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»Inside Llewyn Davis« lautet der Titel einer LP, mit der sich der walisisch-stämmige Folksänger Llewyn Davis bei Clubs und Managern bewirbt – allerdings ohne großen Erfolg.

Die Zeit, die uns die Coen-Brüder in diesem ungewöhnlich intim gedrehten Musikfilm nahebringen wollen, ist die Ära der Folkmusik vor Bob Dylan in New Yorks verräuchertem Greenwich Village. Der Film ist anspruchsvoll und kommt vollkommen unspektakulär daher. Diejenigen, die keinen Bezug zum frühen Folk und seinen Interpreten haben, werden sich langweilen. Allen anderen bietet er ein spannendes Sittengemälde, das bisweilen sogar (John Goodman als zynischer Jazz-Musiker) ausgesprochen lustig rüberkommt.
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am 22. Januar 2015
Ein wunderschöner Film über den "Anti-Dylan". Über einen der Helden, der den Durchbruch nicht geschafft hat.
Schöne Musik, melancholische Stimmung, tolle Kamera.
... und wo ist eigentlich das Skrotum!
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am 14. Juli 2014
1961 in New York: Liewyn Davis hat keine Wohnung und lebt von dem was er bei sich trägt. Seine Versuche als Folksänger in den Clubs, eröffnen ihm keine große Perspektive. Gemeinsam mit dem Beat-Poet Johnny Five und dem Jazzsänger Roland Turner fährt Liewyn nach Chicago. Er hofft, dass ihm dort der Durchbruch gelingt.

Die traurige Geschichte hat wenige humorvolle Höhepunkte. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an dem Profil des Protagonisten und bringen interessante Charakterzüge ans Tageslicht. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Asketischen Szenenbilder belassen den Fokus bei den Handelnden. Regie und Schauspieler ist ein mäßig spannender semi-dokumentarischer Film gelungen.
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am 4. Oktober 2014
(Kinoversion)

Da sind sie wieder, die Coen-Brüder. Und wie üblich mal wieder für eine Überraschung gut. Nach nicht gerade gelungenen Ausflügen ins Western- ("True Grit") und Komödiengenre ("Ladykillers"), machen die Coens nun wieder das, was sie am besten können: melancholische, hintersinnige Komödien inszenieren, die vor skurrilen Charakteren strotzen und durch verrückte Dialoge begeistern. Zudem ist "Inside Llewyn Davis" eine musikalische Hommage an die Folkmusic der 60er Jahre, die entscheidend von Bob Dylan geprägt wurde. Eine Reminiszenz an Dylan findet sich dann auch in der Schlussszene des Films. Die vielen Songs, die im Film zum Besten gegeben werden, erinnern oft an die musikalischen Glanzleistungen des Coen-Films "O Brother where art thou?", aber auch an die Musik von Mumford & Sons, was kein Wunder ist, fungiert Marcus Mumford doch hier als Associate Music Producer. Und schlussendlich spielt auch ein Kater bei Llewyn Davis' musikalischer Ulysses (Odyssee) eine nicht unerhebliche Rolle. Folkmusic, Katzen, Selbstfindung, so könnte man das neueste Werk der Coen-Brüder auch zusammenfassen.

Llewyn Davis (Oscar Isaac, "Revenge for Jolly!") versucht sich nach dem Tod seines musikalischen Partners als Solist, konnte bisher aber keine nennenswerten Erfolge aufweisen. Im New York des Jahres 1961 gelangt die auch von Llewyn präferierte Folkmusic gerade in die Gehörgänge der breiten Masse, dennoch war Llewyn bislang kein Durchbruch beschert. Er tritt vornehmlich im Gaslight, dem Club von Pappi Corsicato (Max Casella, "Killing them Softly") auf und schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da er keine eigene Wohnung hat, schläft er abwechselnd bei verschiedenen Freunden, unter anderem bei Jean (Carey Mulligan, "Der große Gatsby") und ihrem Mann Jim (Justin Timberlake, "In Time"), die musikalisch weit erfolgreicher sind als er. Da Llewyn sich von seinem Agenten Mel unzureichend vertreten fühlt, macht er sich auf nach Chicago, um dort Plattenboss Bud Grossman (F. Murray Abraham, "Amadeus") von sich zu überzeugen. Kein leichter Weg, vor allem nicht, wenn man mit arroganten Jazzmusikern (John Goodman, "Argo") und verkappten Dichtern (Garrett Hedlund, "Tron: Legacy") im Auto sitzt. Wird es Llewyn noch gelingen, sich als Solokünstler durchzusetzen oder muss er seine musikalischen Träume aufgeben?

"Inside Llewyn Davis" ist ein wunderbares Portrait der Zeit, in der die Folkmusic ihren Siegeszug um die Beliebtheit beim amerikanischen Volk begann. Darüber hinaus entwerfen die Coen-Brüder ein authentisches Bild New Yorks in den 60er Jahren. Ihr Protagonist Llewyn Davis, die verkrachte Existenz, fungiert dabei als verschrobene Projektionsfläche einer Zeit, die im Umbruch ist und deren Werte sich neu definieren.

Die Musik steht hier eindeutig im Vordergrund, was zugleich für ein kleines Manko des Films sorgt. Sofern man nicht inbrünstiger Folkmusic-Fan ist, könnte es einem ab und an etwas zuviel werden mit den dargebotenen Songs. Vor allem, weil die Coen-Brüder sich entschieden haben, jeden Song, der vorgetragen wird, voll auszuspielen, wo ab und ein eine Strophe samt Chorus gereicht hätte. Außerdem ist die Handlung interessant genug, so dass man eigentlich lieber noch mehr von den Protagonisten erfahren hätte als nur immer wieder ihren Songs zu lauschen. Dennoch beherrschen die Coens die Kunst, aus vermeintlich wenig Inhalt ganze, wunderbare Filme zu komponieren. Wir haben nur teil an einer einzigen Woche in Llewyn Davis' Leben und doch füllen die Coen-Brüder damit 105 Filmminuten. Sie begleiten Llewyn Davis bei seiner Suche nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit, ins Gaslight, zu seinem Agenten, zu seinen Freunden und auf seinem Trip nach Chicago. Sie lassen ihn immer wieder scheitern und immer wieder aufstehen und beleuchten gekonnt seine schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dabei kreuzt auch immer wieder ein getigerter Kater Llewys Weg, im wahrsten Sinne ein kleiner Running Gag des Films. Und auch sonst trifft Llewyn viele Menschen, mit denen er nur gemein hat, dass er mit ihrem Umgang überfordert ist. Ob das nun die ständig fluchende Jean ist, die er vielleicht geschwängert hat, sein Freund und Jeans Mann Jim, der mit albernen Liedchen große Erfolge feiert, ein drogenabhängiger Jazzmusiker oder ein schweigsamer, Kette rauchender Songwriter mit äußerst merkwürdigen lyrischen Anwandlungen. Ihnen allen begegnet der misanthropische Llewyn mit einer Mischung aus Gleichgültig- oder Ungläubigkeit. Er ist desillusioniert, will aber dennoch seinen Traum von Durchbruch als Musiker (noch) nicht aufgeben. Verarmt, aber stur geht er seinen Weg als Solokünstler, obwohl er schon selbst nicht mehr an seinen Erfolg glaubt.

Die Coen-Brüder haben wie immer einen großartigen Cast für ihren Film gewinnen können. Oscar Isaac überzeugt sowohl als Folksänger als auch als wortkarger, mürrischer Einzelgänger, der immer wieder dieselben Fehler macht. Carey Mulligan gibt hier eine herrlich rotzige, ständig schimpfende Sängerin, die einfach nicht treu sein kann. Justin Timberlake überzeugt als naiver, talentierter Folksänger mit Bart und Wollpulli und John Goodman liefert eine grandiose Vorstellung als scharfzüngiger Jazzmusiker mit Drogenproblem ab. Mit den ebenfalls von den Coen-Brüdern geschriebenem Script sind diese hervorragenden Darstellerleistungen aber auch kein Wunder, da sich hier einzigartige Dialoge finden, bei denen nahezu jeder Satz punktgenau trifft.

Dieses überaus musikalische Drama läuft zwar nicht ganz zur biglebowskihaften Genialität auf, dafür steht das Thema Musik zu sehr im Vordergrund, weiß aber dennoch durch den typischen coenschen Humor zu überzeugen. Ein ruhiger, langsamer Film mit immer wieder berührenden oder komischen Momenten, auf den man sich einlassen muss, der einen aber dann mit wunderbarer Skurrilität und einer wirklich putzigen Katze belohnt. Deshalb gerne vier von fünf Folksongs, die oft das wahre Leben widerspiegeln.
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am 13. Dezember 2014
Ein eigentlich ungemütlicher Film, der das doch schlechte Leben des Llewyn Davis immer wieder durch seine gesungenen Songs in Gold malt. Gerade die Szene mit dem Vorsingen beim größeren Manager ist ein wunderbares Beispiel für diese Tragikomödie.
Interessant ist es vor allem wenn man darüber Diskutieren will ob Llewyn jetzt ein schlechter Mensch ist oder nicht.
Man kann ihm seinen ausbleibenden Erfolg doch wünschen, andererseits kann man sich freuen, dass er ausbleibt. Im Endeffekt ist es eine Frage, wie man sich Davis Situation erklärt.
Ist er scheiße, weil es ihm scheiße geht. Oder geht es ihm scheiße, weil er scheiße ist.
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am 11. Mai 2014
Esta version de los dos films solo existe en alemania, por eso es recomendable adquirirla. En francia, por ejemplo, esta edicion con el documental "another Day" solo existe en Blu Ray. En paises incultos como España (mi pais), ni se editara. Por eso es un placer adquir las ediciones alemanas. Altamente recomendable. El documental es un concierto que, ademas al final contiene, una version de Farewell de Bob Dylan que a mi juicio es muy buena. No se lo pierdan. Solo existe esta edicion DVD, de momento, en Alemania.
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am 26. Januar 2014
Llewyn Davis (Oscar Isaac) ist eine kleine Nummer:
Er singt mal alleine, mal in der Gruppe mit seiner Gitarre Folk-Songs in einer kleinen Kneipe in Greenwich Village, um sich irgendwie über Wasser zu halten. Erfolg ist ihm damit bislang nicht gelungen, er kommt mehr schlecht als recht über die Runden und hat nicht mal ein eigenes Zuhause. Er hangelt sich von Nacht zu Nacht bei unterschiedlichen Freunden oder auch mal bei seiner Schwester auf der Couch oder zwangsweise auf dem Boden so durch.
Wir begleiten Llewyn ein Stück dabei im Jahre 1961:

Llewyn wacht eines Morgens in der Bude einer seiner (etwas wohlhabenderen) Gönner ganz alleine, abgesehen von der Katze des Hauses, auf. Als er die Wohnung verlässt, schlüpft die Katze versehentlich mit raus und er kommt dummerweise mangels Schlüssel nicht mehr in die Wohnung hinein, um die noch gerade so aufgeschnappte Katze wieder in die trauten vier Wände zu werfen. So tummelt er sich den ganzen Tag mit der Katze unterm Arm durch die Straßen und U-Bahnen New Yorks, kann sie zwischendurch sogar bei Freunden abladen, wo die nächste frohe Kunde auf den Loser lauert: die junge zickige Jean (seit "Drive" sehen wir sie häufiger: Carey Mulligan) ist schwanger und es ist sofort klar: Llewyn könnte der Vater sein. Jean, die mit ihrem Freund Jim (erfrischend zurückhaltend: Justin Timberlake) zusammen wohnt, möchte eine Abtreibung, da sie nicht sicher ist, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist. Jim weiß also noch nichts von seinem möglichen "Glück" und Llewyn ist bemüht, einen Doc aufzusuchen, der ihm schon mal in der Vergangenheit diesen Dienst erwiesen hat.
Jean, Jim und Llewyn sind übrigens auch mal zwischenzeitlich gemeinsam in der Kneipe auf der Bühne zu sehen und singen den bekannten Folk Song "500 Miles" (uns wohl mit am meisten in der Version von den Hooters bekannt, die den Song 1989 neu rausbrachten). Die Stimmen der drei harmonieren unglaublich gut, wir sind daher geneigt, Llewyn trotz seiner ständigen Missgeschicke auch mal Glück in der Musikbranche zu wünschen.
Wenn er zwischendurch mal wieder mit Katze unterm Arm (fast hätte er sie mal ganz verloren, findet sie aber wieder) loszieht, ergreift er die Chance, per Anhalter mit Johnny Five (Garret Hedlund) und Roland Turner (mal wieder in einer bemerkenswerten Nebenrolle: John Goodman) Richtung Chicago zu fahren. Ein kleiner Roadtrip beginnt, der in Chicago ernüchternd von Bud Grossman (lange nicht mehr gesehen: F. Murray Abraham) als wichtiger Musikproduzent erstmal beendet wird.
Aber wir haben Llewyn Davis insgesamt ja nur eine Woche begleitet, wird der Film uns am Ende genauso hoffnungslos zurücklassen wie er angefangen hat?

Die Coen-Brüder haben bislang nicht immer meinen Geschmack getroffen - Hier sind sie aber recht ruhig unterwegs, was auf mich sehr angenehm wirkt und meinen Geschmack damit trifft. Gerne schaue ich Llewyn Davis (übrigens inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von dem mir unbekannten Dave van Ronk, der wohl u. a. Antriebskraft für Bob Dylan und Joni Mitchell war) auf seiner kleinen Reise zu und lasse mich melancholisch dabei mittreiben - und irgendwie kommen hierbei ein klein wenig Erinnerungen an den vergessenen Film "The Thing called Love" auf, wo River Phoenix zusammen mit anderen Newcomern der Country-Szene versuchte, in eben dieser Musikwelt Fuß zu fassen.

Fazit: Wenn man sich für arme Schlucker interessiert, die es in der (Folk-)Musikwelt schwer haben und nichts gegen eine ruhige Inszenierung mit leisen und auch traurigen Zwischentönen hat, dem sei dieser kleine Film mit dem Katzen-Bonus ans Herz gelegt. Ein abgedrehter Coen-Film ist das mal nicht, auch wenn hier und da ein kleines Lächeln nicht ausgeschlossen ist.
P.S. Der Film ist in diesem Jahr in den Kategorien "Beste Kameraführung" und "Beste Tonmischung" für den Oscar nominiert.
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am 9. April 2014
...und auch ich fragte mich: warum in aller Welt sollte ich einen Film anschauen, der a. von Folk-Musik handelt, in dem b. eine Katze eine Hauptrolle spielt, der c. Anfang der Sechziger (trostlose Zeit) stattfindet und in dem d. keine Sympathieträger dabei sind?

Weil er von den Coen-Brüdern ist.

Ach so...

Der Hauptcharacter ist ziemlich nölig. Beim Betrachten von "Inside Llewyn Davies" dachte ich, dass ich ebenfalls sehr nölig wäre, müsste ich in einer dermassen monochrom ausschauenden Welt (keine Farben, alle Klamotten braun, grau oder allenfalls mal oliv oder ockerfarben) und einer ebensolchen monochromen Kultur leben. Diese Zeit vor grossen kulturellen Umbrüchen darf als eine der trostlosesten des letzten Jahrhunderts angesehen werden (die Weltkriegsphasen sind in dem Fall wohl "ausser Konkurrenz" zu betrachten).

Der Film hat eine langsam voranschreitende Handlung. Eigentlich geht es mehr darum, den Folksänger Llewyn eine Weile durch's Leben zu begleiten, wobei eine seltsame Begebenheit mit meist skurillen Charakteren an die nächste gehangen wird - teilweise, ohne das direkt Bezug auf das vorherige oder nachfolgende Geschehen genommen wird.

Die Coen-Brüder schaffen es, diesen Leuten Leben einzuhauchen, ohne eine schablonenhafte oder übertriebene Figurenzeichnung zu nutzen, was eine Stärke des Films ist.

Gesungen und gespielt wird zwischendurch öfter mal, was aber nie nervt, da es immer unter komplett anderen Umständen stattfindet und jedes Mal ganz andere Beteiligte dabei sind, die unterschiedlich auf die Darbietungen reagieren (zum Beispiel mit genervt sein :o) oder aber unbedingt mitsingen wollen).

Alles in allem besticht der Film durch sehr gut gespielte und toll gefilmte Szenen voller Trostlosigkeit, die etwas abgefedert werden durch einen zuweilen auftretenden leicht kauzigen Humor.

Ich kann verstehen, wenn Leute das nicht mögen.

Mir hat's aber sehr gut gefallen.
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am 10. November 2015
unverzichtbar, ein ruhiger Coen Brothers Film, der alles andere als langweilig ist. Tolle Schauspieler, super Musik, beeindruckende Kamera und eine witzige Story, was will man mehr? Für Musikliebhaber auf alle Fälle die SE mit der Doku DVD, falls sie mal erschwinglich wird.
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am 20. September 2014
Der Film ist natürlich was für Coen Brother Fans und Freunde der Folk Musik. Doch muss ich sagen, dass mir der Film an sich gar nicht so gut gefällt. Ja, wie immer bei den Coen Brothers sind da ein paar gute Charakterstudien drin. Aber mich stört, mit welchem "Looser" Image der Protagonist und mit ihm die ganze Folk Szene der frühen 60er Jahre abgebildet wird. Das stimmt einfach so nicht! Die Figur des Llewyn Davis basiert zum Großteil auf Dave van Ronk (bis zur Kopie dessen Albums "Inside Dave van Ronk"). Dave van Ronk war jedoch alles andere als ein Looser. Sehr kultiviert, vielseitig gebildet, politisch aktiv, ein ausgezeichneter Gitarrist, der Blues Elemente in die Folk Szene einführte, war er einer der Godfathers der Folk Musik, befreundet mit späteren Größen wie Bob Dylan, Förderer vieler junger Musiker etc. etc. Man kann sich bei einem Song im Abspann des Films selbst davon überzeugen, wie gut das Original eigentlich war.

Daher ist das beste am Coen Brother Film eben die Musik. Und Oscar Isaac als Hauptdarsteller, der selbst singt und Gitarre spielt, macht eine sehr gute Figur dabei, wie auch die anderen Musiker-Schauspieler.

Der eigentliche Grund, sich diese Doppel CD zuzulegen, ist aber die Musik-CD "Another Day - Another Time". (Wobei der aktuelle Preis bei Amazon von um die 30 Euro frech ist, ich hab das teil auch schon für 15 Euro bekommen) Ebenfalls teils produziert von den Coen Brothers. Darin kommen viele der aktuellen Folkmusiker mit ihren Songs vor. Wirkliche Gemmen wie die "Milk Karton Kids", die Simon und Garfunkel locker das Wasser reichen könnten, ja wenn sie nicht 50 Jahre zu spät singen würden, aber auch Gastauftritte von Größen wie Joan Baez und (etwas genrefremd) Patti Smith. Wer nach dieser CD noch immer nichts mit Folk Musik anfangen kann, dem ist dann nicht mehr zu helfen. Besser geht nicht.

Übrigens, wie auch bereits im Film, kommt auch bei diesem Konzert mit Bob Dylans "Farewell" der Altmeister des Folk selbst überzeugend zu Wort. Sozusagen als Gegenbeweis für die vom heroinsüchtigen Jazzmusiker aus dem Film (John Goodman) verächtlich gemachte Simplizität der Folk Song Harmonien. Ja, kann man da nur laut rufen, man kann mit drei Akkorden (A, D, E, cappo 2. Fret) wunderbar schöne Musik machen....
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