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61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehenswertes Holocaust-Drama
War Schindler's Liste" d a s Holocaust-Drama der 90er, so ist es Der Pianist" wohl in diesem Jahrzehnt, und beruht ebenfalls auf einer wahren Begebenheit. Auch diesmal hat sich kein Unbekannter an das heikle Thema herangewagt: Roman Polanski ist nicht nur ein renommierter Regisseur - er ist vor allem selbst gebürtiger Pole, und hat als kleiner Junge praktisch seine...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2005 von beatnoir

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fraglich
Mir erschließt sich nicht ganz, warum dieser Film ausgezeichnet wurde. Ich selbst habe ihn als starr und sehr verkrampft empfunden. Adrien Brody quält sich durch jede Szene, das mit etwas Nachsicht, da die Thematik sicher keine einfache ist. Der Versuch authentisch zu wirken wurde durch den plumpen Fall des Rollstuhlfahrers gänzlich zerstört,...
Vor 2 Monaten von Zündi veröffentlicht


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61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehenswertes Holocaust-Drama, 6. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (Einzel-DVD) (DVD)
War Schindler's Liste" d a s Holocaust-Drama der 90er, so ist es Der Pianist" wohl in diesem Jahrzehnt, und beruht ebenfalls auf einer wahren Begebenheit. Auch diesmal hat sich kein Unbekannter an das heikle Thema herangewagt: Roman Polanski ist nicht nur ein renommierter Regisseur - er ist vor allem selbst gebürtiger Pole, und hat als kleiner Junge praktisch seine gesamte Familie im KZ verloren. Durch den persönlichen Bezug geht der Film noch mehr unter die Haut, obwohl (oder gerade weil) Polanski es vermeidet zu urteilen, und auch sein wunderbarer Hauptdarsteller (Oscar-Gewinner Adrien Brody) den polnisch-jüdischen Pianisten Wladislaw Szpilman als zurückhaltenden, stillen Charakter anlegt.

Dass Der Pianist" sich im Unterschied zu Schindler's Liste" auf ein Einzelschicksal konzentriert, lässt einen noch unmittelbarer an der Geschichte teilhaben und die Auswirkungen der Nazi-Greuel auf eine Person nachvollziehen. Was den Film ausserdem auf den ersten Blick von Steven Spielberg's Drama unterscheidet, ist die Photographie. Während Schindler's Liste" in Schwarzweiss gehalten ist und stark an Dokumentar-Material aus dieser Zeit erinnert, hat Pawel Edelman für diesen Film wunderschöne satte Brauntöne mit einem Hauch von Sepia - die Farbe alter verblichener Fotos, die Farbe der Vergangenheit - gewählt.

Der Zeitrahmen erstreckt sich in Stationen über die gesamte Dauer des 2. Weltkrieges am Schauplatz Warschau. Die allmähliche Diskriminierung der Juden, die Errichtung des Warschauer Ghettos, die sadistische Willkür deutscher Soldaten, und schliesslich die Deportation ins KZ werden so gezeigt, wie sie wohl aus dem Blickwinkel eines Einzelnen oder einer Familie erscheinen mussten. Anfangs glaubt man noch an Schikane, doch dieser Glaube weicht allmählich dem stillen Entsetzen und der Gewissheit, dass es Hitler um die Auslöschung des gesamten Volkes ging.

Der hagere Adrien Brody entwischt den Nazis ein ums andere Mal, und doch bestätigt es jedes Mal nur eines: die unerträgliche Isolation eines Menschen auf der Flucht, und seine Abhängigkeit vom Goodwill anderer Leute. Ein gutes Drittel des Films verbringt man schliesslich mit dem Protagonisten alleine: verschanzt in irgendwelchen Kellern, eingesperrt in leerstehende Wohnungen, durch die verlassene und zerbombte Geisterstadt Warschau irrend - hungernd, frierend, an Gelbsucht erkrankt, einen Hörsturz erleidend. Wir erleben seine Verwandlung von einem sanftmütigen & zurückhaltenden Menschen in ein ausgemergeltes, gepeinigtes Wrack, dessen grösstes Ziel das Öffnen einer Konservenbüchse ist, welche er wie einen Goldschatz hütet.

Fazit: Durch die Holocaust-Thematik sowieso ein Pflichtfilm, und ein sehr guter noch dazu.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht's wohl nicht, 15. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (2 DVDs) (DVD)
Roman Polanski ist mit diesem Film das wohl bewegenste Weltkriegs-Drama gelungen. "Der Pianist" besticht durch einen Realismus, der ganz ohne übertriebene Spezialeffekte wesentlich härter wirkt als manch andere Filme des selben Genres. Die hervorragende schauspielerische Leistung von Adrien Brody tut ihr übriges und macht aus diesem Film das, was er ist - ein vollendetes Kunstwerk.
Außerdem bietet der Film in meinen Augen eine der besten Szenen der Filmgeschichte, in der Adrien Brody "lautlos" auf einem Piano spielt.
Drama ohne Kitsch, ein Glück, dass es europäische Filmemacher gibt.
Auf alle Fälle unbedingt anschauen!!
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77 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der härteste Film, den ich je gesehen habe, 27. November 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (2 DVDs) (DVD)
Zu meiner Schande muss ich mir eingestehen, dass "Der Pianist" während seiner Kinoaufführung mir völlig entgangen ist. Erst als ich von einem Freund erfahren habe, dass der Hauptdarsteller ("irgend so ein hagerer Typ namens Adrien Brody", Zitat des Freundes) den Oscar gewonnen hat, wurde ich auf den Film aufmerksam und hatte noch das Glück, ihn in einem Programmkino zu bestaunen.
Was ich da sah, ist nach Spielberg's "Schindler's Liste" eine der bewegensten Holocaust-Dramen, die bis jetzt gedreht wurden. Die besten und zugleich schockierensten Szenen sind die, in denen kaum ein Wort fällt. Der Hauptdarsteller vermag mit seinem ausdrucksstarken Mienenspiel jeden in seinem Bann zu ziehen und vermittelt durch sein Schweigen das, was nicht gesagt wird und was man auch nicht in Worte fassen kann: Gedanken, Emotionen und die Hoffnung auf Frieden.
Sein Schicksal lässt niemanden auch nur eine Sekunde kalt. Man leidet mit ihm, spürt die Angst und die Verzweiflung, die ihn plagen, seinen Hunger, die beißende Kälte seiner Umgebung, und wenn er davon träumt, wieder auf einem Klavier zu spielen, so hoffen wir, dass der Traum eines Tages in Erfüllung geht.
Der Film ist zweifellos ein Meisterwerk. Schon allein wegen des brillianten Spiels von Adrien Brody ist der Kauf dieser DVD wert.
Durch das Making-of in der 2 Disc wird einem klar, mit welchen Ambitionen und mit welch Akribie jeder am Set gearbeitet hat, sodass es fast an Besessenheit und Selbstverstümmelung grenzt. Roman Polanski und seiner Crew ist es gelungen, einen Film zu erschaffen, der das Grauen des 2. Weltkriegs dem Publikum auf eine Weise näher bringt, die das Vergessen umso schwerer macht - und genau das ist der Sinn dieses Films.
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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausames Meisterwerk, 18. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (Einzel-DVD) (DVD)
Der Film ist ein autobiografisches Erlebnis des berühmten Pianisten Szpilman.
Regisseur Roman Polanski ist mit diesem Film ein Meisterwerk gelungen, der selbst Spielbergs "Schindlers Liste" übertrifft. Der Film sieht den Tatsachen so unfassbar realistisch ins Auge, dass mir oft übel wurde und ich weinen musste: vor Wut und Fraglosigkeit. Doch hätte es diese unmenschlichen Grausamkeiten in diesem Film nicht gegeben – es wäre kein realistischer Film mehr gewesen. Unterstrichen wurde Polanskis Werk durch Adrien Brodys schauspielerische Leistung. Er hat zu Recht für diese Darbietung den Oscar bekommen. Da kann ich wirklich mit Respekt sagen: Hut ab, Adrien Brody!
Die wahre Geschichte von Wladyslaw Szpilman ist schon so bewegend genug, Polanski hat sie nur noch einmal in Bildern erzählt, obwohl man die Realität nie wirklich verfilmen kann. Der Film ist sehr große Kunst, keineswegs Hollywood-orientiert, sondern viel mehr persönlicher von Polanskis Seite. Er hat diese Zeit selbst miterlebt und lässt den Zuschauer seinen Zorn und seine Wut, so wie auch Ängstlichkeit und Ohnmächtigkeit spüren, mit dem der Zuschauer dann befallen wird.

Zu Thomas Kretschmann muss ich sagen: Es hat mich anfangs schon sehr gewundert, warum er als Hauptdarsteller aufgeführt wurde, doch er leiht der Person von Offizier Wilm Hosenfeld so viel Menschenklasse und vor allem ein sehr gewichtiges Ansehen, das mich buchstäblich sprachlos gemacht hat.

Das ist nicht irgendein Film, es gibt Geschichtsstoff, den DARF man einfach nicht bestreiten oder vergessen. Auch wenn es in diesem Fall ein Einzelfall ist und Millionen von Menschen während des Holocausts starben. Polanski und Brody sorgen schon dafür, dass man diesen Film und diese brutale Vergangenheit nicht vergisst. Ganz großes Kino!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polanskis Meisterwerk über den Holocaust!!!, 24. Juni 2003
Roman Polanski hat sich schwer getan und den Holocaust bis zu diesem Film noch nie thematisiert. Endlich fand er den nötigen Abstand, um ein großartiges Meisterwerk zu schaffen. Er hat selbst das Kraukauer Ghetto überlebt und verlor seine Mutter.
Er verfilmte die Autobiographie des Chopin-Kenners Wladyslaw Szpilman, der im Warschauer Ghetto seine ganze Familie verlor und versuchte dem tagtäglichen Horror, der Willkür der Nazi-Schergen und der Kampf um ein bißchen Brot in eindringliche Bilder zu fassen. Trotz der nüchtenen fast distanzierenden Art wie Polanski das Ganze auf die Leinwand gebannt hat, spürt man in kleinen Szenen (Wie die Mutter um ihr Kind weint, welches sie selbst umgebracht hat)die Anteilnahme. Adrien Brody (schon mehrfach preisgekrönt u.a. Cesar und Oscar)spielt den Pianisten nicht als strahlenden Helden, sondern jemand der Angst hat, schüchtern ist und einfach nur versucht zu überleben.
Da geht es nicht mehr um Moral, Anstand, sondern einfach nur noch um das nackte Überleben. Schließlich erhält Szpilman Hilfe von unerwarteter Seite: Ein Hauptmann der Wehrmacht hört andächtig seinem Chopin-Spiel zu und hilft ihm mit Nahrungsmitteln weiter. Zum Schluß schenkt er ihm auch noch seinen Soldatenmantel. Als die Russen Szpilman deswegen fast erschiessen und ihn fragen, warum er diesen Mantel trägt, sagt er lakonisch "Weil mir kalt ist!"
Prägnater kann man das nicht auf den Punkt bringen. Er will einfach nur überleben.
Das Making of zeigt sehr eindriglich, wieviel eigene Erfahrung Polanski mit in den Film eingebracht hat. Ein sehr einfühlsames Porträit.
Der Film ist großartig gespielt, glänzend inszeniert und ein großes Meisterwerk seines Genres. Ich würde sagen nur noch "Schindlers Liste" kann hier mithalten.
Auf jeden Fall ein wichtiger Film, der überaus sehenswert ist!!!
Man kann sich nur noch vor Roman Polanski verneigen!!!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ergreifender Film - ein bewegendes Schicksal, 14. Juli 2003
Als ich ins Kino ging, hatte ich von diesem Film nur den Namen gehört, weder die Namen der Darsteller, noch den Inhalt des Films.
Roman Polanski (mit diesem Film für den Oscar als "Bester Film" nominiert) erzählt hier die Geschichte von dem berühmten polnischen Komponisten und Pianisten Wladislaw Szpilman (gespielt von Adrian Brody), während des zweiten Weltkriegs.
Alles beginnt mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Warschau.
Was Anfangs noch als reine Schickane der jüdischen Bevölkerung in Warschau geschieht (Verbote für Juden, wie Besuche von Cafés, benutzen von Bürgersteigen, Besitz von bestimmten Wertgegenständen usw.) ändert sich schnell, als sämtliche jüdischen Bewohner der Stadt ins Warschauer Ghetto abgeschoben werden. Das ist auch der Beginn mit dem Kampf ums Überleben. Willkürlich prügeln deutsche Soldaten auf Menschen oder erschießen sie nach Belieben.
Als das Ghetto schließlich "geräumt" (sämtliche "Bewohner" werden ins KZ deportiert) wird, gelingt Szpilman wie durch ein Wunder die Flucht, seiner Familie leider nicht.
Fortan kämpft er tag täglich ums nackte Überleben. Essen suchen, verstecken, Angst. Das sind seine drei Dinge die nun Leben sind. Durch Zufall findet er Zuflucht und kann dort (abgeschnitten von der Umwelt) seit langem wieder (relativ) angstfrei leben. Das ändert sich aber schlagartig wieder, als die deutschen Soldaten einen jüdischen Aufstand niederschlagen und nun auch willkürlich polnische Bewohner deportieren, verprügeln oder erschießen.
Gegen Ende 1944 verschiebt sich die Ostfront immer weiter nach Westen und erreicht auch bald Warschau.
Warschau ist mittlerweile eine Ruine. Zerschossene Häuser, ausgebrannte Wohnungen, überall steigen kleinere Rauchschwaden aus den Gassen.
Die deutschen Soldaten versuchen in der Not des Rückzugs in Warschau eine Front gegen vorrückenden Russen aufzubauen. Szpilman fand zwischenzeitlich Unterschlupf einem ziemlich unversehrtem Haus; und einem Piano. Das was Szpilman's Leben vor ein paar noch Jahren noch bestimmte. Das, was er liebte.
Doch auch dort beziehen die deutschen Offiziere ihr Hauptquartier. Und wieder muss er sich verstecken, unterm dem Dach in einem Kaminverschlag.
Doch ein deutscher Offizier findet ihn; und gibt ihm was zu essen und Unterschlupf. Ein Hoffnungsschimmer tut sich auf. Er bittet Szpilman, für ihn etwas auf dem Piano zu spielen und er tut es. Wenige Wochen darauf erobern die Russen Warschau und damit hat Szpilman die Tyrannei, Willkür und Gewalt der deutschen Herrschaft überstanden. Der damalige ca. 25 jährige Szpilman ist mittlerweile, einer der populärsten und erfolgreichsten Komponisten in Polen und Europa. Seine Pianokonzerte sind aller Welt bekannt.
Roman Polanskie schaffte es, einen Film bzw. eine Biographie zu machen, der in jedem Kinobesucher einen schockierenden Eindruck der damaligen Brutalität hinterließ. Polanskie beschreibt gnaden- und rückhaltslos das methodische Vorgehen der Nazis in Warschau. Die Willkür an Juden und Polen, bleibt mir ein Leben im Gedächtnis. Als Beispiel: Als eines Abendessen, deutsche Soldaten eine Wohnung gegenüber der Szpilman's stürmen, befehlen Sie allen aufzustehen, doch der Großvater dieser Familie kann nicht aufstehen, da dieser im Rollstuhl sitzt. Der deutsche Offizier befiehlt seinen Soldaten dem Mann "zu helfen" aufzustehen, und werfen ihn samt dem Rollstuhl aus dem vierten Stockwerk auf die Straße in den Tod.
Polanskie gelang ein Meisterwerk, das nicht nur das Leben Szpilman in dieser Zeit erzählt, sondern die unverstellbare Brutalität. Eine Mischung, die uns jungen Menschen ermöglicht, uns die Zeit des zweiten Weltkrieg im Ansatz vorstellen zu können.
Mit vorgehaltener Hand würde ich mir erlauben, diesen Film als eindrucksvolleren als "Schindler's Liste" zu bezeichnen (diesen aber keinesfalls damit abzuwerten).
"Der Pianist" ist ein Film der in jedem Zuseher ein bleibenden Eindruck hinterlassen wird und den man gesehen haben muss.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk des polnischen Genies, 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist - Große Kinomomente (DVD)
Eigentlich kenne ich gar keinen Film von Polanski, der nicht mindestens die Note 2+ verdient hätte. Mit diesem Werk aber hat Polanski nicht nur seinen während der Naziherrschaft verfolgten polnischen Landsleuten (Künstler, Juden, Widerstandskämpfer) ein bleibendes Denkmal gesetzt, sondern auch sich selbst in den Olymp der berühmtesten Autoren der Filmgeschichte eingereiht. Die Darstellung ist von einer Authentizität, die niemanden unberührt lässt. Der Kampf im Warschauer Ghetto, die Arroganz der Besatzer, das unvorstellbare Leiden der drangsalierten Bevölkerung - Polanskis eigenes Schicksal ist mindestens zum Teil darin gespiegelt. Am berührendsten fand ich die Episode bei der Begegnung des im Versteck lebenden Szpilman (ein schauspielerisch überragender Adrien Brody in der Hauptrolle) mit dem desillusionierten Leutnant der Wehrmacht (Thomas Kretschmann), dessen Liebe zur Musik ihn über alle Gegensätze hinweg mit dem Pianisten verbindet. Einen Wermutstropfen enthält aber auch dieses Meisterwerk: es ist schon befremdlich, wie ein solchermaßen traumatisierter Szpilman nach dem Krieg derart bruchlos an seine Vorkriegskarriere anknüpfen kann. Dennoch: ein cineastisches Meisterwerk, das einem noch lange Zeit nachgeht und wie selten aufgewühlt zurücklässt.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polanski bleibt seiner Linie (zum Glück) treu, 2. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist [Deluxe Edition] [2 DVDs] (DVD)
Wer Polanski kennt, weiß, dass er keinen Wert auf bombastisches Effektekino oder aufgesetzte Emotionen legt. Hier zeigt sich, dass man der heutigen Verlockung, mit technischen Mitteln so viel wie möglich zu zeigen, auch widerstehen kann. Souverän zieht sich seine minimalistische Handschrift durch alle seine Filme, so auch bei "Der Pianist". Szenen, die in Hollywood ob ihrer vermeintlichen Symbolkraft ausgedehnt würden, werden hier unkompliziert gespielt und meist schnell beendet, so dass ihre Wirkung im Gedächtnis des Zuschauers bleibt.
Die wenigen Spezialeffekte sind unaufdringlich und notwendig. Die Musik hält sich ungewohnt stark zurück und wiederholt sich meistens. Man merkt sofort, dass die Straßenzüge Warschaus eine Kulisse sind. Hauptdarsteller Adrien Brody spielt den polnischen Pianisten Szpilman leise und unaufdringlich. Das Drehbuch konzentriert sich auf seinen Leidensweg und zeigt ihn in 2/3 des Films alleine in Wohnungen oder durch die Ruinen der polnischen Hauptstadt ziehen. Dass Brody es schafft, die meiste Zeit ohne Anspielpartner eine hervorragende Leistung abzuliefern, ist beeindruckend. Wer sich wie ich beim ersten Ansehen von "Der Pianist" fragt, warum scheinbar endlos und scheinbar ohne Aussageabsicht und auf die Gefahr einer emotionalen Abstumpfung hin gezeigt wird, wie Deutsche auf polnische Juden einschlagen oder sie auf grausame Weise umbringen, wird gegen Ende, wenn SzpilMan auf einen deutschen Offizier trifft, die Antwort finden und den Sinn dieses Films erkennen.
Polanski ist ein bewegender Film mit einem ausgezeichneten Drehbuch gelungen, der anders als z.B. "Schindlers Liste" vollkommen auf Emotionalität verzichtet und mit seiner Direktheit umso mehr berührt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk über eine schreckliche Zeit!!!, 21. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist [Deluxe Edition] [2 DVDs] (DVD)
Ein Meisterwerk das seinesgleichen sucht. Als ich den film zum ersten mal gesehen habe, bin ich noch 10 minuten nachdem der film zuende war sprachlos gewesen. Man sieht, dass diese Geschichte Polanski sehr nahe geht, da er den holocaust selber durchgemacht und überlebt hat. Polanski hat ebenfalls fast seine gesamte familie verloren. Was diesen film vielleicht sogar besser als Schindlers Liste macht ist, dass hier das schicksal eines einzigen menschen gezeigt wird und nicht das einer größeren gruppe bzw eines volkes. Dadurch kann man mehr darauf eingehen und sich mehr mit diesem thema auseinandersetzen. Adrian Brody spielt die rolle sehr überzeugend, hat dafür auch wesentlich an gewicht verloren.
Dieser film ist einer der wenigen, der zeigt, dass nicht alle angehörogen des III reiches von grundauf böse waren, sondern dass es auch solche gab die einfach keine andere möglichkeit hatten und versucht haben als z.b. offiziere zu helfen.
Roman Polanski hat den oscar mehr als verdient, da er sich sehr bemüht hat diesen film so wahrheitsgetreu wie möglich zu machen.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sieg der Menschlichkeit, 10. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Pianist (Einzel-DVD) (DVD)
Wladyslaw Szpilman ist polnischer Jude und somit nach dem deutschen Überfall 1939 fortan unmenschlichen Repressalien ausgesetzt. Seine gesamte Familie wird zunächst in das Warschauer Ghetto umgesiedelt, von wo aus schon bald die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka beginnen. Er überlebt nur mit Hilfe polnischer Freunde im Untergrund und wird Zeuge des Ghettoaufstandes 1943 sowie der Erhebung von Warschau im August 1944. Danach wird die polnische Hauptstadt nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Szpilman kämpft in den Ruinen ums nackte Überleben und fällt eines Tages dem deutschen Hauptmann Wilm Hosenfeld in die Hände. Dieser rettet ihn, indem er ihn bis zum Abzug der Deutschen versteckt und versorgt.

Der Film ist ein beeindruckendes Zeugnis der Grausamkeiten, die den polnischen Juden -stellvertretend für alle Opfer- im Zweiten Weltkrieg angetan wurden. In schockierenden Bildern wird die Alltäglichkeit des Grauens offenbart. Und doch kommt immer wieder Hilfe und zeigt, dass Menschlichkeit auch in solch entsetzlichen Zeiten selbstverständlich sein kann. Symbolisch für die Sinnlosigkeit des Krieges wird, dass Szpilman bei der Befreiung des Ghettos durch die polnische Armee fast noch erschossen wird, da er -gegen die eisige Kälte- einen deutschen Wintermantel trägt.

Adrien Brody brilliert als zurückhaltender willensstarker polnischer Pianist, der mit dem Mut der Verzweiflung um sein Überleben kämpft. Thomas Kretschmann mimt den deutschen Hauptmann Hosenfeld, der hohes eigenes Risiko auf sich nimmt, um Szpilman zu retten. Der Deutsche stirbt als gebrochener Mann 1952 in einem russischen Kriegsgefangenenlager.

"Der Pianist" schafft es mit fast dokumentarischen Bildern so zu beeindrucken, dass sich der Zuschauer dem Entsetzen über soviel Grauen nicht entziehen kann und bewegt sowie gleichermaßen verstört zurückbleibt. Ein Meisterwerk!!! (265 Wörter)
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Der Pianist
Der Pianist von Roman Polanski
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