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142 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Olympus OM-D E-M10 <vs> OM-D E-M5
Seit gut einem Jahr benutze ich nun die Olympus OM-D E-M5 und bin wirklich sehr zufrieden. Nun hatte ich die Gelegenheit die neue E-M10 mal ein paar Tage zu testen und möchte meine Eindrücke hier mitteilen.

Hinweis: Diese Rezension ist vor allem an diejenigen gerichtet, die die E-M5 oder andere Olympus Systemkameras schon kennen, sich schon näher...
Vor 4 Monaten von Jonas Döring veröffentlicht

versus
11 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine tolle Kamera aber...
So richtig weiß ich gerade nicht, wie ich meine Rezension beginnen soll, war ich doch eigentlich unheimlich begeistert von der E-M10. Das Aussehen, die Bedienung, die Haptik (vor allem mit Handgriff), haben mich vom ersten Augenblick an in den Bann gezogen. Ich muss erwähnen, dass ich von Berufswegen von meiner 5DMark III sehr verwöhnt bin und deswegen...
Vor 1 Monat von B. Hein veröffentlicht


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142 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Olympus OM-D E-M10 <vs> OM-D E-M5, 27. April 2014
Von 
Jonas Döring - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Seit gut einem Jahr benutze ich nun die Olympus OM-D E-M5 und bin wirklich sehr zufrieden. Nun hatte ich die Gelegenheit die neue E-M10 mal ein paar Tage zu testen und möchte meine Eindrücke hier mitteilen.

Hinweis: Diese Rezension ist vor allem an diejenigen gerichtet, die die E-M5 oder andere Olympus Systemkameras schon kennen, sich schon näher mit diesem beschäftigt haben oder vor der Entscheidung zwischen E-M10 und E-M5 stehen. Alle ohne Vorkenntnisse sollten sich zunächst einige andere Rezensionen anschauen, da diese Rezension sonst nur teilweise hilfreich sein könnte.

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>>>>>> VERARBEITUNG <<<<<<<

Die Verarbeitung ist wirklich absolut super, die Kamera fühlt sich wirklich richtig robust an, was man auch am Gewicht merkt, das mit 400g für die Größe der Kamera recht viel ist. Die Bedienräder an der Oberseite drehen sich sehr schön mit dem nötigen Widerstand. Im Vergleich dazu ist Verarbeitung der E-M5 aber noch ein wenig besser – die Bedienräder drehen sich noch ein wenig geschmeidiger und alles fühlt sich noch einen Tick robuster an, was vielleicht auch am Staub-und Spritzwasserschutz liegt. Allerdings merkt man den Unterschied nur wenn man die Kameras direkt nebeneinander vergleichen kann.
Die Tasten der E-M10 sind aus Plastik und wirken doch ein wenig billig, allerdings sind sie nun richtig schön „klicki“ und nicht so schwammig, wie die der E-M5.

# Zwischenfazit >>>>>>>> Auch wenn die E-M5 noch einen Tick robuster wirkt ist die E-M10 wirklich erstklassig verarbeitet und sucht in dieser Preisklasse ihresgleichen.

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>>>>>> HANDLING/ERGONOMIE/INDIVIDUALISIERBARKEIT <<<<<<<<

Obwohl die E-M10 der E-M5 optisch sehr ähnlich ist, liegt sie etwas besser in der Hand und lässt sich etwas besser bedienen, was an 4 Kleinigkeiten liegt:
1.Kaum zu sehen, aber der Griff ist ein ganz klein wenig ausgeformter.
2.Die Oberfläche des Griffes ist spürbar griffiger, als bei der E-M5.
3.Die zwei Bedienräder an der Oberseite schauen ein klein wenig mehr über den Gehäuserand hinaus und liegen etwas höher. Außerdem liegt das linke hintere Drehrad etwas weiter recht als bei der E-M5 und lässt sich so etwas besser mit dem Daumen erreichen.
4.Da die Tasten nicht mehr so schwammig sind lassen sie sich deutlich besser und angenehmer bedienen.

Darüber hinaus bietet die E-M10 noch eine kombinierte ISO/WB-Taste, d.h. man kann beim drücken dieser Taste mit einem Bedienrad den ISO-Wert und mit dem anderen den Weißabgleich ändern. Gefällt mir sehr gut, da so wieder eine Taste frei ist, die man mit etwas anderem belegen kann.
Insgesamt kann man die E-M10 wieder sehr individuell einstellen und so genau an seine Wünsche anpassen. Leider sind auch ein paar olympustypische Eigenheiten geblieben.
-Es lassen sich nicht alle Tasten mit allen Funktionen belegen. So ist die Auswahl an Funktionen, die man auf die Tasten des Vier-Wege-Kreuzes legen kann sehr begrenzt und einige Funktionen(z.B. Belichtungsmessmethode) fehlen ganz.
-Für einige wichtige Funktionen muss man immer noch in das recht verschachtelte Menü z.B. Auto-ISO-Obergrenze und Rauschreduktion.
-Es lassen sich nicht verschiedene Anzeigen auf Display/Sucher kombinieren z.B. Wasserwaage und Live-Histogramm, es geht immer nur alles einzeln.
-Die Benutzeroberfläche stammt noch aus der Zeit ohne Touchfunktion und ist dementsprechend eher schlecht für die Touchbedienung geeignet. So benutzt man die Touchfunktion meist nur zum Fokussieren.

Es ist zwar nicht verkehrt, das Olympus seine Bedienung und Benutzeroberfläche konsistent halten will, aber eine kleine Frischzellenkur würde sicher nicht schaden, da einige Dinge doch etwas antiquiert wirken.

# Zwischenfazit >>>>> Auch wenn Olympus ein paar Eigenheiten hat ist die Bedienung, durch die zwei Bedienräder und die frei belegbaren Tasten wirklich sehr gut. Außerdem liegt die Kamera etwas besser in der Hand wie die E-M5 und die Tasten sind angenehmer zu bedienen. Die Möglichkeiten der Touchfunktion werden aber immer noch nicht voll ausgeschöpft.

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>>>>>>>>>> AUSTATTUNG/FUNKTIONSUMFANG <<<<<<<<<<<<

Der Sucher der E-M10 hat mir noch etwas besser gefallen, als an der E-M5. Das liegt daran, dass sich die Helligkeit des Suchers an die Umgebungshelligkeit anpasst und dass er noch etwas besser zu überblicken ist.
Das Display bietet jetzt eine höhere Auflösung und LCD- statt OLED-Technik. Den Unterschied sieht man schon, eine wirklich wichtiges Upgrade ist das aber nicht, da die Auflösung auch bei der E-M5 schon gut war.
Ein sehr schönes Extra ist eindeutig der neue Aufklappblitz. Bei der E-M5 habe ich den kleinen Aufsteckblitz fast nie benutz, da man einfach oft vorher nicht weiß ob man ihn nun braucht oder nicht. Und den Blitz ständig auf Verdacht drauf zu machen war mir zu umständlich.
Der neue 3-Achsen-Stabilisator ist wieder sehr gut, aber eben nicht ganz so gut wie die der 5-Achsen-Stabi der E-M5. Bei meinen Testaufnahmen konnte ich etwa eine Belichtungsstufe weniger ausgleichen.
Vom Funktionsumfang her bietet die E-M10 so einiges mehr wie die E-M5 – HDR, Intervallfunktion, Fokuspeeking..…. weiter unten gibt es eine recht detaillierte Aufzählung der Unterschiede.

# Zwischenfazit >>>>>>> Die E-M10 ist wirklich sehr üppig ausgestattet und bietet wirklich alles was mir an der E-M5 noch gefehlt hat und noch einiges mehr.

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>>>>>>>>>>> BILDQUALITÄT/KIT-OBJEKTIV <<<<<<<<<<<<

Das neue Pancake-Zoom M.Zuiko 14-42mm EZ ist wirklich der optimale Partner für diese Kamera und unterstützt perfekt die Kompaktheit der Kamera. Die Verarbeitung ist sogar besser wie ich gedacht hätte – fühlt sich richtig gut an das kleine Ding. Optisch fand ich es ein klein wenig besser wie das M.Zuiko 12-50mm. Auch schön ist, dass das Objektiv selbstständig aus- und wieder einfährt und man es nicht wie das 14-42mm II mit einem Schalter arretieren muss. Allerdings gibt es für das Objektiv keine Gegenlichtblende bzw. man kann nur eine zum aufschrauben benutzen, bei denen es dann Probleme mit der Vignettierung im Weitwinkel geben könnte. Leider war während meines Tests stets schlechtes Wetter weshalb ich das Verhalten bei starkem Sonnenschein nicht testen konnte.
Zum Vergleich der Bildqualität habe ich auf beide Kameras das M.Zuiko 12-40mm geschraubt. Um es kurz zu machen ich habe so gut wie keine Unterschiede feststellen können. Erst ab ISO 6400 sahen die Bilder der E-M10 etwas besser – weniger flaue Farben und angenehmeres Rauschverhalten.

# Zwischenfazit >>>>>> Das neue 14-42mm Pancake-Zoom zeigt sich als optimaler Partner und ist optisch solide. Von der Bildqualität her gibt es kaum Unterschiede zur E-M5. Schlimm ist das aber nicht, da diese immer noch klasse ist. Schärfe, Farben und Dynamikumfang sind super und besonders die gute JPEG-Engine produziert richtig klasse Bilder.

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>>>>>>> AUTOFOKUS/GESCHWINDIGKEIT <<<<<<<<

Wirkliche Unterschiede in der Geschwindigkeit zwischen E-M10 und E-M5 konnte ich weder bei guten, noch bei schlechten Lichtverhältnissen feststellen.
Die Serienbildrate der E-M5 ist etwas höher, was ich aber nicht wirklich wichtig finde, da der C-AF auch nicht besser geworden ist.
Allerdings hat sich die Anzahl der AF-Felder von 35 auf 81 erhöht, wodurch nun präziseres Scharfstellen möglich ist ohne die Lupen-Funktion zur Hilfe zu nehmen.

# Zwischenfazit >>>>>>>> Außer an der Anzahl der AF-Felder hat sich am Autofokus und der Geschwindigkeit wenig verändern. Allerdings war der AF vorher schon einer der schnellsten für Einzelaufnahmen und ist es immer noch.

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>>>>>>>>> FAZIT <<<<<<<<<<

Olympus hat hier richtig saubere Arbeit abgeliefert und legt eine richtig gute Kamera im gehobenen Einsteigersegment hin. Die E-M5 empfiehlt sich eigentlich nur für alle die unbedingt den Staub- und Spritzwasserschutz benötigen und die 1 EV-Stufe, die der 5-Achsen-Stabi mehr herausholt. Für alle anderen bietet die E-M10 einfach das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Umstieg von der E-M5 auf die E-M10 lohnt sich allerdings auch wieder nicht, dafür bietet sie dann doch nicht genug Neues.
Mir hat die E-M10 auf jeden Fall richtig gut gefallen und wenn ich jetzt noch mal die Wahl hätte, würde ich wahrscheinlich die E-M10 bevorzugen, obwohl die E-M5 auch ihre Vorzüge hat.

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>>>>>>>> IM DETAIL: Unterschiede E-M5 und E-M10 <<<<<<<<<

Je nachdem wie wichtig mir die Unterschiede sind habe ich sie mit ein, zwei oder drei Minus/Plus bewertet.

Nachteile E-M10 gegenüber E-M5:

--- kein Staub- und Spritzwasserschutz
--- nur 3-Achsen- statt 5-Achsen-Bildstabilisator
-- kein extra SD-Kartenfach an der Seite
- niedrigere Serienbildrate
- kein Accesory-Port zum Anschluss diverser Extras (Mikrofoneingang, Makrolicht,…)
- kein Anschluss eines Batteriegriffes möglich

Vorteile E-M10 gegen über E-M5:

++ Touch-AF im Videomodus
++ eingebauter Blitz
++ Tasten mit besserem Druckpunkt
++ Sucher mit adaptiver Helligkeitsanpassung und 2mm weiterer Austrittspupille
++ Griffmulde ein klein wenig ausgeformter und griffiger
++ bessere Positionierung der Fn1- und Wiedergabetaste
++ Wifi-Funktion
++ 81(vs. 35) AF-Felder
++ Fokus-Peaking
+ höher auflösendes Display (610.000 vs 1.040.000 Pixel)
+ Bedienräder sind gefühlt etwas besser zu erreichen
+ 200 EUR günstiger (Neupreis)
+ Augensensor schaltet sich bei abgeklapptem Display automatisch ab
+ kombinierte WB/ISO-Taste
+ Funktionen der Multifunktionstaste lassen sich bestimmen (fünf zur Auswahl)
+ HDR-Aufnahmen
+ Intervall-Aufnahmen
+ Composite-Modus(erstmalig bei der E-M10)
+ Mysets lassen sich auf das Moduswahlrad legen
+ benutzerdefinierter Selbstauslöser mit mehreren Aufnahmen
+ etwas kleiner und leichter und trotzdem etwas besseres Handling
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126 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen OMD EM10 oder EM1 ?, 2. Juni 2014
Von 
Harry So nah (Plöner See) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Wochenlang habe ich gezögert zwischen EM1 und EM10.
Schließlich habe ich mich für die preiswertere EM10 entschieden und den Großteil der Preisdifferenz in einem Zuiko f/2.8 12-40mm investiert. Im Nachhinnein war das die richtige Entscheidung. Es ist eine recht komplexe Angelegenheit und wenn Sie ebenfalls zögern, kann ich Ihnen an meinem Beispiel eine mögliche Entscheidungshilfe mitgeben.
Im Einzelnen:

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1) Entscheidung pro MFT-System

Im Foto-Bereich fahre ich parallel 3 Systeme:
-Nikon mit der D7100, Walimex Pro 14mm f/2.8, Nikon 35mm, 50mm, 85mm (alle mit f/1.8), 6 verschiedenen Zooms von 16 bis 300mm, die nicht besonders lichtstark aber sehr preiswert sind.
M.E. ist kein System so preiswert und vielseitig wie das Nikon, aber es ist mit dem Zusatzgriff und dem Blitz SB600 recht schwer und sperrig. Wenn das für Sie keine Rolle spielt, sind Sie beim Nikon-System richtig.

FUJI-X-System
- X-Pro1 und X-T1-Gehäuse, XF-Objektive 18mm f/2.8, 35mm f/1.4, 56mm f/1.2, 18-55mm F/2.8-4.0, 55-200mm f/3.5-4.8, dazu Zeiss Touit 32mm f/1.8 und demnächst XF 23mm f1.4.
M.E. z.Z. die Beste Kombination Bildqualität + Kompaktheit, jedoch recht teuer und komplexe Bedienung.
Die Bildqualität, vor allem mit den Festbrennweiten wie das 56mm, kann erstaunlicherweise (wegen des kleineren Sensors) in jeder Hinsicht mit eine größere Spiegelreflex mithalten, daher wird dieses System teilweise auch professionell eingesetzt.
Für eine Vollausstattung muß man aber 5-7 tausend Euro hinblättern und für soviel Geld kann man natürlich auch professionelle Qualität erwarten und die wird auch geliefert.
Die X-T1 und vor allem die X-Pro1 sind aber Kameras, die man aufgrund der komplexen Bedienung, ständig benutzen muß wenn man sie beherschen soll. Und das tue ich aus Zeitgründen nicht.

Wenn Sie also bereit sind viel Geld auszugeben, fast ständig oder öfter knipsen und Wert auf Kompaktheit legen, dann ist das Fuji-X-System erste Wahl.

MFT-System (Lumix, Olympus - darunter diese EM10)
- Lumix GH2, GH3, GX7, Olympus PL3, OMD EM10, dazu eine Reihe von Festbrennweiten 12-60mm von Zuiko, Leica und Sigma, alle sehr lichtstark (f/1.4-2.8) und 4 Tele bis 300mm, die, wie bei Nikon extrem preiswert sind aber mit mäßigen Blendenöffnungen.
Es gibt aber Ausnahmen, vor allem das neue Zuiko f/2.8 12-40mm und das Leica 25mm f/1.4, die richtige Highlights sind, jedoch mit 1.000 bzw. 500 Euro entsprechend kosten.
Dieses System ist m.E. unter dem Strich das attraktivste überhaupt, weil es eine beispiellose Auswahl an Gehäuse und Linsen für alle Zwecken bietet, von einer Taschenkamera wie die PEN-Light oder GX7 mit Pancake-Objektive bis zur semi-Pro-/ Pro-Video in Hollywood-Qualität mit 4K bei einer GH4 mit Rig und Follow-Fokus etc.
Dabei muß man nicht einmal arm werden: Sigma-Linsen gibt es für 170 Euro, ein Lumix 14-42mm für 160 Euro etc.. Das sind keine Meisterwerke der Optik-Industrie, aber sie sind recht brauchbar.

Aus diesen Gründen ist es für mich völlig klar, daß eine Olympus OMD in einem Kamera-Portfolio gehört, weil sie z.Z. einfach eine Top-Position im Preis-Leistungsverhältnis einnimmt inmitten des optimalsten Systems MFT.
Also zusammengefaßt eine erstklassige strategische Stellung.
Hinzu kommt, daß mit der baldigen Auslieferung der Lumix GH4 in Deutschland, die Linsen der Olympus an dieser preiswerten Kamera der Superlative angeschraubt werden können. Da ist also jede Investition im MFT-System eingebettet in einem sehr dynamischen Umfeld und daher zukunftsicher.

Es gibt noch weitere Alternativen, z.B. Canon oder Sony.
Canon kommt für mich wegen der extrem kurze Garantie und mangelnde Kulanz nicht in Frage.
Bei der Sony Alpha 7 / 7r ist z.B. ein "Vollformat"-Kompakt-Gehäuse mit 36 MP für schlappe 1.750 Euro eine recht verlockende Sache (ich meine es ernst). Aber die Linsen hierfür sind extrem selten und teuer. Da möchte ich lieber abwarten.

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2) Entscheidung pro OMD EM10

Hat man sich auf das MFT-System und eine Olympus festgelegt, muß die Entscheidung verfeinert werden:
- EM1, EM5 oder EM10
- Body oder Kit
- Wenn EM10, scharz oder silber.

Ich habe nichts gegen die EM5 aber sie ist älter als die EM10 und kam für mich nicht in Frage. Die EM10 hat die gleiche Leistung, die bessere Ausstattung, ist moderner, kompakter und preiswerter.
Bei der EM1 ist es schon etwas schwieriger, aber eigentlich ganz einfach:
1- die EM1 ist spritzwasser- und staubdicht (die EM10 nicht)
2- die EM1 hat eine 5-Achsen-Stabilisierung (EM10 = 3-Achsen)
3- die EM1 hat den Phasen-Fokusiersystem (die EM10 nicht).
4- die EM1 ist fast doppelt so teuer
5- die EM1 hat mehr Funktionen über Knöpfe direkt abrufbar
6- die EM1 kann als Kit mit dem 12-40mm f/2.8 PRO geliefert werden (die EM10 mit dem 14-42 f/3.5-5.6)
7- die EM1 gibt es nur in schwarz (EM10 = schwarz oder silber).

Gehen wir der Reihe nach:
zu 1-
Ich sehe das nicht als K.O-Kriterium. Wer unbedingt längere Zeit in strömenden Regen knipsen möchte, z.B. bei Naturbeobachtung, kann gerne auf eine teuere OM1 oder die sehr preiswerte Pentax K30 mit WR-Objektiv zurückgreifen. In der Praxis ist es meistens so, daß das Objektiv das Meiste abbekommt und die Kamera ist nur für wenigen Sekunden ungeschützt. Dafür reicht ein saugfähiges Microfaser-Tuch.

zu 2-
Die 5-Achsen ist zweifellos etwas besser, bringt aber nur max. eine Blende Vorteil. Das kann leicht durch ein lichtstarkes Objektiv wie das (übrigens wasserdichtes) Zuiko 12-40mm mit durchgehend 2.8-Blende kompensiert werden. Das Objektiv kostet zwar rd. 1.000 Euro, ist aber im Endeffekt halb so teuer als meine Festbrennweiten von 12-45mm und ist bei Offenblende Verzerrungsfrei und Randscharf. (Wobei, bei dem größten Winkel, vertikale Linien am Rande des Bildes schon etwas "gebeugt" erscheinen).

zu 3-
Das durch die Werbung gepriesene Phasenfokus soll angeblich nur oder hauptsächlich bei Four Thirds-Objektive aktiv. Ansonst arbeitet in der EM1 das Kontrast-Fokus wie bei der EM10. Es wird kaum 1 Mensch geben, der mit Four-Thirds fotografiert, es sei denn er verfügt noch über einem Altbestand an guten Linsen.
Aber 75-95 % der Menschen, die eine EM10 kaufen sind MFT-Newcomer oder Quereinsteiger aus dem Lumix-Bereich. Sie werden MICRO-Four-Thirds- und keine Four-Thirds-Linsen früher oder später kaufen. Also forget it !

zu 4-
Das Geld würde ich lieber sparen und in dem PRO-Objektiv stecken. Das bringt mehr Bildqualität. Das Gehäuse der EM1 bringt aber gegenüber das der EM10 keine bessere Leistung.

Nachtrag: Tatsächlich wird bei manchen reviews die Bildschärfe mit dem Kit-Objektiv der EM10 lediglich als "good" beurteilt. Mit dem 12-40mm f/2.8 steigert die Bewertung auf "great".
Aber das weiß jeder erfahrener Fotograf, die Linse ist wichtiger (und meistens teuerer) als das Gehäuse. Also Bitte hier nicht sparen !

zu 5-
Es kann schon vorteilhaft sein, viele Funktionen für bestimmte Situationen zu programmieren und zu belegen. Das wird aber i.d.R. nur Profis und semi-Profis, die ganz schnell und effizient arbeiten wollen, interessieren. 2 Räder reichen eigentlich fur 95 % der Aufnahmen aus.
Knopf- und Rädchen-Fetichisten kann ich die Fuji-X-Pro1 wärmstens empfehlen. Dort kann man locker über 1 Dutzend Funktionen direkt am Gehäuse steuern. Allerdings hat man nach 1 Woche alles wieder vergessen. So etwas nenne ich "permanente Aus- und Fortbildung".
Persönlich hatte ich keine Interesse an eine weitere komplizierte Kamera mit einer 600-Seiten-Bedienungsanweisung, weil ich in dieser Hinsicht mit den beiden Fuji-X Pro1 und T1 bereits bestens bedient bin. Ich betrachte daher die EM10 als die bessere Wahl.

zu 6-
Es ist wirklich besser das 12-40mm f/2.8 (Kit der EM1) als das 14-42mm f/3.5-5.6 (Kit der EM10) anzuschaffen. Das billige 14-42mm man übrigens "gebraucht" aus Kits für weniger als 200 Euro nachkaufen. Ich habe 2 davon und bin vom 14-42 nicht sonderlich begeistert und würde sie gerne verkaufen wenn ich nur genug dafür erhalten würde.
Aber es gibt Händler, die das 12-40mm f/2.8 mit dem Body EM10 als Einzellösung zusammen für 1.600 Euro verkaufen. Ich weiß, das muß man stemmen, aber nur diese Linse holt alles aus der EM10 raus. Natürlich kann man mit der lichtschwachen 12-42mm auch leben, aber wer will mit dem billigsten Golf herumfahren, wenn es den GTi gibt !

zu 7-
Einige Käufer empfinden die schwarze Ausführung als Wertvoller. Ich stimme nicht zu.
M.E. paßt die silberne Ausführung viel besser zum Retro-look und sieht keineswegs preiswert aus.
Ich habe sowohl mehrere Retro-Kameras in schwarz als auch in silber und finde alle silbernen schöner und die Ähnlichkeit mit den Nikkormat oder F2 aus der Analog-Zeit ist enorm besser als bei den schwarzen Ausführungen.

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FAZIT
Aus den o.g. Gründen ist für mich die EM10 eindeutig die bessere Wahl.
Ich gehe davon aus, daß für die EM1, die auf eine professionelle Klientel zielt, die Kalkulation nicht so knapp ist als für die EM10, die als Volksmodell positioniert ist. Daher bekommt man bei der EM10 mehr Kamera für das Geld !

Ich hoffe daß diese Rezension Ihnen einige Argumente geliefert hat und etwas mehr Licht in der Kamera-Jungle gebracht hat.
Wenn das so ist, klicken Sie Bitte auf dem Knopf hilfreich, damit ich weiß, daß die Mühe nicht umsonst war.

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ERGÄNZUNG v. 03.06.2014

Reviews der OMD EM10 - meistens mit Testbildern - findet man bei dpreview.com, thephoblographer,com, trustedreviews.com, cnet.com, ralfs-foto-bude.de etc.
Interessant ist, daß die Bildqualität mit dem Kitobjektiv 14-42mm als "good, not great" beurteilt wird. Das ändert sich wenn das 12-40 f/2.8 an der Cam geschraubt wird und bestätigt meine Rezension und meine Empfehlung lieber die preiswertere EM10 aber das erspartes Geld in das teuere 12-40mm PRO-Objektiv zu stecken.

Als MFT-Alternative empfehle ich die Lumix GX7 und habe Bilder beider Cams nebeneinander eingestellt. Wobei an diesem Tag die EM10 zufällig mit dem teueren 14-40mm (rd. 1.000 €) bestückt war und dadurch nicht mehr kompakt erscheint. Aber die GX7 ist wirklich eine gute Alternative und macht bessere Videos.

Die OMD EM10 mit dem 12-40mm ist wirklich eine hochwertige Lösung für rd. 1.600 Euro (z.Z. bestes Internet-Preis).
Noch bessere Ergebnisse liefert die Kombination Fujinon X-T1 mit dem XF 56mm f/1.2 R (oder XF 23mm f/1.4 oder Zeiss 32mm f/1.8), aber da landet man fast bei 3.000 Euro, also doppelt so teuer als die EM10 + 12-40mm und hat nur eine Brennweite.

Wer die Leistungsfähigkeit der Fuji X sehen möchte kann aussagefähigen Bildern auf der Internetseite von Ken Rockwell anschauen, Schärfe, Kontrast, Farben etc. sind wirklich beeindruckend und spätestens dann merkt man daß spiegellosen Kameras mit kleineren Sensoren sich nicht mehr vor Premium-DSLRs verstecken müssen und volle Profi-Qualität für Verlage etc. liefern können.
Aber Vorsicht: Mit einigen Festbrennweiten und den beiden Zooms von 18-200mm ist man bereits über 6.000 Euro und zwar als Stammkunde mit Rabatt- bzw. Vorzugspreisen. Als Nobody bei Media Markt zahlt man für den Spaß entsprechend mehr.
Insofern ist die EM10 schon ein echtes Schnäppchen !
Dann kann man auch gleich zur Sony alpha 7r mit 36 MP oder Canon 5D Mark III greifen.
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109 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lens Baby, mit aktueller Anmerkung, 13. Mai 2014
Von 
tom l. "tomtom" (regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon vor einigen Jahren habe ich mich für das MFT System entschieden. Ich habe es nie bereut. Witziger Weise geschah das aus den gleichen Gründen wie bei meinem Umstieg von Nikon auf Minox GTX zu den längst vergangenen Analogzeiten. Standard-, Tele- und andere Objektive nahmen auf meinen Motorradausflügen einfach zu viel Platz ein. Nur Pentax konnte und kann das Transportproblem mit seinen Limiteds ein wenig eingrenzen. Trotzdem war mir auch diese Lösung noch zu groß. Panasonic brachte mit der GF1 für mich die Lösung. Die GF Reihe hatte mich trotz der auch bekannten Schwächen von Anfang an überzeugt. Mit der GF2, der GX1 und der GH2 fanden sich weitere MFT Kameras bei mir ein. Die Olympus Pen Serie war für mich nie ein Thema. Mit der OM-D M5 änderte sich alles. Immer wieder schielte ich zur schönen Olympus. Exzellent ausgestattet bietet sie sehr gute Bildqualität und schönes Design. Leider war ihr die GH2 im Weg. Ich kam mit ihr so gut zurecht, daß ich sie nicht einfach abgeben wollte. Zudem war das auch eine finanzielle Frage. Mit der deutlich günstigeren OM-D M10 hat sich das nun erledigt. Die Pana musste gehen. Ich war sehr gespannt auf meine erste Olympus.

Einer der zur Zeit sehr strapazierten Begriffe ist das Wort "Retro". Genau das fiel mir ein als ich die Olympus aus ihrem Kartongefängnis nahm. Rein optisch könnte sie auch aus den 70ern sein und der Look steht ihr wirklich gut. Natürlich ist das Blendwerk. Allerdings ein sehr hübsches. Das die 10er ein „abgespecktes“ Modell der 5er ist sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an. Aber schon die fehlende Abdichtung weist uns den Weg in diese Richtung. Obwohl viel auf Reisen ist das für mich nicht unbedingt ein Nachteil. Wer „Abgedichtetes“ haben will sollte sich bei Pentax umsehen. Dort gibt es mit Abstand die breiteste Palette hochwertiger, abgedichteter Objektive.
Ich habe mich für die schwarze Variante entschieden. Das silberne Gehäuse sieht weniger wertig aus. Haptisch ist die Olympus gut. Das Feeling einer GF1/2, einer GX1, einer GH oder gar der neuen GX7 erreicht sie trotz ihrer schönen Belederung aber nicht. Das mag unfair sein ist aber nun mal so. Für große Hände ist das Arbeiten mit der M10 anfänglich etwas ungewohnt. Mit der Option auf einen zusätzlichen Handgriff ist das aber schnell zu lösen. Olympus lässt sich das aber zusätzlich vergüten. Positiv ist der vorhandene Blitzschuh inklusive dem eingebauten Blitz, sowie die metallausgeführte Stativaufnahme in der optischen Achse. Lästermäuler kritisieren hier den Umstand, den Akku- bzw. Kartenschacht bei Stativverwendung nicht öffnen zu können. Ich rate hier zur vollformatigen Kamera mit entsprechend großen Gehäusen.

Gut gefällt mir das Bedienkonzept der Oly. Anders als das der Panasonic ist es aber ebenso intuitiv bedienbar. Besonders die Bedienräder haben es mir angetan. Sie sind praktisch und exzellent in ihrer Rückmeldung und rasten sauber ein, was die Arbeit sehr erleichtert. Dabei steht das Vordere etwas im Schatten des Wählrades auf der Rückseite. Besser kann man ein Einstellrad nicht anbringen. Der Hingucker auf der Rückseite ist das klappbare, dreizöllige Display. 90° nach oben und 45° Neigung nach unten lässt das Display zu. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Olympus sich auch per Bildschirm bedienen lässt. Touchscreen ist das Stichwort. Auch das macht die Olympus zum Konfigurationsmonster. Lässt sie doch unter anderem die AF Setzung oder das Auslösen per Bildschirm zu. Natürlich ist das über diverse Programmspeicherfunktionen abrufbar. Wie schon viele Modelle vor ihr erlaubt es auch die Olympus sich Schritt für Schritt an ihre Technik anzunähern. Von voreingestellten Motivprogrammen bis zur absoluten manuellen Kontrolle erlaubt die 10er alles was gefällt. So kann man die OM-D auch getrost einem Einsteiger in die Hand drücken. Sie macht es einem leicht sich in die Materie Fotografie einzudenken. Seit ich eine Alpha getestet habe schätze ich die Verwendung eines Augensensors am Sucher. Das automatische Umschalten von Display auf Sucher ist pragmatisch und komfortabel zugleich. AF Suche und Geschwindigkeit sind ausgezeichnet. Da nehmen sich Olympus und Panasonic nix.
Eine weitere Ausführung von Spezifikationen erspar ich mir. Seiten wie digitalkamera de, oder auch die Olympus Heimseite geben ausführlichst Auskunft über das Leistungspaket der M10. Wie sind nun die Bilder?

Ich habe ein sehr gutes 14-45 für den Alltag, sowie ein Panasonic 20/1.7 und ein Olympus 45/1.8 für die besonderen Anlässe. Die beiden letzteren sind exzellentes Glasmaterial und liefern Bilder die sich auch mit den „erwachsenen“ Festbrennweiten messen lassen können. Auch mit MFT ist ein anständiges Bokeh zu bekommen. Vielleicht nicht auf dem Niveau eines Pentax DA*55/1.4. Für andere Objektive reicht es aber allemal. Dabei darf man den Anschaffungspreis nicht ausser acht lassen. Mit gut sechshundert Euro für beide Gläser ist man fast konkurrenzlos. Der Kombination Canon EF 85/1.8 und 50/1.4 mal ausgenommen. Zoomobjektive sind in der Regel deutlich schwächer in ihrer Abbildungsleistung als Festbrennweiten. Bei den MFT Objektiven empfand ich diesen Umstand aber nie so deutlich wie bei Canon, Pentax und Co. Hier scheint auch die Serienstreuung bei den Objektiven größer zu sein. Auch das spricht für die MFTs. Leider hat sich nie ein Olympus Zoom zu mir verirrt. So kann ich diesbezüglich keine Aussage machen. Ein Trend ist aber bei photozone und Co schon erkennbar.

Die Bilder der 10er liegen locker auf dem Niveau der GH2. Gerade unter der Verwendung der beiden Festbrennweiten gewinnen beide Objektive nochmals dazu. Mit annähernd identischer Auflösung werden die Bilder der OM-D gefühlt noch einen Tick schärfer und detailreicher. In meinen Augen auch etwas plastischer. Die Rauschempfindlichkeit bei höheren ISO Werten gewinnt die Oly. Ich hatte aber auch nichts anderes erwartet. Eine histrionische Überbewertung des Themas „Rauschen“ erspar ich mir. ISO Werte über 800 sind ohne Tadel realisierbar. Die Farben sind gewohnt Olympus. "Bonbonesk" für den einen, "lebendig" für den anderen. Kritik daran finde ich überzogen. Zumal es genügend Einstellmöglichkeiten gibt dies zu ändern. An dieser Stelle sei an die gute alte Zeit der Analogfilme erinnert. Fuji war "Fraktion Blau", Kodak stand für die "Erdigen Töne" der Farbtabelle. Aber auch da war in den Bädern der Entwicklungslabors noch einiges herauszukitzeln. Olympus ist für mich eine Mischung aus Pentax, Panasonic und Sigma DP1.

Der für mich einzige negative Punkt liegt an der Befeuerung der Olympus mit den „Kleinen“ Akkus der PEN Modelle. Das mag für PEN Besitzer komfortabel sein. Unter dem Strich beschränkt das aber die Einsatzzeit und nötigt zum Kauf eines Ersatzakkus. Ob Olympus hier eine ähnliche Politik fährt wie die Drittanbieterblockierer von Panasonic kann ich noch nicht sagen, reiche ich aber nach. Abschließend sei noch das Angebot für MFT Zubehör im Allgemeinen erwähnt. Mittlerweile bieten auch Sigma und Co Objektive für das etablierte MFT System an. Darüber hinaus gibt es vieles von anderen Herstellern, was das Fotografieren mit MFT interessant macht.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verarbeitung und Haptik gut
+ Ausstattung
+ intuitive Menüführung
+ individuelle Konfigurierbarkeit und leichtes Abrufen der Einstellungen
+ Bildqualität
+ Klappdisplay
+ Touchscreenfunktion
+ Gehäuseblitz & Blitzschuh
+ Stativgewinde in der optischen Achse
+ große Auswahl an sehr guten und teilweise günstigen Objektiven
+ Flexibilität durch geringes Gewicht
+ Zubehörsituation

Nervfaktor:
- geringe Akkukapazität
- WLAN nur eingeschränkt mit APP
- Handgriff(ohne Funktionen) mit stolzer UVP

Neutral:
o Touchscreen

Mein Fazit: Die Olympus ist im Reigen der MFT Kameras eine kompakte und nebenbei auch sehr attraktive Alternative. Ihre Ausstattung macht fast wunschlos glücklich und der Preis ist verlockend. Ähnlich wie Fuji schraubt auch Olympus an der ein oder anderen Preisschraube. Das ihr das nicht unbedingt zum Nachteil gereicht, zeigt uns die OM-D M10 ganz deutlich. Sowohl für Ambitionierte wie auch Einsteiger ein empfehlenswertes Bildmachgerät.

Anmerkung:

Schon einige Male habe ich an anderer Stelle geschrieben, daß es wünschenswert wäre Kritik in Form des "nicht hilfreich" Klicks auch mit einem kurzen Kommentar zu versehen. Das würde den Rezensenten helfen sich zu verbessern, bzw. Kriterien und Inhalte aufzunehmen die dem einen oder anderen da draussen vielleicht fehlen mögen. Das wäre gut für uns alle. Die Rezensionsplattform ist eine der wenigen Möglichkeiten die wir als Verbraucher nutzen können um unverblümt unsere Erfahrungen den Werbeprospekten gegenüberzustellen.

Wenn jemand hier negative Erfahrungen mit einem Produkt gemacht hat und ein Produkt zu "positiv" bewertet sieht, kann er das jederzeit in einem Kommentar oder einer eigenen Rezension tun. Oft ist es so, daß gerade negative Erfahrungen durch Problemen bei neuen Geräten in der Breite zunächst nicht erkannt werden. Als Beispiel seien hier die Sensorprobleme(Perlenketten) bei NikonD7000 und Pentax(K5) der letzten DSLR-Serien(Digitalen Spiegelreflexkameras) genannt, was in der Praxis erst bei gezielten Ausschnittvergrößerungen über 100% im Bild wirklich auffiel und nur durch Foren und Produktrezensionen aus dem herstellerseits gern genommenen "Einzelfall" eine Rücknahmeaktion machte. Ob man das nun hören mag oder nicht, gerade Käufer von E-Technik, PC/Kamera/Handy etc. sind diesbezüglich gebrannte Kinder. Man denke nur an die bereits erwähnten Sensorprobleme, SDM Ausfälle bei den Objektiven, der Bug beim DA21, sich wiederholende Belichtungsfehler der K-x, schräghängende Sucher, nichtlaufende Programme und schwache Akkus usw.

Ich bin ganz froh das wir als Verbraucher diese Möglichkeit zur Informationsbeschaffung und Weitergabe nutzen können. Das unnötige Abklicken das hier auf dieser Plattform stattfindet macht unsere Waffen aber stumpf. Das sollte der ein oder andere hier bedenken.

Danke
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88 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Kamera mit kleinen Mängeln, 20. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die OM-D 10 ist sehr kompakt, sauber verarbeitet und hat ein sehr schickes Aussehen. Leider ist der Griff für meine Hände etwas zu gering ausgeformt, aber dafür gibt es einen anschraubbaren Zusatzgriff, der keine Batterien enthält und happige 70€ kostet.
Mitgeliefert wird ein sehr grosses Ladegerät, was mit dem Netzkabel zusammen fast nochmal so viel Platz wie die Kamera beansprucht. Eine Ladung der Batterie in der Kamera via USB ist leider nicht möglich.

Der EVF ist hervorragend, klar, hell und fast ohne Lag, auch für Gleitsichtbrillenträger geeignet. Das LCD hat mit über 1 Million Pixel eine sehr gute Auflösung und lässt sich ca. 45° nach unten und 90° nach oben kippen. Wenn das LCD gekippt ist, wird der EVF ausgeschaltet. Die Umschaltung LCD/EVF erfolgt ansonsten automatisch per Sensor (natürlich konfigurierbar).

Der 3- Achsen Bildstabilisator IBIS arbeitet, wie bei Olympus gewohnt hervorragend und ist wie fast alles in der Kamera konfigurierbar (Aus, vertikale Schwenks, horiz. Schwenks, Auto)
Überhaupt ist die OM-D EM10 wie von Oly gewohnt extrem individuell konfigurierbar, die etwas kleine 4er- Wippe um den OK- Knopf ist nicht, wie bei anderen Herstellern mit Symbolen bedruckt, sondern weitgehend frei konfigurierbar. Das führt dazu, dass nach längerer Nichtbenutzung der Anwender sich erst wieder neu einarbeiten muss... der Preis für die enormen Konfigurationsmöglichkeiten.

Der verbaute Sony Sensor sorgt für hervorragende Bildqualität. Laut DxOmark besizt er einen Dynamikumfang von 12,3 Blenden, das ist mehr als jeder Canonsensor bietet. Dadurch kann man mit geeigneter Software HDR-Bilder aus EINEM Raw erzeugen. Dazu benutze ich DxO Optics Pro, ohne Tricks, einfach das Raw als "One Shot HDR" entwickeln. Unter Kundenbilder habe ich eine Beispielaufnahme abgelegt (leider nur sichtbar wenn der Artikel lieferbar ist).

Die Kamera hat enorme Möglichkeiten zahlreiche Parameter zu ändern, die vor allem die jpg -Fotografen begeistern, Gradationskurven, Farben, Schärfe, Helligkeit, Kontrast, um nur einige zu nennen. Dabei können jpg-Bilder auch in der Kamera aus dem Raw nachträglich mit verschiedene Parametern neu verarbeitet werden.

Ein weiteres Feature ist Livebulb, wobei man bei Langzeitaufnahme des Entstehen des Bildes auf der Kamera beobachten kann und wenn die Belichtung ausreichend ist die Aufnahme beenden kann. Allerdings soll das mehrfache Auslesen des Sensors das Rauschen um eine ISO-Stufe erhöhen. Persönlich bevorzuge ich Testaufnahmen mit ISO 6400 und nehme dann die Belichtungszeit mal 5 für die finale ISO 200- Aufnahme.
Erstmalig bei Olympus ist Focuspeaking realisiert, dabei werden die Kanten scharfer Strukturen wahlweise in weißer oder schwarzer Farbe hervorgehoben. Sehr hilfreich bei manuellem Focussieren.

Die Bracketing- Funktionen der EM 10 sind auf Profiniveau, Belichtungsreihen nit 2,3,5 oder 7 Aufnahmen mit bis zu 1EV Spreizung pro Aufnahme.
Ausserdem ist Blitz- ISO und Art- Bracketing möglich. Mit Letzterem kann man mit einem Schuss auf Wunsch sämtliche Artfilter aktivieren, das Bild wird also mehrfach in der Kamera mit den entsprechenden Filtern entwickelt... eine nette Spielerei!

Video nutze ich kaum, obwohl das Aufnehmen eines Bildes während einer Videoaufnahme durch Drücken des Auslösers eine nützliche Sache ist.
Weitere Features Doppelbelichtungen, oder Addition mehrer Bilder nach Aufnahme etc... alles Dinge die ich persönlich lieber am PC erledige, aber wem`s gefällt :-)
Zeitrafferaufnahmen die optional direkt einen Film erzeugen sind sicherlich nützliche Dinge.

Der Touchscreen ist für mich persönlich nicht soo wichtig, aber ein nettes Feature.

Der kleine Blitz ist integriert und, für mich wichtig, remotefähig, er kann einen "entfesselten" Blitz durch Lichtimpulse steuern.

Die Kamera verfügt wie fast alle neuen Modelle über WIFI -Funktionen, wobei sich die wichtigsten Funktionen wie Focuspunkt, Blende, Zeit und bei entsprechenden Objektiven auch der Zoom vom Smartgerät fernsteuern lassen. ausserdem können den Bildern Geotags via GPS- fähigem Smartphon zugefügt werden.

Fazit: eine bildhübsche sehr kompakte MFT-Kamera mit annähernd Profifunktionen und sehr guter Bildqualität. Den Stern Abzug gibt es wegen der fehlenden Möglichkeit über USB zu laden. Wenn ich auf Kurzreisen gehe, muss ich leider Ladegerät und Netzkabel mitschleppen. Ansonsten könnte ich die Kamera via Laptop, den ich ohnehin immer mit habe, über USB laden. Für Leute die das nicht stört eine sehr empfehlendswerte 5-Sterne Kamera mit gutem Preis/Leistungsverhältnis.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gürteltauglicher DSLR Ersatz mit etwas komplizierter Einstellung, 18. Juli 2014
Von 
Niemand - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte meine Renzension auf einige wichtige Aspekte begrenzen. Dass die EM10 grundsätzlich eine hervorragende Kamera ist mit guter Bildqualität kann man an vielen anderen Stellen nachlesen.

Ich hatte mir die EM10 ausgewählt, weil sie für mich zusammen mit dem EZ-Objektiv derzeit den besten Kompromiss zwischen Größe und BQ mit Sucher darstellt, wenn man auch mal eine andere Linse anschrauben möchte (ansonsten vielleicht RX100 Mk3). Mit dem kleinen Zoom oder dem Lumix 1.7/20mm Pancake passt sie noch mit Ersatzakku in eine relativ kleine Gürteltasche, z.B. auf den Millimeter in die Hama Canberra 90. Die in manchen Rezensionen bekrittelte Handhabung des kleinen Gehäuses ist für mich also eher ein Vor- als ein Nachteil. Wenn ich etwas dickeres in der Hand halten möchte, dann nehme ich meine DLSR :-). Der automatische Objektivdeckel ist für mich übrigens ein Muss. Insofern traurig, dass der beim hohen Preis nicht serienmäßig dabei ist, sondern mit 34 Euro extra zu bezahlen ist. Das Original ist klein und fummelig und daher völlig praxisfern.

Was mir vor der Bestellung etwas Sorgen machte, war die BQ des elektronischen Mini-Zoomobjektivs - gerade wenn man die schlechten Erfahrungen mit dem 16-50mm Pendant bei den Nexen liest. Aber die Sorgen waren unbegründet. Sogar bei Offenblende sehr annehmbare Bilder, was Schärfe, Farben, Kontrast und CAs anbelangt. Ich habe Vergleichsaufnahmen mit dem Lumix 1.7/20mm gemacht und der Unterschied ist für mich marginal, auch wenn man das Lumix leicht abblendet. Insofern schraube ich das Lumix nur wegen Lichtstärke und Freistellen gelegenlich auf. Tatsächlich hat inzwischen ein Test in der letzten Ausgabe (8/2014) des Fotomagazins meinen subjektiven Eindruck bestätigt. Gerade im mittleren Brennweitenbereich ist die BQ des Zooms ab Offenblende bis etwa f8-11 hervorragend, oben und unten etwas schwächer aber immer noch sehr gut.

Für mich als Erstbenutzer des MFT Systems ist es etwas gewöhnungsbedürftig, dass die Objektive beim Aufsetzen relativ viel Kraft verlangen. Besonders das Lumix muss man schon fast mit Gewalt festdrehen. Ich konnte das an zwei Exemplaren probieren, scheint also bauartbedingt zu sein.

Ich möchte auch erwähnen, dass bei meinem ersten Exemplar der EM10 das Objektiv manchmal nicht mehr ein- oder ausfuhr, sondern einfach hängen blieb. Vielleicht ein Wackelkontakt am Bajonett? Ich konnte das Problem jedenfalls nicht selbst beheben und habe es reklamiert und gegen ein neues Gerät getauscht, bei dem jetzt alles in Ordnung ist.

Was mir an der Olympus nicht so gut gefällt, ist das extrem komplexe Menü. Einerseits kann man sehr viel einstellen - jeder Knopf lässt sich programmieren - andererseits musste ich bei der Oly erstmals öfters das Handbuch bemühen. Ich hatte schon sehr viele Kameras und inzwischen kann ich die Standardmenüs von Canon, Sony und Co eigentlich alle im Schlaf bedienen. Bei der Olympus muss man dagegen schon genau wissen, wo in den tiefen Verzweigungen des Menüs man etwas findet.

In der Werkseinstellung sind die JPEGs nicht in der niedrigsten Komprimierungsstufe eingestellt, die bei Olympus "Superfein=SF" heißt, sondern auf "Fein=F". Wenn man das nicht weiß, dann denkt man, man sei in der besten Stufe, weil bei anderen Herstellern "Fein" die beste Qualität ist, und Olympus im Menü in der Werkseinstellung gar keine bessere Einstellung als F anbietet. Mir fiel das nur auf, weil die JPEGs nur gut 3 MB hatten, was mir bei 16 Megapixel sehr wenig vorkam. Damit man Superfein dann aber überhaupt einstellen kann, muss man erst mal in das Zahnradmenü, dort im Punkt G in das Submenü Einstellungen und dort in einer der vier Bildoptionen die SF als Option "freischalten". Erst dann kann man im Haupt-Menü (über OK Taste) SF überhaupt anwählen. Das meine ich mit komplizierter Einstellung...

Mir persönlich fehlt noch ein weiterer Knopf zur Programmierung. Auf Fn1 habe ich AE-Lock (super: mit/ohne Spot einstellbar) und auf Fn2 den manuellen Fokus. Für die schnelle Umschaltung auf RAW musste ich daher die Video-Taste missbrauchen - immerhin geht das. Aber Videos muss man jetzt über das Drehrad wählen. Außerdem kann man auf die Taste nicht RAW alleine sondern nur RAW+JPEg legen, was für mich wenig Sinn macht, da ich ja bei Bedarf die RAWs auch in der Kamera entwickeln kann. Naja, das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Meistens fotografiere ich eh in RAW.

Der Sucher ist ok, aber das Sucherbild ist z.B. kleiner und körniger als bei meiner Sony A57, obwohl rein formell die gleiche Zahl an Pixeln vorhanden sein soll. Aber völlig ausreichend.

Der Zoom ist in Werkseinstellung sehr langsam eingestellt. Kann man aber für Foto und video getrennt regeln. In der schnellen Einstellung ok. Auch der manuelle Fokus funktioniert mit dem Zoom prima.

Ich bin mit der EM10 insgesamt hochzufrieden, insbesondere gefällt mir das kleine Zoomobjektiv. Für mich macht das den eigentlichen Wettbewerbsvorteil des MFT Systems aus, denn kleine Gehäuse gibts inzwischen ja schon fürs KB-Vollformat. Um alle Optionen auszureizen, muss man sich aber schon intensiv und regelmäßig mit ihr beschäftigen. Insofern als Zweit- oder Drittkamera, die man nur gelegenlich benutzt nicht so optimal.

[...]
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63 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleinod, 26. März 2014
Diese Rezension bezieht sich auf die Olympus OM-D E-M10 Systemkamera (16 Megapixel, Live MOS Sensor, True Pic VII Prozessor, Fast-AF System, 3-Achsen VCM Bildstabilisator, Sucher, Full-HD, HDR) Kit inkl. 14-42mm Objektiv silber.

Nachdem Amazon die Kamera nicht liefern konnte, habe ich sie vor ein paar Tagen bei einem lokalen Händler gekauft, als Kit zusammen mit dem neuen, eingefahren superflachen Objektiv 14-42mm f3,5-5,6 EZ.

Erster Eindruck: Ein Hammer. Oder besser: Ein Hämmerchen - weil sie so klein ist! Mit dem neuen Kit-Objektiv passt die Kamera problemlos in Jackentasche und ist dabei wegen ihres geringen Gewichts kaum noch zu bemerken.

Haptik und Optik sind perfekt. Die Kamera ist wunderschön gestaltet - ich sage voraus: ein Klassiker.
Sie gibt mit ihrem Magnesium-Gehäuse ein solides Gefühl in der Hand. Selbst für meine relativ großen Hände hat sie immer noch eine sehr angenehme Ergonomie. Alle Bedienelemente fühlen sich herrlich satt an.

Für alle Aufsteiger von Kompakt- oder billigeren Systemkameras werden die zwei Einstellräder (zusätzlich zum Moduswahlrad) ein echtes Aha-Erlebnis sein: So einfach und schnell kann es gehen, die Bildparameter einzustellen.

Wie einige andere neue (System-)Kameras auch, ist die E-M10 prallvoll mit Features. Aus meiner Sicht das Besondere: Diese Features sind mit der E-M10 sehr gereift. In gewisser Weise ist sie ein "Best-of" und ein "Must-have" aus ihren großen Schwestern E-M5 und E-M1.
Abgesehen von den für Neulinge oft zu Recht unübersichtlichen und äußerst umfangreichen Konfigurationsmenüs fühlen sich in der Praxis alle Funktionen nun gut durchdacht und nützlich an - hier hat Olympus über die Modellgeschichte beharrlich weiter optimiert, Gutes belassen und Schlechtes verbessert.

Beispiel WiFi-Funktion: Die von mir benutzte iOS-App funktioniert inzwischen sehr gut, der Bildertausch mit einem mobilen Endgerät und die Fernsteuerung sind praktisch und machen Spaß. Einzig die Bildübertragung im Hintergrund und zu einem PC fehlen (noch?).

Die Bildqualität ist gewohnt sehr gut bis hervorragend und kann problemlos mit mittelgroßen APS-C-Spiegelreflexkameras mithalten, insbesondere bei der Verwendung für die Betrachtung am Bildschirm oder für Abzüge bis A3.
Lediglich bei sehr hohen Empfindlichkeiten jenseits von ISO 3200 steigt das Rauschen für meinen Geschmack zu stark an und führt in hoher Vergrößerung ("Pixel-Peeping") zu vergrieselten Bildern.

Der elektronische Sucher funktioniert sehr gut, er ist groß, flimmerfrei und farbtreu. Sehr cool finde ich das automatische Umschalten zwischen dem sehr angenehmen, hochaufgelösten und kontrastreichen Bildschirm und dem Sucher, wenn man die Kamera ans Auge hebt: Das geht blitzschnell und zuverlässig.

Für mich "horizontal Herausgeforderten" besonders hilfreich ist auch die eingebaute elektronische Wasserwaage, die immer oder beim "Andrücken" des Auslösers eingeblendet werden kann. Endlich keine schiefen Horizonte oder Gebäude mehr!

Schön: Endlich gibt es neben diversen Möglichkeiten, Belichtungsreihen für HDR-Aufbereitung und andere Zwecke zu erstellen, "In-Kamera-HDR" in zwei brauchbaren Varianten.
Weniger schön: Immer noch gibt es keine In-Kamera-Panorama-Funktion. Es ist okay, dass man mit der vorhandenen Panorama-Funktion Bilder für ein externes Zusammensetzen aufnehmen kann, dass es in der Kamera aber gar nicht geht, finde ich verbesserungswürdig.

Fast vergessen, weil bei Olympus inzwischen Standard: der integrierte Bildstabilisator. Praxiseindruck: sehr hilfreich.
Es ist erstaunlich, was für Belichtungszeiten damit noch aus der Hand verwacklungsfrei möglich sind. Manchmal werde ich schon fast zu sorglos und wundere mich, warum ein Bild verwackelt ist, wo ich doch bloß bei 200mm KB-Brennweite im Rückwärtsgehen bei schlechtem Licht fotografiert habe. Ich habe mich einfach so schnell daran gewöhnt, dass fast alle Bilder scharf sind!

Und etwas, das ich unterschätzt habe, bevor ich die Kamera das erste Mal in der Hand gehalten habe: Man kann den Bildstabilisator beim Andrücken des Auslösers auch das Sucherbild stabilisieren lassen. Dadurch wirkt es wie "festgenagelt", was besonders beim manuellen Fokussieren mit oder ohne Fokus-Peeking umd zum Abschätzen des richtigen Auslösemoments extrem hilfreich ist, gerade bei großen Brennweiten.

Auch ganz nützlich, wenn auch mit engen Leistungsgrenzen, ist der eingebaute Blitz. Leider lässt er sich nicht in andere Positionen bringen als "geradeaus". Um damit über die Decke oder zur Seite zu blitzen, muss man einen kleinen Reflektor/Diffusor selbst dranbasteln. Zum Aufhellen zum Beispiel bei Gegenlicht eignet er sich aber allemal.
Die Steuerung anderer (größerer!) Blitze, die über den kleinen Aufklappblitz möglich ist, konnte ich mangels entsprechender Ausstattung (noch) nicht testen.

Das Full-HD-Video habe ich nur ganz kurz ausprobiert, für meine kurzen Clips ist das perfekt und mehr als ausreichend.

Die Kamera ist für meine Zwecke als neugieriger und lernender Hobbyfotograf, der sowohl in der Natur und auf Reisen unterwegs ist, als auch auf Festen oft den "Hoffotografen" spielt, ein wirklich toller Allrounder. Die OM-D E-M10 erscheint mir nach langen Recherchen und den ersten Praxiseindrücken als die für mich aktuell perfekte Kombination aus Bildqualität, Größe, Ergonomie, Ausstattung und... Preis.

Bezüglich des bei mir mitgelieferten Kit-Objektivs bin ich noch nicht ganz so sicher. Es ist winzig, fokussiert rasend schnell, hat sowohl einen Fokus- als auch einen Zoom-Ring und passt optisch super zur E-M10. Über die Abbildungsleistung mag ich aber noch keine abschließende Aussage machen. Vorläufig: Haut mich - anders als die Kamera - nicht vom Hocker. Weitere systematische Tests stehen aus, ggf. ergänze ich hier.

Fazit: Zusammen mit der Panasonic GX7 vermutlich die Systemkamera mit dem derzeit besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

UPDATE 28.4.2014:
1. Zusatzgriff: Ist eine super Sache, wenn auch mal wieder ein Olympus-typisch krass überteuertes Zubehörteil. Okay, er ist solide und clever gemacht, aber für die 80+ Euretten bekommt man woanders schon fast eine ganze (Schrott-)Kamera...

2. Kit-Objektiv: Ich habe inzwischen eine ganze Reihe Fotos damit gemacht, aber ich glaube, ich bin von meinen Olympus-Festbrennweiten versaut. So richtig knackscharf will mit der Kit-Linse bei kleinen Blenden nichts werden. Es reicht aus als Ultrakompakt-Objektiv für die Bildschirmbetrachtung der Bilder oder kleine Drucke; wenn das Licht schwindet oder man größer ausdruckt oder in das Bild zoomt, zeigen sich doch erhebliche Defizite in der Schärfe.

UPDATE 19.5.2014:
1. Automatischer Objektivdeckel: Super Sache, wenn auch mal wieder ein Olympus-typisch krass überteuertes Zubehörteil.

2. Die WLAN-Kopplung mit einem mobilen Endgerät ist wirklich clever und nützlich (bei jeder anderen Kamera mit vergleichbaren Fähigkeiten auch): Letztes Wochenende habe ich bei einem Freund Produktfotos von einem Möbelstück gemacht. Das Foto auf einem iPad einrichten, auslösen und das Ergebnis direkt begutachten zu können, war super! Die iOS-App funktioniert wirklich gut, wenn auch die Auflösung des Live-Bildes ein bisschen gering ist.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle,kleine Kamera mit moderner Technik im Retrodesign, 1. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe bereits die Olympus OMD-EM 5 und werde hier in der Rezension gelegentlich auch auf Unterschiede zwischen EM5 und EM10 eingehen.
Nur aber erstmal zur EM10.
Ich habe das Kit in silber/schwarz gekauft und rein optisch sieht die Kamera schon klasse aus.
Die Haptik paßt auch,alles wirkt sehr hochwertig und sauber verarbeitet.
Die Einstellräder rasten satt ein und die Tasten haben im Gegensatz zur Em5 einen klaren Druckpunkt.

Der Sucher ist klasse und wurde leicht verbessert,da er jetzt die Helligkeit automatisch reguliert.
Auch das hintere LCD Display ist eine Verbesserung,da die Auflösung angestiegen ist bildet es jetzt etwas schärfer ab.
Desweiteren ist es jetzt ein normales LCD Display und kein OLED Display mehr wie in der EM5.
Was ich persönlich positiv finde,mit dem OLED LCD konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.
Leider ist die maximale Helligkeit immer noch nicht ausreichend um bei strahlenden Sonnenschein alles deutlich zu sehen,aber dafür hat man dann ja den Sucher.

Der Autofokus ist wie bereits bei der EM5 pfeilschnell.Auslöser drücken und im selben Moment ist focussiert.Wahnsinn.
Bei weniger Licht dauert es minimal länger,aber immer noch absolut Schnappschusstauglich.

Die Bildqualität der Fotos ist spitzenklasse und die Ergebnisse weisen eine klasse Schärfe auf.
Rauschen hält sich sehr in Grenzen und ist in etwa mit APS-C Kameras vergleichbar.
Jpegs aus der Kamera sind knackig und sehr gut zu gebrauchen.
Per raw ist noch etwas mehr rauszuholen,aber die jpegs ooc sind schon spitze und reichen mir absolut aus.

Bei der Videofunktion ist es jetzt möglich per Touchscreen den Fokus zu verlegen,damit kann man nun schön die Schärfeebene versetzen.
Leider ist es weiterhin nicht möglich der Videofunktion ein anderes Bildprofil zuzuordnen,schade.
Da Videos in der Regel mit weniger Schärfe und Kontrast gefilmt werden um besser nacharbeiten zu können wäre das eine sinnvolle Option gewesen.
So muß ich jedesmal beim Wechsel von Foto auf Video von Hand im Menü den Bildmodus umstellen.

Die WLAN Funktion funktioniert richtig klasse.App aufs Handy laden,den Code vom Kameradisplay abscannen und
schon steht die WLAN Verbindung und man kann die Kamera über das Handy steuern oder Bilder von EM10 zur Kamera übertragen.

Neben den üblichen Olympus Art Filter Programmen bietet die EM10 nun auch eine HDR Funktion.
Die Ergebnisse sind durchaus brauchbar und bei entsprechenden Verschlusszeiten wird nicht mal ein Stativ benötigt,klappt aus der Hand.

Erwähnenswert sind auch die ausführlichen Bracketing Funktionen.
Egal ob Artfilter,Bildmodus,Iso Reihe,Weißabgleichsreihe,es ist fast jede erdenkliche Bracketing Funktion möglich.

Generell gesehen erscheint mir die Firmware der EM10 nicht nur besser ausgestattet sondern auch etwas durchdachter in Sachen Bedienbarkeit als bei der EM5 zu sein.
Endlich kann man die MYSET Funktionen vernüftig nutzen,da man sie mit einem Tastendruck ein und ausschalten kann.
Bei EM5 muss man die Taste dauerhaft gedrückt halten,wer bitte läßt sich so was unpraktisches einfallen ??
Desweiteren gibt es jetzt Fokus-Peaking das sehr hilfreich ist um bei adaptierten Objektiven manuell zu fokussieren.
Die Em10 rechnet bei Olympus Objektiven nun endlich auch die chromatische Aberration heraus.
Auch vorhanden ist nun eine Intervallfunktion die klasse funktioniert und sich detailliert konfigurieren läßt.
Auf Wunsch kann man aus den Bilder direkt in der Kamera ein Timelaps Video erstellen.
Leider ist die Qualität der Timelapse Videos bescheiden da stark komprimiert wird und die Ausgabe nur in 720p erfolgt.
Aber als kleines Gimmick zwischendurch ist es ganz witzig.

Der Stabi ist im Gegensatz zur EM5 nur ein 3 Achsen Stabi,welcher zwar durchaus gute Arbeit leistet aber nicht an der 5 Achsen Stabi der EM5 heranreicht.
Zeiten die ich mit der EM5 verwackelungsfrei aus der Hand schaffe,bekomme ich mit der Em10 nicht hin.

Richtig gut hingeben finde ich das die Em10 nun einen eingebauten Miniblitz hat.Zu oft dachte ich bei der Em5 ich brauche ihn heute nicht und habe den
Blitz zuhause gelassen und hätte ihn dann doch benötigt.Das kann nun nicht mehr passieren.Die Leistung ist zwar nicht unbedingt großartig,aber um
z.b. ein Porträt im Gegenlicht aufzuhellen reicht es allemal.

Alles in allem ist die EM10 wirklich eine erstaunliche,tolle kleine Kamera,die ich bedenkenlos empfehlen kann.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebling wir haben die Kamera geschrumpft!, 15. Mai 2014
Von 
tom l. "tomtom" (regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Schon vor einigen Jahren habe ich mich für das MFT System entschieden. Ich habe es nie bereut. Witziger Weise geschah das aus den gleichen Gründen wie bei meinem Umstieg von Nikon auf Minox GTX zu den längst vergangenen Analogzeiten. Standard-, Tele- und andere Objektive nahmen auf meinen Motorradausflügen einfach zu viel Platz ein. Nur Pentax konnte und kann das Transportproblem mit seinen Limiteds ein wenig eingrenzen. Trotzdem war mir auch diese Lösung noch zu groß. Panasonic brachte mit der GF1 für mich die Lösung. Die GF Reihe hatte mich trotz der auch bekannten Schwächen von Anfang an überzeugt. Mit der GF2, der GX1 und der GH2 fanden sich weitere MFT Kameras bei mir ein. Die Olympus Pen Serie war für mich nie ein Thema. Mit der OM-D M5 änderte sich alles. Immer wieder schielte ich zur schönen Olympus. Exzellent ausgestattet bietet sie sehr gute Bildqualität und schönes Design. Leider war ihr die GH2 im Weg. Ich kam mit ihr so gut zurecht, daß ich sie nicht einfach abgeben wollte. Zudem war das auch eine finanzielle Frage. Mit der deutlich günstigeren OM-D M10 hat sich das nun erledigt. Die Pana musste gehen. Ich war sehr gespannt auf meine erste Olympus.

Einer der zur Zeit sehr strapazierten Begriffe ist das Wort "Retro". Genau das fiel mir ein als ich die Olympus aus ihrem Kartongefängnis nahm. Rein optisch könnte sie auch aus den 70ern sein und der Look steht ihr wirklich gut. Natürlich ist das Blendwerk. Allerdings ein sehr hübsches. Das die 10er ein „abgespecktes“ Modell der 5er ist sieht man ihr auf den ersten Blick nicht an. Aber schon die fehlende Abdichtung weist uns den Weg in diese Richtung. Obwohl viel auf Reisen ist das für mich nicht unbedingt ein Nachteil. Wer „Abgedichtetes“ haben will sollte sich bei Pentax umsehen. Dort gibt es mit Abstand die breiteste Palette hochwertiger, abgedichteter Objektive.
Ich habe mich für die schwarze Variante entschieden. Das silberne Gehäuse sieht weniger wertig aus. Haptisch ist die Olympus gut. Das Feeling einer GF1/2, einer GX1, einer GH oder gar der neuen GX7 erreicht sie trotz ihrer schönen Belederung aber nicht. Das mag unfair sein ist aber nun mal so. Für große Hände ist das Arbeiten mit der M10 anfänglich etwas ungewohnt. Mit der Option auf einen zusätzlichen Handgriff ist das aber schnell zu lösen. Olympus lässt sich das aber zusätzlich vergüten. Positiv ist der vorhandene Blitzschuh inklusive dem eingebauten Blitz, sowie die metallausgeführte Stativaufnahme in der optischen Achse. Lästermäuler kritisieren hier den Umstand, den Akku- bzw. Kartenschacht bei Stativverwendung nicht öffnen zu können. Ich rate hier zur vollformatigen Kamera mit entsprechend großen Gehäusen.

Gut gefällt mir das Bedienkonzept der Oly. Anders als das der Panasonic ist es aber ebenso intuitiv bedienbar. Besonders die Bedienräder haben es mir angetan. Sie sind praktisch und exzellent in ihrer Rückmeldung und rasten sauber ein, was die Arbeit sehr erleichtert. Dabei steht das Vordere etwas im Schatten des Wählrades auf der Rückseite. Besser kann man ein Einstellrad nicht anbringen. Der Hingucker auf der Rückseite ist das klappbare, dreizöllige Display. 90° nach oben und 45° Neigung nach unten lässt das Display zu. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Olympus sich auch per Bildschirm bedienen lässt. Touchscreen ist das Stichwort. Auch das macht die Olympus zum Konfigurationsmonster. Lässt sie doch unter anderem die AF Setzung oder das Auslösen per Bildschirm zu. Natürlich ist das über diverse Programmspeicherfunktionen abrufbar. Wie schon viele Modelle vor ihr erlaubt es auch die Olympus sich Schritt für Schritt an ihre Technik anzunähern. Von voreingestellten Motivprogrammen bis zur absoluten manuellen Kontrolle erlaubt die 10er alles was gefällt. So kann man die OM-D auch getrost einem Einsteiger in die Hand drücken. Sie macht es einem leicht sich in die Materie Fotografie einzudenken. Seit ich eine Alpha getestet habe schätze ich die Verwendung eines Augensensors am Sucher. Das automatische Umschalten von Display auf Sucher ist pragmatisch und komfortabel zugleich. AF Suche und Geschwindigkeit sind ausgezeichnet. Da nehmen sich Olympus und Panasonic nix.
Eine weitere Ausführung von Spezifikationen erspar ich mir. Seiten wie digitalkamera de, oder auch die Olympus Heimseite geben ausführlichst Auskunft über das Leistungspaket der M10. Wie sind nun die Bilder?

Ich habe ein sehr gutes 14-45 für den Alltag, sowie ein Panasonic 20/1.7 und ein Olympus 45/1.8 für die besonderen Anlässe. Die beiden letzteren sind exzellentes Glasmaterial und liefern Bilder die sich auch mit den „erwachsenen“ Festbrennweiten messen lassen können. Auch mit MFT ist ein anständiges Bokeh zu bekommen. Vielleicht nicht auf dem Niveau eines Pentax DA*55/1.4. Für andere Objektive reicht es aber allemal. Dabei darf man den Anschaffungspreis nicht ausser acht lassen. Mit gut sechshundert Euro für beide Gläser ist man fast konkurrenzlos. Der Kombination Canon EF 85/1.8 und 50/1.4 mal ausgenommen. Zoomobjektive sind in der Regel deutlich schwächer in ihrer Abbildungsleistung als Festbrennweiten. Bei den MFT Objektiven empfand ich diesen Umstand aber nie so deutlich wie bei Canon, Pentax und Co. Hier scheint auch die Serienstreuung bei den Objektiven größer zu sein. Auch das spricht für die MFTs. Leider hat sich nie ein Olympus Zoom zu mir verirrt. So kann ich diesbezüglich keine Aussage machen. Ein Trend ist aber bei photozone und Co schon erkennbar. Mein Händler des Vertrauens bot mir an das 14-42 II auszuprobieren. Die Ergebnisse reiche ich nach.

Die Bilder der 10er liegen locker auf dem Niveau der GH2. Gerade unter der Verwendung der beiden Festbrennweiten gewinnen beide Objektive nochmals dazu. Mit annähernd identischer Auflösung werden die Bilder der OM-D gefühlt noch einen Tick schärfer und detailreicher. In meinen Augen auch etwas plastischer. Die Rauschempfindlichkeit bei höheren ISO Werten gewinnt die Oly. Ich hatte aber auch nichts anderes erwartet. Eine histrionische Überbewertung des Themas „Rauschen“ erspar ich mir. ISO Werte über 800 sind ohne Tadel realisierbar. Die Farben sind gewohnt Olympus. "Bonbonesk" für den einen, "lebendig" für den anderen. Kritik daran finde ich überzogen. Zumal es genügend Einstellmöglichkeiten gibt dies zu ändern. An dieser Stelle sei an die gute alte Zeit der Analogfilme erinnert. Fuji war "Fraktion Blau", Kodak stand für die "Erdigen Töne" der Farbtabelle. Aber auch da war in den Bädern der Entwicklungslabors noch einiges herauszukitzeln. Olympus ist für mich eine Mischung aus Pentax, Panasonic und Sigma DP1.

Der für mich einzige negative Punkt liegt an der Befeuerung der Olympus mit den „Kleinen“ Akkus der PEN Modelle. Das mag für PEN Besitzer komfortabel sein. Unter dem Strich beschränkt das aber die Einsatzzeit und nötigt zum Kauf eines Ersatzakkus. Ob Olympus hier eine ähnliche Politik fährt wie die Drittanbieterblockierer von Panasonic kann ich noch nicht sagen, reiche ich aber nach. Abschließend sei noch das Angebot für MFT Zubehör im Allgemeinen erwähnt. Mittlerweile bieten auch Sigma und Co Objektive für das etablierte MFT System an. Darüber hinaus gibt es vieles von anderen Herstellern, was das Fotografieren mit MFT interessant macht.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verarbeitung und Haptik gut
+ Ausstattung
+ intuitive Menüführung
+ individuelle Konfigurierbarkeit und leichtes Abrufen der Einstellungen
+ Bildqualität
+ Klappdisplay
+ Touchscreenfunktion
+ Gehäuseblitz & Blitzschuh
+ Stativgewinde in der optischen Achse
+ große Auswahl an sehr guten und teilweise günstigen Objektiven
+ Flexibilität durch geringes Gewicht
+ Zubehörsituation

Nervfaktor:
- geringe Akkukapazität
- WLAN nur eingeschränkt mit APP
- Handgriff(ohne Funktionen) mit stolzer UVP

Neutral:
o Touchscreen

Mein Fazit: Die Olympus ist im Reigen der spiegellosen MFT Kameras eine kompakte und nebenbei auch sehr attraktive Alternative. Ihre Ausstattung macht fast wunschlos glücklich und der Preis ist verlockend. Ähnlich wie Fuji schraubt auch Olympus an der ein oder anderen Preisschraube. Das ihr das nicht unbedingt zum Nachteil gereicht, zeigt uns die OM-D M10 ganz deutlich. Sowohl für Ambitionierte wie auch Einsteiger ein empfehlenswertes Bildmachgerät.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Olympus ist mit der OMD E-M10 eine deutlich günstigere E-M5, ohne Spritzwasserschutz, gelungen. M.M.n. ist sie eine der ersten Spiegellosen, die vom Preis/Leistungs-Verhältnis direkt mit den DSLRs konkurrieren können. Bisher waren spiegellose Systemkameras zwar kleiner und leichter, aber bei gleichem Feature-Set und gleicher Bildqualität teils deutlich teurer als DSLRs. Was macht aber die E-M10 so interessant?

Das Gehäuse ist wertig verarbeitet, verfügt über einen angenehmen Griff und viele Knöpfe und Einstellräder für alle erdenklichen Funktionen. Olympus typisch kann auch die E-M10 gänzlich individualisiert werden. Man hat jeweils zwei Fn-Knöpfe und Einstellräder die man beliebig mit Funktionen belegen kann (ISO, Blende, Belichtungszeit, MF, Focus Peaking, usw. usf.).

Die Kamera verfügt über einen elektronischen Sucher mit 1,4MP, der zwar ausreichend groß, verzögerungsfrei und hell ist, aber von der Schärfe und Klarheit nicht an den einer Nikon V1 herankommt. Der LCD hinten ist ein Touchscreen der sich nach oben und unten kippen lässt, was bei Makro und beim Fotografieren über Menschenmassen sehr nützlich sein kann. Mit dem Touchscreen lässt sich sowohl das AF-Feld verschieben als auch mit einer Berührung auf einen Punkt scharfstellen und sofort auslösen. Durch aufgenommene Bilder scrollen kann man mit diesem natürlich auch. ;)

Der Sensor ist der gleiche, wie in der E-M5, es handelt sich also um einen sehr guten 16MP Sensor, der aber statt 5-Achsen einen 3-Achsen Bildstabilisator hat. Um ehrlich zu sein habe ich keinen Unterschied zu anderen In-Body- bzw. Objektiv-Stabilisatoren bemerkt. Er funktioniert einfach wunderbar und zwar auch mit Festbrennweiten und alten, manuellen Objektiven. Der AF ist wirklich sehr schnell, auch bei sehr wenig Licht (z.B. ISO12800, f1.4 und unter 1/50 Sek.). Nur beim Nachführen (Sport- und Action-Fotografie) kommt er nicht an den Phasen-AF einer guten DSLR heran, ansonsten ist er vergleichbar schnell und treffsicher.

Auf die restlichen Features, wie WiFi, Focus-Peaking, Livebulb, Bracketing, RAW-Entwicklung in Kamera, Art-Filter, usw. möchte ich nicht weiter eingehen, da sich andere Rezensenten ausreichend mit diesen befasst haben. Ich möchte nur sagen das alle diese Features wie beworben funktionieren und abhängig von der Situation und der persönlichen Präferenz sehr nützlich, oder auch nicht, sein können. Ich persönlich könnte locker auf WiFi, Video und Art-Filter verzichten. Aber wer weiß, vielleicht ändere ich mit der Zeit diesbzgl. meine Meinung.

Fazit: Die Entscheidung seitens Olympus den Spritzwasserschutz einzusparen, einen weniger fortschrittlichen In-Body Stabi einzubauen (einen Unterschied kann man aber in der Praxis nicht feststellen), aber ansonsten alle Features der E-M5 beizubehalten und die Kamera deutlich günstiger als die 5er anzubieten, kann ich nur begrüßen. Die E-M10 ist m.M.n. neben der A6000 die spiegellose Systemkamera mit dem derzeit besten Preis/Leistungs-Verhältnis. Diese Kamera würde ich definitiv wieder kaufen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine wirklich tolle Kamera, 7. Juli 2014
Ich bin mit der Kamera mehr als zufrieden.
Ich habe schon unterschiedlichste Systemkameras (Sony, Panasonic) besessen aber diese ist für mich absolut die Beste. Ich bin eigentlich ein Fan von Panasonic und besitze noch die LX7, zugegeben andere Liga. In die engere Wahl kam noch die „Panasonic G6“ aber die OMD-10 fühlt sich einfach wertiger an, dass der Bildstabi im Gehäuse und nicht im Objektiv sitzt empfinde ich auch als Vorteil. Die Objektive sind dadurch günstiger und man kann noch den Stabi nutzen wenn Fremdobjektive angebracht sind.

Ich habe mir die OMD mit dem „M.Zuiko Digital 14-42 mm 1:3.5-5.6 II R“ und nicht mit dem neuen „elektronischen Zoom“ bestellt, ich mag keinen Motorzoom. Die Abbildungsleistung ist, gemessen am Preis, sehr gut.
Ich habe sonst immer in RAW fotografiert, doch nach etlichen Aufnahmen kann ich sagen das bei den meisten Aufnahmen die JPEG-Bilder der Kamera absolut ausreichen und man spart sich das Umrechnen am PC. Die Umrechnung erledigt die OMD sehr gut. Nur bei kritischen Lichtverhältnissen nutze ich noch RAW. Man muss natürlich ein wenig an der Farbsättigung und den Kontrastwerten voreinstellen aber das ist ja subjektiv und entspricht immer dem persönlichen Geschmack das kann und sollte man nicht als negativ anrechnen.

Auf die technischen Details möchte ich nicht eingehen, dazu kann man im Netz genug lesen.

Ich bin kein Profi und Fotografieren ist lediglich ein Hobby und aus diesem Blickwinkel sollte man auch diese Einschätzung bewerten. Wichtige Aufnahmesituationen sind für mich dabei Urlaubsaufnahmen, spielende Kinder sowie Haustiere und dafür ist die Kamera richtig Klasse.
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