch nicht mehr.
1414 Kommentare115 von 124 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2015
Für mich hat die Story B- oder C-Movie Niveau. Man findet gar nicht richtig in die Geschichte rein, weil alles so oberflächlich bleibt.

Das grobe Szenario: Die Bevölkerung ist zweigeteilt. Die reiche "Elite" ist von der Erde geflohen und lebt auf der Raumstation Elysium. Dort herrschen paradisische Bedingungen. Es gibt Serviceroboter für alle Dienste und hochmoderne Maschinen, die in Sekunden Krankenheiten und schwerste Verletzungen heilen können. Ihren Luxus und Reichtum garantiert sie sich die Elite durch die skrupelose Ausbeutung der verblieben Menschen der Erde. Wer nicht Bürger Elysiums ist, der hat keinen Wert. Die Menschen auf Erde leben in den Überresten der großen Städte, die zu Slums verkommen sind. Polizeiliche und administrative Tätigkeiten werden hier allesamt von Roboter ausgeführt, die "eiskalt" in ihren Handlungen sind und keine Rücksicht auf die Lebensumstände der Menschen nehmen. Wer sich nicht an die klaren Regeln hält, der trägt schwerwiegende Kosequenzen. Geregelte Arbeit ist rar und die Zustände in den Produktionsbetrieben erinnern an den Beginn der Industralisierung in Europa. Medizinsche Versogung gibt es, allerding ist sie auf unserem heutigen Stand. Es gibt keine Wundermaschinen, die alles heilen können. Viele Schwerstkranke und Verzweifelt versuchen deshalb zur Raumstation zu fliehen, um zumindest einmal eine dieser Heilungsmaschinen nutzen zu können, die dort anscheinend in jedem Haushalt installiert ist. Natürlich kommen viele auf dem Weg zum Paradis um, weil die skrupellose Verteidgungsministerin von Elysium sie alle abschiessen lässt. Wer es doch bis zur Station schafft, wird sofort in Gewahrsam genommen und wieder abgeschoben.

Die Story (***** Achtung Spoiler *******): Der Protagonist ist bei Nonnen aufgewachsen und träumte als Kind oft davon die Raumstation Elysium zu erreichen. Als Erwachsener ist er mittlerweile von der harten Realität eingeholt worden. Er ist ein ehemaliger Krimineller, der längere Zeit im Gefängnis verbracht hat und nun versucht ein geregelts Leben zu führen. Er ist einer der wenigen seines Viertels, die eine Arbeiststelle haben. Bei einem Arbeitsunfall wird er tödlich verstrahlt und hat noch 5 Tage zu leben. Seine einzige Hoffnung: Benutzung einer dieser Wundermaschinen auf Elysium. Er sucht deshalb einen alten Bekannten auf, wegen dem er im Gefängnis gesessen hat. Dieser ist der einzige, der regelmäßig illegale Transporte nach Elyisum organisiert. Natürlich bekommt unser Held die Fahrt nicht einfach so geschenkt, sondern soll einen Job erledigen. Er soll die Gedanken eines Bewohners Elysiums stehlen (ja das geht hier), damit z.B. Geldkonten geplündert werden konnen. Das ausgewählte Ziel ist der Fabrikbesitzer, in der sich unser Held die tödliche Strahlendosis eingefangen hat. Ohne es zu wissen haben sie eines der wertvollsten Ziele ausgewählt, da der Fabrikbesitzer auch das Sicherheitssystem für Elysium geliefert hat. Zusätzlich ist er Teil eine Putschversuchs auf Elysium und hat ein neues Sicherheitsprogramm vorbereitet (bzw. will einen Neutart des alten Programms). Mit dem will er das alte ersetzen und einen neuen Präsidenten vorgeben. Das System wird dann automatisch den neuen Präsidenten schützen und Aufrührer niederschlagen. Diese Daten speichert er für den Transport zur Raumstation in seinem Gedächtnis. Natürlich kommt er dort nie an, sondern wird beim Start abgefangen und seine gespeicherten Daten gestohlen. Die Verschwörer auf Elysium erkennen die Gefahr der entwendeten Daten, da mit dem neuen Programm ebenfalls die Möglichkeit besteht alle Erdenbürger zu Bürgern Elysiums zu machen. Das wäre das Ende der Elite und muss unter allen Umständen verhindert werden.
Daraufhin wird ein skrupelloser Ex-Militär beauftragt die Daten zu sichern, usw.

Die Geschichte, wenn auch simpel, hätte wirklich Potential für einen Erfolg gehabt. Aber sie verkommt recht schnell zu einer drögen Gefechtsorgie mit platten Sprüchen und lächerlichen Bösewichten, die alles tun, damit man sich auch wirklich als böse wahrnimmt. Weder erfahren wir wirklich viel über die Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere, noch über deren Gefühlswelt oder über ihre Beziehung zu einander. Da wird lautstark der Tod eines Freundes beweint, der maximal 10 Minuten Statistendasein genießen durfte. Oder es wird eine alte Liebe mit ihrem kranken Kind eingebracht, nur damit der Protagonist am Ende das finale Opfer für die beiden erbringt. Ein wirklich ernsthaftes/emotionales Gespräche oder ähnliches gab es aber nie zwischen den beiden. Er tut es einfach, weil er sie schon seit der Kindheit kennt?! Ach ja, ihr Kind hat ihm noch eine Geschichte erzählt, die ihn wohl emotional sehr mitgenommen hat. Würde ich vielleicht sogar gelten lassen, wenn er sie nicht nach dem zweiten Satz abgewürgt hätte. Sorry, bescheuerter gehts echt nicht mehr.
Die "Erstürmung" Elysiums und alle Gefechte dort sind derart absurd, das es schon wehtut. Immer, wirklich immer wenn ein illegales Schiff auf Elysium gelandet ist, waren sofort Sicherheitsroboter vor Ort und haben alle getötet oder gefangen. Beim finalen Akt auf der Station, als viele wichtige Bürger Elysiums getötet werden, ist KEIN EINZIGER Roboter zu sehen. Wo sind die denn alle auf einmal hin? Hinzukommt der übliche Quatsch, wie z.B. übermenschliche Hackerfertigkeiten. Auf der Station tickt auch der Oberbösewicht völlig aus und tötet alles und jeden. Warum genau nochmal? Ach ja, er hatte kurz vorher wegen unsers Heldens sein halbes Gesicht durch eine Granate verloren. Zum Glück war sein Gehirn aber noch in Ordnung und so konnte er in einer Wundermaschine rekonstruiert werden. Danach ist er sichtlich aufgebracht, tötet die Verteidigungsministerin und begibt sich dann auf einen persönlichen Rachefeldzug auf der Station. Wo waren nochmal diese Sicherheitsroboter? Selbst als das System den Tod der Ministerin festgestellt hat passiert nichts. Wie wir zum Ende noch sehen, gibt es auch menschliche Sicherheitskräfte. Die hatte aber wohl besseres zu tun als die wenigen Eindringlinge (7-9) zu stellen.
Auf der Station gibt es deart viele Logiklöcher und Unsinnigkeit, das ich sie gar nicht alle aufzählen kann.

Fazit: Der Film hat gute Action, tollen Sound und schöne Bilder. Die Story beginnt recht vielversprechend und baut nach 20-30 Minuten stark ab. Danach wird es nur noch blöde und ich hatte wirklich Mühe mir das Ende anzusehen. Die Charaktere sind oberflächlich und blass. Der Oberbösewicht ist einfach nur unfassbar peinlich gespielt, bzw die Rolle schlecht geschrieben. Gleiches gilt für die Dialoge, die teilweise zum fremdschämen sind. Wenn der Film einfach nur ein Actionfilm gewesen wäre, dann hätte ich deutlich weniger Problem damit. Aber diese unterschwellig Gesellschaftskritik, die dann doch nicht weiterverfolgt wird und das anschließende Abdriften in die Lächerlichkeit, haben mir den Film wirklich madig gemacht.
0Kommentar13 von 14 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2015
Die Story hätte so viel potenzial, leider gibt es nach einer spannenden Einführung einen Break und es geht nur noch um die berühmte Hollywood einseitige Storyline. Gut gegen Böse, man ahnt Schritte schon vorraus und die Handlung wird einfach nur noch hohl. Als der Bösewicht auch noch den Roboteranzug überstreift musste ich laut auflachen. Sehr schade.
0Kommentar14 von 16 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. August 2013
Nach viel Lobenden Worten von z.B. Filmstarts.de und den Macher von District 9, war ich optimistisch neben Star Trek in diesem Jahr nochmal wunderbaren Science Fiction genießen zu können. Leider ist Elysium aber nur teilweise ein rundes und gutes Filmerlebnis geworden.

1. Der Anfang des Film besticht mit hervorragender Optik und schockiert mit krassen Gegensätzen die sich in Zukunft auftun. Die Masse lebt in trostlosen Zuständen auf der Erde. Die reiche Oberschicht auf einer luxuriösen Raumstation im Orbit, bestens versorgt mit Technik die den Körper endlos regenerieren kann. Das Szenario ist erschreckend realistisch (die Filmszenen sehr eindrucksvoll, die Effekte hervorragend), denn es ist in der Tat wohl so das die Menschen die Überbevölkerung nicht in den Griff bekommen. Jedenfalls sieht es nicht danach aus, auch wenn in den westlichen Ländern die Bevölkerung leicht zurückgeht. Andererseits werden Reiche immer reicher und es wirkt völlig plausibel das mit zukünftiger Technik plus Geld, viel Geld, ein Elysium möglich sein wird in dem dann exakt die gesamte reiche Oberschicht. ihr Wohl findet -während der Rest dahin vegetiert. Besonders eindringlich zeigt der Film dann auch die unmenschliche Behandlung von allen zurück gebliebenen. In gigantischen Slums zusammengepfercht mit primitiven Jobs die sich immer mehr dem reinen Sklavenhaltertum annähern, die Arbeiter nur Teil des notwendigen Materials sind und bei kleinsten Defekten ausgewechselt werden. Einer davon ist Matt Damon der Ordnungsroboter am Fließband zusammenschraubt, die ihn als solche draußen schnell mal brutal zu Boden schlagen wenn sich die leiseste Abweichung von Vorgaben (er erlaubt sich einen witzigen Spruch) zeigt. Sein Bewährungshelfer (viele sind kriminell um überhaupt zu überleben) ist ebenfalls ein Roboter der aussieht wie eine angemalte Mülltonne mit ebenso gemalten Gesicht, vor dem sich in einer schäbigen Bude ganze Schlangen bilden und der Reihe nach abgefertigt werden. Eine grausige Welt, erschütternd realistisch auf die Leinwand gebracht. Hier ist der Film ausgezeichnet

2. Die Geschichte entwickelt sich zunächst noch sehr gut. Matt Damon wird tödlich verstrahlt und hat noch 5 Tage zu leben. Er bekommt ein paar Schmerztabletten vom Medizinroboter, eine Mischung aus Stapler und Dosen-Automat, dann fliegt er raus auf die Strasse. Weitere Chancen, null. Aber eine gibt es, Elysium. Dort ist alles heilbar also setzt er alles daran um dahin zu gelangen, was aber im Grunde unmöglich ist. Es existiert aber eine Art Untergrund der Shuttleflüge dorthin organisiert, hauptsächlich um Kranke eine letzte Chance zu geben, die einzige Chance. Im Film sind diese Szenen besonders dramatisch wenn sich ausgemergelte Gestalten in die Shuttles schleppen und die wenigen die es auf die Station schaffen in x-beliebigen Häusern, Fenster einschlagen, um die wenigen Minuten zur Heilung, durch die in jedem Haus stehenden medizinischen Apparate, zu nutzen, bevor sie von dortigen Wachrobotern aufgegriffen, zusammengepfercht und sofort abgeschoben werden, zurück auf die Erde. Krank oder Gesund (weil soeben geheilt) es spielt kein Rolle. Sie werden ihrem Schicksal überlassen obwohl die Heilung eines jeden, auch bei schwersten Krankheiten mittels dieser Technik nur Sekunden dauert.

3. Matt Damons Kampf um sein Leben ist der Zeitpunkt ab dem der Film dann leider immer mehr schwächelt und es wird zunehmend hanebüchend. Leider, denn jetzt ginge der Film erst richtig los. Die gesamte Handlung konzentriert sich jedoch zu sehr auf ein Duell zwischen Matt Damon und dem Bösewicht des Films, einen brutalen Söldnerfreak der zuerst illegal für die Ministerin der Verteidigung arbeitet (Judi Foster (sehr gut) als eiskalte Fanatikern in ihrem Bestreben Elysium von "Erdlingen" rein zu halten.), dann aber selbst die Macht will. Die Prügeleien zwischen den beiden nehmen bedrohlich zu und als es einer kleinen Gruppe einer Art Freiheitskämpfer gelingt auf Elysium zu landen reichen diese 10 Gestalten aus die Dinge grundlegend zu verändern. Wo sind plötzlich die Sicherheitskräfte von Elyium (superfitte Roboter Polizisten, -zu sehen am Anfang des Films), wo hunderttausende Menschen leben? Niemand weit und breit, keine Polizeiroboter, keine Menschen. Alles wirkt seltsam verlassen und leer. Keine aufgeregten Diskussionen was zu tun ist, Sondermeldungen im Fernsehen, Aufrufe an die Bevölkerung, Evakuierung von bedrohten Zonen, -nichts dergleichen. Disput gibt es nur zwischen der Verteitigungsministerin und dem Präsidenten. Sie trifft dann noch den Söldnerfreak ganz allein ohne Roboterbegleitung als Personenschutz, mitten in Ihrer Zentrale und auch dort sind kaum Menschen. Selbst als ein Shuttle dramatisch auf Elysium abstürzt geschieht danach, fast gar nichts. Weder kreisen dutzende Hubschrauber (des merkwürdigerweise auch noch gibt) um das geschehen, wird die Absturzstelle abgeriegelt, noch tauchen überhaupt mehr als 10 Personen drum rum auf. So marschiert die tapfere Truppe ruhig durch die Gegend und trifft auf niemanden außer...? Richtig unseren Freak... Bühne frei für Endlosgeballere und Geprügel.

4. Die Brutalitäten hätten so nicht sein müssen. Unserem Freak wird das halbe Gesicht weggerissen. Das überlebt niemand, auch er nicht. Trotzdem flicken ihn die wunder Apparate in Sekunden wieder zusammen. Doch auch in der Zukunft kann in 15 Sekunden kein halber Kopf (samt Gehirn und den dortigen Erinnerungen) neu wachsen. Begleitet wird die Prozedur noch von den unumgänglichen Lässigsprüchen ala Terminator 35. Ab da wird das Zusehen langsam aber sicher ermüdend und man wartet auf das Ende, -das kein richtiges ist weil keine Frage richtig beantwortet wird. Was wird aus Elysium, was aus den Menschen auf der Erde? Überhaupt hört man im gesamten Film von den "Elysianern" erstaunlich wenig. Wir erfahren lediglich was aus Matt Damon und dem Freak wird (bei letzterem kann man es sich wohl denken). Vom Rest? Egal. Dabei gibt es viele Nebenfiguren von denen allesamt interessant wäre wies weitergeht. Das Ende wäre eigentlich erst der Augenblick wo alles auf den dramaturgischen Höhepunkt hin zusteuert. Stattdessen ist er aber einfach Schluss.

Fazit, teilweise beeindruckende Optik und Style hinsichtlich Szenen und Musik, dann flacht der Film nach der Hälfte doch sehr ab und ist am Ende nur ein Actionkracher mehr, der leider anhand der hervorragenden Ausgangslage viel zu viel verschenkt. Angesichts der bestechenden Optik, Szenengestaltung, Matt Damon und guter Grundidee sind 3 Punkte für mich in Ordnung.
1616 Kommentare148 von 183 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2015
Der SciFi-Film "Elysium" besticht hauptsächlich durch seine Optik: ansprechenden Raumschiffdesigns und Spezialeffekte ohne Ende. Leider bleibt die Geschichte auf der Strecke.

Den Grundkonflikt Arm vs. Reich kennt man aus dem Cyberpunk-Genre, nur ist es im Film nicht ganz so technisch und cool. Die Gesellschaftskritik kommt mit dem Vorschlaghammer. Die Reichen sind grundsätzlich bösartig und hassen die Armen, die Armen sind grundsätzlich gut. Ausnahmen bilden die armen Handlanger der Reichen, denn die sind auch böse.
Natürlich wollen die Armen nur nach Elysium, der Raumstation, wo sich die Reichen mit Champagnergläsern im Pool wälzen, um dort die medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Natürlich …

Als wäre das nicht genug, verläuft die Geschichte absolut vorhersehbar und sogar absurd: Max de Costa wird von einer tödlichen Strahlendosis getroffen und soll angeblich in fünf Tagen daran sterben. Witzigerweise quält er sich nur ca. 10 Minuten mit der Strahlungskrankheit herum, den Rest des Films metztelt sich der Actionheld durch die Gegend. Zufällig trifft er auch seine Freundin aus Kindheitstagen wieder. Diese hat eine kranke Tochter, der nur auf Elysium geholfen werden kann … Werden Sie es dorthin schaffen? Was für eine Frage!

Auch das Ende des Films setzt dem Ganzen noch eine Krone auf. Wenn es so leicht wäre, die Armen zu befriedigen, hätten es die Reichen doch gemacht, oder? Immerhin kostet es wahrscheinlich weitaus weniger, ein Krankenhausshuttle zur Erde zu schicken, als ein teures Abwehrsystem zu unterhalten. Aber die Gründe werden nicht näher erläutert, denn das hätte die falschen Fragen aufgeworfen und an der Schwarz-Weiß-Malerei und der Politischen Korrektheit gekratzt.

Insgesamt bleiben 2 Sterne für die Optik, Jodie Foster (gut geschauspielert) und Talisa Soto (gut ausgesehen). 0 Sterne gibt es für die "innovative" Geschichte, von der ich mich nicht einmal berieseln lassen konnte.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Mai 2015
Der Film hätte durchaus potential gehabt. Aber mich nervt es inzwischen tierisch das es immer wieder Filme gibt deren Inhalte an den Haaren herbeigezogen, nach Lust und Laune manipuliert und so gut wie gar nicht erklärt werden. Das vermittelt einem immer das Gefühl das derjenige der sich diesen Film ausgedacht hat, ne menge cooles Zeug auf die Leinwand werfen wollte, aber technisch und faktisch so gut wie keinen Schimmer davon hat wie diese Dinge funktionieren und das damit kompensiert das er es einfach ignoriert und der Zuschauer dumm sterben darf.

Die Bestrahlungsvorgang in der Fabrik, der beim ersten mal noch extra aktiviert werden musste, aber beim zweiten mal plötzlich automatisch startet kaum das die Tür zu fällt. Die vier Raketen die mal eben vom Boden auf der Erde abgefeuert werden und bis ins All fliegen, aber denen dann durch einen einfachen Schwenker vom Raumschiff mal eben ausgewichen werde kann. Apropro Raumschiff ("Shuttle"), waren es auf der Uhr, die den Countdown bis zum eintreffen der Shuttles anzeigte, noch 12 Minuten und 41 Sekunden als die Raumschiffe 15km entfernt waren, waren es plötzlich nur noch 2 Minuten als Sie 10km entfern haben. Aha. Und während diese Schiffe entdeckt und sofort abgeschossen wurden, konnte dann im letzten drittel des Films das andere Shuttle einfach bequem landen? Dann das Exoskelett. Alle lachen das der Vorgang höllisch weh tun wird. Habt ihr ihn auch nur einmal schreien/klagen/jammern gehört nach der OP? Irgendwelche dumme Kommentare? Nö. Matt Damon werden mal kurz mehrere Schrauben in den Körper gejagt die dicker und länger sind als ein kleiner Finger und kaum ist die Narkose vorbei ist er putz fidel munter und fängt an auf die K**** zu hauen.

Das alles wirkt einfach so total Actiongeil ohne vorher auch nur einmal ein wissenschaftliches Buch in die Hand genommen zu haben. Das ist kein Sci-Fantasy, sondern ein klarer Fall von Sci-Schwachsinn.

Das war vielleicht lustig vor 30 Jahren als Computer noch so groß wie ein Kleinwagen waren und die Menschen keinen blassen Schimmer davon hatten wie solche Technologie auch nur Ansatzweise funktionieren könnte. Aber heute sieht das eben anders aus. Das ausbleiben von Fakten und Informationen zur Umwelt in einem Film nervt heute nur noch, weil es nicht mehr fantastisch, sondern unausgereift und unvorbereitet wirkt.

just my opinion.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 3. Februar 2015
Die riesige Raumstation in der Erdumlaufbahn, die Insel der Seligen, das Habitat der Reichen, die die Erde mit ihren verarmten Bewohnern als ihre Kolonie betrachten, ist das großartig inszenierte Glanzlicht des Films. Die Raumstation hat die Form eines Torus, der um seine Achse rotiert und so Fliehkräfte erzeugt, die die Schwerkraft der Erde ersetzen. So hatten sich Forscher wie Wernher von Braun und von der Stanford Universität einen künstlichen Lebensraum im Weltraum vorgestellt, in dem Menschen dauerhaft leben könnten.

Getrübt wird der Science-Fiction-Genuß durch eine Reihe von Unstimmigkeiten, von denen hier einmal nur die beiden auffälligsten erwähnt werden:
1. Matt Damon als der vorbestrafte Held kennt das Justizsystem mit seinen ausführenden Organen, zu denen auch voll-autonome, aber nur halb-intelligente Polizei-Roboter gehören, die sich dadurch auszeichnen, daß kein bißchen Ironie verstehen. Außerdem schuftet er in einer Roboterfabrik. Er kennt sich also aus, verulkt aber trotzdem einen Polizeiroboter, der prompt überreagiert und ihm den Arm bricht.
2. Der torusförmige Lebensraum der Schwerreichen erinnert entfernt an die Karkasse eines Autoreifens, er ist also nach einer Seite - und zwar vom Standpunkt seiner Bewohner nach oben - offen. Einerseits ist das dramaturgisch superpraktisch, da nun Raumfahrzeuge von der Erde mühelos einfliegen können. Andererseits muß bei einem aufgeschnittenen sog. Stanford-Torus die Luft unweigerlich in den Weltraum entweichen, es sei denn, es gäbe einen Schutzschirm, der außerdem vor der harten Weltraumstrahlung schützt, dann aber auch unerwünschte Raumschiffe vom Einflug in die Atmosphäre abhielte.

Regisseur Neill Blomkamp hat sich und den Zuschauern nach seinem vielschichtigen und realitätsschweren Debütfilm District 9 ein leichter verdaubares Action-Spektakel genehmigt. Den Gegenwartsbezug zu Fragen von Verteilungsgerechtigkeit und Ausgrenzung hält er jedoch vordergründig aufrecht. Dem aus Johannesburg stammenden Regisseur kann man persönlich die Ernsthaftigkeit seiner sozialen und politischen Botschaften kaum absprechen. Daß sie im Film aber nicht zünden oder überzeugen, dürfte daran liegen, daß die Unstimmigkeiten der Handlung so offenkundig massenmarktmotiviert sind, daß auch die politische Botschaft in den Sog des leichtfertig Konstruierten gerät.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2014
-Enthält Spoiler-
Vorweg will ich deutlich machen, daß es schlichtweg schade ist, einem Film mit einer solchen im Grunde guten Idee nur zweieinhalb Sterne zu geben (keine drei, aber anders geht das hier nicht). Ein wenig erinnerte mich die Grundidee des Films an einen älteren, japanischen Manga - Battle Angel Alita (falls jemand diese Comics kennt). Auch dort schwebt eine "Himmelsstadt" über im Müll lebenden Menschen, und auch dort träumt ein Junge davon, eines Tages dorthin zu gelangen (was dort tragisch endet).
Diese Grundidee hätte das Zeug für einen großartigen Film gehabt, und zu Beginn sah es danach auch aus. Bedrückende Überbevölkerung, der Zusammenbruch sozialer Systeme, die rücksichtslose Vorherrschaft von Konzernen und Reichen sowie deren unbegrenzte, medizinische Versorgung entgegen der des Großteils der Menschen - all das wurde anhand des Schicksals des Hauptdarstellers auch gut rübergebracht. Ebenso jenes am Himmel schwebende "Paradies", auf das besagter Hauptprotagonist seit seiner Kindheit sehnsüchtig blickte. Genau jene Szene hätte (ist meine Meinung) zu einem nachdenklicheren, ruhigeren Film verpflichtet.

Aber dann ging genau diese Botschaft, die genug Raum für Spannung und Emotionen gegeben hätte, buchstäblich im Pulverdampf von modifizierten High-Tech-Waffen und einiger krasser Unlogik unter. Ungefähr die zweite Hälfte des Films verliert man die anfängliche Tragik und die Message an sich fast vollkommen aus den Augen. Tote in Massen, ein Bösewicht, den man eigentlich gar nicht gebraucht hätte (warum wurde eigentlich plötzlich irgendein durchgeknallter Söldner zum Oberbösen hochstilisiert, während die Reichen und Mächtigen entweder in den Hintergrund traten oder gekillt wurden? Sehr seltsam, angesichts der Botschaft, die der Film doch eigentlich vermitteln wollte) und der, obwohl SEHR tot (völlig zermatscht im Sinne des Wortes), mal eben wieder zum Leben erweckt wird. Für einen Endkampf, der vielleicht zu Robo-Cop gepasst hätte. Eine von der Schulter abgefeuerte Boden-Luft-Rakete, die ein Raumfahrzeug außerhalb des Orbits erwischt (technisch selbst bei der Annahme von verbessertem Antrieb ziemlicher Unsinn - vor allem, wenn man bedenkt, wie leicht man diese Raketen hätte von der Raumstation selbst hätte abfeuern können). Inaktive Roboter-Wachen, die anfänglich sofort zur Stelle sind, beim Showdown aber gar nicht einschreiten. Und dann, leider, ein Ende, das, abgesehen davon, daß es unrealistisch war (ein paar Shuttles mit ein paar hundert dieser Wunder-Heilungs-Einheiten für einen ganzen Planeten mit ca. 8-10 Milliarden Bevölkerung oder so), einfach nicht passen wollte.

Worauf ich mit meiner Überschrift hinaus wollte: Weit weniger Action und mehr von jener Story, um die es ging, wäre wünschenswert gewesen. Vielleicht hätte es nicht so viele Leute ins Kino gelockt, die eher auf Krachbumm als auf eine sinnvolle Botschaft stehen.
11 Kommentar12 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2015
Ich sehe gerne intelligente Science-Fiction Movies, wie z.B. Moon oder Gattaca. Dazu kann ich Elysium leider nicht zählen. Die Story ist leider viel zu einfach gestrickt und passt auf einen Bierdeckel. Irgendwelche überraschende Wendungen sucht man hier vergeblich. Hier wurde eindeutig mehr wert auf die Action gelegt als auf eine interessante Geschichte. Sein Gehirn kann man beim Gucken getrost abschalten. Die Action selbst ist solide, jedoch auch nichts, was man so bereits nicht in anderen Filmen gesehen hätte.

Die Nebenrolle von Jodie Foster hätte mit jeder beliebigen Schauspielerin besetzt werden können, weil diese keine zu großen schauspielerischen Anforderungen stellt. Anscheinend hat man hier mehr auf die Zugkraft des Namens gehofft. Eine besondere Tiefe wurde aber sonst keinem der auftauchenden Filmcharakteren verliehen.

Insgesamt recht stumpfe Standardkost, die bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Daher auch nur 2 Sterne.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2015
Ich habe nun wirklich bereits sehr wenig erwartet aber wie der Titel dieser Rezension schon vermuten lässt wurden meine Erwartungen sogar noch enttäuscht. Eine langweilige Geschichte, die absolut nichts neues bietet, Klischees bedient wo sie nur kann, mit keinerlei Tiefe aufwartet und noch dazu jeder -insbesondere physikalischen- Logik entbehrt.
Was mich noch dazu ärgert ist der Design-Klau bei der Citadel des Mass-Effect-Universums.

Aber was kann man bei 100 Minuten schon erwarten?
0Kommentar5 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

3,99 €
3,99 €
6,98 €
2,98 €